Samstags den 19. July 1823. Nummer 29. Polizey- Taxe. 1 Ochsenfleisch/ bestes 1 — desgl. mittelmäsiges — 1 — desgl. geringes — — 1 — Kühfleisch — 7 auch 1 — Rindfleisch — — — 1 — Kalbfleisch, gewöhnliches 1 — desgl. ausgema'stetes — 1 — Schweinenfleisch — — 1 — Hammelfleisch, gutes 1 — — geringes — — — 1 — gemischte Leber t oder Blut-Wurst - — 1 %. dergleichen von vorzüglicher Qualität — — kr. 10 8 6 5 8 7 10 2 2 P ol ize y - T ax e. 1 %. geräucherter Spickspeck 1 — geräucherter Schinken 1 — Bratwurst mit Gewürz 1 — Rindsfett — — 1 — Hammelsfett — — 1 — Schweinenfett — — kr. pf. 18 — 15 — 14 — 12 — 12 — 16 — Brodtaxe und Gewicht. Für 1fr. Schwarzbrot» 9Loth 24 Q» Für Ikr. Weck 6 Loth 1 Q. Für Ikr. Milchbrod 5Loth 1 Q« Für Ikr. Butter-Bretzeln 5Loth Für 1 kr. Taigscher 7 Loth 3|£l. Kota. Die Zugaben dürfen t» weiter nichts denn in Fleisch von derselben Gattung bestehen, und zwar auf zehen Pfund Fleisch nicht mehr als anderthalb Pfund, und so weiter nach Proportion, welches auf ein Pfund nicht völlig fünf Loth ausrnacht. Köpfe, Füse, Geraub, wie auch die ganz blutige und nicht geniesbare Stücke vom Hals, sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. Markt-Preise. kr. pf- Markt-Preise. kr. pf. 1 %. Hecht — — — 18 — 1 halb Simmer Erbsen — — 64 — 1 — frische Butter — — 15 — 1 halb Simmer Linsen — — 72 — auch 14 — 1 %. Waizenmehl — — — 4 2 4 Handkäse — —- — — 4 — 1 Ä>. grob geschälte Gersten — 4 —— 9 Ever — — — — 8 — 1 klein geschälte Gersten — 8 —• ) 134 c EdLktalladungm. I. Dietrich Nürnberger zu Reißkircheu hat sein Vermögen, welches nach der errichteten Uibersicht 792 fl. 28 fr. beträgt , und nur um 67 fi. 35 fr. von den Schulden übeerstiegen wirb, zu Befriedigung seiner Gläubiger gerichtlich abgetreten. Nachdem Großherzogliches Hofge- richt zu Giessen den Concursproceß darüber erkannt hat, so werden Alle, welche aus irgend einem Grunde Ansprüche daran glauben machen zu können, auf- gefodert, solche im Liquidationstermine Freytag den Iren August d. I. Morgens 10 Uhr so gewiß selbst oder durch gehörig Bevollmächtigte anzubringen, als sonst sie von der Masse ausgeschlossen werden. Da übrigens der geringe Mehrbetrag der Schulden eine gütliche Vereinigung räthlich und wünschenswerth macht, so haben sich sämmtliche Gläubiger auf die zu diesem Zwecke gemacht werdenden Vorschläge und weiter über einen anzuordnenden Massenverwalter im Termin zu erklären, widrigenfalls von den sich nicht Erklärenden die Zustimmung zu dem Mehrwillen der übrigen Gläubiger angenommen wird. Großenbuseck am 24ten Mai 1823. Großherzogl. Hess. Freyherrl. von Bufeckisches Patrimonialge- richt das. Heinzerling. vt. Abt. II. Gerhard Rohrbach von Lollar, ist Willens, nach Usingen, in das Herzogtum Nassau, auszuwandern. In Gemäsheit des Gesetzes vom ZOten Mai 1821. über die Auswanderungen , werden alle diejenigen, welche aus irgend einem Nechtsgrund Forderungen an den gedachten Gerhard Rohrbach zu haben vermeinen, aufgefordert, diese so gewiß binnen 3 Monaten dahier anzuzeigen und geltend zu machen, als sie es sich sonst selbst beizumessen haben, wenn ihnen nach Ablauf