Frucht - und Victualienpreise zu Gießen vom 23. October bis 1. November 1854. 1. November Samstag, den B r o d p r e i s e. F l e i s ch p r e i s e. Pf. fr. fr. Pfd. Lrh Bierpreise 1 Maas ordiuaireS Bier auch 1 Maas Doppelbier Marktpreise Pfd. Butter 1 19 — KB. auch 3 1 Waizm | Korn Gerss Gemas WIM fr. Pf. I fl.lfr. 1 200 6! 5 160 g 4 6 30 1 1 1 1 1 1 1 1 1 3 7 30 7 6 8 3 3 4 4 3 5 2 6 12 2 Marburg am 26. Oct. Wetzlar am 25. Oct. . 15 30 1 1 1 1 1 1 1 1 18 4 Darmstadt Gießen F r u d) t p reife." 10, 50 30 17 das Bcalter das Malter auch das Mött daS Siebtel 180 200 Haudtäse Aper . Pfd. Waizenmehl - grob geschälte Gerste - klein geschälte Gerste 9 7 12 8 l.> 16 20 16 18 13 20 18 10 8 Qt. Kümmel- oder gemischtes Brod . » Waste! weck » Ncilchbrod u Talgscher 2,50 2; 50 2 55 3 45 3 50 2 80 Erbsen j Linsen ff. iPf.Ur.-PfHiTri Hafer Pf.! st. !fr. Pf. 6 Lth. — Qt. Roggenbrcd >. gutes Ochsensteisch ...... Kuhfleisch Rindfleisch . Kalbfleisch . desgl. ausgemästetes Schweinefleisch Hammelfleisch Wurst von pur Schweinen .... gemischte Wurst . ..... Bralwurst.......... GchwartemaZen geräucherter Speck Schinken oder Dörrfleisch .... Rindsfett Hammelsfett Schweineschmalz ausgelassenes . . . desgl. unausgelassenes . ..... Sic Zugaben iüirfcn in weiter nichts, als in Flciich !>sn derselben Aattuug bcsteben, und zwar auf io Pfd. Fleisch nicht wehr als anderthalb Pfund, und fi> weiter nach Proportion, welches auf ein Pfd. nicht böllia fünf Loth ansmacht. .o.öpfe. Füße, (r)c raub, wie auch die ganz blutigen und nicht genießbaren Stucke rem Hals, stlld von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. .... -jpa.vgwy: n r ■nm■miiiiii iw . 1 1 1 •1 5 4 4 3 4 Edictalladungcn. 822) Conrad Sohl und dessen "Ehefrau zu Wittelsberg haben ausweislich des HypothekeubuchS gedachter Gemeinde vermöge gerichtlicher Schuld- und Pfandverschreibung vom 19. September 1809 von dem nun verstorbenen Peter Hartmann, als Vormund der Elisabeth Ludwig zu Großscelhcim, 200 fl. entlehnt und ihr halbes in Wittelsberg gelegenes Wohnhaus unterpfändlich verschrieben. Die Schuldner haben am 5. März 1825. mit Zustimmung des Pfandgläubigers die Hälfte dieses halben Wohnhauses an Catharine Cloos gegen Ueber« nähme der halben darauf haftenden Schuld weiter verkauft. Gegenwärtig ist die dem Conrad Sohl nud dessen Ehefrau gebliebene Hälfte des halben Wohnhauses auf Antrag eines Gläubigers ausgeboten und verkauft und der -etreibende Klager trägt auf Auszab- lunq der deponieren Kaufgelder an. r)b nun gleich die Bekanntmachung des Verkaufs veröffentlicht worden, so hat die nunmehr volljährige Pfandgläubigerin Elisabeth Ludwig, welche sich nach Ebsdorf verheirathet haben soll, in dem Verkaufstcr- mi» sich dock nicht gemeldet; und da deren gegen- wärtiaer Aufenthalt nicht auögemittclt werden kann, so konnte dieselbe auch auf anderem Wege von dem Vcrkaufsverfahrcn nicht in Kcnntniß gesetzt werden. Es wird daher gedachte Elisabeth Ludwig, oder bcr..n Erben und" Rechtsnachfolger hierdurch öffentlich voraeladen, ihre Ansprüche an dem aufgesteckten Wohn, Haus in dem dazu auf hiesiges Landgericht auf den 24 December d. I., Morgens 10 Uhr, bestimmten Termin so gewiß anzumelden und zu begründen, als widrigenfalls zu erwarten, daß sie lhreS Vorzugsrechts für verlustig erkannt und das Kaufgeld nach Antrag des betreibenden Gläubigers ausbezahlt r'crde Marburg den 28. August 1834. Kurfürstlich Hessisches Landgericht. Wilkens. Versteigerungen. 