1835 Frucht- und Victnalieupreise zu Gießen vom 3. bis 10. Oct. L'OsJP Ot. Noggeubrod 10 10 12 Maas ordinanes Bier . Maas Doppelbier . . 16 reise ßfb. Sutter 16 ii6?to 18 Gerste Hafer Erbsen Linsen fr. 200 160 40 40 Darmstadt Gießen . 3 Handkäse 4 Eyer .. Marburg am 4. Oct Qt. Kümmel- ober gemischtes Brod „ Wafferweck „ Mrlchbrod „ Taigscher | 1 , grob geschälte Gerste . |i 1 , .klein geschälte Gerste. jFrucljtpr eise. das Malter das Malter das Mött das Achtel 40 40 180 200( sd. gutes Ochsenfleisch . . , Kuhfleisch , Rindfleisch ..... . Kalbfleisch . desgl. ausgemästetes . . , . Schweinefleisch ..... • Hammelfleisch . Wurst von pur Schweinen . . gemischte Wurst . . . , , Bratwurst Scliwartemagen . . . . geräucherter Speck . . . Scbinken oder Dörrfleisch . Rindsfett Hammelsfett . . . . . Schweineschmalz, ausgelassenes . . . . desgl. unausgelassenes . . ——— ------- ■------—"— , 4wwe, Polizeiliche Sy kannt m achunge n. 68) Die Lieferung des für das Oberpolizci-, Stadt- und Landgerichts-Gcfängniß für den Winter 188%s benöthigten Holzes soll Donnerstag den 15tcn October Vormittags 10 Uhr auf dem Polizei-Bureau an den Mindestfodernden öffentlich versteigert werden. Zn demselben Termin wird- zugleich die Lieferung des' in benanntem Zeitraum erforderlichen Strohes ebenfalls an den Mindestfodernden versteigert werden. Gießen den 24. Sept. 1835. Der Großh. Hess. Kreisrach u. f. d. Zulehner. 73) Zn Gemäßheit der ans das Halten der Tauben stch bejiehenden Verordnung vom 26. Juli 1809 wird wegen eingetretener Saatzeit hiermit verordnet, daß die Tauben bei Vermeidung einer Strafe von 5 ff. vom 4. Oct. bis zum 1. Novbr. eingehalten werden muffen. Gießen den 3. Oct. 1835. Ter Großh. Hess. Kreisrath I. d. V. Zulehner 204 Gießen den 8. Oct. 1835. Ter Großh. Kess. Kreisrath I. d. V. ,2) Am verstossenen Donnerstag den 1. d. M. ist von der hiesigen Heerde ein ’Z jähriqeS qeschnitke- ncs ganz weißes Mutterschwe-n entkommen. Man fordert deßhalb denjenigen, dem solches -uaetanfen oder Au-^ kunft darüber jit geben "'^ande^ auf,^ sestw desfallsige Angabe auf dem Polizey-Bureau zu ProtocoÜ zu Ter Großh. Hess. Krcisratb I. d. V. , ... Z u l e h n e r. 76) Unter -Bezugnahme auf die in dem hiestgen Anzeigeblatt 3a 39 und 10 geschehene Bekanntma- ^,un9 in<^ßc rc tln3El3f1^ des Cun- und Auszugs der Miethsleute wird hiermit noch nachträglich be- 1) alle Anzeigen schriftlich eingereicht werden müssen, sowie daß, 2) auch diejenigen, welche bis zum 15. d. M. zum Zwecke einer vollständigen Revision und Anfstel- lung neuer misten ihre Miethsleute anzuzeigen unterlassen, nach Ablauf der festgesetzten Frist mit Ist. 30 kr bestraft werden sollen. ° 1 1 R u (ebner» . s s-74? . ,UL ^5, Garten- und Felddicbstähle wieder sehr überhand genommen haben, so wird die bereits bestehende Polizei-- Verordnung „wornach Jeder, der in einem fremden Garren, Kmusgar- " ai’Srtl'°fN wird, wenn er auch nichts entwendet hat, mit 6 bis 8 tägiger Ge'fäilgniß- „ strafe belegt werden soll, es sey denn , daß er die Berechtigung dazu hinreichend erweise " hierdurch mit dem Anfugen rn Erimieriliig gebracht, daß solche auch auf Diejenigen Anwendung findet, welche sich Kartoffeln stoppelnd, oder bettelnd in Feldern und Gärten hcrumtreiben. Gießen den 7. Oktbr. 