to. xxxv, s, Textmbr. 1797» GttsserJvielllgtkzbllltk. *• . K In und Auswärtige Viktucüim- und Markt-Preise.' Giesen. Darmst Dill-b. Fulda Marö. Weilb Wezsar. e ttS OchsenMfch 15 such kr, | Pf. fr. Pf- kr. I Pf. kr. Pf. kr.. Pf. Er ps. ?r.' Pf. 14 ! iS is i 2 12 — 12 iS .13 —- k —' Kühfleisch — 12 —— IO —i- 11 9 — 14 —— £2 L — Wintzfleisch — fl —— 14 — — —— — 8 — — — 1 — Kalbfleisch — 12 — 14 —- 6 IO — 9 — 12 !Z j — Schweinefleisch — 14 — 14 — rZ —- 12 12 16 W— IO —- j — Hammelfleisch — II — 14 — 12 — 12 — 9 2 16 x -2- Hammelsfett — 32 •— 24 — — — — 90 — —L — x — R'ndöfett — S2 — —* -Lw — —" 9o — — — ... x — Schweinefett — 38 26 — — — —— 18 _ — x — Seifen — 32 — — —— —'— 16 —- 28 — -— — —— <— x — Lichte? — 30 — —- — — 20 — 30 __ _ 34 a** t —. frische Butter — 30 — 30 — — -- — — 30 — 36 «**• T — geschälte Hirse — 8 —* — — — — 8 — ™ ■ 8 «** v — geschalte Gerste 8 —— -— — — — — —— 6 — 9 x — klein geschälte Gerste 10 — — — — — —- — 8 — — —• Eyer ü 4 fr. — — 3 St. 4 St. 4 St. 5 St. 4 St. 4 St. Gettüidepreise vom26.Zlug. bis den 2. Sept. , in Frankfurt. Währung den fL ä6o kr. und das W. zu 34 toth Lölntsches Sübergewicht. Städte. Gemas. Walzen wiegt' Korn wiegt Gerste wiegt ! Hafer !rMgt fl. kr !d. flikr. W. fl. Fr. ifl. kr. E Darmstadt das Malier IQ — 175 6|iS «57 4 53 140 1 4 8 9:7 Friedt »fg das Msller. 15 - 200 11 — 190 9 - 170; 110 IL§ Fulda VaS Malter. 16 — — 12 — —— ।-- — i 1 — Giesstn das Achtel. II 30 200 7 3° 180 7 - 160 7 -— 14a Msrsurg das Mott. IO >?O 150 5 40 -ZS 3 20 120 3 — 84 Liez daS Achtel. LI — 34° 13140 300 10 — **— — Wezlar das Achtel. 14 — 206 9I30 190 7 - 168 8 — «-» Schwarz Brrd Weck — — Butter Dretzeln gewischt Br»d p-er Tstigscher kr. roth Quint 1 n 3 1 5 r r/4 1 2 25/8 1 s 2 1/4 Wsrirr — ) ij’S ' Worin besteht die Wirkung des Gränspans bei Ser Schwarzfarberei? Und weicher Ingrevienpen kann man sich statt dessen mit gleichem Erfolge bedienen '? Der große Preis, zu welchem anjezt der französische Grünspan gestiegen ist, muß manchen Fablikanken und Künstler, der ihn nicht zu entbehren versteht, verlegen machen. Bei der Schrvarzfaroerei, wo er häufig gebraucht wird, scheint er durch andere inländische Produkte ohne Nachtheil der Kunst vollkommen verdrängt werden zu können. Wir Haden hierin schon einen Vorarbeiter an dem Engländer tzlegg, der ein anderer und wohlfeileres Verfahren angegeben und für dessen Mittheilung zur Prämie die silberne Medaill« und z-hn Guineen erhalten hat. Das Wesentliche seiner Versuche ist folgendes. Sobald man den Grünspan der Schwarzfarbe zugesetzt hat, wird man eine Menge präcipitirtes Eisen gewahr, welches den Grünspan alsbald mit Eisenkalch bedeckt. Bedient man sich statt des Grünspans des Dleizuckrrs, so geht etwas ähnliches, aber langsamer vor. Er machte ferner Versuche, alkalische Salze an die Stelle des Grünspans zu setzen. Im kleinen hatte die Potasche eben die Wirkung, welche der G'ünspan ber- vorbringt; aber im Großen fiel die Farbe anfangs gut aus, sie wurde aber bald schwacher. Endlich fiel er auf ein Mittel, das die bisherigen übertraf und dem Grünspan vollkommen gleich kam. Er sättigte zwei Pfund Kupfervitriol, mit reiner Potaschen» auflösung-. Anstatt eines Pfundes Grünspan nahm er auch ein Pfund Kupfervitriol und eben so viel Potasche zur Sät" tigung seiner Säure. Den erhaltenen Niederschlag setzte er der Schw^rzfarde zu und versichert, sich desselben mit mehrerm Vor- theii bedient zu haben, als de» Grünspans. Er giebl den Rath, die Auflösung deö Kupfervitriols und der Potasche vor sich stehen zu lassen, und nur erst beim Gebrauch, so viel als nöthig ist, nieoerzu- schlagen; weil er bemerkt hak, daß dieser Niederschlag, wenn er ihn lange ausbewahrt hatte, weniger Wirkung that, alS der frisch bereitete. ES fep mir erlaubt, über