Nr. XXXL 5. August. .797. Giesser JnttlligenMtt. und Auswärtige Viktualien- und Marktr Preise. i ft Ochsenfleisch — l — Kühfleisch — r — Rindfleisch — l __ Kalbfleisch — _ — Schweinefleisch — _ Hammelfleisch — . — Hammelsfett — t — Rind-fett — _ — Schweinefett — — Seifen — , — Lichter — 2 — frische Butter — t — aeschalke Hirse — * — grob geschalte Gerste ; — klein geschalte Gerste Gies kr.! i4| 13 [2 14 14 12 32 32 38 32 30 3i *8 8 10 1 1 l 1 1 l 1 1 i l 1 1 l l1 Dar lr. 15 14 14 '-4 14 24 26 30 tte11111"111111111 Dit fr. 1 14 | [0 6 13 L2 I'b. Pf- — I 1 1 1 om 1 I 1 J3 0 i to'jj r1 K Ma kr. j 12 ! 9 8 9 12 9 90 90 18 28 30 30 8 6 8 'S | 1 l 1 .1 w 1 1 1 1 1 1 1 1 1 J? fr.“ 15 14 12 16 16 eilb ; "Pf* 1 _ Wez fr. 13 12 13 IO 34 36 8 9 1 1 1 1 1 1 1 1 I 1 1 1 1 1 1 1 ? Hyer ä 4 fr. — — 3@t. 5 St- 4 St. 5 St. 4 St. 4 St. Getraidet den fl S t adt e. -reise vom 29 ä 60 kr. uni > m n K. . 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Man muß absolut einen größern oder kleinern Theil seines Gartens dazu bestimmen, und den besten und am stärksten gedüngten Boden dazu wählen, der gegen die scharfen Nordwinde Schutz hat, aber dem segnenden Einflüsse der. Sonne recht ausgesetzt ist. Sollte das Beet keinen rechten Schutz vor den Nordwinden haben, so muß man durch eine niedere etwa x 1/2 Ellen hohe Wand von Stroh, Jahren liefert. Ihr Holz hat die nämliche Hitzkraft wie ausgewachsenes Buchenholz , ja die Kohlen von ihr übertreffen, an Güte jene vom Buchenholz. Aber das ist noch nicht alles. Ein Wald von Akazien ist beinahe unzerstörbar. Wird er im Frühlinge abgehauen , ss schlagen _ seine Wurzeln wieder so aus, daß im Herbst schon wieder ein dichtes Buschwerk von jungen Ausschlägen da steht, die öfters biS io Schuhe Höhe und eine verhaltnismasige Dicke erreicht haben. Wo man eine Wurzel verwundet oder durchschneidet, da treibt sie neue Ausschößlinge, und wo man im Boden ein kleines Stück Wurzel zurück läßt, da schlagt sie wieder aus, und treibt einen jungen Baum hervor. Sosehr übrigens die Akazie unfern Himmelsstrich verträgt, und so ausdaurend sie auch ist, so zärtlich ist sie jedoch in ihrer ersten Jugend, von der Saatzeit an bis zum folgenden Frühiahre, wo sie dann schon hinlänglich verholzt ist. Hat man sie in dieser Zeit gehörig gewartet und gepflegt, dann erhalt sie mit ihrer Wurzel das vollkommenste Ausdaurungsvermvgen, obwohl man sie im ersten Jahre noch nicht auf den für die Zukunft für sie bestimmten Standpunkt zu Eigen schäften: Die Akazie hat nach den vielen gewach- -en Beobachtungen, die so nützliche U- genschaft, in kurzer Zelt, sowohl in d r Länge, Dicke, als auch Dichte und Festigkeit ihres Holzes die bewundernswürdigste Schnellwuchsigkeit zu zeigen.' jn Qeit von 12 Jahren liefert sie die nämliche Mnge Holz, die eine Büche kaum m 8» Kurze Belehrung über den Anbau des unacheen Akaffenbaunm. Bei dem immer mehr sich zeigenden Holzmangel, wo zu befürchten, daß m wenig Jahren, sowohl Brenn- a.s auch Bauholz und Kohlen zu einem beinahe unerschwinglichen Preise steigen were-n , ist cs jezt die höchste Zeit Forstbedimle und Landwirthe zu ermuntern, doch so mel m ihren Kräften steht, beizutragen, den so drückenden Holzmangel zu beseitigen. Adeliche und andere Guthsbesitzer würden sich bleibende Verdienste erwerben, wenn sie sich als Vorgänger ihrer Unter- tb-nm!