XX, 14* Mai. 1796. Giesser Jütelligenzölalt. In und ?luswartige Vcktualien-und Markt-Preise. Getraidepreise vom 7.Mai bis den 14. Mai, in Frankfurt. Wahrung den fl. a 60 kr. und das tb. zu 24 Loth CöLnisches Silbergewicht. 9 Giesen j Darmst^ Dilleb. Fulda Mark Die: Werlar. kr. Pf- kr. Pf- kr. Pf. kr. Pf. fr. Pf-- kr. Pt kr. Pf. 1 1b Ochsenfleisch — 12 — lZ — 12 — IO 2 41 — 13 11 1 — Kühfleisch — 10 — 10 —' 9 2 7 — 12 — 9 ■M 1 — Rindfleisch — 8 — £2 — — —* — . — 6 — am 1 — Kalbfleisch — 7 2 II — 4 7 — 6 — 9 — 9 aM> 1 — Schweinefleisch — 12 •— 12 2 11 12 — 12 —— 14 — IO ■Ml 1 — Hammelfleisch — 111 II 2 io 10 1 7 2 8 — 7 — Hammelsfett — 90 <5 + —— 126 — —■* — —» MM 7 — Rindsfett — yo —*■ —• —— — — 90 —— — — — - - it 1 — Schweinefett — 28 — 26 —— _ — —* — 16 —- — — - --- x — Seifen — 32 — — — — —— — 23 — — — — 1 — Lichter — 32 — —- —■ — 25 — 36 —• — 28 , — frische Dutt-er — 28 — 32 — — • — —— — 28 — 30 — 1 — geschälte Hirse — 8 — — — — —— —— — 6 — — 8 — x — grob geschälte Gerste 12 — — — —• — — — 5 —— — 9 - - x — klein geschälte Gerste 13 — — — — — — — 7 — — — — Eyer ä 4 kr. — — 6 St. 5 St. 4 St. 5St • 4 St. $ St. Städte. Gemäs. Walzen wiegt Korn wiegt Gerste wiegt Hafer wiegt fl. kr. tb. fl. kr. tb. fl. kr. tb. fl. fr. ~4± Darmstadt das Malter. 16 45. 175 12 23 157 9 22 140 7 5 oft Friedberg das Malter. 15 —• 200 11 — 190 9 — 170 yo Fulda das Malter. 16 — — 12 — •■■ee 1 — — 1 — i _ Giessen das Achtel. 16 30 200 11 30 iSo 7 40 160 g Marburg das Mott. I2| — 150 8130 135 7 — 120 7 - Diez 28!- 340 25 $0 300 14 30 — Wezlar das Achtel. 2I|— 206 14 — 190 II 30 168 11 30 fr. Loth Quint Schwarz Brod 1 8 2 Weck — — 1 4 3/4 Butter Bretzeln 1 2 3/8 Ltmlscht Brod oder Taigscher 1 I 6 ii/3 U Alp hab ethisch es Reg ist er Mer Städte, Dörfer und von den Ortschaften abgesonderten mir eigenen VT ab* men benannten Höfe , Mähren, Eisenhämmer, Jagd - und Horsihäuser des Oberförstenlhumg Hessen, Darmsrädtischen Anrheils, auch in wel- chem Amr und Gericht solche liegen, und wie weit sie von der Haupr- fiadt Giessen entfernt sind. Erläuterung der 2tbbreviaturen. St. bedeutet Stadt. D. Dorf. H. Hof. M Mühle. M. F. Marktflecken. I. S. Jagdschloß. I. H. Jagd- oder Forsthaus. Nahmen der Ortschaften. lild von Gie.' Solche liegen in den Centen und Gerichten. fen entfernt. Katzenbach. ss H. - - 12 Biedenkopf. Landfledel. Kau staibe wühle. M. - 8 Burggemünden. KaulstoS. D. - » 8 Nidda. Crainfeld. Kehlnbach. D. - 5 Blankenstein. Untergericht. Kisselbach. D. * 4 Allendvrf. Londorf. Kestrich. D. -- • 11 Ulrichstein. Felda. Kieliansherberg. I. H. , 7 Schotten. Schotten. Kirchbergs 4 H. * 2 1/2 Giesen.. Lollar. Kirchenmühle. M. - 18 Itter.. Kirchgöns. D. - - ; 3 Hüttenberg. Kirchlotheim. D. - - 19 Itter. Kirdorf. Kirdorf. St» - - 9 AlSfeW. Knschgarten. D. - - 8 Grünberg. Grünberg. Kleineichen. D. » - 10 Grünberg. Obernvhm». Kleideldurg. F. H. - - 12 Battenberg.. Kleinfelda. D. - 12 Ulrichstein. Felda. Kleingladenbach. D. » IO Blankenstein- Kleingladenbach» Kleinhvf. H. - -> 12 Alsfeld. Landgericht Alsfeld. Kleinlinden. D. - - I Gi esse n.. Heuchelheim. Kleinlumda. D» » • 7 