L. April Samstag, den M 18 Frucht - <>tib Victualienpreise zu Gießen vom 1. bis 8. April LZrodpreise. kr. | Pf. Fleisc^preisc kr. I xf. 2 e ftjQ K dFrucIjtpr etoc. io 9 12 8 15 16 20 16 18 13 4 S 7 10 8 7 8 5 20 18 6 21 22 4 4 3 4 8 SS K 6 12 2 1 1 1 \ 37 i RS£~e«;S« 1 1 Maas Doppelbier..... Marktpreise. 1 Maas MUch ...... 1 Pfd. Butter auch . . . . 1 P^d. gutes Ochsenfleisch . i'=s1 „ Kudfleisch .... ZZZL i Rindfleisch .... i „ Bon schweren Rindern 1 „ Kalbfleisch..... 1 „ deSgl. auSgemästeteS . . 1 „ Schweinefleisch.... 1 „ Hammelfleisch gemästet 1 „ Wurst rvn pur Schweinen 1 „ gemischte Wurst . . . 1 „ Bratwurst . ... 1 „ Schwartemagen . . . 1 „ geräucherter Speck . . 1 Schinken oder Dörrfleisch 1 „ Rindsfett 1 „ Hammelsfett .... Schweineschmalz, ausgelassenes ... 1 „ deSgl. unauSgelasseneS . 8 Handkäse . . . . . 5 Eier . 1 Pfd. Waizcnmebl . . . 1 , grob geschälte Gerste 1 , klein geschälte Gerste — P,d.29Ltb. - Qk. Rvggenbrod . . . 2 „ 28 „ — „ ..... 5 „ 14 „ — „ 24 Lth. — Qt. Kümmel- oder gemischter Brod 6 „ 2 „ Wafferwcck...... 5 „ 2 „ Milchbrod 6 „ 3 „ Taigscher Wierprtist. 1 Maas ordinaireS Bier auch Städte Gemas Warzen Korn Gerste Hafer Erbsen Linsen Pf. fl. । kr. Pf. fl. kr. Pf. fl- ! kr. Pf. । fl. kr. Pf. fl. kr. Pf. fl. - Darmstadt . . . daS Malter 200 — — ---------------- 1 — 4 48 ~j 3 - - — — Gießen .... da« Mglter - 7 ; - 200 5 ( 20 165 4 - — 2 45 — — — —— —— — auch — 5 25 — 4 20 —’ 2 50 — — — — - —. I Marburg am 2. April, das Mött - 5 ; 30 — 4 । 20 — 3 20 -11 50 — — — - - - ^Wetzlar am 1. April__ der Scheffel 90 3 ' 9 80! 2 !19| 75 1 56 55 1 23£ “TT“~----- —- — — Bekanntmachung. Nachstehender Auszug aus dem von Großherzogl. Ministerium des Innern und der Justiz erlassenen "Die Gebühren der Bürgermeister für administrative Verrichtungen innerhalb der Ortsgemarkungbetreffenden Regulativ, d. d. Darmstadt den 24ten Februar 1837", wird hiermit zur Kenntniß des Publikums gebracht. Gießen am 5ten April 1837. Der Gr. Hess. Kreisrath. I. d. V. Zulehner. "Der Art. 15. des Gesetzes, die Gemeindeordnung betr., vom 30. Juni 1821 enthält die allgemeine Vorschrift, daß die Bürgermeister für Geschäfte ihrer Bürgermeisterei innerhalb der Ortsgemarkung keine Gebühren zu beziehen haben. ' Hierdurch ist jede Art von Gebühren, bezug für Geschäfte, welche die Bürgermeister im öffentlichen Interesse — im Interesse des Staats, also namentlich auch der Polizeiverwaltung, der Finanzverwaltung, in Militärangele-- 80 genheiten, sowie im Interesse der Kirche, der Gemeinden und öffentlichen Stiftungen — zu verrichten haben, nicht aber die Erhebung von Gebühren für solche Verwaltungsgeschäfte ausgeschlossen, welche die Bürgermeister zwar als solche, aber lediglich oder doch zunächst im Interesse von Privaten zu besorgen haben, und da es als angemessen erscheint, für Geschäfte der letzteren Art, wie dies auch durch einzelne Verordnungen bereits geschehen, die Erhebung be- stimmter Gebühren zu gestatten, so findet man sich veranlaßt, zur Beseitigung der in dieser Hinsicht bisher bestandenen Verschiedenheiten., Folgendes zu verfügen: §. 1. Den Bürgermeistern (und Beigeordneten, wenn sie als Stellvertreter der Bürgermeister handeln) ist gestattet, für folgende Amtsverrichtungen von denjenigen Privatpersonen, in deren Interesse die Geschäfte besorgt werden, die beigesetzten Gebühren zu beziehen: 1) Ab sch riften und Auszüge aus Acten, Registern :c. im Allgemeinen, einschließlich deren Beglaubigung, insofern diese Abschriften rc. von Einzelnen verlangt und geg den werden dürfen, per Bogen . . . . Acht Kreuzer. 1 Betragen die Abschriften rc. nur einen halben Bogen oder weniger, die Hälfte.) 2) Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterb-Registern der Juden. Zwanzig Kreuzer. (Diese Vorschrift gilt nur für die Provinzen Starkenburg und Oberhessen und wird zugleich bemerkt, daß für den Eintrag in jene Register für die Zukunft keine Gebühren mehr zu entrichten sind.) 3) Berichte: *) über Heirathszesuche, s. g. Heirachsberichte Sechs Kreuzer. b) über Paßgesuche, f. g. Paßberichte Sechs Kreuzer. c) über Gesuche um AuSspielen von Mobilien . . . . . . SechsKreuzer. 4) Beglaubigung von Unterschriften, Abschriften, Auszügen, Zeugnissen und andern Urkunden, insofern für die Abschriften rc. selbst nicht schon eine Gebühr bezogen wird. Sechs Kreuzer. (Die Beglaubigung der Zeugnisse der Dienstboten, Taglöhner, Handwerksgesellen, Lehrlinge und Fabrikarbeiter ist Officialsache und muß unentgeltlich geschehen.) 