Samstags den 25. Februar 1828. Nummer 8. Fleisch-Preise. 1 Tb gutes Ochsenfleisch — — 1 — Kühfleisch — — — 1 — Rindfleisch — — — 1 — Kalbfleisch, gewöhnliches 1 -— desgl. ausgemästetes — 1 — Schweinefleisch — — 1 — Hammelfleisch — — 1 —• Wurst von pur Schweinen 1 — gemischte Wurst, worum billig, Leber oder Blut von anderem Schlachtvieh ist 1 — Bratwurst — — — 1 —- Schwartcmagen — -— 1 — geräucherter Speck — -— 1 — Schinken oder Dörrfleisch fr. 9 7 6 5 9 6 11 .7 14 15 18 14 pf- 1 Fleisch-Preise. 1 Tb Nindsfett — — 1 1 •— Hammelsfett — — — — 1 —- Schweinefett — — — — fr. 12 10 16 pf- Brodtaxe und Gewicht. Für 1 fr. Schwanbrod — — Für 1 fr. Weck — — — Für 1 fr. Milchbrod —• .— Für 1 fr. Butter-Bretzeln — Für 1 fr. Taigscher —• — Bier-Preise. 1 Maas ordinaires Bier — __ 1 — Doppelbier — — JW 13 6 5 3 10 r 1 1 1 fr. 4 6 1 *! i *^-l 1 1 1 23 *4?*o*2Q I Ä-l 1 I Nota. D-- Zugaben dürfen in weiter nichts, als in Fleisch von derselben Gattung bestehen, und zwar auf zehn Pfund Fleisch nicht mehr als anderthalb Pfund, und so weiter nach Proportion, welches auf ein Pfund nicht völlig fünf Loth ausmacht. Köpfe, Füse, Geraub, wie auch die ganz blutige und nicht geniesbare Stücke vom Hals, sind von. der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. Markt - P reise. 1 T Hecht — — — — fr. 18 Marft-Preise. 1 halb Simmer Erbsen — — —. fr. 40 pf. 1 — frische Butter — — 15 —1 1 halb Simmer Linsen — — — 48 auch 4 Haudkäse — — . 5 Eher — —- — — — 16 4 ------------------------1 1 Tb Waizenmehl — — — —. 1 — grob geschälte Gersten — — 3 4 2 4 — 1 — klein geschälte Gersten —- — 8 — ) 30 ( — . LehnNachlaß -es zulezt zu Giessen gewohnt habenden, nun verstorbenen Freyherrn Carl Friedrich von Bellersheim ausgesprochenen Concurs - Erkenntnisses, sind alle und jede Ansprüche an gedachten Nachlaß den 25t.cn Febr. 1828. Vormittags 9Uhr dem unterzeichneten Hofgerichts $ Commissär , bei Strafe der Ausschließung, auf hiesigem Nachhause anzuzeigen. Den in diesem Termine erscheinenden Gläubigern wird bekannt gemacht werden, was seither hinsichtlich der Curatel der Masse geschehen ist. Friedberg den 10.3D ec. 1827. Knorr. V. Ueber das Vermögen des Peter Schäfer zu Steinbach ist der Concurs erkannt, und Liquidations-Termin auf Montag den 3ten März 1828 des Morgens um 8 Uhr bestimmt worden, in welchem Ansprüche mit? Forderungen an die Maße so gewiß anzuzeir gen und richtig zu stellen sind, als sonst, ohne daß ein besonderes Präclusiv - Dekret erlassen werden wird, Ausschluß von der Masse eintritt. Giessen am 21. Dec. 1827. Greßherzogl. Hess. Landgericht das. P l o ch. Bekanntmachungen. 