1834. Frucht- und Victualienpreise -zu Gießen vom 22. bis 29. März 1834. Brovp reise. Pf. fr. Fl eLschpre i s e. fr. ' Pf. 2 2 B i e r v r e i s e. 1 MaaS ordinaireS Bier auch 1 Maas Doppelbier Marktpreise. 1 auch 2 F r u ch t p r e i s e. 2 2 3 1 3 6 29 7 6 7 3 6 1 2 6 12 2 1 1 1 23 24 4 4 3 4 4 S 7 10 8 7 4 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Qt. Kümmel- odergemischteSBrvd » Wafferweck ,, Milcbbrod ...... n Taigscher Pfd. Butter . . . . Handfäse ..... Eper . . Psd. Kaizenmehl . . - grob geschälte Gerste - fleiu geschälte. Gerste 9 6 12 8 15 16 20 16 18 13 20 19 Pfd. gutes Ochsenfleisch . . . - Kuhfleisch....... • Rindfleisch...... » Kalbfleisch ...... > deSgl. auSgemästeteS . . . » Schweinefleisch .... - Hammelfleisch • Wurst von pur Schweinen . • gemischte Wurst . . . . • Bratwurst . . . . . . • - Schwartemagen - geräucherter Speck . . . « Schinfen oder Dörrfleisch - Rindsfett • Hammelsfett » Schweineschmalz ausgelassenes - desgl. unausgelassenes . . . Pf. 4 Lth. — Qt. Roggenbrod ,, 12 n 2-1 Lth. — NB. Die Zugaben dürfen in weiter nichts, als in Fleuch von derselben Gattung bestehen, und zwar auf 10 Pfd. Fleisch nicht mehr als anderthalb Pfund, und so weiter nach Proportion, welches auf ein Pfd. nicht völlig fünf Loth ausmacht. Kopfe, Füße, Ge- raub, wie auch die ganz blutigen und nicht geniesbaren Stücke vom Hals, sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. Städte. Gemäs I Waizen Korn Gerste Hafer Erbsen Linsen Pf. 1^1 Fr. Pt.Ifl.lkr. Pf.lfl. fr. Pf. lfl.lfr. Pf.! fl.Ifr. Pf. Darmstadt........ das Malter 200 —1 — — —j — — 3 5 — 2 40 — — — — — Gießen......... daL Malter — 6’15 180 4'20 160 3 30 — 2150 —- — - -— -- —— auch I _ l‘2Q 200 — 50 — ■' — 35 - -j55 — — — — — —— Marburg am 16. März . . . das Mott - 5 - — 4 — — 3 -7— — 21— — — — — — Wetzlar am 22. März .... das Lichtet — 6| 4 — 4 461 — 3 47 — S j 28 — — — — — — B e k annt m a ch u n g e n. 11) Das Kalbfleisch ist von nächster Woche an ans 4% fr. per Pfund herabgesetzt worden. Gießen, den 29. Marz' 1834 G. Stumpf, Krei'ssecr. 12) Aus einem Hause in hiesiger Stadt sind nachverzeichnete Gegenstände, als: 1) eine silberne englische Uhr mit römischen Ziffern, woran der Minutenzeiger etwas abgebrochen; 2) ein Paar neue Pistolen, mit Percusstonsschlöffern, die Laufe oben miteinem silbernen Zug ausqeleat, und mit gelber Garnitur; J 3) eine Büchssiinte, noch nicht ganz ausgearbeitet, mit Percussionsschlössern, auf dem Lauf und dem Schloß der Name Grofsmann a Giefscn, bie Garnitur von Elsen, der Schaft noch rauh, und über dem Schieber eine Oeffnung, welche von einer vorgenommenen Veränderung herrührt, entwendet worden. Indem man dieses hierdurch öffentlich bekannt macht, werden Diejenigen, welche zur Entdeckung des Thäters führende Auskunft zu geben vermögen, aufgefordert, hiervon alsbalden Anzeige dahier zu machen. Gießen, den 22. Marz 1834. Großherzoglich Hessisches Polizeicommissariat. G. Stumpf, Kreissecretär. 