Grünberg. Niederohm. Ktimbach. D. - - 4 Allendvrf.. Londorf. Klobergemühle. M. » ll Alsfeld. Kirdorf. Köddingen. D. « • H 1/2 Ulrichstein. Felda. Kölzenhain. D. - - 10 1)2 Ulrichstein.. B-chenhaufen. Kolbenmühle. M. - - 5 Grünberg. Grünberg. Königsberg. St. - - 3 Königsberg. Niederohm. Königssaasen. D. - - 10 Grün berg. Kohden. D. - • 7 Nidda. Fauerbach. Krebemühle. M. » « 6 Homberg. Krögge H. - - 12 Battenberg.. Krötenburgermühle. M. 7 Nidda. Nidda. ' Edik. EÄktalvorladung. Nachdeme Konrad Ludwig von Kirch- gons vor mehreren Jahren als Schreiner- Pursche von da weg- und auf die Wanderschaft gegangen, bei der Vorladung sämtlicher abwesenden jungen Putsch- deö dahiesigen Fürstl. Amts aber von dcm ein- fchlagigen Orte Vorstand übersehen wor- den, derselbe )edoch vorliegender hoher Vorschrift zufolge, in sein Vaterland zurück zu kehren aufgefordert werden soll; so wird derselbe edictaliter hiermit vorgeladen, um innerhalb 6Wochen sich so gewiß bei dahiesig Fürstl. Amt zu sistiren, als ansonsten nach Massgabe-der vorliegenden höchsten Verordnungen gegen ihn vor- gegangen werden wird. Signatum Langgöns am zren Mai 1796- Fürstl. Hess. Justizamt das. E. G. v. Zangen. Bekanntmwck-ung". Es wird ein junger Mensch zu einem Scribentcn bei einem Fürstlichen Justizamt gesucht. Die wesentliche Eigenschaften- desselben müssen seyn, daß er ehrlich, treu und rechtschaffen seye, eine gute und deutliche Hand schreibe, und wo nicht den cur (um iuridicum absolvirt habe , doch wenigstens einige juristische Kenntnisse be- fiye.' Bei Ausgebern dieses sind nähere Nachrichten zu erhalten. Von Ausartung der Kartoffeln , und den Mitteln, solches zu verhindern. Verfolg. Noch muß ich erinnern, daß man' nicht so sehr im Frühjahr mit Auestecken der Kartoffeln eile, sondern bedenke, daß dieKartoffeln aus Peru, als dem hetfesten Erdstrich in Amerika herstammen, und daher in unfern kalten Gegenden nicht eher rinen guten Fortgang Haden z bis die Sonnenstrahlen den Acker hinlänglich durchwarmen können , da ste dann in acht Tagen stärker wachsen, als vorher in 4 Wochen.' Legt man aber die Kartoffeln zu früh, und es fällt kalte Witterung ein, so wird gleich der junge Trieb in seinem WachSthume gehemmet, und jedem ist öe- funnt, wie schädlich dies einer jungen Pflanze sey. Man richte sich also nach der Witterung, und stecke die Kartoffeln vom Ende des Aprils bis in die Mitte vom Mai. Man kann mit Vortheil zwischen dieKartoffeln rothe oder Burgunder Rüden pflanzen, welche sich deswegen gut zusammen schicken, weil beim Häufeln von diesen die Erde weg, und zu Len Kartoffelstocken gezogen wird, welches beiden gut bekommt. Mittel, zur Vertilgung der Apfelbaumraupe. Man beobachtete um bie, Mitte des Junius 176k., welches Jahr für die Apfelbäume sehr fatal war, den Gang und die Verwandlung der Apfelbaumraupen. Man bemerkte, daß sie einen Haufen von Moosen zu ihren Bälglein bereiteten , und dieselben vorzüglich in diesem Jahre unter die dicksten Aeste der Apfelbäume, oder da, wo ihre Stämme gespalten, befestigten. Man fand, daß sie dieselben sehr^ künstlich und gemeiniglich unter Spinneweben anlegten, um