18. März -7»? Nr. XL Giesser JnlelligenMtt 13 26 Städte. ft. I fl.lt 9 — II- 168 tr. Sürst!. 9° Korns wiegtflGerste,wiegt Quint 1 • 1 3/4 3 fi.;kr. 81— 180 135 300 190 30 30 8 Z2 8 8 10 10 i 32 32 38 3-1 Darmstadt Ft-j-dberg Fulda Giessen Marburg Diez Wezlar ft. 140 170 160 120 6'140 3! 20 Lil 10 7|— Loth i 10 I 4 2 | 7 l t — Rindefett i — Schweinefett 1 ft Ochsenfleisch 1 — Kübfleisch t — Rindfleisch r — Kalbfleisch l — Schweinefleisch , — Hammelfleisch — Hammelsfett t — Seifen — t — Lichter — £ — frische Butter — t — geschalte Hirse — l grob geschalte Gerste r — klein geschälte Gerste Hyer ä 4 kr. — — '121 " 8|$o 5 40 1,71 io 9 3o ’5 St. 3 St. 3 St. gSt. 4 St. 157 | 6 s 190 | 9 - Schwarz Brod 1 i Weck — — 1 Butter Bretzeln | » iroö oder Taiascher i i 3« und Auswärtige Viktualien-und Markt-Preise 1 Mftn tDarmsst.l Dilleb. Geträidepreiftvom ...Mär; M den ,'8^Rärz^m^ankfutt^Währung den si. ä 6okr.und das &- 12 34 rb Weiltr. Wezlar. pf- ft-3 Pf. fr.l Vf. — t3 i -** 13 -e" 1 12 i —• 12 —E «——■ ! 10 *1 13 —**> 16 •— 10 1 2 13 --- —" . —* — —— —— —- —— — — -*• ■■■ - — — i — — -—- 34 — 1 —— — 36 *** --- 8 — ■ ■ ■ 9 — - — —— —• Fulda | fr-u )f. 11 ■— i 10 1 H— — 9 \ — 16 —- io — —— W— -- —* -- 26 —— - 30 — - — — ——• Hafer wiegt ft fr. u. 5 22 98 1 10 -— i— — __ — 140 1 3 — 84 —— *— 1 8 -l—* — Gemäs.- Walzen wiegt ft-! kr ft. das Malter. TI 50 175 das Malter. IS - 200 das Malter. 16 - — dar Achtel >3 > — 2°0 das Mott. lo 30 ISO das Achtel. 22 30 I 340 das Achtel. 14 — 1 206 ) AI ( — Zärst!- Verordnung. Von. Gottes Gnaden Wir Ludwig X. Landgraf zu Hessen rc. rc. Nachdem Wir^ therls zu Abschaffung der in Unfern Fürstlichen Landen einge- schlichenen Mißbräuchen in Bezahlung der Steuer-Schätzer-Gebühren, theils zu Einführung einer allgemeinen Norm zu verordnen, bewogen worden , daß , . ein Steuer-Schätzer in den Hauptstädten täglich i in den Landstädten täglich 45 fr, und in den Dörfern täglich 30 fr. zu beziehen und von dieser festgesezten Ta^re in keinem Amt oder Ort eine Ausnahme statt finden solle.. So habt Ihr Euch hiernach unterthänigst zu.achten, und die Contravenienten ohne Nachsicht zur Strafe zu ziehen. Darmstadt den ztrnDecem- der 1796. Gedanken über die Baumzuchr im Grossen, zur Befenung Der «faapt • und Länder assen mit Bäumen. Verfolg. Noch ist zu befürchten, daß die so sehr verschiedenen Reichs - und Landesverfassungen , die vielerlei Stände, Herrschaften und Besitzungen ; Territorial - Gerechtigkeiten, die man durch jede Neuerung, sie sei auch noch so nüzlich als sie wolle, zu verletzen glaubt; VorurtheileEigensinn; nichtsel- trn auch ein wirkliches Unvermögen minderer Stande , dieser so nützlichen Anstalt Hindernisse in den Weg legen werden, die nicht anders als durch Lenkung des Wilkens zu heben sind. Ihr- Mächtigen in der W"lt, Hshe LandeSregrnten und ObrigkeitenNiemand ausgeschlossen-, welcher Mtzcht und Vermögen hat, den Wohlstand feiner Air-. genossen und Nachkommen zu befördern.— Lasser euch zur Stiftung eines Denkmals bewegen, das dereinst noch von der Güte eures Herzens, von der G-öße eurer Men- schenliebe, und von eurem rühmlichen Da- seyn auf der Welt, zeugen wiid. DieErde ist gleichsam ein Stoff, den Euch die Vorsehung ausgetheilk und unter die Hande gegeben hat: sie soll nicht nur auf die würdigste Art zum Nutzen der Menschen ge-. braucht, sie soll auch verschönert werden. Dem niedern Landmann sind eure Lusthäuser, eure Gärten verschlossen; entschädigt ihn mit dem An schauen und Genuß von tausend Baum-Alleen,, und seine Enkel werden euch noch dafür segnen. Die Ehrfurcht für den Rang der Grossen in