925) Auf freiwilliges Ansuchen des Conditors Christoph Moritz Höpfner und dessen Ehefrau dahier, soll das denselben zugehörige 2'>,8 Klftr. Haus, Mittelhaus, Hinterhaus, Misten- stätte und Grund an Balser Loos, B. S., giebt 20% kr. Zins dem Fiscus, Montags den 3. November d. I. Nachmittags 2 Uhr, ans dem Rathhause dahier meistbietend versteigert werden. Gießen am 16. October 1834. Großhcrz. Hess. Stadtgericht. Müller. 974) Die von der Christine Malkomesius, Philipp Wilhelms Tochter dahier, hinterlassenen Mobilien, in Bettung, Weißzeug, Kleidungsstücken und Haus- rath bestehend, zollen donnerstags den 6. November d. I. und folgenden Tag, Nachmittags 2 Uhr, in der Wohnung des Seifensieders Philipp Brück auf dem Scl- tersweg, meistbietend gegen baare Zahlung versteigert werden Gießen am 27. Oct. 1834. Großherzogl. Hess. Stadtgericht. M ü l l e r. 954) Freitag den 7. November d. I., Vormittags, sollen bei der unterzeichneten Rentcrei 1600 Mött gutgehaltenes Korn von der vorjährigen Erndte an den Meistbietenden verkauft werden, welches mit dem Bemerken zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird, daß bei annehmlichen Geboten der, Zuschlag sofort erfolgt, und die gesteigerten Quantitäten alsbald in Empfang genommen werden können. Marburg am 25. October 1834. Kurfürstliche Ordens - Rcnterei. Barkhausen. Besondere Bekanntmachungen. 973) Tie für das laufende Jahr zu bezahlende ständige Zins-Abgabe von Trieb- und Wiesenviertrln, ebenso wie Grundzinsen und Schulgelder vom 3ten Quartal, sind binnen 8 Tagen an die Stadtcasse zu berichtigen, gegenfalls mit dem gesetzlichen Zwangsverfahren gegen die Säumigen vorgeschritten werde» muß und wird. Gießen den 28. October 1834. Der Stadtrechner N e r ii. Zu vermiethen. 969) Fortepiano's von 6 Octavcn und gut gepolsterte, saubere Sopha's, sind zu vernnethen und nebst verschiedenen Menbles stets zu haben bei G. Carl Marguth. 970) Zwei schöne angenehme Zimmer mit Sopha, gut mcublirt, sind zu vermiethen und gleich zu beziehen bei G. C. Marguth, in Nro 21. an der Kirche. 950) Zwei meublirte Stuben sind zu vermie- then bei Fr. Lind's Wittwe an der Schloßgaß. 952) Eine meublirte Stube und eine Stube nebst Cabinet, Kammer, Küche und Boden, sind zu vermiethen bei Carl Hoffmann, ans dem Seltersweg. 958) Zwei meublirte Stuben sind zu vermiethen bei Conrad Vogt, Kupferschmied, in der Neustadt. 961) In Nro. 21. an der Kirche sind 2 meublirte Stuben zu vermiethen, wovon die eine mit einem Sopha versehen ist. 963) In Nro. 154. in der Wallthorstraße ist die mittlere Etage, bestehend in 2 Stuben mit Cabi- netts, vorn?heraus, mit oder ohne Meublcs, zu »er# miethen. 968) In Nro. 64. in der Wallthorstraße ist eine meublirte Stube zu vermiethen. 972) Tie 2te Etage, sowie eine meublirte Stube in meinem Hause, sind zu vermiethen. B a p st. 949) In Nro. 81. am Asterweg ist eine meublirte Stube mit Sopha und Cabinet zu vermiethen. 