Nr. X XXXIX. 3. Dcttinber 1796. Giesser IittelligenMalt. In und Auswärtige Viftualien-und Markt-Preise. 1 ft Ochsenfleisch' — 1 — Kühfleisch — 1 — Rindfleisch — 1 — Kalbfleisch — 1 — Schweinefleisch — 1 — Hammelfleisch — $ — Hammelßfett — 5 — Rind-fett — 1 — Schweinefett — 1 — Seifen — f — Lichter — i — frische Butter — 1 — geschalte Hirse — 1 — arob geschälte Gerste 1 — klein geschälte Gerste Scher ä 4 fr. — — 3 St. z St. 3 St. zSt 4 St. zSt. Giesen \' Oarmst. Dilleb. Fulda Marb Die; Wei Ur. fr. Pf- fr. Pf. fr. Pf. tr.i Pf. fr. Pf- fr. Pf. fr. Pf. | 13 •— 1 U — 13 —— 12 —- 12 •— 14 — 13 ■M 1 12 — IO 11 9 — 13 12 10 ——1 13 — *-* — —— — 8 —— *** £O *■* 12 2 5 — 9 — 9 — IO — 13 MB 13 ■** 14 — 13 •* 12 — 12 — 20 IO M»W» 10 — 13 — 12 — 9 2 9 2 13 •*- M» 90 — »68 — — — 90 —* MH 90 — — — *— —— 90 —— — — — e**t 28 — 26 — — — — — 18 — — ■MM» 32 — — — —• *—• —*■ —— 28 — — —— -**• ■M 32* —- — — —— — 25 30 «—1 — — 34 ■BB 34 —• 36 —■ —- — — — 30 ■ ■" — 36 —* 8 -— — — — — —— 8 — —— 8 ** 8 ■ 1" — **— — •— —— 6 —— — 9 10 — — —* — — — 8 ^Netraidepreise vom 26.N0V. bis den 3* Det., in Fran'/urt. Wahrung den fl. a 60 fr. uni) das ft.zuZ4Loth Cölnisches Silbergewicht. Städte. Darmstadt Friedberg Fulda Giessen Marburg Die; Wezlar Gemäß. daß Malter, daß Malter, dar Malter, daß Achtel. daß Mott, daß Achtel, daß Achtel. Wa fl- 12 15 16 14 Io 24 14 ;en fr. 1— 30 wiegt ft. 175 200 200 iso 340 206 Ko fl- 8 11 12 IO 5 19 9 rn |fr. |I5 1 — 40 50 30 wiegt 1 157 190 __________ ! Igo 135 300 190 Gei fl7 5 2 7 3 12 7 'ste kr. 56 20 20 wiegt ft. 140 170 160 120 l68 Ha fl 5 10 __ 7 3 8 fer fr. 40 — 30 wiegt u. 98 140 84 Schwarz Brod Weck — — Butter Bretzeln gemischt Brod oder Taigscher kr. 1 1 1 1 1 1 Cr< koth 9 4 2 6 Quint 11/4 3 11/2 33/4 Unter# — ) 188 ( — rahm bestimmen. Die Seuche ist eine so arge bösartige sen heftig einte itt, immer die Spuren ihrer Wuth zurückläßt. Die Ochsen werden niemals wieder so fett , die Kühe geben nicht wieder soviel Milch, wie zuvor, wenn die Seuche bey ihnen heftig gewesen ist. Und oft geschieht auch dii Entscheidung (erifis) der Krankheit nicht gehörig wo- durch eine Versetzung auf die edleren Ein. geweide, wie Lungen und Leber, hervorgebracht werde, welche Abzehrung und Tod Untersuchung der Frage, .b ein KittOeieb Oie Seuche über anqestcllt, wie »nS ke Elarc,Camper, Haen, Ouwens und Westerhof benachrichtigen. Man hat Die durch, geseuchten Häupter (durch die natürliche, viel) mit seuchkrankrn in einen Stall gestellt, aus einem Gefäs fressen und saufen taffen, man hat ihnen den Geifer, das Blut und den Wist, (welcher die gröste ansteckende Kraft hat) in die-Nase etngerieben- man hat sie mit AaS von Gefallenen geimpft: aber alles ohne den mindesten Erfolg. In Holland, wie in Mecklenburg, gelten die durchgeftuchten Stücke doppeltes Geld und der Verkäufer verbürgt sich, daß das Rind die Seuche wirklich gehabt habe. Die Gro» ningifche, so wie dre Frießländische Impf- gesillschaft verkaufte tausend durchgeseuchtr Stücke und sie sah kein Beyspiel, daß die Seuche zum zweytenmal die Häupter befiel. Tie Meinung daß die Seuche zweymat dasselbe Haupt befallen, könne.', laßt sich bekomme 1 . .. «m w „nb da Erzählungen ober die geimpfte Seuche — gilt gleich ,cn NbmÄttM-w-rn. welch- M» Mt -i.ll mit f.ud.trant.n in einen Slall «-stellt herrschende Viehseuche zweymat auSgesian- den ^»ben sollen, und man bedient sich desselben als eines Grundes, um die Vor- rüae die Einimpfung zu Nichte zu machen. ^n fod San, welcher dec allgemeinen Meinung eben so sehr , als den Beimr - gen der besten Schriftsieller von der' M widerspricht, verdient eme nchere Untersii- chuns, inwiefern er wahr oder falsch stY. Die Viehseuche welche auch dleNamen köserdörre, Magenbrand,Uebergallefuhr^ ist schon oft mit den Pocken und Masern dey Menschen verglichen worden. Diese Krankheiten sind in den Landern, wo sie einheimisch sind (Äthiopien und Aegypten) nickt ^ verheerend, als in Europa, wenn »ach einer gewissen Zwischenzeit eine neue Epidemie emttitt. Eben dresed gnr auq» ArankhH daß sie da, wo sie"einigermas. von der Viehseuche, welche n omg». inttti#r bi# SvUkkN ib« «noblen, Dalmali-n, em^mtfd; 'st. „fteren (fo wie auch die Pest,. nach den Sn S-f°hrung-n) befallen «mn Mm. (eben nur einmal und er darf sich Gefahr einer neuen 9In(leching Den 9) oder Maserkranken nähern. DerselbeFall ist auch bey der Viehpest. ES sitze^fur diesen Krankheite,! eine gewisse ^pfang lichkeit in den thieriscken Korpern zu sey , welche durch einen emmaUgen .llusvruu/ ^g '^tstehen also dadurch getilgt wird. Wenn Menschen b" ^.ch (morbi fecunllarii), Pocken vmatr r4 bis 6 Wochen nach ubersian- ist dieses ein eben dm er Seuche den Tod verursachen, und als daS, daß Menschen> mit $ ^lche von Unerfahrnen für ein Necidiv der ohne H'rn oder ohne üuse g'boh rven w gehalten wird. Die Ursachen die- sind. ES ^^;Xab#m?anfunVbm si-Nachfrankheiten lassen sich auf folgende Wb Jot in Hastan- twfm» B«'s>ch« 4'«» ■ i) Di« i) Die Krankenpflege ist nicht gehörig. Das Haupt wird in einen unreinen kalten und feuchten Stall gebracht und mit verkehrten abgeschmackten Arzneoen behandelt. 2) Dtk Entscheidung der Krankheit geschuht nicht vollkommen , und Sei kost, baren Augenblicke, der Natur in dem kritischen Zeitpunkt zu Hülfe zu kommen, verstreichen ungenutzt. . 3) Die Nachkur, welche in den meisten Fällen in paffenden Stärkungsmitteln besteht, wird unterlassen, Der Bauer bedient sich de- unnützen Zreßpulvers. 4) Die Diät, wenn die Verdauung«, krafte schwach, und der Appetit wie. der groö ist,, wird vernachlässigt und man läßt die Thiere sich- überfreffen. Ich weiß, daß ein Bauer seine genesene Kuh auf einem Kleeacker weiden lies und daß sie 12 Stunden darauf fiel. Es ist daher kein Wunder, daß au- diesen häufig eintretenden Ursachen die scheinbar gesunden Thiere wieder krank werden und fallen; aber sie fallen nicht an einem wiederhohlten Anfall der Seuche, wenn auch vor dem Anfall wieder ein Fieber eintritt. Die Zeichenlehre bey dem Rindvieh ist überhaupt keine leichte Sache. Oft halten Leute ihr tvdtkrankes Vieh für ganz gesund, und andere ihr gesunde- oder mit einer andern Krankheit befälleneSVieh für seuchkrank und bringen es auf den Seuchplatz. Und nicht selten tritt auch der Fall ein, daß man eine vorhergehende Krank- heit z. B. Lungenentzündung, auch'wohl eine durch unzritiges Meviciniren erregte Unpäßlichkeit, oder eine nachherige Seuche, wie Maulweh, Lurrgenbrand, Milchbrand, für die Löserdörre gehalten hat» ? Allein diese Seuchen,. die maische, und noch eine kürzlich erschienene Anweisung rc. mit der Löserdörre vermengt haben, sind ihrer Na- tur nach ganz anders. Sie sind erysipela- *89 ( — löse Fieber, sind ohne Durchfall, find nicht ansteckend, lassen sich nicht oeuliren, und befallen mehr, als einmal. v. Nebel. Bekanntmachung von verschiedenen Sachen. i) Künftigen Donnerstag den 8. diese- Morgens io Uhr soll auf dahiefigem Rath* haus, dqs dem ehemaligen StockhauSver* Walter Stohr ast des, Teufels Lustgärtgen neben Zimmermann Herbert stehende Wohn» hauß öffentlich an den Meistbietenden verstrichen werden. Giessen den tten Deeember *796. Fürstl. Hessisches Oberamt daftlbst. 