13) Obgleich die Schloffergesellen, Georg Ochs aus Marburg und <8. A. Heinzmann aus Berlin in ihre Heimath gewiesen, und mit dem Bedeuten, daß sie im Wiederbctretungsfalle auf den Schub gesetzt werden sollten, von hier unter dem 19ten dieses über die Grenze transportirt worden sind, so haben sie doch, nach erhaltener Anzeige, die ihnen gewordene Weisung nicht befolgt, sind vielmehr noch an demselben Tage und zwar gegen Abend in hiesiger Stadt gesehen worden, welche sie bald darauf wieder verlassen haben. Sollte sich der Eine oder der Andere von den Genannten betreten lassen, so werden die Bürgermeister denselben arretiren und gefänglich hierher abliefern. Gießen, den 24. März 1834. Großherzoglich Hessischer Kreisrath des Kreises Gießen. G. Stumpf, Kreissecretär. Betreffend: Die Spar- und Leihkasse für die Kreise Gießen und Grünberg. <)ei der am 19ten dieses Monats Statt gehabten Versammlung des Vereins sind «ach Maaßgabe der Statuten die Gesellschaftsbeamten gewählt worden, und hat sich hierbei das Resultat ergeben, daß 1) zum Direktor der Unterzeichnete, 2 ) zu stellvertretenden Directoren in Gießen: Herr Obcremnchmer Hofmann, 3) zu Secretarien „ Secretariatsaccessist Reuning, 4) zu Rechnern tt Rechnungsgehülfe Mikel, in Grünberg: Herr Kreisrath Ouvrier, „ Steuercommissair Budd en, „ Steuereinnehmer Muth, 5) zu Ausschußmitgliedern aus dem Kreise Gießen: Herr Rentamtmann Schneider, „ Hofgerichtsrath Zuehl, „ Bürgermeister Silbereisen, lf Steuercommiffär Leuchtweiß, 'n Gemeinderath Asmus, „ Hofkammerrath Hofmann, „ Gemeinderath Gail, „ Hofgerichtsrath Hofmann, „ Universitätsrkchter Georgi, „ Buchhändler Ricker, „ Assessor Wortmann, „ Apotheker Witte. „ Fabrikant Schirmer, „ Advokat Heß II., aus dem Kreise Grünberg: Herr Pfarrer Georgi, „ Bürgermeister Hofmann, „ Kreissecretär Fuhr, „ Stadtrechncr Rübsamen, „ Kaufmann Meermann, „ Rentamtmann Bötticher, „ V. Firnhaber Jordis zu Neuhof. 6) zu Mitgliedern der Commission, für Prüfung der Urkunden, aus dem Ausschüsse: Herr Steuercommissär Leuchtweis 1 „ Universitätsrichter Georgi > aus Gießen, „ Bürgermeister Silbereisen } b 11 Wmm* erscheint der Verein nunmehr als gegründet und ist von dem Tage dieser Wahl 'N Wirksamkeit getretenso M an den Zahltagen nicht allein Ersparnisse eingelegt, sondern auch alsbald Darlehn ans der Kasse verabreicht werden können. Als Zahltage ist vorläufig t . 1) für Gießen, Freitag, in den Morgenstunden von 9 bis 12 Uhr festgesetzt, und ist das Bureau n der Wohnung des Herrn Obercinnehmers Hofmann; , 2) für Grünberg, Mittwoch, in den Morgenstunden von 9 bis 12 Uhr, auf dem Kreisrathlichen Bureau- Zudem ich darauf aufmerksam mache, daß außer diesen Zahlstunden durchaus keine Gelder angenommen und ausbezahlt werden dürfen, bemerke ich zum Schluffe, daß , zur Forderung der Sache, die am Schlüsse der letzten Versammlung gegenwärtig gewesenen Vereinsmitgliedcr sich zu bestimmten Einlagen in die Kasse, mit Verzicht auf zweijährige Zinsen, verbindlich gemacht haben, und day Solche, welche sich zu ähnlichen Bciträgen^verstehen wollen, ihre Erklärungen entweder schriftlich bei nur ^^eben oder ihre Namen in die auf dem Geschäftsbüreau offen liegende Subscriptionsliste ciutragen, oder endlich auch an den Zahltagen die Einlagen, gegen Empfang der Bescheinigung, abgeben können. Ter Director der Spar- und Leihkasse für die Kreise Gießen und Grunberg. Geheimcrath K. CH. Knorr. Edicmlladungen. 258D Der Hutmacher Johann Heinrich Sch mall und dessen Ehefrau dahier haben am 6ten September 1821 dem Handelsmann Jacob Kaufmann eine Obligation über 500 ft. Capital errichtet und solches durch eine weitere spätere Capital-Aufnahme bei besagtem Gläubiger abgetragen. Da nun die erwähnte Hypothek angeblich weder in den Händen des Gläubigers, noch auch der Schuldner sich befindet, und Letztere solche gelöscht wissen wollen; so wird der etwaige Besitzer der angeblich verloren gegangenen Schuldverschreibung hiermit unter dem Präjudiz aufgefordert, seine Ansprüche an dieselbe innerhalb sechs Wochen bei unterzeichnetem Gericht geltend zu machen, gegenfalls die Schuldverschreibung für mortificirt erklärt und der Eintrag im Hypothekenbuch gelöscht werden wird. Gießen, am 14. März 1834. Großherzogl. Hess. Stadtgericht. Müller. 