Nr. XXV. .. 18. Sunt. 1796. Giesser JiittlltgenMall. In und?lusn> artige-V Giesen Ziktuali Darmst. enrund Dilleb. Markt Fulda ; Preis Marb e. Diez Wezlar. I ft Dosenfleisch — 1 — Kübfleisch — 1 — Rindfleisch — I — Kalbfleisch — 1 — Schweinefleisch — 1 — Hammelfleisch — « — Hammelefett — 7 — Rindsfett — , — Schweinefett — £ — Seifen — , — Lichter — j — frische Butter — ! — geschalte Hirse — . — grob geschalte Gerste _ — klein geschalteGcrste kr. 12 LO 8 7 12 11 9° 90 28 32 32 26 8 |2 13 Pf- 5 rr.! i4 13 ii 12 12 iSI 26 32 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1»1 1 1 1 ?•! fr. 12 IO 4. 11 110 — ' *4—* Pf- 2 z tr.u 11 9 7 12 10 ! II 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 kr. 11 7 6 6 12 7 ! 16 90 l6 23 36 28 6 5 7 1111111 1 1»lllll? kr. 13 12 9 14 8 Pf- \ — 1 — fr.l II 9 9 IO 28 30 8 • 9 — ll I I 1 l 1 1 l 1 1 1 1 1 l !?- Eyer ä 4 kr. Getraidep den fl. S t a reise vom n. ä 6vkr. und Gemas. 6 St. Juni b das ft. Waizen 5 St is den 1 51134$ wiegt j 8.3 .oth Kor, .4 St. uni, in Cölnisch wiegt' Frankl es Sil ^Gerste §St. -urt. 9 bergen) wiegt 4 St. Vahrp icht. Hafer 5 Sb !Ng wiegt Darmstadt Friedberg Fulda Giessen Marburg Diez Wezlar das Malter, das Malter, das Malter, das Achtel, das Mött. das Achtes. fl. 15 iS 16 16 12 28 21 |i 1 1 I 8'1,1 1 Tb. 175 200 — 200 150 340 206 fi-lki ii|5 ni- I2|- 11 3 8 3 25 5 14- *. ft. 9 157 -1 19° -1 — 0 180 0 13s 0 ZOO - 190 fl. 9 1 9 11 — 7 7 14 i] kr- 7 - 30 3o 3° ft. 140 170 _________ 1 160 I2O l68 fl- 6 10b 8 7 li! r. 5$ — 3o 1 lch. 98 1’2$ 140 84 Schwarz Brod Weck — — Butter Bretzeln gemischt Brod oder Taigscher i kr. 1 1 1 1 l B Quint 2 3/4 3/8 I 1/2 Alpha. — g6 { —* Alphabethisches Register söer Städte r Dörfer und von den eVrrfchafren abgesonderte» mit eigenen Nlab» men benannten Höfe, Mühlen, Eisenhämmer, JagO - und Forfthäusex Des «Dberfärftenthums Heften, DarmftäOtifclien Anrheils, auch in welchem Amt und Ger Lehr solche liegen, und wie weit sie von der Haupt» stadk Giesse^ entfernt sind. Erläuterung der Abbreviaturen. St. bedeutet Stadt. D. Dorf. H. Hof. M. Mühle. M. F. Marktflecken» I. S. Jagdschloß. I. H. Jagd- oder Forsthaus. - Nahmen der Ortschaften. find von Gic stn entfernt. Solche liegen in den Centen und Gerichten. Ostheim. D. * B 5 Butzbachs Butzbach. Otterbach. D. - 9 Burqgemünden. Petershainerhof. H, B IO Ulrichstein. Bobenhaußen. Pfütze. H. S 12 Battenberg, Pletschmühle. M. • £ 7 Homberg. Plitzenrod. D. • B 12 Ulrichstein. Engelrod. Pohlgöns. D. « L- 3 Hüttenberg. Pulvermühle. H. - S — Giessen. Giessen. Queckborn. D. • s 4 Grünverg. Grünberg. Quotshaußen. D. * s IO Blankenstein. Breidenbach. Rabertshaußen. D. s 7 Nidda. Fauerbach. RachelShaußen. D. • 9 Blankenstein. Unterger Gladenbach. Rammelsmühle. M. g 21 Itter. Rappelmühle. • ■ B IO Ulrichstein. Felda. Rebgeshain. D. - < IO Ulrichstein. Felda. Reddiqhaußen. D. - S 12 Battenberg. Reeömühle. M. - £ 12 Battenberg. Rehmühke M. • B 2 Giessen. Heuchelheim. Reibertenrod. D. - % 12 Alsfeld. Landgericht Alsfeld. Reimenrod. - s IO Grebenau. R^'nha-dshoim D. 9 6 Grünberg. Grünberg'. Reinrov D. - € 7 Schotten, Schotten. Reinrod. D. - s ii Alsfeld. Landgericht Alsfeld. / Reißkirchen. D. - g 3 Giessen. Thal Busek.