2) Künftigen Donnerstag den 8» diese- Nachmittag» i Uhr soll in des verstorbenen Stockhaußverwalter Stohrs Behaußung WeibeNeidung, Brttweek, lein Schrank, Cartoffeln und gelbe Rüben an den Meist* bietenden verstrichen werden» Giesse« den iten Deeember 1796. Fürstl. Hessisches Oberamt daselbst. 3) Zur Nachricht wird hierdurch bekannt gemacht, daß Mittwochs den 7trn Deeem* ver l. I Nachmittags um 1 Uhr auf dahie* sigem Rathhaus 15 Fässer Nordhäuser Brandwein sehr guter Qualität, FaßweiS, gegen gleichbaldiqe baare Zahlung, an den Meistbietenden öffentlich verstrichen werden sollen. Giessenden rytenNov. 5796. Fürstliche Landes - Kriegs - Cd«- Mission daselbst. 4) Mitwochs den 10 Deeember und folgende Täge, des Nachmittags von r — 4 Uhr, sollen, auf dem hiesigen Universität-* Gebäude im obersten Stock, folgende, fthr wohl conditionirte, Sachen, als : Stühle, Canapee's, Commvde, Fische, Schränke und mehreres Holzgeräthe, sodann Spie» gel und andere- Gläßwerk, Porcellan, Zintv —* ) IYO ( «— Sinn, tifeciw , tupf««! uns airffingtne Gerälhschaften an den Meistbietenden/ge- gen gleichbaldrge haare Zahlung, versteigt werden. Ein Acker an der Landstrase, an btm Mittelweg , neben Hrn. Regierungs- rath Balser und Hrn. Rathöschoff SelPP, Wittwe, ein Halder Morgen , zo Ruten 9 ^in Acker zwischen dem Aul und Leih- aesternweg, neben Johann Jost Simon und Ioh. Philipp Rinn, i halber Mor- aen, 29 Ruten, i Schu. Ein Acker am Sandkauterweg, neben Hrn. Rathsschöff Kempf und ja ab jper- bert, i halber Morgen , 18 Ruten , 3 Wiese in der SteffanSmark, jenseits der Wieset, stößt auf den Bruch ^neben Ioh Philipp Krailmg und Ludwlg Daniel Keil, L Mertel, 26 Ruten, zehnd- lich einzugeben, weil hiesiges Postamt selb- sten, bey denen auswärtigen Zeikungsezpe- ditionen die Bestellungen zu Anfang dieftS Monats machen muß, wenn man mit dem Anfang des künftigen Jahres accurate Ankunft der Zeitungen erwarten will. Glesien am 1. December 1796. _. Ä Furstl. Postamt- Gottesdienfl am 4- December. In der St. Pancratiuskirche. Mor. aens Herr Professor Palmer. Nachmit» tags Herr Superintend. Müller. In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Pfarrer Buff._________________ Morgen den 4. De., hat das Frischbacken der Beckermeister Johannes Schutz, in der Löwengaß. Lopulirre bei der Stadtkirche. ^Eine Wiese auf der weissen Erde, neben Hrn. Professor und Stadtpfarrer Diezen Wittwe und Hrn. Lieutenant Schmidts Wittwe, l halber Morgen, 10 ututen, 4 ^Eine Wiese am Sauergraben, nebenHrn. Rathsschöff Kempf, 3 Mertel, 5 Ruten, 3 Ein^art'en^in GüntherSgra^n, neben Arn. Rathsschöff Kempf und Georg Con- ^dDerdrie-, i Mertel, 35 Ruten, zehnd- Vorstehende Gütherstücke sollen allhier bei Hrn. Schiefer auf dem Selzersweg, den UtenDecembr. dieses Jahrs, Nachmittags !uhr, an den Meistbietenden gegen haare Zahlung verkauft werden. 6) Die Herrn Interessenten von