304) Jakob Burger und seine Ehefrau zu Steinberg, haben nachstehende Kapitalien aufgenommen: a) am 20. November 1784 bei dem Regierungs- Advocat Rittershausen dahier, 60 fl. b) am 24. Octbr. 1791 bei dem Hospital Gießen, 100 fl. c) am 24. Jan. 1800 bei Ludwig Schäfer in Hausen 100 fl. d) am 10. Juli 1801 bei Hofrath Nebel zu Gießen, 110 fl. Diese Kapitalien sollen in der Folge wieder abgetragen worden, die Obligationen aber abhanden gekommen sein, und in dem Hypothekenbuch sind dieselben noch nicht gelöscht. Auf den Antrag der Erben von Jakob Burger werden daher alle diejenigen, welche aus den gedachten Schuldverschreibungen irgend einen Anspruch zu machen haben könnren, aufgefordert, denselben sogewiß binnen 4 Wochen dahier zu begründen, als sonst dieselben für mortificirt erklärt und die Einträge in dem Hypothekenbuch gelöscht werden sollen. Gießen, den 27. März 1834. Großh. Hess. Landgericht, Ploch. Versteigerungen. 228) Die auf 21. April d. I. anberaumt gewesene freiwillige Gütcrversteigerung der Daniel Steinberger's Wittwe dahier, wird auf den 28sten April d. I., Vormittags 10 Uhr und Nachmittags 2 Uhr, verlegt, und sollen in diesem Termin auf dahiesigem Ratbhause, unter den alsdann bekannt zu machenden Bedingungen, nachfolgende Immobilien: I. in Gebäuden: uuäO6,2 [] Klafter Scheuer mit Staff und Stall neben der Scheuer, neben der Busch'schen Scheuer, nebst Grund, an Daniel Schneiders Wittwe; II. an Feldgütern: Neu Maas Alt Maas. M. V. K. oder M. R. S. " 2 19,3 n u 64 12 Acker zwischen dein Glei- berger und Leusertsröder Weg an Valent. Müller. » 2 19,3 * » 64 12 Acker daselbst an Vorigem. 1 2 01,4 » 1 17 8 Acker amKrofdorferWeg, an- Philipp Christian Burkhard. 2 1 62,4 r, 1% 4 — Acker über dem Krofoorfer Weg an Rathschöff Balthasar Seipp. 2 1 21,5 if 154 — 32 Acker daselbst an Vorigem. 1 2 09,8,,, 1 20 — Acker hinter der Pulvermühle an Georg Reiber. 4 3 75,4 » 3% 23 1 Acker am Leusertsröder Weg an Melchior Campus — 2 21,6 " — 65 7 Garten auf dem Rod an Hofgerichtsrath Oeser, zfrek. --77,5 " — 2214 Garten auf dem Sand an Gottfried Spruck, zehutfrei. — 3 96,3 « 54 37—An der Marburger Straße an RathschöffBalser Seipp, zehntfrci. 1 — 52,1 w % 13 7 In der Lichtenau auf die Wiesen stoßend an Helfrich Friedrich Kempf, zehntfrei. 2 1 64,7 h V/4 4 12 Acker an der Gänsweide an Reg. - Rath Hessen Erben, zehntfrei. — 2 26,1 >f — 66 12 Acker über der Steinkaut an Melchior Deubel von Wie- seck gibt. 3 G. 2 Ms. Korn, 1 K. 1 Ms Hafer dem Fiscus, y„ zehntfrei. 3 — 77,3 " 2% 17 — Acker über dem Rod an Daniel Schneiders Wittwe, gibt 1 Kr. 3 Pfg. Zins. 1 Mltr. 1 G. Korn dem Fiscus, zehntfrei. 2 —* 80,7 ff 1’420 — Garten rechts am Steinweg, an Georg Wallenfels, gibt 21 Kr. Zins dem Fiscus, zehntfrei. — 3 15,3 ff 54 13 1 Acker, stößt auf den Mittelweg, an Postmeister Kempf, zehntfrei. — 2 53,6 » — 7414 Acker an der Steinkaut gegen der Hohl an Louis Labroise, gibt 1 Kpf. Korn, 1 K. 3 Ms. Hafer dem Fiscus//^ zehntfrei. 1 — 71,0 „ % 191 Acker auf dem Atzelbusch an Konrad Schwan, zehntfrei. — 2 09,5 « — 6114 Acker am Ohlenberg an Christ. Jughard, zehntfrei, gibt 2 Ms. unständig d. Hospital. M. V. K. oder M. R. S. 81,0 „—2315 Wiese hinten» Wallbrunnen, an Jeremias Schiefer, zehntfrei, gibt 1 K. 2 Gschd. Korn dem Fiscus. 