r6.Mai. i79f Giesser JnkelltgeMatt In undAuswärtige Viktualien-und Markt-Preise. Marb Diel Mezlar Fulda Dilleb. Gi-fen lDarmst. Pf. Pf Pf- Pf. pf.hr.ipf. 2 io 2 9 2 8 7 I i6 i — Lichter 20 i Eyer ä 4 kr. i Uebrr i 1 i 7 9 I i 5 8 8 2 2 2 I u fr, 9 7 6 io Quint 3 r/2 3 ' 3T/2 1 1/2 fr. io 9 Pf. 2 2 — Rindsfett — Schweinefett — Seife« Loth 8 3 i 6 <6 16 20 19 7| 9 8 fr. 9 6 5 5 9 io 9° 9° 16 19 20 |6 6 5 7 9 9 io । 9 !9° 20 kr. i i denfl Städte. Schwarz Drob Weck — — Butter Bretzeln gemischt Brod oder Taigscher fr. io 8> 6 6 9 8 9° 9° 16 22 20 22 8 14 16 Darmstadt Friedberg Fulda Giessen Marburg Diez Wezlar - Rindfleisch Kalbfleisch Schweinefleisch i — Hammelfleisch 7 — Hammelssett frische Butter geschälte Hirse — grobgeschälte Gerste klein geschälte Gerste 6 St. 5 St. 4St. Nr» XX ; St. fr. 8 7 fr. 9 i ft Ochsenfleisch Kübfleisch «etraidevreise vom g. Mai bis den >6. Mai, in Frankfurt. Wahrung - zLokr.und das Ik>.zuZ4t°th Cöln.sches Silbergewicht. Gemäs. Waizen wiegt Korn wiegtf Gerste wiegt Haserlwießt fl. kr. ft. fl- kr. ft. fl-ikr. ft. fl. kr. tf. bas Malter »75 10 15 157 8I32 140 7 5| 98 daS Malter 15 — 200 II — 190 9| 170 IO I 1-2$ das Maas 1 57 — Ij22 — I|I2 -58 ~ das Achtel 18 200 II — 180 t . 1 160 — 140 das Mött 11 — 150 8|- 135 7l- 120 6 — 84 24 3° 17 3o lZi2O ■■ -- — das Achtel । 20 — 206 14 30| 190 II140 168 [II — “2 ) 78 ( lieber Gespsufkerfarchr und Gespensteret scheinun gen. Verfolg-, Alles das, was fit dem Könige sagte, bedurfte keiner nähern Offenbar rung, sondern sie konnte «S kheils wif» sen, theils aus leichten Folgerungen schließen, daß Saut, wiewohl er sich verkleidet hatte, ihr König war, und daß ihm David in der Regierung folgen Wurde. Wie Samuel ausgesehen hakte, dies konnte sie genau wissen; daß aber ein König, der sich durch schlechtes Ver» halten weder Achtung noch Liebe erwor. den hatte; der, feiner eignen Aussage nach, von Gottverlassen und so weit ge« funken war, wider dessen ausdrückliches Gebot verzagt und muthlos bei einem alten Weib« Rath und Trost zu suchen, baß der nicht siegender Heerführer über ei. neu mächtigen Feind seyn würden das war -gewiß sehr leicht zv vermukhen, Ueber» dem fand jene Frau vielleicht ihren Vor« theil babey, den Saul noch verzagter &u machen, als er schon war, der Zufass begünstigte ihre Prophezsthung und setzte -as, was sie vermulhete, oder blos dcm Könige, um ihn zu schrecken, sagte, in Erfüllung, wie denn so manche andre Vorhersagung erfüllt worben ist und noch erfüllt wird, eben weil die Umstände ge« rade zusammeNtreffen, und nicht, weil etwa der Seher durch übernatsstliche Kenntniß der Zukunft Dunkelheiten tot. hüllen konnte, sondern weil er auS mess, rern Umstanden Folgerungen auf die Zu» kauft macht, bi« dann bisweilen, so wie er sie sich dachte, einrressen. Wer di« Würkuugen der Zauberlaterne ( wo» durch in einem dunklen Zimmer Gegen» stände an einer weissen Wand vorgestrllk, ober auch wohl Gestalten in demaoSih» rer Oeffnung in bi« Höhe steigenden Rauche abgedikdet werben) des Hohlspiegels und mehre?«?- dergleichen Mittel, deren sich l rder oft geüug auch Belrü« ger zur TauschNng andc^sr Menschen be» dienen, kennt, wird sich auch die Erschet. Nlrngen der Art leicht erklären können. Aber, sagt vielleicht ein andrer, Jesu Jünger, die «ns Muster im Glau» den und Leben seyn Müssen r haben an Gespenster geglaubt (Matth. 14. 