6. December Samstag, den 1834; H°49./ Frucht - und Victualieupreise zu Gießen vom 29. Nov. bis 6. December 1854. Brodpreise. fr. Fleischpreise. Pf. fr. Bierpreise< 1 Maas vrdinaire« Bier auch 1 Maat Doppelbier . . Marktpreise, i auch Fruchtpreise. >st Darmstadt den 29. Nov. 1834. s 3 3 1V 20 10 8 7 6 3 4 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1. 1 1 1 1 1 1 in. tb< ■r: >r. ah 9 7 12 8 15 16 20 16 18 13 20 18 )r. hl. o(, u )«> )r. 2 6 18 2 Pfd. Butter . . . . HanLkäse Euer Pfd. Waizenmehl . . . grob geschälte Geeste - klein gestalte Gerste Riudsteisch Kalbfleisch ..... desgl. auLgemästetcs . . . Schweinefleisch .... Hammelfleisch .... Wurst von pur «chweinen . gemischte Wurst .... Bratwurst ...... Schwarkemagen , . . . . geräucherter Speck . . . Schinken oder Dörrfleisch . RinLsfekt Hammelsfett . . . . . Schweineschmalz ausgelassenes desgl. unausgelassenes . . . v. >r. ak- er, in, )r. v. NB. Die Zugaben dürfen tu weiter rächt«, al« in Fletsch von derselben Gattung bcfrchcn, und »war auf 10 Pfd. Ficifch nicht meyr al« anderthalb Pfund, und so weiter nach Provortion, welche« auf cm Pfd. nicht völlig fünf Sof'l) ausmacht. Köpfe, Fuüe, @c< taub, wie auch die gani blutigen und nicht ae> nie-barcn Stucke vom Hals, find von der Zugabe gänilich ausgeschlossen. 7 „ 30 Lth. 7 „ 6 ,, 8 u Qt. Kümmel- oder gemischtes Brod « Wafferweck h Milchbrod » Taigscher Das heute erschienene Negierungsblatt No. 83. enthält folgende Großherz. Verordnung, die in der Schweiz bestehenden Handwcrkervereine betreffend. LUDWIG II., von Gottes Gnaden, Großherzog von Hessen und bei Rhein re. -c. Da sich in mehreren Cantonen der Schweiz sogenannte Handwerker- Vereine gebildet haben, durch welche die sich da- , , y t r,, - , selbst aufhaltenden deutschen Handwerksgesellen zu und der .-lufenthalt in derselben verboten, verbrecherischen Entwürfen und Verbindungen gegen Verbot >oü irr allen abgegeben oder viM werden- deutsche Negierungen angereizt und aufgefordert den Wanderbücheru und in allen für Hanvwer!o- werden, gewisse gegen den Staat und gegen Private gerichtete Verbrechen in ihrem Heimathlande zu verüben; so sehen Wir Uns veranlaßt, in Berücksichtigung der dadurch drohenden Gefahren, auf den Grund des Art. 73. der Vcrfassungsmkunde, zu verordnen, wie folgt: Art. 1. Allen inländischen Handwerksgesellen ist von nun an und bis auf weitere Verfügung das Weisen in die Schweiz * - - • ■ , Dieses 1 Pfd. gutes Ochsenfleisch Kuhfleisch . . . 1 Pf. 6 Lth. - Qt. Roggenbrvd 3 U 18 H — " 1» pf. 1 1 1 4 5 7 4 4 3 4 S t ä d t e. G r m ä s Waizm Korn Gerste Hafer Erbsen Linsen Pf. 'fl. kr. Pf. Ifl.ikr. Pf.ifl.l fr. Pf. i fl.ikr. fl. IHI.tr. Pf. Ifl.ikr.. ■l~•— . Darmstadt . ....... > Gießen ......... Marburg am 80. Nov..... i Wetzlar am 29. Nov. ..... das Malter das Malter auch das Mott das Achtel 200 1 02 Vr* ! CS 1 l t g f । 