Nr. XII. rs. Marz 179z*. Giesser JntelligenMalt. In und Auswärtige Viktualien-und Markt-Preise. Giesen lDacmst. Dilleb. Fulda 1 Marb Weilb. Wezlar. fr. n Er.i Pf- fr. Pf. tr.ipf ir. ■ Pf- fr. Pf. kr. f- 1 tb Ochsenflcisch — 1 — Kühfleisch — 1 s -1 — 14 10 i. 11 — 12 0 'S W\ 13 12 —* j — Rindfleisch — 101 14 ( 8 — —* 1 — Kalbfleisch — 8 —- 15 1 6 IO ' 16 9 9 13 [ —. Schweinefleisch — i3 14 __ 13 —— 12 14 13 10 —* 1 — Hammelfleisch — 10 13 z 12 11 9 —• 1 — Hammelsfett — 32 24 IJO — 1 — Rindsfett — 32 —— —— ■--------------- — 9°, — —“ 1 — Schweinefett — [ — Seifen —- 38 32 — 16 — — 26 — 18 28 — — .— *------ i 1 — Lichter — 32 i —— — 30 — 3° 1 ---------- —— — 34 1 —» frische Butter — 30 36 1 """" — —** 30 \ "— —•- T— 36 — 1 — geschälte Hirse — 8 —— —— 8 — —- — 8 —® I — grob geschälte Gerste 8 \ —— 6 —* — 9 — 1 — klein geschälte Gerste 10 — 8 — — — Eyer ä 4 fr. — — 5 et. 3 St. 3 St. rSt. 4©t. 3St. Getcaidepreise vom 18* den fl. a 60 kr. und Städte. GemäS. Darmstadt Das Malter. Friedberg das Malten Fulda das Malter. Giessen das Achtel. Marburg das Mött. Diez das Achtel. Wezlar das Achtel. Rar das Wai T: II 15 16 13 1O 19 14 ; ö tb. zen fr 50 — 30 3° den zu34l wiegt j Tb. 175 200 — 200 150 340 206 rf. .oti Ko fl-l 8 11 12 8 5 iS 9 M )C rn kr. — — 50 40 20 3o arz, in olnrsche wiegt 1 157 190 — 1 180 135 300 190 Fr s 5 Ger "fT 6 9 i — 6 3 io 7 an 5iT sie fr. 18 __ 40 20 30 kfurt. bergen wiegt tb. 140 170 — 1 160 120 168 Wahrung icht. Hafer wkeat fl- kr. M. ■5 22 93 “ t 7 — 140 3 — '84 — —. — 8'— - ?r. 1 1 2 7 Quint 1 3 1/2 13/4 3 Schwarz Brod Weck — — Butter Bretzeln Loty 10 gemischt Brod oder Taigscher i i i Gedan- — )4^C — Gedanken Ahee die Naumzuchc im (Br offen f zur Besetzung der Haupt- und Landstrassen mit Raumen. Verfolg. Siebentausend Schritte betragen noH keine Meile, und um eine Male Wegs mit Bäumen zu besetzen, dazu können 5000 Stücke gebraucht werden. Wenn ich nun Die 7000 Schritte einer Meile gleich, und nur 2600 anstatt 5000 an setze so wird mich doch Niemand beschuldigen können,/ Daß ich mich überrechnet halte. Meine Baum-Allee erträgt also vom 2ysten Jahr ihres Alters an. gerechnet, jährlich Thlr. ohne Kostenaufwand .. .. 130 Nun setz ich, sie habe und könne ertragen! vom lsten bis loten Jahr Nichts» Thlr:. vom roten bis 2oten jährlich 30 — 300 vom2isten biszosten — 90—900 vom giften bis gosten — 130—1300. v.vM4osten bis zosten. — 200 — 2000 Zusammen 4500 Mithin auf 56Iahre lang im Durchschnitt jährlich 90 Thaler. Die ersten Anlage - und bisherigen Unterhaltungskosten erftzt der nunmehrige Werth der Bäume, indem solche höher als um 1000 Lhaler verkauft werden könnten.. Eine Sirassn - Allee von 100 Meilen lang, müfte >a nach dieser masigen' Berechnung- jährlich einen neuen Gewinn, von 90,000. Thalern einbringen. ; Ich habe nur einen einzigen Kopf der mir ader so lib ist, als dem. chinesischen K iser der Snnige Diesen meinen Kopf- setz' idj daran, m:t einem Auftvand von jährlichen 5 bis 6000 Ibukrn in einer 3?’t von längstens to Jahren eine halbe Mllion versetzdnrer Ovstbäume zu erzjchen,- vorauögefezt, daß der Ankauf und die Befriedigung des bel.