Nr. XXXIII. ij.iiuyuiu Giesser Jnttlligenzblakk. Eyer ä 4 kr. den fi. a Gemäs Städte. Butter Bretzeln gemischt Brod oder Taigschrr i i Stirffo und Auswärtige Viktualien-und Markr - Preise. 60 kr. und das Malter das Malter das Maas das Achtel das Mött das Achtel das Achtel Quint zr/2 21/2 H/4 3V» koch IO 6 3 8 Schwarz Brod Weck — — kr. i i i .6 St. 6 St. Darmstadt Friedberg Fulda Giessen Marburg Weilburg Wezlar barmst. Dilled Fulda Marb. Weilb. Wezlae t ft Ochfenfleisch — kr. h 8 kr. | 9 Pf- kr. 9 7 Pf. kr. 8 7 Pf- kr. 8 6 Pf- 2 kr. 8 7 Pf. kr. 8 6 Pfr X i — Kühfleisch — 1 7 | Q _ 5 I —— — —* i — Rindfleisch — ! o 1 O 2 4 ■ . 5 — 5 ■*— 5 6 •—* i — Kalbfleisch — 6 7 I g 2 7 —— 8 — 8 8 I — Schweinefleisch — 7 9 8 6 8 6 I 8 -— 7 i — Hammelfleisch — 6 - ° 1 II -- 9° 24 —— — — —*» 7 — Hammelsfett — 9° 91 ■ — - 9° — —- — ninMil 7 — Rindsfett — 9° 9° 16 ■ - ——- 16 —— —— — t6 1 —M i — Schweinefett — i — Seifen — 16 16 18 — — -— 16 16 18 — i «MM* ■■■* 16 20 H i — Lichter — 18 1 ______ —— 18 — - 1 — 16 j — frische Butter — 16 - 5 — 5 i — geschält« Hirs« — 4 _ 5 5 MN i — qrobqeschälte Gerste i klein geschälte Gerste 1 6 — — •—• _7 — —— 6 ä Walzen wiegt Korn wiegts Gerste wiegt Hafer wiegt fl. kr. Tb. fl-i kr. ft. fl- kr. ft. fi. kr. tfc. 9 38 175 7 — 157 5 36 140 5 — 98 7 20 200 6 30 190 5 — 170 5 *— 12$ I 27 9 io 200 1 7 iS 40 180 1— 58 6'- — 160 1 — 5 43 30 — 140 7 3° ISO 5 50 ISS 411° 120 3 —— 84 10I30 1013° 210 206 8 8 40 200 190 eLs 168 5 5 11° 130 ) 130 ( ES SutfM. Verordnung. Von Gottes Gnaden fEr nfr Ludwig, Landgraf ju festen rc. rc. Nachdem Uns mehrmals unterthä» Nigst vorkommen, welchergestalt in hiest, ger Unserer Residenzstadt Darmstadt, eine Zeit her das Korn - und Mehlwiegen, zu -- und aus den Mühlen, mit unserer Burger und Unterthanen, auch aller an, derer Einwohner, (als welche von Len Müllern und deren Knechten nur das an. Nehmen müssen, was man ihnen bringt,) nicht geringer Vervortheilung und Schaden, unterlassen, auch der Molker über die Gebühr ersteigert worden, und Wir aber hohen obrigkeitlichen Amts Halder, solcher Unordnung zu steuern, Uns schul, dig erachten, auch hierin nachzusehen nicht g«meinet seynd: Als ist hlemit Unsere gnädigste und ernste Verordnung, daß 's unsere Beamten allhier in unserer Rest» Venz, hierauf ein fleißiges wachendes Auge haben, die vor Uns oder unsere Räthe und gefreite Bediente , in hirsiqer Unserer Residenzstadt mahlende Müller _ vor sich fordern, und sie alle und einen jeden insonderheit vermittelst Leistung ei- nes leiblichen Eides, dahin anweifen sol, ley, daß sie und ein jeder fort und fort, alle sowol Uns, als andern zuständige Matzlfrsichte, so ihm oder ihnen in die, ser Stgüt zu mahlen geliefert werden, , durch.hen hierzu verordneten geschwor, ■ ven Mehlwiegern, ehe sie dieselbe der । Stadt hinaus führen (es seye gleist) der ' Mahlgast selbst oder seinetwegen jemand 1 .dabei oder Nicht,) wiegen lassen, vom ' Mehiwieger einen oder wann sie in der 1 Stadt allhsir von mehr dann einem ' .' i Und nachdem hierin an des Mehlwie, gers Fleiß und Treue auch viel gelegen, als' fo-0 derselbe durch gedachte unsere Be, amten hierzu, und sonderlich daß er mit Ei theriung der Zettel redtkch, treulich und aufrichkig handeen, und weder den Mül, lern noch sonst jemaird, er sei) auch wer «r wolle, durch die Finger sehen, oder Mahlgast Frucht zu mahlen empfangen etwas ungebührliches verschweigen wolle, Haden, unterschiedene, und also wegen leidlich vereidet, und darneben defehkicht eines jeden Mahiqasts Frucht, einen ab, werden., fleißig und treulich Achtung zu sonderlichen mit dem gewöhnlichen Gkem, geden^damit Niemand unrecht geschehe. gezeichneten und mit seiner deö Mehl» w.