A Giesser nzeiaungs-Blättchkn. Donnerstags den 24.December i6iö. . Num. 52. kpolizey - Taxe. f Ti. Ochftnfieisch — — 1 — Kühfieisch — — 1 — Rindfleisch — . — 1 — Kalbfleisch — — 1 — Schweinenfleisch — 1 — Hammelfleisch, gutes 1 — gute Leber - oder Blut- Wurst — — — 1 Ä>. geräucherte Wurst — 1 — geräucherter Spickspeck 1 -w geräucherter Schinken 1 — Bratwurst mit Gewürz 1 — Rindsfett — — 1 — Hammelsfett — — 1 — unausgelaffen Schweinenfett — — — Pf. 2 2 16 18 28 24 24 23 21 fr. 12 10 8 9 14 9 30 ■ polizey- Taxe. fr. 1 Salz — — — — 4 1 Maas Bier, welches wenigstens 14Grad hat, wird taxirtzu 5 12 Grad und etwas darunter,' 4 1 Maas Doppelbier — — 7 1 Maas Milch — — — L 1 Maas Frucht - Brandtewein, so wenigstens 30 Procent Weingeist enthalten muß — 36 pf« 2 Brodkaxe und Gewicht. Für I kr. Schwarzbrod 8Loth 21/2 0. Für 1 fr. Weck 5 Loch 31/2Q. Für 1 kr. Milchbrod ■ 4 Loch 31/2 0. Fürl fr. Butter-Bretzeln 2 Loch 3 3J4 O» Für 1fr. Taigscher 7 Loth 1Q. Nota. Die Zugaben dürfen in weiter nichts denn in Fleisch von derselben Gattung beste, hen, und zwar auf zehen Pfund Fleisch nicht mehr als anderthalb Pfund / und so weiter nach Proportion, welches auf ein Pfund nicht völlig fünf Lorh. ausmacht. Köpfe, Füse, Eeraub wie auch die ganz blutige und nicht geniesbare Stücke vom Hals, sind von der Zugabe gänzlich ausgeschloffen. 3 0 w Markt - preise. 1 Ä>. Hecht - - - 1 — frische Butter — — . auch Z Handkäse — — — 5 Eyer — — — — kr.Ipf. yr- 52 — 35 — 4 — 8 — Markt-Preise. 1 Meste Erbsen — — — 1 fl, 1 Meste Linsen — — — 1 fl. 1 %. Waizenmehl — — — 1 grob geschalte Gersten — 1 klein geschälte Gersten — Fr. 28 56 6 12 16 Pf- Getraidepreise vom 19. Dec. bis den 24. Dec., in Frankfurt. Wabruna Ven jl. a 00 kr. und das z U 32 Lot^ ländischen Gewichts. S tadte. Gemas. ^Laizen wiegt Korn wiegt Gerste wiegt Hafer wiegt 110 Darmstadt Giessen das Maltet, das Malter. fl. 12 10 kr. 30 170 fl. 8 9 fr. -H. 157 fl- Ikr. 6 8 6 !— 140 fl- 4 4 fr. 16 20 Marburg auch das Mött. 10 9 40 1151 150 9 8 30 155 6 ,30 6 30 120 5 4 51 -*■ Wezlar das Achtel. 10 206 10 110 190 7 168 •w 84 *■* ) -SOS ( *■* Ediktalladung. Zur^ Bertchtigu.rg des Inventar riums über den Nachlaß der dahier verstorbenen verwittweten Frau Obri- stin von Wrede — gebohrnen von Schmalbach — werden dem Verlangen des Testaments-Erben gemäß alle diejenigen, welche gegründete Ansprüche an gedachten Nachlaß zu machen haben sollten, hiermit öffentlich aufge- fordert, diese ihre Ansprüche innerhalb 6 Wochen — von heute an gerechnet — so gewiß bei unterzeichneter Genchrs- stelle anzuzeigen, richtig zu stellen und des Weiteren sich zu gewärtigen, als sie sonst nach Ablauf dieser Frist mit ihren Forderungen dahier nicht weiter gehört — vielmehr dieser Nachlaß ohne weiters an den Testaments - Er- .ben in das Ausland verabfolgt werden soll und wird, Giessen den stten Dec. 1818. Von Ober- Kriegs - Collegia! Com- missions wegen. Grosherzogl. Hess. Garnisons- Gericht daselbst» A m e n d. Bekanntmachungen. 