Nr. XI. -6. März. 1793- Giesset Jnkelltgenzblakt. In und AuswärUge Viktualien- und Markt-Pre!se. £ ft Ochftnffeisch — i — Kühfieischj — i «— Rindfleisch — i — Kalbfleisch — i —. Schweinefleisch — i — Hammelfleisch — 7 — — 7 — Rinosfett — i — Schweinefett — i — Seife« — i — Lichter — i —> frische Butter — j — geschälte Hirse — I — grob geschälte Gerste i — klein geschälte Gerste Eyer ä 4 fr. — z — Getraidepreife vom 9. März bis den r 6. Marz, in Frankfurt. Wahrung den fl. a 60 fr. und das ft. zu 34-toth Cölnisches Silbergowlcht. Städte. Gemäs. Maizen wiegt Korn wiegt' Gerste wiegt Hafer wiegt fi. fr. ft. ,fL fr. ft. fi. fr. ft. fi. fr. Darmstadt das Malter 9 30 175 1 7 4° 157 5 24 140 5 20 98 Friedberg Fulda das Malter das Maas 7\ 1 20 26 200 ! 6 30 8 190 — 5 — 50 170 — 5 — 42 125 Giessen das Achtel 9 50 200 8 .0 180 6 20 160 —— —— 140 Marburg das Mött 7 15 150 6] 30 135 4 30 120 3 40 84 Weilburg das Achtel 10, 20 *210 9 -• 200 6 I20 l68 7 - Wezlar das Achtel 10 | 3° 206 8 3° 190 6 I40 5 3° 130 Gies fr. en V pf. 1 Dar fr. mst. pf- Dis fr. leb ph «Ul fr. da Pf. Ma fr. rb. Pf- We fr. ilb. Pf- Me fr. pf. 8 8 2i 8 6 2 8 —* 7 8 — 6 2' 7 5 2 4 — 6 5 2 5 4 7 2 — 5 IJ — —■1 —** __ 5 — 3 — 5 —- 5 X 31 4 7 — 9 » > > ■■ 8 —— 6 — 7 3 8 *— 8 —* 6 —- 7 2 7 — 7 — 5 — — —* 90 92 — —— — 90 24 x —. —— ** 90 „— 90 — —■ —— 90 —— — — — ***'■ 16 —— 16 ■ 1 I— ——— — 16 —— — — 16 __ — — 15 —— —— ■ —— —** 18 —___ —— —— 16 16 1 ■------------ ——’ 20 » «■ 19 — — — — 18 — —- —— 18 -* 4 — —- —— 5 — — —’ 4 — art- - ——— .■ ■■ —• ......." 5 — — — 5 1 6 — — —» — 7_ -— — —R- 6 —< 8 St. 7 St. 6 St 4 St. 5 St. 6 St. ■■1 » kr. Schwarz Brod 1 Weck — — 1 Butter Bretzeln 1 gemischt Brod oder Laigscher 1 koth Quint 10 31/2 6 21/2 . 3 II/4 8 Zr/s 1 — ) . Färstl. Verordnung. Vott Gottes Gnaden Ernft Ludwig Landgraf zu festen rc. rc. Nachdem W'r verschiedentlich wahr, genommen, daß in Unferm Fürstenthum und banden, mit Unserer Unterrhanen Bauwesen, zu Uaserm und derselben selbst eigenem Schaden, und mit Ruin, sowohl Unserer, als auch der Gemein» den Waldungen, bisher viele Unordnun# ger Vorgängen, welche abzustellen höchst nökhig feyn will: so verordnen Wir hier» mit gnadigsi , daß Erstlich, keinem UnsererUntertha. ven erlaubet seyn soll, neue Hauseroder andere Gebäude aufzurichten, er habe dann zuvor sein Vorhaben dem Beam»- ten, unter welchem er stehet, gebührend angezeiget, und nach dieser Unserer gnä» digsten Verordnung Erlaubnis erhalten. Fiveytens, nach solcherbefchehe^ neu Anzeige, hat Unser Beamter, mit Zuziehung etlicher unpartheuscher und des Werkes verständiger Nachbarn des Orts, wohl zu überlegen, ob auch der Bauende Oie Mittel sogleich parat oder Nächstens durch Erbschaften, Verheira» thung, oder fleißig und sorgfältiges Haushalten zü hoffen habe, das Bau» wesen ohne seinen Ruin auszuführen, und da ihme dergleichen ermanqlen würde, das Bauwesen ihme zu untersagen und selbiges keineswegs zuzulasien, indem sie dadurch in einen solchen verderbten Zu« siand gerathen, woraus sie sich nimmer* mehr retten können, das Holz und an» dere Materials auch vergebens angewen» det werden. Drittens,, verbitten Wir nicht weniger hiermit ernstlich, daß auch oie, welche Mittel Haden ihr Bauwesen aus» Zufuhren, denen es aber an Güter, was, auf sie sich nähren können, oder sonsten an einer nahrhaften Handthierung er» manglet, ihr Bauwesen nicht ehender an» fangen und fortführen sollen, sie