Namstag den 10, April 1830 fr.l Pf. — frische Butter 1 auch 9 1 12 t 1 l Qt 27» fl. fr. Pst 120 Getraivepreise vom 10. April in Frankfurter Währung den fl. « 60 kr. 32 Loth ländischen Gewichts. und das 2 2 2 5 6 1 1 1 3 90 1^2 31 50 8 14 15 20 14 16 11 16 14 48 40 fr. 9 7 6 5 — Kühfleisch — Rindfleisch Fleiscy-Vreisk 1 K. gutes Ochsenfleisch . . Handkäse Eyer halb Simmer Erbsen . — — Linsen . ß. Waizenmehl . . — grob geschälte Gersten — klein geschälte Gersten Vier-Preise. Maas ordinaires Bier . — Doppelbier . . . I — Kalbfleisch . . . 1 — dcsgl. ausgemästetes I — Schweinefleisch Markt-Preise 1 L. Hecht I ' 1 — Hammelfleisch — Wurst von pur Schweinen . — — gemischte, worin Lung, Leber oder Blut von anderem Vieh ist — Bratwurst - Schwartemagcn . . . . . — geräucherter Speck. . . — Schinken oder Dörrfleisch . ' Nindsfctt ..... Not. Die Zugaben dürfen m weiter nichts, als in Fleisch von derselben Gattung bestehe», und zwar auf zehn Pfund Fleisch nicht mehr .116 anderthalb Pfund, n»d sp weiter nach Proportion, welches auf ei» Pfund nicht völlig fünf Loth ausmacht. Köpfe, Füße, Geranb, wie auch die ganz blutigen und nicht geniesbaren Stücke vom Hals, sino von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. 18 21 - 22 - 4 4 40 44 4 4 8 I — Hammelsfett . . . . . I — Schweineschmal; ausgelassenes 1 — desgl. nnausgelasseites . . 3 7 ! i i i i J Hafer Preis § Gew. 3 üroötaTr unv Gewicht. Für 1 fr. Schwarzbrod Für 2 fr. — — Für 4 fr. — — Für 6 fr. — — Für 8 fr. — — . Für 1 fr. Weck — . Für 1 fr. Milchbrod Für 1 fr. Butterbretzeln . Für 1 fr, Taigscher_______._ K, ***** 1 2 3 § Lht 12 25 19 12 6 6 5 3 9 Städte G e in ä S W a i z c n Ä o r n Gerste Preis >Gew. preis j Gew. Preis | Gew. fl. 1 fr. Pfd. ff. fr. Pfd/ ff. 1 fr. Pfd. Darmstavt das Malter — 1 -— 190 ■ . ■" __ 170 3 | 39 — Giessen das Malter 81 — 200 6 4o 200 4|.— 160 ■ auch ■ .1 »■ — — — .1 ' ■■ ...... — Marburg das Mott 6 20 150 4 25 153 3 20 120 Mterlar das Achtel 8 40 206 6 40 190 4 30 158 Versteigerungen. I) Donnerstag den 15. April Nachmittags - Uhr, soll auf dHiesigem Rathhaus der zum Nachlass der Professor Blumhofscheu Eheleuten gehörige 153 jilftr. oder 45 1S/16 Ruth, haltende (Karten am obersten Riegclpfad neben Johann Philipp Hoch, öffentlich meistbietend unter den alödann zu er- ffnenden Bedingungen versteigert werden. Giessen den 23. März 1830. Großherzogl. Hess. Stadtgericht. M üll e r. 2) Das von der verstorbenen Ehefrau des Weißgerbers Johann Philipp Löber hinterlassene Wohnhaus mit Grund neben Wernhardt Dietz, soll Montags den 17. Mayd.J. Nachmittags 2 Uhr uif dahiesigem Rathhaus öffentlich an den Meistbietenden versteigt werden. Giessen den Iten April 1830. Grossh. Hess. Stadtgericht. Müller. 