965) In Nro. 365. sind zwei meublirte Zimmer zu vermiethen. 975) Ein nahe am Seltersthor gelegener Garten, welcher sich in gutem Zustande befinvet, kann auf mehrere Jahre in Pacht oder auch vcrkaufsweize übergeben werden. Den Eigenthümer nennt die Rc- dacti'on. Vermischte Nachrichten. 966) Das von K. Miller erfundene und erprobte Schweizer- K r a n t e r O e l, zur Verschönerung, Erhaltung und zum Wachsthum der Haare, so wie auch zur gänzlichen Heilung der verschiedenen Arten von Kopfschmerzen, wurde bei der ärztlichen Untersuchung in Berlin, Magdeburg, Dresden, Leipzig und in mehreren anderen Haupt - und Residenzstädten als unschädlich anerkannt, und dem Erfinder — der sich darüber authentisch auszuweisen vermag — daraufhin von den betreffenden Behörden, der öffentliche und freie Verkauf desselben vermittelst Commissionairs bewilligt. Die von Zeit zu Zeit ihm zugekoinmenen und stets eingehenden zahlreichen Briese und Zeugnisse dienen hicfür als evidente Belege. Von den vielen Zeugnissen, wodurch die vorzügliche Wirkung dieses Oels auf das Unzweideutigste dargcthan ist, glaubt der Erfinder desselben folgende wenige dem geehrten Publicum nicht vorenthallen zu dürfen. Erstes Zeugniß. Ein ihm von dem Kaufmann Hrn. 3. Ph. Mi- chold in Kölln, zugekommener Brief vom 27. Febr. 1831, lautet im Auszug: „Ich freue mich, Ihnen bcthätigen zu können, „daß mir von mehrer« Seiten die besten Vcrsicheruu- „gen zugekommen sind, daß Ihr Kräuteröl, den „Haarwuchs zu befördern, mit dem besten Erfolg „ gebraucht wird. " Zweites Zeugniß. Tas in der Schweiz erfundene Kräuteröl istssvirk- lich in seinen Wirkungen so, wie es der Erfinder desselben angibt. Ter Unterzeichnete verlor durch Krankheit alle seine Haare, probirtc Vieles vergebens, wurde endlich auf dieses Oel aufmerksam gemacht. Durch fleißigen und vorgeschriebenen Gebrauch sah man schon in zehn Tagen eine Menge junger Haare. Nach sechs Wochen war der ganze Kopf dicht mit Haaren beseht, so daß sich meine ganze Gemeinde über diese schnelle und dichte Beförderung des Haarwuchses durch dieses Oel verwunderte. Dieses bezeugt: Röfingen in Baiern, den 6. August 1831. Sig. Thomas Kaut, p. A., Pfarr-Vicar. Drittes Zen g n t ß. Obgleich schon viele Beweise der Wirksamkeit des Willcr'schen Kräuteröls zum Wachsthum der Haare vorhanden sind, so finde ich mich nun auch verau, laßt, diejenigen Personen, die noch an dem guten Erfolge dieses Oels zweifeln sollten, eine mir vor wenigen Tagen gemachte Anzeige von dem Sohne des Mich. Baum, Pächter in Schweigern, der schon seit langer Zeit eine große kahle Stelle auf dem Kopf batte, und sehr viele Mittel vergebens brauchte, bekannt zu machen. Ein einziges Fläschchen davon, das er ganz nach Vorschrift gebrauchte, war hinreichend, das Haar in seiner früher« Stärke und Schönheit hergcstellt zu sehen. — Ein zweiter sprechender Beweis ist angeführt im Korrespondenten von und für Deutschland, No. 289. Heilbrnnn am Neckar, den 2. November 183L Sig. Joh. Moritz SB eifert, jun. Viertes Zeugniß. Auszug eines Schreibens von dem Kaufmann Herrn I. C. Carle in Worms, dalirt vom 30. Nov. 1831. „Mehrere, Abnehmer, die ich über den Erfolg Ihres Kräuteröls fragte, ließen mich vernehmen, daß die,es Oel wirklich