Giesser Anzeigungs-Blättchen. Samstags den 22. Januar. ES. Num. 4. poliZ-V-Tax-. 1 Ochs-nfi-'sch, bestes । __ hksgl. mittelmasiges — 1 — desgl. geringes — — 1 - Kühfleisch 8 kr. Hauch i — Rindfleisch ~ — L — Kalbfleisch, gewohnt. 5 - desgl. mrsgemästeres — 1 Schweinenfleisch 1 —• Hammelfleisch, gutes i — geringes — — 1 - gemischte Leber # oder Bütt-Wurst — — 1 dergleichen von vorzugllt ...her Qualität — — 1 — ^räucherter Spickspeck 1 — geräucherter Schinken 1 — Bratwurst mit Gewürz 1 — Riudsfttt — — — fr. 11 10 9 10 8 6 7 10 9 8 10 15 24 22 18 22 Pf. 2 2 Polizey-Taxe. 1 %. Hammelsfett — ,-r 1 — Schweiuenfett — — — 1 — Salz — — — — 1 Maas Bier, welches wenigstens 14 Grad hat, wird ta/irt zu 1 Maas Doppelbier — — 1 Maas Milch — — — 1 Maas Frucht -- Brandtewein, so weuigstens 20 Procent Weingeist enthalten muß — fr.’ 18 21 4 Vf- 2 4- 6 — 8 — 52 ttt Brodtaxe und Gewicht. Für 1 kr. SchwarzbroÄ 12 Loth 3 £L Für 1 kr. Weck 8 Loth 3Q. Für 1 kr. Milchbrod 5 Loth 5 £>., Für 1 kr. Butter4 Bretzeln 5 Loth . 1| Q. Für 1 kr. Taigschcr 9 Loth 3 Q, IN ark t c v r e i se. kr. Pf- Markt-Prei se. kr. Pf- * 1 > y * * r 1 4 vtl treckt — — — 18 1 halb ©immer Erbsen — 48 — 1 — friscoe Butter — — 17 ■— 1 halb ©immer Linsen — Ist. 4 auch 18 -- 1 Waizenmehl •— — — 4 2 ti dk A'fc ~~ —* -— 4 — ■ 1 U. grob geschälte Gersten — 10 -- O UvlMfv 5 (Ei) er — — — — 8 —— 1 klein geschälte Gersten — 14 Getraid d Städte. Darmstadt Gießen Marburg Wezlar , (greife vom mA. ä 6o.fr, G e m äs. das Malter, das Malter. 1 auch dasMött. das Achtel. 15. und Wa fl- JO 7 8 6 7 Ian da zen kr. 50 40 30 l 40 .bisd s^.z wiegt 190 150 206 en 2 U 31 Ke n. 5 5 6 4: 6 2/f rLv rn fr. 30 30 Zan. t tb lm wiegt A. 170 135 190 n Frank ldischen Gerste fl.1kr. 4 20 5 50 4 - •• 3 —- 4 — futter Gewi wiegt H. 150 120 168 W chts M ft. 2: 3 ’ 2 3 ähr fer kr. 51 20 Mg wiegt Ä. 120 84 — ) 14 ( — Zegett-- und offenem Erdreiche gefchiehet. Schädlich und nachtheilig aber ist solche, wenn sie zu der Zeit gefchiehet, da das ?XaV?0U fc*Ur ^ohe erreichet hat und gemahet werden soll, indem der Schlamm ^las verunreiniget und fürs Vieh ungesund macht. Man muß alsdann mit dem Mähen desselben so lange ansteheu, bis ein hinreichender Re- ßk" den Schlamm wieder abspület und mnirl4? remtr% Hell aber nicht alles passet.euren solchen Schlamm mit sich führet, sondern völlig rein ist, so gereicht besonders in trockenen Sommern eine solche Wasserung den Wiesm ur Er! AUlckuug. Doch macht sie besonders zur Zett Der Errwte viele Uubequemitchkeit, Mllhe und kosten. Irr einer noch miß- llchern Lage befinden sich die Wiesen wenn die Ströme, die sie berühren, viel groben oder feinen Sand, oder auch Sterne mit sich führen. Dadurch wer- den sie oftmals so unbrauchbar gemacht, daß Jahre dazu erfodert werden, ehe ste wieder in Or'dtt-ung kommen. (Der Verfolg künftig.) Ediktalladung. Aufforderung der.unbekann- ten Gläubiger des verlebten Großherzogl. Hess.Hofgerichtjs- Advokaten und provisorischen Justiz -Amts - Schultheissen Notenberger zu Königsberg. Voy natürlichen und künstlichen Verbesserungs-Mitteln der wiesen. (Verfolg.) Wo Berge neben einander siegen, da bilden sie auch Thäler, die häufig zu Wiesen benutzt werden. Diese aber sind von mannichfaltiger Beschaffenheit. Einige sind von hohen starkbewachsenett Gebirgen fast ganz eingeschlossen; die Luft kann nicht hinzukommen ; die Kälte rst daselbst strenger; der Schnee wird von den Anhöhen in groser Menge dahin getrieben; dieser sowohl als das Ers kann daselbst nicht sobald schmelzen und