3) Die beiden Wiesen der sogenannte große und kleineGänseacker ander Schoorvor dein Wallthor an Wilhelm Ferbers Wittwe gelegen, sollen öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Es ist zu dieser Bersteigerung Termin auf den 28. April d. I. Vormittags 10 Uhr auf dahiesigcm RathhauS anberaumt worden, welches mit dem Bemerken hierdurch bekannt gemacht wird, daß der große Gänscacker eiro« 118Ruthen, der kleine aber 30 Ruthen enthält, und die Bedingungen jeden Vormittag von Obis 12 Uhr von den Liebhabern auf der Bürgermeisterei eingesehen werden können, Giessen de» 8. April 1830. Bürgermeisterei daselbst. M. Schneide r. 4) Donnerstag den 15. April, Nachmittags 2 Uhr, werde ich in deni Hause des Hrn. Weinwirths Hering, mein, in den neuen Däu- en gelegenes, Wohnhaus nebst Kebenbau, Scheuer und Stallungen, samt dem daran stoßenden Garten, sodann nachstehende FelVgn- ter, als: 1) einen Garten auf dem Rodt, Neben Herrn Daniel Steinberger; 2) eine Wiese auf der Leischeid, neben Hrn. Andreas Sack; 3) einen Garten am NahrnngSberg, an Herrn Wilhelm Frech; 4) einen Acker stößt an den Gleibergrr Weg, an Herrn Heinrich Noll; 5) ein Grab stück auf dem Sand, an Hrn. Moritz Wallenfels, unter den alsdann bekanntgemacht werdenden Bedingungen, znr öffentlichen Versteigerung bringen lassen. Giessen deti 13. Marz 1830. Det Hofgerichts - Rath Dr. Öser. 5) Montags den 19. dieses, Nachmittags um 2 Uhr, wird in dem dahiesigcn Rathhaus eine Doppelflinte gegen baare Zahlung versteigt werden. Giessen bett 1. April 1830. Von EomMissionswegen Dietz, Commissions-Rath, 6)Fruchtverstcigernng bei dem Rentamte Giessen. Montag den26. dieses Monats Vormittags 9 Uhr werden auf hiesigem Nachhause: I. von dem Speicher zu Giessen 40 Mltr. Walzen, 300 Mltr, Korn, 200 Mltr. Gerste nnd 150 Mltr. Hafer, sodann II. v on dem Speicher zu AlleN- dorf an der Lumda: 90 Mltr. Korn «nter den bekannten Bedingungen versteigert. Giessen den 6. April 1830. Großherzogl. Hess. Rentamt, Schneidet, 7) Dienstag den 13. April werden im Domanialwald deS Reviers Schiffenberg: . 75 ) 77 ( 75 Stecken buchen, eichen, kiefern 1827t H. Lüdeking. 1826t 1825t 1825t Kinderhüte Mädchenhüte s --- # 30 c - 24 - 5. 5 6. 2 3 10) Einen guten Bauwagen, weichet sowohl ein- als zweispännig gefahren werden kann, und zu Pferden- und Ochsen-Bespannung eingerichtet ist, bin ich Willens Dienstag den 13. April Nachmittags 2 Uhr bei meiner Wohnung in der Löwengasse meistbietend Rudolph Herbert. jfHlgcttotcne Aschen. 1) Saamenkuchen verkauft fortwährend G. C. Windccker. ne, als: 1 Stück Forster 4 Ohm ditto 4 Ohm ditto 2 Stück Gundersblumer 2 Zulast ditto 2 Stück Oestricher, 2 Ohm Erbacher, um 8 Uhr auf der Schiffenbergrr Schnciße aber der Waldmeisters-Wiese. Baumgarten am 8. April 1830. Der Revirförstcr Borkhausen. 8) Wcinverstcigernng. Montag den 10. May l. I. werden zu Wetzlar, die nm Nachlasse des Bur gers und Küfermeisters oie auch Weinwirths z ur Traube, P. Jacob >!uy gehörige nachstehende rcingehaltene Wei- 1 Ohm rothen Ingelheimer, 1 Ohm Laubenheimer 1819r und noch mehrere verschiedene Weine in kleineren Fäßern, des Nachmittags 2 Uhr, in der Wohnung des Verlebten meistbietend gegen baare Zahlung öffentlich versteigert. Die Proben werden am Tage der Versteigerung, an den Fässern gegeben. Wetzlar den 5ten April 1830. Die Vormünder. Friedrich Schäfer. G. E. Friedrich. 