1) Da die Wtttwe des verstorbenen Burgers und Fuhrmanns Anton Schäfer sich entschlossen hat , nachvenannre Grundstücke, als in der Giesser Gemarkung 11/2 M. 16 R. 5 Sch. Acker zwischen dem Leifertsröder und Bleiberger Weg, an Conrad Schwan, 1/4 M. 1R. Wiese unter der Hard, an Conrad Schwan, 11/4M. 34 R. 6 Sch. Acker an der Marburger Strasse, im Kaltengrund, an Hrn. RathschöffIugard, giebt 11/3 Mess, medum zur Kellerei, ist zhdfr, 13/4M 24R. Acker am Steinkau- terweg« all Hrn. Carl Mütter, 1/4 M. 36 R. 10 Sch. Wiese in der Schwarzlach, an Henrich Schäfer, giebt 2 3/4 Mest. Korn vom Hosge- land zur Kellerei, 1/4 M. 36 R. 10 Sch. Wiese daselbst, an voriger, giebt 2Z/4 Mess. Korn zur Kellerei, vom Hofgetand, IM. 2 üi. 3 Sch. Wiese ferner an voriger und Magnus Schäfer, giebt 5.1/2 Mest. Korn vom Hofgeiänd zur Kellerei, 1/4 M. 2R. 6 Sch. Garten auf dem Sand, an Hrn. Georg Friederich Tasche, giebt 1 Alb. 2 Pf. Hahnen- geld dem Hrn. v. Schiaurendach, ist zhdfr., 1/4 M- 13 Ji. 9 Sch. Garten daselbst an vorigem, giebt 15 Alb. 6 Pf. Zins dem Hrn. v. Milchling, ist zhdfr., 3^4 M. 32 R. 7 Sch. Acker am Erde- kaurerweg, an dem Hospik.asguch, giebr 2 Mesten med. ins Hospnal, 11/4 M. 6 Di. 1 Sch. Wiese daselbst, an Conrav Schwan, 1/2 M. 23 R. 13 Sch. Waldwiefe an der Grünberger Straße, an Ludwig Conrad Flett, giebt 4 Alb. 11/3 Pfenn. zur Pfarrei Großenbuseck, zhdfr., 1/2 M. 4 R. 12 Sch. Garten am untersten Riegelpfad, an dein Hospi- talguth, giebt 10 Alb. IPf. K-- sienzins, ist zhdfr., in der Wiesecker Gemarkung 1/4 M. 12 R. Wiese im Seinberg, an Philipp Reiber sen.. Johannes Sohn, 1/4 M. 12 R. Wiese an voriger und Maria Nollin, öffentlich an den Meistbietenden versteigern zu lassen; so wird hierzu Termin auf Montag den Ilten künftigen Monats Jänner des Nachmittags 2 Uhr im Gasthaus zum Schwanen anberaumt, in — ) 209 ( — in welchem die Bedingungen bekannt Zeruacyt wachen sollen. Giessen am löten Oec. 1818. Grosherzogl. Hess Stadt- Amtsse- cretariat das. Staudi ngec, 2) Da die Frau Geheimeräthin Muller dahier entschlossen ist, ihre nach- bemertke Güterssücke, nemlich A 1/2 9)?. 20 Ji. Garten rechter Hand am Skeinweg, an Georg Wormb- ftr. Liebt 17 1/2 fr. zur Rentei Giesen , und iss zhdfr., L/2 M. 38 R. 10 Sch. Wiese am Heeg- ssrauch, an Heinrich Simon,- giebt 20 1/4 fr Ain6 aufs RathhauS, und iss zhdfr., L/2M. 21 R- 2 Sch. Wiese daselbss, an Heinrich Ferber, iss zchdfr., 1/4 M. 6R 5 Sch. Wiese am Gäns- acker, an folgender, iss zhdfr., 1/4 M. 6R. 1 Sch. Wiese an voriger und Georg Wilhelm König, iss zhdfr., 1/20)?. 30 R. 12 Sch. Wiese in den Güntersgräben, an Peter Verdries, Siebrifl 30fr. den Hk. v. Milch- lingischen und 3 fr. Zins dem Hr. v. Schwa-bach , iss zhdfr., Monrag den 28ten dieses Monats des Nachmittags 2 Uhr in der Behausung des Hrn. Bauinspektor Seip unter den alsdann eröfner werdenden Bedingungen , an den Meistbietenden versteigern •11 Iflffen ; so wird solches zur Nachrich hiermit bekannt gemacht. Giessen am Iller Dec. 1818. Grosherzogl. Hess. Stadt-Amtsse- creiariat das. Staudinger. 