18 Frucht- und Vicrualienpreise zu Gießen vom 25. März bis 1. April. 1 F'leischpreise. fr. rf. i Brovprcise. 1 fr. 1 rf. 1 Pfd. gute« Ochsenfleisch . . B-g = ="•=:» - 1 „ Kuhflejsch..... 1 „ Rind Usch..... -g'5SsS,H“ 1 „ Von schweren Rinkern . 1 " Kalbfleisch..... 1 " besgl. ausgemäffete« . . s S’eg"'®^0 1 " Schweinefleisch .... |g'E .g«CS 1 ,, Hammelfleisch gemästet =®eB»'gS.g t „ Wurst ron pur Schweinen = 1 „ gemischte Wurst . . . = 1 „ Bratwurst . ... 1 „ Schwartemagen . . . 1 „ geräucherter Speck . . 1 „ Schinken oder Dörrfleisch 1 „ Rindsfett..... 1 „ Hammelsfett .... “§5,5,5 1 „ Schweineschmalz, ausgelaffe- ne« . . . K 1 „ desgl. unausgelassene« . 10 8 7 8 5 10 9 12 8 15 16 20 16 18 13 20 18 II 1 1 1 1 1 1 l 1 1 1 1 1 1 ! 1 ! — Pfd.29Lth. — Qt. Roggenbrod . . . ' 2 „ 23 „ — „ „ ..... 1 5 „ 14 „ — „ ...... 24 Lth. — Ot. Kümmel- oder gemischte« Brok 6 „ 2 „ Wasserweck...... 5 „ 2 „ Milchbrod...... 6 „ 3 „ Taigscher ...... Wierpreiee. 1 Maas ordinaire« Bier ........ auch..... 1 Maas Doppelbier........ Marktpreise 1 Maas Milch ......... 1 Pfd. Butter.......... auch ~ . .. ... 3 Handkäse .......... 5 Lier . ........... 1 1 Pfd. Waizenmebl ........ | 1 , grob geschälte Gerste ..... • 1 , klein geschälte Gerste..... 2 6 12 2 1 1 i 4 ; 6 20 21 4 4 8 4 8 1 1 1 1 1 1 । III 1 1! I 1 1 1 1 dF rucht preise. Städte G c m ä s Waizen Korn Gerste Hafer Erbsen Linsen Darmstadt . . . Gießen .... Marburg am t t. März Wetzlar am 25. März da« Malter da« Malter auch das Mött j der Scheffel Pf. 200 Cüöi | *9 | ? IO CA> I i I 2? 1*- O 1 । ' Pf. j fl. fr. 200 5 1 20 —1 25 -1 t | 20 80 2 20J Pst 165 75 st. 4 4 4 8 2 fr. 48 20 20 — Pt. st. — 3 — 2 —: 2 ■ 1 1 55 1 fr. 40 50 50 234 ^11 1 1 1 Lim 1 L । 11 11 Illi 1^1 ft jl 1 1 i i 1 Bekannt m a ch u n g. 10) Die mögliche Benachtheiligung der Gesundheit bei der Fabrikation des Essigs. Die nachstehende, von dem Großh. Medicinal- Colleg hinsichtlich des rubr. Gegenstandes entworfene Belehrung wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen den 29. Marz 1837. Der Großh. Kreisrath I. d. V. Z u l e h n e r. In vielen Oeconvmiecn und Haushaltungen werden häufig sauer gewordene oder abgestandene Weine und Bier, das abgefallene vorrcife Obst, das Läuterwasser bei der Brand- Weinbrennerei und andere hierher gehörende Stoffe zur Eisigbereitung benutzt, ohne daß die Personen, die sich damit beschäftigen, die zu diesem Geschäfte nöthigen Kenntnisse besitzen. 72 Es geschieht ferner, daß fremde Haufirer unbefugterweise sogenannte Esstgrecepte, oder wohl gar'Essigessenzen feil bieten, womit man sich für wenige Kreuzer einen sehr sauerschmeckenden Essig bereiten könne; endlich suchen betrügerische Fabrikanten schlechtem und schwachem Essig durch der Gesundheit schädliche Zusätze eine gewisse Haltbarkeit und Scharfe und somit scheinbar einen höheren Werth zu geben. ; cvn den beiden ersten Fällen kann bei der besten Absicht leicht aus Unverstand ein Fabrikat erzielt werven, welches bei dem täglichen Genuß der Gesundheit höchst nachtheilig werden kann; in letzterem Fasse wird der Eonsument um Gelv unv Gesundheit gebracht. Obgleich nun der öffentliche Betrieb der Essigfabrikation in neuerer Zeit sich vervollkommnet hat, so ist noch bei den angeorvneten außerordentlichen Visitationen des vorigen Jahrs die Confiscation eines Essiglagers wegen erwiesener Verunre nigung durch Kupfer (als Grünspan) und Fälschung durch schädliche Pflanzenstoffe uothwendig geworden. Man findet sich deßhalb, in der Sorge für das öffentliche GesundheüSwohl veranlaßt, das Publicum nicht nur bei der Selbstbereitung des Essigs, sondern auch bei dem Einkauf auf Folgendes aufmerksam zu machen. Zur Erzielung eines guten Essigs