Frucht- und Victualienpreise Zu Gießen vom 24. bis 31. December. 31. Decbr. VroApreise. FleikcHRreise 8 Erbsen Linsen .< r u cZrpr e i s e. Pf- io 7 6 12 4, 5 7 8 6 10 8 20 J8 16 20 16 18 13 30« 6 20 21 4 8 n-.g’gS « 1 Pfd. gutes Ochsenfleisch . . 1 ,, Kuhfleisch 1 „ Rindfleisch 1 „ V°n schweren Rindern . 1 „ Kalbfleisch 1 ,, fcedgL ausgemästetes . . Schweinefleisch.... Hammelfleisch .... Wurst von pur Schweinen gemischte Wurst . . . Bratwurst . ... Schwartemagen . . . geräucherter Speck . . Schinken oder Dörrfleisch Rindsfett Hammelsfett .... Schweineschmalz, ausgelassenes . . . desgl. unausgelasseues . Psd.ALlh. — Qt. Roggenbrot i „ 23 „ — „ „ . . | 5 14 — .. I 24 Lth. — Qt. Kümmel- oder gemischtes Brod s 6 „ 2 ,, Wasserweck . I 5 ,, 2 „ Milchbrod . . i; 6 „ 3 „ Taigscher f Wirr p reise 1 Maas ordinaires Bier . . . auch . Ä 1 Maas Doppelbier ... Mlrrklxreise. | « Maas Attlch .... g; 1 Pfd. Butter auch . . ;■ 3 .Handkäse !«: 7 Sier I 1 Pfd. Waizenmebl . . ’j 1 , grob geschälte Gerste ijl 1 , klein geschälte Gerste ' fr. 1 1 1. 8 4 8 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 fr. Pf. Städte G c m-ä s Waizen Korn Gerste Hafer Pf. fl. , fr. Pf.1 fl. , fr. Pf- i fl- fr. Pt-. fl- fr. Darmstadt .. . . das Malter 200 — ■ — —! —! — -! i 40 -! ß - Gießen, .... das Maltcr auch - - 6 50 200. 5 ! 30 5 40 165; 4 —1 ü 30 — 2 50- —: 2 551 Marburg nm 24 Decbr. das Mott — 5 10 —14 10 —! 8 20 -r ■ 2 - Wetzlar am «8 Juli der Scheffel 90 3 5_ 80 2 15 75 1 5 ' 55 1 21 Polizeiliche Bek a n n t ni a d) u n g e n. 41) Es hat die Erfahrung gelehrt, daß sich vorzugsweise im Linker mancherlei verdächtige Personen in die Häuser hiesiger Stadt einschleichen und, wenn sie bemerkt werden, um Allmosen bitten, bei dieser Gelegenheit aber, namentlich wenn sic unbemerkt bleiben, sich Diebstähle schuldig machen. Da solche Personen, welche einer Unterstützung bedürftig und würdig sind, diese in dem Maaße erhalten, daß sic nicht zu betteln Ursache haben, so fordert man, zur Verhütung von Ent- wendungeu, sämmtliche hiesige Einwohner hierdurch auf, den Bettlern in ihren Wohnungen keine Allmosen zu verabreichen, und die Nachforschungen der Polizeibehörde nach Bettlern und Dieben dadurch nicht zu erschweren, daß sie den Polizeiofficianten, auf deren desfallsige Anfrage, ans Mitleiden gegen solche Personen, verhehlen, daß dieselben in ihren Wohnungen gebettelt haben. Gießen den 29. December 1836. Der Gr. Hess. Kreisrath K. Eh. Knorr. 42) Das Verbot des Schießens in der Neujahrsnacht, welches nach Allerhöchster Verordnung bei einer Strafe von 1-0 Nthlr. untersagt ist, wird andurch in Erinnerung gekrackt. Einer gleichen Strafe unterliegt das Legen oder Losbrennen von Kanonenschlägen innerhalb der Stadt und deren Umgebung. Dodann wird unter Bezugnahme auf die unter dem 4. October 1833 erlassene Bekanntmachung das Verbot des Singens und Schreiens auf der Straße ebenfalls 266 ringeschärft, und weiter verordnet, daß alles Zusammenrotten und truppweise Gehe«, so wie Hin» und Herziehcn auf der Straße mit einer Strafe von 1 — 5 fl. geahndet werden wird, und alle Kinder, Lehrlinge von 6 Uhr gedachten Abends an bei einer gleichen Strafe — wofür die Eltern, Vormünder rc. haftbar sind, von der Straße sich entfernt zu halten haben. Gegen Unvermögende tritt Verwandlung der Geldstrafe in Gefängniß ein. Gießen am 21. December 1836. Der Gr. Hess. Kreisrath K. Eh. Knorr. Besondere Bekanntmachungen. 