2 2 09,9 „ 1/4 18 2 Acker über dem Erdekauter Weg an Georg Melchior Henkel, zehntfrei, gibt 2 Kpf. 2 Gschd. 2 Ms. Korn, 3 Kpf. 1 Gschd. Hafer dem Fiscus. 1 — 10,9 „ % 1 5 Wiese am Heegstrauch an Jeremias Malkomesius, zhtfrei. 1 1 15,3 „ % 32 2 Acker in der Schwarzlach an Konrad Gerhard, zehntfrei, gibt 1 Dockzehnt. 2 1 55,4 „ 1*4 36 2 Acker unter dem Schaferbrun, uen an Postmeister Kempf, zehntfrei. öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 18. März 1834. Großh. Hess. Stadtgericht. Müller. 302) Nachstehende, den Erben der Kaufmanns Johann Melchior Pistor zugehörige, Güterstücke sollen, wegen deren Auseinandersetzung, Donnerstag den 3. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhause nochmals meistbietend versteigert werden, als: 550,1 Klft. 162 Rth. 7 Sch. Acker am großen Grasweg, am Hospitalgut, 305,5 ff 90 ff 3 " Acker in den Gräben, an Anna Maria Speier, 350,1 tf 105 ff 2 h Wiese am Taubenanger, an Heinr. Lotz, giebt 4 kr. 3 pf. Zins d. Fiscus, zehntfrei. 395,1 'f 116 •• 12 » Wiese am Floßgraben, an Bals. Koche Wittwe, zehntfrei. Gießen, am 26. März 1834. Großherzoglich Hess. Stadtgericht. Müller. 301) Das zur Concursmasse des Stadtrechners Dietz gehörige Wohnhaus, Nebenbau, Waschhaus mit einer Stube, Stall, Holzschoppen nebst Grund auf dem Selzersweg, an Herrn Professor Vogt, soll Freitags den 4. Apr. d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhause wegen des darauf geschehenen Nachgebots nochmals meistbietend versteigert werden. Gießen, am 26. März 1834. Großh. Hess. Stadtgericht. Müller. 300) Frucht-Versteigerung bei dem Nentamte Gießen. Freitag den 4. April, Vormittags 10 Uhr, werden auf dem Rathhause zu Allenvorf an der Lumda: 10 Malter Walzen, 100 Malter Korn, 30 Malter Gerste und 100 Malter Hafer, sodann: Montag den 7. April, Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhause in Gießen: 140 Malter Waitzen, 250 Malter Korn, 280 Malter Gerste und 140 Malter Hafer unter den bekannten Bedingungen versteigt. Gießen, den 20. März 1834. Großh. Hess. Rentamt. Schneider. 273) Mittwoch den 2. April werden im Do- manialwald des Reviers Schiffenberg, im Distrikt Schweiusbrnnnen, öffentlich meistbietend versteigert: 3 Stecken Eichen-Nadelholz und Aspen Scheite, 26 « " " " " Prügel, 79 " Buchen- und Eichen- »- « Stöcke, 3900 Gebnnd -- " " •• Reißer, 7 Buchenstämme, 201 Cubikfuß, 12 Eichenstämme, 235 » 1 Kiefcrnstamm, 76 » enthaltend. Ter Anfang geschieht des Morgens um 9 Uhr am Schweiusbrunnen, bei regnerischem Wetter aber auf dem Rathhause zu Watzenborn. Gegen verordnungsmäßige Bürgschaft kann Zahlungsfrist bis Martinitag d. I. gestattet werden. Baumgarten, am 27. Marz 1834. Ter Großh. Revierförster. Borkhausen. 275) Donnerstag den 3. April, Nachmittags 2 Uhr, sollen bei Sattlermeistcr Eh. Schnecke, in der Neustadt, mehrere Mobilien, als namentlich drei neue gut gepolsterte Sopha's, 12 Stuhlkissen, eine Kommode, mehrere Tische, Stühle, Matratzen, eine Parthie Roßhaare, ein Schrank, 2 Bettladen, wovon eine mit Springfedern gepolstert, einen Ofenschirm, zwei Treppenleitern und mehrere große vorzügliche Geranien ; sodann eine Quantität klein gemachtes buchen Brennholz, Kartoffeln rc., gegen gleich baare Zahlung, versteigert werden. 276) Die am 26sten d. M. abgchaltene Holzversteigerung in dem Freiherrlich von Buseck'- schen sogenannten Junkernwald, bei Rödchcn, ist genehmigt worden, was ich hiermit zur Kcnntniß der Steigerer bringe. Gießen, den 28. März 1834. CH. v. Buri, Hofgerichtsadvokat. 