ist nur das Vorhandensein einer Flüssigkeit, welche die weinige Gährung bestanden hat und das Aussetzen derselben einer gewissen Wärme, unter Zutritt der Luft, mit Zusatz von Essighefe nöthig unv wird die Stärke des gewonnenen Essigs durch die in einer solchen Flüssigkeit enthaltene Menge von Weingeist oder Zuckerstoff be- Jeder weitere fremdartige Zusatz, um dem Essrg mehr Saure und Schar- fe zu geben, ist unnöthig und besteht in der Regel aus Substanzen, welche der Gesuno- heit nicht zuträglich sind. . Die eigentliche Essiggährung, oder das Sauerwerden der wemartigen, zu Essig bestimmten, Flüssigkeit geschieht in großem Fabriken entweder im Sommer im Freien an der Sonne ausgesetzten Orten, oder in besonders gewärmten Räumen, den s. g. Essigstuben. Kleinere Fabrikanten und Oeconomen benutzen dagegen hierzu die Wärme der Küchen und selbst der Wohnstuben, welches letztere, wegen der bei der Gährung entweichenden Kohlensäure, einer bei zu großer Anhäufung in geschlossenen Raumen, der Gesundheit, ja selbst dem Leben höchst schäolichcn Luftart, möglichst vermieden werden sollte. Da auf die letztere Art die zur ununterbrochenen Gährung nothwendige gleichförmige Temperatur nicht immer erreicht wird, so ist man in der Regel genöchigt, um der zu Essig bestimmten, vor Beendigung der Gährung erkalteten Flüssigkeit die dazu nöthige Warme zu geben, einen Theil davon zu erhitzen, und dann der Gesammtmasse zuzumischen. Dicß geschieht häufig entweder in leicht gebranntem Töpfergeichirr, oder in einem kupfernen Kessel. Geschieht ersteres, so wird der Essig das Blei der Glasur auflösen und ein höchst gefährliches Gift, den Bleizucker, bilden. Das Erhitzen des Essigs in kupfernen Gefäßen ist nur dann gefahrlos, wenn dieselben rein und blank sind, und der Essig vor dem Erkalten wiederherausgenommen wird, indem, wenn das eine oder das andere nickt Statt hat, Kupfer aufgelößt und Grünspan gebiloet wirv. Dasselbe geschieht, wenn die Essigfässer mit messingenen Krahnen versehen sind, oder wenn das zu Essig verwenvete päuterwasser zu lange in der kupfernen Blase stehen geblieben ist. Ein blei-oder kupferhaltiger Essig hinterläß: im Munde einen eigenen metallischen, andauernd zusammenziehenden Geschmack, und ist zum Speisegebrauch gänzlich zu verwerfen. Ein guter reiner Essig muß bei mehr oder weniger Färbung vollkommen klar und ohne 73 allen Bodensatz sein, einen angenehm wernarttg sauren Geruch und Geschmack besitzen und nach dem Genuß weder ein Brennen an den Lippen und dem Gaumen zurücklassen, noch die Zahne merklich stumpf machen. In ersterem Fall enthalt er scharfe schädliche Stoffe, in dem andern einen Zusatz von Mineralsäuren. In beiden Fällen ist es am rathsamsten, den verdächtigen Essig dem Apotheker zur genaueren Prüfung zu übergeben und nach Befund die Anzeige der betreffenden Polizeibehörde zu machen. Die auf diese Art verfälschten Essige werden in der Regel zu sehr mäßigen Preißen verkauft, weßhalb sehr wohlfeile und dabei sehr scharf und sauer schmeckende Maare mit besonderer Vorsicht zu benutzen ist. Darmstadt, am 24. Februar 1837. Großherzoglich Hessisches Medicinal- Colleg. . —»njgp—« - - - Bekanntrnachun g. 11) An die Stelle des mit Tod abgegangnen Flurschützen Müller ist der hiesige Burger Melchior Krailing bestellt worden, welches hierdurch zur Nachricht bekannt gemacht wird. Gießen am 16. März 1837. Der Gr. Hess. Kreisrath des Kreises Gießen. K. Ch. Knorr. Edictalladuugcn. 