haben dann von Uns fpeciale Penmsston erlan» get, weswegen Wir auch Unfern Beam, tcn ernstlich befehlen, bei allen derglei» chen Vorfallenheiten alle Umstände wohl zu erwägen, und Uns bey jedem ihren unterthänigsten Bericht und pfiichtmäsi» ges Gutachten zu erstatten und einzusen, den, alsdann Wir nach Befinden, adsvn, detlich aber bei denen auf den Dörfern nothigen Handwerkskeuten, wann sie sonsten keine Wohnung erlangen können, Unsere gnädigste Resolution erthciien wollen. Viertens, denen 4>on Unfern Um terthanen aber, welchen es weder an Mitteln ihr Bauweseu wohl auszuführen, noch an Güthern sich darauf zu ernah» ren, oder an einer nahrhaften Handthie» rung nicht ermanglet; wollen Wir ihr Bauwesen, so viel nemlich zu ihrem Ackerbau und häuslichen Nothdurft er#- fordert wird, vorzunehmen und zu voll, führen, gnädigst erlauben, würden aber Fünftens , die vermögende Un» terthanen über die zu ihrem Ackerbaunnd häuslichen Nothdurft nöthiqe Gebäude noch mehrere anftichten wollen, so soll ihnen auch solches eher nicht gestattet werden, es ftye dann, daß sie'klar lick» dociren und erweisen könnten, daß sol. ches ihren Kindern und Nachkömmlm, gen, welche bei ihnen wohnen sollten, Besten und Nutzen angesehen fr re, worüb r auch Unsere Beamte zuforderK pstichtmäsig zu berichten hatten? W Sechstens , wollen Wir aber hierunter Unsere Untertanen, welche durch Brand und andere, dergleichen UnMcks# falle !■*** ) 43 ( fälle ym ihre GebäuL? gekommen, oder aber srlbiae Baufälligkeit halber adzu» brechen g-nöthiget seynd, durchaus nicht verstanden Haden, welche ihre Häuser so.- fort wiederum refpedive reparireu und erbauen mögen. Siebentens, wollen Wir diese Unsere Verordnung allein, auf unsere Fiecken und Dörfer, kdnesweges aber auch auf Unsere Städte, verstanden ha-' den. Darmstadt am l?. März 1712. Ernst Ludwig, Landgraf zu Hessen. Bekanntmachung von verschiedenen Sachen. 1) Es ist im November vorigen Jahrs in Frankfurt des gewesenen Kut, schers Johann Ulrich Rau Wiktiv, Ka» tharma Barbara Rau, gebohrne Waid, mit Hinterlassung verschiedener HauÄ- halrungögeräthschaft verstorben. Der Vater der verstorbenen I. 6 W Ud soll aus Eberstadt und ihre Mutter aus Gießen gebürtig gewesen feyi. Daferne sich» noch einige »Anverwa idte von oben be» meldter Katharina Barbara Rau, ge* dohrnen Wald, allhier btfhibin sollten, so können sich diese bei f?tn. Dberbur germeißer Busch dahier anmelde l , unb das Weitere vernehmen. Guße» den i4ten Marz 1793. 2) Künftigen Montag den i8ten dieses soll allerlei Hausgeräts Weisung und Kleidungsstücke in des verstorbenen Invaliden Haas Behausung auf dem Neuenweg öffentlich an den Meistbieten* den verstrichen werden. • Alle diejenige, welche mitzubieten Lüsten haben, können sich daher Nachmittags um -Uhr in m» dachtet Behausung einfinden. Gießen am rHtenMarz 1793. • • • Müller, Anditen r. 3) Es sucht jemand im Amt Niddtk - 210. fl. gegen sichere gerichtliche Obligation zu leihen, und verspricht 5 st. Pro- cenk-Zinsen chavon zu geben. Ausgeber dieses giebt nähere Nachricht. 