Samstag, den 5. llovbr 1« (^MDMMK) iy~ 45. 'y Frucht- und Victualr'enpreise zu Gießen vom 29. October bis 5. November. L5rovpreisr sFleischpreise kr. Vf. kr. Vf. 1 1 g» «g*®. « auch F-ruchlpreise. emäs Warzen Gerste Hafer Erbsen Städte Linsen Pf- kr. Pf- st. Pi- kr. Pf. kr. Pf- st. s 50 165 15 10 180 200 1 1 10 8 7 8 7 20 18 4 4 6 12 2 1 1 1 4 5 7 1 1 1 Maas Milch Pfd. Butter 6 18 19 4 4 8 4 8 Darmstadt Gießen , 1 1 1 1 1 1 st. 4 4 st. 3 2 3 2 2 Marburg am 9 Oktbr. Wetzlaraml 8 3uli a K das Malter das Malter auch das Mött Las Achtels kr. 16 30 Qt. Kümuiel- oder gemischtes Brod „ Wasserwerk...... „ Milchdrod „ Taigscher Bierpreise. 25 Lth. 7 „ 6 „ 7 „ 10 7 12 8 15 16 20 16 18 ist Hammelfleisch .... Wurst ron pur Schweinen gemischte Wurst . . . Bratwurst . ... Schwartemagen . . . geräucherter Speck . . Schinken oder Dörrfleisch Rindsfett Hammelsfett . . . Schweineschmalz, ausgelassenes ... desgl. unausgelassenes . 3 3 - Pid.SO Llh. — 2k. Roggenbrod . . 2 „ 26 „ — „ „ . . . . 5 „ 20 „ — 1 Pfd. gutes Ochsenfleisch . . 1 „ Kuhfleisch 1 ,, Rind risch 1 „ Ben schw-ren Rinkern . 1 ,, Kalbfleisch 1 „ desgl. ausgemästeter . . 1 „ Schweinefleisch . . . . Pf. ft. I kr. 200 —I — — 6 ; lo 8 HanLkäse 4 Eher . . . . 1 Pfd. Waizenmebl..... 1 , grob geschälte Gerste . . 1 , klein giuchälte Gerste . . Maas ordinaires Bier . . . auch . Maas Doppelbier .... WarL!Ureise. Korn <6<Ü • o o «1 g S.« Polizeiliche Bekanntmachung. 32) Am 31. vorigen Monats sind in Frankfurt a. M. die nachverzeichueten Gegenstände: 1) Ein Paar silberne Leuchter mit Figuren und Schlaugenwindungen; 2) drei silberne altmodische Salzfässer; 3) drei silberne Becher, wovon der kleinste drei kleine runde Füßchen hatte; 4) ein Gc- würzkästchen mit einem Deckel, welcher vermittelst eines Jarniers doppelt aufgiug; 5) ein silbernes dreieckiges Ostergefäß mit 3 Füßen; 6) ein silbernes Schüffclchen, woran das" eine Ohr abgebrochen war; 7) acht silberne Suppenlöffel; 8) ein Gemüselöffel, welcher mit Dinte eine hebräische Bezeichnung hatte; 9) drei Dutzend diverse silberne Lhcelöffel; 10) eine silberne Zuckerzange; 11) eine goldene Nepetiruhr nebst Kette, Pettschafte und Uhrschlüffel, wovon jedoch nur Pettschafte und Uhr- schlüsscl von Gold wären, die Kette von Messing; 12) circa 30 Stück silberne Uhren, eine bedeutende Anzahl goldener Ohrringe, goldene Fingerringe und Porstecknadeln, deren Zahl man nicht anzugeben weiß; 13) circa 6 goldene Ketten; 14) circa 6 mit Silber beschlagene meerschaumcne und porzellainenc Pfeifenköpfe; 15) ein Haken mit einem dünnen Kettchen, etwas ausgebrochen, von Messing; 16) zwei Kopfkissenzüge von gelbem Damast, gefüttert mit rothem Cattnu; 17) ein Tischdeckcheu von Seidenstramin mit silbernen Spitzen besetzt; 18) vier Goldkreuzer; 19) eine weiße Atlas-Echarpe mit falschen Goldfranzen; 20) ein Paar gestickte Hosenträger; 21) diverse silberne Münzen; 22) ein silbernes Büchschen mit einem Kalender; 23) ein silbernes vergoldetes Büchschen; 220 24') iß Stück Brabanterthaler, mehreres preußische Geld und ein Braunschweiger chchtzehnbatzncr; 25) ein Pfandschein; 