348) Philipp Eiscnhardt zu Niederkleen hat für den Fall, daß ein zu versuchender Nachlaßvertrag mit seinen Gläubigern nicht zu Stande komme, fein Vermögen zu deren Befriedigung abgetreten. Es werden daher alle, welche dahier noch unbekannte Ansprüche an dlefts Vermögen zu machen haben, hierdurch aufgefordert, solche in dem auf Freitag den 5ten Mai d. I., Vormittags, anberaumten Termin so gewiß dahier anzumelden, als sie gegenfalls, und namentlich auch im Falle des bei nicht zu Stande kommendem Nachlaßvertrag erkannt werdenden Concurses, ohne fernere Bekanntmachung des desfallsigen Decrets, als von der Masse ausgeschlossen, erklärt werden. Atz b ach den 22ten März 1837. Königl. Prcuß. Iuscizamt.. Diesterweg. 341) Auf eine von dem Bürger und Geschirrhalter Tobias Bornemann zu Gemünden, gegen seine Ehefrau Catharine Elisabeth, geb. Bornemann, von da gebürtig, auf den Grund der böslichen Verfassung, bei dem unterzeichneten Gerichte erhobene Ehescheidungsklage und den von dem Untergerichte desfalls eingeforderten Bericht, wird die genannte Ehefrau des Tobias Bornemann, Catharine Elisabeth, geb. Bornemann, zu Gemünden, hierdurch vorgeladen, binnen einer Frist von drei Monaten sich so gewiß auf erwähnte Klage durch einen hiesigen bevollmächtigten Obergerichtsanwalt vernehmen zu lassen, als sonst in ihren ktngehorsam sie der böslichen Verlaffung geständig erachtet, mit ihrer Vernehmlassung ausgeschlossen und weiter w° R. erkannt werden wird. Marburg am 14. März 1837. Kurfürstliches Obergericht der Provinz Oberhessen, Civil-Senat. Arnold. 308) Alle Gläubiger der Andreas Ottischen Concursmasse, welche ihre Ansprüche nicht in dem auf heute anberaumten Termin liquidirt haben, werden mit ihrer Befriedigung aus der vorhandenen M..sse, dem angedrohten Präjudiz gemäß, hierdurch ausgeschlossen. Gießen den 27. Februar 1837. Großh. Hess. Stadtgericht. Müller. Versteigerungen. 240) Auf freiwilliges Ansuchen der Erben des Bürgers und Schuhmachers Rudolph Selzer dahier sollen deren Immobilien, als: 74 1) Wohnhaus und Grund neben Christoph Mester in der Neustadt, giebt 15 fr. Zins dem Cameralfiscus; 2) 7515 Klstr. Garten auf der Sternmark, an Christian Löber, giebt 26 fr. Zins in den Kasten und 1 Hahn in die Superintendur, zhtft.z 3) 67 Klstr. Acker auf der Hohleich, an PH. Ockel jun., zhtfr.; Montags, den 3. Zlpril, Nachmittags 2 Uhr, auf dahiesigem Rathhause öffentlich meistbietend, unter den alsdann befaunt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert werden. Sodann sind Forderungen oder sonstige Ansprüche an den Nachlaß des Rudolph Selzer und dessen Ehefrau in demselben Termine Morgens 9 Uhr anzuzeigen, widrigenfalls solche bei der Abtheilung des Nachlasses nicht berücksichtigt werden. Gießen den 21. Februar 1837. Gr. Hess. Stadtgericht. Müller. 349) Holzversteigerung. Dienstag den 4tcn April l. I. sollen in den, zum Forstrevier Königsberg gehörigen Domanialwalddistrikten großer und kleiner Hain uachgenannte Holzsortimente öffentlich versteigert werden: 1) 84 Stecken buchen Scheitholz, 2) 4 „ eichen „ 3) 22 „ buchen Prügelholz, 4) - 5 „ eichen * „ 5) 42 „ buchen Stockholz, 6) 5 „ eichen „ 7) 1050 Well?» buchen Reisholz, 8) 150 „ eichen „ Die Zusammenkunft der Steigliebhaber, ist des Morgens um 8 Uhr in den ganz nahe bei Königsberg gelegenen Distriften bei dem Holze selbst. Liegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird auf Verlangen Zahlungsfrist bis Michaelitag d. I. gestattet. Königsberg den 29teu März 1837. Der Revierförster Weidig. 346) Versteigerung. Die zur Einrich- kung des hiesigen Pfand- und Leihhauses nothwen- dig werdenden Bauarbciten, als: fl. fr. Maurerarbeit vervoranschlagt zu 53 58 Zimmer „ „ „ 28 26 Schreiner „ „ „ 243 33 Weißbinder „ „ „ 64 36 Schlosser „ „ ,, 112 42 Glaser „ ,, ,, 42 40 sollen nächsten Dienstag den 4ten April 1837, Vormittags 8 Uhr, im dahiesigen Bürgerhospital an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden, was hierdurch zur Kenntniß der coucurrenzsähigen Steigerer gebracht wird. Gießen den 30ten März 1837. Großherzogl. Direktion der Pfand- und Leihanstalt daselbst Z u l c h n e r.. M. Schneider. 