Anzeigungs-Blättchen. Samstags den 2. Juni 1821. Num. 22. PolizeytTaxe. 1 %. Ochsenfleisch, bestes 1 — desgl. mittelma'siges — 1 — desgl. geringes — — 1 — Kühfleisch - — — 1 — Rindfleisch — — — 1 — Kalbfleisch, gewöhnliches 1 — desgl. ausgemästetes — 1 — Schweincnfleisch — — 1 — Hammelfleisch, gutes 1 — — geringes kr. anch 1 — gemischte Leber: oder Blut; Wurst — — 1 U,. dergleichen von vorzüglü eher Qualität — — 1 — geräucherter Spickspeck 1 — geräucherter Schinken 1 — Bratwurst mit Gewürz 1 — Rindsfett — — — kr. pf. 9 — 7 — 6 - 4 - 5 — 8 - 8 - 8 12 20 20 15 18 Polizey / Tape. 1 U. Hammelsfett — — — 1 — Schweinenfett — — — 1 - Salz - - - - 1 Maas Bier, welches wenigstens 14 Grad hat, wird tarirt zu 1 Maas Doppelbier — — — 1 Maas Milch — — — 1 Maas Frucht t Brandtewein , so wenigstens 30 Procent Weingeist enthalten muß —' kr. pf. 17 — 18 — 4 2 4 6 6 24 Brodtaxe und Gewicht. Für 1 kr. Schwarzbrod 16 Loth 34 Q. Für 1 kr. Weck 7 Loth i Q. Für 1 kr. Milchbrod 6 Loth 1Q. Für 1 kr. Butter / Bretzeln 3 Loth 24 W Für 1 kr. Taigscher 12 Loth Q M a r k t t P r e i s e. 1 Ä>. Hecht — — — T — frische Butter — — auch 5 Handkäse — — — — 7 Eyer — — — _ kr. pf. 181 — 10 — 11 — 4 - 4 - Markt/Preise. 1 halb Simmer Erbsen — 1 halb Simmer Linsen — 1 Ä>. Waizenmehl — — 1 gwv geschälte Gersten 1 Ä>. klein geschälte Gersten kr.ipf. 28r — 30 - 4 8 — 12 — G e m ä s. Städte. Waizen wiegt Getraidepreise vom 26. Mai bis dm 2. Juni in Frankfurter Wa'hruna den fl. a 60 fr. und das U. zu Z2Loch ländischen Gewichts. a Darmstadt das Malter. fl. kr. 190 Giessen das Malter' 7 50 ...... auch 8 .....- — .Marburg das Mott. 6 .— 150 Wezlar. das Achtel. L — 206 K fl. 5 orn [fr. wiegt U. 170 G fl 2 nste 1 fr. 35 s wiegt 150 H fl. 2 afer kr. 12 s wiegt 1 W. 1120 4 — — 2 50 —■ '■ 2 10 — — — — *■*'1 " — — j — — 135 ---- — ■ 120 — ■■■. 1 5 —— 190 31 401 158 4 — 1 84 — ) 86 ( —• Von natürlkchm und künstlichen VerbeA rungs - Mitteln der Wiesen. denn wenn sie nicht trocken eingebracht wird, so wird sie leicht schimmelich, oder gar faul, und steckt das bei ihr liegende Rauhfutter gleichfalls an. ( Der Verfolg künftig.) Bekanntmachungen. 1) Der Burger und Stadtvorsteher Andreas Sack und der Burger und Sattlermeister Christoph Senner, wollen das von dem Kupferschmiede Ferber ererbte, ihnen gemeinschaftlich zugehörige Wohn- Haus Nro. 345. auf dem Neuenweg stehend , Freitags den 22ten Juni Nachmittags 2 Uhr, in des Rathschöff Hrn. Seipp Behausung, öffentlich an den Meistbietenden versteigern lassen, welches andurch bekannt gemacht wird. Giessen den 30ten Mai 1821. Großherzogl. Hess. Stadt - Amtsse- cretariat das. 2) Freitags den 8ten Juuy dieses Jahres, Morgens um 8 Uhr, sollen bei unterzeichneter Stelle ungefähr 100 — Korn, 600 — Hafer, und 600 Gebund Roggenstroh, in kleinen Abtheilungen, an die Meistbietenden verkauft werden. Gladenbach den 26ren Mai 1821. Großherzogl. Hess. Rentamt das. 5) Nächsten Montag den 4ten dieses , soll bei dem Entbindungshaus, um l Uhr Nachmittags, die dießjährige Benutzung der daselbst gelegenen Uruversi, > tää - Wiesen öffentlich versteigert werden. Giessen den Iten Juni El. . Oßwald. 