26) zwei silberne Beutelbügel mit silbernen Ketten; 27) viele anvcre Oegen- stünde welche man nicht anzuqeben vermag, entwendet worden. , , ' ^ndem man vor deren Ankauf warnt, fordert man zugleich alle dieienigen, welchen eins oder das andere der entwendeten Gegenstände zum Kauf angeboten werden, oder falls sie von der Entwendung selbst nähere Kennrniß erhalten sollten, auf, ihre dcsfallstgcn Wahrnehmungen rc. alsbal- den auf dem dahiesigen Polizeibureau zur Anzeige zu bringen. Gießen den 3. November 1836. Der Gr. Kmsrath. Z u'l e h n e r. Besondere Bekanntmachung. 1112) Nach höherer Mittheilnng besteht für die Stellvertretung im Militairdienste künftig nur allein die errichtete S taats asse curan z- Anstalt, an welche sich demnach diejenigen zu wenden haben, die für sich einen Stellvertreter cinstellen wollen. Dieses bringe ich in höherem Auftrage zur Kenntniß der Sladtangehörigen. Gießen den 28. Oktober 1836. Der Bürgermeister M. Schneider. Versteigerungen. 1102) Künftigen Dienstag, den 8. d. M-, sollen in der Neumühle dahier 2 Pferde, 3 Kühe, 2 Rinder, 20 Enten, 10 Hühner und mehrere Kausgeräthscliasten gegen gleich baare Zahlung an den Meistbietenden versteigert werden. 1103) Montag, den 14. November, Vormittags 10 Uhr, soll auf dabiesigem Rathhause die Lieferung von 445 Walter Hafer Zehngruud- rente an Großh. Rentamt zn Gießen, an den Wenigstnehmendeu versteigert werden, wozu man Steiglustige einladet. Leihgestern am 1. November 1836. Der Bürgermeister Wagner. dahier zwei Kühe im Dege der HülfSvollstrecknng gegen baare Zahlung versteigert werden. Gießen den 27. Octbr. 1836, Gr. Hess. Stadtgericht. M ü l l e r. 1115) Die Lieferung der auf den Etappen Grünberg, Friedberg und Gießen für die im Jahr 1837 durchpassirenden Königl. Preußischen Truppen nökhig werdenden Fourage soll Mittwoch, den 16. November, Vormittags 11 Uhr, auf dahiesigem kreisräthlichen Bureau au den Wcuigstnchmendcn versteigert werden. Dies ««durch zur öffentlichen Kenntniß der Steiglustigen bringend, bemerkt mau zugleich, daß "die desfailsigen Bedingungen schon vorher eingesehen werden können. Gießen den 1. November 1836. Der Etappen-Commiffair Z u l e h n e r. 1113) Montag, den 7. November d. Z., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause 3 Schränke und 1 Commode im Wege der Hülfsvollstreckung öffentlich meist, bietend versteigert werden, Gießen den 10. Oktober 1836. Gr. Hess. Stadtgericht. Müller. 1115) Dienstag, den 8. d. M., Morgens 9 Uhr, soll vor dem Neustädter Thore dahier eine Kuh im Wege der Hülssvollstreckung versteigert werden. Gießen den 2. Novbr. 1836. Gr. Hess. Stadtgericht. Müller. 