4) Jtalianische Pappeln, 1. Soff stark, io bis rssFus lang, das Hundert zu vier Gulden, sind zu verkaufen. Aus« geber sagt, wo? 5) Da ist vergangener Woche unter meinem Namen ein Subscriptionsxettel unter den hiesigen Herrn Studierenden herumgegangen, solcher aber weder von meiner Hand, noch mit meinem Wissen und Willen unterfertiget unb herumge» schickt worden ist, so muste mir solcheL nothwendig befremdend, und dessen be» lerdlgender Inhalt sehr empfindlich seyn. Ich verzeihe dem Unbekannten, dessen Unternehmen wahrscheinlich eine gute, Absicht zum Grunde hakt?, auf meinen - Charakter aber ein nachthkiliaes Licht Verbreiter. Ich widerrufe also hiermit, und bitte diejenigen Herrn Subscriben» ten, die noch etwas zu zahlen gedächten, an Niemanden etwas auszuzahlen; die» jeniqe aber, welche bereits bezahlt Haden, sich an denjenigen schadlos zu hakten , an den sie den Beitrag abgeliefert Haden, weil mir. nie jn den Sinn gekommen ist, ein solches Unternehmen unter meinen akademischen Freunden zu veranstalten. Dr. Stoll. i 6) Ein Sä fisch er Okficier hat durch eine Piece von 2Bogen, ein sehr artiges" Geschenk an alle brave Soldaten heraus» gegeben, die gegen die Franzosen siret- teil 5 es kostet 6 kr. Ferner ist bei Ausgeber zu haben * Beschreibung der Blütscenen des loten Aug. und LtenSepkkMers in Paris, xofr. Histo» )44 ( Histsrkfche Beschreibung nebst genauer €ob. Hr. Hofrath Jacobi, in Kr Kenntnis der Jakobiner, 8- e io fr. Preuss. Diensten, durchpass. Zwei Brref« eines Franzosen über den unglücklichen Feldzug nach Frankreich, 8. 6kr. Sendschreiben Karl des Vten Herzogs von Lothringen aus dem Reich der Lobten an den Herrn Landgrafen von Hessenkassel über die Neufränkische Re» publik in Mainz, 8. 20 fr. Epistel an die Hessen, i&r# Heldenthaten betreff. 4 kr. Eod. Hr. Obristlr'eukenant v. Dornt, hausen, in Kurköllmschen Diensten, duxchpass. Eod. Hr. Graf Ponte-Leon, Obrist in Hess. Darnrstädtischen Dienst, durch» pass. Eod. Hr. Lieuten. v. Selchow, vom Hess. Cassel. Leibregiment, durchpass. Amy.März Hr. Lieuten. v.Rüben, äusser Diensten, log. im Riefen. Gottesdienst am 17. tTTar$. In der St. Pancratiuskirche. Mor- genS Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr Magister Reiber. In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Kandidat Wolf. Morgen den 17. März hat das Frisch» backen der Beckermeister Wahlenfels in Wallpförter Straße. Eod. Hr. Rath H.imerich von Cas» sel, und Hr. Ooerkommissair Millens aus Berlin, log. in der Post. Eod. Hr. Lieuten. Kehr in Kurpfäl» zischen Diensten, durchpass. Am n. März. Hr. Graf v. Eber-» stein nebst Suite, log. in der Post. Eod. Hr. Graf v. Crönsfeld, Ka» pr'tain, und Hr. Kapit. Hiller, beide in Hess. Cassel. Diensten, durchpass. Am 12. Marz. Hr. Hofsecretair Müller von Darmstadt, log. im Rappen. Eod. Frau Major v Franck, und Frau Major u. German, von Hess. Cassel, log. im Einhorn. Ein- und Auspassl'rte. Am7.Marz. Hr.Lieuten. v.Lindau, vom Hess. Cassel. Leibregiment, durchpass. Eod. Hr Lieuten. v. Storchnagel, in K. Preuss. Diensten, dnrchpass. Am 8- März. Hr. Major Grilfuß, log. im Rappen. Eod. Hr. Amtskeller Geyer von Assenheim, log. im Einhorn. Eod. Mylord Tempelto von Frankfurt und Gräfin von der Marck, log, in der Post. Eod. Hr. Geheimrrrakh Usenet' von Solms, dnrchpass. Eod. Hr. Major v. Kleist, in K. Preuss. Diensten, durchpass Eod. Hr. Major v. Lesten, in Hess. Cassel. Diensten, durchpass. Eod. Hr. General v. Hanstein, in Hess. Cassel. Diensten, durchpass. Am iz. März. Hr. Obristlieuten. v. Winzing-erod, in- K. Preuss. Diensten. Hr. Pfarrer Busch von Brandoderndorf, log. im Einhorn. Eod. Hr. Lieuten. Kocziczowsky, in K. Preuss Diensten, log. bei Hrn. Raths, schöff Äetzberger. Eod. Baron v. Haag, ohne Btdre- nung, dmchpaff.