Samstag, den ^?29. Frucht- und Victualienpreise zu Gießen vom 12. bis 19. Juli 1854. Fleisch preise. 1 Pfd. gutes Ochsenfleisch . . < 1 „ Kuhfleisch 1 •> Rindfleisch ..... 1 » Kalbfleisch . .... . . 1 « desgl. ausgemästetes . . . 1 n Schweinefleisch . . . . 1 » Hammelfleisch . . . . . 1 " Wurst von pur Schweinen . 1 " gemischte Wurst . . . . 1 » Bratwurst 1 h Schwartemagen 1 » geräucherter Speck . . . 1 " Schinken oder Dörrfleisch 1 •< Rindsfett 1 » Hammelsfett 1 n Schweineschmalz ausgelassenes 1 » desgl. unausgelassenes . . . fr. 10 8 7 5 9 8 12 8 15 16 20 16 18 13 20 18 Sie Zugaben dürfen in weiter nichts, als in Fleisch von derselben Gattung bestehen, und zwar auf 10 Pfd. Fleisch nicht mehr als anderthalb Pfund, und so weiter nach Proportion, welches auf ein Pfd. nicht völlig fünf Loth ausmacht. Köpfe, Füße, Ge- raub, wie auch die ganz blutigen und nicht geniesbaren Stücke vom Hals, sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. Pf. 2 Brodpreise. fr. Pf. 1 Pf. 6 Lth. — Qt. Roggenbrod . . . 3 ,/ 18 tr — w ,/ . « • 7 n 4 ,, — // ,/ . . . 30 Lth. 2 Qt. Kümmel- oder gemischtes Brod 7 „ 3 „ Wasserweck ...... 6 ,, 3 „ Milchbrod'...... 8 «■ " nt Taigscher ...... 2 6 12 2 1 1 1 4 5 7 15 16 4 4 3 4 1 1 1 1 1 1 1 1 | Bierpreise. 1 111 1 1 1 1 01 1 1 1 Maas ordinaires Bier....... auch 1 Maas Doppelbier ........ Marktpreise. 1 Pfd. Butter '......... auch 3 Handkäse ........... 6 ©per........... 1 Psd. Waizenmebl ........ • grob geschälte Gerste ..... - klein geschälte Gerste..... Fruchtpreise. Städte. Gemäs Walzen Korn Gerste Hafer Erbsen Linsen Pf. Ift.lfr. Pf.lfl.lkr. Vf. in. 1 fr. Vf. Ift.lfr. ft. IW fr. Vf-Ift.lfr. Darmstadt ........ Gießen . . . ...... Marburg am 6. Juli .... Wetzlar am 5. Juli..... das Malter das Malter auch das Mött das Achtel 200 5 5 4 5 20 40 30 50 180 200 3 4 3 ' 4 SO 15 30 20 160 3 3 2 3 20 40 36 j 1 III 1 2 3 2 40 5 36 1 1 1 1 1 1 Ul' 1 ! hl LJ i |l 1 II 1 1 1 jiLii. gl i i i i H Polizeiliche Bekanntmachungen. 31) Vom künftigen Montag den 21. dieses an, wird der Preist des Kalbfleisches auf 6 Kreuzer bestimmt, was hiermit bekannt gemacht wird. Eießen den 18. Juli 1834. Großherz. Hess. Polizei - Commissariat. G. Stumpf, Kreissecrctär. 32) Da der in den diesjährigen Wochenblättern Nro. 26. 27. u. 28. erfolgten Bekanntmachung ungeachtet die nachfolgend verzeichneten Gegenstände, welche gefunden und anher abgegeben worden, bis jetzt noch nicht abgeholt worden sind, so werden die Eigrnthümcr derselben nochmals aufgefordert, sich annoch binnen 14 Tagen so gewiß zu deren Empfangnahme auf dem Polizei-Bureau zu melden und zu legitimiren, a,s sonsten die gedachten Sachen der in dem §. 203. der hiesigen Polizcivorschriften enthaltenen Bestimmung gemäß, den Findern werden überlassen werden. Verzeichniß der gefundenen Gegenstände: Ein Messer, eine Kette, ein Gürtel, ein Strickzeug, ein Federmesser, eine Heugabel, eine Kappe, ein Beutel mit einigem Geld, ein Chemisettchen. Zugleich bringt man weiter zur Anzeige, dass abermalen ein Geldbeutel mit Geld u. ein Schlüssel gefunden und anber abgegeben worden ist, woselbst ihn der rechtmäßige Eigenlhümer zurückerhalteu kann. Gießen den 17. Juli 1834. Großherz. Hess. Polizei < Commissariat- G. S r u m p f, Krcissecretär. 33) Unter dem 26. Mai l. I. wurden von einem Fremden in hiesiger Stadt ein Paar Stiefeln zum Verkaufe angcboten. Da in Bezug auf dieselben der Verdacht der Entwendung vorliegt, so fodert man denjenigen, der etwa über eine solche Entwendung Auskunft geben kann, zur deßfallsigen Anzeige mit dem Bemerken auf, daß die fraglichen Stiefeln auf dem Polizei - Bureau in Verwahrung sich befinden. Giessen den 16. Juli 1834. Großherz. Hess. Polizei - Commissariat. G. Stumpf, Kreissecretär. Eviccalladmigen. 