1114) Dienstag, den 8. Novbr. d. I., Vormittags 9 Uhr, sollen vor dem Neustädter Thore 1058) Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Montag, den 7. Novbr. d. I., von 10 bis 12 nnd Nachmitttags von 2 bis 5 Uhr, in der Cavalleriekaserne zu Butzbach eine bedeutende Quantität getragener Militair- kleider, alö: Mäntel, Collets, Spenzer, Reithosen mit Leder und ohne Leder, Mützen, Stiefeln rc., sodann eme Parthie ausrangirten Reitzeugs, bestehend in Teppichen, Sattclböcken, Zäumen, Stangen, Trensen und sonstigem Nie- 221 menwerk, meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. — 1045) Montag, den 28. November d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Nathhaus das dem Burger und Schuhmacher Hermann Wilhelm Löb er dahier gehörige Grundstück 1 Viertel 42 Klftr. oder 1 Vrtl. 1 Rth. 15 Sch. am Wetzlarer Weg neben Dau. Valth. Plank, giebt 3z kr. Zins dem Fiscus, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 11. Oktbr. 1836. Großherzogl. Hess. Stadtgericht. M ü l l e r. 1091) Montag, den 14. November d. I. und die folgenden Tage, Nachmittags 2 Uhr, sollen die zum Vermögensnachlaß des Bürgers und Goldarbeiters Ludwig Manuberger von hier gehörigen Mobilien, zum Zwecke der Erbtheilung, in der Wohnung des Verstorbenen, bei Kaufmann Christian Wallenfels aut dem Markt, öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden, und wirb durch die Schelle noch bekannt gemacht werden, welche Gegenstände au dem fraglichen Tage bei der Versteigerung vorkommen. Zugleich werden alle diejenigen, welche Forderungen oder sonstige Ansprüche an den genannten Nachlaß zu machen haben, aufgefordert, solche Freitag, den 11. November d. I., Vormittags 9 Uhr, auf Gr. Stadtgericht dahier au- zuzeigeu und zu begründen, widrigenfalls auf solche bei der Auseinaudersetzung des sraglicheu Vermögens keine Rücksicht genommen werden wird. Gießen den 27. Oktober 1836. Gr. Hess. Stadtgericht. M ü l l c r. Feilgebotene Sachen. 1114) Einzig achtes und vielfach erprobtes Schwei zer-Kräurer-Oehl, zur Berschöuerung, Erhaltung und zum W a ch s t h u m der Haare, erfunden von K. Willer in Zurzach in der Schweiz, und in Mühlhausen im Ober-Elsaß. Diesem bereits schon weit umher zu besagtem Zwecke anerkannt nützlichen Produkte hat die medicinische Fakultät zu Paris anuoch die Krone aufgesetzt, indem nach einer von derselben ange, stellten genauen und sorgfältigen chemischen Untersuchung dieses Schweizer-Kräuter-Oehls dem Erfinder desselben, K. Willer, von Sr. Mas. Ludwig Philipp, Kön.'ig der Franzosen, das ausschließliche Privilegium zum Absatz dieses Oehls in ganz Frankreich ehrenvollst ertheilt worden ist. Aehnliche von Seiten der Medicinal-Col- legien in Berlin, Magdeburg, Hamburg, Dresden, Leipzig, München und mehreren andern Haupt- und Residenz-Städten vorgcnommene Untersuchungen haben ein eben so günstiges Resultat zu Tage gefördert, welches dem Erfinder dieses Schwei- zcr-Kräuter-Ochls den freien öffentlichen Verkauf desselben in den betreffenden Staaieu zusichert. Diese wichtigen in den Händen des Erfinders licgeudeuUrkunden, Documente, verbunden mit einer Menge authentischer Zeugnisse aus den verschiedenen Gegenden Europa's, wodurch die Güte und Vortrefflichkeit dieses Haar-Oehls aufs evidenteste dargethan ist, stehen allezeit Jedermann zur beliebigen Einsicht offen und bereit. Alle diese Zeugnisse sind nicht nur amtlich beglaubigt, sondern auch Unterschrift und Siegel der Behörden, durch Legalisationen hoher Beamten der königl. franz fischen, der königl. preußischen und der