4) Iohann B-a p t. M ü g e r in Heppenheim, an der ^ergllraße, empfiehlt sich mit seiner im vorigen ^ahre errichteten Schweitzer Natur - Bleiche, e Er ist durch den Besitz eines gefty ulten • Bleichers aus der Schweiz, in Stand geftzt, (Verfolg.) Ob aber gleich die Esparcette aus einem solchen Felde nach so vielen Zähren alle zu ihrem Wachsthum erforderlichen Salze herausgezogen hat, w lou solches doch nach einer zweijährigen Rorn- erndte schon wieder von neuem damit bestellet werden können , welche Fahrg- keit dem Felde mitgetheilt seyu kann: 1) durch das Aushacken der Wurzeln, wobei der Boden ungewöhnlich tief und locker gemacht wird, so, daß ^uft, Sonne und Regen ihre Wirkungen ausserordentlich stark in demselben haben äuffern können. 2) Durch das darauf erfolgte dreimalige Pstügen dieses Landes zur Korubestellung im ersten^ahre. 8) Durch den hineiugebrachten Dürrger zu der zweiten Bestellung mit Getreide. 4) Durch das wiederholte Pflügen bet dieser zweiten Bestellung. 5) Durch das - .Pflügen rur neuen Bestellung mit E;par- .MTerte ; und 6) durch die in dem Boden verhauenen alten Wurzeln, welche cbeU' falls einen guten Dünger abgeben. Die Lucerne kömmt auf einun jeden Boden fort, und muß sehr dmme ge- säet werden, weil sie sehr viele Snten- rweige treibet. Bald nach demAuftom- men wird sie gejätet, und der dieser Arbeit die Pflanzen, wo sic zu dick stehen , aufgezogen , so daß jede Pflanze einen Raum von l>Zoll um sich her hat. Das Gras ist ihr Feind, der sie verenget, und wenn,.es sich zu einem Wßfen verbreiten karm, so ist die ganze Erudte verloren. Sie wird im Sommer 3 bis 4mal gemähet. Die beste äeit dazu ist, wenn die Blumen aufan- aen aufzugehen. Wird sie aber früher geschnitten, so wächst sie auch desto ge- fchmmber. Die Bereitung der Lucerne zum Heu erfodertt viele Zeit und Muhe; )87( 5) Meine neue Strohhüte in schöne ster Auswahl habe ich erhalten, auch Blumen, Federn, Flor, und mehr dergleichen Maaren. Alles in den.biüigstem Preisen. A. Schneide r, wohnhaft in der. Wallthorstrase.. 10) Ein ganz neuer Kleiderschrank mit zwei Th irren, von Eichenholz und mit Nußbaumholz eingelegt, sodann ein Küchenschrank mit LTHnren, sind zu verkaufen. Ausgeber sagt, bei wem.. 11) Alle Sorten englischer Strick - und Stick - Baumwolle sind zu haben bei I. I.. Schmid Wittwe.. 12) Das Logis, welches Herr Hofgerichts-Advokat Busch jun., lange Zeit, und Herr Sraabs^iartiermeister Haack einige Wochen bewohnt haben, leztcrer aber auf höchsten Befehl die Caserue hat beziehen müssen, ist zu verlehnen. H einrich Stern ,, am Markt, in. Nro. 10. 15) In Nro. 2t; ist ein Elavier zu verlehnen, und verschiedene Möbeln zu verkaufen.. 14) In Nro. 698. ohnweit der Stadtpforte, ist ein Logis zn vermiethen, bestehend aus zwei Stuben, einer Kammer, einer Küche, einem Speicher, und Antheik am Keller. 15) In Nro. 549. auf der Mausburg ist ein Logis von 3 Stuben, 2 Kammern, Kirche, Keller und verschlossener Holz- stall, zu vermiethen, welches mit Anfang Iuny bezogen werden kann. 16) In Nro.594. ist ein Logis zik vermiethen, welches zu Anfang Inn? bezogen werden kann, bestehend in 1. - auch qesezt, die Leinwand ganz rein weiß auszubleichen, ohne demselben zu ftha- i den. Die Bleichbedmgmsse sind: von 5 bis 6 Viertel breiten Tuch pr. .ElleZkr. < 5 bis 4 Viertel breiten , 2kr. xr. ^lle, von Zwirn und Garn 22 fr. PI.^fund. Die Tücher werden von jezrbls Ende Julius angenommen. Für Giessen und die Umgegend hat Hr. Acclser Heinrich Stein allda die Spedition der rohen Tücher übernommen. Die benannten Ar- tickel werden franco hierber gesandt.. Von dem Bleich - Unternehmer wird gehörige Garantie und reelle und prompte Bedienung geleistet. . Heppenheim den aOtenMat 1821. Z) Ludwig Dittert, Bleicher in Wetzlar, macht hiermit bekannt, dass er die Elle Leinwand ä 2| fr., die Zahl Garn ä 6 fr., Zwirn ä 7 fr. zu bleichen vfferirt. Wem es gefällig ist, von seiner Bleiche Gebrauch zu machen, beliebe die Sachen bei Ludwig Busch Wittwe in der Wallthorstrafe frei abzugeben. 