1309) Es wird zur Nachricht hierdurch bekannt gemacht, daß das Hcbregister der directcn Stenern bis zum 4. Januar 1837 zu Jcdermann's Einsicht offen auf dem Nathhause liegt. Gießen den 30. December 1836 Der Bürgermeister M. Schneider. 1312) Bei dem letzten Feuer in des Eonditors Silbercisen Wohnung ist der Feuereimcr M 52. abhanden gekommen. Es wird dieß zur allgemeinen Kenntniß gebracht, mit der Aufforderung, daß derjenige, welcher solchen besitzt, ihn innerhalb 24 stunden auf's Nathhaus abliefere. Zugleich bringt man weiter zur Kenntniß, daß ein bölzerner Eimer und Zuber von Rathsdiener Grüneberg in Verwahrung genommen worden sind, und derjenige, welcher solche als Eigenthum in Anspruch nehmen kann, sich bei demselben anzumelden habe. Gießen den 30. December 18.36. Gr. Bürgermeisterei. M. Schneider. Versteigerungen. 1258) Das den Kindern Istcr Ehe des verlebten Konrad Schwan jun. dahier zustehende Gasthaus zum Schwanen in der Wallthorstraße soll Montags, den 16. Januar 1837, Nachmittags 2 Uhr, in dem Hause selbst auf 5 Jahre, vom 1. August 1837 an, meistbietend, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, welche auch früher bei unterzeichneter Gerichtsstelle eingesehen werden können, verpachtet werden. In demselben Termine sollen auch die den vorgenannten Minorennen zustehenden Güterstücke, als: 345,7 Klftr. Acker hinter den Schießgarten, 290,2 Klftr. Acker geht am Wießmarerweg hin, 1 Kpf. 3 Gsch. 1 Ms. Korn 2 Kpf. 2 Ms. Hafer dem Fiscus, 735,1 Klftr. Garten am Krofdorferweg, 378,4 Klftr. Wiese hinter dem Wallbrunnen, 5 Alb. 1 Pf. auf's Nathhaus, 490,2 Klftr. Acker an der Weilburger Grenze, 3 Kpf. Korn 3 Kpf. 3 Gsch. 3 Ms. Hafer dem Fiscus, 453,0 Klftr. Acker am Atzelbusch, 151,9 Klftr. Wiese am Graswege, 230,0 Klftr. Acker hinter den Schießgärten, » Alb. % Pf. Zins in Kasten, 501,4 Klftr. Acker am Glcibergerpfad, 714,8 Klftr. Garten auf der Sterumark, 463,7 Klftr. Acker, stößt auf den kleinen und großen Grasweg, 195,4 Klftr. Acker in den Nödern, 180,5 Klftr. Acker auf der kleinen Weid. Gemarkung Wieseck. 428,9 Klftr. Wiese an der Wicscck- Gemarkung Heuchelheim. 1070,14 Klftr. Acker am Wolfsfurt, getheilt, auf 6 Jahre verliehen werden, welche sogleich in Bciiutzung genommen werden können. Gießen den 7. December 1836. Gr. Hess. Stadtgericht das. M ü l l c r. 1310) Mittwoch, den 4. Januar 1837, Morgens 8 Uhr, sollen auf dahicsigem Rathhause die Reparaturen und Laternenarbeiten für das ganze Jahr 1837, bestehend in Spengler-, Gla» ser-, Schreiner-, Schlosser-, Wagner-, Weiß, Kinder-, Zimmer-, Maurer- und Seilcrarbeit, so wie die Lieferung des nöthigen Wergs und Dochtgarns unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigst« nehmenden öffentlich versteigert werden. Gießen den 28. December 1836. Großhcrzogl. Bürgermeisterei. M. Schneid e r. 1311) Donnerstag, den 5. Januar l837, Morgens 9 Uhr, soll auf dahicsigem Rathhause das Wcgfahren der Erde an der Wieseck unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden. Gießen den 30. December 1836. Großhcrzogl. Bürgermeisterei. M. Schneider. 1271) Montag, den 9. Januar 1837, Nachmittags 2 Uhr und die folgenden Tage, wird in dem Hause des Hrn. Nagelschmicd Kunz auf dem Neuenwege eine aus 1500 Nummern bestehende Sammlung von Büchern, juristischen, philologischen und theologischen Inhalts, so wie eine Anzahl zur französischen Literatur gehöriger Werke, öffentlich meistbietend versteigert werden. 