18.55. Der Großherzogl. Hess. Krcisrath I. d. V. 75) Pfunden und auf das Polizey-Bureau abgeliefert worden, v^iepen ven o» c u loa-3» v Der Großh. Hess. Kreisrath I. d. B. Z u l e Huer. Edicralladunq. 89!) Edictalladung. In Sachen der Erben des verstorbenen Hauptmanns Dubois de Luchet in Hanau, namentlich die Ehefrau des Wasserbau-Aufsehers Ritter, Alexandrine geb. Dubois de Luchet zu Gelnhaußen und Eonsorten, Liquidanten, wider den Contradictor im Concurse des Hauptmanns von Romrod zu Schrecksbach, Ooergerichts-Procurator Uloth, Liquidaten, wegen Forderung; werden auf den Antrag des letzteren die unbekannten Erben der verstorbenen Ehefrau des Wasserbau-Aufsehers Ritter aufgesordert, zur Befolgung eines am 13. Juli 1833 ertheilten Bescheides ihre Erblaßerin noch so gewiß binnen 6 Wochen durch einen hiesigen Odcrgerichts-Procurator zum Armenrecht zu legitimiren, als widrigenfalls dieselben nach Ablauf dieser Frist mit der Liquidation zurnckge- wiesen werden sollen. Marburg den 25. Sept. 1835. Kurfürstliches Obergericht der Prov. Oberhessen Civilsenat. Meyerfeld. Verstei.qeruttgen. 872) Hofraikhe-Versteigerung z u Berstadt in der Wetter au. Montag den 12. Oklb. d. I. soll das, durch seine innere Einrichtung nickt minder, als durch seine höchst günstige Lage, an der frequruten Chaussee von Frankfurt nach Alsfeld und Salzhausen, ausgezeichnete, zum Betriebe dcrOckouo- mie und eines jede» offenen Geschäfts besonders geeignete, Wohnhaus des verstorbenen Hauptmanns v. Rabenau zu Berstadt, sammt Oekonomiegebäuden und Hofraum, so wie auch ausserdem 6 Morgen Aecker, Obst- und Gemüsegärten, von der besten Beschaffenheit, einer freiwilligen öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Nähere Auskunft erthcilt Hrrr Rentmeister Weller zu Wölfersheim. 909) Montag den 12ten Oktober d. I. Nachmit- tags 2 Uhr sollen auf dahiesigem Rathhans 5 Malter Korn und 5 Malter Gerste meistbietend versteigert werden. Gießen dm 26. Sept. 1835. Eroßherzoglich Hessisches Stadtgericht. M ü l l e r. 203 805) Dienstag den 13trit October d. I. Vor!, mittags 10 Uhr soll die Mühle des Georg Andreas Bender zu Bieber mit Nebengebäuden im Wege der Hsilfsvollstreckung öffentlich in der Mühle selbst unter Len alsdann bekannt zu machenden Bedingungen ver» steigert werden, wozu man Kauflustige einladet. Gießen den 3ren Sept. 1835. Eroßherz. Hess. Stadtgericht. M ü l l c r. 930) Der Sattlermcister Peter Becker ist Willens, die Kartoffeln ans einem Acker am Mittelweg, Montag den 12. d. Nachmittags 4 Uhr, versteigern iu lassen und ladet dazu Lusthabende ein, sich zu der bestimmten Zeit an dem clinischen Gebäude einzufinden. Sodann will derselbe seinen vor zwei Jahren von Joh. Rieb erkauften, mit guten Obstbäumen »ersehenen, am Wctzlarerweg liegenden Garten den 27. d. Mittags 2 Uhr, auf dem hiesigen Rathause unter billigen Bedingungen versteigern lassen. Gießen den 9. Okt. 1835. In Äustr. der Beigeordnete Schneider. 