362) Freitags den 19ten Mai d. I., des Nachmittags um 2 Uhr, soll dahier die erst vor 10 Jahren von meinem verstorbenen Gatten, dem Großh. Nevierförster Groß, ganz neu erbaute Wohnung mit Nebengebäuden, Hofraum und Gärten, öffentlich und meistbietend, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden annehmlichen Bedingungen, in meinem Hause versteigert werden. Das Wohnhaus, sehr freundlich an der Chaussee zwischen Frankfurt und Kassel, in der Nähe der gewerbfleißigen Stadt Butzbach und unweit Gießen und Wetzlar gelegen, ist 55 Fuß lang, 40 Fuß breit, 2stöckig, jedes Stock 11 Fuß hoch; es enthält einen unter dem ganzen Haus hinziehenden Keller; im unteren Stock zwei große Wohn- und ein Nebenzimmer, eine Küche mit Speisekammer; im 2ten Stock ebenfalls 2 große Stuben mit 2 Nebenzimmern, sodann eine kleinere Stube und Kammer; endlich einen doppelten Speicher. Ausserdem ist ein Pferdestall für 3 Pferde mit Heuboden, ein Stall für 2 Stück Rindvieh, eine Chaisen- und Holz- Remise, zwei Schweinställe n. s. w., so wie ein neu gegrabener Brunnen dabei befindlich. Der Hofraum und die daran stoßenden-Gärten enthalten ungefähr 300 Klafter Darmstädter Maafis. Pohlgöns, bei Butzbach den 28tcn März 1837. Caroline Groß. 350) Freitag den 7ten April, des Nachmittags um 2 Uhr, soll eine in der Gemarkung Wie- seck gelegene, zum Nachlaß des Ludwig Stamm von der Badenburg gehörige. Wiese: P. et N. Ruth. Schuh: 637/i-2-3* 124 11 enthaltend, in der Stock- wies gelegen, in der Wohnung des Wirths Reuter zu Wieseck meistbietend versteigert werden. Lollar am 25ten März 1837. Die Erbintcreffentcn Broß. Frey. Braun. 347) Montag den 3ten April, Morgens 9 Uhr, sollen bei Wittwe Wagner in der Schloßgasse meistens gut gehaltene Mobilien, als: mehrere ei- 75 cheue und tannene Kommode, Kleider-, Weißzeug - und Küchenschränke, Tische, Stühle und noch sonstige Haus- und Wirthschaftsgeräthe gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. 344) Montags, den 3feit April 1837, Vormittags 10 Uhr, soll im hiestgen Bürgerhospital die Lieferung der Waaren, welche zu den Kleidern der aus Pfingsten confirmirt werdenden armen Kinder erforderlich sind, an die Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden. Gießen den 30ten März 1837. Der Rechner Lauer. 364) Montag, den 3ten April, Morgens 9 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhausc die Arbeiten in die Realschule, bestehend in: 1) Schreinerarbeit im Betrag von 450 ft. 56 fr. 2) Weißbinderarbeit „ 87 ft. 18 fr. 3) Zinngicßcrarbeit „ 21 ft. 4 fr. ferner das Ausputzen der Obstbäume und Fuhrarbeiten, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an den Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden. Giessen den 30ten März 1837. Großherzogl. Bürgermeisterei M. Schneider. 334) Montag, den 3. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause 4) ein Sopha, 2) zehn Portraits, 3) eine goldene Damenuhr mit Haarfette, 4) ein Paar goldene Ohrringe und 5) mehrere Fingerringe, öffentlich meistbietend im Wege der Hülfsvollstreckung versteigert werden. Gießen den 17. Februar 1837. Großh. Hess. Stadtgericht das. Müller. 373) Donnerstag, den 6tcn April d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus die dem Bürger und Schreinermeister Konrad Müller dahier gehörigen Grundstücke, als: 265,4 Klftr. Garten an der Rothhohl an Jeremias Lorenz Krailing, 299,1 „ auf der Sandkaut an ihm selbst, 4 Alb. 4 pf. Zins aufs Rathhaus, 299,1 „ an vorigem, 155,5 „ Wiese am untersten Riegelpfad an Katharina Ferber, 369,3 „ Garten in den alten Eichen an Glaser Ludwig Franz, 14 Alb. % psi Zins aufs Rathhaus, 264,2 „ stößt auf den Sandfauter Weg an Georg Spruck, 4 Alb. 4 pf. Zins aufs Rathhaus, öffentlich meistbietend freiwillig versteigert werden. Gießen den 31ten März 1837. Großherzogl. Stadtgericht. Müller. 