1.) Die verwittwete Kamm er rä- th in Carriere zu Griedel, leidet schon seit einiger Zeit an einem so krankhaften Zustande ihrer Geisteskräfte, daß von Gerichtswegen ein Curator für die besagte Wittwe hat bestellt werden müssen. Dem hiesigen H o fg e r i ch t s - A d- vo ca ten W e tz l er ist diese Curatel förmlich übertragen worden; und auf dessen Antrag wird hiermit zur öffentlichen Kcnntniß gebracht: daß die unter Curatel stehende Kammerräthin Carriere in eigener Per- son weder Zahlungen anzunehmen, noch sonst irgend ein verbindliches Geschäft ein- rugehen vermag, alle und jede, die in irgend einem Geschäftsverkehr mit der Kammerra- thin Carriere stehen, ausschließlich v n u r Ediktalladungm. I. Da über das Vermögen des Herrn Pfarrers Stein zu Lützellinden, dem wegen seines hohen Alters Herr C. Weinrich in Kleinrechtenbach als Curator beigegeben worden ist, ein Jnventarium errichtet werden muß, so werden alle unbekannten Gläubiger desselben hierdurch aufgefordert, ihre Forderungen innerhalb 14 Tagen so gewiß bei Königlicher Landschreiberei dahier zu dem Inventarium anzugeben, als widrigenfalls solche später nicht mehr berücksichtiget werden. Atzbach den 15. Febr. 1828. Königliches Justizamt. D i e st e r w e g. II. Alle Forderungen an den Schultheiscn Heuser in Steinberg, über t>e|ien Vermögen der förmliche Concurs erkannt worden, sind bei Vermeidung des ohne weitere Bekanntmachung eines Präclusivdekretv eintre- tenden Ausschlusses von der Majje den 28. März l. I- Morgcnv 9 Uhr tzei der unterzeichneten Behörde anzuzeigen und zu begründen. Giessen den 28. Januar 1828. Großherzogl. Hess. Landgericht. Plo ch. Wort mann. III. Auf Requisition Großherzogl. Regie - rungsamts dahier werden etwaige Gläubiger der'Maria Elisabetha Henriette Frech auv Giessen , welche nach Elberfeld uberzuziehen Willens ist, hiermit aufgefordert, sich binnen 3 Monaten mit ihren Forderungen bet unterzeichnetem Gerichte jo gewiß zu melden , als sie sonst dahier nicht weiter gehört werden können. Giessen den 17. Febr. 1828. Großherzogl. Hess. Stadtgericht. Müller. IV. Ik 'In Gemäßheit des von Großherzogl. Hess. Hofgericht über den Allodial- und - )5t c - nur an den verpflichteten Cura/ tot, Hofgerichts /AdvocatenWetzlerdahier, sich zu wenden, oder sich zu gewärtigen ha/ Len, daß jedes, mit der Kamnrerräthin Car/ riere selbst, oder auch für dieselbe, mit irgend einer andern Person als dem ge/ nannten Curator abgeschlossene Geschäft, so wie auch eine geleistete Zahlung, als un/ gültig, und als gar nicht gesche/ h e n, erachtet werden wird. Signat. Giessen am 13. Februar 1828. Großherzogl. Hessisches Hofgericht das. Dr. Freiherr v. Arens. Groos. vt. Bapst. 2.) Nachbenannte dem Großherzogl. Hofbuchhändler, Herrn Johann Wilhelm Heyer in Darmstadt eigenthümlich zugehö/ rige , in hiesiger Gemarkung gelegene und vorzüglich gut unterhaltene, zum Theil auch frisch besaämte Güterstücke, als 1. im Wallpförter Feld. 1 .) 170 Ruthen Garten links am Stein/ weg an Herrn Hofgerichtsrarh Dr.Oeser, zehntfrci, 2 .) 112 Ruthen 12 Schuh Garten an der Taubentränke, an Christian Melchior Schneider, ist zehntfrei und gibt 1 Sim/ mer 3 Gescheid Mäßchen Korn zur Kellerei, 8 Alb. 6| pf. Zins an das Hospital und 2 Albus 7| pf. an den Eigenthümer selbst, 3 .) 