5) Declaration zum Behuf des Ab- und Zuschreibens in dem Brandcataster Sechs Kreuzer. (Eine Verschiedenheit in.dem Gebührenbezug, wie solche in Gemäßhest der Verordnung vom 16. Juni 1829 (Nr. 29. des Regierungsblatts, mit Rücksicht auf die Zeit der Vornahme der Declaration, bisher statt fand, fällt für die Zukunft weg.) G) Declarationszettel über den Besitzwechsel von Immobilien, Zwei Kreuz er. (Verordnung vom 5. August 1822.) f) Mobilienversicherung, Leitung und Ueberwachung derselben einschließlich der Taxen für Protocolle und Berichte : I. wenn eine Abschätzung der Mobilien statt findet: a) in den Städten Darmstadt, Offenbach, Gießen, Friedberg, Alsfeld, Mainz, Worms und Bingen eine Taggebühr von . . . . . . . . Zwei Gulden. b) in den übrigen Stäv en und Orten eine Taggebühr von . . Einem Gulven. (Für halbtägige Beschäftigung darf nur die Hälfte bezogen werden.) II. wenn keine Abschätzung statt findet .. Dreißig Kreuzer. 8) Scheine, Bescheinigungen, Zeugnisse - Zehn Kreuzer. Hierher gehören: Vcrmögensscheine, Ursprungsscheine, Aufführungsscheine (mit Ausnahme derjenigen, welche für die in der Anmerkung zu Nr. 5. bezeichneten Personen ausgestellt werden), Heimachscheine, Zeugnisse für solche Personen, welche einen Jagdwaffenpaß haben wollen. Dagegen sind als reine Osficialsachen zu betrachten und nicht zahlbar: Aufs enlhaltserlaubnißscheine, Nachtzettel, Viehgesundheitsscheine, und dergleichen mehr. §. 2. Für die im vorigen §. bemerkten Geschäfte können, wenn auch alle Bedingungen zum Gebührenbezug vorhanden seyn sollten, doch alsdann keine Gebühren erhoben werden, wen» die betheiligten Privaten in die Klasse ter Armen gehören oder wenn die Wiederholung einer Geschäftsverrichtung nur darum erfolgen muß, weil die frühere fehlerhaft oder unbrar chbar war. §. 3. In allen Fällen, in welchen eine Gebühr bezogen, oder angesprochen wird , muß der Betrag der geforderten Taxe am unteren Rande der Ausfertigung, unter Beifügung des Na« menszeichens und, wenn Zahlung geleistet ist, dieses kurz angemerkt werden. §. 4. Außer den im §. 1. bemerkten Fällen haben die Bürgermeister für amtliche adminft strative Dienstverrichtungen, wenn dabei auch ein Interesse von Privatpersonen concurrirt, keinerlei Gebühren zu beziehen, noch durch ihre Bürgermeistereischreiber beziehen zu. lassen. §. 5. Sollte sich ein Bürgermeister Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften dieses Regulativs zu Schulden kommen lassen, so hat er sich empfindlicher Disciplinarstrafen, nach Be- . funß der Umstände Stellung vor Gericht zu gewärtigen. §. 6. In Bezug aus die Gebühren, welche die Bürgermeister in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen als Hülfsbeamten der Gerichte für Geschäfte im Interesse von Privaten zu beziehen haben, wird durch gegenwärtiges Regulativ nichts geändert. §. 7. Dieses Regulativ ist in dem Bürgermeistereibüreau aufzulegen und Jedermann dessen. Einsicht auf Verlangen unverzüglich zu gestatten." Edictaüadmigen. 333) Aufforderung. Heinrich Dern und dessen Ebesrau zu Großenlindcn haben nachfolgende Hypotheken con- stituirt: 1) Dem Gr. Hofgerichts - Advokat Müller den 13. Fcbr. 1808 wegen 200 fl. Capital; 2) dem Gr. Bürgermeister Leun zu Großenliuden den 16. April 1810 wegen 200 fl.; 3) dem Gr. Forstrath Klingelhöfer in Gießen den 25. Zum 1812 wegen 200 fl.; 4) dem Postknecht I. Rau in Gießen den 8. Mai 1813 wegen 200 fl. Diese Capitalien sollen abgetragen, aber die Verbriefungen darüber verloren sein; man fordert daher diejenigen, welche die Obligationen besitzen und Ansprüche daraus sormiren, hierdurch aus, solche binnen 4 Wochen anzugcbcn und zu begründen, widrigenfalls die Einträge mortificirt werden. Gießen am 23. Februar 1837. Gr. Hess. Stadtgericht. Müller. 13») Prodigalitätserklärung und Gläu- bigeraufsorderung. Der Großh. Hofgerichts-Advokat Hofmann I. dahier ist durch Decret Großh. Hofgerichts der Provinz Obcrhesseir vom 15. d. M. für einen Verschwender erklärt und ihm in der Person des Gr. Hofgerichts-Advokaten Wieffell daselbst ein Cnrator bestellt worden. Man bringt dicß mit dem Ansügen zur öffentlichen Kenntniß, daß von nun au alle Verbindlichkeiten, welche derselbe etwa ohne die Zustimmung seines genannten Cnrators in Bezug auf sein Vermögen eontrahircn sollte, als rechtlich wirkungslos vor Gericht keine Beachtung finden können. Zugleich fordert man alle diejenigen, welche Forderungen oder sonstige Ansprüche an denselben zu haben glauben, hiermit aus, diese in dem auf Freitag, den 28. April l. Z., Vormittags 9 Uhr, anberaumten Termin auf Großh. Hofgerichtskanzlei dahier bei dem Unterzeichneten so gewiß zur Anzeige zu bringen, resp. zu liquidiren, als sonst bei der Vermögensregulirung des Gr. Hosg.-Advok. Hofmann I. keine Rücksicht aus dieselben genommen werden wird. Gießen den 25. März 1837. In Auftrag Gr. Hofgerichts daselbst. Reitz, Gr. Hofg.«Sekretair. 