282) Die auf den Königlichen Speichern befindlichen Getraidevorräthe sollen und zwar: zu Wetzlar 835 Scheffel Roggen, 377 " Hafer, am Mittwoch den 2. April d. I., Vormittags 10 Uhr, sodanu: zu Gleiberg 475 Scheffel Roggen, 119 „ Hafer, 1% » Lein, am Donnerstag den 3. April d. I., Vormittags 10 Uhr einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Bei angemessenen Geboten wird der definitive Zu schlag im Termine ertheilt. Wetzlar, den 25. März 1834. Königliche Rentei. Engisch. 296) Mittwoch den 2. April d. I., Vormit, tags 10 Uhr, sollen zwei schon gebrauchte, aber noch im besten Stande befindliche, Chaisen und ein dergleichen vierspänniger Wagen, gegen baare Zahlung, öffentlich, auf dem Büreau des Unterzeichneten, versteigert werden. Wer dieselben früher einzuschen wünscht, ha! sich deshalb an den Unterzeichneten zu wenden. Niederweisel, den 24. März 1834. Der Bürgermeister Haub. 295) Der Unterzeichnete ist Willens, künftigen Dienstag den 1. April d. I., Morgens 10 Uhr, in seiner Behausung selbst, sein ihm gehöriges zur Wirth- schaft eingerichtetes Wohnhaus, nebst 36 Nth. 7 Sch. Garten bei dem Hause, öffentlich meistbietend unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigern zu lassen. Wieseck, den 27. März 1834. Jvh. Kling, Wirth. Feilgebotcne Sachen. 195) Daniel Henckels Erben sind Willens, ihr halbes Haus, halbe Scheuer, halben Hintergarten auf dem reichen Sand, Nr. 440, aus freier Hand zu verkaufen. Die näheren Bedingnisse sind zu erfahren bei Helene Henckel. 280) Heu und Hafer ist zu verkaufen. Wo? sagt Ausgeber dieses. 293) Bei Andreas Lampus auf dem Kirchenplatz, sind gute Säerbsen zu verkaufen. 285) Gyps verkauft Conrad Berger, in der Neustadt. 50 ) Luzerner Klee (ewiger Klee) ä Pfund 32 fr. Esparsette (türkischer Klee) a Pfund 20 fr. ist bei Universitäts-Gärtner I. W. Sauer in Gießen zu erhalten. Gießen, den 17. Marz 1834. 299) Ein vollfommcn guter, mit Verdeck versehener, Korbwagen ist zu verlaufen und fann bei mir besehen werden. Dr. Sundheim II. Zu vermiethen. 92) In dem untern Stocke meines Hauses vor dem Selzerthore werden den 1. Juli nächstens: 7 Zimmer, 2 Kabinets, Küche, Speisefammer, Keller, Boden, Holzstall, Oer Mitgebrauch eines Waschhauses , eines Trockenhauscs und einer Pumpe rc. — in dem oberen Stocke hingegen den 15. Mai: 5 Zimmer, Gesindestube, Küche, Speisefammer, Keller, Boden, «olzstall, sodann der Mitgebrauch des Wasch - und Trocken-Hauses und der Pumpe, zur anderweiten Verpachtung erledigt und Pachtlustige mit dem Be- merfen hiervon in Kenntniß gesetzt, daß aus Verlangen auch Gartenthcile, Fourrage - Behälter, Pferdeställe und Chaisen - Remisen mitvermiethet werden f önnen. Dr. Sundheim. 194) In Nro. 442 bei Jakob Herberts Wittwe sind Anfangs Juni d. I. drei aneinanderstoßende Zimmer, nebst Küche, Kammer und Holzbehälter, im dritten Stock und ans einem Gang, zu vermiethen. 245 ) In meinem Hause ist eine Wohnung zn vermiethen. Louis Labroisse. 290) Die von Herrn Hofgerichtsadvokaten Trapp I. bewohnte zweite Etage meines Hauses ist wegen dessen Bezugs seines älterlichen Hauses, so wie die dritte, von Herrn Hofgcrichtsadvokaten Müller II. bewohnte Etage, beziehbar Anfangs Mai, anderweit zu vermiethen, so wie einige mit Möbeln versehene Stuben und Nebenstuben, für den nächsten Curs sogleich beziehbar, abzugeben. Bapst. 