26. Mare. 6,49.) und wir filsdennicht, baß Jesus ihren Glauben getadelt hätte. Ich antworte: baß Jesu Jünger, «h« sie er* leuchtete Apostel wurden, eben fo, wie ihre Landsleute, au Gespenster glaubten, ist wohl ohne Zweifelsie glaubten aber auch an noch weit schädlichere Dinge, hoch nur bis auf den Zeitpunkt, da sie Apo. pcl wurden, und «her können sie uns nicht zu Mustern im Glauben und Lebe« dienen. Daß sie als erleuchtet« Apostel an Gespenster geglaubt haben sollten, davon finden sich keine Spuren. Getadelt nun freilich Jesus geradezu ihre faU (die Vorstellung nicht, — wrntgstens wird uns diesnichtgrinelbet — auch nicht geradezu gesagt: (denn dies war fast nie Gebrauch bei ihm , wenn et ihnen ihre Vorurtheile zu btnehmru suchte) daß ihre Meinung falsch wäre, wohl abersievom Gegrnkheii« auf eins so liebevolle als gründliche W-isi überzeugt- CrsandeS vielleicht nicht für gut, fürjctztdieJün» gcr besonders darüber zu belehren'. ^AiS er sich nach feiger Aufersithungihüen zum «ttstenniale zeigte und sie ihn erschrocken für einen Geist hielten, sprach er: „WaS seyd i'hr fo erschrocken? und warum kommen solche Gedanken in eure Herzen? Sehet meine Hattde und meine Fuße, j* bins silber, fühlet mich und sehet: den« ein Gust hat nicht Fleisch und Bein — hat feinet) Körper — wie ihr sehet, daß ich habe. Von dem Dasiyn eines Gel- strS also könnt ihr ench weder bmchs Gesicht •*- ) 79 C fidjf noch durchs Gefühl überzeugen." Was versteh» man aber unter einem G<- spenste anders, als die Erscheinung ei. ves Geistes aus einer andern Weit, odet iined abwesenden Menschen? Liegt dem» nach Wahrheit in Jesu Rede — und welcher Christ könnte hieran zweifeln? — so giebt es keine CrscheiNungin dieser Art, — keine Gespenster. Vielmehr lehret alle Erfahrung, daß bas, was man als Gespenstergeschichten «usgeschrirn bot, fast jedesmal, roi« schon oben gesagt worden, entweder tn der täuschenden Einbildungskraft und blinden Furcht, oder in Unwissenheit, oder in sträflichen Eigennutz, Betrüge» rei und Bosheit, oder in einer widerns» lürlichen Beschaffenheit unsrer Organe Dder Empfindungswerkjeuge, oder auch «0hl in einem unzeitigen Vorwitze, th» ren Grund hatten Da die Aufdeckung vorgeblicher Spukereien das wirksamste Gegenmittel ist, und oft mehr Eindruck macht, alS die deutlichsten, auS der in» nern Beschaffenheit der Sachehergenom» menen Beweist, so will ich zu jeder Art von den angegebenen Quellen und Veranlassungen , worauf gemeiniglich jene Erscheinungen beruhen, einige Beispiele hersetzen. Täuschende Einbildungskraft, Furcht tinb Unwiffnheit sind sehr oft, ja- in den meisten Fallen, wovon Gespenstern die Rede ist, beisammen. Der Unwis- sende wird sehr viel öfterer in Gefahr kommen, sich bon den Dingen um ihn her eine falsche Vorstellung zu machen, veil er sich entweder nicht gewöhnt hat, über sich selbst und die eigentliche Bkschaf, fenheit der Dinge äusser ihm, richtig zü denken und Ueberlegungen anzustellen, eher sich überhaupt keine Kenntniß von In Natur, von ihren Wartungen/ XrLs» ten und den Verbindungen drr Dinge in der Welt erworben hat; der Furchtsame wird seiner Einbildungskraft um so «het freies Feld lassen, ie mehr in seines Furchtsamkeit der nörhigen Standhaf. tigkert und Gleichmüthigkeit beraubt, die zu einer »uhigrn Untersuchung ungewöhn* kicher oder unerwarteter Auftiitte so no» thig ist; daher kömmt es, daß di« aller» meisten Geister - und EpukegeschichteN auf Rechnung ter Unwissenheit ünv Furchtsamkcitgeschkieben werden müsset». Der Unwissende steht da und staubt, kann nicht begreifen, wie so etwas na» türiich zugehe, den Furchtsamen ergreift Angst und banges Entsetzen: beide ma« ehe» sich irrige und — wegen des leider so allgemein verbreiteten und tief eing«» prägten Glaubens an Gespenster —* fürchterliche Vorstellungen. Alte «inge» wurzelte Vorurtbeile thun hier bald ihre Würrung, und so müssen oft dir unschuk» digsten Ding« Gegenstände des allge» Meinen Gesprächs , deS allgemrinerr Schreckens Und des khörigsten Entsetzens Wetden. —- So setzte einst ein Tobten» köpf, drU ein Mann