84 Ruthen Garten links am Stein/ weg, an G. Konr. Debus, ist zehnt/ frei, 4 .) 1 Viertel 25 Ruthen 1 Schuh Acker in der schwarzen Lache, an Philipp Reiber, ist zehntfrei, 5 .) 1 Viertel 12 Ruthen Wiese an der Lichtenau, an Georg Ludwig Schmidt, zchntfrei, II. im Neuweg er Feld: 6.) 172 Ruthen 13 Sch. Acker auf den 20 Morgen, an Peter Seip, 81 Ruthen 6£ Schuh Wiese auf der Aue in der Ochsenwiese, an Jeremias Dretz Erben, 8 .) 71 Ruthen 10 Schuh Wiese im Bie/ gen, an Werner Schäfer, ist zehntfrei, - III. im Selz ersfeld: 9 .) 90 Ruthen 7 Schuh Acker auf der Aue, am Wetzlarer Pfad, im Zentborn, 10 .) 74 Ruthen' 7 Schuh Acker in den Schwarzäckern, an Herrn Rathschöff Seip und Schneider, zehntfrei, 11 .) 64 Ruthen 8 Schuh Acker zwischen dem Wetzlarer Weg und der Lahn, an den sogenannten Ganswinkel an Heinr. Helmott und Sattler Renner, 12 .) £ Morgen 12 Ruthen 3:| Schuh Acker am Krofdorfer Weg, an Eberhard Vogt gelegen, 13 .) | Morgen Wiesen an dem langen Gra/ ben, die Kesselwiese genannt, 14 .) 2 Morgen 1 Ruthe 7 Schuh Wiese auf der Speck an der Ochscnwiese, an Jeremias Dietz Erben, zehntfrei, IV. im Neustädt-er Feld: 15.) 54 Ruthen Acker unter dem Schaaf/ staU, an Jacob Kreiling, sollen Mittwoch den 12ten künftigen Monats, März, Nachmittags 2 Uhr, unter den im Termin bekannt zu machenden annehmlichen Bedingungen, die nach Wunsch auch schon vorher bei dem Uuterzeichnecen eingesehen werden können, im G. F. Heyer'schen Wall: hause am Neuweger Thor, der öffentlichen Versteigerung in Eigenthum ausgesetzt werden, wozu die Liebhaber einladet Mostenden 22. Fcbr 1828. derJ. W. Heyer'sche Administrator, Adv. Dr. Bender. 3.) Nachbemerkte, zum Universitätsgur des Kaufmann Noll gehörige Grundstücke, nämlich 363,3 Klftr. (107 R. 4 Sch. ) Acker am Wiesmarer Weg, an Wilhelm Ferber, zehntbar, 274,4Kl. (8191.) Acker in derLichtenau, an Georg Melchior Becker, zehntbar, 271 Kl. ( 80 R.) Acker allda an demsel/ ben, halb zhntfr., 200,2Kl. (59R. 2Sch.) Acker, ftösit auf — ) 32 ( — Ättf den Warthweg, über'm Rod, an G. M. Becker, zehntbar, 243,7Kl. (7191. 15Sch.) Acker allda, an Wilhelm Ferber, 209,1 Kl. (6191. 12 Sch.) Acker an der Schwarzlach, an demselben, giebt em Alb. Zins der Universität, zhntsr., , 151,8Kl. (449t. 13Sch.) Garten aus dem Sand, an Phckipp Carl Lmck, 125/5 Sf.’ (37 R.) Acker an der Esels- weide, an Philipp Renschling, 175,5 Kl. (51 R. 13 Sch.) Acker auf der Rothhoh!, an G. M. Becker, 111,1 Kl. (3291. 15Sch.) Wiese am Taubenanger, amHofpicalguth, zehnt- 105,5 Kl. (30 R. 14 Sch.) Wiese ^am Hamm, an Wilhelm Ferber, zehntsrel, 186,2Kl. (53 91. 3 Sch. ) Wieleber der Mühle, an Hm. Postmeister Kempf, 13?/l Kl^( 40 R. 7 Sch.) Acker an Joh. Müller, zehntfrei, , 396,3 Kl. (116 91. 