kaiserl. königl östreichifchen Gesandtschaft in der Schweiz, unterm 16., 18. und 20. Juni 1836, bekräftigt und besiegelt. Besonders n ö t h i g e B e m e r k n n g. Da mehrere Individuen es wagen, ein nach- gepfuschtes Oehl in den Rang deö Willer'schen Schweizer-Kräuter-Oehls zu stellen, selbiges als mit den nämlichen vorzüglichen Eigenschaften behaftet auzupreisen, und dadurch das resp. Publikum zu täuschen, so bringt der Unterzeichnete hiemit zur allgemeinen Kcnntniß, daß in Folge sorgfältiger chemischer Zergliederung alle jene Oehle ganz einfache Substanzen enthalten, und daß ihnen geradezu der Nerv und die Zeugungskraft des Willer'schen Schweizerkräuter-Oehlö abgeht, nämlich : die auS den Schweizer-Alpen-Kräu- tcrn gezogenen herrlichen und kraftvollen Bestand- theile, ohne deren Beimischung keine Beförderung des Haarwuchses möglich ist. Die gehaltvolle Aechthejt des Willer'schen Ochles beurkundet sich auf das Unzweideutigste durch dessen bedeutenden Absatz in den meisten Staaten Europa's, und seine vorzügliche und schnelle Wirksamkeit verschafft ihm überall Beifall, was die täglich entlaufenden erfreulichen Nachrichten beweisen. So sehr den Erfinder das vergebliche Herum- pfuschcn an seinem Produkte ärgert, so schmeichelhaft für ihn ist es anderseits, daß Personen hohen und niedcrn Standes bis dahin — ob schon nutzlos — damit befaßt, und dadurch selbst sogar, wider Willen, die alleinige Vortrefflichkeit dieses Oehls vor aller Welt documentirt haben; — denn das Schlechte und Gehaltlose 222 «ndet teilte Neider, nur das Außerordentliche und in seinen Wirkungen Erprobte möchte gerne nach- aeahmt werden. Hundert andere heut zu Tage dem öffentlichen Gebrauch angetragene Gegenstände aller Art läßt man, als der Nachahmung unwerth, unbeachtet liegen. Um aber dennoch diesem uberhandnehmen- den betrügerischen Nachpfuschen des Willer'schen Schweizer-Kräuter-Oehls sür ein und allemal ein Ende zu macken, und auch der unbemittelten Klasse die Wohlthat seiner Erfindung so viel Möglich nicht vorzuenthalte», hat der Unterzeichnete im allgemeinen Interesse und um den diesfalls vielseitig geäußerten Wünschen zu entsprechen, den Entschluß gefaßt, in Zukunft das Flchch- chen seines Oehlö statt wie bis dahrn für 2 fl. 30 fr., nunmehr zu 2 fl. abzulaffen, was ihm bei dem letztjährigen Wohlgeratheu der Schwe-- zer-Alpenkränter in Quantität und Qualität um so eher möglich gemacht wurde. , -^edes Fläschchen dieses einzig ächten Schwer- zerkrätiter-Oels — worauf hiemil hauptsächlich noch aufmerksam gemacht wird — ist mit dem königlich französschen Brevet-Pettschaft, und die umwickelte Gebrauchs-Anweisung nebst Umschlag mit dem königl. französischen Wappen und des Erfinders eigenhändigem Namenszug versehen.— Zugleich wird bemerkt, daß in jeder betreffenden Stadt nur eine einzige Niederlage dieses ächten Schweizer-Kräuter-^ ehls sich vorfindet, undzwar in Gießen bei F. D. Felsing's Wittwc, bei welcher das Fläschchen um 2 fl. zu haben ist. K. W i l l e r, der Erfinder u. alleinige Eigen- thümer des ächten Schw.-Kr.^Dehles. 