dadurch wird dann derWachsthum des Grases nicht allein sehr aüfgehal- ten , sondern ihm auch vieles von seiner Güte entzogen. Andern hingegen stehet, wenigstens an einer oder mehreren Seiten , der Zugang der Luft offen, und können von einem Bache gewässert werden. Diese sind zum Grasöaü bequemer , vielleicht aber hat das Gras nicht dze Gute, des im Freien gewachsenen Grases, Wieder andere sind geräumige Gegenden, die in einem Umfange von etlichen Stunden ganz mit Bergen und Anhöhen umgeben sind. Uutz diese sirrd zum Wiesenwachs sehr bequem. Denn die Sonnenstrahlen geben ihnen die gehörige Wärme und die Berge halten den Zug der Winde auf und mäßigen sie, daher denn auch die von dem Winter zurückgebliebene Feuchtigkeit in den Wiesen länger erhalten wird, daß sie dem Grase die nöthige Nahrung geben kann. Zur Erledigung von Großherzogl. Hess. Hofgerichr der Provinz Oberhessen m . . _, erhaltenen Auftrags, bescheide ich alle . Nochandere Wreftu liegen anFlüft diejenige, welche, äusser denn-n, bereits ' welches für ausgetretenen, .Kreditoren, an den, zur bald vortheilhaft, bald schädlich ist. Befriedigung dieser nicht anreichenden, Vortherlhaft, wenn das Wasser einen Nachlaß des Großherzogl, Hess. Hofae- ^^^.bchssslnm mit sich fül-ret, dadurch richts-Advokaten und provisorischen Ju' die Wiesen^ gedunget werden, welcher stiz-Amts-Schultheissen Rotenberaerin ?»tI«Crr^inc auf den Wachsthum Königsberg Ansprüche zu machen haben, des Grases am . besten, aussert, wenn die solche innerhalb einer Frist von vier Wo- tteherstromung im Wintep bei geilndem chen, von dem Tage der ersten Tinrückung — ) 15 ( gegenwärtiger Edietak < Ladung den Lauf dieser Frist gerechnet, so gewiß mir zur Anzeige zu b-ingenund richtig zu stellen, als ich nach Verlauf des gedachten Ter- mius ihr Stillschweigen für einen Ver- zieht auf ihre Forderungen ansehen und sie, ohne auch Lues ölj entlieh bekannt zu machen, mit denselben von der Masse schliessen werde. Giessen am 18ten Januar 1820. . Der Kommissarius S e y d, Großherzogl. Hess. Hofgerichts- sekretär. Bekanntmachungen. 1) Eröfn ung freier Märkte zu Treis an der Lumda. Dem hiesigen, zwischen Marburg und Giesen gelgenen GrenzOrte sind — zu Erleich- rerung des nachbarlichen Verkehrs — fünf Jahrmärkte allergnädigst zugestau- den worden, wovon das.erste Kram- und Viehmarkt am Donnerstage vor Lätare, (9. März,) das zweite desgleichen am Donners." tage vor Himmelfahrt (4. Mai,) das dritte desgleichen am Donnerstage vor Laurentius (3. August,) das vierte desgleichen am Donnerstage vor dem Kreuz-Erhöhungs-Tage (7. September,) das fünfte blos Krammarkt am Donnerstage vordem 3tenAdventssonntag (14. Decmbr.) gehalten werden soll, insofern der Handels-Stand künftig nicht angemessenere ^.age in Vorschlag bringen wird. Da sämtliche Waaren vorläufig drei Jahre hrudurch frei von allen Zöllen, Steuern und Abgaben aufsochanen Markten ein- und ausgeführt und verkauft werden durffen, somit auch der bedeutende Vieh - Ltceut für alles auf hiesigem Markt verkaufte Vieh aufgehoben worden ist, und da man zugleich die prompteste — dem stpcngstcu Wcchftlrecht Pstege, so wie die pünctsichste Aufmerksamkeit auf die Taxen aller Lebens - Bedürfnisse auch völlig abgabenfreie Gestattung aller erlaubten Spiele, Musick und Volksbelustigungen zusichern darf; so macht man das handeltreibende Publicum hierauf mit der Einladung aufmerksam, diese — für Käufer und Verkäufer vor- theilhafteMärkte —durch zahleeichen Zuspruch gefällig zu beleben. Treis an der Lumbda im Oberfürstcn- thum Hessen den 12ten Januar 1820. Kurfürstlich Hessisches Amt das. W i u d e m u t h. in iidem Sippelt, Amts $ Secretär. 