die Art und Weise , wie der Grünspan im gegenwärtigen Falle wirke, und andere Ingredienzien an seine Stelle zu setzen seyn, meine gemachten Bemerkungen mitzutheilen. Bevor man den Grünspan zusetzt, befinden sich die aus dem Eisen de« Vitriols und aus den adstringirenden Stoffen bestehenden schwarzfärbende Theilchen in der Farbenbrühe aufgelöst und schwebend. Soll die Wacre schwarz gefärbt erscheinen, so müssen die Fardentheile durch ein Zwischen- mittel auf die Maare niedergeschlagen werden. Dies geschiehet nun durch den Zusatz von Grünspan. Dieser Grünspan ist ein mit Essigsäure unvollkommen gesättigter Kupferkalch, welcher sich nach und nach mit der Säure des Eisenvitriole sättigt, wodurch denn der Eisenkalch abgeschieden und mit dem adstringirenden Stoffe der Gallapfel und anderer Ingredienzien in größerer Menge auf die zu färbende Maare als schwarze Farbe Niederschlagen wird. Diese Präcipnation geht aber nicht auf einmal, sondern nach und nach, so wie das Eisen immer mehr von seinem Brennbaren verliert, vor sich. Deshalb erscheinen vieletzten Stücken der Waare immer noch so schön schwarz gefärbt, als die ersten. In diesem Falle muß also der aus Kupfervitriol, vermittelst der Potasche er- hal- — ) 139 ( — haltme Niederschlag, die nemliche Wirkung hervordringen , unD den kostbaren Grünspan entbehrlich machen. Daß em solcher Niederschlag, wenn er lange aufbewghrt worden ist, nach der Beodachlunq des Herrn El egg eine minder gute Wirkung hervorgebracht hat, davon-scheint mir folgendes die Ursache zu seyn. Wenn man einen mit Potasche bereiteten Niederschlag aus dem Cyprischen Vitriol lange sieden laßt, fo bildet er kleine Klumpen. Ein solcher klumpiger Kupfer- kalch schlagt aber ebenfalls das Eisen auS dem grünen Vitriol in kleinen Klumpen nieder. Ein solcher grober Präcipitat kann sich folglich nicht so 'innig mit der zu färbenden Waare vereinigen. Daß Herr Clegq die bloße Potasche, welche doch ebenfalls den Eisenkalch nie« verschlägt, nicht anwendbar fand, scheint meinem Erachten nach daran zu liegen, weil er sie auf einmal zusetzte. Dadurch wird gleichsam in einem Augenblicke der Eisenkalch neblt dem adsirrngirmden Stoffe, die gemeinschaftlich die schwarze Farbe her- Vorbringen, niedergeschlagen , wodurch die erste Waare zu viel Farbe in sich saugt, und sich gleichsam übersättigt, die letztere aber nur schwach gefärbt wird Der Grün- span hingegen und der aus dem blauen Vi« triol erhaltene Kupferkalch, schlagen das E'stn nur langsam nieder^ sowie eS immer mehr und mehr entbrennstvfft wird. Setzt man dahero die Potasche in kleinen Portionen nach und nach zu, so wird sie eben so gut als. der Grünspan und ein anderer Kupferkalch zu gebrauchen seyn. Diese Notiz bin ich einem einsichtsvollen Gelehrten schuldig , der von dem praktischen Theile der Färberei viele Kenntnisse besitzt und mehrere Versuche mit der Potasche auf diese Weise glücklich angestettt hat. Ungeachtet der vermittelst der Potasche auS dem Cyprischen Vitriol erhaltene Ku- pfcrkalch weit wohlfeiler ist , als der Grünspan deS Auslandes, so kann man ihn doch noch wohlfeiler erhalten r wenn man sich zu seiner Präcipitation statt SeS kau- gensalzes, des gelöschten Kalchs bedient, und ich sthe vor der Hand nicht em, warum diese weniger anwendbar seyn sollte. Wahrscheiiilich sind auch dre alkalischen Erden, vorzüglich die Bitlerertze, geschickt, die Stelle des' Grünspans zu vertreten. Beitrag ;u einer wohlfeilern Bereitung des Berlinerblau's. Es ist nicht meine Absicht eine voll- ständige und auSeinandergesttzte Beschreib bring aller bei Bereitung des Berlinerblau'S vorkommenden Handgriffe zu geben, sondern ich bin nur gesonnen, über einen einzigen Punkt, die Präcipitation der Farbe betreffend, meine Bemerkungen zum Vor- theile der