921) Montag den 1 zur Concursmasse der Gei hörigen Waldungen a) Buchen-Scheitholz . Prügelholz Stockholz . Reiser Stammholz b) Eichen-Scheltholz. Prügrlholz Stockholz Reiser Stammholz c) Kiefern-Prügelholz Stockholz Reiser . Stammholz d) Fichten-Stammholz öffentlich meistbietend verka Ter Anfang wird De Hetgenwald am Licherweg bedingungrn sollen alsdann n d. M- sollen in de» ade Burkhardsfelden ge- . SVa Stecken, 315 Wellen", 19 Cubikfuß. . 1 Stecken, .14 „ . 3 „ 1040 Wellen, 600 Cubikfuß, . 10 Stecken, • 3% „ 890 Wellen, 344 Cubikfuß, . 3 Cubikfuß ft werden. mittags praciö 8 Uhr im gemacht und die Vcrkaufs- cröffnet werden. Gießen am 3. Oktober 1835. Großh. Hessisches Landgericht. In Verhinderung des Dirigenten. Stein. 920) Auf Antrag der Jacob Mills Eheleute von Hochelheim soll die denselben zugehörige und mit zwei Mahlgängen versehene Mühle, die sogenannte Eckhardsmühle, bestehend in einem zweistöckigen Wohnhaus, einer Scheuer und Stallung, sammr den dazu gehörigen 62 Ruthen Garten und 32 Rth. 8 Sch. Wiesen Donnerstag den 29tcn Oktober Vormittags 10 Ubr unter den in termino näher bekannt gemacht werden Bedingungen öffentlich versteigert werden. Kaufliebhaber werden eingeladen, sich zur bestimmten Zeit in der Behausung des Königlichen Schultheißen Bach in Hochelheim einzufinden. Atzbach den 29tenSept. 1835. Königlich Preussische Landschreiberei Otto. 942) Montag den 12. d. M., Nachmittags L Ubr, sollen auf'freiwilliges Ansuchen des Jeremias Daniel Müller, die demselben zugehörigen Güterstncke, wie solche im vorigen Wochenblatt be- zcicynet sind, einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt werden. Gießen den 7. October 1835. Gr. Hess. Stadtgericht. 'Müller. WrkamrLmMhmrC. 932) Der Sradt Gießen ist auf Dienstag und Mittwoch, als den 20. nnd 21. d. M., noch rin Vieh- und Krämermarkt gestattet worden, welches man hiermit zur Kenntniß des Publikums bringt. Eießen den 7. Oktober 1835. Der Bürgermeister C. Silbereisen. Fellgebotenll Sachen. 924) Ein großes Quantum rein und gut ge- haltenen Acpfclwcin, welchen ich von j Ohm an bis zu größeren beliebigen Quantitäten abgebe, verkaufe ich um billige Preiße. Georg Faber, Küfermeister dahier. 931) Bei Unterzeichnetem ist zu haben der Hes- siche Hausfreund uns ver hinkende Bote auf das Jahr 1836, so wie mehrere andere Kalendersorten. C. H e l m. 923) Eine neue Sendung wollene und bäum-' wollene Damen- und Kindcrstrnmpfe, ä jour und glatt, weiß und in Farben; wollene Herrn - Socken, Unterbeinkleider, Kamisölchen und Untcrröcke, Damen- Schlafröcke, Comptvirröcke zu billigstgestellten Preisen empfiehlt M. Heß am Asterweg. 922) Ein geehrtes Publikum benachrichtige ich hierdurch, daß ich von heute an ächten Rheinwein verzapfe, die Maas 36 fr. Car l Fran z in der Pulvermühle. 206 Zu vkrmiethen. 890) In meinem Hinterhaus- ist das seither vtzn Herrn Mechanikus Jungk be-i»ohnte LogiS von 2 Stuben nebst 2 Kabine, s auf's weitere zu vermies then. Forstrentmeistcr Schot t's Wittwe. 