15 Sch. ) Mese bet den Herrnwiesen,, an der Wresecker Pfarrwiese, zehntfrei, feilen Freitag den Inten Marz l^achmrttagv 4 Uhr im Gasthaus zum Einhorn, an den Meistbietenden auf 3 Jahre stückweise verliehen werden. Giessen den 20. Februar 1828. . 4.) Montags den 25ten Februar Nachmittags 2 Uhr, sollen die der Susanne Vogt dahier zustehende Güterstücke aus dahwsigem Rathhause unter den alvdann eröffnet werdenden Bedingungen, öffentlich mmstmetend auf 4 Jahre verpachtet werden, nemllch, 421,6 CD Kiffer. 124 Rrh. 8. Sch. Acker, stößt auf den Leiferrsröder Weg, an Conrad Balthasar Vogt, 575,8 Kl. 170 R. Acker am Pfuhl, hm- ter den Gärten, an Friedrich Balthasar Wirth, 675,7 Kl. 205 91. 7 S Acker unter der Hardt/ an Ludwig Noll/ 324,3 Kl. 95 R. 12 Sch. Acker auf dem Rod, an den Gärten, an Jacob Wallenfels, Kind, zhntfr., 175,2 Kl. 5191. 12 S. Garten im Gart- feld, an Heinrich Ockel, 273,5 Kl. 80 91. 12 S. Garten daselbst, an vorigem, 511,4 Kl. 15191. 3S. Acker am Ohlenberg, an Joh. Melch. Lampus, 166,8 Kl. 4991. 4S. Acker daselbst, an Conrad 9toll, zhnrfr., 331,3 Kl. 97 91. 13 S. Acker in den Rödern, an Melch. Lampus, zhntfr., 686,0 Kl. 202 91- 9S. Acker am Erdekauterweg, an PeterVogt, zhntfr., 595,5 Kl. 175 91. 13 S. Acker am Sandkauterweg , an Susanne Vogt, 256,7 Kl. 250R. Acker aufder Leiseheid, an Andreas Daniel Planck, 212,5 Kl. 62 R. 12S. Acker am^ Altenfeld, an Susanne Vogt, zhntfr., 99,8 Kl. 29 91. 51 S. Acker daselbst, an derselben, zhntfr., 488,2 Kl. 144R. 2S. Wiese daselbst, an Herrn Postmeister Kempf, 766,4 Kl. 226 91. 5S. Wiese im Heegstrauch, an Heinrich Ferber, 141,4 Kl. 4191. 12S. Garten am Altenfeld , an Philipp Lotz, 849,8 Kl. 250 R. 15 S. Wiese beim Kessel, an Susanne Vogt, 117 R. 8 S. Wiese unter dem Weiher, 468,4 Kl. 138 91. 5 S. Acker daselbst, an Peter Vogt. Giessen den 14. Fehr. 1828. Großherzogl. Hess. Stadtgericht. Müller. 5.) Es wird hierdurch öffentlich bekannt gemacht, daß Montags den25ten dieses Monats Februar Nachmittags, 2 Uhr mit der Versteigerung der von dem Großherzogl. Professor Herrn Dr. Snell zurückgelassenen Bücher , Musikalien und Landkarten in seiner seitherigen Wohnung am Brand der Anfang gemacht und die unmittelbar darauf folgenden Tage jedesmal von 2 bis 5 Uhr damit nach der — ) 55 ( — der Reihenfolge des gedruckten Verzeichnis ses fortgefahren werden wird. Bei dieser Gelegenheit wollte ich die schon einmal in diesem Blatte ausgesprochene Bitte um Rückgabe der von dem genannten Herrn Prof. Dr. Snell entliehenen Bucher und Musikalien an mich vor der Versteige/ rung dringend wiederholen. Sign. Giessen den 14. Febr. 1828. Von Hofgerichts Commissionswegen. Der Gr. Hofger. Sekretär B a p st. 6 .) Montags den 25. Februar Nachmittags 2. Uhr und folgende Tage, -feilen in dem Wohnhause des Großherzogl. Steuer- Einnehmers Stein am Markt dahier, verschiedene Hausgeräthschaften, sodann Glavr waaren und Poreellain, eine Quantität Ta- W, 2Claviere, eine große