Pf. ' 2 1 1 124| — 1 9 1 Pf. 1 1 1 1 1 14 20 20 18 18 1 1 1 1 7 6 .5 6 9 8 4 6 Samstags den 20. Januar 182L Nnm. 3. 14 Grad hat, wird taxirt zu Maas Doppelbier — — - Maas Milch — — Maas Frucht ; Brandtetvein, so wenigstens 50 Procent Weingeist enthalten muß - Polizey - Taxe. i U. Ochftufleisch, . bestes 1 — desgt. mittelmäsiges - kr. 17 18 4 Getraidepreisevom 15. Jan. bis den 20. Jan. in Frankfurter Währung den st. ä 60 fr. und das zu 52 Loch ländischen Gewichts. Ma rkt/Prei se. 1 halb ©immer Erbsen — 1 halb ©immer Linsen — 1 Ä>. Waizenmehl — — 1 grob geschälte Gersten 1 %. klein geschälte Gersten kr. pf. 9 - kr-!pf. 18 — 14 - 15 — 4 - 4 — kr. 32! 36 4 8 12 Ma rk t / Preis e. 1 Ä>. Hecht — — — 1 — frische Butter — -- ;' >.-• auch 3 Haudkäse — — — “ 3 Eyer — — — — Brodtaxe und Gewicht. Für 1fr. Schwarzbrod 16 Loth 3^Q» Für 1 kr. Weck 7 Loch 1 Q» Für 1 kr. Milchbrod 6 Loch 1 Q» Für 1 kr. Butter t Bretzeln 3 Loth 2| Q. Für 1 kr. Taigscher 12 Loth Q* 1 — desgl. geringes — — 1 — 'Kühfleisch — — - Rindfleisch — .— — , - Kalbfleisch, gewöhnliches 1 — desgl. ausgemästetes — — Schweinettfleisch — — * — Hammelfleisch, gutes 1 — — geringes kr. auch — gemischte Leber t oder Blut, Wurst — — vergleichen von vorzügli, eher Qualität — - — geräucherter Spickspeck — geräucherter Schinken — Bratwurst mit Gewürz — Rilidsfett — — — Polizey / Tare 1 U>. Hammelsfett — 1 — Schweinenfett — 1 — Salz —' — 1 Maas Bier, welches wenigstens Städte. Gema s. Waizen wiegt Korn wiegt Gerste iwiegt Hafer swiegt fl. Ikr. %. fl. Ikr. A. fl -kr. %. fl. kr. i 'ti» Darmstadt das Malter. --- —— - 190 5 — 170 2 35 150 2 12 120 Giessen das Malter' 7 10 — 4 — —— 3 - - 2 20 TT* auch — ' —— ■ ■in. " «■ Marburg das Mott. 6 — 150 —— —— 135 — — 120 -r— . Wezlar. das Achtel. 8 1 — 206 5 - 190 3 140 158 4i k- 64 — ) 10 s —• Von natürlichen und künstlichen Verhesse-- rungs-Mitteln der wiesen. (Verfolg.) Andere sind befriedigte Wiesen, und diese sind die allerbesten , weil sie so wer uig im Frühjahr, als im Herbste mit Vieh betrieben werden dürfen, es wäre denrr, daß man den Nachwachs vom Grafe mit eigenem Vieh abjvHden wollte. Einige Wiesen haben die vortheil^ hafte Lage, daß sie von allen Seiten mit arrbaren Ländereien umgeben sind.; andere aber liegen an Wegen, oder es gehen gar Fuhuvege und Fußsteige darr über her. Diefe werden oftmals über- schritten ,- und mehrere Wege nebenher gemacht. Dadurch wird viel Gras ver- nichtet und verdorben, und es ist solches eine über alle Maaße lästige Servitut. Noch schlimmer ist es, wenn Fahr- wege neben einer solchen Wiese hmlan- fen. Denn bei tiefen Wegen suchen die Fuhrleute gerne den härftrn Boden der Wiese, und beschädigen solche durch Pferde und Wagen. Stößt auch die Wiese an einen Wald, so gereicht ihr solches oftmals zum gro- ßen Nachtheile. Die Forsten find der gewöhnliche Aufenthalt des Wildes, wel- rhes zur Nachtzeit seine Wohnungen ver- läßt, und was ihm denn am nächsten liegt, ist seinem Anläufe ausgesetzt. Am Tage hüten auch wohl zahme Heerden in den Wäldern, und oftmals schleichen einige Stücke Virh heraus und verzehr ren das Gras, das zum Winterfutter bestimmt war. Auch die Hirten, die eigenes Vieh zwischen der Heerde haben, wissen solches so abzurichten, daß es immer seitwärts ab - und auf fettere Nahrung ausgehet. Auch die Sonnenstrahl len treffen oftmals nur wenig oder erst spät dahin; die Bäume breiten einen großen Schatten über solche Wiesenaus, und hindern ben freien Strom der Luft die dcu Pffaiizr» zum Wachschum und Nerfwerden