die Eigenschaft besitze, wie solche in der Gebrauchsanweisung angegeben wäre, und freue mich. Ihnen diese Nachricht miktheilen zu können." Fünftes Zeugniß. In Beziehung auf obige Kräuteröl-Empfehlung erlaube ich mir zu bemerken, daß das Oel den gewünschten Erwartungen ganz entspricht. Seit ungefähr einem halben Jahre bm ich im Besitze dieser Niederlage, und eö gehen mir beinahe wöchentlich frohe Nachrichten über den guten Erfolg und schnelle Wirksamkeit dieses Oels ein. — Da viele Personen, denen das Oel, ganz zu ihrer Zufriedenheit wirkte, in öffentlichen Blättern nicht genannt seyn wollen, so b'N ich aber bereit, bei Abreichung eines Fläschchens die Zeugnisse beizufügen. Heilbrnnn am Neckar, den 29. Januar 1832. Si^. Joh. Moritz Weisert, juu. Sechstes Zeugniß. Ein von Herrn Friedrich Voigt, Kaufmann in Oldenburg, datirt vom 8. October 1832, erhaltenes Schreiben, drückt sich unter andern wörtlich so aus: »Bereits sind mir mehrere schmeichelhafte Versicherungen als Beweise für die vorzügliche Wirksamkeit dieses vortrefflichen Haaröls eingegangen, wo alle andern Mittel auch nicht die geringste Spur einer Vefferung wahrnchmen ließen; ich ziehe von meinen Abnehmern von Zeit zu Zeit Erkundigungen ein, welche ich nicht ermangeln werde, Ihnen immer mit# zutheilen." Siebentes Zeugniß. Von dem Kräuteröl des Hrn. K. Willer unterhalte ich das Commissionslager, und es laufen nebst vermehrten Aufträgen noch vielfache Belobungen über die gute Wirkung dieses Artikels ein. Ich habe sogar den Auftrag erhalten, den künftigen Abnehmern die Namen allgemein verehrter hiesiger Einwohner zu nennen, um sprechende Beweise über die alle Erwartung, übertreffende, gute Wirkung mündlich einholen zu können. Freiburg im Breisgau, den 12. Februar 1833. Sitz. Ludwig Faller. A ch t e 6 Zeugniß. Ter Unterzeichnete, als Besitzer der Hauptnfider- lage des K. Willer'schen Schweizerkräuteröls für b;? gesammte Schweiz, bezeugt hiermit zur Steuer der Kräuteröl wird." sich bald einen europäischen Ruf erwerben E i l f t e s Z e u g n i ß. Beweis, daß das von K. Miller erfundene. Zum . . . (dem verehrten Publicum laugst rühmlichst bekannte) Schweizer -- Kräuteröl in seinen Wirkungen sich fortwährend wobltbätig äußere, und sogar in jüngster Zeit Eigenschaften an ihm entdeckt worden seien, wodurch es sich mehrseitig als nützlich erweist, hievon zeugt folgender Auszug eines neuerlichen Vesiellungs- schreibens des Herrn Friedrich Voigt aus Oldenburg, datirt vom 3. December 1833, lautend: „Daß sich das Haaröl eines sehr großen Beifalls erfreut, glaube ich schuldig zu scyn, Ihnen anzuzeigen, besonders ist es auch noch gegen Kopfweh, so wie sonstige Kopfleiden, mit dem besten Erfolge benutzt, und Leidenden dadurch Linderung so wie Heilung verschafft worden; überdem ist nur eine Stimme dafür, und haben viele Beispiele sich von der ^Wahrheit der versprochenen Wirkungen dieses Haaröls als den Beweis dargeboten." Daß die obstehenden Auszüge und abschriftlichen Zeugnisse mit den Originalien ganz gleichlautend seyen, beurkundet mit eigenhändiger Unterschrift: Zurzach den 26. März 1834. Sig. Schmidt, Gemeindschreiber. Die Richtigkeit vorstehender Unterschrift wird Mittelst