öthigten Platzes zu einer grossen Baumschule, als etwas, das seinen Werth für sich behält, nicht darunter begriffen sey, und daß keine solche Hindernisse eintreten, die menschliche Kräfte und Einsichten übersteigen, als worunter Erdbeben, Feindes-Einfall und Verheerung, ausserordentliche Kälte oder Gewitterschaden, Überschwemmung und dergleichen zu: rechnen sind. Alles, was menschliche Kräfte verstat- ten, was die besten Einsichten erfordern,, und soviel Fleiß und Thatigkeit nur immer erwartet werden kann, das getraue ich mir zu leisten, wenn mir Gott das Leben fristet. Aber auch alsdcnn, wenn, der Tod mich von einer solchen Pflanzung, abrufen sollte, wird doch die Unternehmung nicht vergeblich gemacht seyn, denn, ich würde die beste Art der Behandlung andere lehren, oder schriftlich hinterlassen. Daß es mehrere- Manner gebe, die- vielleicht eben, das- leisten können, daran will ich nicht zweifeln. Ob aber viele sind, welche nicht aus Beruf oder Zwang, sondern aus Regung, mehr als 20 Jahre- lang den- Vorth-blen bei der Baumzucht: mit eben £>em Eifer nachaefpürt haben; die mit der gross sten Gedult und zugleich» Mit nner Art von Leidenschaft, sich selbst vieler eigenhändigen Bemühungen nicht ent- fchlaqen , nicht, geschämt haben, wenn auch', Rang und äussere Veihältnisse solches nicht allemal erlauben wollen:: das ist eine- andere Frage, die sich nur aus dem Erfolg beuitkeilen läßt', und es sey mir erlaubt, hiervon etwas anzufübren, was dem: ganzen Publikum, unter dem ich lebe,, sattsam: bekannt ist. Ein Plaz von beinahe 20 Morgen groß,/ wurde im Jahr 1776. zu einer Waldbaumschule planitteingezäunt, mir vielen grossem — ) 47 C — grossen und kleinen Alleen, diezusammen- genommengegen 7 Morgen betragen, durchschnitten , und die dardurch entstandene Abteilungen, mit allen Gattungen und Sorten der in diesem Lande wild wachsenden Baume und Suauchhölzer, befett Da aber dieser Plaz nur eben gemacht und nicht vorher rejolt# auch nicht gehörig untersucht worden, wohm man je De Art von Holzgewachsen nach Erforderniß de» ihr angemessnen Erdreichs, pstanzeu könne: so wollte auch fast gar nichts gerathen. Nun waren einmal die Planirungs- und Befriedigungskosten, welche gleich Anfangs über 4000 Thlr. mögen erfordert haben, aufgewandt. und da der Plaz, gegen Südwest ein wenig abhanqend, sehr bequem schien, eine Obstbaunuchule darauf anzulegen , s« wurde solcher >0 Jahre hernach,, in dieser Absicht meiner Anordnung übergeben , und zu Bestreitung Der Kosten )ähr» lich nicht ggnz 200 Thlr. bestimmt.. Das erste, was ich thun konnte, war-, daß ich diejenigen Abtheilungen,, Die mir die besten zur Baumzucht schienen,- reiolen ließ. Unter 104 Abtheilungen fanden sich etwa ;eben r- wohin ich nur blosmn Zusatz von Besserung, junge Baume sttzrn lassen konnte. Bei den übrigen traf man auf gross' Schwierigkeiten An einigen Orten sanden sich ;m Grund Steine und Felsen, an ande! n Orten ein bloss r Leltrngrund, ein-' Erdart, auf der weder G aö noch Holz wachset; wiederum an aridem Orten ein sogenannter LebemkieS, anderswo der lau tere Sand, und also fast durchgehende-ein sehr undankbares Erdreich zur Baumzucht. Bei diesen grossen Hindernissen und dem kleinen Unterhaltungsfond, war es mir schlechterdings unmöglich , seither als in einer Zeis von r6 Jahren , auf diesem Pia; mehr als etwa 8 Morgen angreiffm und zurichten zu lassen. Mehr als einmal; müssen aus einer einzigen Abteilung 2 btS 300 Roßlastsseine ausgenommen, und dar- gegen Erde von auswärts beigeführt werden, und so hat manche Abtheilung, höchstens 1^/4 Morgen groß mehr, als 50 Thlr. zu rejolen gekostet, auch mußt ich an vielen Orten das magere Erdreich bedüngen, wozu mehr als 60® Roßlafnürger erfordert wurden. Aller dieser Hindernisse, und deet geringen Fonds ungeachtet, sind doch in einer Zeit von r6Jahren, schon über ggoooverletzbare Obstbäume in dieser Baumschule erzogen worden; und wenn das Erdreich besser und der Unterhal'ungSfond grösser gewesen wäre: so würden in einer solchen Zeit beinahe loo tausend Stük haben erzos gen werden tön new. Nun ist der Verkaufspreis in hiesigen Gegenden das Stück zu 6—8 Batzen , wrewohl ich sie wegen guter Qualität meist um IO