-egers eigener Hand geschriebenen Z/r, tel, was solche Frucht wieget, mit sich nehmen, denselben tn der Wacht vorzei, gen, hernach das Mepl, so sie gemah, len haben, wiederum allemal zur Wage führen, dasselbe wieder wieaen lassen, abermal einen oder mehr obgedachterma- ftn gezeichnet- und geschriebenen Zettel unter des Mchlwiegers Hand, darüber nehmen, und also diezubeedenmalenem» pfangene Zettel, was nemlich das Korn sowoi jur Müht, als auch was das Mehl und die Kleien zurücAgewogcn, den Bur, gern und Einwohnern, von welchen fk di« Frucht zu mahlen empfangen haben, zeigen und aushändigen, dasjenige, was an Mehl mangelt, sidesmal gebürlich er. sitzen, auch einem jeden aus der Mühl das Seinicje unverwechsilt in sein des Mahlgasts Haus liefern sollen und »ob len, und solches jedesmal bei Sechs Gulden Straf, dieselbe zu zwei Drit. kheil Uns, und zu einem Dritth-il dem Anzeiger, so oft aiö hierwidcr arhandelt toirby zu enkrichlrn, oestaltunsire Beam» ten dann auch neben turn Mehtwieger de, tun Pförtnern und andern bei den Pfor. ten sich befindenden Personen zu Ausse, her verordnen , und solches durch unfern Wachtmeister ferner zu beobachten, be, stellen sollen. Es sott auch denen Müllern» sodann deren Mahl - und Fuhr-Knechten fer* ner auf ihren Eid eingebunden werden, daß sie keine Gefährde brauHen , die Krucht oder Mehl nicht verwechseln, noch die Kleien unter das Mehl oder den Staub unter die Kleien nungen, noch ums Geschenks oder sonst Ursachen tvib len die Ausländische den Einheimischen vorziehen, vielweniger aber das Mehl zur Ungebühr befeuchten, oder an feuchte Orte stellen, zumal aber künftig von ei. nem jeden Malter Mahlfrucht mehrmcht, als einen Kumpf, oder doch den sechsze. benden Theil, es fepen Pfund oder Kämpf, Der Frucht, so zu mahlen gege. den wird, zum Malter, und zwar an Frucht selbst nehmen. Wegen des Staubs aber soll den Müllern gPfund an einem Malter paf» fürt und abgezogen werden. Falls aber jemand feine Frucht sebst gestaubt hätte, wird nicht mehr als i Pfund abgezogen. Mann der Müller dem Mahlgast nachfährt, die Mablfrucht bei ihm holet und dieselbe wieder bringet, so hätte er deswegen vom Malter einen Kumpf Kleien solcher Fahrt halber, über seinen gebührenden Molker zu behalten, und soll von jedem Malter Korn oder anderer Mnhlfrucht mehr nicht, als der zehende Lheil Kleien (feztbesaqten Kumpfden der Müller wegen feiner Fahrt bekommt, mit eingeschlossen) gemacht, auch jedesmal sowol das Mehl als die Kleien absom derlich gewogen, auch gute Achtung dar. ouf gegeben werden , daß die Kd ien nicht mit Sand vermenget und die Mahlgäste dadurch vernachtheilet würden, dafern aber jemand gar sonderbar rein Mehl bestellen würde, denselben soll dasselbe je- derzeit frei stehen. In welchen Mühlen aber Schälgangr sind, Da sollen die Müller richtige und durch die C-nk-Schöffen approbsrte Waa. gen halten, auf daß, so bald die Spelzen geschält ist, der Kern gewogen, und auch tn diesem Stück aller Ungebühr vorgrkommen werden könne. Als auch deswegen Klag vorgefal* len, daß die Müller bisher zu viel vom Malz zu schroten genommen: so wird hiermit verordnet und den Müllern be# fohlen, daß wann ihnen Malz zum schro# ten zur Müht gebracht, und hinwieder ohne ihre Bemühung das Malz von der Mühl geführt wird, sie von sechs bis in sieben Sommern mehr nicht denn zwei gemeine