Giesser Samstags den 21. August 1824. Nummer 54. Polizey - Taxe. 1 %. Ochsen fleisch, bestes 1 — desgl. mittelmäsiges — 1 — desgl. geringes — — 1 — Kühfleisch — — — 1 — Rindfleisch — — — 1 — Kalbfleisch, gewöhnliches 1 — desgl. ausgemästetes — 1 — Schtveinenfleisch — — 1 — Hammelfleisch, gutes 1 — — geringes — — — 1 — gemischte Leber *. oder Blut; Wurst — — 1 dergleichen vonvorzügll, eher Qualität — — tr. 8 7 6 5 7 6 5 8 pf- 2 2 2 P o l i z e y, T a x e. 1 U. geräucherter Spickspeck — 1 — geräucherter Schinken — 1 — Bratwurst — — — 1 — Rindsfett — — — 1 — Hammelssett — — — 1 — Schweinenfett — — — fr. 17 14 15 12 12 16 1 j 1 i 1 1 £ 1 Brodtaxe un d Gewicht. Für 1 fr. Schwarzbrot) 19 Loth 2 O Für 1 fr. Weck 8 Loth 1 Q Für 1 fr. Milchbrod 7 Loth 1 O* Aur 1fr. Buttern Bretzeln 4 Loth 4 H* Für 1 fr. Taigscher 13 Loth s| Q* Nota. Die Zugaben dürfen kn weiter nichts, als in Fleisch von derselben Gattuna besten zwar auf zehen Pfund Fletsch nicht mehr als anderthalb Pfund, und so weiter nach Pr?portÄr 'w.? ches auf em Pfund nicht völlig fünf Loch ausmacht. Köpfe, Füse, Geraub , wie auch d?e !anr und ntch- genresbare Stucke vom Hals, sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. 3 5 Mutige Ma r k t r P rei se. kr. Pf. 1 %. Hecht - - - 18 _ 1 — frische Butter — — 11 — auch 12 _ 5 Handfäse — — — — 4 _ 11 Ey er — — — — 8 — Markt/Prerse. 1 halb Simmer Erbsen — 1 halb Simmer Linsen —- 1 %. Waizenmehl — — 1 %. grob geschalte Gersten 1 Ä>. klein geschälte Gersten kr- pf. 24 32 3 4 8 2 — ) 150 ( —• Bekanntmachungen. 1) In Gemäßheit Beschlusses Grosin Herzog!. Äviegö Ministern soll den 7ten kommenden Monats September, des Vormittags um 9 Uhr, zu Vußbach im Gasthaus zur Post, der Abbruch der in Liesem Termin bezeichnet werdenden Ge- bäulichkeiten der Butzbacher Caserue, entweder im Ganzen, oder theilweise, nach den verschiedenen Handwerken, an den Wenigstnehmenden öffentlich verstei- Zert werden. Man bringt dieses hierdurch, mit dem Ansügen, zur Keuutniß der Steige lustigen, daß die Versteigcrungsbedin- Zungen im Termin eröfnet werden, und daß, wenn annehmbare Gebote gesche- hen, sogleich Ratification ertheilt wer,' den sott. Darmstadt den 14. August 1824. Vermöge Auftrags Gr. Kriegs- Ministeriums In Üdem Schneider. 2) Nachstehende, der Wittwe des Müllers Kraft Peppler zu Battenberg gehörige Immobilien I. die Erbleihmuhle bestehend a) im Wohnhaus und MühlbtM, L) Schlagmühle, c) Schneidemühle, d) Scheuer, e) Stallung, f) Grund und Boden, worauf 90 st. 54 kr. Steuerkapital haften. Sodann ein Wohnhaus neben dem Bäcker Georg Schmidt, nebst Scheuer, Stallung , Gruud rmd Boden mit 40 fl. 56 kr. Steuerkapital im Ganzen; II. an Feldgüther der Mühlacker S Morg. 3Vrtl. 41,1 Klftr. 35 fL 27 fr. 3pf. Steuerkapital , daselbst 1 Morgen 72,6 Klftr. 19 fl. 27 kr. 3 pf. Steuerkapital, Garten daselbst 1 Morgen 76, Klafter L fl. 28 kr. 2 Pf.- Steuerkapital, sollen im Termin Dienstags den 14telt September d. I. des Vormittags 10 Uhr auf dem Rathhause zu Batteuberg öffentlich an den Meistbietenden verkauft werde«. Kaustiebhaber, die sich jedoch mit gerichtlichen Zeugnisse« ihrer Zah- luttgssähigkeit zu legitimiren haben, können sich in dem anberaumten Termin daselbst einfiuden, und die weiteren Bedingungen hören. Auf der Erbleihmühle ruhen über- dem noch folgende dem Kammerfiskus zu entrichtende Abgaben a) 17 Malter Korn von der Mahlmuhle im Geldarrschlag . 