9) Mittwochs den I4ten April l. I., Vormittags 10 Uhr, soll im hiesigen Hospital eine Parthie Korn, Gerste , Weitzen und Hafer, sämmtlich von guter Qualität, an den Meistbietenden versteigert werden. 2) Commissionslager von wasserdichten Seidenhüten, aus der Fabrik des G. Wüst in Darmstadt Diese aller Witterung trotzende gut auf Sieb gearbeitete Scidenhüte sind stets bei mir in folgenden Preisen zu haben: Nro. 1. 2 fl. 30 fr. — 2. 3 , 12 < — 3. 3 , 40 - - 4. 4 - - Scheid - ii. Prügelholz, 89 v — — Stöcke, I 3725 Gcbünd — Reißer, 1 Buchen-Trumpf ,u Hauklötzen, 10050 Kiefern Bohnenstangen, öffentlich an den Meistbietenden versteigert, zu verkaufen, wobey gegen gehörig beglaubigte Zahlungsfähigkeit der Steigschilling bis Martinitag d. 3, geborgt wird. Der Anfang geschieht des Morgens 3)Ver kauf von wohlfeilen Obst bäumen. Da die Zeit zum Pflanzen der Obstbäume schon angefangen hat, so biete ich dieselbe, welche mit den besten Obstsorten veredelt, hiermit an: Aepfelstamme, du stärkste Sorte a 3 gGr. mittlere Sorte 2 gGr., Birnstämme 6 gGr., Kirschenstämme 6 gGr., Raineclauden , Mirabellen und gepfropfte Zwetschen 6 gGr. Diese Preise verstehen sich unter 100 Stück; bei einer Partbi. von 100 Stück werden die stärksten Aepfel stämme zu 2 gGr., die mittlere Sorte zu 1 7. gGr.,Bern-, Kirschen - nnd Raineclaudenüäin- me ic. ic. ju4 gGr. verkauft. Auch sind Äpfel u. Birn-Wildlinge, so wie Weinreben mit Wurzeln, als: frühe blaue Burgunder, weiße Gutedel und Traminer, sehr billig ,» haben. . . ^"^So"en- Verzeichniß ist gratis zu haben. Marburg den 11. März 1830. Robert S ch äse r. - ) 78 4) Äusser allen früher geführten feinen und mittleren Liquoren u. Spirituosen, führe ich jetzt auch: ,Dampf - Liqueure, seren cigenthümliche Vorzüge darin bestehen, daß dieselben durchaus rein und fuselfrei, durch Wasserdämpfe geläutert sind, wodurch sie der Gesundheit zuträglicher werden, und in dem Genuß angenehmer sind. Selbst im Thee und Kaffee sind die nachstehenden Sorten, Rhum, Cognac lt. grcuij« drandwcin sehr gut zu gebrauche», und durften solche auch wegen ihrer Wohlfeilheit oft den Vorzug verdienen. Die Preiße sind folgende: Rhurn die Maas steuerfrei a ft. 1 " 12 fr., Cognac 48 fr., Franzbrandwein 36 fr., Weingeist, % zum Anstößen des Schellafs, zum Kochen, uuval- len chemischen undmedicinischeu Verrichtungen höchst dienlich, a fl, 1, weißer Doppelfümmel, Magenbitter, Pomeranzen u. Anis 48 fr., dergleichen 36 fr., feinster Kirsch-Ratalla fl. 2, do fl. 1 „ 20 fr., Himbeer- u. Erdbeer fl. 2, lltuß fl 1 h 40 fr., Curacao fl. 2, Extrait d’ Ab- synth fl. 2, Pcrsicot fl. 2, Orange fine fl. 2, Lau de Rose fl. 2, U. a. M. Unversteuert im Freifeller lagernd, verkaufe ich nun, beiwenigstens 20 Maaß,dieOhm obigen Weingeist a fl. 60, Rhum fl. 65, Cog. nac fl. 45, Franzbrandwei» fl, 36, Doppelkümmel, Dopp. Anis, Dopp. Pomeranzen fl.38, — nach Qualität geringer bis fl. 24 —. Bei Abnahme eines Stücks von 600 Maas 10 % billiger. Carl Sil bereisen. । 