- RenmrtshaußeN' D. s 13 Battenberg. Retschenhaußerhof, H, 12 Alsfeld. Kirtorf. Retschenhöußsrmuhle. M 12 Alsfeld. Kirtorf, Reuters. D - s 12 Alsfeld. Cent Lauterbach. Rhode H » rz Battenberg. Rimlos. D - 9 13 Alsfeld. Cent Lauterbach. Ringekehaußeii. H. 9 7 Nidda. Rvdheim. Ueber Lieber Die Steinkohlen und den Torf. Verfolg. An denjenigen Torfflächen, dieander Oberfläche der Erde liegen, haut oder brennt man die Heiderasen ab, um den darunter befindlichen Torf abzustechen und an der Sonne zu trocknen. In Westphalen grübt man ihn in einiger Tiefe, als einen schwarzen Lehm; man feuchtet ihn mit Sumpfwasser an, man reinigt ihn von Steinkohlen und Holz, und tritt ihn mit den Füssen solangebiö er zu einer zusammenhängenden Masse geworden.^ Hierauf schäft man seinen Torfteig in Schubkarren auf Anhöhen , wo er in Form eines Gartenbettes auögebreitet, gleich geschlagen , und vermittelst eines SpadenS zur Form von dicken Mauersteinen ausgesto-- chen und zcrtheilt wird. Wenn nun die Vierecke den größten Theil ihrer Feuchtigkeit verdunstet haben, und eine hinlängliche Härte erlangen, so setzt man fie in zugespitzten Haufen dergestalt auf, daß die Luft durchstreichen, und die Sonne den Torfaustrocknen kann. Ist die Mischung zu sandig, um an einander zu hängen, so durchknetet man fie nochmals, und drückt sie in kleine runde Töpfe, worin der Torfklumpe an der Luft getrocknet wird — So verfährt man damit in Westphalen. In Holland steckt der Torf in tiefen Sumpfgründen. Man räumet daher die obere Steinrinde weg, und nimmt einen Haken an einer langen Stange und einem Fischernetze, welches man in 6 n Grund hinabsenkt, und damit die Müsse Kerauf- hohlt. Dann wird fie von allem Unrath gereinigt, geknetet und auf eine Anhöhe geschasst, abgetrocknet, und von den Bauern , deren Füsse mit Brettern besohlt find, getreten, und in dicke Vierecke abgetheilt, welche in zugespitzten Haufen trocken werden müssen.' In Frießland durchschneidet ) 97 ( ~ man den Sumrftodm mit einer Menge von ableitenden Gräben, um da- Torfland audzutrccknen. Diel Regen und Sonne laugt das brent Kare aus dem Torfe heraus, und macht ihn untauglich. Sandiger und lehmiger Torfgtebt mehr Rauch, als Giuth; der leichte und trockne verbrennt hingegen geschwind, aber mit Gestank, und vom schwarzen Torfe wird die Flamme blau , und der Geruch veranlaßt Kopfschmerzen. Der Torfruß des Rauches zerfließt in feuchter Witterung. Jtt der Asche findet man oft Kochsalz und Ei- senkörner. Aus den großen Torfbruchen entstehen nach ter Ausleerung, Fischteichs oder ein urbar gemachtes Land. Vorfichtsrcgeln ;nr Zeit eines Ge- wirrers. Der Mensch lebt vornämlich zur Zeit der Gewitter in einer Wolke von Ausdünstungen , welche die Arbeit des Herzens und die Thätigkeit des ganzen Körpers aus unfern Schweißlöchern herausdrangt. ES ist daher für uns Pflicht , zur Zeit eines Gewittersdicke, wollene, fchwitzizeKlei- der abzulegen, und lrichre, besonders leinene, oder feitne, anzuziehen, weil sich die Ausdünstungen darunter nicht so sehr anhäufen und verdichten ; denn das drückende , ängstliche Athemholen hei Gewittern erregt jederzeit den Schweiß mehr als sonst, da uns die ekektiische Materie zu verlassen sucht, und folglich unsre Ausdünstung beschleunigt, und durch ihren Beytritt riechbar macht. Man wasche sich also, ziehe reine, weite Kleider an, und vermeide alles, was uns Gestank oder Wohlgeruch machen könnte. Man halte