645) Luton und Anna Sabina Muhlp aus Al- lendorf an der Lumda haben nach dem hiesigen Hypothekenbuche der geistlichen Wiktwencasse dahier' am 19. Januar 1824 wegen 400 fl. zu 5 pCt. eine Anzahl Grundstücke verpfändet, die desfallS ausgeiertigre gerichtliche Schuldverschreibung aber angeblich verloren; der etwaige Besitzer derselben wird daher aufge- forvert, feine Ausprücbe daran innerhalb 4 Wochen so gewiß dahier geltend zu machen, gegenfalls die Schuldverschreibung für mortificirk erklärt und der Eintrag im Hypothekcnbuche gelöscht werden wird. Gießen am 9. Juli 1834. Großherzogl. Hess. Landgericht das. Ploch. Wortman». Versteigerungen. 642) Donnerstag den 24. d. M, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhauö 2 Sopha's, 6 Stühle, im Wege der Hülfsvollstreckung versteigert werden. Gießen am 7. Juli 1834. Großherz. Hess. Stadtgericht G. F. Liuipert, in Abwes. des Stadtrichters. 639) Donnerstag den 31. d. M., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dabiesiqem Rathhaus eine Chaise im Wege der Hülfsvollstreckung versteigert werden. Gießen am 2. Juli 1834. Großherz. Hess. Stadtgericht. G. F. L i m p c r t, in Abwesenheit des Stadrrichters. 640) Dienstag den 29. d. M., Nachmittags o Uhr, sollen auf dahiefizem Rathhaüs 2 Stuck blaues und 1 Stück graues Tuch, im Wege der Hülfsvollstreckung, zur Versteigerung gebracht werden. Gießen den 8. Juli 1834, Großherz. Hess. Stadtgericht das. In Abwesenheit des Dirigenten Zimmer m a n n. 655) Montag den 21. Juli d. I., Vormittags um halb 11 Uhr, sollen in dem unteren Locale des Gebäudes des dahiesigen Gescllschaftsvereins gegen 300 Spiele abgespielter, aber größtcntheils noch sehr brauchbarer Spielkarten von l’Hombre, Whist, Tarok und Piquet, an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. 656) Montag freu 21. b., Vormittags 9 Uhr, sollen in meiner Wohnung zwei Sparherde aus dem ehemaligen Zollgebaude zu Lollar an die Meistbietenden versteigert werden. Gießen den 4 Juli 1834. Souncmann. 669) Montag den 21. d. M., Vormittags 9 Uhr, soll auf dahicsigcm Rathhause Maurer-, Zimmer-, Schreiner-, Schlosser-, Fuhr- und Taglöhnerarbcic an den Wcnigstnehmenden öffentlich versteigert und die Kostenüberschläge hiervon auf dem Bürgermeisterei - Bureau vorher, eingesehcn werden. Gießen den 16. Juli 1834. Der Bürgermeister C. Silber eisen. 670) Die Benutzung und Erndte des der Stadt zugehörigen Gartens am neu erbauten Arrefchause pro 1834, soll Montag den 21. d. M., Nachmittags 3 Uhr, an Ort und Stelle meistbietend versteige! k werden. Gießen den 16. Juli 1834. Der Bürgermeister E. Silbereisen. Fellgebotene Sachen. 633) Die Tabacke von C. P. Hodann in Mainz jit 24 und 28 fr. das L, sind in J/4 72 und 7X K zn bekommen bei L. F. Höste reich auf der Mäusbnrg. _ 654) Eine noch wenig gebrauchte Braniitwein- hlafi, 1 £)I)ni 16 Maaß haftend, uchst Tchlangenrohr und Hof:::, :st bei mir, das Pfund zu 32 fr. zu verkaufen. Marburg den 15. Juli 1834. Usener. 664) Ich mache hiermit bekannt, daß ich eine bedeutende Auswahl sowohl von schwarzen Seidcn- hüken als auch grauen Filzhüten erhalten habe, und empfehle mich zugleich mit allen Arten von Handschuhen. H. Lüdeking. 665) Eine noch in gutem Zustande befindliche Chaise, mit Vorderverdeck versehen; sodann ein silber- plattirtes, noch ganz neues Fahrgeschirr für zwei Pferde, sind aus freier Hand zu verkaufen. Bei wem? sagt Ausgeber dieses Blattes. Vermischte Nachrichten. 634) Unterzeichneter erbietet sich zum Unterricht in der französischen und italiänische» Sprache; auch lehrt er die Theorie der Musik nach Gottfried Weber. Zugleich bringt er seinen Unterricht im Singen, auf dem Klavier und der Guitarre, wieder in Erinnerung. Kantor Hiepe. 666) Landständische Verhandlungen betreffend. ' Um den gegenwärtig noch eiiitretendcn Abonnenten oder sich bildenden Lesezirkeln die Anschaffung der Verhandlungen der zweiten K a m m e r der Laiidständ