-,4-n w°!Mn. Ihr wu-r- grmunttrung für SSirlt styn , >hr- Ha»d! nicht in Schooö zu legen, sondern thaNg tum allgemeinen Besten zu werden, wofür sie gewissen Dank ihrer Zeitgenossen, noch mehr aber der Nachkommen zu gewarten haben. DaS hier Folgende ist bestimmt, eine für« doch hinlängliche Belehrung zu gehen, wie eine, jezt allgemein als gut und nützlich anerkannte Holzart, sowohl bei der Aussaat, als auch bei der Punzung und fernem Wartung, zu behandeln sey. Diese Holzart ist nun , nachdem vorzüglich in unfern Zeiten gemachten Beobachtungen , die unachte Akazu, die man auch den Virginischen Schotkendorn, oder Heuschreckenbaum, und nach Lmn- R°bl" jiia pfcudoacacia nennt. Stroh, Rohr, Matten, zu Me kommen. Da die jungen Pflanzen, schatten - vor der Sonne nicht vertragen können, so wähle man ja kein Beet, wo in der Rahe große Baume stehen. Man thut wohl, wenn man das Saamenbeet noch vot Winters, oder auch im Winter, wenn es die Witterung er» laubt, umgrabt, und dieses im Frühjahre wiederhohlt. In der Mitte des Aprils säet man nun seinen Samen (diesen gut und ächt zu erhalten, sey man ja bedacht,) dicht aus. Man kann ihn entweder aus der flachen Hand, wie jeden andern Saa- men auf dem Beete hcrumstreuen, oder auch in Reihen, die 6 Zoll von einander sind, aussäen, so wie man ungefähr die Gurken zu legen pflegt. Man mag nun aus flacher Hand oder Reihenweiö säen, so muß der Same sehr leicht, und höchstens einen, oder auch nur einen Halden Zoll mit guter Erde bedeckt werden. Bei feuchtem Wetter hat man nichts weiter zu thun; bei trocknem Wel-- ter hingegen muß man das Saamenbeet ganz schwach begiesen, und das nach Beschaffenheit der Umstände deö Tags ein- oder zweimal. Unter dieser Behandlung wird dann der Saame bald guellen und aufgehen, und wie die ersten Samenblätter der Gurken erscheinen. Ist Lage und Witterung günstig, so kann in Zeit von 14 Tagen der Saame aufgehen, doch können leicht Umstände eintretten, die das geschwinde Aufgehen verhindern, man darf deswegen nicht verzagen, sondern nur etwas in Gedult stehen. Sind einmal die Keime der Akazie durchgebrochen, so muß man mit aller nur möglichen Sorgfalt alles Unkraut fleiflg ausjaten, und nicht das geringste davon Auskommen lassen, Es ist deswegen nö- thig, die Saamenbeete nicht über 4 Schuh breit zu machen, damit man mit Leichtigkeit Vas Ausjäten des Unkrauts besorgen kann. So wie nun die Pflanzen wachsen, und die Sonne starker wirkt, muß man auch mit dem Begiesen zunehmen, dies aber wenn noch kalte Nächte zu erwarten, des Morgens, in Mm andern Falle aber Abends besorgen. Beim Begiesen selbst ist es nöthig , alle Vorsicht zu gebrauchen, damit man die Pflanzen nicht zu sehr überschwemme, theilö werden sie dadurch abgebrochen, theiis durch die zu große Nasse welken sie. Der Hauptwachsthum der Pflanzen erfolgt, wenn die Tage anfangen kürzer zu werden, denn vorher hatten sie mit ihrer Bewurzelung zu thun. Haben aber die Wurzeln einmal eine gewisse Stärke erreicht, so ist das Wachsthum unaufhaltbar bis in den späten Herbst. Nun wird es aber rathsam und nöthig, daß man im September mit dem Begiesen sparsamer werde, und im Oktober ganz aufhöre; denn die Hauptregel geht nun vorzüglich dahin, die jungen Pflanzen , die bisher noch zu weich und krautartig waren, zu nöthigen, sich