dieser Frist Rechtshülfe dahier nicht weiter geleistet werden kann. Giessen den 13tenMai 1823. Großherzog!. Hess. Landgericht. Ploch. Oeffentliche Vorladung wegen Depositen. Bei vormaligem Oberamt Giessen sind nachbemerkte Gelder hinterlegt worden : 1) 4 Pistolen in Gold, unter der Aufschrift: Iud Markus von Kothen, gegen Juden Gottschalk, 2) 84 fl. 3.5 fr. die Nebelischen Kinder 3) 74 fl. die Fmebelischen Kinder betreffend , 4) 30 fl. in Sachen Kaufmann Nött- ger, gegen Borbergerische Masse, ohne Angabe des Grunds der Deposi- tion, und es läßt sich keine Notiz auffinden welche in den Stand sezt, über diese Depositen sachgemäß verfügen zu können. Man bringt daher dieses zur öffentlichen Kunde, mit dem Anfügeu daß diejenigen, welche Ansprüche au oie vorbemerkten Depositen zu haben glauben, solche so gewiß binnen 3 Monaten a dato dieser Aufforderung bei unterzeichneter Gerichtsstelle zu begründen haben , als widrigenfalls sie weiter damit nicht mehr gehört, und die Depositen als dem Fisco verfallen, erklärt werden sotten. Giessen den ItenIuny 1823. Großherzogl. Hess. Stadtgericht. Mülle r. Bekanntmachungen. 1) Nächstküuftigen Dienstag den u dieses und die folgenden Tage, Nach- — ) 135 ( — 4) Montags den 28teu Iuly d. I. Vormittags 9 Uhr , sollen in dahlesiger Infanterie • Ca ferne ein kupferner Kessel von 18 Elmer, ein dergleichen, von 17 Eimer> ein neuer Blasbalg mit 8eohr, zwei eiserne Stangen und ein Ambos, vorbehaltlich höchster Ratification an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden, welches hierdurch mit dem Bemerken bekannt gemacht wird, daß sämtliche vorbenannte Effecten, vor dem Ber- steigerungs - Termin an Ort und Stelle können in Augenschein genommen werden. Gieffen den 7tenJuly 1825. In höchstem Auftrag. Volz, Lieutenant. 4) Diejenigen hiesigen Ortsbürger, welche ständige Wiesenviertel - Zins pro 1325. zu bezahlen haben, werden hierdurch aufgeforderr, solche längstens binnen 14 Tagen an den Hrn. Beygeordne- ten Ferber zu berichtigen, ansonst mir ernsthaften Maasregeln vorgeschritten werden muß. Giessen den 10ten Iuty 1822. Der Bürgermeister Gail. 5) Ein Logis, bestehend in 4 Stuben , 4 Kammern, Küche, Keller und Holzboden, ist zu vermietheu, und taut; sogleich bezogen werden. Ausgeber dieses sagt bei wem. 6) Eine neue Badbütte ist zu verkaufen, anch zu verlehnen, deren Ei- genthümer bei Ausgebern zu erfahren ist. 7) Eine neue sehr gute Guitarre ist allhier zu verkaufen. Bei wem, erfährt man bei Ausgebern. 8) Es ist allhier ein golduer Ohrring verlohren worden. Wer zur Wieder- Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, sollen in ÄtjnU °«s »«wen Änb in ' Weiszeug, Äm skl-ider ° B-ttuug , . ©laö , Porzellan, uud sonstiges Haus- «eräthe, auch Bücher, wovon das Der, reich»iß von kommendem Donnerstag an chei Unterzeichnetem emgesehen wer, den kann, öffentlich gegen glelchbaare Zahlung versteigert werden. Giessen den IHeti 2ruh^i82o^ Großherzogl. Hofgerichts - Se- cretar. 