1 — 180 200 4 5 8 5 30 30 21 160 3 3 3 4 40 40 8 1.1 1 M I r- 2 o 2 45 40 45 — 30 LLLL1 j I 1 1 1 1 1 l Illi i 1 1 1 11 LJI Nil || 1 1 1 1 1 gesellen auszustellendeu Heimathschciuen ober Pagen bemerkt werden. — Art. 2. Derjenige 'inländische Handwerksgeselle, welcher sich, dem im Art. 1. enthaltenen Verbote zuwider, dennoch in di- Schweiz begiebt, soll bei seiner Zurückkehr in das Großher-' zogtbum, an der Grenze oder wo er sonst betroffen wird, sogleichverhaftet, an den Provinzial-Com. missar seiner Heimath — ist er aus der Provinz Rheinhessen an die Provincial - Direktion zu Mainz — abgeliefert und wenn keine Gründe vorlicgen, welche die Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens gegen denselben rechtfertigen und wenn er nicht eine Caution von Zweihundert Gulden für seine gute Aufführung zu leisten vermag, zwei Jahre lang in seinem Heimathsorte unter besondere polizeiliche Aufsicht gestellt werden. Während dieser zwei Jahre darf er, auch wenn Caution gestellt worden ist, nicht wandern, nicht als Meister ausgenommen und ihm kein Gewerbspatent ertheilt werden. Beträgt er sich nicht den ihm von der Polizeibehörde gegebenen Vorschriften gemäß, und hat er keine Cau- tion gestellt, so kann er eine Zeitlang, jedoch nicht über die Dauer des Zeitraums, für welchen er noch unter besonderer polizeilicher Aufsicht steht, von der Polizeibehörde in Verhaft gehalten werden. Sollten besondere Umstände vorliegen, welche für die Ungefährlichkeit eines solchen Jndivirumns zeugen; so kann Unser Ministerium des Innern und der Justiz die zweijährige Dauer der besonderen polizeilichen Aufsicht ans angemessene Weise abkürzen. — Art. 3. Jnländischb Handwerksgesellen, welche seit dem 1. Januar 183 t sich kürzere oder längere Zeit in der Schweiz aufgchalten haben und erst nach dem 1.Januar 1835 in das Großherzogthum zurückgekehrt sind, sollen eben so, wie tut vorhergehenden Artikel vorgeschrieben ist, behandelt werden. Kehrt ein solcher vor dem 1. Januar 1835 in das Großherzogthum zurück, so finden die Bestimmungen des Art. 2. nur dann auf ihn Anwendung, wenn er verdächtig ist, einem Handwerker- Vereine angehört zu haben. — Art. 4. Den Eltern, Geschwistern, sonstigen nächsten Anverwandten, Vormündern oder Curatoren der inländischen Handwerksgesellen, welche sich dermalen in der Schweiz oder sollst im Auslände'befinden, wird cs hierdurch zur besonderen Pflicht gemacht, dieselbe» von den Bestimmungen dieser Verordnung in Keunt« niß zu setzen. — Art. 5. Ausländische Handwerksgesellen, welche sich seit dem 1. Januar 1834 kürzere oder längere Zeit in der Schweiz aufgehal- tcn haben, sollen an der Grenze des Großherzog« thums zurückgewiesen und wo sie innerhalb derselben betroffen werden, sogleich verhaftet und als Schüblinge über die Grenze gebracht werden. Müssen solche ausländische Handwerksgesellen, um auf geradem Wege in ihre Heimath zu gelangen, durch Gebietsthcile des Großherzogthums gehen, so ist ihnen eine Marschroute, welche die zu berührenden Orte und -die Zeit für die Reise enthält, vorzuschreiben. — Art. 6. Fabrikanten oder Handwerker, welche einem in- oder ausländischen Handwerksburschen, ohne desfalls eingeholte besondere polizeiliche Erlanbniß, Arbeit gegeben haben, ob es gleich aus seinem Wanderbuch, Paß, oder sonstigen Legitimationspapieren ersichtlich war, daß sich derselbe seit dem 1. Jan. 1834 in der Schweiz aufgehalten hat, sollen mit einer Polizeistrafe von 1—5 Tagen Gefängniß oder 1 — 7 Gulden Geld bestraft werden. Derselben Strafe unterliegt derjenige Fabrikant oder Handwerker, welcher einen in - oder ausländischen Handwerksburschen, der sich über seinen