Giesser Jntelligenzvlatt 4- Weilb. Wezlar Fulda DiNeb Gielen lDarmst- Pf- Pf. pf- Pf- Pf- kr. ipf. | kr 9 2 16 21 Eyer ä 4 fr. tn Frankfurt. Wahrung den fl. a Hafer wiegt Gerste wiegk Korn wiegr Waizen Gemäs. Städte. 168 Mittel ss 7 6 5 3o 30 6 7 7 2 I 8 8 7 st. 6 5 Quint 3 i/4 2 1/2 I 1/4 31/2 6140 6 20 157 190 1 1 7 7 1 11 30 io|3o st- 8 6 I 8 6 9 9 8 9 9 8 yl 90 16 kr 7 6 1b. 140 170 160 120 kr. 8 7 16 16 20 16 5 5 6 fr. 8 6 5 6 8 6 90 9° 16 16 18 18 5 5 • 7 180 135 200 190 kr 8 6 5 8 8 koth 10 6 3 8 st- 10 7 1 9 7 pf. 2 2 fr. 40 30 12 30 ir.Octobr. 1793 fr. 16 das Malter das Malter das Maas das Achtel das Mott das Achtel > das Achtel Darmstadt Friedberg Fulda Giessen Marburg W-ilburg Wezlar fr. 15 20 28 3o 1— I ft Ochsmsteisch 1 — Kühfleisch 1 — Rindfleisch 1 — Kalbfleisch — — Schweinefleisch — — Hammelfleisch — — Hammelsfett — 6 St. 7 St. 6 St. — Rindsfett — — Schweinefett — — Seifen — — Lichter — — . frische Butter — — geschalte Hirse —* — grob geschalte Gerste — klein geschälte Gerste Nr. XXXXL tr. 9 7 — 24 - 52 61- 5 — 8 — 7 — 5 St. 5 St 6 St. Schwarz Brod Weck — — Butter Bretzeln gemischt Brod oder Taigscher i wieqk ft. 175 200 200 150 210 206 "7r7 1 1 1 1 ■5| - 90 — 90 — 16 — 16 — 18 — 20 4 — 3 — 6 — und Auswärtige Viktualien- und Markt-Preise. ------ * - - Marb. st. fr. tt. 4 56 98 5 — 125 l — 34 _ 5 — 140 3 84 6 — —y 5 10 130 — ) 162 ( —* tHittel / Kälber ohne tHildb -rrfzu- ziehen. (AuS dem Englischen überfezt.) Meine Herrn! Unter den ausgefezten Preisen fand ich die Anerbietung einer goldenen Denk« münze für die beste Nachricht von der Art junge Kalber ohne Milch aufzuziehen. Ich habe seit 4 bis 5 Jahren viel Ver, suche in dieser Absicht angestellt, und lasse mich daher verleiten einen Mitbe« Werber abzugeden. Meine Methode ist folgende: Wenn die Kälber zwey oder brey Tage alt sind, nehme ich sie vondenKü, hen und stelle sie in einen besondern Stall; und gebe ihnen alsdenn eine Art von Brey, der aus einem Drittheil Gerste und zwey Drittheilen Haber, welche sehr fein mit einander gemahlen werden, be« reitet wird. Das Haber- und Gersten« mehl wird durch ein feines Sieb in die gehörige ( weiter unten bestimmte) Menge Wassergeschüttet; man läßtes eine halbe Stnnde kochen, und zu dem Grade ver« kühlen, daß es milchwarm bleibt. Jedem Kalbe gebe ich des Morgens ungefähr ein Quart, und eben so viel des Abends; wenn aber das Kalo alter wird, nehme ich etwas mehr. Es bedarf fast gar keiner Mühe, die Kälber an dieses Getränk ju gewöhnen. Sind nun die Kälber bey dieser Nahrung 8 oder rc>Tage als geworden, dann binde ich ein kleines Bund Heu zu« sammen, und hange es mitten im Statte auf, an diesem fangen sie nach und nach an zu fressen. Auch schütte ich etwas von dem oben erwähnten Mehl in einen klei» nen Trog, damit sie bey Gelegenheit dar. an fressen, welches ich von großem Nu« tzen gefunden habe. Auf diese Weise halte rch sie, bis daß sie alt genug sind, auf die Weide zu gehen, wozu siewenig« stens aMonare alt seyn müssen; es ist daher allezeit bester, wenn sie zeitig im Frühjahr gekalbt sind. Ungefährem Quart von vorgedach« tem Mehl mit 12 Quart Wasser einge« rührt ist hinreichend für iLKälber zum Morgenfutter, und eben soviel deS Abends. Man nimmt etwas mehr, wenn sie alter werden. Auf diese Art habe ich 50 bis 60 Stück innerhalb den 4 bis 5 Jahren auf, gezogen; 40 habe ich noch , die übrigen sind verkauft worden. Nach dieser auf Erfahrung gegrün, beten Methode können also Kalber n-it sehr geringen Kosten aufgezogen werden. W. Budd. Dem Verfasser dieser Nachricht wurde die Prelsmünze ertheilt. Tapferkeit englischer Seeleute. 3m Jahr 1638. traf der Capitain Pa« scha der Ottomannischen Pforte, zwei englische Schiffe, den Hektor, und William und Ralph an, die in dem Golfo von Molo Korn cinnahmen. Der Capitain Pascha hatte die ganze türkische Fickte unter seinem Befehl, wollte Cairo und ei, nige andere Hafen besuchen, um'die da. selbst für Cvnstankinopel beladenen Schiffe nach dem Oit ihrer Bestimmung zu begleiten. Die Ausfuhr deö KornS war verboten, und Confiszirung des Schiffs nebst der Ladung und dem Ver, lust der Frryheit des ganzen Sch'ffevolks stand als Strafe darauf. Der Pascha von der Hofnung einer so schönen Beute gereizt, gab Befehl die Schiffe wegzu« nehmen, indem er fest überzeugt war, daß sie sich bey der ersten Aufforderung sogleich ergeben Würden. Er irrie aber .sehr; ) ISZ ( gehalten. Da sie zulezt sahen, daß sie besiegt wären, so stckten sie ihre Schiffe m Brand, und richteten dadurch noch drey Galeeren zu Grunde, die ihnen zur Sette lagen, nnd deren Besatzung mit den Eng- ländern Mann gegen Mann socht. Aon diesen unbesiegbaren Männern wurden nur drey dis viere zu Gefangenen ge- macht, die man aus dem Meere wieder auffischte, als die Schiff-zertrümmerten. sehr; er hatte diesmal mit Leuten zu tbun, die ihre Lage kannten; denen alle Furcht fremd war, und die im Gegentheil den festen Entschluß gefaßt hatten, .Gut, Freiheit und Leben so theuer als möglich zu verkaufen. Demungeachtet hatten sie in diesem un» gleichen Gefecht über drey Stunden aus« Die englischen Schiffe kappten gleich ihre Ankertaue und legten nach der See aus, wo sie von der ganzen türkischen Seemacht angegriffen wurden, und von Qgit zu Zeit eine auch zwei türkische Ga. leeren an Bord hatten, von denen sie ge. entert wurden; weil sie aber ihr Geschuz mit Trauben ladeten, und sich mit ihren Piken vortreflich vertheidigten, so waren sie oft so glücklich, ihre Verdecke ganz von Feinden zu reinigen, und dieselben mit großem Verlust zurückzuschlagen. Der Capitam Pascha, beschämt und aufge, bracht, daß seine ganze Flotte eine solche Wlversezung von solchen Fahrzeugen