5) Kranz Jelmoli, aus To- ceno, in Italien, empfiehlt fich mit einem schönen Assortiment Modewaaren von Winker-, wollenen, gemalten und Kafimir glatten und broschkrten Shawls von 6. bis 14. Viertel, nach der neuessen Mode, von allen Sorten Wessen in Wolle, Schwandou, weissen und farbigen prque's, Rlpps, kameel, haarnen, schwarzen seidenen, glatten und gessreift-en, die Wesse zu 48 fr. bis 6 fl., einer schönen Sorte Kattun, die Elle zu 20 fr., einer schonen Auswahl von Englischen Calicos, die Elle zn 50 fr. bis 1 fl. 12 fr., Battissmousselln, 8 und 10 Viertel breit, leinenen Sack, tüchern, Nanquinets von allen Farben, Haircord, Oamenkletdern, Neapolitanischen schwarzen Seidenzeugen für Beinkleider, sctuvarzen Mailander seidenen Tüchern mit verschiedenen farbigen Kauten, Herreubinden in Levankin von allen Farben, wie auch in Bat- tissmouffelin, gessreiften, glatten und weissen Mousselintüchern mit gessrckten Eckblumen, gefütterten ledernen Handschuhen für Herren und Damen, ordinären Shawls in Madras, Kafimir, Kattun von 8 bis 14 Viertel breit, allen Sorten kleinen Modeshawls, Tricots, wollenen und levantinenen zu 2 fl. bis 8 fl., langen Tricotssharvls, Madras, Mousselinkleidern und mehrern Artikeln, die hier nicht bemerkt find. Er verspricht die billigssen Preise uud re- ellesse Bedienung. Logirt allhier im Löwen, im Hausgarlen. 4) Joseph Binda, aus Ro- gino, bei Mayland, empfiehlt sich mit einem schönen Assortiment Bijouterie - und Galanterie-Maaren, als: Goldenen Petschaften, Uhrfetten, Medaillons, Schlüsseln, Ohrringen, Ringen, Erbsfetten, achten Coraüen rc. Allerlei silbernen Maaren, Schnallen, Bügeln zu Ridicüls, kleinen und großen Brieftaschen, Etuis, Handschuhen, Hosenträgern , Brillen, Kämmen von Schildkrot, Elendsklaue rc. Feine Pomade ** ) < made und Parfümerie, Cöllnischem -Wasser rc», Peitsche» , Sporn, Rasrr- und Federmesser, Scheeren, Maylän- bische Chocolade und noch Mehrere Ge- genliände, welche zur Galanterie ge» hören. Logirt atthier im Löwen, im Hausgarten. 5) Eine Ohm Aepfelwein und eine Ohm dergleichen von Borstorfer Aep- feln, sind bei Christian Daniel Sack, in der Caplansgaß, zu verkaufen. 6) Ein Mädchen von hier, welches mehrere Jahre ausserhalb gedient hat, wünscht als Hausmagd , oder auch bei Kindern, einen Dienst. Das Nähere bei Ausgebern. 7) Kinderschriften, Almanache und Taschenbücher mit Kupfern , auch kleine tzorntoir - und mehrere andere Wand- Kalender für 1819., auf Pappe und ohnaufgezogen, Vorlegblätter zu allen Gegenständen von Zeichnungen, sind in beliebiger Auswahl zu haben beim Universitätsduchbinder Balser. w e i hn a ch t s sachen. Unterzeichneter empfiehit sich einem geehrten Publikum ergebenst mit einer großen und schönen Auswahl zu Weih- nachts- und Neujahrgeschenken geeig, neten Sachen, als: extra feinen Toiletten, mit und ohne Schloß, von 2 fL bis zu 10 fl., allen Sorten feinen und ordinären Kästchen, allen Sorten runden und «figten Dosen, mit und ohne Spiegel, Strick - und