348) Philipp Eisenhardt zu Niederkleen hat für den Fall, daß ein zu versuchender Nachlaßvertrag mit seinen Gläubigern nicht zu Stan- 82 He komme, sein Vermögen zu deren Befriedigung abgetreten. Es werden daher alle, welche dahier noch unbekannte Ansprüche an dieses Vermögen zu machen haben, hierdurch aufgefordert, solche in dem auf Freitag den 5ten Mai d. I., Vormittags, anberaumten Termin so gewiß dahier anzumelden, als sie gegenfalls, und namentlich auch im Falle des- bei nicht zu Stande kommendem Nachlaßvertrag erkannt werdenden Concurses, obne fernere Bekanntmachung des desfallsigeu Dekrets, als von der Masse ausgeschlossen, erklärt werden. Atzbach den 22ten März 1837. K'önigl. Preuß. Zustizamt. D i e st e r w e g. 341) Auf eine von dem Bürger und Geschirrhalter Tobias Bornemaun zu Gemünden, gegen seine Ehefrau Catharine Elisabctb, geb. Bornemann, von da gebürtig, auf den Grund der böslichen Ver- lassung, bei dem unterzeichneten Gerichte erhobene Ehescheidungsklage und den von dem Untergcrichte desfalls eingeforderten Bericht, wird die genannte Ehefrau des Tobias Bornemaun, Catharine Elisabeth, geb. Bornemann, zu Gemünden, hierdurch vorgeladen, binnen einer Frist von drei Monaten sich so gewiß auf erwähnte Klage durch einen hiesigen bevollmächtigten Obergerichtsanwalt vernehmen zu lassen, als sonst in ihrem Ungehorsam sie der böslichen Verlaffung geständig erachtet, mit ihrer Vernehmlassung ausgeschlossen und weiter w. R. erkannt werden wird. Marburg am 14. März 1837. Kurfürstliches Obergericht der Provinz Oberhessen, Civil-Scnat. Arnold. Versteigerungen. 309) Montag, den 24. April d. I., Vormittags 10 Uhr, wird aus dem Gemeindehaus zu Frankenbach, ein in der Mitte von Frankenbach an der Chaussee stehender neuer sehr geräumiger Bau, mit ungefähr 12 Ruthen Grundfläche, welcher zur Anlegung einer Wirthschaft, oder eines anderen Geschäfts ganz vorzüglich geeignet ist, öffentlich meistbietend, unter den im Termin zu eröffnenden, auch früher schon bei Großh. Bürgermeister Kraft einzusehenden Bedingungen, versteigert werden. Gießen den 2. Mär; 1837. Großh. Hess Stadtgericht. Müller. 337) Da das der Ludwig Conrad Hoffen Wittwe dahier zustehende Wohnhaus in der Caplans- gasse neben Johann Anton Müller's Wittwe, giebt 4l/t kr. der Stadt, auf der unter dem 30. Januar d. I. abgchaltenen Versteigerung nicht auf den Tarationswerth gebracht worden ist, so soll dasselbe anderweit Montag, den 8. Mai l. J>, Nachmittags 2 Uhr, aus dahiesigem Nathhause unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen meistbietend versteigert werden. Gießen den 10. März 1837. Gr. Hess. Stadtgericht. Müller. 335) Auf Antrag der Interessenten sollen Montag d. 10. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dahiesigem Rathhaus nochmals die zum Nachlaß der Lederhändler Michael Jungi- fchen Eheleute dahier gehörigen Immobilien, als: 1) % Klftr. od. 2 /. Ruth. Haus nebst Grund neben Spenglermeister Habenicht; 2) 1073 Klftr. od. 29 Ruth. 10 Schuhe Garten im Gartfeld neben Melch. Becker; und Dienstag den 11. April d. I. und die darauf folgenden Tage, Nachmittags 2 Uhr, in der Wohnung des verstorbenen Lederhändlers Jung, die zu dem obigen Nachlaß gehörigen Mobilien, bestehend: in Meubles, Bettung und Weißzeug, Kleidungsstücken, Küchengerathschaften und sonstigen Gegenständen, öffentlich an den Meistbietenden, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert werden. Gießen d. 22. März 1837. Großh. Hess. Stadtgericht das. Müller. Limpert. 331) Montag, den 24 April, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die zu dem Nachlaß des Hermann Wilhelm Löber gehörigen Immobilien, als: 1) Wohnhaus mit Stall und'Grund, cm-Ludwig Pfeil in der Müblgasse-,--giebt-3..kr..-l^' pf. Zins dem Kirchenkasten; 2) 142,0 Klftr. oder 41 Ruth. 15 Sch. Garten am Wetzlarerweg, an D. B. Plank, giebt 3*4 kr. Zins dem Fiscus; öffentlich an den Meistbietenden unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Gießen den 9. Marz.1837. Gr. Hess. Stadtgericht das. Müller. 83 400) Fruchtversteigerung bei dem Rentamt Gladenbach. Mittwoch den 19ten d. M-, Vormittags 10 Uhr, werden im Gasthause zum Blankenstein dahier: 25 Malter Korn, circa 55 n Gerste und 200 „ Hafer öffentlich an die Meistbietenden versteigert und bei annehmbaren Geboten der Zuschlag sogleich ertheilt. Gladenbach den 3ten April 1837. Gr. Hess. Rentamt. v. Gehren. 17ten dieses Monats, den fr. seitherigen Pfarrhauses fr. Sonnemann. fl- b) die Einrichtung des daselbst zu einer Schult 396) Montag Vormittags 10 Uhr, sollen in der Wohnung des Gr. Bürgermeisters Seip zu Rädchen nachstehende Bauarbeitcu an die Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden, wozu die Risse, Voranschläge und Accordbed'ingungen bei genannter Bürgermeisterei den Steigliebhabern zur Einsicht offen liegen: a) die vollständige Herstellung der neu acguirir- tcn Pfarrhofraithe zu Rödchcsi Maurerarbeit vervoranschlagt zu 1150 — Stcinhauerarbeit ff ff 165 12 Zimmerarbeit ff ff 700 40 Dachdeckerarbeit ft 421 15 Schreinerarbeit ff 866 43 Schlosscrarbeit ff ff 484 43 Glaserarbeit ff ff 248 32 Weißbinderarbeit ff ff 217 30 Fuhrlohu ff ff 426 10 Maurerarbeit vervoranschlagt zu 194 44 Zimmerarbeit ff ff 73 6 Dachdcckerarbcit ff ff 17 6 Schreinerarbeit ff ff 295 28 Schlosscrarbeit ff ff 154 13 Glaserarbeit ff ff 114 54 Weißbinderarbeit ff ff 123 22 Fuhrlohn ff ff 33 31 Greß en den 3ten April 1837. 