der. Welt, und die Bewunderung ihrer persönlichen Vorzüge kann sich nicht besser rechtfertigen, als wenn ihnen jedermann Dank schuldig ist.. Äusser den vorberührten Schwierigkeiten und Einwürfen, welche gegen die Be- setzung der Landstrassen gemacht werden können, giebt es freilich auch offenbare Hindernisse. Nicht alles Erdreich ist zum Baumwuchk! bequem, besonders zu Obst- bäumen, als vorr denen hier eigentlich die Rede ist. Es sind Gegenden, allwv der Grund allzu steinigt, felsigt oder lettigt ist, oder aus ganz magerm Sand besteht. Auf der Ebene kann es allzu naß und auf den Bergen allzu trocken sinn. An vielen Orten können nur wilde Waldbäume oder die vom Weidengefchlechte, forttommen. Mögchch wäre es zwar, mit Anwendung grostr Kosten, allen diesen Hindernissen abzuhelfeti; allein es ist nicht rath- fam, -rwa« erzwingen zu wollen, wogegen- die Natur zu streiten scheint. L. nig. 'st-ns muß man auf Obstbänme De zicht thun', ivo sie durchaus nicht gedeihen wollen: es giidl )ß so viele andere schöne utid — ) 43 ( — vvuerhafte Bäume , daß gleichwohl die Straffen besezt werden können. Man hat Linden, Ahorn, Ulmen, Akazien , etliche Sorten Sorbien», Eschen, Birken, Buchen, Eichen, Ellern , Pappeln und Weiden. Meronnen oder Roßkastanien, süsse Kastanien und Waldnüsse gehören schon zu deu fruchtbaren Baumen, auch geben Buchen und Eichen seiner Zeit ihren Ertrag, und Niemand fürchte, daß die beiden lez- lern nicht wohl versezt werden können. Vom Saamen in der Baumschule erlogen, und noch;ung etlichemal versezt, sind sie allenthalben hin versrzbar. Es geben auch die Nadelhöl er, Tannen, Fichten, Forchen und Brachdaume die schönsten Baum- Alleen zur Besetzung der Landstrassen, und was bei den Walddäumen am Odst-Ertrag zurükbleibt, Vas wird durch den schnellen Wuchs des Holzes wiederum erftzt. , Die Möglichkeit und Thunlichkeit der Strassenbesitzung mit Baumen glaube ich nunm hro genugsam veleuchtet zu haben, ich muß aber die derselben enkgeqenstehende grosse Schwierigkeit, das Nichtwollen noch einmal untersuchen. Der Wille des Menschen laßt sich durch keine Macht erzwingen. Er entst.het auS einer gänzlichen Ueberjeugung bei sich selbst, daß eme Sache an sich gut, nuzuch und rühmlich ffy, öfters aoer auch andern zu gefallen, oder andern nachzuahmcn. Nachahmungesucht und Ruhmbegierde, haben von «eher Die Menschen zu Thaten entflammt, die nicht selten ohne besondern oder erhchlichen Nutzen gebli-ben sind. Würden also nur vorerst 6«e Grossen und Mächtigen einen Anfang mächen, in ihr ren Landern, wo sie volle Macht haben, etwa?! durch.--netzen - und diese Bepflanzung der Strassn mit 'Baumen • nmal in Bewegung bringen , bald würden ?ie mhu der. mächtigen Stände von selbst Nachfolgen, indem das Neue bald Liebhaber findet, und leicht zur Mode wird. Beigrossin Unternehmungen, d;e das Wohl ganzer Nationen betreffen, werden die Bewegungsgründe gemeiniglich aus einer deutlichen Erkenntniß und Darstellung eines grossen Nutzens oder eines grossen. Ruhms hergenommen. Wie viel hier die Beredsamkeit beitrage, den Willen der Menschen zu lenken, das lehrt un-2 die Geschichte. Eine Anrede des grossen Aleran- ders an seine Mazedonier konnte sie in Feuer und Flammen setzen, und zu den grosse-- fielt Thaten hinreissen.