525 fl. 42* fr. b) von der Schlagmühle 36 fl. 36 kr. o) von der Schueidemühle 5 fl. 24 kr. „ 365fl. 42* kr. Bledenkopf den 31.Iuly 1824. Großherzogl. Hess. Landgericht das. Dr. Algeier. Für die Ausfertigung. Micyel. 3) Durch das eingetrettene Regen- . Wetter konnte die im vorigen Anzei- gungsblatt bekannt gemachte Verstergc- rulig der Grummeterndte des Herrn Ge- meilweraths Seipp und der Frau Wittwe Koch nicht vorgenommen werden, und ist deshalben arrderweiter Termin auf Mittwochen den 25ten diefes Nachmittags 2 Uhr 4«. der Behausung des Herrn Gemeinderaths Seipp selbst anberaumt. Giessen den 20. August 1824. Der Stadtgerichts-Assessor L. v. Schmalkalder. 4) In Gemäsheit Verfügung hoch- verordneter Negierung dahier, werden hiermit alle diejenigen, welche an die, für die Entwässerung der Stadt Giessen bestehende Kasse eine Forderung zu habe» vermeinen , aufgefordert, dicfelbe binnen 14 Tagen nach dem Erscheinen dieser Aufforderung in dem Wechurblatt, so — ) 151 ( — f0 gewiß bei der unterzeichneten Be- borde schriftlich anzugeben und richtig zu stellen, als gegenfalls dieselbe bei dec Administrative Behörde mit solcher nicht tpeiter werden gehört werden. Giessen den 14. August 1624. Der Großherzogl. Hessische Land- rath des Bezirks Giessen. I. von Zangen. 5) Unter vortheilhaften Bedingung gen können Militär / Stellvertreter durch . den Unterzeichneten Unterkunft finden. Trapp, Hofgerichls - Advocat. 6) 800 Gulden Vormundsgelder sind gegen gerichtliche Sicherheit und gewöhnliche Zinsen, jedoch nur in hiesige Stadt, auszuleihen. Näheres bei Ausgeber. 7) Einhundert Gulden Vormunds/ Selber sind zu. verlehnen. Bei wem, ist hei Ausgeber zu erfahren. 8) In Nro. 190. in der Schloßgasse sind zwei gut möblirte Stuben zu ver- miethen uud sogleich zu beziehen. 9) In Nro. 299. sind zwei möblirte Stuben zu vermiethen, wovou die eine sogleich bezogen werden kann. 10) Alle Farben faffiane Pantoffeln für Damen und Herrn, sind jederzeit bei Schuhmachermeister Conrad Dietz, in der Vrandgasse wohnhaft, zu bekommen. 11) Alle Arten tannene Küfer - oder Kübeler - Arbeit verfertiget P. B a ch e r t, Küfermeister. 12) Ich kann jezt einen braven, ge- Meten, gesunden imb mit gehörigen Schulkenntnissen versehenen Lehrling in meine Buchdruckerey annehmen. Eltern oder Vormünder können sich deßhalb mit mir in Verständniß setzen. Georg Friedrich Heyer. 13) Auch in diesem Jahr, und zwar Mittwochs am Iten Sept em be r 1824. wird, — Nachmittags 4 Uhr beginnend — in der hiesigen Stadtkirche ein großes Musikfest zum Besten der Armen gegeben, und dabei eineMesse, vonvr. Gottfried Weber, ein Requiem für Männerstimmen, von Demselben, und eine Hymne, von Mozart, von denen feit mehreren Jahren dahier vereinigten Musikern und Musikfreunden Giessens und der Umgegend vorgetragen, wozu einzuladen die Ehre hat die Direktion des Musikfestes und in deren Namen Dr. F. S. Gassner, H. Hofmann, im- Musik-Direktor. 2ter Musik-Direktor. 