256) Die Lieferung des Brennholzbedarfs für das Großh. Hofgerickt dahier, in 75 Stecken buchen Scheidholz bestehend, soll Samstag den 1. April t. I. öffentlich an den Wenigstnehmenden unter den alsdann befannt gemacht werdenden Bedingungen veraccordirt werden. Diefeuigen, welche zu solcher Lieferung geneigt sind, werden hierdurch eingeladen, sich an gedachtem Tag Vormittags 10 Uhr in dem Kanzleigebäude des kiesigen Grpßh. Hofgerichts einzufinden. Gießen den 9. März 1837. Krebs, Hofgerichts - Protocollist. 335) Auf Antrag der Interessenten sollen Montag d. 10. April v. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dahiesigem Rathhaus nochmals die zum Nachlaß der Lederhändler Michael Jungischen Eheleute dahier gehörigen Immobilien, als: 1) % Klftr. ov. 2 Vi Ruth. Haus nebst Grund neben Spenglermeister Habenicht; 2) 10% Klftr. ov. 29 Ruh. 10 Schuhe Garten im Gartfelv neben Melch. Becker: und Dienstag den 11. April d. I. und die darauf folgenden Tage, Nachmittags 2 Uhr, in der Wohnung des verstorbenen Lederhänvlers Jung, die zu dem obigen Nachlaß gehörigen Mobilien, bestehend: in Meubles, Bettung und Weißzeug, Kleidungsstücken, Küchengerathschaften und sonstigen Gegenständen, öffentlich an den Meistbietenden, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert werden. Gießen d. 22. Marz 1837. Großh. Hess. Stadtgericht das. Müller. Limpert. Feilgebotene Sachen. 298) Hopfen (Gießer Gewächs) verkaufe ich zu billigem Preis Ph. Lotz's Wittwe, in der Löwengasse. 76 304) Andreas Marguth, nächst der Ca- serne in Butzbach, hat wieder eine sehr schöne Auswahl vorzüglich guter Fortepiano's vorräthig fertig, bestehend in aufrechten, liegenden und Quer-Flügeln, so wie auch Tafelform-Claviere von sehr starkem schönen Ton, welche die Stimmung gut halten und an denen keine Saiten springen. Dieselben werden so billig als möglich abgegeben. 345) Morgen, 9 Ruthen, 8 Schuh Wiese im Heegstrauch und 29 Ruthen, 2 Schuh Grabland auf dem Sand gelegen, ist aus freier Hand zu verkaufen und das Nähere in der Expedition zu erfragen. 357) Mit einer großen Auswahl von Zündmaschinen, für deren Qualität ich garantire, empfiehlt sich bestens Carl Fre ch. 859) Ach habe für dieses Frühjahr mich bemüht, ganz vorzügliche Maaren anzuschaffen, bestehend in weißen facionirten Kleiderzeugcn, Mull, Jaconnets, Gardinen-Zeugen und Frangen, Pariser Stickereien, als Krügen, Pleerin, Hauben, Einsatz, facionirten und glatten Blonden und Garn-Tüll, Blonden, Spitzen, Schleier, Echarpe, Schawls, Foulards, Regen- und Sonnenschirme, Handschuhe, Bronze-Maaren, als Schnallen, Broche, Ohrringe rc., sowie seidene und gewirkte Taschen; die Auswahl, verbunden mit äußerst billigen Preisen, werden nichts zu wünschen übrig lassen. Noch empfehle ich Brüsseler Strohhüthe, Pariser Blumen, Flor- und Gürtel-Bänder, so wie sonstige Modeartikel, und werde für Alles niedrige Preise zu machen im Stande seyn. M. Heß, neben dem Darmstädter Haus. 351) Eine ein- und zweispännige, noch gut erhaltene Chaise nebst Geschirr für zwei Pferde steht aus freier Hand zu verkaufen. Ausgeber dieses sagt, wo? 356) Casseler und Frankfurter Tapeten sind in reicher Auswahl zu haben bei Carl Frech. 370) Ein in der Nähe der Realschule stehendes Wohnhaus ist zu verkaufen durch das allgemeine öffentliche Commissions-Comptoir. 