Schnellwaage und Eisenwerk, öffentlich meistbietend gegen gleichhaare Zahlung versteigert werden; sodann wird zur Versteigerung des Wohnhauses mit Hinterhalt, neben dem Burger und Condi- ror Hopfner gelegen, enthaltend cUf heizbare grösitentheils tapezirte Smben, 3 Namurern , 5 Küchen, eine Pumpe, einen sehr geräumigen gewölbten Keller, zwei Boden, zwei Holzställe, zwei Schweinställe, einen Kuhstall, nebst Hof und Miststätte , so wie auch deffen Garten am Langenstein 442,7 Kl. oder 130 Rrh. 11 Sch. haltend, zehntfrei, grösitentheils ausgestellt, mit dem vorzüglichsten Obste, einer Baunrschule und einem Spaliergang mit Reben bepflanzt, einer Laube von Hainbuchen, einem Spargel - und Schwarzwurz-Beet, einem Brunnen, zwei Gartenhäu scheu, darin in dem einen zwei tapezirte Stuben, eine Küche und Keller befindlich, versehen, Termin auf Montag der: 3. März Nachmittags 2 Uhr aufdahiesigem Rathhaus anberaumt, in welchem die Versteigerungs-Bedingungen werden oorgclegt werden. Giessen den 1. Februar 1826. Großherzogl. Heff. Stadtgericht. D! ü l l e r. , 7.) Montag den 25. Februar Morgens präcis 9 Uhr soll indem Srelzenmorgeuwald von dem daselbst aufgenrachtcn Holz, bestehend in eichen Prügel- Stock- Wellen- und Stammholz, eine Quantität öffentlich meist, bieteird versteigt werden, welches hierdurch zur Nachricht bekannt gemacht wird. Gieffen den 21. Febr. 1828. Die Burgermeisterey das. M. Schneider. 8 .) Die in dem Wochenblatt angekündigte .Versteigerung auf dem Fricdelhäuser Hof wird nicht vorgenommen, welches hiermit bekannt gemacht wird. Giessen den 19. Febr. 1828. ' Von Commissious wegen Dietz, Commissionsrach. 9 .) Frucht- und Stroh-Versteigerung bei dem Ren kamt e Giessen. Mittwoch den 5. März dieses Jahres Vormittags 9 Uhr werden auf hiesst genr Rathhaus von den in Giessen gelagerten herrschafcl. Frucht- und Stroh-Vorrä- then zur Versteigerung gebracht 25 Mltr. Waizen, 300Mltr. Korn, 150 — Gerste, 100 — Hafer, etwas Erbsen, Wicken, Tennröhre, ohn- gefähr 14 Mltr. Abbruch, 400 Geb. Waizen - 700 Geb. Kom- 600Geb. Futter- und Wirrstroh. Gieffen den 18. Febr. 1828. Der Rentamtmann -Schneider. 10.) Weinversteigernug. Dienstag den 4tenMärz laufender? Jahrs Vormittags 9 Uhr, wird in dem Cassiuo- Gebäudo dahier vor unterzeichnetem Notar zur - ) 54 ( - zur Verärgerung der hiernach beschriebenen Weine geschritten werden; nämlich: 6 Stück Bodenheiruer, 6 —- Niersteiner, 2 — Eltviller, 2 — Hattenheimer, 2 — Markebronner, 6 — Rüdesheimer- Z — Steinberger. Sämmtliche vom Jahr 1819 aus den besten Lagen, rein gehalten und geeignet, jeder Erwartung zu entsprechen. An demselben Tage Nachmitags 2 Uhr, werden in besagtem Lokale ferner versteigt: 20 Stück Saulheimer in 4 Lagerfäffern, 12 — Ockenheimer, 6 — Essenheimer, 2 — von Großwinternheimer, alle vom Jahr 1826. Probender 1819ter Weine können am Tage der Versteigerung von 8 bis 9 Uhr Vormitt tags und jene der 1826er von Nachmittags 1 bis 2 Uhr an den Fässern genommen wer- den , zu weichem Ende man sich an den Kür fermeister Herrn W e ck b a ch e r , Lit. C. Nro. 224 in der Bauerngasse zu wenden hat. Mainz den 7ren Februar 1828; Faber. 