747) Im 2ten Stock des Hauses der Philipp Jacob Herbert's Wittwe ist ein Logis zu vermies then, bestehens in 3 nebi neinander stoßenden Zimmern, nebst Küche, Kammern, verschließbaren! Keller, Holzbehälter im Hof u. s. w. 912) Zwei möblirte Zimmer, das eine mit Sopha, sind zusammen auch getrennt zu vermiethen. Ausgeber dieses sagt bei wem. 924) Es liegen bei mir 9000 fL gegen genügsame Sicherheit zum Verlehnen vorrätbig. Gießen den 30. Sept. 1835. Bender, Hofgcr. Advokat. 917) Das bisher von Herrn Bäckermeister Wallenfells bewohnte Haus ist auf mehrere Jahre zu vermiethen. Auch können einzelne Wohnungen darin abgegeben werden. I. Pistors Wittwe. 926) Eine Stube mit Cabinet, und Holzplatz, ist zu vermiethen und jede Zeit beziehbar. Ausgeber sagt wo? _ 927) In meinem Hause auf dem Selzersweg sind einige Zimmer zu vermiethen. LouiS L a b r o isse, 929) Der mittlere Stock meines Hauses auf dem Brand, bestehend in zwei Stuben, Eabiuet, zwei Kammern, Küche, Holzplatz und Theil am Keller, ist zu vermiethen, und kann im November dieses Jahrs bezogen werden. Hoff m a n n L. Advokat. 936) In der neuen Stadtanlage habe ich eine Stube mir Kabinct zu vermiethen. Dr. Sundhei in. 935) Bei Schreinermeister Weber in den Neuen- büuen sind 3 Stuben, nebst 2 Kammern, Küche und Holzstall, zu vermiethen, welche sogleich bezogen werden können. 995) Mein Pfrrdestall, nebst Remste und Futterboden ist vom l.Nov. zu vermiethen, desgleichen eine möblirte Stube sogleich beziehbar. Bapst. Vermischte Nacisrichten. 919) Die Unterzeichneten laden zu dem diesjährigen Gallusballc, welcher den ersten Tag des Gallus- Marktes gehalten wird, mit den, Bemerken, daß für gute Speisen und Getränke bestens gesorgt werden wird, höflichst rin. Grünberg den 8. Oktbr. 1835. ' Gebrüder Z ö ck l e r, im Adler. 918) Ein junger Mensch, mit guten Zeugnissen versehen, sucht einen Dienst als Hausknecht oder Bedienter. Bei Ausgeber das Nähere. . . 943) Wer noch Forderungen an das laudwirth- Ichaftliche Fest-Kommitte hat ,beliebe solche nächsten Montag spätestens an mich einzureichen. Gießen vcn 8. Oct. 1835 C. Sil be reisen. 940). Neue Sopha sind zu verkaufen oder das halbe Jahr zu 5 fl. zu vrrmietbcu, bei Ludwig Senner. 938) Ohnlängst ist bei mir ein beschlagener Oehlpfeifenkopf und ein.silbernes Schlüßelchen, so wie auf dem landwirthschaftlichen Festballe eine Borstecknadel gefunden wurden. I. H. Busch int Garten. 916) Der Unterzeichnete sucht einen Burschen, der mit Pferden umzugkhen und Gartenarbeit versteht. Gießen den 3. Oct. 1835. Dr. Vir. 913) Der Unterricht in meiner Knabenschule beginnt Montag den 19. October Morgens 8 Uhr. Der Lehrplan liegt bei mir zur Einsicht offen. Zuglcicl) bemerke ich, daß ich, vorläufig für diesen Win- ter, zum Besten hiesiger jungen Leute, die schon con- firmirt sind uns in der Lehre sieben oder auch schon Gesellen sind, wöchentlich 3 Stunden tu; Rechnen, Briefschreiben, Rechnungen, Quittungen u. dgl. uncnt« geldlich Unterricht zu erthcilen beabsichtige/Die Stunden sind Mittwochs und Samstags von 11 —12 Uhr und Sonntags nach dem vormittäglichen Gottesdienste von 11 —12 Uhr. Die Eltern und Lehrmeister solcher jungen Leute, denen dieses passen sollte, ersuche ich von heute bis zum 18. Okt. in den Vvr-uill-igs- stunden sich bei mir zu melden. Vorläufig werden 30 junge Leute aufgenomiuen. Der Unterricht selbst beginnt Sonntag den 18. Oct. Morgens 11 Uhr. I)r. Ennemoser, wohnhaft bei Hrn. Herbert auf der Mäuöburg. 