279) Bei Heinrich Noll, auf dem Seltersweg, ist die zweite Etage zu vermiethen und alsbald zu beziehen. 287) In dem Schneller'scheu Hause, in der Neustadt, ist in der mittleren Etage eine schöne Familienwohnung, aus drei Zimmern (wovon das eine elegant tapezirt), Küche, Holzplatz, Keller rc. bestehend, zu vermiethen, und kann sogleich bezogen werden. 284) 68 Ruthen Garten, auf dem Nahrungsberg gelegen, und mit guten Obstbäumen versehen, kann auf drei Jahre in Pacht gegeben werden. Nähere Auskunft ertheilt Sattler Waltz. 286) Bei mir ist ein vor dem Selzerthore liegender Garten zu vermiethen, I. Wagner, Schuhmachermeister. 289) In Nr. 699 ist das von der Feldwebel Kämmerer's Wittwe bewohnte Logis zu vermiethen und kann gegen die Hälfte Aprils bezogen werden. Vermischte Nachrichten. 244) Von dem Tapetenlager des Herrn H. Amtmann in Mainz sind mir die Musterkarten zu- gcscndet worden, und ich darf dieselben, wegen ihrer geschmackvollen Auswahl, bestens empfehlen. Louis Labroisse. 238) Einem verehrten Publikum beehre ich mich ergebcnst anzuzcigen, daß ich wiedereine große und schöne Auswahl der neusten Desseins von Tapeten und Bordüren erhalten habe, und daß auch alle Tapeten und Bordüren, welche sich in meiner Musterkarte befinden, bei mir vorräthig und sogleich zu haben sind. Durch die geschmackvollste Auswahl sowohl, als auch durch die Billigkeit werden sich dieselben von selbst empfehlen, und hoffe deßhalb mit recht vieler Abnahme beehrt zu werden. Auch habe ich mehrere gut gepolsterte neue So« pha und Stühle zum Verkauf vorräthig. Christian Reiber, Tapezierer. 278.X Durch frühzeitige Meß-Einkäufe habe ich eine schöne Auswahl von den neuesten Mustern Mode-Kattunen, Musselinen und Ginghams zu Kleidern, gewirkte Shawls, modernste Creppe - und Challie-Tücher, Pique-Decken und Röcke, von allen Sorten Leinwänden, rothen und blauen Bettbarchent und Zwillich, alle Sorten Stickereien, Handschuhe, alle Sorten Strümpfe, in allen Breiten Tüll und Spitzen, erhalten, und werde die mich mit ihrem Besuche Beehrenden durch billige Preise in jeder Hinsicht zu befriedigen suchen. August Heichelheim, wohnhaft in der Hinkergassc. 281) Den Isten Juni wird die Kurzeit im Lud- wigsbad bei Schlitz beginnen. — Von Seiten der Badeiuspection wird alles geschehen, den respt. Badegästen ihren Aufenthalt so angenehm als möglich zu machen, Landparthien nach Willina, Karlshof, Rech berg, Eisenberg, Seng ers berg werden bei schlechter Witterung, durch Concert, Bälle und Schauspiele ersetzt. Zu Bestellung von Quartieren empfiehlt sich die Badeinspection. Schlitz, am 24. März 1834. 283) E. Döring aus Hanau hat die Ehre, einem verehrungswürdigen Publikum die ergebenste Anzeige zu machen, daß sie den nächstkommenden Markt mit einem großen Vorrath Putzwaaren bezieht. Nämlich: eine große Auswahl Strohhüte, Seiden - und Bergal-, Damen - und Kinder-Hüte; eine große Auswahl, Hauben aller Art, nach dem ueuesten Faconz eine große Auswahl Pariser Stickereien, Damen-Krägen und Chemisetten, sowie Herrn-Krägen und Chemisetten, nebst Tüll-Halstüchern; eine große Auswahl gestickter und seidner Taschentücher, Band, Spitzen, Tüll, lederne und Bergal-Handschuhe, und was sonst noch in dieses Fach einschlägt. Ich werde wie früher, dem verehrenden Publicum mit den billigsten Preisen meiner schönen und guten Maaren dienen, und hoffe mich eines zahlreichen Besuches erfreuen zu können. Mein Logis ist, wie schon bekannt, im Gasthof zum Rappen. 