267 Gleichzeitig werden mehrere wertbvolleOehlgemälde, deren Einsicht von Mittags i bis 4 Uhr i» meiner Wohnung genommen werden kann, mit versteigert werden. — Verzeichnisse sind bei dem Unterzeichneten zur Einsicht zu erhalten. Gießen im December 1836. Ehr. PH. Vogel, wohnhaft bei Hru. Nagelschmied Lenz. 1259) Montag, den 30. Januar k. I-, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem hiesigen Rath- hause das der Ludwig Konrad Hoffen Wittwe dahier zustehende Wohnhaus tu der Caplausgasse, neben Johann Anton Müllers Wittwe, 4% kr. der Stadt, im Wege der Hülfsvollsireckung unter den im Termine bekannt gemacht werdenden Bedingungen meistbietend versteigert werden. Gießen den 10. November 1836. Gr. Hess. Stadtgericht das. M ü i l e r. 1'292) Dienstag, den 3. Januar 1837, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Königl. Fruchtspeicher zu Gleiberg circa 219 Scheffel Roggen, 333 „ Hafer, V2 „ Leinsaamen; sodann Mittwoch, den 4. Jannar 1837, Vormittags 10 Uhr, auf dem Königl. Speicher zu Wetzlar circa 212 Scheffel Roggen, 72 „ Hafer an den Meistbietenden öffentlich verkauft werden. Bei angemessenen Geboten wird der definitive Zuschlag im Termiue ertheilt. Wetzlar den 20. December 1836. Königl. Rentei. En gisch. 1301) Fruchtversteigerung bei dem Rentamtc Gießen. Montag, den 9. Januar 1837, Vormittags 10 Uhr, werden ans hiesigem Rathhausc 100 Malter Waizeu, 400 „ Korn, 200 „ Gerste und 250 „ Hafer unter den bekannten Bedingungen versteigert. Gießen den 19. December 1836. Großh. Hess Rentamt. Schneider. Feilgeboteue Sachen. 1310) Bei Unterzeichnetem ist eine schöne Auswahl Neujahrwünsche, so wie alle Sorten Kalender zu haben. C. Helm. 1302) Unterzeichneter ist Willens, sein gefertigtes Meisterstück, welches in einem Schreibsekretär besteht, zu verkaufen und ist bei Wittwe Hoß, in der Caplansgaffe, zu sehen. Martin Stillgel. 1222) Bischof- und Cardi'nalrsscnz in Gläschen zu 2 Flaschen, so wie Punschessenz in ganzen und halben Flaschen (meiner Fabrik) ist jetzt auch tu Gießen bei Hru. Höstereich zu bekommen. Wetzlar den 1. December 1836. I. D. W a l d sch m i d t. 1308) Punsch- und Bischoscffenz, Malaga, Madera, Rousillion und Ingelheimer Wem in Flaschen, Schweizer- und Rahmkäse, Häringe, Sardellen rc. bei Höste reich, auf der Mäusburg. 1313) Rührer Steinkohlen, faßweise, wie auch in Detail; Glanzpapier zur orientalischen Malerei, der Bogen zu 9 kr.; auch habe ich weiter eine Parthie Pantoffeln erhalten und sind in Auswahl zu 30 bis 48 kr. das Paar zu haben bei P. Bergmann, am Lindenplatz. Gießen den 28. December 1836. 1273) Rothe wollene Gesundheitsleibbindpn für Herren und Damen ü 2 fl. und 2 fl. 30 kr. per Stück, welche sich, da sie wegen ihrer zweckmäßigen Erwärmung des Leibes vor Erkältung schützen, vorzüglich empfehlen, sind angekommen bei Beer Isaac Stiebet, Fahrgasse Lit. A. JVo. 125., der Schnurgasse gegenüber, in Frankfurt am Main. Zu vermiethen. 1306) Eine Stube mit Kochoftn, Kammer, Küche, Keller und Holzplatz ist zu vermiethen bei Philipp Löb er, auf der Mäusburg. 1307) Ein bis zwei Stuben, mit oder ohne Mcublcs, an der Hauptstraße, sind zu vermiethen, wozu auch 1 bis 2 Kammern beigegcbeu werden können. Der Eigenthümer ist bei dem Ausgeber dieses Blattes zu erfahren. 