915) Ohne mein Wissen hat ein E. . l im vorigen Anzeigeblatt bekannt gemacht, daß ich den Branntwein die Maas nicht mehr für 20 fr. verkaufe, welches ich hierdurch berichtige. Bramm. 933) Meinen geehrten Freunden und Gönnern mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß sich mich mit dem Setzen aller Arten Oesen beschäftige, und bitte um geneigten Zuspruch. Hafueruikister Hermann Claus, wohnhaft in der Hintergasse. 934) Tie Anzeige, daß ich fortwährend Oefen aufsctze und ausputze, bringe ich bei meinen Freunden uns Gönnern in Erinnerung. Gottlieb Strauch, Maurermeister. 941) Montag den 5. d.M. ist von den Neueri-Bäuen bis an den Asterweg ein Papier mit 5 Stickmustern verloren worden. Der redliche Finder wird ersucht,das Verlorene gegen eine Belohnung an Ausgeber d. Blatts abzugeben. 937) Morgen ist Tanzmusik im Busch'scheu Garten. Hierzu eine Beilage. Beilage 3) 4) worben, wogegen die Geschenke Neun und Dreißig Gulden 7 Krcu- :cr betrugen, und zur Befriedigung der, aus der Leihkasse Darlehen Suchenden, weiter an Kapitalien Aun'taulend Sechshundert und Zwanzig Gulden zu SV3 % und Eintausend Einhundert Gulden zu 4% nut* genommen ivurden, so daß am 31. Dec. 1834 die ganze Einnahme in Zwauzigtanseitd Zwelhnn- dertVier und Dreißig Gulden und 40 kr, bestand. Dieser Fonds wurde in der Art verwendet, daß ausgeliehen wurden', . 1) auf gericktliche Hypotheken an 24 Schuldner, Zweitausend Sechshundert Fünf und Vierzig Bulben. Nur gegen 3kalte Sicherheit und nur gegen Verunterpfänduilg von Grundstücken batte die Verwaltung derartige Darlehen abgegeben, 2) auf Bürgschaft von Privaten, unter den statutenmäßigen Bedingungen an 165 Schuldner, Sechstausend Siebenhundert Neun und Achtzig Gulden. Die Verwaltung hatte hierbei die größtmögliche Vorsicht eintreten lassen. Daß der Betrag der so ansgeliebetten Capiralien diese Höhe erreichte, hatte seinen Grund darin, daß bei der Gründung des Ferner vermischte Sachen. Nachricht über die Hanptversam ml u n g der Mit gl i e- der des KredttveretnS für bte «x rct) e Gießen und Grünberg. , Der statutengemäß von dem höchstbestimmten Alt»- schußmitgliede bestellte Referent verlas den von dem Directorium erstatteten Verwaltimgsbeucht ner e Periode vom 1. April bis 31. Mceniber 1 u34 und legte der Hauptversammlung bie Bemerkungen 9u u Rechnung von 1834 zur Beschlußnahme vor. Aus dem Derwaltungsbericht ergab sich das jw» ^1)" an Ersparnissen in 143 Posten die Summe von AchttachsenL Siebenhundert Sieben und Vierzig Gissden 33 Kreuzer eingelegt worden war, ein Betrag, der üideß zum großen .r,heil aus ansehnlicheren, seither ausbewahrtcn Kapitalien von 100 — 150 und 200 fl. bestand. Das £t* rcctortum sprach in demselben sein Bedauern aus, daß nicht mehr