früheren Aufenthalt nicht ausgewiesen hat, ohne eingeholte polizeiliche Erlanbniß Arbeit giebt. — Art. 7. Unser Ministerium des Innern und der Justiz wird hiermit ermächtiget, diese 93 er# ordnung auch gegen andere Staaten in Anwendung zu bringen, von denen bekannt wird, daß ähnliche Handwerkervereine darin bestehen; nicht minder hat dasselbe dafür zu sorgen, daß diese Verordnung durch geeignete ausländische Zeitungen zur öffentlichen Kenntniß gebracht werde. — Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und des beigedrückten Staatösicgels. Darmstadt am 25. Rov. l.834. LUDWIG. . du Thil. ------. .......... Steckbrief. Ter nachstehend bezeichnete Wilhelm Müller, Sohn des Revierförstrrs Müller zu Elsoff, Kreises Wittgenstein, welcher am 10. dieses Monats den Gabriel Banner aus Elsoff durch einen Schuß getödtct, hat sich gleich nach der That auf flüchtigen Fuß gesetzt und der Untersuchung entzogen. Wir ersuchen daher sämmtliche Civil- und Militairbehörden, auf Denselben Acht zu haben, ihn rm Betretungssall arretiren und an uns ablieftrn zu lassen. Laasphe den 27. November 1834. Königlich Preußisches Justiz-Amt. Becker. Personen. Beschreibung. Derselbe ist 12 Jahr alt, ungefähr 4 Fuß groß, bat blonde etwas krause Haare, bedeckte Stirn, blonde Augeubraünen, graue Augen, etwas dicke Nase, kurzes Kinn, ovales Gesicht, ist blasser Gesichtsfarbe und schlanker Statur. Edictalladungen. g44) Da die Erben des dahier verstorbenen Großherr. Hofgerichts - Raths vr.Oeser die Erklärung abgegeben haben, daß sie dessen Nachlaß unter der Rcchtswohlthat eines vorher zu errichtenden gerichtlichen Inventars antreten wollten, und das Großh. Lcfgcricht den Unterzeichneten beauftragt hat, ein solches Inventar aufzustellen und die geeigneten Edic- talien zu erlassen; so werden in Gemäßheit dieses hoben Auftrags alle diejenigen, welche Foderungen oder Ansprüche an diesen Nachlaß aus irgend einem Grunde bilden zu können glauben, hiermit aufgefo- dert, in dem hierzu auf t , Montag den 8. December dieses Jahrs, Dormittags um 10 Uhr anberaumten Termin in dem Hofgerichtsgebäude dahier entweder in Person, ober durch genügende Bevollmächtigte zu erscheinen und ihre Foderungen anzugeben, gegensalls -die befragte Erbschaft den Interessenten überlassen, — und diese nur bis zum Belaufe der Taxation der Verlassenschafts-Gegenstände für haftbar erklärt werden würden. 'Gießen den 23. October 1834. Don Commissionswegen, Dietz, Großherz. Hess. Commissionsrath. Versteigerungen. 1076) Mittwoch den 10. December, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus eine Anzahl Bücher, über welche das Verzeichniß bei unterzeichnetem Gerichte zur Einsicht gegeben wird, öffentlich meistbietend im Wege der Hülfsvollstreckung ge- gen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen am 22. Nov. 1834. Großherzoglich Hessisches Stadtgericht. Müller. 1088) Montag den 8. d. M., Nachmittags 2 Uhr und an den folgenden Tagen um dieselbe Stunde, sollen in der Wohnung der Wittwe des Rathschöffen Ludwig Melchior Herbert dahier, verschiedene Mobilien, bestehend in Gold, Silber, Kleidungsstücken, Weiszeug, Hausgeräthe, Wagen und Chaise -c. unter den, im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen , gegen baare Zahlung versteigert werde». Gießen den 2. Dec. 1834. Großherzoglich Hessisches Stadtgericht. In Verhinderung des Dirigenten Zimmermann. 