397) Montag den lOten April soll in der Caserne des dahiesigen Militair-Commandos die Lieserung des Bcttstrobcs an den Wenigstnehmendcn — so wie das alte Bcttstroh im Vcrlausswege an den Meistbietenden versteigert werden. L. Venator. 376) Montag den lOten April l. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen die Arbeiten an dem neu erbaut werdenden Leichenwagenhause, unter den alsdann bcfannt gemacht werdenden Bedingungen, im Saale des Bierbrauers und Wirths Loos dahier. öffentlich an den Wcnigstfordernden versteigert werden. Risse und --Voranschläge liegen bei dem Herrn Universitäts-Zeichnenlehrer Dickore zur Einsicht offen. Giessen den Iten April 1837. [Ser Rechner der Leichenfaffe. Schaffstädt. 3-8) Montags den lOten April, Morgens 9 Uhr und Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Hause des Schuhmachermeisters Ludwig Selzer die zum Nachlaß des verstorbenen Schuhmachermeisters Rud. Selzer und dessen Ehefrau gehörigen Mobilien, bestehend in: Weisszeug, Vettwerf, Möbel,, Kupfer, Zinn, Kleidungsstücken und sonstigen Haus- geräthschaften gegen gleich baare Bezahlung öffentlich au den Meistbietenden versteigert. Rud. Selzer seel. Erben. 384) Montag den !7ten April d. I., Nachmittags um 1 Uhr, sollen in der Behausung des Hrn. Kaufmanns Wilhelm Stein in der "Neustadt: Gold, Silber, Bettung, Weißzeug, ein modernes, ganz neues, gut gepolstertes Sopha nebst 6 gut gehaltenen Nohrstühlen von Nnßbaum-Holz, Schränfe, Tische und Bettladen, verschiedene'meistens neue Herrnfleider, wobei eine noch ganz neue schwarze Kleidung, neue Oberröcke, Mäntel und verschiedene andere Gegenstände sich befinden, öffentlich an den Meistbietenden gegen baare Zahlung versteigert werden. Gießen am 7tcn April 1837. 385) Montag den 5ten Juni dieses Jahrs, Nachmittags 2 Uhr und die folgenden Tage sollen die zum Nachlaß des verst. Privatdocenten Dr. juris W. Hameaur gehörigen Bücher in dem Hanse des Hrn. Kaufmann Stein unweit der Stadtpforte öffentlich gegen gleich baare Zahlung an den Meistbietenden versteigert werden. Verzeichnisse dieser sehr werthvollen und reichhaltigen Büchersammlung sind bei Ehr. Ph. Vogel, wohnhaft bei Nagelschmicd Herrn Lenz, zu erhalteir. Gießen den 6ten April 1837. 3) Schlosserarbeit 4) Maurerarbeit 5) Weißbinderarbeit 6) Zimmerarbeit 24 30 37 10 rr tf ff st. 111 16 4 1 6 2 fr. 31 1) Schreinerarbeit vervoranschlagt zu 2) Glaserarbeit ,, „ 391) Montags den lOten April, Vormittag 9 Uhr, sollen auf hiesigem Natbhans die zum chemischen Laboratorium der Realschule erforderlichen Geräthe, bestehend in: 142 13 an den Wenigstnehmenden, unter den bei der Ver« 84 stcigerung bekannt gemacht werdenden Bedingunge it öffentlich versteigert werden. Gießen den 7ten April 1837. Der Bürgermeister. M. Schneider. Besondere Bekanntmachungen. 390) Diejenigen hiesigen Einwohner, welche Lehmplätze zu haben wünschen, werden eingcladen, biö den 13tcit April ihre Anzeige auf dem Bürgermeister -Burean abzugeben. Gießen den Sten April 1837. Der Bürgermeister M. Schneider. 389) Da der am 26te« dieses Monats zn Wetzlar abzuhaltende Jahrmarkt auf einen jüdischen Feiertag fällt, so kann solcher erst am 24tcn Mai d. I. abgehalten werden, welches hierdurch zur allgemeiueu Kcnntniß gebracht wird. Wetzlar den 4ten April 1837. Der Bürgermeister. Waldschmidt. Feilgebokene Sachen. 3-57) Mit einer großen Auswahl von Züud- maschinen, für deren Qnalitätich garautire, empfiehlt sich bestens Carl Freeh. 356) Casseler und Frankfurter Tapeten sind in reicher Auswahl zu haben bei Carl Frech. 324) Gut gedörrtes und rein gefegtes Malz von unberegnetcr, in Rüsselsheimer und Hatters- heimer Gemarkung gewachsener dünn schäliger Gerste wird in einzelnen Maltern sowohl, als auch in Parthien bei dem Unterzeichneten ver- känssich abgegeben. C. Silbereisen. Die oben beschriebene Gerste, so zur Saat ganz besonders geeignetist, wird in obigen Quantitäten ebenfalls abgegeben. C. Silbereisen. 399) Ein sehr gutes und schönes Fortepiano von Mahagoniholz ist wegen Mangel an Raum zu verkaufen, bei wem? sagt Ausgeber. 