Einlagen in kleineren Ersparnissen von fünf Gulden und weniger, durch welche die regere Theilnahme an dem Institut am Besten betätigt werde, dargeboten worden seyen. Die wirksamen Bemühungen einzelner Witglteder anerkeneud, wurde hiernach allgemein der Wunsch ausgesprochen, daß die Vereinsmitglieder für eine g-oße.e Verbreitung und Beherzigung der Zwecke der Sparkasse bedacht seyn möchten. ;j) Unverzinslich auf zwei Jahre waren, nach Abzug einer auf wenige Monate eingelegten Summe von 1900 fl., Zweitausend Achthundert Acht und Zwanzig Gulden angcboteit und vereinnahmt j u Rro. 41. Institutes Bürgschaften bei* Gemeinden nicht angenommen werden konnten, indem die erforber# liche Genehmigung der höchsten Staatsbehörde fehlte, sowie darin, daß die Kosten der Hypothe- ken-Errichtung zu ersparen gesucht wurden. Diese übrigens volle Sicherheit bietenden Ausleihungen können für die Zukunft nur noch ausnahmsweise Vorkommen. , 3j Auf Bürgschaft der Gemeinde,! in 73 Posten Fünftausend Fünfhundert und Sechzig Gulden. Die Verwaltuiigskosten waren im ersten Zahl' wegen des doppelten Drucks der Statuten und der Kosten der ersten Einrichtung bedeutend, und betrugen, mit Ausschluß der 69 fl. betragenden Remuneration für die beiden Rechner, Einhundert und Acht Gulden 45 fr., ein Ansatz, der sich im lausenben Jahr auf 15 — 20 fl. mindern muß. Hiernach war der Bestand der Kasse am 31. Dee. 1834 folgender: 1) vereinnahmt waren . . . 20,33s fl. sJ fr. 2) verausgabt ... . . ■ 17,211 fl. 18 fr. so daß nach Abzug der rückgezahlten Capitalien, Zinsen und Verwaltuiigskosten ein Activbestanb von Acht- zehlitansend Dreihundert und Neun Gulden 57 Kreuzer, worunter ein baarer Kassevorrath von 3127 fl. 41 fr. bleibt, während der Passivbcstand Achtzehntau- send Zweihundert Sechs und Neunzig Gulden 9 Kreuzer beträgt, mithin 13 fl. 48 fr. Reservefonds bleiben. In dem Umstand, daß die Anstalt neun Monate bestanden, daß die Kapitalien zum größten Theil erst im dritten Quartal verzinslich angelegt wurden, und in der Größe der Verwaltuiigskosten, wurde der Grund gefunden, daß dieser Fonds sich nicht bedeutender herausstellte, während nach einer vorgelegten Berechnung, selbst bei nicht größerer Ausdehnung der Anstalt, derselbe zu Ende 1835 über 300 fl. betragen wird. Die Revifionsbemerkungen zur Rechnung von 1834 wurden durch die Beantwortungen als erläutert angesehen, und der Referent mit Aufnahme der Beschlüsse beauftragt, welche inzwischen erfolgt sind. Das Nerwaltungspersvital wurde feiner Verbindlichkeiten für 1834 erledigt angesehen. ' Die statutenmäßige Ergänzung des Ausschusses betreffend, so waren drei Mitglieder desselben verstorben; es mußten also, durch das Loos bestimmt, noch vier austreten, und dieses traf Herrn Rentamtmann Schnei- vcr, Weinhändler Asmus und Apotheker Witte in Gießen, sodann, Herrn Pfarrer Georgi in Grimberg, an deren Stelle durck Stimmenmehrheit Herr Rent- amtinanu Schneider, Landrichter Ploch, Major Venator, Gemeinderath Reiber, Weinhändler Asmus uub Apotheker Witte in Gießen und Herr Landrichter Kraft in ®rünberg