1095) Hopfen (Gießer Gewächs) verkauft zu billigem Preise ^.80$, ’ s < in der Lowengasse. 1099) Ein Haufen Kuhdung ist zu verkaufen. Das Nähere bei Ausgeber dieses Blattes. 1097) Treber, der Zuber zu 9 fr., werden qeqen eine bei Hrn. Silbereisen zu losende Karte von mir abgegeben. Müller, Essigsieder. 1109) Eleonore und Elisabethe Schmitt in der Neustadt sind Willens, ihr Haus aus freier Hand zu verkaufen, 1107) Weißes Hausm acherleiucn und Wollen- aarn von verschiedenen ächten Farben verkauft s . A. H. Zughardt, Nahe am Markt. 1104) Mallaga, Madaira, Ingelheimer Wein in Flaschen, Bischof, Himbeeressig und Saft ic. bei Höstereich, auf der Mäusburg. Zu vermiethen- 1096) Der v. Grolman'sche Garten, dem Busch'scheu Garten gegenüber, mit einem geräumigen Häuschen, ist auf mehrere Jahre zu ver- miethen. 1092) Die mittlere Etage des seither von Schlossermeister Wanuig bewohnten Hauses, in der Neustadt, ist zu vermiethen. 1091) Ein Logis, bestehend aus 3 Stuben, Kammer, Keller, Küche und Holzstall, ist zu ver, miethen und sogleich beziehbar bei Z. B. Loos, am Markt. 1111) Ein Logis, bestehend aus 3, auch 4 Stuben, Kammer, Küche, Holzstall und Keller, ist zu vermiethen und bis den 1. April 1837 zu beziehen bei G. Reiber. 1104) Ein gutes Sopha ist zu vermiethen bei Marguth, an der Kirche JLit. A. M. 18. 1105) Bei mir ist ein Logis, bestehend in einer Stube, zwei Kammern, verschlossenem Keller, zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. 4 CH. Franz, auf dem Markt. Vermischte Nachrichten. 1100) Tanzrepetitions-Anzeige. Der Unterzeichnete beehrt sich, einem geehrten Publikum crgebenst anzuzeigen, daß künftigen Sonntag, den 13. November, unter seiner Leitung eine große Tanzrepetition Statt finden wird. Der Anfang dazu ist um halb 7 Uhr Abends. Die Probe, welche dieser Repetition Sonntag, den ß. November, vorangeht, beginnt um 5 Uhr Abends. Das Local ist im Gasthaus zum Ein^ Horn. Z. P. Sch ne ko, Tanzlehrer. 1098) Es werden Kartoffeln zu kaufen gesucht. Wo? sagt Ausgeber dieses Blattes. Hierzu eine Beilage. Ferner: vermischte Nachrichten. 1093) Meinen geehrten Kunden beehre ich mich hiermit anzuzeigen, daß Jakob Schimpf von hier seit heute nicht mehr in meinen Dreizsten steht. Gießen den 2. November 1836. F. Lotse. 1101) Morgen ist Tanzmusik im Buschischrn BNrrteusaale. 1041) Mit obrigkeitKcher Bewilligung macht Unterzeichneter biermit dem kunstliebenden Publi- kum eraebenst die Anzeige, daß wegen den am 7. u. 8 Novbr. im Saale des Gasthauses zum Einhorn Statt findenden Festlichkeiten die Aufstellung der Diorama nur noch bis Sonntag, den 6 Novbr., daselbst, »nd vom 8. Novbr. in dem Kaffcchause dahier bei Hrn. Ebel mit ganz neuen Stücken, welche hier noch nicht gesehen worden sind, ausgestellt und gezeigt werden wird Auch statte ich gleichzeitig dem geehrten Publikum für das mir bis jetzt geschenkte Zutraun meinen verbindlichsten Tank ab, mit der Bitte, mich bei den folgenden Ausstellungen mit einem recht zahlreichen Besuche zu beehren. — Billets sind in meiner Wobnung, im Gasthaus zum Darmstädter Haus, zu jeder Zeit zu haben. . I. E. Paukert, Künstler. 