375) _ Bon der Frankfurter Messe zurückge- kehrt, empfehle ich nachverzeichnete Waaren zu den allcrbilligsten Preisen, als: alle Sorten Tuch von der geringsten bis zu der feinsten Qualität, Hosenzeuge in aller Gattung, moderne Kravatteu von 28 kr. bis 3 fl., Vatermörder zu 5 fr., Chemiset- ieit zu 24 kr., Tibet in allen Karben, geblümten. glatten, karrirtcn Jaconet und Batistmnsselitt, alle Farben % br. Kattun zu 8 kr., % br. Kattun zu 18 kr. pr. Elle, Baumwollene - gedruckte - und Bettzeuge, sowie Flanell, Mültons und Piqueröcke, alle Sorten wollene und seidene Sckawls, Hals - und Sacktücher, feinen Sammt und Westenzeuge, durchbrochene Strümpfe und Handschuhe in allen Sorten, Leinwand Kittel, und Futterzeuge, Herrn- u. Damen- Schlafröcke in allen Farben u. s. w. zur geneigten Abnahme. H. Heichelheim's Wittwe, auf dem Lindenplatz. 388) Brüsseler Strvbhüte zu 1 fl. 12 kr. u. 1 fl. 30 kr., Gürtel-Bänder zu 30 bis 40 kr., so wie eine Auswahl zurückgesetzte Florbäuder zu sebr billigeu Preisen empfiehlt M. Heß. 359) Ich habe für dieses Frühjahr mich bemüht, ganz vorzügliche Waaren anzuschaffeu, bestehend in weißen facionirtcn Kleiderzeugen, Mull, Jaconnets, Gardinen-Zeugen und Fraugen, Pariser Stickereien, als Kragen, Pelerin, Hauben, Einsatz, facionirten und glatten Blonden und Garn-Tüll, Blonden, Spitzen, Schleier, Echarpet, Schawls, Foulards, Regen - und Sonnenschirme, Handschuhe, Bronze - Waaren, als Schnallen, Broche, Ohrringe rc., sowie seidene und gewirkte Taschen; die Auswahl, verbunden mit äußerst billigen Preisen, werden nichts zn wünschen übrig lassen. Roch empfehle Brüsseler Strohhüte, Pariser Blumen, Flor- und Gürtel, Bänder so wie sonstige Modeartikel, und werde für Alles niedrige Preise zu machen im Stande seyn. M. Heß, neben dem Darmstädter Haus. 360) Eine Parthie Brüsseler Damen-, Mädchen- und Kinder-Stroh-Hüthe, so wie Kappen, bedeutend unter dem Fabrikpreis, empfiehlt ' M. Heß. Zu vermrecheu. 386) 1 Sopha mit Stahlfedern ist zu vcr- miethen, Ausgeber sagt bei wem. 380) Bei Christoph Schmidt auf der Mäus- burg sind 2 möblirte Stuben mit Sopha zu ver- miethen. 387) Ein Logis, bestehend aus 6 Stuben, 2 Kammern, Küche, Keller und Holzplatz ist zn vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Jeremias Kuntz, Nagelschmied auf dem neuen Weg. 393) fl. 300 aus der Vieh - Versicheruugs - Casse sind gegen gerichtliche Sicherung in hiesige Stadt auszuleihen. Vermischte Nachrickte»-. 358) WrprovLeS Nrarrterbl zur Verschönerung, Erhaltung und zum Wachsthum der Haare, verfertigt von (£ a r l MepeV in Freiberg, im Königreich Sachsen. Dieses Kräuteröl ist bereits seit mehreren Jahren seiner Vortrcfflichkcit wegen bekannt und geschätzt, und durch seinen guten Erfolg so empfohlen, daß rühmliche ärztliche Zeugnisse die wundervolle Kraft seiner Wirrung bestätigen helfen. Der bedeutende Absatz, welchen, eines Tbeils die fortwährenden ohnmächtigen Raisouuemeuts eines meiner Herren Coucurreuten, und andern Thcils die notbgedruugene Prciserniedriguug dieses Fabri- kat's, bis jetzt nicht vermindern konnten, spricht zu deutlich für die guten Eigeuschafteu meines Kräuteröls. Daß mau stei) durch die Anwendung desselben einen schönen Haarwuchs sichert, oder wenn Dünnheit und Blöße ches Scheitels cingctrcten ist, die Haare wieder hcrvorbriugen kann, möge unter mehreren eingegangcueu Schreiben, untenstehendes als sprechender Beweis dienen, welches wörtlich lautet: 'Frankfurt a. M. den 5. Deebr. 1836. Wohlgeborner, Hochgeehrtester Herr! Am 17. v. Mts. hatte ich mein 48. Jahr erreicht. Schon im 20. zeigten sich einzelne graue Haare auf meinem Borderkopfe, welche sich bald so vermehrten, daß ich bei einer sonst blühenden Gesundheit im 40. Jahre fast ganz Greis war. Noch war aber mein Haarwuchs so üppig, daß ich nicht befürchten durfte, bald eiuc Glatze zu bekommen. Dicß änderte sich bald, und seit mehreren Jahren verlor ich die Haare auf dem Scheitel so stark, daß der Augenblick nicht mehr fern war, wo ich auf dem Borderkopfe keine Haare mehr gehabt hätte. Nach fruchtlosen Versuchen durch die gewöhnlichen Mittel beschloß ich, Ihr Haaröl zu gebrauchen, und nach vierwöchentlicher Befolgung Ihrer Vorschrift war ich erstaunt, die fast kahlen Stellen meines Kopfes mit meist braunen Haaren bedeckt zu sehen. Ich bin nun beinahe überzeugt, daß meiu ganzes Haar seine Farbe nach und nach verändern würde, wenn ich es stellenweise bis auf die Haut abschneiden und mit Ihrem Haaröl einreiben ließe. Ta ich aber die Ausgabe scheue, so überlasse ich es Ihrem Ermessen, wie Sie mich in den Stand setzen wollen, cs zum Erstaunen meiner vic- en Bekannten bewirken zu können. 