13 3uni Hamstaß, Sm 1835. ------ .... ~ Frucht- und Victualienpreise zu Gießen vom 6. bis 15. Juni. pt». Lt». orbinairr« Bier auch I Maat Dsppelbier auch MB. Hafer Erbsen Gerste Korn jtn Vf. ■zoo 40 160 10 10 50 ! Marburg < Metzlar an iDar.astabl Gießen . Kümmel-ober gemischte« Brod . Wasserwerk Mllchb'Od Taigscher . . • • • • • Lth. - Ot. Skogzenb gutes Ochieasieiü Kuhfleisch . . . Kalbfleisch ..... detgl. ausgemästete« . . . Schweinefleisch .... Hammelfleisch . . . . Wurst een »ur Schweinen . gemischte Wurst .... Bratwurst Schwartemagen geräucherter Speck . . . Schinlen oder Dörrfleisch Rindtfelt....... Hammelsfett Schweineschmalz ausgelassene« deigl. unausgelasseue« . . . da« Malle da« Malte auch da« Mett da« Achtel irv 2001 1 Pfd. Butter . . . 3 Handkäse 6 Sver 1 Psd. Waizenmebl . . > grob geschälte Gerste . klein geschälte Gerste Die Zugaben dürfen in weiter nicht«, als in von derselben Gattuns bestehen, und .war aut 10 Pfd. Fleisch nicht mehr al» andertnalb Mund, und s» wetter nach S)r»pertien, welche» auf ein Md. nicht völlig fünf Ceth «usmachr. Köpfe, Kurte, beraub, wie auch die ganz blutigen und nicht ge niet baren (Stittfc vom Halt, sind von der Zugabe -änjlich ausgeschlossen. 33) Um ci'ncs THeils den Anständen zu begegnen, welche sich in Bezug auf Publication und Gültigkeit der hiesigen Polizei -Vorschriften seither ergeben haben, andern ^.hcilö aber auch die Grle- aenheit zu gewähren, sich mit sammtlichen hier bestehenden Polizei» Verordnungen bekannt zu machen, wird die dermalen bestehende Sammlung der hiesigen Polizei-Vorschriften, von dem Groß!). 4-olizeirath Äauch dahier srüherhin »ntworfcn, deren Inhalt, in so weit er nicht durch die neuesten s-o.izei - \-Ubu* caitda von 1832 an aufcsehoben ist, hiermit ausdrücklich für gültig und bindend erklärt wird, von -.iDit, tag den 15. dieses Monats an, zu Jedermanns Einsicht auf dem dalncsigen Nathhansc loco publica- tionis öffentlich aufgelegt werden, und acht Tage hindurch aufgelegt bleiben, was hiermit zur .,ach« achtukig bekannt gemacht wird. Gießest den 1. Juni 1835. Der Mösihc'rz. Hess. Krcisrath des KreifcS Gießen K. C !). K n o r r. * Georg Denlelben: Dem Doctor der Philosovbie und m««. w yiettC,,U,mcr' (ln Sohn, r>-nn^».nJe,Pe«Tcm Burger und Metzgermeister, Jo. Mattes t '•'acob Martin Maltvmestus, eine Tochter, Luise ein $o\nf;®eeor8 Ä' *“*”* ®°t,frkb «rö* <’b’l»erjoälid;eh Landrichter, Carl em Sobn, Carl Wilhelm Friedrich Theodor. 8\'slln': Dem Burger und Schuhmachermeister Aemnch Laudon» ein Sohn, Lilhelm Ludwig. ' e^u9\31111 Dem Burger und Schneidermeister Philipp Theodor Haas, ein Sobn, Johann G-°r- ^0- Juni: Dem ^Burger und Maurer, Carl öcoiiget, eit Sobn, Emil Friedrich Ludwig. mhihtVäiJJl 31lni: , Dem Burger und Lein Webermeister, flhilipp Georg Hammel, ein Sobn, Heinrich emytitf-T»*? - w«. W..L 8Är'LAK,WxFM. - Ferner vermischte Sachen. 512) Die diesjährige Serien«Ziehung des neuen Königs. Preuß. Ansehens von 12 Millionen Thaser Preuß. Cour., oder 21 Millionen Gulden im 24 fl - Fuss, — rückzahlbar mittelst 252,000 Prämien von 2 mal 100,000 Thlr. Preuß. Courant; 90,000 Thlr ; 2 mal 80,000 Thlr.; 75,000 Thlr.; 5 mal 70,000 Thlr.; 2 mal 65,000 Thlr.; 2 mal 30,000 Thlr; 2 mal 20,000 Thlr.; 10,000; 9,500; 8,000 rc., -u- sammen 22 Millionen 903,200 Tblr. Preuß. Courant — findet nächsten 1. Juli, und die darauf Bezug habende Gewinn - Ziehung — worin alle in der Serien > Ziehung herauskommenden Nummern einen kleineren oder größeren Gewinn machen müssen und welche 9000 Prämien von 80,000 Thlr.; 20,000 Dhlr., enthält — am 15. October d. .I. Statt. — Original- Promessen von 5 Nummern pr. Stück sind bei dem Unterzeichneten ä 4 Thlr. Preuß. Cour. « « i!