997) Montag den 29. December d. I., Mor- gens 10 Uhr, soll die herrschaftliche Erbleihmühle, die unweit Königsberg an der Bieberbach gelegene sogenannte Strobmühle mit Scheune und Backhaus nebst 65 Ruthen dazu gehörigem Wiesenlaud, zugleich mit mehreren dem dermaligen Beständer eigenthümlich zustehenden, dem Verkauf einzeln ausgesetzt werdenden Grundstücken, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, auf der Mühle selbst versteigert werden. Gießen den 12. November 1834. Großherzogl. Hess. Stadtgericht das. In Verhinderung des Dirigenten Zimmermann. 1087) Nachstehende, von dem Kupferschmiede Balser Conrad Vogt dabier hinterlassene Gütcrstücke, ls: ' 421,6 Kl. 124 R. 8 S. Acker, stößt auf den Glet- berger Weg an Heinr. Noll, 443,3 " 130 „ 14 „ hinter den Schießgärten an Christian Wallenfels, 256,3 „ 75 „ 11 „ an der Weid am Stadtgut, giebt 1 fl. 22 Alb. Zins aufs Ratbhaus, 391,6 „ 115 « 10 „ an der Warth an Conrad Ufer, */, zehntfrei, 594,9 „ 175 u 10 « am Grüninger Pfad an Georg Spruck, giebt l Kpf. 2Msch. Korn, 1 Kpf. 1 Gesch. 1 Msch. Hafer dem Fiscus, zehntfrei, 627,6 „ 185 „ 4 „ zwischen dem Sand- u, Erd- kauterweg an Carl Ebel, giebt 2 Kpf Korn, 2 Kpf. 1 Gesch. 3 Msch. Hafer d. Fiscus, zchntfrei, 294,4 „ 86 „ 15 <> Wiese am untersten Riegelpfad an Andr. Weidig, Andr. S., zehntbar, 285,3 " 84 „ 4 n Wiese am Daubenauger an Rathsch. Becker, giebt 4 fr. 3 Hlr. Zins dem Fiscus, zehntfrei, sollen Montag den 12. Januar 1835, Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhause meistbietend versteigert wer, den. Gießen am 2. December 1834. Großherzoglich Hessisches Stadtgericht. Müller. 1098) Mittwoch den 17. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen die lcihfällig gewordenen Triebviertel in sechsjährigen Bestand an den Meistbietenden öffentlich auf dahiesigem Rathhause versteigert werden. Gießen den 4. Dec. 1834. Der Bürgermeister C. Silbereisen. 1068) Das durch Regulirung des Schwarzlach- wegeS über-flüssig gewordene Gelände, soll nach -Beschluß des Gemeinderaths Mittwoch den 10. December l. I., Vormittaas 10 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich an den Meistbietenden stückweise in Erb und Eigenthum versteigert werden. Gießen am 24. Nov. 1834. Der Bürgermeister C. Silbrreisen. 1043) Das Reinigen der Straßen soll Montag den 8. Decembcr, das Ausputzen der Oefen in den städtischen Hausern, sowie die pro 1835 vorkommenden Armenfuhren, das Anfahren des Holzes für das städtische Holzmagazin und die städtisch Besoldeten, sowie manche andere ^ubvcitbcit/ Dienstag den 9. Decembcr l. I. öffentlich an den Wenigstnehmenden auf dahiestgem Rathhause Morgens 9 Uhr versteigert werden. Gießen am 21. Nov. 1834. Der Bürgermeister C. Silbereisen. 