- Weit entfernt, die Baumzucht tnr Grossen oder die Strassenbksetzung mit Bäumen, damit vergleichen — oder glauben zu wollen, daß in unfern Zeiten sich viel von einem solchen Enthusiasmus erwarten lasse, bin ich vielmehr überzeugt, daß der Eigennutz und die begreiflichen Vortheile von einer Unternehmung , die mächtigsten Beweggründe zum Wollen und Handeln abgeben, und daher will ich an- zezt versuchen, meine UeberredungSgründe auS einer andern Quelle herzuleilen. ES ist zwar schon eingeräumt worden, daß der Obst-Ertrag, als dem Zufall unterworfen, am wenigsten in Anschlag zlp bringen sey. Gefezt aber , daß man nicht alljährlich auf einen Odstherbst sicher zahlen könne: so wird doch im Durchschnitt' alle drei Jahre ein Ertrag zu erwarten seyn. Die Landleute machen hierauf ihre, ziemlich sichere Rechnung. Von Herrschaft^ weaen hatte ich in lezterm Spaijahr , den Obst - Ertrag, von einer Strassn» Allee, etwa siebentausend Schritte lang', zu verpachten , nachdem der' damalige Obstherbst schon eingehauft gewesen. Diese Allee ist vor etwa 28 Iah-- ren angelegt worden, und enthält aus bei> — ) 44 C den Seiten 2600 Stücke, zurHelfle Kernobst- und zur Hcifte Steinobstbaume. In dem kalten Winter 1789. haben die Bäume soviel gelitten, daß iezt nur 1500 Stücke als tragbar gerechnet werden konnten, auch müssen noch weaen dem damaligen Forstschaden, alljährlich viele Baume nachgebessert werden. Um diese Kosten dem Pacht einzuverleiben, wurde den Liebha. bern anbedungen, daß sie zwarauf die nächsten zehen Jahre, allen Obst - Ertrag zu benutzen hätten, zugleich aber verbunden seyen, diese Baum-Allee in dem besten Stand zu unterhalten, die abgehenden Baume zu ersetzen, und am Ende des Pacht- , eben so wiederum zu übergeben, al» sie solche jezt anqetreten hatten. Nach dem bisherigen Erfund, ist die-eine Bedingung, deren Erfüllung jährlich wenigstens 30 Thaler kosten kann. Dessen ungeachtet haben sich zween Manner gefunden, die mit einander all- jährlich 130 Thlr. Obst-Ertrag erwarten. Dies ist eine Thatfache, ich will sie aber bei folgender Berechnung nNtijt zum Maas, stab nehmen, sondern noch weit unter diesem Ertrag stehen bleiben. Der Verfolg im nächsten Stück. Akademische Neuigkeit. In voriger Woche erhielt Herr Friederich Earl Weichsel/ aus Erbach, bei bie* ssger Universität die juristische Doctor- würde. Seine Inauguraldissertation handelt de praetentione iitfta adiecta caufa und ist auf 4 Bogen in 4to. gedruckt, Gottesdienst am 19 März. In der St. Pancratiuskirche. Morsen- Herr Superintendent Bechtold. Nach- mittaas Herr Suyerintend. Müller. In der Burqkirche Morgens Herr Pfarrer Buff Nachmittags Herr Superintendent Schulz. Morgen den 19. Marz hat das Frisch, backenches BeckLrmerster Ebel, an der Küh. gaste. Ein« und Auspasflrre. Am 9. März. Hr Hauptmann von Schenck, in Hess. Darmstadt Diensten. Hr. Rechnungs>ustisicator Neufville, von Darmstadt. Hr Lieutenant Hache, vom Regiment Royal Allemand, log. in der Post. Am n. Marz. Hr. Doctor Weickfell, von Bensheim, log im Einhorn. Am lg März. Hr. Hauptmann von Gall, in Hess. Darmstadt D'ensten. Hr. Pfarrer Bähr, von Köniu»berq , log. in der Post. Eod. Hr. Obcrkämmerer Weber, von Amoeneburg. Hr Pfarrer Brühl, von Lich, log. im Einhorn. Eod. Hr. Hauptmann Sarow, äusser Diensten, durchpass Am rz.März. Hr. Ma,or v. Kahlen, au- Schwedilch - Pommern , log. in der Post. Gebohrne und Geraufte bei der Srade- kircy e. Am 9. Marz. Dem Hrn, Kostenmei. ster Georg Melchior Becker, ein Sohn. Eod. Dem Burger und Feldschützen, Conrad Spieß, eine Tochter. Am 17. Marz. Dem Burger und Be» ckermeister, Christoph Schmidt, ein Sohn. Gestorbene und Beerdigte bei der Sradrkirebe. Am 10 Marz. Peter Völker, ein fremder Mann aus d«-m Preussischen. Am l>.März Des verstorbentn Burgers und Säckleie Dieterich Braun hinterlassene Wittwe, alt 65 Job-re. Am 15 Marz. Philipp Christian, de- Kirchenftniork' Hrn. Johannes Stüber- Sohn, alt 4Jahr, 7M0N. 4 Tage.