gewählt wurden. Auf den Antrag des Ausschusses wurden sodann die Beschlüsse gefaßt: 1) für die Zukunft die Ausschußsitzungen nicht mehr vierteljährig, sondern nur dann, wenn cs das Di- 208 rectorium für nöttzig eracht?, oder auf den Antrag eines Ausschußmitgliedes, zu halten, V Ersparnisse mit den» Iren des auf die geschehene Einlage folgenden Monats zu verzinsen, 3) daß von den auf Hypotheken und Bürgschaft von Gemeinden dargeliehenen Capitalien vom Heil Januar 1835 au mindestens 5 Prozent jährlich abgetragen werden sollten. Die Vereinsmitglieder werden ersucht, diese Nachricht zur Kenntniß ihrer Umgebung zu bringen, die Gr. Bürgermeister, dieselben in ihren Gemeinden zu veröffentlichen. Gießen den 6ten Oktober 1835. I» Auftrag des Tirectoriums der Secrctär T h. Senin g. Kirchliche Notizen. Evangelische Gemeinde. G o t t e s d i e n st. Am 11. Okt. Kirchenrath Dr. Engel. Nachmittags: Pfarrer Spengel. G e t a u f t e. Den 2 Okt. Dem Burger u. Bäckermeister, Konrad Kem cf, eine Tochter, Karoljne Zohannelte. Den 4. Olt. Dem Burger, Bierbrauer u. Wirth, Karl Magnus, em Sohn, Karl. . Denselben. Dem Großherzogl. Hofgerichts-Advokaten, Friedrich Thwoor Heß, eine Tochter, Johanne Louise. ^Beerdigte. Den n. Okt. Marie Louise Elisa- bethe Johanne, des G'vßh. Gymnastallehrers, Dr. Johann Gottlieb Friedrich Drescher, Tochter, at 4 M. 13 T. ”• Bremen, Müller m. Hannover, Licke v. Frankfurt, Steuer, wald v. Cassel. Bur v. Frankfurt, Stößer v. Cassel, Schirlilig v, Wurzburg. Zarriu v. Dublin, Saltermann v. Geißenbeim» Zalevius v. Braunschweig, Butö u. Lucke r. Frankfurt, Keet v. Bernkastel, Gernsheim v. Mainz u. Luckel v. Frankfurt Im Adler- Hr. Dr. Martin v. Alsfeld, Hr. Banmstr. Zink v Braunfels. 1 Im Darmstädter Haus'. Hr. Kellner StkiN v. Me.tsfuld. Im Schwanen: Hrn. Weinh. Nathan u. Eßmer ». Budgen , Hr. Stud. Rauer v. Fauerbach, Hrn. Kfl, Müller v. Wenge« u. Bierhaus v. Littseld. Außer den Gasthäusern. . Del Hrn. Adv. Welker: Hr. Pfr. Schaum ». Hochwestek. Bei Hrn. Akt. Stein: Hr. Stein v. Friedberg. Bei Frau Hauptm.Hammeaur: FrauFuhr v. Grünberg. Bei Hrn. Neajst. Hussell: Hr. Dekan Hüffell v. Biedenkopf. Bei Hrn. Geh.-R. Dr. v. Löhr- Hr. Kaplan Seitz v. Bingen. Bei Frau Stan, dinger: Fraul. Echmidtborn v. Hammer. Bei Hrn. Dr. Sund- beim- Hr- Prof. Rullmann v. Marburg. Bei Frau Major Cammerer: Hr. Lieut. Cämmerer u. Frau v. Cob enz. Bei Hrn. Verw. Scharmann: Fräul. Keil v Babenhausen. Bei Hrn. Adv. Hoffmann I.: Hr. Seyfried v. Butzbach. Bei Hrn. Adv. Krauskopf: Fräul. Lang v. Lengfeld u Krau Scriba v Mehlbach. Bei Hr». Kauzl. Heinold: Fräul Becker v. Lim. Dn Hrn. Mechau. Jungk: Hr. Fabr. Kempf u. Frau u. Hr. AssessorSell u. Frau ».Herborn. BeiStud.Hrn.Werner: Hr. Neesrstr. Werner ». OberwidderShenn. Bei Hrn. Polizcirath Rauch- Hr. Oberfrstr. Wilhelmi u. Frau v. Altenberg. Bei Frau Landr. v. Zangen: Hr. v. Zangen v. Worms. Bei Hrn. 8-Rath Dietz: Hr. Kf. Koch v. Frankfurt. Bei Frau Clicquot: Frau Obristl. v. Hermskerck ». Dillenburg. Bei Frau Prof, Schwabe: Hr. Gymn. Lindenborn v. Wetzlar. Bei Hm. Hfg.