zu verhoizen. Dieses wird noch mehr dadurch befördert, wenn man die Kraft der Sonne, auf den Boden zu wirken, zu hemmen sucht, wodurch sich zwar das Wachöthum in die Lange zu vermindern anfängt, die krautartigen Spitzen der jun- gen Bäume sich hingegen in Holz verwandeln , und um so mehr der kommenden Winterkälte widerstehen können. Dies erreicht man durch eine Laubdeckei. Man sammlet nämlich Laub, das in dem vorigen Winter von den Bäumen abgefallen war, und hebt es an einem trocknen Orte auf. Dies Laub streuet man gegen das Ende des Septembers zwischen die jungen Baume, — ) 124 ( — Baume, so daß solches wenigstens 7 bttf 8 Zoll hoch, in seiner trocknen hohlen Lage daö Beet bedeckt. Alles Giesen unterbleibt nun gänzlich. Wenn der Dezember kömmt, so hat sich diese Laubdecke stark zusammen- gepreßt. Man streut daher abermals Laub zwischen die Bäume, so daß dieses wohl 1 Schuh hoch den Boden bedeckt. Dies ist nun die Winterdecke, welche auch einen starken Frost von den Wurzelnder Bäume abzuhalten vermögend ist. In dem folgenden Sommer hat man nun in den Saamenbeeten gar nichts zu thun. Man nimmt weder die Laubdecke weg, noch begießt die jungen Bäumchen, die Gewalt der Sonne mag auch noch so heftig seyn. Im Frühling des dritten Jahrs, kan man nun die Akazienstamm- rhen dadin versetzen, wo sie beständig ste- hcn bleiben sollen. Man kan sie aber auch noch ein Jahr stehen lassen. In Rücksicht der Wahl des Bodens darf man eben nicht ängstlich seyn, denn die Akazie nimmt mit einem guten und schlechten, schweren und leichten Boden , mit Anhöhen und Thälern vorlieb, nur will sie in Gegenden nickt fort, die dem stehen bleibenden und daher in Fäulnis Übergehenden Wasser ausgesetzt fink .. „. . Der Verfolg künftig. Auflösung ver Rächst! und Charaden im lenreren Blatt. Rathsel r. Die Ehe. 2. Gott. 3. Das Null. Charade. Gottahnlichkeit. Bekanntmachung von verschiedene» Sachen. X) Zwei Acker neben dem Fürst,nbrun»- «en, zu Grab- und Ackerland gebräuchlich, jeder Acker »guten Morgen haltend, |nt auf drei oder sechs Jahre zu verleihen. und ist auf dem Brand Nro. 136. weitere Nachricht zu erhalten. 2) Bei dem Burger und Brau-Mei. ster Magnus, wohnhaft in der Brandgasse Nro. 149. ist ächter, guter Essig, die Maas ä 15 fr. zu haben. 3) Den 22tm August ist in Marburg eine Bücher - Auktion von 1400. Banden, wovon der Katalog bei Ausgeber gratis ausgegeben, und man sich gegen gewöhnliche Provision zur Uebernahme der Commissionen offerirt. K r»e g e r s ch e Buchhandlung, in Giessen. Gottesdienst am 6 August. In der St. Pancrauusknche. Morgens Herr Superintendent Becktvid. Nachmittags Herr Supcrinlendenk Müller. In der Burgkirche. Morgens Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr Superintendent Schulz. Morgen den 6 Aug hat das Frischs backen der Deckermeister Johannes Schüz, in der Löwengasse. tiZin* und Auspasstrte. Am 26 Iulii. Herr Reichsmarschall Graf von Pappenheim, durchpass. Am 28- Jul. Hr. Justizrath Bolte, von Meklenburg, durchpass. Gebohrne und Getaufte bei der Seadt- kircbe. Am 30. Jul. Dem Burger und Weis- gerber, Geora Wilhelm Ockel, eine Tochter. Am gl. Jul. Dem Burger und Roth- gerber, Jeremias Sack, eine Tochter. beerdigte bei der Stadtkirche. Am 3. Aug. Johannetta Elisabeth«, des Burger und Deckers Adolph Srippm Ehefrau, alt gz Jahre.