85 Schon habe ich Gelegenheit gehabt, die allgemeine Aufmerksamkeit auf'Ihr vortreffliches Haar öl zu lenken, und werde fortfahren, es auf alle mögliche Art zu empfehlen, zu welchem Zwecke ich Ihnen erlauben würde, von diesem Briefe jeden beliebigen Gebrauch zu machen. Mit ausgezeichneter Hochachtung habe ich die Ehre zu verharren Ew. Wohlgeboren ergebenster I. M. Minner, Lehrer am Gymnasium und öffentlicher geschwov- n r Ueberletzer her abendländischen Sprachen, Sticker des Vereins für gemeinnützige, inSdesva- fccie vergleichende Kunde der H.uiliprachen En- rova's, Mitg ied des frankfnrtischen Ge ehrten - Vereins für deutsche Sprache, der liländlichen Weraturgeiellschaft, der Pariser Societe gramma- ticale u. s. w. Um allen Verfälschungen nud Verwechselungen hinlänglich vorzubeugen, habe ich die Gläser mit der Schrift: „Kräuteröl von Carl Meyer in Freiberg" anfertigen lassen, ferner sind die Fläschchen mit den Buchstaben C. M, versiegelt nud mit engl. Etiguets in Congreve - Druck versehen, worauf gütigst zn achten bitte. Carl Meyer. Daß vorbefindliche Abschrift eines Briefes des Herrn I. M.. Minner d. d. Frankfurt a. M. d. 5- Dccember 1836 an Hrn. Carl Mayer, Verfertiger des Haaröles zu Freiberg, mit dem Originale wörtlich übereinstimmt, bescheinigt ans vorgängige genaue Vergleichung Königl. Kreisamt Freiberg d. 10. Deebr. 1836. Friedrich W ilhelm Buße, Kreisamls Lice^Actuar u. Kön. Sachs, immatr. Nolar. Ter Flacon von meinem Haaröl kostet 2 fl. 24 fr. und ist in meiner Niederlage zu Gießen einzig und allein bei Hrn. Carl Frech zu haben. Carl M e y e r. 363) Ein junger Mensch, welcher die Uhr- macherkunst zu erlernen wünscht, wobei mehr auf gutes Betragen, als auf bedeutendes Lehrgeld gesehen wird, kann in die Lehre treten bei Carl Senner. 333) Realschule. Um die Realschule auch denjenigen jungen Leuten nützlich zu machen, welche schon in das Gewerbsleben übergetreten sind, und einzelne, für sie wichtige Lehrzweigc der Realschule benutzen möchten, bringe ich folgende Bestimmungen zur Kenntuiß des Publikums, welche vorläufig, und auf unbestimmte Zeit gelten werden: Es können, so weit der Raum gestattet, Hospitanten ausgenommen werden, von dem löten Al- tcrsjahre an und darüber. 86 . - 1) für das geometrische und für das freie Handzeichnen, 2) für Physik und für höhere Mathematik, 3) für Chemie. Es können die Hospitanten einem der genannten, oder sonst gewünschten, Lehrgcgenstände einzeln, oder mehreren vereinigt, beiwohnen. Das Honorar für das. Zeichnen beträgt jährig 8 fl; für die andern Zweige 12 fl., und ist dasselbe halbjährig voraus zu bezahlen. Die disciplinarischen Bestimmungen in Betreff der Hospitanten werden beit,eiben bei ihrem Eintritte bekannt gemacht werden. Der Realschuldirector. Dr. Braubach. 395) Man bringt hiermit zurKenutniß, daß im hiesigen Bürgerhospital allerlei Geflechte, namentlich Rohr- und Weidensitze auf vorherige Bestellung neu gefertigt, sowie, daß dergleichen und Körbe tc. stets reparirt werden können. Gießen am 5ten April 1837. Die Verwaltung des hiesigen Bürgerhospitals. Pfeil. 398) Ein junges Frauenzimmer, welches in allen häuslichen Arbeiten erfahren ist, wünscht als Hausjungfer plazirt zu werden. Das Nähere bei Ausgeber dieses. 382) Der unterzeichnete Portraitmaler (in Oehl) aus der Düsseldorfer Knust- Schule, welcher sich bei seiner Durchreise einige Zeit hier aushalten wird, giebt sich die Ehre, einem resp. Publicum hiesiger Stadt seine ergebenste Dienste anzubieten. Er loqirt im Gasthof zum Einhorn. Z. Keck.. 383) Durchaus verbesserte. und in ihrer nunmehrigen Anwendung erprobte Waar-T?inktur> ein sicheres und in seiner Anwendung ganz einfaches unschädliches Mittel, weißen, grauen und gelblichteu Haaren in kurzer Zeit eine schöne dunkle Farbe zu geben, untersucht und genehmigt an der Medicinal-^ Behörde zu Berlin, München und Dresden. Proben von der vorzüglichen Wirkung dieser Tinktur liegen zur Ansicht bereit. , Die einzige Niederlage für Gießen ist der Hrn. Carl Frech, bei welchem der Flacon ä 2 fl. 24 fr. zu haben ist. August Leonhardt, zu Freiberg in Sachsen.. 381) Unterzeichneter empfiehlt sich mit einer neu erhaltenen Auswahl von Tapeten und Bordüren der neuesten Desseins, welche sehr bil, lig abgegeben werden; auch ist Alles, was sich in meiner Musterkarte befindet, vorräthig und gleich zu haben. Sodann habe ich mehrere neue Sopha's und Stuhle zum Verkauf vorräthig, sowie auch solche auf Bestellung duld zu haben sind. Christian Reiber, Tapezir. 