1097) Kommenden Dienstag den 9. d. M., Nachmittags halb 2 Uhr, sollen in der Wohnung des verstorbenen Thorschreibers Schlund am Seltersthor, mehrere Mobiliar-Gegenstande, als: ein Clavrer, Kleiderschrank, Tisch, Bettlade, Waschbütte, eine Anzahl Kupferstiche, Kleidungsstücke rc., öffentlich gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen den 2. Decembcr 1834. n ff Stöcke, Reißer, ff tt ff if // 1096) Nächsten Donnerstag den 11. Decembcr werden im Domanialwald des Reviers Schiffenberg 57 86% „ 9800 Geb und öffentlich meistbietend versteigert: 14 Stecken Eichen-, Birken- u. Nadelholz-Scheide, Prügel, - -..... ff " 1 Eichenstamm zu 20 Cubikfuß, 6 Kiefernstämme zu 153 » 18 Eichen- und Nadelholzstangen, 60 Cubikfuß enthaltend. Der Anfang geschieht des Morgens 9 Uhr bei günstigem Wetter auf dem Steinberger Weg ohnweit des Kleinlindner Weges, bei Regcnwetter aber auf dem Rathhaus zu Watzenborn. Gegen verordnungsmäßige Zahlungsfähigkeits- bescheinigung oder Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Marlinitag 1835 gestattet. Baumgarten am 4. Decembcr 1834. Der Revierförster Borkhausen. 1100) Montag den 8. Dec. d. 3., Nachmittags um 2 Uhr, sollen in dem von Rabenauschrn Hof in Rodheim 12 Fuder Stroh an den Meistbietenden versteigert werden. G. Wagner, S. Sohn. Besondere Bekanntmachungen. 1066) Bei der Inventarisation des Nachlasses des Großh. Hofgerichtsraths Dr. Oeser und Durch- gehvng der Literalien fand man viele Mamralacten aus den Zeiten dessen Advocatur. Sollte nun Jemand von den zu damaligen Zeiten proceßführcnden Parthien, oder deren Erben in den Besitz dieser Acten gesetzt zu werden wünschen, so werden sie hiermit aufgefodert, sich desfalls bei dem Unterzeichneten binnen 6 Wochen, von heute an ge, rechnet, zu melden, gcgenfallö angenommen werden wird , daß sie darauf stillschweigend entsagt haben, und darüber das Geeignete verfügt werden wird. Gießen den 27. November 1834. Von Commiffionswegen Dietz, Großherz. Commiffionsrath. 1015) Die Erhebung der Domanialge- fälle pro 1834. Wie in früheren Jahren wird zur Erhebung der Zinsen und Pachte, welche auf Hofraithen und Gütern in hiesiger Gemarkung halten, ein besonderer Termin auch für dieses Jahr und zwar: Montag, Dienstag und Mittwoch den 8. 9. und 10. Decembcr, unter dem Bemerken bestimmt, daß die Geldzinsen auf der Rcntamksstube, die Naturalien aber auf dem Zeughause erhoben werden. Für alle übrigen an das Rentamt zu leistenden Zahlungen bleiben die bisherigen Zahltage, Dienstag und Donnerstag jeder Woche. Gießen den 11. November 1834. Großherz. Hess. Rentamt. Schneider. 1089) Diejenigen, welche am 11. August im großen Stadtwald, und am 1. September im Stol- zenmorgcn Holz ersteigt und die Zahlung dafür noch zu leisten haben, werden hierdurch aufgefodert, ihre Schuld innerhalb 8 Tagen bei Vermeidung gesetzlichen Zwanges an die Stadtkaffe zu berichtigen. Gießen den 3. December 1834. Der Sradtrechncr Nern. Feilgebotene Sachen. 1093) Ein Schreibsccretair, welcher als Meisterstück gemacht worden, ist zu verkaufen. Ausgeber sagt das Nähere. 1091) Limburger und Schweizerkäse und gute Kronenberger Kastanien, billigst bei Jac. Pi stör's Wtwe. 1056) Vorzüglich guten Labberdan und gute holländische Häringe sind zu bekommen bei F. Hensler. Hierzu eine Beilage. Beilage z u Rr o. 49 Feilgebotene Sachen. 