1314) .150 fl. liegen gegen gerichtliche Sicherheit zu 4 pCt. in hiesiger Stadt zum Ausleihen bereit. G e s u ch. 1316) Ein Hausbursche wird in Dienst gesucht. Wo? sagt Ausgeber dieses Blattes. Vermischte Nachrichten. 1304) Morgen ist Entrecball im Buschischen Gartensaale. 130.3) Ich mache hiermit einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich Willens bin, von dem Anfang des neuen Jahres an Anter- 268 richt im Nähen und Kleidermachell zu ertbeilen. Meine Wohnung ist in der Sonne, Lit. B. M 50. Friederike Eichelberg. 1311) Der rühmlich bekannte Eifer, Hülfe- bedürftigen beizustehen, ein schönes Erbstück unserer braven Mitbürger, bat sich bei dem, ver- wicheueu Samstag früh in meinem Hinterbau entstandenen Brande von neuem bewährt, und denselben schnell gelöscht. Die Liebe, welche Sie mir durch Ihren regen Eifer bezeuget haben, verpflichtet mich zum innigsten Danke, welchen ich hiermit öffentlich ausspreche. Gießen den 28. Decbr. 1836. C. Silbereisen. 1305) Ein Frauenzimmer, welches im Bügeln, im Fertigen aller Arien Damenkleider und im Nähen überhaupt, zufolge einer mehrjährigen Hebung dieser Arbeiten, wobl erfahren ist, wünscht einige frei gewordene Wochentage wieder zu besetzen. Ausgeber dieses Blattes er- theilt das Nähere darüber. 1317) Mit obrigkeitlicher Bewilligung wird der Künstler Z. Bianchi aus Italien einem hochgeehrten Publikum ein großes Kabine: von Wachsfignren zu zeigen die Ehre haben. — Es enthält unter andern!: die europäischen Souveräne; ans der Geschichte: Friedrich des Großen, Napoleon, Bertrand und Massen«, Blücher, Wellington, Diebiisch, Paskewitsch, polnische Krieger rc. Sodann einen mechanischen Escamoteur oder- ägyptischen Taschenspieler, welcher mittelst zweier Becher die geschwindesten Verwandlungen von vielfältigen Gegenständen aus's überraschendste ausführt, dabei seiner Hände Werk von einem Flötenspicl begleiten läßt. Ueberhaupt ist das Kabinet so ausgestaltet, daß es gewiß Niemand unbefriedigt verlassen wird. — Eintrittspreis 12 fr. Kinder und Dienstboten zahlen die Hälfte. — Ter Schauplatz ist im Gasthaus zum Hirsch. — Das Kabinet ist von Morgens 9 bis Abends 9 Uhr offen. Frischbacken. r Sonntag, den 1. Januar. Conrad Noll auf der Mäusburg, Balthasar 7?oll in der Neustadt, Christian Jughard in der Wallthorstraße. Kirchliche Notizen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Am Neujahrstage 1837. Morgens: K>rchenrath Br. Dieffenbach. Nachmittag»: Kirchenrath Dr. @n«el. Kopulirte. Den 26. December. Philipp Heinrich Conrad Ferber, Burger und Metzgermeiüer dahier, weiland Georg Wildeln^Ferber, Burgers und Metzgermcisters all- hier, ehelicher eobn; und Jungfer Justine Henriette Luise Pdchppine, Georg Heinrich Braun, Burgers und Zieglers allhier, eheliche Tochter. Den 27. December. Johann Caspar Carl Bern- heusel, Burger und Leinweber dahier, weiland Peter Bern- heuiel. Tambours allhier, hinterlassener Sodn; und Jungfer Marie Katharine, weiland Johann Friedrich Schmitt, Ortsburgers ui Trohe, eheliche Tochter. Den 29. December. Johann Georg Stein, Lehrer dahier, weiland Johannes Stein, Burgers und Feldge- ichwornen in Büding-n, ehelicher Sohu; und Jungfer Wil- helmine, des Großherzoglichen penstonirten Lriminalgerichts- Sekretärs, Carl Christian Franz in Großenlinden, eheliche Tochter. Getaufte. Den 25. December. Dem Burger und