Näh-Rollen, mit und ohne Füße, Arbeitsköfferchen, allerlei Saffian-Arbeiten, feinen englischen Brieftaschen, mit und ohne Instrumente, Labatisbofen, Damen-Taschchen, Sou- venier-Kästchen mit Schreibzeug, transparenten Lichtschirmen mitbiechenen Fü- ( Leztes Stück von ßen und Federn, Reißzeugen, KaleidoS- copen, das Stück zu 24 fr. bis zu 3 fi., allerlei Sorten Gartenhäusern, lakirten Aufstell - Soldaten, Spielkastchen, mit und ohne Marqucn, ächtern Cöllnischen Wasser, und noch vielen anderu Kleinigkeiten , welche hier nicht alle angeben werden können; ferner allen Sorten Schreib- und Zeichenmaterialien, Spielkarten, Stick- und Strickmustern. Heinrich Lüdeking, Buchbinder. Gottesdienst am ersten Christtag. In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Palmer. Nachmittags Herr Superintendent Buff. Am zweiten Christtag. In der Burgkirche. Morgens Herr Professor Oiessendach. Nachmittags Herr Freiprediger Fuhr. Am Sonntag nach Christtag. In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Buff. Nachmittags Herr Kandidat Spengel. Am Neujahrstag. In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Buff. Nachmittags Herr Professor Dieffenbach. Den 25. Dec. hat das Frischbacken r Bäckermeister Caspar Löber, in der Neustadt. Den 26. Dec. Bäckermeister Noll, in der Walllhorstrase. - Den 27. Dec, Bäckermeister Keil, an der Caplansgaß. Bopulirte bei der Stadtkirche. Den 18 Dec. Wilhelm Lauer, Burger und Schuhmacher allhier, dermali- ger Wittwer, und Claudiue, weiland Johann Peter Carrier, Einwohners zu Todenhausen, Amts Wetter, eheliche Tochter. Jahrgang 1818.) B e ka n n t m a c h u n g. i®« ein Thei! der Einwohner »on Giessen der s b - > - D i r e c t > ° n der d n h > e s > g e n E n t w n s- r u n, n st 2 l t verschiedene Zweifel und Anstände über diejenigen Arbeiten hat vortragen jassen, welche dermalen dem Großherzogl. Wafferbaumcister Kohl ermann nach dem, von dem verstorbenen Großherzogl. Hofkamn, rathe Jaeger entworfenen Plane in Ausführung gebracht werden, so hat man sich bewogen gefunden, solche der P fung ernes dritten Sachverständigen zu unterwerfen, und den Großherzogl. Hofkammerrath Kr ö n c k e/als Rh bau /Inspektor, hierum ersucht. 1 thcilt dem hiesigen Publikum das von demselben erstattete Gutachten andurch mit, weil solches die er ten Bedenklichkeiten beseitiget und beantwortet. Giessen, den 23ten Julius 1813. Die Ober-Direktion der Entwässerungs-Anstalt der Stadt Giessen. Freiherr von Münch. ____________________ Vt. Muth P. M. Den b er maligen Zustand der Entwäfferungs - Arbeiten bei der Stad Giesse u betreffend. 