vor Regen und Wind gedeckt zu seyn. Damals erkannte man , wie leicht es sey, sie zu vertilgen. Die Apfelbaum- raupe bleibt so wie die Maulbeerbaumraupe, nachdem sie sich ein Balglein zube- reitet hat, unter der Gestalt einer Puppe ohngefehr zehn Tage lang vor Ausgang des Junius unbeweglich Durch Hinweg» nehmunq und Vertilgung des Gehäuses der Raupe, oder vielmehr der Menge der Bälglein, welche man auf den Apfelbäumen findet, werden zugleich die Puppen vertilgt, die Entwickelung und das Aus- . . . -flieget stiegen der Schmetterlinge und das Eierlegen und die jährliche Brut der Raupen verhütet. Wenn man demnach diese Insekten sicher ausrotten will, so muß man ihre erste Verwandlung abwarten, und sich ihrer alsdann, wenn sie ohne Bewegung und Verlheidunq sind, oder sich m ihrem Gehäuse beisammen befinden, bemächtigen. Man kann diese Gehäuse mit gar leichter Mühe anfaffen, abreissen, in Körbe legen, und hernach auf einem Haufen verbrennen. Auf diese Art verfuhr man im JuniuS des genannten Jahrs, und im folgenden Jahr ward man keiner Raupe mehr auf den Apfelbäumen ansichtig Die Bäume erholten sich vollkommen wieder, bekamen Blatter, welche nicht mehr abgefressen wurden, und lieferten den Augen reichliche Nahrung , woraus in den folgenden Jahren eine Menge von Blüthen und Früch. teu hervorkam. Der Verfolg im nächsten Stück. Gottesdienst am ersten Pfingsttag. In der ®t. Pancratiuskirche. Morens Herr Superintendent Bechtold. Nachmittags Herr Superintend. Müller. In der Burqkirche. Morgens Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr Superintendent Schulz. Am zweiten Pfingsttag. In der St Pancratiuskirche. Mor> gens Herr Professor Palmer. Nachmittags Herr Kandidat Werner. In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Pfarrer Buff. Ein - und Arrspaffiree. Am 5. Mai. Hr. Geheimerrath von Dalwich, in K. Preuss. Diensten. Hr. Professor Wedekind, von Heidelberg, log. im Einhorn. Am v. Mai. Hr. Fahndrich v. Baum, bach, in Hess. Cassel. Diensten, durchpass. Am n.Mai. Baron von Frldheim, Obrrkammerherr in Herzegl. Braun schwer'- gischen Diensten, -urchpass. Gebohrne rrnd Getaufte bei der Stadt, kirche. Am 7 Mai. Dem Herrn Professor Carl Christian Palmer, ein Söhnl. Beerdigte. Am 7. Mai. Dem Burger und Huf- schmid, Johannes Walther, ein Söhnl. alt 3 Jahr. Am 9. Mai. Dem Postknecht Joh. Henrich Wilhelm, ein Töchter!., alt 7 Jahr, 2 Dlon , starb an den Blattern. Eod. D.'w Burger und Schuhmacher Wilhelm Adolph köber, ein Söhnl., alt i Jahr chMon., starb an den B'attern. Am 12 Mai. Dem Burger und Bt- cker, Joh. Andreas Juqhard, zwei Söhne, der eine alt 3 Jahr, 8 Mon., der andere t Jahr, 6 Monat, starben beide an den Blattern. Am 13. Mai. Dem Burger und Be- cker, Joh. Georg Noll, ein Söhnl., alt 2Jahr, 5Mon. Eod. Dem Burger und Hafner, Georg Philipp Fischer, ein Töchrcrl. , alt 6 Mon. Am 13. Mai. Joh. Melchior Plock, Burger und Schönfärber, alt 6oJahr, 2 Mon , starb an der Auszehrung. Gebohrne und Geraufte bei der Burg- kircbe. Am ro. Mai. Herrn Major p. langen, ein Eöhnk. . Eod. Hrn. Hofrath v. Schwalkalder, ein Sohnl. Sri,9,rfd,,n «E'Mung«uw