5) Ich beehre mich hiermit, die ergebene Anzeige zu machen, daß ich neben meinem seither geführten Weinzapf im Haus und über die Straße, ein Spezerey-Maaren - Geschäft etablirt habe, und verspreche meinen schätzbaren Abnehmern möglichst billige Preiße und solide Bedienung. _ Ausserdem verkaufe ich auch feinen Patent- Schrot y 13 fr., Scheiben- undJagdpul- vcr 40 fr., Flmtensteine, Zündhütchen p m/e fl. 2 "24 fr., Syrup, gebrannt Elfenbein, Vitriolöhl zu Stiefelwichse, ächt englische Hierzu eine: ( — Glanzwichse in Schachteln a 2 fr., — für Schreiner u. Weißbinder, mehrere Arten Farben, Bimsstein, Schellackrc. Alle möglichen Sorten Dampf- und andere Liqucre werden im Hans wie über die Straße sehr billig abgegeben, wie auch ächter Rhum de Jamaica per Maas fl. 2» 24 fr., andere Sorten Rhum fl. 1 " 12 fr., alter Arrac de Batavia ä fl. 3, Weingeist ä fl. 1 , 18 grädiger Brandwcin 24 fr., Pomergnzen 32 fr. Unversteuerl werbt» aus dem Freifeller obige Brandweiue billiger abgegeben. Limbur- 9fr ÄÄfe, att 12fr., Schweizerfäseä24fr., Sardellen ä 20 fr.. Holländische Häringe per Stück 6 fr., Capern, Senf, Senfmehl, ächter Kleesaamen ä 24 fr. Giessen den 5ten April 1830. L. T. Felsing. 6) Mit Bezug auf meine Anzeige in No. 13. dieses Blattes, bringe ich hierdurch nachträglich zur allgemeinen Kenntniß, daß ich auch 'Nachtgeschirre mit breitem Rand von ordinairem Zinn zu fl. 1 30 fr. und Waschschüsseln mit Ringen von demselben Zinn zu fl. 1. 21 fr. verfaufe. Heinr ich Rauch, Zinngießer in Giessen. vermterhen 1) Im Gasthaus zum Adler sind mehrere möblirte Zimmer zu vermiethcn, welche gleich nach Ostern bezogen werden können. Philipp Büßer. 2) 1 Morgen 6 Ruth. 7 Schuh Wiese nebst anstoßendem */4 Morgen Acker vor dem Selzerthor an der Chaussee, neben dem Land- rath voil Zangischen Garten gelegen, ist zu verkaufen oder zu verlehnen, in Nr. 310 am Neuenweg. 3) Meinen Garten vor dem Selzcr- Thor gegen dem Schlvalbischen Garten über, mit guten Obstbäumen bepflanzt, bin ich Willens auf mehrere Jahre zu verlehnen. Peter Gail, Wittwe. Vermischte Nztcl)ric fjun- 1) Em Forstinspector, in der Gegend von Darmstadt, sucht einen Scribenten. Das Nähere erfährt man beim Commissionsrath Dietz. öeilaae. 2) Beilage z 2) Ich mache hiklmit einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich in Meinem Garten, welcher auch einen Eingang von der Schor hat, die Wirthschaft arit 11 ten d. M. eröffne, und bitte unter der Versicherung einer reellen und promten Bedienung um gütigen Zuspruch. Philipp Büßer. 