Schreiner, Wilhelm Vetzberger, eine Tochter, Bertha Friederike Johamrette Elisabelhe. Denselben. Dem Burger und Metzgermeister, Heinrich Balthasar Vogt, ein Sohn, Heinrich Jacob Peter Christian Carl Martin. Deinelben. Dem Burger und Mehgermeister, wie auch Feldgeichworuen, Conrad Weidig, ein Sohii, Jacob Martin Carl Emil Conrad. Den 26. December. Dem Burger und Schuhmachermeister, Ludwig Wagner, eine Tochter, Johannetke Catharine. Denselben. Dem Burger Und Briefträger, Friedrich Haust, eine Tochter, Caroline Johannetke Philippine Wilhelmine. Den 27. December. Dem Burger und Instrumentenmacher, Philipp Hembach, ein Sohn, Christian Emil. Beerdigte. Den 15. December. Johannes, des verstorbenen Stadtgerichtsdieners, Ludwig Mohr, hmter- laffener Sohu, alt 13.1. 8 M. 26 T. Den 23. December. Catharine Henriette Luise Friederike, des Burgers und Briefträgers, Friedrich Hauß, Ehefrau, alt 25 I. 2 M. 24 T. D e u 24. December. Margarethe, weiland Johannes Stock, Corporals, eheliche Tochter, alt 68 I. 4 M. 17 T. Den 26. December. Friedrich Carl Löber, Schuh- machergesell dahier, des verstorbenen Burgers und Schuhmachermeisters, Wilhelm Andreas Löber, hinterlassener Sohn, alt 20 I. 6 M. Den 28. December. Conrad Martin, des Durger- und Schreinermeisters, Johannes Weder, Sohn, alt 1 I. 5 M. Denselben. Adolph Andreas Fleck, Burger und Schuhmachermeister dahier, alt 53 I. 2 M. 10 T. Getauft bei der kathol Gemeinde. Den 29. December. Dem Grvßh. Hess. Professor, Dr. Justus Liebig, eine Tochter, Johanne Elisabelhe Luise. Angekommene und abgereiste In den Gasthäusern. Z»i Einhorn: Die Hrn. Kaust. Sagemehl von Petersburg, Zambona von Ancker, Winkler, Weiler von Frankfurt it. Jacobi von Gäsheim, Hr. Advokat Oieffenbach von Gießen, Hrn. Pferdehändler Mentourl von Baurg n. Heß von Frankfurt, Hr. Sekretär v. Schenk, Hr Rittmeister v. Haussen Hr. Accesstst Fröhlich, Hr. Revisor Gaß u. Hr. Hauptm. Sllbrecht von Darmstadt, Fr. Fink von Lichtener. 3. bis 29. December. Im Kappen: Hr. Commilstonär Kern von Frankfurt, Fräul. v. Stockhausen von Darmstadt, Hrn Conduct. Rathgeber u. Stein von Frankfurt. Hr. Fabrik. Strubberg von Cassel, Hr. Ackuar Sage! von Frohnhausen, Hrn. Kaust. Ochs von Frankfurt u. Röhm vor: Edenkober, Hr. Muller Schultheis von Soden, Hr. Oekon. Fauerbach von Nieder- wölstadt. Fr. Brono von Amöneburg, Hr. Käusm. Eckhart von Frankfurt, Hr. Prof. Kilian" von Marburg. Druck und Verlag der G. D.' Brüh l'schen Buch- und Steindruckerei. Fremden vom 2 M. beehre mich die ergebene Anzeige zu machen, daß ich ein Colonialwaaren-Geschäft dahier gegründet hab und -in allgemeines öffentliches Commissions Comptoir damitverbiude. 6 trh mich einem verehrten Publikum bestens empfohlen halte, bemerke ich, daß ich m bc„ ä” »,,K„ S «»'™« mir S- ■ daber vorausgesetzt werden kann, daß ich mir die Grundsätze angeeignet habe, welche zur Begrün, duna und resp Erhaltung dieses Geschäfts erforderlich sind; ich glaube mich deßhaltz auch der angenehmen Hoffnung überlassen zu dürfen, mit dem Vertrauen eines geehrten Publikums beehrt zu 11)61 &$8ad insbesondere das von mir projectirte Commissions-Geschäft betrifft, so darf ich wohl im Voraus bei der unläugbaren Nützlichkeit eines solchen Instituts für dieVerwirklichung d eser Idee allaemeines Interesse und Anklang bei dem Publikum erwarten, zumal da diese Anstalt den Be/ dürfnlssen und Zwecken des