Nr. UL 21. Januar >797' Giesser JilttlllgevMütt. Zn Md Auswärtige Viktualien-und Markt-Preise. i W Ochsenfleisch — i — Kühfleisch — z — Rindfleisch — x — Kalbfleisch . — i — Schweinefleisch — 1 — Hammelfleisch — 5 — Hammelsfett — 5 — Rindsfett — x — Schweinefett — i — Seifen — t — Lichter — x —• frische.Butter — l — geschalte Hirse — i — grob geschälte Gerste x — klein geschälte Gerste Eyer ä 4 fr. — — 1 Giesen tDarmst. Dilleb.l Fulda J Marb Weikb. Wezlar. i fr. kr.i pf' fr. pf. tr.| pf. fr. pf- fr. pf. kr.I pf. lZ l4 1 — 13 ——■_ u 12 — 13 — 13 ■M« 1 12 10 10 —— 9 12 — 12 ■UM 10 13 — — —• 8 — — e-u* 10 13 — 5 9 9 — —* . -- 13 13 — 14 — 13 — 16 12 — 16 10 IO — 13 — 12 9 2 13 ■MW 9° • 168 — — —* 90 — . — — ■E 90 ——» —* — — — — 9° *•— — ' — —— MM0C 28 ■w— 26 — — —- 18 —— — — «NM» 32 — — —*• — — — — 28 — — •MÄ 32 — —. —• —— —• 25 —•" 30 —— — ——— 34 3° i — 38 —— — —- — — 3° —— — — 36 wer 8 «in ■» — •** —* — — — 8 —- —-- — 8 . 8 — — —- — 6 — • — 9 10 — — — —— — 8 — — ■—■ — 2 St. 2 St. 3 St. ?St. 4 St. gSt. Ketraidevreisc vom ,4.Jan. bis den 21.Jan., in Frankfurt. Währung' denfl. ä 6o kr.und das W.zu?4t°ch Cölnis»-s Silbergewicht. Städte. Darmstadt Fnedberg Fulda Giessen Marburg Diez Wezlar GemaS. das Malter, das Malter. 1 das Malter, das Achtel, das Mött. da« Achtel, das Achtel. Wai fl. 12 15 16 13 Jo 22 14 zen fr. 3° - 10 30 ?o wiegt tb. <75 200 200 ISO 340 206 Ko fl. 8 11 12 9 5 17 9 rn fr. 4 i— 20 40 10 3o wiegt 1 157 190 — 1 180 I3S 300 190 Gei fl. 5 9 i — 6 3 11 7 •fle fr. 52 —1 30 20 jio wiegt tb.; 140 170 — 1 160 120 168 Ha T 5 10 7 3 8 fer fr. 8 30 wiegt tt. 98 140 ..J4 Schwarz Brod Weck — — Butter Bretzeln gemischt Brod oder Taigscher 1 fr‘ 1 I 1 I 1 1 | I < Loth 1 10 1 4 2 | 7 I Quint 1 3 l/r 13/4 3 (tcher — ) tTocb Etwas über die Hornviehseuche. Wenn die Seuchen blo6 nach den Merkmalen, bey den kranken und toden Häuptern , und also nicht nach der Natur, des unbekannten Miasma, bestimmt werden könnenso crgiebt sich aus allen Erfahrungen, daß sie allerdings in bösartigen, gallich-faulichten, mehr oder weniger tö- denden Fiedern bestehen und daß ihre Verschiedenheit offenbar m ei ft enß auf zufälligen Umftanytn beruhe, und daß man nicht behaupten könne, es gründe sich ihre Verschiedenheit auf ihre Natur. — Der Mangel der Kenntniß der zuverlässigen Heilmittel, zeiget offenbar den Mangel der Kenntniß der Natur der Seuchen an. — Wer kan leugnen, daß es öfters ein bloftr Zufall fty, warum manche Häupter zur Ansteckung geneigbar sind, als andere;, warum, eine. Seuche bisweilen fast ganz unmerklich herumschleicht, oder ein andermal ausserordentlich tödend wüthet; warum in einer und eben derselben Seuche , bald diese, bald jene Theilr mehr oder weniger davon angegriffen- werden u. s. w. Wer möchte sich getrauen, diese und andere ähnliche Erscheinungen undBevbachrungen, als- wesentliche Verschiedenheiten anzunehmen. Das Ansehen einiger Schriftsteller und die' Namen der Seuchen entscheiden wenig in der Hauptsache. So wie die Bejchaffen- heit der thierischen Körper verschieden ist, so wie die sogenannten nicht' natürlichen Dinge verschi°oen sind, eben so müssen sich, auch d»e Seuchen verschieden, äussern, wo» bey? et öfters im Grunde nicht auf die Be» mnnung der Staupe ankömmt. Ich rede- hier vorzüglich von den eigentlichen bösartigen, gallichtfaulichtew anlleckenden Seuchen. ' Ich behaupte daher immer noch, daß! rß keinen Zweifel leide, daß i, B. die Rind» io ( — viehpest, der verschiedenen Masken, hm«- ter welche sie sich zu st cken pflegt, vhnge» achtet, im Grunde doch immer oieftlde fey, und durch ein und dasselbe Miasma sich erzeuge und sorlpflanze.. Wenn ich also bey dieser Hornvieh» ftuche, und zwar nicht zuerst in hiesigen