3) Dä voriges Osterfest der Schwahlhei- mcr Brunnen sich eines zahlreichen Zuspruchs von Giessen erfreute, so verfehle ich nicht auch auf dieses 2te und 3te Osterfest meine Freunde einzuladen und hiermit die weitere Anzeige zu verbinden , daß von 14 zu 14 Tagen gut besetzte Tanzmusik und promte Bedienung bey mir ««getroffen wird, Sauerbrunnen am 6ten April 1830. Der Verwalter CH. Henkel. 4) Kölnischwasser - Gläser können gegen Vergütung abgegben werden, bei Um# versitäts Fecht - und Tanzlehrer AkademikerP. Bartholomay. 5) In meinem Hause ist der obere Stück, welchen gegenwärtig die Frau Gchcimeräthi» Langsdorf bewohnt, bestehend aus 5 heizbaren, theilS tapezirtcn Zimmern, Kammern, Küche, Holzplatz, Mitgebrauch des Waschhauses rc. vom 1. Mai d. I. an, so wie auch das NebenhauS, welches gegenwärtig von Herrn Kanzlist Heynold bewohnt wird, bestehend aus 3 heizbaren Zimmern, Kammern, Küche, Holzplatz, Mitgebrauch des Waschhauses k, vom 1. Juli d. 3, an anderweit zu vermiethen. Auch werden von mir nachfolgende Zeitschriften, als: der Hesperus, die allgemeine Zeitung, Regierungsblatt, Didaskalia, wöchentliche Unterhaltungen und die landstän- vischen Verhandlungen von den Monaten Januar, Februar und März käuflich abgegeben. G. D. Ebel. 6) Der Kutscher Georg Leysler auS Darmstadt zeigt einem verehrten Publikum hierdurch ergebenst an, daß er jede Woche, Donnerstags, im Gasthaus zum u N r o. 15. Schwanen dahier aitkomnie, Und ersucht bir I jenigen,welche von der jedesmaligen Gelegen-1 hcit, von hier nach Frankfurt «Nd Darmstadt, I Gebrauch zu machen wünschen, sich im Gast-1 Haus zum Schwanen zu melden. I 7) Der Beitritt zur allgemeinen! Militär - Vertretungs-Anstalt kann dahier I bei mir und in den Bezirken bei den bc-1 kannten Personen angezeigt werden. Die I von mir geleistete 90,000 fl. betragende specielle Caution giebt Jedem größtmöglichste Sicherheit. Um den Beitretenden die allcnfallsigr Heiraths-Vertretung so leicht wie möglich zu machen und doch den andern Mitglie dern, die nicht heirathen wollen, zu einem ihnen fremden Zweck keine Unkosten zu veranlassen, werde ich allen Mitgliedern, | die vor ihrem 21 Jahr nach der Ziehung heirathen wollen und solches bei ihrem Beitritt erklären, einen Wartmann auf meine Rechnung stellen und nur Drei Gulden dafür anrechnen ; wer nach dem 21 Jahr heirathen will, zalt nichts, da er alsdenn hiervon frei ist. Die Antrittssumme ist 50 oder 75 fl. Es haben bereits über 400 Personen ihren Beitritt angezeigt. Darmstadt den 16. Februar 1830. Ernst Em i l H o f m a n n. 8) Mi litär>Vertre r n nqs- Ges cllsch aft zu Giessen. Die Geschäfte meiner Handlung haben seit einiger Zeit einesolche Ausdehnung erhalten, daß es mir beim besten Willen nicht möglich wird, äusser der Direktion meines eigentlichen Geschäfts andere Arbeiten übernehmen zu können. Ich habe mich daher entschlossen, meine Verhält- Redacteur und Verleger: Bucl'drucker Brüh l. I tärvertretungs - Gesellschaft für die Pro- I vinz Oberhessen, von heutigem Tage an I aufzugeben und die Leitung dieses vaterländischen Instituts meinem bisherigen College«, dem Hrn. Hofgerichts-Advoca- ten