2) Donnerstag den 24ten dieses, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung des Burger und Schuhmachermers, rers Franz, in der Schloßgasse, werbliche Kleidungsstücke, Weiszeug, Bett, werk und Hausrath, meistbietend versteigt werden. Giessen den 17tenIuly 1825. Der Stadtgerichts - Assessor L. v. Schmalkalder» 3) Montags den 21ten Iuly dieses Jahrs, Vormittags 8. Uhr, sollen auf dem Vüreau der Bürgermeister^ dahter a) ein großer stark vergoldeter Be^er mit Deckel, von 2%>» 7 Loth Gewicht, _ b) vier kleinere dergleichen, mrt Deckel und Füßen, von ungefähr 2 tt>. Gewicht, c) drei dergleichen, inwendig vergoldet , von 20 Loch Gewicht, d) 25 silberne Eßlöffel, und g) 8 weiße linnene Vorhänge, öffentlich meistbietend versteigert werden, wozu man die Steigliebhaber einladet, und bemerkt, daß bei annehmbaren Geboten der Zuschlag sogleich ertheilt wird. Giessen den löten Iuny 1823. Der Bürgermeister Gail. — ) 136 ( — dererlaugung desselben verhilft, erhalt am Lindenplaz, und Seipp, ander em Douceur. Näheres bei Ausgebern. Stadtpforte. 9) Englisches Porter-Bier, von vorzüglicher Qualität, die Maas zu 12 Kreuzer, ist sowohl im t als äusser dem Hause bei mir zu haben. Philipp W. Busch, Bierbrauer, in der Neustadt. 10) Es wünscht allhier jemand 660 gegen gerichtliche Sicherheit zu leihen, und erbietet sich, die Zinsen vierteljährig voraus zu bezahlen. Näheres darüber bei Ausgebern. 11) Die unterzeichneten Geschwister, Kinder des verstorbenen Chirurgus Schäffer, warnen hiermit Jedermann, ihrem Bruder Christian irgend etwas, ohne besondere Vollmacht, für fie anzuvertrauen, oder auf ihren Namen zu borgen, indem sie'sonst Beides als nicht geschehen, anseheu werden. M, und M. E. Schäffer. Gottesdienst am 20.3uly. In der evangelischen Kirche. Mor- gens Herr Professor Dieffenbach. Nachmittags Herr Freiprediger Spcngel. (Nach der Predigt ist die Ordination.) Morgen den 20teu July haben das Frischbacken, die Bäckermeister: Ufer, Getaufte bei der evangelischen Gemeinde. ™ ^ul. Herrn Professor Dr. Marezoll erne Tochter, Julie Georgine Caroline. Dens. Dem Burger und Schuhmacher, Jacob Heinrich Heinzelmaun ein Sohn, Daniel Heinrich. Den 15.Jni. Dem Burger und Schuhmacher Philipp Conrad Dietz, ein Sohn, Christian Hermann. Den 16. Jul. Dem gewesenen Tambour, Balthasar Philipp Wittich, ein Sohn, Ludwig Carl Philipp. Beerdigte bei dieser Gemeinde. Den 13. Jul. Georg Conrad Christian, des Burgers und Schuhmachers, Christian Benner, Sohn, alt 6 Jahr, 1 Mon. 20 T. Getaufte bei der katholischen Gemeinde. Den 14. Jul. Dem Herrn Geheimen Negieruugsrath und Professor der Rechte, Dr. Egid von Löhr, ein Sohn, Maria Egid Ludwig Theodor. Die am 7ten Jul. beerdigte Tochter des Invaliden, Daniel Diefenbach, ist alt geworden 6 I. 6 M 20 T. und nicht wie im vorigen Blatt steht 67 I. Gettaidepreile vom 12. Zu!. bis den 19. Jul. in Frankfurter Währung den 60 kr. und das T. zu 32 Loch ländischen Gewichts. Städte. Darmstadt Giessen Marburg Wezlar. Gema s. das Malter, das Malter, auch das Mott, das Achtel. Wa, fi. 8 9 7 9 zen kr. 40 15 10 20 wiegti 190 150 206 K. st. 6 8 9 6 9 rrN- kr. 10 15 2» wiegte 170 , 135 | 190 Ge st. 4 6 5 6 rste kr. 46 56 wiegt 150 120 158 H< st. 3 3 4 5 lfer kr. 28 30 20 wiegt 120 90 125