6) Da ich von meinen gut verfertigten Talglichter bisher 8 Stück für 20 Kreuzer verkauft habe, so erbiete ich mich nun 8 Stück für 18 kr. zu geben, welches ich dem verehrten Publikum hiermit bekannt mache. Georg Lony, wohnhaft am Rathhaus.. 7) Ein guter noch brauchbarer zwei- spänniger Leiterwagen steht dahier zn verkaufen. Ausgeber dieses sagt wo. 8) Pyrmonter Wasser, die Vou- teille a 20 und 24 kr., ist zu bekommen im Gasthaus zur Sonne. 9) Der Klee von einem gegen 1 Morgen haltenden Acker, ist zu verkaufen, entweder zusammen, oder zertheilt. Bel Ausgebern -das Nähere. — ) 66 ( — auch 2 Zimmer, 1 Kammer, Küche, ver- schlosseuen Holzplaz, und Theil am Keller. Auf Verlangen kann auch ein großer Keller abgegeben werden. 18) Aufgefordert von mehreren ach- tungswerthen Mannern, die -ihren Söhnen einen umfassenderen mathematischen Unterricht gegeben zu sehen wünschen, habe ich mich entschlossen, eine mathematische , den Zwecken der Zügendbilduug entsprechende, Unterrichts-Anstalt zu errichten. Ohne wich hier auf eine nähere Entwickelung des Planes und der Methode, welche ich bei diesem Elemen- tar.'Ünterricht zu befolgen gedenke, ein- znlassen, bemerke ich nur, daß ich in Arithmetik, Geometrie und Zeichnen einen solchen Unterricht ertheilen werde, daß dadurch nicht nur den Forderungen einer gelehrten Bildung überhaupt, sondern auch den Bedürfnissen eines dem bürgerlichen Leben näher liegenden Berufes , wie z. B. dem des Kaufmannes, Genüge geleistet werden wird. Schon eine mäßige Anzahl von Schülern wird hinrcichen, um mich zur Eröffnung dieser Anstalt, die ich vorläufig auf den 18teu des nächsten Monals festgesetzt habe, zu bestimmen. Diejenigen Eltern, welche Willens sind, ihre Söhne an dem oben geuann- ten Unterricht Theil nehmen zu lassen, ersuche ich, mich davon zeitig in Kemn- uiß zu setzen, damit ich mich in den Stand gesetzt sehe, sobald als möglich die erforderlichen Eiurichtungeu treffen und au dem vorhin bemerkten Tage den Unterricht eröffnen zu können. Giessen den 30ten Mai 1821. Dr. W. Dieffeuba ch, wohnhaft in der Wallthorstrase, bei Hrn. Polizerrath Rauch- 19) Auf dem Selzersweg in Nro. 496. find zwei Stuben, mir oder ohne Möbeln, zu vermiethen, welche sogleich bezogen werden können. 20) Den 2ten und Sten Pfingsttag ist gute Tanzmusik beimirauzutreffen, wobei ich mit guten Getränken und Erfrischungen, unter Versicherung prompter Bedienung, aufzuwarten die Ehre haben werde. Großenlinden am ItenIuny 1821. Alexander Dosse. Gottesdienst am 3. Ium. In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendeut Buff. Nachmittags Herr Kandidat Köhler, aus Schwarz. (Probepredigt.) Morgen Len StenAuni haben daS Frischbacken, die Bäckermeister: Kämmerer , am Markt, Schwan, auf Dein Selzersweg, und Seipp, an der Stadt- Pforte. Getaufte bei der Stadtkrrche. Den 26. Mai. Dem Burger, Johann Conrad Bernbeck, eine Tochter, Susanne Marie. Den 27. Mai. Hrn. Steuerpera- • quator Morueweg ein Sohn, Georg Ludwig Ernst Heinrich. Dens. Dem Einwohner dahier, Friedrich Schopbach, ein Sohn, Christian Carl. Deus. Dem Burger und Schuhmacher , Friedrich Balthasar Sensfelder, ein Sohn, Wilhelm Heinrich Conrad Ludwig. Dens. Dem Burger und Bäcker, Conrad Ufer, ein Sohn, Emil Conrad Christian Wilhelm- Beerdigte bei der Stadtkircho. Den 27. Mai. Christian, des Burgers und Schuhmachers, Ludwig Pfeil, Sohn, alt l Iahr, 9Mou.