1677) Einem verehrten Publicum mache ich tie ergebenste Anzeige, daß sich mein Kmderspieiwaaren« lager und sonstigen Artikel um folgende neue Gegenstände vermebrt hat, nämlich: j) Durchbrochene Körbchen mit doppeltem Deckel, fein gewählt 7 fr., 2) Ehaischen zu 10 uns 12 fr. pr. Stck., 3) Kanonen, lafirte 6 fr., nicht lakirre 5 fr., starke Cavallerie zum Einhauen, größte Sorte mit Schachtel, pr. Stck. 3 fr,, odne Schachtel 2 '/„ fr.; Cavallerie im Jagen., mittlere Größe, mit Schachtel pr. Stck. 2 fr., ohne Schachtel 1 */„ fr.; lafirte Milcheimer 5 fr., nicht lafirte 4 fr.; ein Paar Messer u. Gabel 1% fr.; ein Eßlöffel 3 Hlr.; verschiedene Infanterie, mir Schacktel pr. Stck. 1 fr., ohne Schachtel 3 Hlr. Ferner große dauerhafte Bellflaschen, ovale mit Wärmbeicher 6 ff. 30 fr., ohne Becher 5 ff. 24 fr.; Bettpfannen mit Holzring und Polster 3 st. 30 fr. Bettpfannen ganz von Zinn mit fein beschlagenem Polster 6 ff. 45 fr.; Eyerbcchcr 18 fr., Membuchsen 18 fr.; Sargbeschläge mit EicheMaub- Kranz für erwachsene Personen 9 ff-, für Kinder 5 ff.; Handfaß mit Becken für Israeliten, große 9 ff., intttlere Größe 7 ff.; Lichterformen für 6r und 8r, pr. K 32 fr., um,»tauschen 8 fr.;- achteckige Glaslampen 1 ft. 36 fr., runde mit Glas 1 ff. 30 fr.; Teller, Suppen« und Gemüßschüffeln, ordinaire gacon von englisch Zinn pr. S 36 fr., dieselben mit Handhaben 40 fr.; Suppen- Terinen mit und ohne Deckel von 1 bis 16 Portionen, pr. g* 44 fr. Wer in Quantität gegen baare Zahlung kauft, erhält Rabatt. — Sämmtliche, zu Weihnachts - Geschenken geeigneten Waaren sind von Probezinn und nicht von hartem Blei, auch rein po- lirt und nicht blank gedreht, dafür verbürgt sich ter Unterzeichnete; — auch werde ich dieselben, wenn es bestellt wird, von englischem Zinn verfertigen. Heinrich R a u ch, Zinnarbeiter. Die sämmmtlichen Kinderspielsachen sind auch pr. den beigcsetzten Preisen bei Hrn. Buchbinder Lüdefmg zu haben. 1078) Unterzeichneter empfiehlt sich bei heran- nahendeu Weihnachten einem verehrten Publicum mit einer großen Auswahl zinnener Spielwaaren; auch in den übrigen Artikeln seines ächten englischen Ziun- lagers verspricht er unter promter Bedienung die billigsten Preiße. Heinrich Fuhr, Zinngießermeister, wohnhaft in der Souiienstraße. 1082) Auf bevorstehende Weihnachten empfiehlt sich mit vorräthigen Gold- und Silberwaaren zu den billigsten Preisen. W. E. Heinrich, Gold- und Silberarbeiter, wohnhaft befc HrU. Lüdeking auf dem Seltersweg. 1070) In angefangenen Stickereien, weisen Holzwaaren, Foulards, Shäwichen, franz Blonden und Tullsragen, Sammr- u. Atlas-Gürteln, Bronz- waaren, Taschen, Handschuhen, sowie in niedreren Gegenständen zu Weibnachrsgeschcnfen, empfiehlt sich zu den billigst gestellten Dreisen M. Heß. 1051) Die ächt englisch e Universal» Glanz wichse von G. Fleetwordk in London, welche von den berühmtesten deutschen und englischen Chemikern geprüft worden ist, die das Leder bei dem schönste» Glanze in tiefster Schwarze weich und geschmeidig erhält und durch die nöthige Verdünnung das 12fache Quantum hergiebt, ist fortwährend ji« Büchsen von y4 S a 4 gGr. oder 5 Sgr. und von ’/8 S i 2 gGr. ob. 2% Sgr. nebst Gebrauchszettel zu bekommen bei Herrn H Lüdeking in Gießen. Eduard Oeser, sonst G. Florey jun. in Leipzig; Hauptcommissionair des Hrn. G. Flcetwordt in London. 1052) Der beliebte orientalische Räucherbalsam, wovon einige Tropfen, auf den warmen Oien oder Blech gegossen, hinreichend sind, ein geräumiges Zimmer mit dem aiigenebmsten Wohlgeruche anzufüllen, ist fortwährend zu bekommen in Fläschchen a 6 gGr. ob. 7% Sgr. bei Hrn. H. Lüdeking in Gießen. 