11.) Freitags den 29. Februar des Vor/ mittags um 9 Uhr sollen zu Großenlinden in dem Gasthause zum schwarzen Adler, soll gende , zur zweiten Pfarrei daselbst gehörige Früchte, nemlich 62 Malter Roggen-, 18 — Gerste und 22 — Hafer, meistbietend, gegen gleich baare Bezahlung versteigert werden. Langgöns am 5. Februar 1828. Der Kircheninspektor G. Br um Hard. 12 .) Dem "Unterzeichneten wurde von dem Großherzogl. Steuer-Einnehmer Herrn Stein in Biedenkopf der Auftrag ertheilt, seine sämmtliche Gläubiger aufzufordern, im Laufe dieses Monats ihre Forderungen bei ihm einzureichen, so wie auch diejenigen, welche Zahlungen zu leisten haben, erinnert werden, solche gleichfals in dieser Frist ab, zuführen, ansonsten sie sich die daraus ent, stehenden Unannehmlichkeiten selbst zuzu- schreiben haben. Giessen am 6. Februar 1828. Hering» 13 .) Die Waarenversteigerung im Gasthaus zum Einhorn wird die folgenden Tage, wie bisher, alle Nachmittag halb zwei Uhr fortgesezt. Giessen den 22. Febr. 1828. 14 .) Am 15ten d. M. hat sich in des hiesigen Stadt ein röthliches Löwen/ Hündchen verlaufen; derjenige, dem es zut gelaufen ist, wird ersucht, davon Nacht richt an den Herausgeber dieses Blatts gtt gen eine gute Belohnung gelangen zu lassen» Besondere Zeichen sind : eine weise Brustweise Pfoten, spitze Ohren und lange Haare» 15 .) Nach erlangter obrigkeitlicher Er- saubniß ist der Unterzeichnete gesonnen, zwei doppelte Jagdgewehre und eine Pürschbüchse von vorzüglicher Güte, welche von, Herrn Großmann auf siebenzehn Carolin taxirt worden, öffentlich verloosen zu lassen. Es werden drei Gewinnste gemacht, und das Loos kostet dreißig Kreuzer. Liebhaber können die Gewehre täglich bei Herrn Großmann in Augenschein nehmen. Loose sind in meinem Hause zu bekommen. Zugleich erbiete ich mich, den Herrn Liebhabern auf Verlangen Loose und nöthigen Falls auch die Gewehre ins Haus zu bringen. Der Tag der Verloosnng wird noch besonders in diesem Blatt bekannnt gemacht werden. Ich bitte um geneigte Abnehmer. Jacob Präger, wohnhaft im Teufelslustgarten in Nro. 170. 16 .) Die am verflossenen Montag verr looste, mir schwarzer Schildkröte überzogene goldne — ) Hotdne Dose hat Nro. 22t. gewonnen. Gics- sm den 21. Febr. 1828. Daniel Juncker. 17.) Wir haben uns im Laufe des vorigen Jahres in Laubach eine Fak.ricke in Vett- barchende, Zwilch und leinen Meubles-Zeu- chen bestehend, etablirr, wodurch wir in den Stand gesetzt sind, blaue Bettbarchende bester Qualität die Elle zu 18. 