379) Ich bin gesonnen, im Nähen und Sticken Unterricht zu ercheilen, welches ich hierdurch einem verehrten Publikum bekannt mache; auch nehme ich alle Arbeiten in meinem Logis an und bitte um geneigten Zuspruch. Maria Sack, wohnhaft bei Schneider Weil. 377) Um noch zweckmäßiger, als zeither für den Unterricht wie für dse Erziehung ber mir anvenrauteu Schuler Sorge tragen zu können, beabsichtige ich, bieselben vom bevorstehenden Sommer an Morgens von 7 — 12 un.d Mittags von 2 — 5 Uhr unter niet» ncr Aufsicht zu behalten, um sie geistig sowohl als körperlich zeitgemäß auöbilden zu können. — Zch erlaube mir nun, die verehrten. Eltern ober bereu Stellvertreter, welche mit diesem von mir angedeuteten Plane nbt.'rcinstimmen und mir ihre Kinder in dieser «rreise den ganzen Tag anvertrauen wollen, „suchen, mich baldigst davon in Kenntiuß zu setzen. — Das Honorar ist für die fiel» jtern Schüler vierteljährlich auf 10 fl. 30 fv. für die größer« auf 12 fl. festgesetzt. Wer indeß seinen Sohu nicht in bezeichneter Weise den ganzen Tag schicken will, kann ihn auch wie zeither blos am Unterrichte Theil nehmen lassen. — Nähere Auskunft über die ganze Einrichtung werde ich mit Vergnügen denen geben, welche sich zu mir bemühen wollen; überhaupt einzelne Wünsche nach erlangter Kenntniß bestmöglich st berücksichtigen. Der Unterricht beginnt Dienstag, den 18tett April, Morgens 7 Uhr. lieber eine von mir beabsichtigte Errichtung einer S p i e l sch n l e für Kinder beiderlei Geschlechts von 3 bis 5 Jahren liegt der Plan bet mir zu Einsicht offen. Dr. Ennemoser. 373) Realschule. Der Unterzeichnete hat Anmeldungen von Realschülern, die erst 9 Zahre alt waren, zmückweisen muffen, obgleich ihre angeblichen Kenntnisse die gewöhnlichen der zehnjährigen übertrafen. Ick bemerke deßhalo, daß bei genügenden guten Kenntnissen wohl er» Zurückgreifcn unter das zehnte Alterssahr stattfinden "kann, daß aber, auch bei den ausgezeich-- uetstcn Kenntnissen, kein Schüler ausgenommen wird, wenn er erst neun Zahre alt ist. Dr. Braubach. 392) W oh n u n g s - V erä n d eru n g. Unterzeichneter macht hiermit die ergebene Anzeige, daß er sein seitheriges Logis auf dem Markt verlassen, und gegenwärtig in seinem von den Kindern des verstorbenen Herrn Hofgerichts-Advokaten Mannberger in den Neuenbänen Lit. 1?. Piro. 62., 'erkauften Hanse wohnt. — Zugleich empfiehlt er seine wohl eingerichtete Lithograph i e - A n st a l t mit allen in dieselbe eiuschlagenoen Arbeiten bestens und verspricht proiute und reelle Bedienung. — Auch ist bei ihm nachstehendes ssormular- papicr immer vorräkbig zn haben, als: Anweisungen , S chnl versa um niß- listen, Rechenschaftsberichte, Ge- schäftsdiarieu, Bcrordnnugsregifter, Ein- legbogen zu den Bürgermeisterei - Bera- tbuugeu, sowie liniirtes Schreibpapier zum Schönschreiben für Kinder und noch mehrere andere Formulare für Gerichtsbe- hördeu rc. — Gießen den 4ten April 1637. Joh. K. Brühl. Lithograph. 374) Musikalische Anzeige. Die Unterzeichneten geben sich die Ehre, den Freunden der klassischen Ton- knnst ergebeust anzuzeigen, daß sie, von vielen Seiten anfgefordert, und nach dem Beispiel der - kunstsinnigsten Städte Europas , auch hier in Gießen eine Quartett- Unterhaltung für nächsten Sommer arrau- gireu wollen, worin sie ausschließlich die gediegensten Werke der unsterblichen Meister Haydn, Mozart, Beethoven, Spohr, Onslow ii. a. vorzutragen die Ehre haben werden; und hoffen, da der Genuß dieses interessanten Theils der Musik, welcher von obigen Meistern mit Vorliebe bearbeitet wurde, dem hiesigen Publikum, einzelne sehr seltene Fälle ansgenommen, bisher nicht geboten werden konnte, den Wünschen aller wahren Verehrer der klassischen Tonwerke um so mehr entgegen zu kommen, und ihre Unternehmung durch deren gütige Unterstützung auf eine dauernde Weise gefördert zu scheu; als dasselbe in das musikalische Leben tief eingreift, und neben der edelsten Unterhaltung die Vorliebe zur klassischen Musik erweckt, befördert uui) den Geschmack ausbildet; und da schließlich das Bestreben der Unterzeichneten einzig darauf gerichtet ist, die Werke der erhabenen Tonsetzer in dem E eiste derselben anszuführen. Das Unternehmen soll auf dem Wege der Subscription in's Leben treten, und zwar auf folgende Weise: Die Monate Juni, Juli und August sind zu deu Vorstellungen vorläufig bestimmt, von welchen wöchentlich Eme im Lokale des Busässchen Gartens abgehalten werden wird. Der monatliche Snbicriptionspreis ist 1 fl., für eine Familie 1 ff 48 fr. Man kann sich nur für die Dauer sämmtlicher Vorstellungen subscribiren; jedoch soll der Betrag monatweise präunmerando eingeholr werden. Die Unterzeichnungsliste' wird von der nächsten Woche an cirknlireu. Der Eintrittspreis für Nichtnnterzeichnete ist 30 fr. ä Person. Zur gefälligen Subscription laden das hochznverehreude Publikum ergebeust ein. Gießen den 7ten April 1837. A. Og. G. Schierholz. Frischbacken. Sonntag den Sten April: Jacob Vogt an der Statt-forte, Jacob Wallenfels auf dem Neuenweg, Ludwig Kämmerer auf dem Markt. Kirchliche Notizen. Eva n g o l i sch e Gemeinde. Gottesdienst. Am 9. April. Morgens: Air- chenrath Dr. Dieffenbach Nachmittags: Kirchenratb Dr. Engel. 