1 Auf das Gesuchschreiben, welches die Ober / Direktion der Entwasserungs/ Anstalt der Stadt Giessen unt 13ten d. M. an mich erlassen hat, und wonach die Ober / Direktion wünscht, daß ich die gedachte Entwässerui Anstalt einsehen und meine gutachtliche Meinung darüber ciussern möge, habe ich mich den 2iten dieses hiei nach Giessen begeben. /' , Nach sorgfältigem Durchlesen der über diese Entwässerungs /Anstalten von der Ober / Direction mir mf theiltcn, und hierbey wieder angebogenen Acten, und nachdem ich das Locale, in Begleitung des Herrn Ssa! Baumeisters Kohlermann, gehörig eingesehen habe, gebe ich mir die Ehre, mein hiernach gewonnenes Ürtheil dieser Anstalt der Ober r Direktion in Nachstehendem mitzutheilen. Die von dem nun verstorbenen Hofkammerrathe Jaeger vorgeschlagenen, und bisher zum Theil ausgefuh' und im Werk begriffenen Arbeiten, haben einen doppelten Zweck, nämlich ' 1) der Stadt Giessen hinsichtlich des Gesundhetts / Zustandes ihrer Bewohner eine bessere Luft und seres Wasser zn verschaffen, und 2) die in dem Wicscckthal gelegenen Wiesen zu verbessern. Die Regulirung des Grabens um —, und so weit es thunlich ist, der Kanäle in der Stadt, so wie der genannten Putvergrabens, oder des Ausgcrinnesj bis zu seinem Ausflusse in der Wieseck, har blos den ersten Zt Die Regulirung der Wieseck ist hinsichtlich beider Zwecke vorgeschlagen worden. Das; die Stadt Giessen eine niedrige, sumpfige Lage hat; daß die Zirkulation des durch das Eingerinn gelassenen Wassers durch die Kanäle in — und den Graben um der Stadt, so wie die Abführung des in der E sich sammelnden Wassers, schlecht von Statten geht; daß dieses Wasser, zu dem sich in der Stadt mancherley reinigkcücn sammeln, .eben daher stehend, faul und stinkend wird; daß viele Keller in der Stadl häufig manche in der Regel, mit Wasser gefüllt sind; daß die Brunnen in der Stadt meistens Sumpfwasser liefern ; alle diese Umstände sehr nachtheilig auf den Gesundheitszustand von Giessen wirken, und daß diese Uebel in r ren Zeiten, und besonders nach dem Schleifen der Festungswerke, sehr zugenommen haben, und immer noch, zunehmen müssen, wenn denselben nicht kräftig entgegen gewirkt wird — alle diese von dem nun verstorbenen ‘ .. • ' i titei "gs fr« rs Is ; Icrti ii' ( in \ mn Da der Aushebung und regelmäßigen Vertiefung desjenigen Kanals in der Stadt, welcher von dem Einqer-'n'/ dem kürzesten Wege nach dem Ansgerinn führt, kein bedeutendes Hinderniß entgegen steht, und sonach diese 'Hebung und Vertiefung bei dem Fortgänge der Arbeit mit'ausgeführt werden kann und wird; so ist ferner äusser nfel, daß auch in diesem Kanal demnächst eine ganz freie Bewegung des Wassers statt haben wird. ■« :vn >chl iitan Dre regelmäßige Vertiefung desjenigen Kanals, welcher von dsM oben angegebenen kurzem Kanal in der Ge- ) des stndk!>chen Brauhauses abgeht, und auf einem Umweg hinter der Kanzley der Hofkammer na ' Sind aber diese Bemerkungen richtig mib haben diese Ückel wirklich statt ; so kann es wohl auch nicht 6?' id ckfe.lt werden, daß von Landes - Polizey wegen dafür gesorgt werden muß, diesen Uebeln zu begegnen, und die! ä >en ganz, oder doch soviel als möglich, zu beseitigen. Die Jaegerischen Vorschläge, hinsichtlich des Grabens um die Stadt, des Versenkens der Ausaerlunschleuse r Pulvergrabens, der Wegschaffung der Kleinmühle und der Regulirung der Kanäle in der Stadt" sind so wÄ rlegt,. daß tch meines Theils