1108) 6500 fl. werden gegen dreifache Sicherheit a 4% zu leihen gesucht, und wenn diese dem Darleiher nicht genügen sollte, können noch weiter 3 bis 4000 fl. gerichtlich verschrieben werden.- Gießen den 4. November 1836. Allgem. öffentl. Commiss.- Comptoir. er P. B. ihn anziehen oder verleihen werde. Da nun am 21. März d. Z. die Frau, welche den Rock forttrug und das Geld brachte, und Hey- land am 30. April d. I. beerdigt wurden, so ward des letzteru unglückliche Wittwe, welche im vorigen Jahre in der Entbindungs-Anstalt dahier vperirt wurde, wodurch sie bekanntlich als Krippel jämpierlich lebt, von mehreren Wohlthätern beschenkt und schickte diese hierauf ihr Söhnchen zu P. B. mit dem geliehenen Gelde, und wollte den Rock einlösen lassen, allein P. B. sagte, er habe diesen Rock nicht in seine Hände bekommen, und eben so wenig habe er die Frau, welche den schwarzen Frackrock ihm gebracht haben solle, noch den Hrn. Hcpland gekannt. Unter Thränenströ- men ‘‘bat mich, Unterzeichneten, die Wittwe Hep- land, die nöthigen Schritte für sie zu thun. Auch ich ging zu P. B. und stellte ihm die traurige Lage der mit fünf unerzogenen Kindern belasteten Wittwe vor, und als ich dieselbe Antwort, wie das Kind der Wittwe Heplaud, von P. B. erhielt, so stellte ich deshalb eine Klage bei Gr. Stadtgericht dahier an, P. B. erhärtete hierbei eidlich, das Pfand nicht Zn seine Hände bekommen zu baden. Ich ersuche daher jeden Menschenfreund, welchem etwa die geringste Spur dieses Nockes auf irgend eine Weise bekannt geworden (oder werden) sollte, unter Verschweigung seines Namens mir Nachricht hiervon mitzutheilen, und fordere weiter denjenigen, welcher den Nock in Händen hat, auf, solchen gegen baare Rückzahlung des ganzen Geldes, welches der Besitzer des Nocks dafür gegeben hat, an mich abzulieftrn. Gießen den 3. November 1836. L. Keßler. 1110) Eine erfahrene Köchin sucht als Köchin oder Hausmagd auf Weihnachten einen Dienst. Das Nähere bei Ausgeber dieses Blattes. 1094) Im Sommer des vorigen Jahres hat der verstorbene Canzlist Wilhelm Heyland dahier einen neuen Frackrock einer hiesigen Bürgersfrau übergeben und dieselbe gebeten, ihm bei P. B. einen Gulden und acht und vierzig Kreuzer hierauf zu leihen. Diese Frau, welcher die Roth des Verpfänders sehr bekannt war, trug den Frackrock fort und brachte die Nachricht, P. B. habe ihr 1 fl. 48 fr. für diesen Versatz hingczählt, aber auch zugleich 18 fr. davon zurückgezogen und dabei solle er gesagt haben, das seien die Zinsen und solle sic dem Hrn. Hcpland sagen, daß, wenn er Hcpland den Rock nicht bald eintöfe, 1106) Literarische Anzeige. In meinem Verlage erschien so eben: Staudenmaicr, Df: F r. A. (Professor in Gießen), Geist der göttlichen Offenbart: n g, o d e r W i ss e n s ch a f t d e r G e s ch i ch t s- principicn des Christenthums. Gr. 8. Eleg. broch. 