2) An dec Altee vom Schießhaus nach der Grünberger Straft hin, sind kürzlich, von boshaftftevlerischen Händen , nicht nur die Dollen von vielen Obstbäumen abgebrochen — sondern auch einige schon sehr starke Linden umgehauen worden. Wer zu Entdeckung dieser schändlichen Frevelthat Etwas anzugc- ben vermag, erhält eine Belohnung von 20 Rrhlr. Giessen den 19ten Jan. 1820. Bürgermeister und Rath daftlbsten. S ch m i d. 3) Montag den 24ten dieses Monats, des Nachmittags um 2 Uhr, wird in der Behausung der verstorbenen Wittwe des Christoph Berubeck dahier, eine frischmelkende und eine tragbare Kuh, ein Nind und zwölf Schaafe, gegen baare Zahlung versteigert werden. Giessen den 20tenIan. 1820. Grosherzogk. Hess. Stadt-Amts- ^fecretariat das. S t a u d i n g e r. 4) Donnerstags den 27ten dieses Monats des Nachmittags um 2. Uhr, wird in der Behausung des Burgers und ) 16 ( ■** rmd Bäckermeisters Schwan, Bettiverk, Weiszcug, Weibskleidung, Holzwerk, mld Küchengeräth, gegen gleich baare Zahlutm versteigert werden. Gielftn den 20ten Januar 1820» Grocherzogl. Hess. Stadt; Amts- secretariat dass S.t a n d i n g e r» 5) Dienstags und Mittwochs den ILen und 2ten Februar L I. Nachmittags von 2 Uhr an, werden in der Wohnung des Schuhmacher Hornberger auf dem Neuenweg, Manns-Kleidungsstücke, -Tische , Stühle, ein Comptoir, sonstiger Hausrath und Küchengeräts), gegen gleich baare Zahlung , öffentlich ver- ,steigert. Giessen den 2OtenIan. 1820» , Nachmittags um 2Uhr, o? 21° tm Garten vor dem Neustadter Thor, unter Amtlicher Auf- stcht verlooset werden. Es sind noch Looft, das Stück ä 12 fr. be mirzu hekmnmen. * Friedrich Faber, 0ofb i und Silberarbeiter, Gottesdienst am 25. Januar. In der Burgk, rche. Superintendent Buff. Herr Freipredigcr Fuhr. Morgens Herr -Nachmittags Morgen .den 25. Jan. haben baä Frischbacken, die Bäckermeister: Walter , am Asterweg, Magnus, gegen der Kühgaß, und Hering, in der Neustadt. 6) Künftigen Montag, den 24ten Januar, Nachmittags 4 Uhr , sollen in der Wohnung des Herrn Nathschöffen Seipp all Hier, eine mechanische Schwarzwälder Flöten - Uhr, als erster Treffer; sodann eine mechanische Militär - Uhr, als .2tei* Treffer ‘ und eine Schwarzwälder Guckncks - Uhr , als 3ter Treffer — unter Stadtamtlicher Aufsicht , öffentlich Verlooset werden. Giessen am 21tenIan. 1820. Johann Fernbach und .Andreas Rosenfelder. 7) Montags den 24ten Jan. Nach-' mittags 2 Uhr wird der große meerschau- mene Pfeifen opf, unter Amtlicher Änft sicht, bei dem Wirth Georg Sack in der Lo.wengasse, verlooset. Daniel Jancker. 8) Die vor.einigen Wochen ange- Angekommene Fremde. Vom 15. bis zum 20. Januar haben in dem hiesigen Gasthäusern logirt 147 Personen. In Privathäusern haben logirt 20 Persorten. Beerdigte bei der Stadtkirche. Den 17. Jan. Peter Schwall, Burger und Hutmacher, alt27 Jahr. Den 18. Jan. Herr Chirurgus Jacob Weyprecht, alt 5OIahr. Den 21. Jan. Katharine, des Burgers und Zimmermanns, Cortrad Seipp, Tochter, alt l Iahr. Eodem. Carl Philipp, des Herrn Kaufmann, Balthasar Noll , Sohn, alt 8 Mvn. 5 Tage. Getauft^ bei der katholischen Bircke. Den 21. Jan. Dem Burger ittib SchrMcrmeister, Wendelin Jungel, eine Tochter, Namens Catharine Elise Geor- Zeigten Pretiosen, sollen Montag den gette Luise. Berichtigung. Bei den Getauften, der Stadtkirche, und zwar bei dtm am 9. Jan. im vorigen Blatt, ist der Name Gemuß in Grau ß abzuändem.