sich also vorzüglich in schwülen Tagen reinlich. Da sich die Ausdünstung schon durch den Druck der Luft selbst auf unfern Körper zur Gewitterzeit von selbst vermehrt, und unser Körper im Schweiße, Wolke für — ) 98 ( für Wolke erregt, so Haufen sich die brennbaren Dampfe, sonderlich um unsre Köpfe dergestalt, daß uns die Atmosphäre klafterhoch umringt , wenn man sich bei einem Gewitter entweder durch Arbeit, kaufen , Gehen, Reiten, oder durch Zank und andre Leidenschaften erhitzt. Folglich hüte man sich vor allen Erhitzungen. Im Belte öffnen sich die Schweißlöcher unsertz-KörperS, wegen der Federn, die sie «ufhaltm; Federn sind ausserdem elektrische Körper und isoltren unsre Atmosphäre. Folglich sitzen wir uns durch die übertriebene Warme nicht nur der Ge^ fahr aus , unsre eigenen Ausdünstungen mehrmals einzuathmen, und unsre Lunge dadurch zu vergiften , sondern wir vermehren auch durch das Federbette die Stoffe zu der Biitzentzündung, sonderlich wenn die Aengstllchlett die Ausdünstung beschleunigt. Eben diese Bewandniß hat ti auch mit den Schlafkammnn , die gemeiniglich durch die Fenftervorhange gegen die reine Luft gesperrt werden, .und gleichsam Qua- rantaine halten. Hier finden die schadii- chcn Stubendünste, welche unser Körper durch das Athmcn in einemfort ausstößt, einsaugt, und wieder ausdünstet, keinen Ausgang. — Man verlasse also bei Gewittern Bette und Schlafzimmer. Man bemerkt an dem Orte, wo das Gewittereinschlägt, einen Schwefeldampf, der theils den Blitz begleitet, theils die brennbaren Dünste des Ortes selbst entflammt, die Luft verdünnt, unddieStu- benluft schnell phlogisticirt; der die Anwesenden sogar erstickt, wenn nur Einer vom Blitz getroffen wird. Hier ist das erste, daß wanden erstickenden' Dampfen einen Ausweg verschafft, und dieses ge- schiehel, wenn man Fenster oder Thürcn öffnet. Da nun ein, gegen die Gegend, wo das zusammengezogene. Gewitter herkommt, geöffnetes Fenster den Blitz inS Zimmer zieht, wie die Erfahrung mehrmals gelehrt hat, so ist die Regel zu empfehle i : Man verschließe die Fenster von dec Se t?, von welcher die Donnerwol- ken im Anzuge sind, unfc mache auf der entgegengcs tzten Seite eine Oefnung. Der Verfolg im nächsten Stück. Gottesdienst am 19. Juni. In der St. Pancratiuskirche. Morgens Herr Professor Palmer. Nachmittags Herr Superintend. Müller. In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Pfarrer Buff. Morgen den 19 Juni hat das Frischbacken der Beckcrmeister Iughard, am Lindenplaz. Ein ' und Auspassirte. Am 8 Jun. Hr Graf v. Bernheuse, Obristlieuten. in K, K. Diensten, log. im Emhorn. Eod. Hr. Graf v. Freynell, Obrist in K. K Diensten, durchpass. Eov. Hr. Kammergerichtsassessor v. Huber, von Wezlar, durchpass Eod Hr. Regier. Rath Petsch, von Nassau - Weilburg , durchpass. Am 9 Jun. Hr. Graf von Wittgen- stein - Berlcnburg , Rittmeister von der Suite des regierenden Herrn Landgrafen zu Hessen Darmstadt, log im Einhorn. Eod. Freiherr v Wolf, inK. Englischen Diensten, durchpass. Eod. Hr. Lieutcn. v. Loßberg, in Hess. Cassel. Diensten, durchpass. Gebohrne und Getaufte bei der Stadt- k i r c h e. Am 15.Jun. Dem Burgern. Drechsler, Ernst Heinrich Matthias , ein Söhnl. Beerdig /e. Am ig.Jun. Dem Burgerin. Fuhr- niann, Johannes Hinkel, ein Töchterlein, alt 5 Jahre, starb an den Blattern.