1084) Ein vollständiger langer Pferdewagen mit Leitern ist zu verkaufen. Das Nähere bei Lein- wandhändler Grieb in der Neustadt. .1086) Ein Garten auf dem Hamm, neben Hrn. Blaufärber Jugbardt gelegen, Morgen haltend und mit guten Obstbäumen bepflanzt, ist aus freier Hand zu verkaufen. Tas Näßere bei Ausgeber. Zu vermicchen. 1023) 1000 ft. liegen (auch getheilt) gegen gerichtliche Sicherheit in hiesiger Stadt zum Ausleihen bereit. Ausgeber sagt bei wem. 1092) 100 fl. liegen gegen gerichtliche Sicherheit zu 5 pCt. Zinsen zum Ausleihen bereit. Bei Ausgeber dieses das Nähere. 1079) 2300 fl. können zur Hälfte jetzt, zur Hälfte Neujahr ganz oder theilweise gegen hinlängliche Sicherheit ausgeliehen werden. Wo? sagt Ausgeber. 1035) In der Nähe deS Seltersthors kann ein geräumiges, sehr beauem eingerichtetes und sogleich beziehbares Logis vermiethet werden. Das Nähere bei der Erpeditivn dieses Blattes. Vermischte Nachrickiem 1090) A» milden Beiträgen für die durch Braud verunglückten Greußener giengen in ttfür Woche bei mir ein: von Urigen.: 1 fi 48 fr., 1 st. 12 fr., 18 fr. W. M agett, wohnhaft bei Hrn. M. Muller in der Eaplansgaß Nro. 526- als Kindermädchen bei irgend einer hiesige» Herrschaft Unterkunft zu finden. Bei Ausgeber dieses das Nähere. 1094) Cin Mädchen, welches kochen, nähen, stricken, waschen und bügeln kann und überhaupt in häuslichen Arbei't'err erfahren ist, sucht einen Dienst. Das Wctere ist bei Wittwe Ltohr in der Hinrrrgaffe zriIerfahren. 1083) Unterzeichneter empfiehlt sich in Verfertigung aller Arten Buchbinderardeit, sowie auch in Smi- und Portefeuille - Arbeiten, als: Brieftaschen, Notitzbücher, Stammbücher, Tabackskästchen, Tabacks- dofen, Toilettenkästchen, Wandkörbe,. Lesepulte, Hängtaschen , Bonboniere, Briefbeschwerer, sowie in allen sonst in dieses Fach rinschlagenden Artikeln und namentlich in dergleichen Arbeiten mit Stickereien, unter Zusicherung eleganter Verfertigung und billiger Preise. Georg Selz er, Buchbindermeister, wohnhaft bei Hrn. Wirth Loos auf dem Markt. 1081) Auf bevorstehende Weihnachten empfehle ich mich mit allen Arten Chnjtgefthenken, sowohl für Erwachsene, als Kinder. H. Lüdeking. 1095 ) Außer dem seither geführten Spezerei - uud Liqueur-Geschäft, welches vor wir nach fortbesteht, habe ich damit noch ein Weingeschäsl en detail verbunden, erlasse gut gehaltenen Rheinwein die Flasche zu 36, 30 und 24 fr., und verspreche mir recht zahlreichen Zuspruch, indem ich meine Abnehmer stets mit reiner, wohlgehalteiier Maare bedienen werde. Z. D. F e l s i n g 's Wittwe. 1099) Auf der Schmiede bei Rodheim, 1 Stunde von Gießen, kann ein Schweizer, der sich mit guten Zeugnissen auszuweisen im Stande ist, zu Weihnachten d. I. oder auf Petri 1835. in Dienst treten. 