beigedruckten Jnsiegelü bestens beurkundet. Zurzach den 26. März 1834. (L. 8 ) Der Gemeind - Ammann, I. Welty. Zugleich ist dieses Oel wegen seines angenehmen Geruchs sehr empfehlenswerth. Zum Beweis der wahren Aechtheit dieses Oels, und zur Kennlniß, wie dasselbe angewendet werden soll, ist jedes Fläschchen mit des Erfinders Petychaft li. VV. und die umwickelte Gebrauchsanweisung nebst Umschlag mit eigenhändigem Namenszug versehen. Von diesem Oel ist die einzige Niederlage für Giessen bei G. D. F e l s i n g's Wittwe, wo das Fläschchen gegen portofreie Einsendung von 2 fl. 30 fr. zu haben ist. 4 K. Miller. 878) In einer Baumwollen - und Halbleinen- Waarenfabrik kann ein Jüngling, der die gehörigen Schulkenntniffe besitzt, eine Stelle als Lehrling finden. Für Kost und Logis hatte derselbe nur eilt Geringes zu vergüten. Portofreie Anfragen besorgt die Erped. dieses Blattes unter A. L. 959) Morgen ist Tanzmusik bei Melchior Deibel zu Wieseck. 956) Bei Joh. Kling in Wieseck ist morgen Tanzmusik zu finden. Wahrheit, daß der Absatz desselben wahrend 2/2 Jahren bis heute noch immer zugenommen hat, woraus herzuleiten ist, daß dieses Oe! wirklich diejenige Ei- qenschaft enthalt, für welche es der Erfinder schon öfters in den öffentlichen Blättern (mit Zeugnissen begleitet) angekündigt hat. Basel den 22. Februar 1833. Sio-, Christoph von Christoph Burckhardt. Daß ich mich von der Ricbtigkeitobigcr Angabe durch genommene Einsicht in den betreffenden Büchern des Herrn Christoph von Christoph Burckhardt, des Büraers und Handelsmanns dahier/ überzeugt habe, beurkundet mit Unterschrift und angewohntem Jnsiegel: Basel am 23. Februar 1833. ' (L. S.) Walter Merian, öffentlicher Notar. Wir Bürgermeister und Rath des Cantons Basel, in der Schweiz, bezeugen hiemit, daß obstehend Herr Walter Merian ein öffenklictier und geschworner Notarius sei, dessen Instrumenten und Schriften in- und außerhalb Rechtens völliger Glauben bc-gemessen werden kann. m . L. , Zu Gezeugniß dessen haben Wir Gegenwärtiges mit Unserm gewöhnlichen Cantonsinsiegel, und der Unterschrift Unseres verordneten Staatsschreibers ver, wahren lassen. Basel den 23. Februar 1833. (L. S.) Der Staatsschreiber: Braun. Neuntes Z e u g n i ß. , Ein von Herrn Carl Wagner aus Olmutz eut» gegangknes Schreiben vom 7. Juli 1833 lautet im Sllt^lJ3«m Schlüsse bemerke Ihnen noch, daß ich die Wirkung Ihres Schweizer-Kräuteröls an einem Manne, der schon seit einigen Jahren vorn auf dem Kopfe eine große ganz kahle Stelle hatte, versuchte; nach Verlauf von sechs Wochen war jene Stelle schon mit Haaren von ein Zoll Lange bedeckt. Ucber diesen Erfolg ist derselbe so erfreut, daß er Ihnen dafür recht herzlich dankt. Sein Name ist Joseph Tworda, Calligraph dahier." Zehntes Z e U g n r ß. Ein Bestellungsschreiben von den Herren Gebrüdern Tecklenburg in Leipzig, datirt vom 22. Oetober 1833, worin sich unter andern eine Stelle findet, tue dieses Oel auf die ehrendste Weise erwähnt, sie lautet: „Uebrigeus können auch wir Sie mit der angenehmen Nachricht erfreuen, daß im Laufe dieser eben vergangenen Messe zwei Herren bei uns waren, die, nach drei- und viermonatlichem Gebrauch Ihres Krauteröls, kahle Stellen am Hinterkopfe mit jungen neuen Haaren bewachsen, erhalten haben. Es kann nicht fehlen, daß bei . so glänzenden Resultaten Ihr Beilage z u Nro. 44. Ferner vermischte Sachen. 