369) Bei Wittwe Dörr in der Mühlgasse ist ein Haufen Kühdung im Ganzen oder wagenweise zu verkaufen. 368) Es sind von heute an innerhalb 8 Tage zu verkaufen: Ein neues Sopha, Theetisch, Büchergestelle, eine noch ungebrauchte große Waschbütte mit eisernen Reisen, Breuckchen, Zuber, Kübel und anderer gemeiner Hausrath. — Wg s . sagt Ausgeber dieses. 366) Guter Küh- Dünger ist zu verkaufen. Wo? sagt Ausgeber dieses Blattes. 360 Eine Parthie Brüsseler Damm-, Mädchen - und Kinder-Stroh-Hüthe, so wie Kappen, bedeutend unter dem Fabrikpreis, empfiehlt M. Heß. 324) Gut gedörrtes und rein gefegtes Malz von unberegneter, in Rüsselsheimer und Hatters- heimer Gemarkung gewachsener dünn schäliqer Gerste wird in einzelnen Malter» sowohl, als auch in Parthien bei dem Unterzeichneten verkäuflich abgegeben. C. Silbereisen. Die oben beschriebene Gerste, so zur Saat ganz besonders geeignet ist, wird in obigen Quantitäten ebenfalls abgegeben» C. Silbereisen. Zu vermiethen. 365) Das von Herrn Criminalrichter Nöllner bewohnte Logis ist weiter zu vermiethen und kann auf Verlangen bald bezogen werden. 353) Ein gutes Trieb-Viertel ist unweit des Philosophen-Walds zu verleihen. Ausgeber dieses sagt bei wem. ' 371) Zwei Stuben, welche sich zum Stu- drren sehr gut eignen, sind mit oder auch ohne Meubles zu vermiethen durch das allgem. öffentl. Commiffions - Comptoir. - ^7) Zwei Sopha's sind zu vermiethen. — Ausgeber sagt, bee wem? 343) Ich wünsche den unteren Theil mei, nes mcht ferne vom Buschischen Garten gelegenen Obst- und Gemüse-Gartens, wenn es unter annehmbaren Bedingungen geschehen kann, aus freier Handauf mehrere Jahre zu verpachten, weshalb ' , bbhäber sich baldigst an mich wenden mögen Greß en den 29ten März 1837. J \ L. Welcker. 354) Ein Stadtviertel ist zu verleihen in L. A. JVql 191. 355) Eine große Stube mit Cabknet ist an der Hauptstraße zu vermiethen. Auf Verlangen kann eine weitere Stube und Kammer beigegeben werden. Näheres bei Ausgeber dieses. 77 361) Ein am Mittelweg liegendes Tricbvier- tel ist zu verleihen; bei wem? sagt Ausgeb. dieses. 362) Zn meinem, von Frau Amtssecrctär Staudinger erkauften Hause auf dem Seltcrsweg sind sechs Zimmer, 2 Küchen, Keller und Holzstall zu vermiethen. Carl Senner, Uhrmacher. 277) Das bisher von Herrn Hofgerichts - Secretair Stürz bewohnte 4te Stock des Gesellschafts-Hauses ist anderweit zu vermiethen und kann den Iteu Juni bezogen werden. Gießen den 16ten März 1837. Der Gesellschafts-Vorstand. Vermischte Nachrichten. 293) Die Tapetenfabrik von Brand in Frankfurt empfiehlt sich im Verkaufe neuer, geschmackvoller und wohlfeiler Tapeten und Bordüren, wozu die Muster bei Univ.-Buchbinder Balser in Gießen zur Ansicht bereit liegen. 352) Einem verehrungswürdigen Publikum zeige ich hiermit crgebenst an, daß ich mein Pfci- fenlager wieder aufs vollständigste affortirt habe und durch frühzeitig gemachte Einkäufe im Stande bin, die bisher von mir geführten Artikel zu den billigsten Preisen zu verkaufen und namentlich lange Pfeifen mit Kernspitz en um den äußerst billigen Preis von 24 fr. das Stück stets fertig habe. Hiermit verbinde ich die weitere Anzeige, daß eine große Auswahl in Nensilber-Maaren, als: Vorleg-, Eß- und Theelöffel, Zuckerzangen und Schlüsselhaken neuester Facon, Sporn, Cigarrenröhrchen, Cigarrenhalter, Pfeisenstopser, Kindcrklappen u.s.w. stets bei mir anzutreffen ist. Ferner empfehle ich mich einem geehrten Publikum mit einer großen Auswahl von Geldbörsen, Uhrkettchen, Hemdenknöpfchen und Hosenträger nach dem neuesten Geschmack, so wie endlich Stöcken, Reit- und Zagdpeitschen, Haar- und Zahnbürsten, Dosen, Schachspielen und Dominos von der geringsten bis zur feinsten Qualität und verspreche neben den billigsten Preisen prompte und reelle Bedienung. Jacob Landauer, Drechsler, wohnhaft auf dem Marktplatz. 