1080) Ein wohlgebildetcs, mit guten Zeugnissen früherer Herrschaft versehenes Mädchen, wünscht Angekommcne und abgcreiste Fremden Zn den Gasthäusern: Im Einhorn: Hr. Major v. Braunichwig v. Neuwied, Hr. Dr. Ladwo v. Rostock, Hr. Schmidt v. Oldenburg, Hr. Hir-chfeld v. Mannheim, Hr. Broggrd v. Metz, Hr. Kul- mann v. Frankfurt Hr. Kfm. Müller v. Coblenz, Hr. Klen; v. Laubach, Hr. Accrffist v. Guntberode v. Darmst.dt, Hr. Generalmaior v. Kleist v. Nerssa, Hr. Luutenant raufe v. Wetzlar, Hr. Adv. Hesse v. Wetzlar, Hr. Ponbauer v. Lü> driiizshausen, Hr. Cramer e. Bonn, Hr Feldmann v. Wann- beim, Hr. Carl v. Braunschweig, Hr. Lupo v. Hadamar, Hr. Arnberg v. Schwelm Kaust., Hr. Nieß u. Hr. Canern» berg, Lieuten. v. Offenbach, Hr. Wirth Pauli v. Offenbach, Hr. Geometer Wiffenbach v. Büdesheim, Hr. Lange v. Mannheim, Hr. Bolmann v. CntSbkück, Kaust., Hr. Steinberg v. Halver. Im Rappen: Fräul. Morel v. Nenfchatel, Fräul Mette v. Marburg, Hr. Fauerbach v. Niederstädt, Hr. Musicu« Feldt v. Aachen, Hr. Deiche! v. Lauterbach, Hr. Ooeravpel- lationtrath v. Grolmau ». Darmstadt, Hr. Accessist Kester v. Darmstadt, Hr. Wilhelmi v. Metz, Hr. Volk v. Wies- Kirchlicke Notizen. Evangelische Gemeinde. Kotterdienst. Am 7. December.ffMorgens: Kirchenrath Dr. Dieffenbach. Nachmittag«: Kir- chenrath Dr. Engel. Kopulirte: Den 80. November: Der Fürstlich Svlm« Braunfeisische Oberförster Karl August Wilhelm» zu Altenberg bei Wetzlar; und Jungfer Ma-gunkhe Zacobine Zobannetke Wilhelmine Friederike Kaioline Marie, de« Kroß- berjvglichen Polizeirath«, Georg Rauch dahier, eheliche Tochter. ’ Getaufte. Den 30. November: Dem Burg'« und Maur-rmejster, Iustu« Kann, ein Sohn, ValkhaM Georg Karl Christian. Den 2. December: Deni Großberzögl. Criminal- richter, August V-lkerLeine Tochter, Maigarerha Luise Fanny Emilie. Den 3. December. Dem Großberzogl, Hofgericht«» Advocaton., Ludwig Weicker, .eins Tochter, Luise Dorothea Emilie. Denselben. Dem Arotdeker, Heinrich Witte- ei» Sohn, August Ludwig Wilhelm Theodor. Beerdigte. Den 28. November: Elisabethr Pbilippine Marie Berfba. de« Burgers und Schuhmacher- Meisters, Baltbasar Wöbl, Tochter, alt 2 Z. .9 M. 7 T. Den t. December. Katharine, de« OrtSbürgers, Johannes Wehrum- in Burkhardsfelden, Tochter, alt 83 I. 10 M. .'! T. Den S. December. Aaroline Friedericke Luise, de« Burgers und Wirth«, Ludwig Noll, Tochter, alt 8 I. S M- Frischbacken. G o n n t a g dem 7. December: Christian. Wallenfels in der Walltdorstraße, Wilhelm Schäffer am Rathhau« und Konrad Kemps aus dem S.elterSweg. vom 27. November bis 5." December. baden, Lieuten., Hr. Ingenieur v Regnaut v. Pari«, Hr. Kim. Wolf v. Cassel, Hr. Klm. Welker v. Düsseldorf, Hr. Resereud. v. Stelzenberg v. Coblenz, Hr. Neier. Graf zur Lwpe v. Coilenj.. Hr. Kun. Beier ». Mainz, Fräul. Burk- hardi u. Fräul. Lippstadt v. Casse«. Auster den Gasthäusern: Bei Hrn. Criminalrichter Danz: Fräul. Hille v. Marburg. Bei Hrn. Windeckec: Fräul. Bücking v. Alsfeld. Bei Hrn. Dr. Nieder: Hr. Accessist Weber v. Hungen. Bei Hrn. Ho-ge>ichtSadvocat Bender: Fräul. Knatz v. Kchiffenberg. Bei Hrn. Polizeirath Rauck: Fr. Becker u. Fr. Klock v. Braunfels ti. Hr. Pbarmacent Rauch v. Pfeddersdeim. Bei Hrn. Obristlieutenant Stürz: Fräul. Haberko n v. Felda u. Fräul. Haberkern v. Winddausen. Bei Hrn. Hofrakb Rau: Br. v. Gall v. Bingenheim. Bei Fr. Probstin v. Rau: Hr. Dr. Jauv v. Darmstadt. Bei Fr. Prästdent v. Stein: Hr. Vicar Tröster v. $illingen. Bei Hrw. Geh. Justizrath v. Helmolt: Freiberr v. Busche v. Lengsfeld.. Bei Hrn. Adv. Gottschalk: Fr. v. Lichtenstein v. Lich. Bei Hrn. Dr. Wedn: Hr. Wehn v. Biedenkopf. Druck und Verlag der G. D. Brühk'schen Buch- untz St ei n »rucke re i.