1 fl. 39 fr. Der berühmte Verfasser der vorliegenden Schrift hat sich die Aufgabe gesetzt, den inner» Geist der göttlichen Offenbarung als Vermittlung des höhern Lebens dnrch die Gottheit darzustcllen, und aus dem Wesen und 224 der Form dieser göttlichen Vermittlung eine Wissenschaft der Geschichtsprincipien des Ehristenthums abzuleiten. Die Wichtigkeit eines solchen Unternehmens muß an sich schon einleuchten, besonders aber zu einer Zeit, in der man, wie in der uns'rigen, sich der historischen Auffassung des Lebens wieder genähert hat. Zugleich war diese Anschauung von der göttlichen Offenbarung, wke die Darstellung zeigen muß, geeignet, in den innern Lebenszusammenhang sowohl der Offenbarung, als deö göttlichen Reiches, welches sie offenbaret, tiefer einzndringen, als es bis jetzt der Fall war. Gießen im November 1836. B. C. Ferber. Frischbacken. Sonntag, den 6. November. Conrad Noll auf der Mäusburg, Balthasar Noll in ter Neustadt, Christian Jughardt am Wallthor. Kirchliche Notizen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Am 6. November. Morgens: Kirchenrath Dr. Dieffenbach. Nachmittags: Kirchenrath Dr. Engel. Getaufte. Den 30. October: Dem «Burgerund Schreinermeister, Ludwig Menzel, ein Sohn, Karl Benjamin. Denselben: Dem Burger und Weißbinder, Johannes Bourgois, eine Tochter, Juliane Charlotte. Den 1. November: Dem Burger und Lohn- kuticher, Philipp Brück, ein Sohn, Johannes Karl. Beerdigte. Den 29. October: Karl Jacob, des Burgers und Huthmachermeisters, Ludwig Gail, Sohn, alt 2 I. 8 'M. 4 T. Den 2. November: Elisabethe, des Burger« und Waldforsters, Ludwig Klingelhöffer, Ehefrau, alt 64 I. An§ekommene und abgereifte Fremden vom 28. Oktober bis 3. November. IN den Gasthäusern. Im Einhorn: Hr. Stabsarzt «Ammann von Darmstadt, Hrn. Kreisräthe Ouvrier von Grimberg u. Küchler von Friedberg, Hr. Hauptm. Kronebvld von Worms, Hr. Lieutenant v. Lehinann, Hr. Kanzler Linde, Hr Obrist Schaumberg u. Hr. Stud. Böckmann von Darmstadt, Hr. Wernher von Ludwigshütte, Hrn. Kaust. Schmer von Coblenz, Spieler von Rodweiler u. Kupfer von Erfurt, Hr. Forstinspektor Sartorius von Biedenkopf, Hr. Fabrikant Dessauer von Aschaffenburg, Hrn. Kaust. Höpken von Bremen, Junghans von Butzbach u. Sagemik von Petersburg, Hr. v. Schenk von schmitthof, Hr. Berner von Witzenhaus, Hr. Kaufm. Kott von Gemünd, Hr. Fabriciu« von Griswald, Hr. Revierwrster Meter von Grünberg, Hr. Oekonom Hoffmann von Hofgill, Hr. Officier Feker von Wisbaden, Hr. Kaufm. Gumpf von Wetzlar, Hr. Capitain Kronenbold von WormS, Hrn. Kaust. Met- tinghan von Coblenz u. Harm von Frankfurt. Im Rappen: Hr. Stud. Wolf von Oberiugelheim, Hr. Kaufm. Habersang von «Marburg, Hr. Obervorsteher v. Böneburg von Heiene, Hrn- Stud. Schminke von Heidelberg, v. Riedese! von «Altenburg u. v. Kleneke von Göttingen, Hr. Kaufm. Geo. Um. Geiße von Philadelphia, Hr. Stud. Berting von Oldenburg, Hr. General v. Dalwigk von Darmstadt, Hr. Oekonom Fauerbach von Großkarben, Hrn. Kaust. Dittmann von Nürnberg u. Belling von Haspe, Hr. Prediger Barez von London, Hrn. Kaust- Hardegen von Viersen u. Merle von Karlshaftn, Hrn. Techniker Rohenzweig von Cassel u. Hitzel von Münzenberg, Hr. Kaulm. «Nauroff von Frankfurt, Hr. Stud. Orelli von Zürch, Hr. Fabrik. Pfeiffer, Hr. Oberbaurath Stär u. Hr. Ober-B.-C.-Controleur Mayer von Cassel, Hr.