unerttbehrlrch ist. kommt es', daß das Rindvieh dergleü chen an schattigen Orten gewachsenes Gras und Heu lclten anders, als durch Hunger gezwungen, frißt. Die Wiesen werden von Moos bedeckt, und allerlei Buschwerk , als z. B. Himbeer - und Brombeerstanden wuchern in den Wie- ser'grund ein. Selbst das Henmachen gehet in solchen eingeschlossenen Wiesen nicht so leicht von statten, und der Thau 'hält sich daselbst natürlicher Weise weit länger auf. Ans diesem allen erhellet also, was für ein großer Unterschied zwischen den an Gehölzen, und den im Freien und auf den Althöhen gelegenen Wiesen sey. Endlich entsteht arrch eine Verschiedenheit der Wiesen ans der nahen oder weiten Entfernung, in welcher sie von der Wohnung des Besitzers liegen. Je öfterer und geschwilider man mit d?m Heuwagen dahin kommen kann, ist ungleich besser als eine andere, nach der man weit zu fahren hat. Auch ist eine nahgelegene Wiese in Ansehung der Arbeit besser, weil sie bei etwaigem Regen leicht nach Haufe kommen, und nach demselben bald wieder auf der Wiese seyn können. Auch sind sie den Diebereien, Abhütungen und andern Beschädigungen nicht so sehr ausgesezt, als die ensferntern. Von allen diesen Wesen, die wohl von der Natur angelegt, und vermuth- lich seit Jahrhunderten in solchem Stande gewesen sind, darin wir sie gefunden haben, sind aber die künstlichen Wiesen sehr unterschieden. Denn diese wurden zum Getraidebau genützet, jezt aber werden sie mit solcher! Manzen bestehet,. Die allein zum Viehfutter' verwendet werden. Ohne Viehfarm die Landwirthfchaft nicht bestehen. Dies aber kam; nicht erhalt — ) n ( — hEen werden, woferne der Wrescnwacho nicht befördert wird, und der Hansvar ter für eine bequemere Ausfntteruug ftl- ncs schon vorhandenen und noch zu er- haltenden Viehes durch Anlegung knust- iicher Wiesen sorget. ; (Der Verfolg künftig. ) Bekanntmachungen. 1) Die hiesigen Einwohner, tvelche noch Forderungen au die CaserneruBau- Kaffe haben, werden aufgefordert, innerhalb acht Tagen ihre Rechnungen schriftlich einzugeben. Giessen den 19ten Januar 1821. Oßwald. 2) Da die bisher zu dem Fuhrmann Johann Balthasar Nollischeu 4 Umversi- iätä t Phasantguth gehörige Stucker Morgen in der Schwarzlach, neben 2 Herbstreits Wittwe, L4 Viertel auf der Rothhohl, neben Bäcker Schwan gelegen, auf anderweite drei Jahre verliehen werden sollen, als haben sich diejenige, die solche zu lehnen gesonnen sind , sich bei Unterzeichnetem zu mgbeiu. * 5) Mein Wohnhaus in der Mühl- «affe, Nro. 621., enthaltend 2 Stnbeu, 2 Boden, Küche , Keller und Mistplaz, so wie auch 1 Morg. 30 Ruth. 12Sch. haltenden Acker aufdem Warthfeld, und 26 Ruth. Grablaud, auf dem Sand ge- lcgeu, lezteres zehntfrei, bin ich gesonnen, aus freier Hand zu verkaufen. Philipp Lehrmnnd, Burger und Schuhmacher. 4) Ein halber Morgen Brablatw, neben dem Strick des Herrn Geheimen- raths Büchner, ist zu verlehneu. Ausgeber sagt wo? 5) Ein Wagen nebst Pflug nnd übri- oem Zugehör, ist allhier zu verkaufen, und-der Jigenjhümer bei Ausgebern zu erfragen. 6. ) Bei mir ist Roggen- Kleye auf's^ Gewicht, oder im Maas, um einen billigen Preis zu verkaufen. > Ludwig Kännnerer. 7) Bei dem Instrumentenmacher Leicht steht ein ganz neues Clavier zu Verkäufen. Auch erbietet er sich solches gegen ein altes zu vertauschen. 