gesteigerten commerziellen Lebens entspricht. Pünktlichkeit, Ordnung, Wahrheit und strenge Verschwiegenheit werden, wie ich dies auch in den Statuten selbst kurz aus- qesprochen habe, die Grundlagen scyn, auf deuen die Anstalt beruhen soll. So wie aber diese Eigenschaften einerseits die Grundbedingungen sind, um ihr das Zutrauen des Publikums zu er- wcrben,dasErworbene zu behaupten und dem Institute überhaupt ein frohes Gedeihen: und> unbedingtcuCre- dit zu verbürgen, so werden anderseits diese Eigenschaften nebelt der O-ffentlichkeit ^,es %nJitntÄ die sichersten Gewähren für die Interessenten seyn, die das Commis,lons-Compton mit ihrem Zutrauen beehren, theils die Auftraggebenden vor dem Schwanken unsicherer Privatauftrage bewah, ren und vor dem unvermeidlichen Nachtheile gewinnsichtiger Unterhändler sicher stellen, die ohne andere Motive, als vom momentanen Interesse geleitet, der Hoffnung künftiger Auftrage den augenblicklichen 'Gewinn vorziehen und so eilte unsichere Bürgschaft für die Kommittenten abgeben. Mit dieser kurzen Andeutung über die Grundsätze der Anstalt erlaube ich mir, ohne mich ttt eine Anpreisung der Vortheile, die eine solche Anstalt gewährt, einzulassen, eure genauere Angabe über die Grenzen und den Umfang derselben im folgenden beizufügen und die Bestimmungen und Normen für die von dem Commissions-Comptoir zu besorgenden Geschäfte und Arbeiten und dre dafür zu entrichtenden Vergütungen festzusetzen. Gießen im September 1836. Das allgemeine Commissions-Comptoir unterzieht sich allen Vermiethungen und Verpachtungen, soliden Versorgungen, Kauf und Verkauf von Grundstücken jeder Art, Unterbringung und Verjchaf- fung von Capttalien auf Hypothek ic. und verspricht nicht nur prompte und reelle Bedienung sondern auch strenge Verschwiegenheit über alle demselben übergeben werdende Auftrage. — Das Geschäft wird mit der größten Pünktlichkeit verwaltet und in Führung der Bucher strenge -Ordnung beobachtet werden. , „ . . Die Verwaltung dieses Instituts ist auf folgeude Bedingungen basiit. 1) Die Localnachweisungen betreffend: ®tefe bestch-n . und Ausmittlung von Familienwohnungen von allen Größen und Preisen, .Logis für einzelne Personen mit oder ohne Meublement — Pachtungen ut der Landwirthschaft ' - Pachtungen von Nutzgärten, Mühlen, Gasthöfen, Schenken, Kellern- Magazinen, Stallungen, Remisen rc. und Verwaltungen von Gütern." Von den resp. Haus- und Grundeigenthümern, so wie von den Loealsuchenden ist bei Ertheilung eines Auftrags nichts zu entrichten; dagegen haben auswärtige Verpächter sogleich für Porto und Inseratgebühren etwas zu bezahlen. — Kommt der Vertrag zu Stande, so ist der Pachter zowohl als der Verpächter, er mag hier oder auswärts wohnen, die Agenturgebühren, mit einem Kreuzer vom Gulden, nach Austrag der jährlichen Pachtsumme zu bezahlen verbunden. Die Verwaltungen von Gütern, Häusern, Einkassirung von Pacht- und Miethzinsen, Verwaltungen von Curatel - und sonstigen Geldern übernimmt das Commissions-Comptoir nach voraus- qeaangenen besonderen Verträgen und wird die Vergütung hierfür nach der Große der Arbeit bestimmt. Eben so übernimmt das CommisstonS«Comptoir den Verkauf von einzelnen Motz ilienstücken jeder Art und wird, wenn ihm Gegenstände zum Verkauf übergeben werden, jeden Monat eine Versteigerung deshalb antzeraumen und solche in dem Wochenblatt und am Tage