-R. Groß: Hr. Prof. Creuzer u Frau v. Marburg. Bei Hrn. Hvtg.-R. Weber- Hr. Hrlmolt u. Fräul Helmolt v. Friedberg. Bei Hr. Prof. Liebig: Hrn. Prof Hofmann u. Pogendorf v. Berlin. Bei Hrn. Rathicheff Seirp: Frau Seyfried v. Butzbach. Druck und Verlag der E. O. Brühl'schen Buch- und kteindruckerri. Angekommene und abgereisten Fremde vom 1. bis 8. Okt In den Gasthäusern: u ' Im Einhorn: Hr. Landr. v. Sparrc v. Wetzlar, Hr. Med.-R. Haffe v. Lippedctmvld, Hr. Pfr. Miskenner v. Elben, Hr. Leibarzt Plagge v. Steinflirt. Hr. Graf Fenelon v. Paris, Frau Metz-er v. Frankfurt, Hr. Fabr. Franke v. Oldenburg, Hr. Superint. ©imon v. Rodbeim, Hr Cand. Düller v. Hagen, Hr. Prinz Wittgenstein v. Wittgenstein, Hr. v. Bibra v. Weilburg, Mad. Steinbäuser n. Fräul. Trcffert, Schausp., v. Sondershausen, Hr. Schaulp Friese ». Berlin, Hr. Cand. Afendroth v. Pirna, Hrn. Apoth. Abendrot» v. Dresden u. Kögel v. Pulsnitz, Frau v. Griesheim u Fräul, v. Münchhausen v. Braunschweig, Hr. Fabr. Selzer v. Offenbach,'Hr. Ritlm. Barteleben ». Cassel, Hr. Pfr. Schmidt v. Osthkim, Hr. Stud. Mitscherlich v. Berlin, Hr. Ad». De la NauraiS ». Paris, Hrn. Kfl. Gerick« v. Lenne», Schulz v. Frankfurt, Boren »..Montjou, Ritter v. Gelnhausen, Stößer v. Stuttgart, Stößel v. Alsfeld, Buderus u. Jochem v. Friedrichshütte, Rosenthal v. Rödeldeim, Schaum v. München, Fleischmann v. Bremen, Beck v. Frankfurt, Martin ».Mannheim, Buob ». Tuttlingen u. Stürtz v Bern. Im Happen: Hr.Postm Knielinzv. Heßbekg, Hr. Nauinsp. ZlNkgraf v. Homberg, Hr. Pfr. Haaß v. Nassau, Mad Döruig v- Hanau,Hr. Caud. Wetz v. Hamburg Hr. Part. Bellson v. London, Hr. Lieut. Wicke v. Marburg, Hr. Dr. Katz v. Bremen, Hr. Prof. Gregory v. Edinbnrg, Hr. Dr. Stärrlin v. Dresden, Hr. Lieut. Wirke v. Marburg, Hr. Maler Pluckard v. Petersburg, Frau Weber v. Kiel, Hrn. Stud. Flechter u. Cremer v. Göttingen n. 2 Hrn. Weber v.Kiel, Hrn. Offiz. Flinker n, Wilke v. Marburg, Hrn. Dr Fitzsche ». Petersburg. Weber v- Leipzig u. Petersohn v. Hannover, Hrn. Prof. «Zohnstoii v.. Durham u. Weber v. Leipzig, Hr. Adv. Weber v. Leipzig. Hr. Hauptm. v. Stein v. Ca»el. Frau KarraS ».Berlin Hr. Graf Königsau v. Trier, v. Basseuheini $. Baffenheim, Hr. Apotü. Werner v. Rodheim, Hr. Fabr. Jün.-st v. Heyer, Hr. Dr Ebener ». Berlin, Hr. Stud. Werbeim v. Göttingen, Hrn. Part Ruhmsey u. Heibert v. London. Hr. Oberfrstr. zabriciuS *' gltß' Stud. Küßner v. Göttingen, Hrn. Kfl. sratz Den 8. £)?t Jungfer Justine Marie, des verstorbenen B'.k'gers und Kaufmann«, wie auch Rathschöffen, Georg Daniel ASmus, hinterlassene Tochter, alt Z7 I. 6 ®, 5 T Frischbacken. WHMMDWM Theater in Giessen. Sonntag, 11. Oktober: Katharina, Prinzessin v. Polen, oder Johann, Herzog von Finnland. Schauspiel in 5 Akten, nach der Geschichte bearbeitet von Johanna v. Weissenthurm. Montag den 12. Okt.: E in Dag vor Weihnachten, Stgauspiel aus d. Bnrgcrlebcn in 2 Akt., von Dr. Töpfer. , Mittwoch den 14. Okt.: Die Ahnfrau. Trauerspiel in 5 Akten, von Franz Grillparzer. Freitag den 16. Okt.: Kunst und Natur, oder Aurora und Polirena. Original-Lustspiel in 4 Akten, von A. Albiui.