88 Kexulirte. Den 2. April. Friedrich Hauß, Bürger und Briefträger dahier, Wittwer; und Jungfer Anna Katharine, des Ortsbürgers, Johannes Knoche in Marienhagen, eheliche Tochter. Getaufte. Den 31. März. Uneheliche Zwillinge, Karoline und Marlin Denielben. DemI lGreßberzoglichen Hofgerichts- Advocatn, Ludwig Weicker, ein Sohn, Franz Ludwig. Den 2. Avril. Dem^ Burger und Gesellschaftsdie» ner, Johann Martin Krämer, ein Sohn, Johann Karl Martin Emil Wilhelm. Denselben. Dem Burger und Pumpenmacher, Balthasar Lang, ein Sobn, Heinrich Georg Martin. Denselben. Dem Burger und Sattlermeister, Friedlich Kühne, eine Tochter, Elise Zriederjcke Marie Christiane. Den 7. April. Dem Großb. Hofgerichts-Advocaten, Ludwig Steinberger, ein Sohn, Weimar Christian Adolph Carl Wilhelm. Beerdigte. Den 1. April. Philippine Luise Jo- hanette, des ocrstorbenen Sergeanten bei hiesiger Garnison, Johann Daniel Schneider, eheliche Tochter, alt 68 I. ifflj. 18 T. Den 2. April. Ein unehelicher Sohn, Martin, alt 1 T. Denselben. Karl Schneider, Fuhrmann von Bensheim. alt 20 I. Denselben. Jvbannette Wilhelmine, des Burgers und Ecknkidermeisiers, Konrad Hütter, Tochter, alt 7 I. 7 M. 17 T. Den 7. April. Kelene Johannette Christine, des verstorbenen Bürgers und Friseurs, Philipp Eberhard Schwalb, hinterlassene Wittwe, alt 81 I. 10 M ö T. Katholische Gemeinde. Gottesdienst. Wegen der amH Universitätsgebände vorzunebmenden wesentlichen Veränderungen ist das seiher für den katholischen Gottesdienst emgerichketeHocal geräumt worden. Auf unser Ansuchen hat der verehrt Stadt - und Kir- cheneorstand der evangel. Gemeinde mit dankbar anzuer- kennender Gefälligkeit der katholischen Gemeinde den Mit- aebrauch der Stadtkirche bis zur Vollendung der neu zu erbauenden kathol. Kirche freundliast gestaltet, und wird darum vom 9. d. M. an der Gottesdienst in folgender Weise geha ten werden: 1) Morgens um 7 Uhr ist eine Etillmesse. 2) Wegen der kalten Witterung, und besonders wegen der Filialisten wird der Dau. tgottesdienst, Amt und Predigt, im Monate Avni piäcis um 11 Udr des Morgen» seinen Anfang nehmen, und ist darum zu wünschen, daß sich schon gegen % auf 11 die Gemeinde auf das Zeichen mit der Glocke versammeln möchte. Mit Anfang Mai wird der Dauptgottesdienst Morgens um 7 Uhr beginnen, worüber jedoch das Nähere noch bekannt gemacht werden toll. Getaufte. Den 31 März. Dem Großh. Hess' Professor Br. H. Umpfenbach, ein Sohn, August Maria Paul Hermann. Beerdigte. Den 3t. März. Heinrich, Sohn des hiesiaen Burgers und Maurergesellen Carl Wedel, alt 3 I. 4 M. 6 T. Angekommenc und abgereiste Fremden vom 1. bis 8. April. In den Gasthäusern. Im Einhorn-. Hr. Accessist Bornemann v. Altfeld, Hr- Rentmeister Betzeherger v. Schweinsberg, Hr. Direct. Friese nebst Mad. Steinhäuser u. Tochter v. Mainz, die Hrn. S-oausp. Mercken u. Bergman v. Mainz. Hr. Hüt- tenbesttzer Werner v. d. Ludwigshütte, Hr. Hptm. Schippe v. Saarlouis, d. Schausp. Mad. Gerstel v. Frankfurt u. Hr. Dille v. Hamburg, Hr. Pfarrer Korndörfer v. Gelnharr, Hr. Br. Gchaller v. Straß-'urg, Hr. Bürgermstr. Schmidt v. Breidenbach, Hr. Kreissecr. Stumpf v. Biedenkopf, Hr. Accessist Calmverg v. Laubach, Hr. Assessor v. Prenschen v. Herborn, d, Hrn. Kfl Straus u. Gernsheim v. Mainz, Heinzerling v. Biedenkopf, Theis v. Gladenbach, Rassel ». Alsfeid. . „ Im Rappen l Die Hrn. Kfl., Couttenier v. Paris, Weilburg v. Fulda, Mager ». Rotterdam, Tubertz v. Paris, Weyrauch v. Wiesbaden, Hochstädter v. Darmstadt, Scotti v. Heppenheim, Graever v. Bremen, Crönlein ».Offenbach, Hr. Staaksratb v. Clossius v. Dorpart, Hr. Oberfinanzrth. Gvldmann v. Darmstadt. Hr. Gasthalter Lummerzheim v. Hanau, Hr. Verw. Limbert v. Frankfurt, Hr. Hptm. Schleussner v. Darmstadt, Hr. Br. Wiedmann v. Kiel, Hr. Förster Klein v. Flershausen, Fräul. Döring v. Laasphe, Freifrau ». Breidenstein u. Fräul. Winter v. Breidenstein, Hr. Br. Oßwald v. Vilbel. Im Schivenen: ‘ fct. Bilderhdlr. Fries ». Darmstadt, d. Hrn. Schau p Dittler e. Carlsruhe u. Hasper v. Kö- uigsberg, Hr. Postverw. Schaa^ v. Romrod, Hr. Stud. Ludolph v. Schreckbach, Hr. Weinhtir. Nathan v. Bingen, Hr. C -nd. Secker v. Hannover, Hr ' chtrckr. Feudtner v. Friedberg, Hr. Kfm. Grenzor v. Marburg, d. Hrn. Krämer Hirsch, Flersch u. Drucker v. Battenberg, Hr. Pfr. Münch v Ruppertsburg. Im Darmstädter Haus: Hr. Oek Pljtt II. Fräul. El- kabn v. Biedenkopf Frau Langenbaa« e. Schwarzenau, Hr. Schausp, Zahn n. Familie v. Mannheim, Hr. Papierfabrknt. Merzel v. Battenbe g, Hr. Operateur Rohr v. Aschersleben, Hr. Schausp. Dockritz v. Danzig, Hr. Hdlsm. Unter» kircker a. Tyiol. Hr. Kfm. Dietz v Lauterbach, Hr. Oek. Gimbel v. Frischborn. Im Hirsch-. Hr. Hdlsm. Weiler v Schwenningen, d. Hrn. Kfl. Fleischhauer #. Schönau, Käs, Diehlemann, Gläßer u Giebel v Kirchhain. Im Stern: Fr. Riebest v. Riedernböl, Hr. Bürgerm. Arsckienel u. Hr. Oek. Potz v. Dodenhausen. Jungfer Reusch ». Frankenberg, Hr. Bächer v. Merlau, Hr. Boland v. Amöneburg. Druck und Verlag der G. D. Krühl'schen Buch- «ud Stsindruckerei.