20. & 22 kr., ganz weisse do. zu 20 kr., Futterbarchende zu 16 fr., rothen do. zu 30 & 36 kr., breiten Zwilch in allen beliebigen Deffeins Las Stück zu ft. 6| & 7., | breiten do. zu 18 kr. die Elle und Meubles - Zeuche zu 16 ,& 18 kr. geben zu können. Wir bemerken noch, daß wenn von vorstehenden Maaren ganze Stücke genommen werden, wir solche verhältnismäsig billiger geben. Hierin und in allen sonst führenden Ar- Meln empfehlen wir uns bestens, und bitten um geneigten Zuspruch. Gebrüder Arnstein. 18.) Die L e b en sv ersi c h erungs- kank für Deutschland in Gotha dient einem jeden, welcher ein gewisses Vermögen für den Fall seiner zum Ansammeln desselben viel zu kurzen Lebensdauer den Seinen zu hinterlassen wünscht; der wegen übernommenen Verbindlichkeiten, Bürgschaften und dergleichen für sich selbst oder für Andere Beruhigung sucht; der sich wegen solcher Forderungen, deren Tilgung von der Lebensdauer des Schuldners abhängt, vollkommene Sicherheit verschaffen möchte; einem jeden, der gegen solche Ungewißheiten sicher gestellt seyn will, dient die Bank, indem sie ihm zugleich erspart, was auswärtige, oder auf den Gewinn ihrer Unternehmer ganz oder zum Theil berechnete Anstalten zu viel nehmen oder ; u viel kosten. Auf Gegenseitigkeit und öffentlicher Verwaltung' nach der Verfassung, unter unmittelbarer Aufsicht dazu erwählter Teilhaber.beruhend, ermittelt die Bankje- Nes zu viel, und gibt es nach Verhälmiß §5 ( — der Beiträge, nach Verlauf einer aügemef- sen befundenen Zeit, mit Zinsen einem jeden zurück. Auch nach dem Ablebendes Versicherten und nach der Auszahlung des versicherten Capitals dauern die Ansprüche der Erben auf die jährliche Ausbeute (Dividende ) bis zum letzten Jahre der Prämieu- Einzahlung fort. Sonach ist jeder für seine Lebensdauer hier Versicherte, im strengsten Sinne, Miteigeuthümer der Bank. / Wer zu Versicherungen auf kurze Zeiträume, also vorübergehend Gebrauch von der Bank macht, kann nur auf die gewünschte Sicherstellung, auf die Vortheile der für ihre Lebensdauer Versicherte n aber keinen Anspruch machen. Zulässig sind gesunde Personen beiderlei Geschlechts vom 15 bis zum 60Jahre. Ueberall in den deutschen Staaten , in ganz Preußen und der deutschen Schweiz wird die Bank durch ihre Agenten vertreten , welche die Bankverfassung, so wie Declarationsformulare zur Versicherung un- entgeldlich verrheiten, über alles die Bank betreffende Auskunft geben, und jede zulässige Versicherung vermitteln. Die mit Gesetzeskraft versehene Verfassung dieser Lebensversicherungsbank ist erschienen und bei Unterzeichnetem unentgeld- lich zu haben, bei welchem auch die Versicherungs-Anträge zu machen und die Dc- clarationsformulare zu empfangen sind. Giessen den 22. Febr. 1828. I)r. Vanfa. 