14) C oncert - Auz eige. Dienstag den 24ten d. M. wird im Einhornr Saal ein Concert gegeben, und darin aufgeführt reine Simphonie, dann eiuFest- gesang zur erfreulichen Namensfeier Sr. Königlichen Hoheit, unsers Durchlauchtigsten Großherzogs, eigends gedichtet von Hrn. Studiosus Nodnagel, und von dem Unterzeichneten in Musik gesezt. Wer die Einladung zur Unterschrift nicht erhalten haben sollte, kann vom Montag an Billets in meiner Wohnung , bei Herrn Controlleur Scharmann in der Schloßgasse, und au der Kasse zu 30 kr., auch den Text des Gesanges am Eingang für 3 kr. haben. Kantor H i e p e. 15) Die in dem ehemals Hauptmann Schneiderischen Hause in Gleiberg errichtete Wirthschaft habe ich in Pacht übernommen und damit die Einrichtung verbunden, daß während des Sommers jeden Sonntag eine gut besezte j Musik da- — ) 152 c — s-llschafk verlangt, für Musik gesorgt werden. Durch Verabreichung .guter Weine und sonstiger Getränke Werde ich in wirthschaftlicher Hinsicht allen Eigen Erwartungen zu entsprechen suchen. Gleiberg den 18. August 1824. 51 La uchb. 16) Johann Carl Weyand's Reisen durch Europa, Asien und Afrika in den Jahren 1818—1821., von ihm selbst beschrieben; mit dem Bildnisse des Verfassers , als Pilger gekleidet. Preis des ganzen Werks, in.5 Theilen, -mit 10 Ku- b^ern 5 st. 30 fr.; der erste und zweite / selche gleich abgegeben Werden, kosten.3 st. 54.kr. Literärische. Nachricht. Äniversitäts- und Hof-Buchhändler auf nachst-h-ndcS Werk Suhscrrptlon an: Va r nh agen, Dr. Kirchen - und 'Schulraths in Corbach, Grundlage K einer Waldeckifchen Landes - und .Rcgentengeschichte., in einem starken Mand NI jmeä. 8vo., mit Urkunden, Kupfern mnd Sieindrüeken. oäselöst an^utrcffm seytt wird. Auch kann kei, über Conssautinovel * an jedem Werktage, wenn es eine Ge> und Jerusalem, Snrf-n K kellsckaft «erlauat. «»..« ....... iiach Teutfchland zurück. .Die zwei ersten Theile dieser Reiser Leschreibung sind zu Haben bei dem Ver- fasser in feiner Wohnung beiHrn. Schub- .macher Lemp auf dem Selzer.sw.eg. .Giessenden 20.August 1824. ' S tädt e 190 170 2 5 150 1 50 .5 120 SO 1 45 50 1 2 1201 1 I 12 * — izv i 12 90 2|20| 158/ 2I-I Z 10 5 6 150 206 2 3 4 155 190 Darmstadt Giessen Marburg Wezlar Der Verfasser dieser merkwürdigen Reise, Melcher sich jezt in Giessen aufhalt , nm Subscribenteu für diese Reife- befchreibung zu sammeln, hofft, daß das das Malter auch das Mött. das Achtel. Getaufte bei der evangelischen Gemeinde. Den 14. Aug. Dem Burger und Vagen, die Wallachei, die europäische Tür- Tochter^Antonie 'ncanc Gottesdienst am 22. August. Än der^evangelischen Kirche. Morgens Herr Superintendent Buff. Nach- vcrchrllche Publikum ^dt-fts "StadHd w'ttags Herr Stadtpfarrcr Engel. ± *4lW.6i5 den 21. Augustin Frankfurter Währung den fl. a 60 fr. und das K. zu 32 Loch ländischen Gewichts. ' ä - Korn jwiegt Gerste lwirgtl Hafer Iwlegt l das Matts - - A £' F± XL * 'r «xU/fr. «, Gegend sich in den Besiß seiner wahr- Morgen den 22 Auaull ftARim M-"”» «en.beschriebe,,en Reise setzen Frischbas,,, di- BMenneist?rs WaO f Sf mit Der genauesten Ge- ter, am Asterweg, .und Georg Noll in wissenhaftigkelt alles Merkwürdige ,be- Der Neustadt. 3 J ■' 01 schrieben, was .ihm auf dieser beschwerlichen Reise -aufgestoßen ist. .Seine .Reife beginnt .von seinem Geburtsort, Herchenhain, im Großherzogthum .Hessen, nach Wien, Ungarn, Siebenbnr- cker