C. T r a p p L dahier allein zu überlassen. Während dem Laufe meh- [ rerer Jahre habe ich die Überzeugung gewonnen, daß die hiesige Militärvertretungsgesellschaft für die Provinz Oberhessen keiner Anstalt der Art in unserm Lande an Solidität nachsteht, und ich schmeichele mir, daß der künftige Vorsteher in seiner Stellung als alleiniger Be- sttzer dieses Geschäfts manche Ersparniße eintreten lassen kann und wird, welche den Directoren anderer Militärvertretungsan- stalten des Großhcrzogthums nicht möglich werden, und der hiesigen Anstalt daher oen Vorzug vor diesen gewähren. Indem ich daher meinen Mitbürgern der Provinz Oberhessen meinen herzl. Dank für das Zutrauen abstatte, welches der hies. Militärvertretungsanstalt für die Pro- vinz Oberhcssen in so reichem Maase stets wurde, bitte ich dasselbe auf meinen würdigen Nachfolger zu übertragen, der es sich stets zur Psticht gemacht hat, u. auch künftig zur Pflicht machen wird, das Interesse oer Vertretenen in jeder Art und Weise zu wahren und der wie bisher mit Umsicht u. Thätigkeit die Ehre und Würde deö Instituts zu erhalten wissen wird. Giessen den 1. Januar 1830. Joh. Balth. Noll. Vorstehender Bekanntmachung des Herrn Joh. Balth. Noll dahier füge ich noch hinzu, daß die hiesige Militärvertretungs- Gesellschaft pro 1830 und die folgenden nisse als Mitvorstand der Giesser Mili- Jahre nach den bereits bekannt gemachten Statuten ununterbrochen fortbesteht und sich einer sehr bedeutenden Ausdehnung bereits erfreut. Zur Erleichterung der Kosten bezahle ich aus meinem Sack vorläufig alle Druckkosten, Schreibmaterialien und das Porto, wodurch eine nicht unbedeutende Ersparniß eintreten wird. Auch habe ich die Einrichtung getroffen, daß diejenigen Mitglieder der Gesellschaft, welche nach der Ziehung vor dem 21. Jahre heurathen wollen, u. das beim Eintritt in die Gesellschaft erklären, gegen die Einlage von 3 fl. in eine deßfallsige besondere Vertretungs - Casse, den nöthigen Wartmann erhalten. Giessen den 17. März 1830. C. Trapp I, Hofgerichtü - Advocat. Gottetvienst am ersten Gsrerntage. 3n der evangelischen Kirche. Morgens Herr Superintendent Palmer. Nachmittags Herr Jnspector Engel. Am ^weilen Gsterntage. In der evangelischen Kirche. Morgens Herr Kirchenralh Dieffenbach. Nachmittags Herr Freiprcdiger Spengel.______________ Den ersten Osterntag haben das Frischbak- ken, die Bäckermeister: HeinrichNoll auf dem Selzersweg, n. Nolls Wittwe in der Neustadt. Am zweiten die Bäckermeister Moriz Wallenfels in der Wallthorstraße, u. Wilhelm Schäfer am Rathhaus Geraufte v. verevangel.Gemeinve. Den 4. April. Dem Burger und Satter, Georg Philipp Andreas Walz, eine Doch- ter, Friederike Elise. Den 8. April, Dem Burger und Sclml? wacher, Leonhard Möser, ein Sohn, Su> lins Christian Andreas. veervigtevei tiirorr Gemettwc. Den 3. April. Leonhard Adolph Johann Emil, des Burgers und Schneiders, Joha wi Heinr.Rönner, Sohlt, alt I I. 2 M. 28