8) Eine Wohnung, bestehend in 4 heizbaren Zimmern, 2 Kabinetts, Küche, Keller, Holzstall und Boden, ist zu ver- mietheu, und kann sogleich bezogen wer- derr. Ausgeber sagt bei wem. 9) Durch mehrere zeither sich ereignete nicht gar angenehme Vorfälle, sehe, ich mich veranlaßt, dein hiesigen verehrten Publikum hiermit die Anzeige zu machen : daß ich seit dem läsenIm lius 1820. allhier als Bürge r recip i rt bin. Zugleich will ich mich mit einem ganz neuen bedeckten Familienwagen, so wie auch mit einer leichten bedeckten Kalesche , gut bespannt, weniger nicht mit guten Reitpferden, bestens/ empfehlen. Billigkeit und guter Bedienung kann man sich versichert halten. Giessen im Januar 1821. Daniel Becker, wohnhaft in Nro. 93, auf dem Asterweg, 10) Bei dem Schutzjudeu Joseph Homberger, wohnhaft in der Neustadt, ist ein gutes-Reitvferd , gcgem Ich. 12 fr. Miethgeld täglich, zu verlehuen. — ) 12 ( — Baumschule - verkauf. In Wetzlar sott eine Baumschule von etlichen Taufend Stämmen veranfi fert werden. Der größte Theil besieht in hoch.' stämmigen Aepfel- und Birn-Sorten, die als die tauglichsten für den Haushalt nach mehrjähriger Erfahrung ausgewählt sind. Es befinden sich aver auch alle Sorten feinen Tafel - Hostes , sowohl hochstämmig, als zwerch, darunter. — Die erster» sind größrentheils so stark, als man sie zum Pflanzen mir wünschen kann, und werden einzeln, pr. Stück zu 56 kr., in Quantitäten zu 30 fr. abgegeben. — Wer derselben für 25 st. kauft, zieht lOpCt. als Rabbat ab- — Was für das freye Land noch nicht erwachsen seyu sollte, und in der Baumschule noch etliche Jahre nachgezogen werden muß, wird nach Verhältnis der Größe um 15. 10. und 5 fr. erlassen ; auch ist noch eine ansehnliche Parthie Wildlinge zu 2 fr. pr. Stuck zu haben. Wenn eine Gemeinde zu Anlegung einer Gemeinde - Baumschule Acqrnsi- tion zu machen gesonnen seyu sollte, so würde man derselben, auf Verlange», Vorschrift zur Veredlung und vollständigen Behandlung, auch zur Verfertigung eines sehr zweckmäßigen Banm- kitts, als Ersparnis des rheueren Banm- wachses, gratis ertheilen, und im Frühjahr Pfropfzweige von de» Muster-Bäumen zukommen laßen. — Nähere'Nachricht darüber giebt in Giessen der unterzeichnete CH. Dietz. Gottesdienst am 21. Jan. In der Burgkirche. Morgens Herr Superinteudent Buss. Nachmittags Herr Professor Dressenbach. Morgen den 21tenIan. haben das Frischbacken, die Bäckermeister: Caspar Löber, in der Neustadt, Magnus, auf dem Selzersweg, und Conrad Wallenfels, am Wallthvr. Getaufte bei der Stadtkirche. Den 14. Ian. Hrn. Kasienmeister Nagel eine Tochter, Namens Elifabethe. Eod. Dem Burger nud Schuhma» eher, Conrad Moriz Becker, eine Tochter , Namens Margarethe Philippine. Eod. Hrn. Nechnungsprobaror nud Kriegs - Commissariats - Cassier Rübe, eine Tochter, Namens Sophie Carotine Friederike Eleonore Auguste. Beerdigte bei der Stadtkirche. Den 14. Ian. Christian Casimir Haubach, Burger und Messerschmid att- hier, alt 40 Jahre , 7 Mon., 21 Tage. Ropuiirte bei der Burgkirche. Den 13. Ian. Heinrich Pracht, Corpora! im ersten Bataillon Leibregiment, und Dorothea, des verstorbenen Corpora! , Jacob Engelhard, Wittwe. Getaufte bei der Burgkirche. Den 14. Ian. Dem Fourier bei dem Leibregiment, Paulus Rühl, eine Tochter , Nam. Caroline Auguste Friederike Marie Elisabeth Franziske Philippiue. Berichtigung. Im vorigen Stück muß der Namen des Burgers und Schneidermeisters unter denen Getauften bei der Stadtkirche, Zeigtet' heissen. - ——'—'------------—'—— ' ----- Auf dem am 17ten Januar statt gehabten Fruchtmarkt wurde verkauft: ( im Mittel - Preiss) : Waizen 2 Malter ü 200U,. 7 fl. 10 fr. Korn 53 Malter ä IfO 3 st. 36 kr. Gerste 14 Malter ä 160 U. 2 fl. 55 fr. Hafer - Mltr. ü — fl. — fr.