als Ueberbieibicl sei» nes in einer Schlecht gekosteten Freun» des zu dessen Andenken in seiner Schlaf, kämmet aufgestellt hatte, «in ganze- Städtchen in Furcht und Schrecken. Schon der bloße Anblick dieses Schädels, noch mehr aber der Umstand, daß er sich bewegt haben sollte, jagtegleich amerstea Tage einigen Einfältigen einen Schauder «in. Die Sage, daß es damit nicht recht richtigsey, und daß derjenige, demer einst gehört habe, wahrscheinlich nicht ruhen könne, weil der Kopfnicht begraben wor» den seh, verbreitere sich im Kurzen durch den ganzen Ort. Der Besitzer, der sich an dieses Geschwätz nicht kehrte, fantr# als er den Nachmittag von seinem Gar, ten in feine Wohnung zurückkehrte, diese von einet MeugeMeulchen umgeben, und dis ) So ( die Magb in Todesängsten. Der Tod- tenkopf, hörte er, habe sich, als die Magd dasZimmrr, besonders den Tisch, auf welchem er stand, hakte reinigen wollen, heftig bewegt, wäre vom Ti» sche auf den Boden gefallen und hättesich auch bann noch immerfort bald hier- bald dorthin gerollt. Die Magd war mit einem Zetergeschrei heruntergestürjt, und da sie mit Zittern und Deden die schreckliche Geschichte erzählte, so hatte sich keiner getrauet, in die Kammer zu gehen. Hr. O. der weder zu den Leicht« gläubigen, noch Furchtsamen gehörte, trat ins Zimmer, sah den Kopf auf dem Boden liegen, und setzte ihn wieder an feinen Platz. Kaum aber stand der Kopf, als er wieder herunterfiel und nach dem Bette zu rollte. Er faßte ihn abermals, untersuchte ihn pon allen Seiten, und siehe da, er bemerkte gleich, daß etwas Lebendiges darin sey. Er brachte ihn anS Fenster, um ihn näher zu besichtigen, indem saht er den Swanz einer Ratte ; dies» zog er heraus, und damit war daS Rsthsel gelöst. VerWuthlich wgr dieses Thier, durch einen Feind gejagt, genö, thigt gewesen , durch die enge Oeffnung deS Kopfs hindurch zu drängen, und darin seine Sicherheit zu suchen, konnte aber nicht anders als durch Hülfe wie« der daraus zurück. Der Verfolg im nächsten Stück. Gottesdienst Am In der St. Pancratiuskirche. Mor« -enS Herr Superintend. Müller. Nach» mittags Hr. Kandidat Goebel. In der Burgkirche. Morgens Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr ©u» periutendent Schulz. Morgen den 17. Mai haben bas Frischbacken, die Deckermeister: Schie. ftr, auf dem Neuenweg und Klrchense» mor Noll in der Neustadt. Ein., und Auspasfirre. Am 5. Mai. Hr. Hauptmann Müller, vom Kön. Preuss. Artilleriecorps, durchp. Am 6. Mai. Hr. Generalmajor v. Bismarck, in König!. Preuss. Diensten, durchpass. Eod. Hr. Licuten.PeternelleundHr. Fähndrich v. Bose, beide in Hess. Cassel. Diensten, durchpass. Am 8. Mai. Baron v. Bothein, Ge, heimerrath und Hr. Graf Blumm, Ma, zor, beidein Kaisers. Diensten, durchpass. Am 9. Mai. Hr. Hofrath Rays von Darmstadt und Hr Lieuken. Alberti, in Hess. Darmsiädt. Diensten, log. im Eiy« Horn. Ropulirre bei der Stadtkirche. Am 15. Mai. Joh. Jacob Heil, Bur. ger und Schuhmacher allhier, weiland Caspar Heil, Burgers und Schuhma» chers zu Bergzabern, im Herzogthum Zweibrücken, nachgelassener ehelicher Sohn, und Maria Sufanna Johannetta, weiland Andreas Völckers, Burgers und Schuhmachers allhier, hinterlassene ehe. ttche Tochter. Geraufte bei der Stadtkirche. . Amio.Mai. Hrn.Kirchensen. Koch, em Sohnl. Eod. Dem Burger und Schuhma» eher Johannes Friedels ein Söhnlein. • Am 11. Mai. Hrn. Stadtlieutenant Johannes Stüber, ein Töchter!. Beerdigte. Am ii.Mai. Hrn.Moritz Wahlen» fels Ehefrau, alt 66Jahr. Am 14. Mai. Hrn. KriegS.Commis» sions'SekretarKrachEhefrau, alt 27 I. Cod. Dem Burger und Zimmerge» sell Schleunig ein Sohn, alt 15 Jahr. Am 15. Mai. Des Burger und Na. gelschmidts Andreas Weißes hinterlassene Wittib, ult §8Jahre.