294) Vor ungefähr 14 Tagen blieb im Gasthof zum Rappen h'tt blauseidner Regenschirm stehen. Der Eigenthümer desselben beliebe ihn daselbst abnehmen zu lassen. Auch wurde am verflossenen Sonntage eine goldne Vorstecknadcl gefunden, Derjenige, welcher genaue Auskunft über diese Nadel ertheilen kann, beliebe sich daselbst zu melden. Frech, Mittwe, zum Rappen. 292) Den zweiten Osterfeiertag findet auf dem Wellerschen Hofe, ohnweit Gießen, an der Marburger Chaussee Tanzmusik Statt. 291) Den zweiten Osterfeiertag und Donnerstag den 3. April geht meine Chaise nach Frankfurt. Wem die Gelegenheit dient, kann sich bei mir melden. Daniel Becker, auf dem Asterweg. werde ich es mir auch stets machen, allen denjenigen, welche mich künftig mit ihrem Besuche erfreuen wollen, mit besonders guten Speisen und Getränken aufzuwarten und aufs Promteste zu bedienen, und was man auch nicht außer Acht lassen darf, stets billige Behandlung zeigen. Hierbei bemerke zugleich, daß den zweiten und dritten Ostertag Harmonie- u. Tanzmusik in meinem Saale anzutrcffen ist; sowie ich auch die Einrichtung getroffen habe, daß künftighin jeden Sonntag ohne Ausnahme bei mir getanzt werden kann, wozu ich stets die Musik bereit halten werde. Diese meine Zusicherungen lassen mich für idie Zukunft wohl einen recht zahlreichen Besuch erwarten. Gleiberg, den 24. Marz 1834. Wilhelm Grand'homme. 303) Theater - Anzeige. Montag den 31. März zum Erstenmale: Das Käthchen von Heilbronn. Großes romantisches Ritterschauspiel in 5 Acten, nebst einem Vorspiel: Das heimliche Gericht. Von H. v. Kleist, bearbeitet von F. v. Holbein. Dienstag den 1. April zum Erstenmale: Hans Luft. Originallustspiel in drei Abteilungen, frei nach dem Französischen, von C. Lebrün. Freitag den 4. April zum Erstenmale: Viola, oder: 274) Unterzeichneter empfiehlt sich einem verehrten Publikum mit seiner neu eingerichteten Wirth- schaft, sowohl in kalten als warmen Speisen und Getränken, verspricht stets reelle Bedienung, und bittet um geneigten Zuspruch C. W. Äliebe, Schreinermeistcr, wohnhaft in dem vormals Keßler'schen Hause zu Wieseck. 297) Am zweiten Ostertage ist Enträeball im Busch'sehen Garten. 277) Bei Johannes Löwenstein in Wieseck ist am 2ten Osterfeiertag gut besetzte Tanzmusik anzutreffen. 288) Meinen verehrten Freunden und Gönnern mache ich hiermit ergebene Anzeige, daß ich nnn mit meiner, in dem Gebäude des Herrn Hofkammerraths Oßwald zu Gleiberg angetretenen Wirthschast aufs Vollkommenste etablirt bin. Zur besonderen Pflicht Die Vräutigamsschau in der St. Johannesnacht. Romantisches Ritterschauspiel in 5 Acten; nach einer Volkssage bearbeitet, vom Frhrn. v. Auffenberg. Gießen, den 26. März 1834. August Friese. Kirchliche Notizen. Evangelische Gemeinde: Gottesdienst am ersten Osterfeiertage. Mor- gens: Geheimer Kirchen.rath vr. Palmer. Nachmittags: Kirchenrath vr. Engel. Am zweiten Osterfeiertage. Morgens: Kirchenrath vr. Dieffenbach. Nachmittags: Pfarrer Spen- gel. Getaufte. Den 23. März. Dem Burger und Metzgermeister, Georg Beppler, eine Tochter, KarolineJohannetle Bertha Eleonore Elisabeths Marie Konradine Christine. Den 2 5. März. Dem Burger und Häfnermeister, Hermann Klaus, ein Zwillingssohn, Hermann. Beerdigte. Den 17. März: Dem Burger und Häfnermeister, Hermann Klaus, ein todtgeborner Zwillings- sohn. Den 2 4. März: Anna Maria, des Burgers und Schreiners, Georg Philipp Tränkner, Tochter, alt 1 I. 1 M- 2 T. Denselben. Eine uneheliche Tochter, tFriederike Marie, alt 1 I. 17 T. D enselben. Johannette Marie Catharine, des Burgers und Metzgermeisters, Philipp Möhl, Ehefrau, alt 711. 