Fabrikanten mitzuthe'.len. Die Blutlauge kann bei der größten Genauigkeit, die man auf ihre Bereitung verwendet, doch selten, oder wohl gar nicht ganz vollkommen mit Brennbarem a-sättiget werden. Sie enthält immer noch einen Theil gemeines, freies, oder nicht mit Brennbarem gesättigte» kau rensalz. Der Erfolg davon ist, daß derjenige Tb-il deS Laugensalzee , welcher mit Brennbarem, qe- sattiqet ist, die Estenausiösung blau, derjenige Theil de» LougensalzeS aber, welcher nicht mit Brennbarem gelättrqet ist, die Essenaufiösung braungelb mederschlaqt. Aus der V-rm>schung dieses blauen und gelben Niederschlags entsteht ein fchmuziges Grün, welches der Schönheit der Farbe nachtheilig ist. Will man diesen Fehler vermeiden, so muß man entweder die Blutlauge so verbessern, daß sie sogleich die Eisenaufiösung blau niederschlaqt, oder man muß hintennach, wenn die beiden ver. schic- **• ) 14° C •*"** Wedensrtigen Niederfchläge schon mit em« ander vermischt sind» den gelben Präcipi- tat wieder davon scheiden. Im erster» Falle, wenn man vom Anfänge die Blutlauge in den Zustand versetzen will, daß da» Eisen aus seiner Auflösung als ein schönes Blau niedergeschlagen werden soll, tröpfelt man in die Blutlauge so lange etwas von einer Saure^ bis kein Aufbrauftn mehr entsteht. Die Säure verbindet sich mit dem nicht phlogistisirten Theile des Alkali zu einem Mitleisalze. Die eigentliche Blutlauge, oder das mit Brennbarem verbundene kaugensalj leidet von der Säure keine Veränderung. Eine solche von dem freien Laugensalze gereinigte Blutlauge, schlägt alsdann das Eisen vollkommen blau nieder, weil kein freies kauqensalz, des einen braungelben Niederschlag verursachen könnte, mehr vorhanden, sondern mit der zuvor schon zu- gesetzten Saure zu einem Mrttelsalje ver- dunden ist. Der Verfolg nächstens. Vekanntmschnttg von verschiedene»» - Sachen. I) Da die Jüdin Freitige Kaufmann 80h hier, welche den hiesigen Schutziuden Herz Brifus heiratet, die Erklärung gegeben, daß sie mit ihrem künftigen Ehe- ruann gemeinschaftlichen Handel nicht trei- hen, und dahero auch in Ansehung der von demselben contrahirt werdenden Schulden ihrer weiblichen Rechtswohlthaten sich nicht begeben wolle, so wird diese» hierdurch öffentlich bekannt gemacht, damit jeder, welcher mit erjagtem Juden Herz Deifus in Handelsverkehr tritt, darnach sich zu benehmen wissen möge. Giessen den 22ten August 1707. Fürstl. Hess. Oberamt allda. , 2) Eine ansehnliche Sammlung von Duchern au- allen Zachem, welche dem verstorbenen Herrn Geheimenrath und Kraiögesandtrn von Lauterbach zu Frankfurt zugehörig gewesen, soll den LüttnOct. und folgende Tage d. I in Frankfurt versteigt werden, und werdm die Verzeichnisse davon bei den Universitgts-B.-chöä-.;StttU Krieger und Heyer guiia auSgegeben. 3) Bei einem auswärtigen ErziebmigS- Instilut sucht man einen jungen Mann, der Englisch und KiaviersLjetr gut steht. Das Subjekt hat freie K 5: und einen guten G-halt. Das Nahm ätf;* der Buchhändler Krieger. Goreesdienff am 3. Sept. In der St. Pancratiusk'rche' Morgens Herr Superintendent Lkch^lv. - Nachmittags Herr Superinrenden! Müllek. In der Burgkirche. Morginö Herr Pfarrer Buff. NachenttsAS Hftr Kandidat Cranz. Morgen den 3. Sept hat das Fr'ffchr backen des .Beckermeister Caspar LdderS Wittib, in der Neustadt. ein < and Aaspsssirte. Am 27. Aug. Baron v. Lrrnoldm, von Hstdesh im, durchpass." Eod. Hr. Chevalier deZernowSky, aus Pohlen, durchpass. Am 28-Aug. Hr. Lieuten. v. Hoym, in K Preuss. Diensten, kurchpass Eed. Hr. D. Busch, von Murhurg, durchpaff Am 29. Aug. Hr. Graf von Ventheim durchpaff. Eod. Frau Gouverneur v. Dalwigs- von Hanau, durchpaff. Am z'o.Aug. Hr. v. Baumbach, Son Hanau, durckpass. Am zi.Aug. Hr. Obrister und Com- Mandant Mllmann, von Bremen, durch-.