-' Fuss) pr. Nummer oder 20 Thlr. Preuß. Cour. pr. Promesse gegen gefällige rleber. sendung des Betrags zu haben; auch ist man bereit, diesen, nach Ablieferung der Promessen, bei den betreffenden Personen pr. Wechsel in Empfang nehmen zu laßen. Stuf fünf bezahlte Promessen wird eine sechste gratis gegeben. — Auf Verlangen sind auch ausführliche Verloosungsplane zu haben bei Wilhelm Rieger in Frankfurt a./M. Kirchliche Notizen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst, oi« < i q „. »WnutD Dr. Engel. Nach«itsag-:' Cmwid-/§ i ch ' Angekommene und abgereiste Fremden vvm bis io. Juni. £ ort v. Tasrhurs, B-umentbal -. MÄS b? ^' ^Erherr Graf Ranzau p. güten® gn. fc u jb' ‘ aÄÄ''”'- Frieß o. Daum ' “• *-"• «•epinfliiii v. Friedberg, Acrzie. 1 ^^^richbauer n. Fam. v. Darmstadt Denner v. 8)(ür6urg, .fjr. Jßenuer n ?od>trr «' lr‘5l,‘™bei\' f£. Kfm. Schmidt p. Ciefeld. Hr. Schwede u* fir. Echharkt. S-ud.,p. Marburg. Hr. K.dcsdä v. -Men ' ^'ü^®^•df,erfCrlei^hefc^ ^,^U'gi-«münden, Freut. Offey $. 6*f["rh « ® JnS Ut /c6I('' ”• Herwannstein, Hr. Kfm. 8-^?dCltn*' Hk. Cand. Martin i>. Alsteld Le Pl /r v. MarbU'g, Hr. Klein o. Siedenkorf Hr Kfm' Kid °>^.'ttt,rt, Hr. Stolzlv v. Warschau, Ai t.a.id. «terl v. Srst, Hr. Rdv. N'ne v. Wildanaer fi, JlUei u. Hr. Frchs r. Fransfuit, Hr. Ö? üb tarnen v. Dan-v Sn den Gasthäusern. u fTWsm'^fr2: Schouewald p. Darmstadt, Hr. Rolb u. Dr. Wuyrt ». Frantfurt, Dr. Heseban u fr « WWLMMM mich v. Frankfurt D>-' Wn'fh^*11^ v. Deubach, Hr. KüiN- einnedmer ' Dr. Roth v. FranksUit, Kst., fcr. ,x, a. Mecklenburg ".e-r * ?fil,L S'irive.g, Hr. Steuercommist. Dcbus v. Darm 124 stadt. Hr. Graf Zwernssky v. Petersburg, Hr. Prof. Iur- ntr n. ©dsmtftrr r. London, Hr. D«w. .Nepp n. Tochter ». Darmst«»k, 6r. Kfm. S-mmicr o. Frankfurt, Hr. Barteti ». Hollstein. Im Schwanen: Hr. Ketester r. e-blenz, Hr. Brühl v. Hanau, Hr. Lieutenant Kitz v. Rendel. Im Darmstädter Haus: Hr. Loos v. Kalbach, Hr. Güb- ver v. Büdingen, Hr. Flohr v. Nidda, Hr. Same« ». Holz- heim, Zgir. Knierim u. Fr. Jungblut r. Alsfeld, Hr. Haustein ». Romrod, Hr. Kaiier v. Burkhardt, Hr. Cand. Tho» mai, Hr. W-is u. Hr. Süß v. Friedberg. Im Siern : Hr. Holmann c. fsteustadt, Hr. Keßler i). Siegen, Hr. Kfm. Röich v. Braunschweig, Hr. Rödrich v. Homberg, 33ff. Schmidt v. Ruppertenrod, $r. Schäfer v. t-chzei, Hr. Depling ». SÄaffhaulen, Hr. Gans v. Zürch, Hr. Micllel ». Glaienbach, Hr. Schade 0. Vöhl. In der Sonne: Hk. AliÜtza v. Ltlk«. Außer den Gasthäusern. Bei Hrn. Bogt: Hr. Assessor Sartoriut v. Lauterbach. Bei Fr. Pedell Schlund: Hr. Prvtocoüist Eberhard n. Fr. 0. Darmstadt. Her Hin. Betenmeister Pietsch: Hr. Secretär M-Yrr «. Ja«, k. Darmstabt. «ei He», d, »t -Dog- ». Frankfurt. Lei Hrn. Obristlirutenant Stürz- Fe' Landratb Haberkorn n. Tochter v. Feld«. Bei Hin Aooth' Kunüardt: Hr. Consul. Münch n. Fr. ». Wetz'ar Bei Fr' Reg. R. Heß: Hr. Ockermann e. Mainz. Bei Hrn Kstn Noll: Hr. Kfm. Küchlrr e. Frankfurt. Bei Hrn. Lehrer Braun: Hr. «emin. Braun ». Friedberg, «ei Fr. Skeuer- secretär Balser: Hr. Prvrurator Cramer n. Fr. v. Usingen Bei Hrn. Hauptmann Schmidt: Hr. Reg. R. ssiamer »' Homburg. »'ei Hrn. Zimmermann: Hr. I)r. Groß t. Ben^ heim. Bei Hrn. Holger. R. v. Grolman: Hr. Br. Svamer nebst Fr. e. Nidda. Bei Hrn. Bach: Hr. Skud. Lvnker v. Echadenbach. Bei Hrn. Hörfner: Fräul. Soldan v. Romrod. Bei Fr. Prof. Schn»abe: Fr. Pfarrer Lindeborn. Bei Hrn. Kirchenralh Dr. Dnssendach: Hr. Landrath Hvfniann v. Büdingen. Bei Hrn. Buchhändler Heyer Hr. Buchhändler Bornträger ». Königsberg. Bei Hrn. Prof. Nebel: Fräul. Klipstein u. Fräul. Waldeck ». Vöhl. Bei Hrn. Landrichter Ploch: Hr. Lieutenant Wolf n. Fam. ». Friedberg, Bei Hrn. Major Moler: Hr. llnteradjut. Meter n. Wvrm». Bei Hrn. Advocat Fuhr: Fiäul. Gl»:or u. Fräul. Voneiff 0. Grünberz. Bei Hrn. Aktuar Stein: Fräul. Lister-rr v. Lich. asm Wohlgemeinter Rath der deutschen Gesellschaft von Maryland an Deutsche, die irgend ein Interesse an der Auswanderung nach den vereinigten Staaken von Nordamerica fühlen. (gor tsetz u n g.) An das drutsche Publicum. Wir sind überzeugt und haben Beweise gese» heu, daß manche Menschen, welche sich im Innern angesiedelt-haben, Briefe nach ihrer Heimath senden, worin sie eine gar zu günstige Beschreibung ihrer Lage und ihrer Umgebung machen, in der Absicht, andere zu verleiten, sich auch in ihrer Nachbarschaft anzusiedeln, weil dadurch der Werth ihres Eigenthums steigt, und sie vielleicht Gelegenheit haben, sich auf Kosten Anderer ein Vermögen zu erwerben. Wir warnen einen jeden ernstlich, sich nicht blindlings auf dergleichen Berichte zu verlassens sondern sich erst von der Glaubwürdigkeit solcher Personen zu überzeugen. Nichts ist aber thörigter für Menschen, die keine practische Kcnntniß der vereinigten Staaten haben, als in Deutschland eine große Gesellschaft zu bilden und mit fertigen Plänen zu Erbauung einer Stadt, zu Gründung einer Kolonie sich hierher einzuschiffen. Wir haben noch nicht Gelegenheit gehabt, ein günstiges Resultat von solchen Plänen zu sehen. Gewöhnlich sind schon vor der Ankunft hier, unter den Mitgliedern einer solchen Gesellschaft manche Mißhelligkeiten und Zwistigkeiten eingetreten, und nicht selten, daß Streit entsteht über Dinge, die blos in ihrer Phantasie leben, aber nie in Wirklichkeit übergehen werden. Man hat in der Hei- math oder unterwegs Contracte mit einander geschloffen, die hier nicht ausführbar sind und sich von selbst bald auflöscn. Man ist schon darüber einverstanden, wer hier Arzt, Prediger und Schullehrer der Gemeinde werden soll und über deren Salair im Reinen; aber man wird finden, daß diese Gemeinde nie in Eristeuz tritt, weil das neue Land neue Begriffe erzeugt, und daß bald Niemand da ist, der die versprochenen Gebalte zahlen kann oder will. Man hat gciiutt auf der Karte den Platz bezeichnet, wo die Colonie sich niederlassen soll, findet aber dort den Boden schlecht, die Luft ungesund, den Verkehr schwierig, kurz man stößt auf hundert vorher nicht berechnete Nebel, einer verläßt die Gesellschaft nach dem Andern und bald ist sie ganz aufgehoben. Nur kräftige, fleißige Leute, die sich tu üble Lagen zu fügen, sich zu rathen und zu helfen wissen und sich keiner Arbeit schämen, passen für dieses Land. Wer da glaubt, ohne Geschick und Arbeit ein Fortkommen hier zu finden, wer sich cinbildet, hier ein behagliches Leben führen zu können ohne Anstrengung, der bleibe ja zu Hause, denn er wird sich sehr getäuscht finden. Wer aber mit einigem Vermögen und mit Kraft und Thätigkeit versehen, in der Absicht hierher kommt, für sich und seine Kinder einen Platz zu finden, wo er mit angestrengter Arbeit ungehindert den Ertrag des Fleißes seiner Hände genießen könne, der wird hier finden was er sucht, wenn er nicht zu übereilt handelt und sich zu sehr auf sein eigenes Urtheil verläßt, sondern den Rath wohlmeinender Menschen erwägt und zu seinem Besten auwendet. (Forts, folgt.) Druck und Verlag der K. D- Brühl'schen Buch- unk Skeintruckerei.