372) Meinen geehrten Gönnern und Freunden zeige ich hiermit ergebenst an, daß ich mit Beihülfe meines Sohnes ein Ellenwaaren-Geschäft eta- blirt habe und empfehle daher eine schöne Auswahl in Kattunen, Baumwollenzeugcn, gedruckten Zeugen, Merinos, Bettzengen, Barchent und Zwillich, sowie ein reiches Assortiment in ganz neuen Desseins Pique-Westen, Crepe, Foulards, seidenen, wollenen und anderen Schäwlchen, und noch mehr in dieses Fach einschlagcndcn Artikeln, mit der Versicherung, daß sich ein Jeder meiner geehrten Abnehmer einer prompten und billigen Bedienung versichert halten kann. . Süßkind Mayer. Mein Laden befindet sich bei Herrn Revisors Roth fiel. Mittwe in der Flügelsgasse. 363) Ein junger Mensch, welcher die Uhrmacherkunst zu erlernen wünscht, wobei mehr auf gutes Betragen, als auf bedeutendes Lehrgeld gesehen wird, kann in die Lehre treten bei Carl Senner. 358) Erprobtes Mtäutetbl zur Verschönerung, Erhaltung und zum Wachsthum der Haare, verfertigt von (t r I Meyer in Freiberg, im Königreich Sachsen. Dieses Kräuteröl ist bereits seit mehreren Jahren seiner Vortrefflichkeit wegen bekannt und geschätzt, und durch seinen guten Erfolg so empfohlen, daß rühmliche ärztliche Zeugnisse die wundervolle Kraft seiner Wirkung bestätigen helfen. Der bedeutende Absatz, welchen, eines Theils die fortwährenden ohnmächtigen Raisonnements eines meiner Herren Concurrenten, und andern Theils die nothgcdruugene Preiserniedrigung dieses Fabri- kat's, bis jetzt nicht vermindern konnten, spricht zu deutlich für die guten Eigenschaften meines Kräuteröls. Daß man sich durch die Anwendung desselben einen schönen Haarwuchs sichert, oder wenn Dünnheit und Blöße des Scheitels eingetreten ist, die Haare wieder hervorbringen kann, möge unter mehreren eingegangenen Schreiben, untenstehendes als sprechender Beweis dienen, welches wörtlich lautet':. Frankfurt a. M. deu 5. Decbr. 1836. Wohlgeborner, Hochgeehrtester Herr! Am 17. v. Mts., hatte ich mein 48. Jahr erreicht. Schon im 20. zeigten sich einzelne graue Haare auf meinem Vorderkopfe, welche sich bald so vermehrten, daß ich bei einer sonst blühednen Gesundheit im 40. Jahre fast ganz Greis war. Roch war aber mein Haarwuchs so üppig, daß ich nicht befürchten durfte, bald eine Glatze zu bekommen. Dieß änderte sich bald, und seit mehreren Jahren verlor ich die Haare auf dem Scheitel so stark, daß der Augenblick nicht mehr fern war, wo 78 id) auf dem Vorderkopfe keine Haare mehr gehabt hätte. Nach fruchtlosen Versuchen durch die gewöhnlichen Mittel beschloß ich, Ihr Haaröl zu gebrauchen, und nach vierwöchentlicher Befolgung Jbrer Vorschrift war ich erstaunt, die fast kahlen Stellen meines Kopfes mit meist braunen Haaren bedeckt zu sehen. Ach bin nun beinahe überzeugt, daß mein ganzes Haar seine Farbe nach und nach verändern würde , wenn ich es stellenweise bis auf die Haut abschneiden und mit Ihrem Haaröl einreiben ließe.. Da ich aber die Ausgabe scheue, so überlasse ick es Ihrem Ermessen, wie Sie mich in den Stand setzen wollen, es zum Erstaunen meiner vielen Bekannten bewirken zu können. , Schon habe ich Gelegenheit gehabt, die allgemeine Aufmerksamkeit auf Ihr vortreffliches Haaröl zu lenken, und werde fortfahren, es auf alle mögliche Art zu empfehlen, zu welchem Zwecke ich Ahnen erlauben würde, von diesem Briefe jeden belic» bigen Gebrauch zu machen. Mit ausgezeichneter Hochachtung habe ich die Ehre zu verharren Ew. Wohlgeboren ergebenster A. M. Minner, Lehrer am Gymnasium und öffentlicher geschwor- mr Ueberietzer der abendländischen Sprachen, ski'ter des Vereins für gemeinnünige, insveson- dere