Batzen verkaufen können, und also ist leicht zu berechnen, daß mit Inbegriff' eines Gehalt, diese Baumschule, so lange sie unter meiner Aufsicht steht, nicht allein gar nichts gekostet, sondern noch Gewinn getragen hat. Dies sind Thatsachen, die ich nöthi- gen Falls mit Documenten erweisen kamt, und denen ich nur noch beifüge, daß mir erst kürzlich noch eine andere Baumschule von beinahe 40 laustnd theile halb erwachsenen Bäumen und tbeils noch ganz jungen Pflanzen, zur Aufsicht und Behandlung tib-Tgeben worden , welche ein gelernter Gartner seit 15 Jahren zu besorgen hatte. Die mag doch wohl ein Vertrauen auf meine Einsichten und auf meinen Fleiß beweisen Unter allen land- undfeldwirthschafs- lichen Gewerben, ist die Baumzucht daS Einträglichste. Der Verschluß ist beinahe so gewiß als irgends bei einem andern, denn wenn auch nicht besonders grosse Vermehrungen , keine neue Baumanlagen vorge- nym> mvmmen werden, so gehen doch alle Jahr gar viele Baume aller Orlen zu Grund, die ein jeder wieder ersetz'« well Iinzwischen Hal diese meine Aufmunlerung zu- Baum- iud)t >m Grossen, voinemlich die Besetzung Vrc Haupt - und Landstrass n zur Absicht, und daher wird solche den Baumerziehern und Baumgartnern wenig Abbruch lhun. Bekanntmachung ron verschiedenen Sachen. 1) DeS Hrn. v Schenckm zuSchweinS- Lerg zuständige 31 Morgen Wiesen, sollen stückweise zu Heu und Grummet, den 8. April d. I Vormittags um 9 Uhr, in des Wilhelm Willen Behausung in W'eseck, öffentlich an den Meistbietenden auf ein Iayr überlassen werden, als: 14 Morgen, .an dem sogenannten Mez- reniocn gelegen, 7 Morgen an den G'eser Ochsen - Wiesen, 4 Morgen auf der Au und herrschaft- .lichen Wiesen, 4 Morgen hinter dem Stolzenmorgen, ^ie Sp>tz genannt, 2 Morgen auf oem Gieser Gans ° Acker, giebbaöer können sich in dem anberaumten «5>. min einfinden. Giesen den 2oten Marz l7™‘ Sikst-in, v. Schenckischer Administrator. 2) Nächstkommenden Montag, als -den 27ten Marz, Nachmittags um I Uhr, soll das Oberholz an den an der .Chaussee »wischen hier und Kleinlindenstehenden Pappeln , stückweise an den Meistbietenden versteigt werden» Wer nun hierzu ^uu hat, kann sich um die bestimmte Zeit auf ,Oer Chaussee vor dem Sel/rthor einfinden Fürstl. Hess» Chausseecommisston. Gottesdientt am 26 März. In der St. Pancratiuskirche. Mor- cken- Herr Professor Palmer. NachMit- lags Herr Superintrnd. Müller. In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Pfarrer Buff. Morgenden 26. Marz hat das Frischbacken der.Beckermeister Kämmerer, auf dem Markt. Ein < und Auspasskrte. Am 16 Marz. Hr. Graf Belderbusch, von Hess. Cassel , log. im Einhorn. Am 18 Marz Baron v. Franck, von Frankfurt, Ourchpass Am iy Marz, JhroHochfürstl.Durchlaucht Prinz Friedrich von Hess. Cassel, durchpass. Am 20. Marz. Hr. Graf v. Bentheim, .Major in X Preuss. Diensten, durchpaff. Geraufte bei der Stadlkirche. Am 11. Marz Dem Bulger, Jacob Gerhard, ein Sohn. Am 21. Marz Dem Burger u. Wein- Händler, Jvh. Philipp Busch,'ein Sohn. Eod. D- m Burger und Schuhmacher, .Georg Matthias Pfeil, ein Sohn. Am 22. März. Dem Burger u.Tuch. .wacher, Georg BalthasarStohr, ein Sohn. Beerdigte. Am ig-Marz. Gotifr. Christoph Fel. sing, Burger und Schuhmacher., all 70 Jahr, starb an einem Steckfiuß. Am 19 Marz. Dem Burger und Becker, Ioh. Eberhard Schiffer, eine Tochter , ait.izJahr, 9Dion. Am 2 3 Marz. Dem Burger und Wagemann Schmidt, eine Tochter, alt 10 Jahre. Geraufte bei der Burgkirche. Am 22. März. Dem Sergeant, Jeremias Cronenberger, beim Fürstl. Depot, eine Tochter. Beerdigte. Am 20. Marz. Herr Karl Mögen, Fürstl. Hess. Darmstädtischer Hauptmann beim Sten Bataillon Erbprinz, alt 64I.