9 M. 13 T. Len 27. März: Jakob Wehn, des verstorbenen Burgers und Schubmachermeisters, Georg Ludwig Wehn in Biedenkopf, hinterlassener Sohn, alt 31 I. 7 M. 11 T. Katholische Gemeinde: Den 2 5. März: Der Großhzgl. Hess. Hofgerichtsüd, vvkat Leonhard Dehaie, alt 37 I. 11 M. 23 T. Frischbacken. Sonntag den 3 0. März: Ludwig Kämmerer und Johs. Noll in ter Neustadt. Montag den 81. März: Wilhelm Löber vor dem Wallthor, und Balser Magnus auf dem Selzersweg. Angekommeue und abgereiste Fremden vom 20. bis 26. März. In den Gasthäusern. Im Einhorn: Hr. Kfm. Chambosse, v. Duren, Hr.Hof- rath Harnier n. Familie, v. Cassel, Hr. Krebs, v. Frankfurt, Hr. Vivie, v. Schwelm, Hr. Speier, v. Alsfeld, Hr. Gumpf, v. Wetzlar, Hr. Lynker, v. Homberg, Kfl. Hr. Bergrath Buderus, v. Laubach, Hr. Roth, ».Frankfurt, Hr. Mechanik. Wernder, v. Darmstadt, kr. Stud. Ettling, v. Frankfurt, Hr. Kfm. Brebert, ».Düsseldorf, Hr.I)r. Müller, ». Darmstadt, Hr. Hofrath Friedrich, v. Berlin, Hr. Kfm. Lüsmann, ». Offenbach, Hr. Stud. Vollmann, v. Kierspe, Im Rappen-. Hr. Jung, v. Barmen, Hr. Böler, v. Bremen, Hr. Rautert, v. Kellering, Kfl- Hr. Stud. Hundicker, v. Braunschweig, Frau Marck, v. Wien, Hr. Klm. Weigand, v. Vlotbo, Hr. Lender, v. Bessungen, Mad. Döring, v. Hanau, Hr. Kfm. Beck, v. Frankfurt, Hr. Stud. Piderit, v. Heidelberg, Hr. Schlingloff, v. Hanau, Hr. Benck, v. Frank- furt, Hr. Rautert, v. Kellering, Hr. Bartels, ». Bremen, Kfl. Hr. Deukelmoser, v. Frankfurt, Demois. Vantier, v. Neu- chatel, Hr. Adv. Manhaye, v. Frankfurt, Hr. Fäuber u.Hr. Götz, ». Offenbach, Kfl. Hr. Sattler Wintemeyer, v. Sonneberg, Hr- Kutscher Beckstein, v. Harnebach, Hr. Kfm. Hofmann, v. Cassel, Hr. Stud. Stockhausen, v. Romrod. Im Darmstädter Haus: Hr. GbschäftöiN. Römich, v. Georgenhansen, Hr. Kupferschmied Pomerus, v. Hamburg. Irn Schwanen: Hr. Hofrath Bellinger, v. Lauterbach, .Hr. Stud. Kieselbach, v. Marburg, Hr. Candidat Rücker, v. Hungen, Hr. Gymnasiast Henckel, v. Hanau, Hr. Gymnasiast Küchler, v. Darmstadt, Hr. Weiny. Bonfeld, v. Rödelheim, Hr. Hermann, ». Frankfurt, Hr. Hirschsprung, v. Rödelheim, Hr. Runkel, v. Offenbach, Kfl. Im Hirsch: Hr. Handelsm. Dietermon, v. Deuts, Hr. Architect Belpöh, v. Hildesheim, Hr. Stud. Seprecht, v. Cassel. im Pfau; Hr. Geometer Huntzinger u. Familie, v. Darmstadt. Außer den Gasthäusern. Bei Hrn. Kfm. Hast: Hr. Pfarrer Volker u. Frau, V. Ebelstadt. Bei Hrn. Geh. Rath Knorr: Madame Strobel nebst zwei Fräul. Töchtern, v. Wiesbaden. Bei Hrn. Hofger^ Rath Zühl: Hr. Distrikts-Einnehm. Schmidt», .zwei Fräul. v. Bingenheim. Bei Hrn. Universitäts-Richter Georgi: Frau Amtm. Dietzsch u. Sohn, v. Friedberg. Bei Hrn. Melchior Frech: Hr. Gymnasiast Caspari, v. Darmstadt. Bei Frau Landräthin Fuhr: Frl.Wolf, v. Waldgirmes. Bei Hrn. Post- meister Bauer: Maria Stahl, v. Darmstadt. Bei Hrn. Ober-Jnsp. Dietz: Makem. Crecelius, v. Frankfurt. Bei Hrn. Stud. Ostwald: Hr. Berger, v. Tharand. Bei Hr». Landrichter Langsdorf: Hr. v. Krug, v. Friedberg. Bei Frau Rentmeister Müller: Catharine Schuch, v. Ilbenstadt. Bei Hrn. Kfm. Windecker: Hr. Bürgerm. Keudel u. Frau, v. Liekerbach. Bei Hrn. Hofg.-Assessor Buff: Hr. Cand. Theol. Breidenstein, v. Romrod. Bei Hrn. Kfm. Roll: Hr. Stud. Bang, v. Goßfelden. Bei Hrn. Assessor Hermanny: Fräu- lein Bötticher, ». Biedenkopf. Redaktion und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch, und Steindruckerei,