Alb. nehmen, im Fall sie aber dasselbe selost holen, und deme , so sol» ches zustehrs, wieder zuführen, von sechs bis in sieben Sommern in allem vier ge, meine Alb. einfordern sollen. Gegeben zu Darmstadt am ZtenIu, nii 1692. Bekanntmachung von verschiedenen Sachen. t) Den 19. August und deme folgende Tage sollen dievon dem verstorbenen Hrn. Bergrath D. Baumer nachgelassene, in Bettwtkk, Kleider, Weiszeug, (Silber, Kupfer, Zinn, Messing, Hoizwerk und weiters bestehenden Mobilien, in dem Baumenschen Hause in der Neustadt, an Die Meistbietende gegen glcichdaldige Be. zahlung verstrichen werden, welches dem hiesigen Publikum zur Nachricht hierdurch bekannt gemacht wird. Gieße» den 8ten August 1793. 2) Eine vierfij;r'g.e Chaise, woran der Kasten grün, noch so gut als neu, kau ganz und auch halb zurükgeschlagen werden; und eine halb gedekre Chaise, Welche stark und zum Neisewagen sehr gut gut iss/ sind zu verkaufen. Liebhaber wenden sich an Ausgeber dieses, wo bas welkere zu erfahren ist. 3) Nächsten Montag Nachmittag sUfcr sollen allerhand gebrauchte Meublrsund Effekten in der Kriegerschen Behausung an der Wallpförter Straße, an den Meistbietenden gegen gleich haare Zah» Lung verkauft werden. 4) Ich bitte die ersteigerten Bücher in der lezten Bücher-Auction einlösen zu lassen, weil ich mein Logis völlig räumen muß. -7 EmeParthie juristischer D'sser» tariones und, D^dnctivnrs, das Alpha» bet ä i2 Krsuzor, stehn zur freien Auswahl zu verkauft«. Krieger. Gottesdienst am ig August. In der St. Pancratiuskirche. Morgens Herr Superintendent Bechtold. Nachmittags Hr. Superintend. Müller. In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Pfarrer- Buff. Morgenden i8.Aug. hat das Frisch» backen der Beckermeister Simon auf dem Neuenweg. Ein- und Auspassi'rte. Am 8. Aug. Hr. Forstmeister v. Bi» bra, von Darmstadt, log. im Einhorn. Eod. Hr. Rittmeister und Flügel» adjutant v. Schlotbeim, in Hess. Cassel. Diensten, durchpass. Eod. Hr. Monod, Prediger von Koppenhagen, durchpass. Eod. Hr. Hofrath Melone von Wez» lar, durchpass. Eod. Hr. General v. Schack, in K. Preuss. Diensten, durchpass.! Am 9» Aug. Hr. Graf v. Bernstorf. Baron v Harb-stkerg, ohne Bedienung. Hr. Kapit. v. Düng.n, in Haunövrisch. Diensten, log. in der Post. Eod. Hr. R Raehv Günderode. Hr. Obrist v. Pappenheim von Darmstadt. Hr. Kammerrarh Miltenberg und Hr. Secretair Vogel von Darmstadt. Hr. Oberlieuten Scholl nebst Familie von Koblenz. Hr. Kandidat Kreuzer von Marburg, kg.*im Ernhorn. ' Eod. Hr. Obrist v Knoblauch, i« Engl. Diensten, durchpass. Am IO. Aug. Hr. Grafvon der Lipp nebst Familie, log. im Rappen. Eod. Hr. Rath Leonhard, in Hiss. Cassel. Diensten, durchpass. Eod. Hr.Landrathv.Baumbach von Hessen-Cassel, durchpass. Amu.Aug. Hr. v. Schütz von Wez» lar, log. im Einhorn. Eod. Hr,v.Dienheim, Stadthaltee im Eichsfeldischen, durchpass. Ropulirte bei der Stadtkirche. Amu. Aug. Hr. JohannesZimmer, Fürst!. RegierungS-Kanzellist zu Darm» stabt mit Igfr. Catharina, Moriz Con» rad Kempfs, Burgers und Bakkers all» hier, ehelichen ältesten Tochter. Gebohrne und Getaufte bei der Stadt» kirche. Am r6. Aug, Hrn. D. Liebknecht ein Söhnlein. Beerdigte. Am 3. Aug. Hr. Joh. Jacob Braun, Universitäts-Buchdrutker, alt 7z Jahr. Am 9. Aug. Frau Amalia Catha» rina Lucius, des verstorbenen Hrn.Reg. Sekretär Lucius hinterlasseneWirrwe, alt 8z Jahr. Eod. Dem Burger und Schneiden meister Moriz Wilhelm Engel, ein Töchterlein, altdTag. Am 11. Aug. Dem Hrn. Schüzzen- Lieutenant Schwalb ein Sohn, alt7 I.