nunmehr, da dem Pulvergraben schon eine bessere Richtung als nach dem ersten M m gegeben worden iss, auch nicht die mindeste zweckmäßige Abänderung mehr vorzuschlagen weiß. Auch halte mich Überzeugt, daß durch die Ausführung dieser Vorschläge die günstigsten Resultate , und in einem Maße. sie vernünftiger Weile nur zu erwarten sind, werben herbeigeführt werden. \ Es ist äusser allem Zweifel-, daß nach bewirkter Aushebung und Vertiefung des Stadtgrabens, wie solche vor/ hlagen ist, eine freie Zirkulation des Wassers um die Stadt erfolgen wird. Ulf b) in die beiden Kanäle in der Gegend ihres Tyeilungs - Punktes zwei Stauschleußen gesetzt würden durch n Verschmß, so wre ^ourch den gurchZertigen Verschluß der beide^vorgeschlagenen Stauschleußen. in dem Stadt/ x-v- en am Ltngerrnn dav -evasser in den', obem lrngethcilteck Kanal- Stücke soviel als thunlich von Zeit iu Leit auf- 'isst »wellt, und dann durch dasOeffnen der Staufchleuße m den längernKana!, durch diesen Kanal geführt würde. k, ^®£Äm und Bettieftm, der SSi-scck zu «nwmirte S»rt»tite, betreffen, r 1) den Gesundheitszustand von Giessen, und d v?k5 ’f!$i? -C'r^a^ ^Cz-'r!d^^)l‘un3 weiten für sehr nützlich und wohlchä'tig für Giessen halten und >e-K d»h°r zu wun.che», daß sie so schuld, « di- Umstände nur irgend erlaube» an«ae« werden' mäa ie- kmsiwclien konnte I cd och, zur Ersparung der Kosten, die Bruche über den Stadtgraben am Neustadter Tdore I L CsÄZÄmÄ4 Ä1*' r* beibehatten -Md dem Graben W Ä jV%f vvyl*■ oas Hiernach sich bestlMittende Gefall gegeben werden. ' 3 ' ti ist fe er e/ V, h )/ 1/ >t d u : 2) die Verbesserung der Wiesen. Die schlechte Bejchaffenheit der Wieseck und die dadurch herbei geführte allmählige und ohne ernstliche 21 kääää « ä a) dadurch, daß sie, mittelst der Durchdringlichkeit des Bodens das Sumpfwasser in Giessen vermehrt. h,„ ->»o,rettende Wasser in den tiefer ge men Brezen wng< sreyur viewt, Wonach zum -rcheu verdunsten muß , Und also Snmpflnft erzeugt --and wieder zurückgetreten ist. 1 J 9 ■ tonnen, sobald nur dre Lahn rn ehren gewohnlrch tl ' ne »lief Mt Q,if 6 , ff„'.,,Uh6 ö '4>ee>ii>mfl der Chaussee nach Grünberq würde, ebenfal irck her sLZ" l' Wrejeck - (.orrectron, ver große «teinweg wohl nicht beibehalten sondern diese Cbanss ' chen ffff1»»« woh! anfgeführtuud Mach dir Erbauung einer W!-se-k-Brück- nötb »andt werden ™ k'lch« der Conrnrren» gar nicht einmal zur Last kommen, doch an -«nnn-tt w, "en^^ttlien^s° k-^"othwendig reguii» werden, wenn die Wiesen nicht ganz und gar »e !1(1v„ \ kann cs sich nm noch etwa davon handeln, ob, um vielleicht drei bis vier ^ai!sor isseriini \ €t|^- Cr1' Öt-^C Correction nur unvollkommen ausgeführt werden soll. Zur möglich auten En g der Wteseu wurde die Ausführung der gemachten Vorschläge erforderlich sepn, und ich wurd/die 2lu- fül rlmg dieser Vorschläge schon allein hinsichtlich der Verbesserung der Wiesen, mehr aber noch muß ich sie him tlich des dadurch zu erreichenden — oben angegebenen doppelten Zweckes empfehlen. Ich