Gegenden, schon gar häufig beobachtet habe, daß bey den Thieren der innere Mund entzündlich und brandigrund bisweilen fast gänzlich mit Brandblasen überzogen gewesen, und ich nicht weniger auch öfters die Lungen und Milz brandig, und sogar ley. tern Umstand, ncmlich die brand,gte Beschaffenheit der Milz,, wie z. B. in waye- born bey verschiedenen Häuptern, Vorzug, l'.ch und beynahe ganz ohne dre übrigen be. kannten Merkmale der Seuche beobachtet, und mithin das Blut nicht sehr aufgetößk und so auch insbesondere den Blättermagen nicht merklich widernatürlich befunden Haber so sehe ich mich gedrungen , denje. nigen Schriftstellern mehr Glauben beyzu. messen, welche mit wir gleiche Erfahrungengemacht haben; kan also Andern nicht beypflichten, welche die Erfahrungen mche gemacht Haden, oder machen konnten. Ich getraue mir täglich meine Ersah» rungen öffentlich zu bestätigen. ES ist also ohne allen Zweifel, daß der Brand der Lungen und Milz u s. w. blos als unvollkommen, Absatz, oder auch als Merkmale einer grosew Menge Seuch- gifte» zu betrachrensty, und daß die Seuche also unter, manchrrley Gestalt' beobachtet werde, und ohngeachttd derselben, der Hauptkaraktcr der Krankheit immer derselbe verbleibe.. In meiner An Weisung rr und in dern vorigen Aufsätze, m dttsim Blakte, habe ich -den so wenig, als jezr, von dem , ob- schon von nuhrem Schriststeürrn ziemlich und» — ) II ( — uneigentlich, so genannten- sondern von dem wahren, bösartigen, mit der Haupt- ftuche gleiche Bewandmß habenden Lun- aen - und Milzbrände geredet. Daß es diesen gebt? haben mich meint Erfahrungen üoerzrugt, so, daß ich mich also, in Ansehung meiner Behauptung durchaus in keiner Verlegenheit befinde. Höchstens könnte mir Ser Umstand' zur Verantwortung- angerechnet werden, daß ich diese Absätze, nemlich die drandigte Beschaffenheit der Lungen und der M'Ij, Langen- und Milzbrand genennt habe. — Wenn ich aber behaupten darf, daß dem einen, wie dem andern Schriftsteller die Freyheit zustehe, eineBenennunq zu wählen, welche er für die passendste hält, und ihm diese Freyheit nicht streitig gemacht werden könne, eins Benennung zu wählen, welche die Sache am besten und vollkommensten karaktensirt r so glaube ich auch dadurch nicht gefehlt zu haben, roenrr ich die brandigte Beschaffenheit der Lungen und der Milz r bey der Hornviehpest, Lungen - und Milzbrand genannt habe. Ich glaubte fast mehr Recht dazu zu habens als diejenigen zu haben meynen, welche diese Seuche Löserdürre nennen, wodurch dieselbe vielleicht am weniasien karakteristrt wird, oder als dieienigen Recht zu haben glauben, welche sie U» bergalle nennen, worunter andere die Gelbsucht verstehen. Ich konnte mich aber, wenn anders Autoritäten ein G wicht geben sollen, in Ansehung meiner Behauptung, auch auf den Ausspruch eines neuern klassischen Schriftstellers stütz'n, welcher sagt: „Die tunqen* „ entzündung kömmt auch unter dem Na- „ men Lungenseuche und Lunaendrand vor: „B-yde Namen sind aber nicht' für t)»e „Krankheit Übelhaupt passend, da jener ,, nur eine zufällige iwt der Rindviel pesk „ vergesi lllckaftete 'Lntzsindung d"S R'P- „penfeüsund der Lungenflügel, dieser aber „den schlimmem und schnell tödlichenAuS- „ gang der Krankheit, anzudeuten ver. „mag?'