960) Von dieser Woche an erthei'lt Herr Lector Bor re in meiner Lehranstalt für Knaben den Unterricht in der französischen Sprache. Dieses zur Nachricht für die, welche sich dafür interessircn. j)r. Ennemoscr. 957) Im Aussetzer, und Ausputzcn aller Arten Oefen, sowie in Verfertigung von Stuckatur- und Quadratur-Arbeit hatte ich mich neben meinen Maurerarbeiten hiermit bestens empfohlen. Meine Wohnung ist in Nro. 610. in der Mühlgasse. Joseph Rohner, • Maurer - und Steinhauermcister. ■ 953) In einer neuen Auswahl Stickereien und Wolle kann ich mich bestens empfehlen. M. Heß am Asterweg. 951) Eine Auswahl feiner Leinewand, Mnltum, Hemdenflanell, Barchent Zn Unter-' Hosen; alle Sorten Bett - und Futterbarchent, sowie eine neue Sendung Herren-Schlafröcke, empfehlen bestens Löb Mayer He ff fecL, Söhne, Hundsgasse No. 158. 962) Ein alter, grünscidner, großer Regenschirm, an dessen Griff das Plättchen fehlt, ist verloren worden; der Finder wird gebeten, ihn an die Expedition dieses Blattes abzugeben. Theater in Giessen. Sonntag den 2. November, letzte Vorstellung: Das Fest der Handwerker. Komische Oper in 1 Akt, von Louis Angely. Vorher: Brant und Bräutigam tu einer Person. Original-Lustspiel in 2 Akten von A. v. Kotzebue. Zum Beschluß: Künstler Loos. Ein Epilog. F. A. Friese. Feilgebotene Sachen. 937) Bei Unterzeichnetem ist erschienen für das Jahr 1835 der Hessische Hausfreund ä 8 fr., der Landkaleuder ä 4 fr., durchschossen 6 fr., sowie mehrere andere Kalender-Sorten und alle Sorten Spielfarten um billige Preiße. C. Helm, Buchbinder. 935 ) Der Landkaleuder und Hessische Hausfreund, wie gewöhnlich, so auch für das Jahr 1835, — Spielkarten, jede Qualität und Quantität, pr. Dutzend im Fabrikpreiß, auch einzeln stets zu haben, bei E. C. Balser auf der Mäusburg. 955) Gute mchlreiche blaue, rothe und weiße Kartoffeln, Würsching - Gemäß und Las zwiebeln sind zu haben in Nro. 529. in der Kaplansgaß. 96f) Trockenes Vuchen-Scheitholz verkauft um billigen Preis D. Wirth. 967). Bei Daniel Steinbcrgcr's Wittwe ist gutes Buchen-Scheitholz um einen billigen. Preis zu Haben. 971) Ein stehender Schreibpult mit Fächern von oben bis unten— als Bücher-Rcpositur — bequem und dauerhaft, ist sehr billig zu verkaufen. Ausgeber dieses sagt, wo? 976) Unterzeichneter empfiehlt sich in Verfertigung von Kaffeemaschinen, sowie Sparlampen mit lythographirtcn Schirmen, zum Hängen wie zum Stehen eingerichtet. Auch sind Lampengläscr und Dochte bei ihm zu Haden. Carl Habenicht, Spengler, am Kirchenplatz. Kirchliche Notizen. Evangelische Gemeinde Gottesdienst. Am 2. November: 2lm Feste der dreihundertjährrgcn lubclkeier der Lmther'schen ülbclübersctqing. Morgens: Kirchenrath Dr. Engel. Nachmittags: Pfarrer S p e n g e l. Getaufte. Den 25. October: Dem Burger und Schubmachermeister, Jeremias Becker, eine Tochter, Friederike Maria Caroline Christiane. Beerdigte. Den 26. October: Sophie, deS Burgers und Schreinermeisters, Alexander Naumann, Tochter , alt 1 I. S M. 21 T. Frischbacken. Sonntag den 2. November: Moritz Wallenfels in der Walltvorstraße, Wilhelm Schäfer am RathhauS, JeremiaS Wallenfels ans dem Seltersweg. Angekommcne und abgereiste Fremden vom 25. bis 29. October. U« O MD V» «SJV» , — Im Schwanen: ^)f. 6tVUfO K. TlkttUp v. Kirchhain, Kaufl. , c _ , , Sm SternHr. Vollrath v. Wintersdorf, Hr. Haase v. Sachsen, Hr. Bender v. Weibsstadt, Hr. Mayer v. Berlin, Geschäftsleute. Außer den Gasthäusern: Bei Hrn. Geh. Justizrath v. Helmolt: Fräul. v. Gevsa v. Roßdorf. Bei Hrn. Prof. Dr. Vogt: Hr. Refer. Hille v. Marburg. Bei Fr. Amtmann Euler: Fr. Pfr. Bichmann v. Frohnhausen. Bei Hrn. Reg. R. Ebel: Fräul. Habicht v. Biedenkopf. Bei Hrn. Hofger. Assessor Buff: Hr. Kammer, affessor Buff v. Assenheim. Bei Hrn. Secret. Zimmer: Hr. Rector Becker v. Schotten. Bei Hrn. Advocat Gottlchalk: Hr. Dr. v. Lichtenstein v. Lich. Bei Hrn. Oberinsp. Dietz: Hr. Rentamtm. Prätorius v. Homberg. Bei Fr. Kaufm. Bücking: Hr. Cand. Leisler v. Lauterbach. Bei Fr. Kfm. Eckstein: Hr. Eckstein v. Amsterdam. Bei Fr. Provsim v. Rau: Hr. Dr. Jaup v. Darmstadt. Bei Fr. Oberforstrath Hundeshagen: Hr. Jnspector Hundeshagen n. Frau v. Cassel, Fräul. Köhler u. Fräul. Link v. Hanau. Siel/m ^Einhorn': Hr. Prof. Gop v. Mainz, Hr. Rothe»- Rbepkt, Hr. Eberhard v. Marburg, Kaust., Hr. Preschcltt v. »ondon, Hr. Oberfinanzrath v. Krug v. hier, Hr. Fabr. Schneider v. Nidda, Hr. Adv. Müller v. Braunschweig, Hr. Reg. Rath Küchler v. Darmstadt, Hr. Kfm. Kegelmann v. Frankfurt, Hr. Assessor Wagner v. Friedberg, Hr. Freund v. Mannheim, Hr. Spiegel v. Frankfurt, Hr. Mangler v. Halberstadt, Kaust., Hr. Kilian v. Kilianshutte, Sr. Sber, finanzrath Pfeiffer v. Cassel, Hr. Ruhl v. Wetter, Hr^ Werle v. Bingen/Hr- Winter v. Bibzig, Kaust., Hr.Secretar Roselmann v. Berlin, Hr. Serie v. Frankfurt, Hr. Trapp -tn den Gasthäusern: v. Friedberg, Kaust., Hr. Petersen v. Offenbach, Hr. V>car . Jc5r qockendöffer u. Hr. Kaibel v. Hanau, Beaudair v. Friedberg, Hr. Kfm. Appel ». Frankfurt, Fr. . » Kettwa Hr Fabricant Hauben v. Strack v. Alsfeld, Hr. Advocat Trapp v. Friedberg, Hr. Dr. Hr ^Kneib »^ Greifswalde, Hr. Pfeiffer ». Bre. Balse v. Osnabrück, Hr. Stadtrath Bartholdy v. Berlin, Hr. 5k» Ä' Strubb^ra v Cassl, Kaust., Hr. Leinfelder v. v. Aurotb v. Lübeck, Hr. Schuld.». Hamburg,, Hr. Muller StöffenD Hr Lehrer Öchs » Caffel! Hr Schäfer u. Hr. ». Hannover., Hr. Gerhart v. Munster, Hr. K.nd.er v. Pa- Schulde b. ^^bö^ Hb- ^chlucke v. Stromberg ’ n ' £ Englischen Hof-. Hr. Kfm. Lauer v. Bacharach. Öl: S-. Rü. . Oberförster Wilhelm, v. Altenburg, desbeim Hr. Kunster v. Helmstädt, Hr. Stud. Bickel v. Fraul. Faß v. Berlin. . _ Göttingen, Hr. Ziezenmeyer v. Braunschweig, Hr. Christian Im Schwanen-. , ss vanaenbaR, Hr. Major Volwicke v. Petersburg, Hr. Apotheker Schnerr v. Nidda, Hr. Wallot v. ^penheun, Hr. Breder v. Bielefeld, Kaust., Hr. Gartner Bodenbender u. Hr Finsch v. Cassel, Hr. Dorwelle ». Offenbach, Hr. Kriege» v. Bremen. Hr. Rothman» v. Frankfurt, M- fin Schaad v. Herbstem, Hr. Cand. Snell v- Laufenselten, Hr. ?udwia v Nassau, Hr. Snell v. hier, Stud., Hr. Kaufm. Semmler ». Mainz, Hr. Verwalter Klein ».Biedenkopf, Hr. Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch» und.Steindruckere».