erlaube mir nun noch folgende Vorschläge: ' i) Es wäre zu wünschen, daß die Wieseck auch oberhalb der Gänsemühle regulirt, und daß diese, in je/ 11 Fall doch wohl nur geringe, Mühle gänzlich cassirt würde. Sollte aber diese Mühle beibehalten werden, so 'rde zu Abwendung der häufigen Ueberschwemmungen der unterhalb dieser Mühle gelegenen Wiesen, es nötM n, daß gleich oberhalb dieser Mühle ein neuer, durch ein gehörig regulirtes Wehr abzuschliesender Flachdach ch der daselbst an der linken Seite der Wieseck befindlichen Tiefung gegraben, und solcher nach einer schicklichen chtnng eine Strecke unterhalb der Mlihle wieder in die Wieseck eingemundet würde, so daß die jetzige Wcescck |t der Gänsemühie bis zu dieser Einmündung kiinftig mehr nur als Mühlgraben diente. Mit der Erde aus sem zu grabenden Fluthbache würde an dem rechten Ufer desselben ein förmlicher Damm anzulegen seyn. rner würde von da, wo dieser Fluthbach der Anhöhe am nächsten kommt, von dem Bache bis zu der Anhöhe ! Dämmchen aufzuwerfen seyn, damit die oberhalb dieser Mühle nach wie vor austretenden Ueberschwemmungen ischen diesen Dämmen nothwendig wieder in den hinlänglich weiten und tiefen Fluthbach sich wieder sammeln löten; und durch denselben und die Wieseck in die Lahn geführt werden könnten. Das Nähere dieses P'rojects be ich mit dem Herrn Wasserbaumeister Kohl er man an Ort und Stelle besprochen. 2) Ich habe Ursache zu vermuthen, daß die Versumpfung und Versauerung der Wiesen zum Theil von uellen mit herrühren, weiche bey anhaltendem Regenwetter am Fuße der Anhöhe in der Gegend des Philosm Mwäldchens zu Tage kommen. Sollte diese Vermuthung nach desfalls bei nasser Witterung anznstellenden Beob« htungen , sich bestätigen; so würde nöthig seyn, diese Quellen, durch einen an dem Fufw der Anhöhe zu. fühl idrn kleinen Graben, aufzufangen, und daraus mittelst Schlitzgräben in die Wieseck zu führen. : 3) Es würde gut seyn, und die Anschwellung der Lahn und Wieseck bei hohem Wasser um etwas vermin !rn , wenn die Lahn unterhalb der neuen Mühle durch einen Durchschnitt gerade gefüyrt würde. Sollte maß h hierzu jedoch nicht entschliesen können und wollen; so würde rathsam seyn, die von der Lahn und Wieseck iß v Ausmündung der letzteren gebildete Landspitze mittelst eines etwa zwei Ruthen langen Dammes von geworft n Steinen dergestalt zu verlängern, daß der Zusammenfluß der Lahn und Wieseck spitzwinkliger, wie jetzt, ürde. 4) Es dürfte nöthig werden, in der Nähe des Setzer Thores auf einer kurzen Strecke das Ufer des Stadt abens durch eine gehörig fundamentirte Futtermauer zu sichern. i 5) Nach bewirkter Vertiefung der Wieseck wird es nöthig werden, für die Bewässerung der Wiesen si rgen. Die beabsichtigte Bewässerungen können von zweierlei Natur seyn. Einmal kann man die Fluchen, welch ,>i der vertieften Wieseck aus dem Ufer nicht treten würden, in manchen Jahreszeiten über die Wiesen leiten wol !n, um diese zu düngen, und dann kann man in trocknen Jahrszeüen blos so viel Wasser