19.) Wir haben bei dem hiesigen Militärvertretungsverein nunmehr die Einrichtung getroffen, daß außer der gerichtlichen Depo- sition der den Einstehern gut bleibenden Gelder, zu noch größerer Sicherheit dieser und der Mitglieder des Vereins, die ganze Einnahme bis zu ihrer statutenmäßigen Verwendung von einem im öffentlichen Dienste stehenden angesehenen Manne durch Contrasignatur d e? — ) 36 ( — der Quittungen, von welcher die Gültigkeit derselben abhängt, co 11« t r o11 v t und in Mitverschluß geno in nr en wird, so, daß jede will,' jährliche Disposition darüber unmöglich wird. Wir zeigen diese, der Gesellschaft volle Sicherheit gewährende und den Iten Fe- bruar d. I. schon in Wirksamkeit tretende, neue Einrichtung mit dem Bemerken an, daß Herr Regierungsseeretär Muth dahier, die Güte gehabt, diese Controle und den Mitverschluß der Einnahme vom ge- dachten Iten künftigen Monats an, zu u6w nehmen. Es steht von nun an Jedermann frei, sich täglich bei dem Mitunterzeichneten Adoocat Trapp I. von der Ausführung die- ser Einrichtung zu überzeugen. Im übrigen bleibt die bisherige Einrrch- tung des Vereins dieselbe, die Einlage beträgt 50 fL , zum Vortheil Unbemittelter, in zwei Terminen zahlbar, so, daß 25 st. bei dem Eintritt und 25 st. 14 Tage vor der Ziehung eingelegt werden können. Die bereits bedeutende Zahl der pro 1.828 beigetretenen Mitglieder und die uma- delhafte Einrichtung der Gesellschaft sichert ihr Fortbestehen. Giessen den 17. Jan. 1828. C. Trapp I. Roth. 20.) In den Neuenbäuen ist ein LogiS, bestehend in 2 Stuben, 2Kammern, Küche, Keller, Boden und Holzstall zu vermierhen, 21.) Bei Unterzeichnetem ist ein Logis, bestehend in 2 Stuben, 1 Kammer, Küche und die Hälfte vom Boden, zu Holz, zu vermierhen, und kann bis den 1. April bezogen werden. Johann Gottfried Keil. *** *** **♦ Gottesdienst am 24. Februar. In der evangelischen Kirche. Morgens Herr Kirchenrath Dieffenbach. Nachmittags Herr Jnspeetor Engel. Morgen den 24. Febr. haben das Frisch, backen, die Bäckermeister: Christian Wallenfels, in der Wallchorstraße, und Balthasar Wcidig, in der Neustadt. Gekaufte bei der evangel. Gemeinde. Den 19. Febr. Dem Burger, Christoph Stohr, ein Sohn, Philipp Balthasar. Dens. Dem Bürger und Leinwand- Händler, Johann Georg Grieb, eine Tochter, Katharine Luise Christiane. Den 21. Febr. Dem Burger u. Wirth, Eberhard Pansch, eine Tochter, Anna Margarethe. Beerdigte bei dieser Gemeinde. Den 20. Febr. Herr Wilhelm Heinrich, Studiosus der Theologie, des Herrn Scaabsarzt.es , Georg Philipp Heinrcch in Darmstadt, Sohn, alt 22 I. 4 M. 16 T welches zu Anfang Mai bezogen werden kann. Näheres bei Ausgeber. Getraidepreise vom 16 Febr. bis den 23. Febr. in Frankfurter Währung den fL a 60 h. und das D. zu 32 Loch ländischen Gewichts. Städte! G e m ä s ^Walzen wckgtt Korn wiegt । Gerste wiegt j Hafer wiegt \ 8fl'. j kr. U>. I ft." kr. D>. [fL kr. D. fl. kr. Ä. Darmstadt das Malter i— | — 190 | ----- —— . 170 5 17 150 2 58 ——- . Giessen das Malter 1 9 10 200 6 -— 200 i ! 4 50 160 | 2 50 120 auch Q---— -- i 5 24 180 —— --- — 3 10 Marburg das Mött | 4 — 150 3 - 135 2 — 120 1 48 90 Wezlar | das Achtel 1 5 40 206 4 40 190 3 40! 158 2 20 152