der Bersteigerung mit Bezeichnung der Verkaussgegenstände bekannt machen. Die Gebühren: werden mit besonderer Aufrechnung der verhältnißmäßigen Publicationskosten berechnet und zwar von 1 bis 10 fl. 3 fr. ff 11 „ 20 ff 2 ff ff 21 ff 40 ff l'| ff von 41 bis zu einer jeden weiteren Summe 1 ff 1 , . Bei allgemeinen öffentlichen Versteigerungen finden die näheren Bestimmungen dieses Artikels natürlich keine Anwendung und erklärt sich in solchen Fällen das Commissionscomptoir gegen angemessene Taggelder zur Abhaltung derselben, ebenfalls bereit. ? vom Gulden. 2) Solide Versorgungen betreffend: Das Commissions-Comptoir wird jeden Auftrag, mit welchem die resp. Herrschaften und Prinzi- väle hinsichtlich der zu wünschenden Rachweisungen brauchbarer, mit vortheilhaften Zeugnissen rc. versehener Subjekte dasselbe beehren werden, stets zu befriedigen sich beeilen und bemerkt, daß weder bei Einreichung solcher Aufträge noch nachher Etwas zu bezahlen ist. Dahingeoen haben diejenigen Personen, welche ein paffendes Unterkommen suchen, namentlich „Kellners Marqneure, Gartenburschen, Wirthschafterinnen, Haushälterinnen, Köchinnen, „Ammen, Küchenmädchen, Kindermädchen, Kinderwärterinncn rc." bei Eingaoe ihrer Auf- träne eine der suchenden Stelle angemessene billige Vergütung für Einzeichnung des Auftrags, Inscrataebübren und sonstige Besorgungen im Voraus zu entrichten und ist den),cnigen, welche sich auf diese Art bei dem Commissions-Comptoir angemeldet haben, gestartet, bei diesem ein ^ahr lang in Bezug auf die gesuchte Stelle Anfrage zu thnn. —. r, ^Rach der beendigten Besorgung des Auftrags werden für die Ausmittelung der gesuchten stelle zwei Kreuzer vom Gulden des jährlichen Gehalts als Agentnrgebuhrcn vezahlt. 3) Den Kauf und Verkauf von Grundstücken betreffend: Das Commissious-Compioir übernimmt in - und außerhalb Gießen den Verkauf von Grundstücken jeder Art, als: standaüter, Häuser, Apotheken, Gasthöfe, Gartengrundstücke rc.," und haben die auswärtigen Verpächter sogleich bei Einreichung ihres Auftrags an z-nseratgebuhren "* B d-, Käuftr f»«M, ■/, M vom Hundert des Steigschillings als Agenturgebühren zu entrichten und sind beide eheste dieses zu bezahlen auch dann verbunden, wenn das Geschäft von dem Commlsstons-Comptoir nur eingeleitet, später aber ohne dessen Mitwirkung abgeschlossen worden sein sollte. 4) Die Unterbringung und Verschaffung von Geldern und Capitalien auf Hypothek betreffend: Das Commissions-Comptoir unterzieht sich der Unterbringung von Geldern »nd Capitalien An arößercn und kleineren Summen, so wie der Verschaffung von Capitalien au, Hypothek und haben diejenigen Committenten, deren Gelder durch Vermittelung des Geschafts-Comptorrs sicher unterge- bracht werden, weder bei Einreichung ihrer Aufträge noch nach vollzogenem Geschäft etwas zu bezahlen. — Dahingegen haben diejenigen, welche Gelder suchen, bet Eingabe ihrer Austiage 6 fr. von einem jeden Hundert der aufzunehmenden Summe als Einschrelbegbuhren, und nach vollzogenem Geschäft 7 pCt. öder 20 fr. vom Hundert als Ageniurgebühre» zu entnchtenund liegt denselben noch weiter ob, die betr. Kauf- und Taxations-Atteste rc. nebst der obrigkeitlichen Beglaubigung bei- zubringen, gegenfalls die Aufträge unberücksichtigt bleiben. Allgemeines öffentliches Commissions-Comptoir von I. G. A p p e l, auf dem Neuenweg Lit. B. M. 113 in Gießen.