vergleichende Kunde der H urlchrachen Eu- rooa's, Mitglied des sanksiirtischen Gelehrten - Vereins für deutsche Sprache, der jiländiichen ifttt'i nturaeieif, der Pariser Societe grama- ticale u s. w. Um allen Verfälschungen und Verwechselungen hinlänglich vorzubcugen, habe ich die Gläser mit der Schrift: „Kräuteröl von Carl Meyer in Freiberg" anfertigen lassen, ferner sind die Fläschchen mit den Buchstaben C. M. versiegelt und mit engl. Etiquets in Congreve - Druck versehen, worauf gütigst zu achten bitte. Carl Meyer. Daß vorbefindliche Abschrift eines Briefes des Herrn Z. M. Minner d. d. Frankfurt a. M. d. 5- December 1836 an Hrn. Carl Mayer, Verfertiger $,*■$ Haaröles zu Freiberg, mit dem Originale wörtlich übereiilstimmt, bescheinigt auf vorgängige ae- naue Vergleichung u Königs Kreisamt Freiberg d. 10. Decbr. 1836. Friedrich Wilhelm Buße, KreiSamts $ke;$lchur u. Kön. Sachs immatr. Nolar. Der Flaeon von meinem Haaröl kostet 2 fl. 24 fr. nnd ist in meiner Niederlage zu Gießen einzig und allein bei Hrn. Carl Frech zu haben. Carl Meyer. «w.-< ...... » „ Druck und Verlag der G. D. Brüh Thealrr in Giessen. Sonntag den Lten Apäl: Die Grabesbraut, oder Gustav Adolph in München. Dienstag den 4tn Avril: Pvmmerfche Jntriguen, oder Das Stelldichein. Hieraufr Der Vetter aus Bremen, oder die 3 Schulmeister. 2£u gust Friese. Frisch backen Sonntag den 2. April. Conrad Ufer am Linden- Platz, Christen Leber in der Neustadt, Conrad Kempf auf dem Seltersweg Kirchliche Notizen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Am 2. April. Morgens: Kirchen- rath Dr Engel Nachmittags: Freiprediger Staudjnger. Copulirte. Den 27. März. Christovh Ludwig Damxsmauli Burger alldier; und Maria Christina, des versterbeaen Orksbingers zu Freiensteinau, Joh. Schlotlhau- er eheliche Tochter. Den 28 März. Johann Heinrich Weiß, Burger u. Gartnergehülfe itn botanischen Garten dahier, Wittwer; und Jungipr Jmiane Catharine. des Burgers u. Glaser- meiste s, Hermann Pijlipv Keck zu Lich, eheliche Towter. Den 29. M ärz Der Grrßh. Hofgeiichts-Kanzlist, Johann August Landmann d.chier, Witlwer; und Johan- neite, des in Mannheim verstoßenen Burgers und Kaufmanns, Karl Rvmaud, hinterlassene Wittwe. Getaufte. Den 28. März. Den, Burger und Kaufmann, Johann Georg Appel, ein Sohn, Georg Johann Emil Phi iop f einrich. Denselb?n. Eme uneheiche Tochter, Christine Caroline Marie Friederike. Denselben. Dem Burger und Kfm., Georg Jug- hardt, ein Sohn, Jodaun Aloys. Denselben. Dem Burger, Johannes Noll, eine Tochter, Elnabethe Eleonore Jihanneite Cb>" .raue Henriette Caroline. Denselben. Dem Burger und Steindeckermeister, Johann Heinrich Friedrich Mrritz Roth,äuge, eine Tochter, Maria Johanna Henriette Eli abethe Luise Aug: ste. Den 27. März. Dem Scri'.enten bei dem Großh. Prormzial Commihariat dahier, Jacob Zelstng, ein Sohn, Georg Hermann. Denselben Dem Burger und Schuhmachermeiffer, Johann Jacob Dörr, eine Znnllingstochlec, Eleonore Phj, lippine. Den 28. März Dem Burger und Fuhrmann, Johannes Marr, ein Sohn, Conrad Theodor Carl Martin Emil. Den 29. März. Dem Br der Rechte, Carl Röder, em Sohn Wi Helm Johannes Franz. Beerdigte. Den LS. März. Pantine, des Burgers und Schuhmachermeisters, Johann Jacob Dörr, Zwil- lingstochter alt 6 Tage Den 29. März. Marie Catharine, des Burgers, Matthäus Dick, Ehefrau, alt 58 I. 7 M. 21 T. Ber ich t l g u n g Bei den in dem vorigen Wochenblatt ausgezeichneten Getauften muß es heißen: Den 23. März. Dem Burger und Maurer, Philipp Euler, ein Sodn, Heinrich Johann. Katholische Gemeinde. Den 19. März. Dem Großh. Professor Br. Wilhelm Müller, eine Tochter, Sophia Maria Helene Mathilde. l'schea Buch- und Steindruckerer.