--„Dies war ich genöthigt, „hier besonderezu erinnern, mit dem Bey- „ satze i dasi das Rindvieh, welches am „Lungenbrande gestorben, eben so adge- „ hautet und verscharrt werden muß, wie „im Kap. von den wahren, ansteckenden „ Seuchen angegeben worden." Wenn ich mir übrigens erlaubte, ein Verzeichniß der übereinstimmenden Zeichen des eigentlichen bösartigen Lungen - Milz ♦ und Mundbranües und der eigentlichen , wahren Rindviehseuche, oder der uneiaentlich sogenannten Loferdürre neben eino^er zu stellen, müßte ich fürchten da» mit zu beleidigen. H. Schwabe. Ronzert-Anzeige. Morgen , Sonntags (den 22 Ian.) wird das ;te Winlerkonzert gegeben; Donnerstags darauf ( den 26. Ian.) das 2tc Damen-Konzert, beyte im Hezel schen Saale Der Anfang ist,, wie gewöhnlich, Abends um 5 Ubr. Mit dem leztern, (dem Donnerstägigen Damen » Konzerte ) ist, wie künftig jedesmal, ein kleiner Bal, für die Liebhaber, verbunden. Einzelne Entree -Billets, für beyde Konzerte, sind, vor dem Konzerlsaale noch zu erhalten, (fürs Sonntägige ä 48fr., fürs Donner- ZL ' A Bekanntmachung. Künftigen Montag den 2gten dieses,. Nachmittags 2 Uhr, sollen in des Herrn Oderburgermpis'er Ferbers Behausung, nachstehende dem Kuchensenior Hrn.^ Johann Conrad Eckstein zugehörige Feldgüter, als t/4 Morgen, I Rut. 8Sck Wiese hin^ term Wallbrunnen, neben Kaspar Müllen fen>>. fen. Erben und Johannes Steinbergs giebt 11/2 Mest ständig Korn zur Kellerei, zehndfrei. 18 Rut. 19 Sch. Wiese am kleinen Stein» weg, neben Johannes Simon fen. und Hcn. Rathsschöff Schmidt, giedt t Albus Zins in hiesigen Kasten und 1 Älb. 2 Pfenn. Hahnengelv in die Superintendur, zehndfrei. szRut. 6Sch Wiese daselbst, diesseits der Wieseck, neben Johannes Simon fen, und Johann Conrad Ferber, giebt 1 Alb. Zins in Kasten und 1 Alb. 2 Pfenn Hah- mngeld in die Superintendur, zeyndfren 44 Rut. 102/3 Sch« Garten hinter« Wallbrunnen, neben Kaspar Krailmg zu Wiest.ck, undEtiaSund Moriz Sack, giebt 2/3 Mest ständig K-rn. vom Hofgeländ in F. Kellerei, zehndfrei. 1/2 M rRut. 12 ©cfj. Garten auf der Rotyhohl, neben JacobEinhauser und Johann Martin Schäfers Wittib, zehndfrei. k/gMorg. 7Rut 3Sch Garten in der ScheppEcke, neben Hrn. Pedell Stein und Hrn. Zollverwalter Rumpff, zehndfrei., öffentlich an den Meistbietenden verstrichen werden sollen, als wird jolches hierdurch bekannt gemacht. Giessm den l7tcn Jan. 1797« Furstl. Hess. Qberamt Vast Rayß. Gcmesdienfl am 25 Januar. In der St. Pancraliuskirche. Morgens Herr Superintendent Bechtold. Nachmittags Herr Superintendent Müller. In der Burgkirche. Morgens Herr Pfarrer Buff Nachmittags Herr Superintendent Schm;. Morgen den 23. Jan. hat das Frisch- Hacken der Beckermeisier Magnus, auf dem Selzersweg. Em ' und Aaspassirte. Am 12. Jan. Hr. Reichspfenning» meister v Hetzendorf, von Wezlar. Herr Lieuten. Kraemer, von Kirchhain, log. im Einhorn. Am iz.Jan. Hr. Major v. Renasse, vom K. K. Regiment Latour, log. im Einhorn. Evd. Hr. v. Mainger, aus dem Luxemburgischen, log. im Rappen. Am 14. Jan. Hr. Rittmeister v. Cronenberg, in K. K. Diensten, durchpass. Eod. Hr. Hofkassirer Veit bei der ver- wittibten Frau Lanvgräfin zu Hess. Cassel, durchpaff. Am 15. Jan. Hr. Hauptmann von Loesch , von Oberroßbach., log. im Einhorn. Am 16 Jan Hr. Dberforstmeistervon .Diemar, von Hanau, log. in der Post. Eod. Die Herren Kapitainö Stuart und Brown , in K. Engi Diensten, durchp. Am 18. Jan. Mylord Spencer aus London., log. in der Post. Gekaufte bei der ^radtkirche. Am 12 Jan. Dem Bu'ger und Zi'eg. ler Ernst Lalrhasar Bachers,'eine Tochter. beerdigte bei der Stadrkirche. Am 14. Jan. Deö verstorbenen Bürgers und Hufschmids , Joh. Philipp Be- ckers hinterlassene Wittwe, alt 48 Jahre. Am 27. Jan. Juliane, des verstorbenen Burger und Spengler Mindingö hinterlassene ehel. Tochter, alt 70 Jahre« Ropulirte bei der Burgkirche. Am 19 Jan. Der Kaiserl. Kön. Herr Oberlieutenant Freiherr Friedrich von Wuesthoff, unter dem Zezschwitzischen Kü- rafsterregiment, mit Fraulein Louise Friederike von Schmalkalder, des verstorbenen Fürst!. Hessen - Darmstadtischen Generalmajors, Herrn Wilhelm Christoph Conrad von Schmalkalders jüngsten Fräulein Toch- ter.