auf die Wiesen leim ollen, um diese gehörig feucht zu erhalten. Die zu tretenden Bewässerungsanstalien müssen verschieden ausftl 'n, je nachdem man die eine oder die andere Bewässerung beabsichtiget. i Giessen den 27ten Iuly 1818, Kröncke. ■f Auffoderung an das hiesige Publikum •;/? De hiesige ÄrchendeputätsiM, welche feit 1775. besteht, bat bis leit theils turcb freiwillige Beitrage der hiesigen Einwohner, theils durch dis Zinsen von Stiftungscapitalien, ihre Ausgaben bestritten, und die Armen und Nothlei- denden versorgt. Der ruhmwürdige Eifer der Bewohner Giessens, keine Elaste Ausgenommen , zeigte sich in frühem Zeiten so werkthatig daß die Lasse selten Mangel, zuweilen sogar Ueberschuß hatte. Seit dem Fahr 130Z. hat die Volksmenge in, hiesiger Stadt bedeutend zu- genommen,. als dre neuen Lollehien errichtet wurden, die Universität rünahm, und Giessen dre Hauptstadt einer vergrößerten Provinz wurde. Mik diesem Zertpunct nahmen aber auch die zu versorgenden Armen zu, zumal nach dem Krregselend, M-ßwachs und den herrschenden, Krankheiten der lertverflossenen er|IrecEen die zu bestreitenden Ausgaben auf iahrlich ungefähr o000 Gulden», : ■ :* Teständniß aussprechen, daß gerade in diesen a sn "'"."Ee hier Wohnende weit geringere Beiträge gaben, als'man k 7 ^^'"siimstanden und sonstigen Verhältnissen billig hätte erwarten sollen, M daß manche sogar srch derselben gänzlich weigerten. welche die Armeneaffe zu bestreiten hat, sind folgende: ^'^^ EEliche Almosen an Arme, Gebrechliche und zum Arbeiten Unoer- mögende, rkachdLlassem . 2) Extrasteuern an Hülfsbedürftige zu Zeit der Roth. Unterstützung an Kranke für Pflege^ Arzneien und Lurationskosten. Uniei^,Z Brod für die Kin- 5) Almosen an Durchreisende, besonders Handwerksgesellen. 6) Versorgung elternloser Kinder. ' Iti 7) . Ausgaben f6t' Handwerkslehrlinge bei hiesigen Meistern. ' >"•' 3) Begräbniskosten. . 3« der für diese mildthatigerr Zwecke bestirmnten Lasse isisiieder hiesige Einwob- 5e^ $,ev ^^ut, beizutragen verpflichtet. Die unterzeichnete Stelle hegt das Vertrauen zu den Bewohnern Giessens, den Unterchanen des mildtha- tigsten Fürsten, daß sie den Ruhm der Wohlthatigkeit, den sie früher durch genügende freiwillige Beitrage erworbm hatten, auch ferner behaupten werden. Um Mn desto mehr , da der von Manchen' geführten Beschwerde über die Bettle^ durch Anstellung eines thatigen? Stadtknechts Nunmehr abgeholfen ist. Ungern würde,, im Füll Jemand keinen oder einen für sein Vermögen allzugeringen Beitrag unterzeichnen würde,, mamdie Maasregel eintreten lassen, welche in 3. der Großherzogin Armenordnung vorn 24. Sept. 179^.,sodann in der Armen- ordnung in her Residenz Darmstadt, vom. 12. April. 1Z13., vorgeschrieben ist, Laß nemtich derselbe von -Obrigkeitswegen? mit. einem- angemessenen. Beitrag an- gesetzte würde.?. Wir. fodern Jeden , welches Standes er sey,. auf, den Beitrag, welchen er vom 27.December d. I. an zur Armenbüchse wöchentlich zu geben gesonnen, ist, nach seinem.Vermögen anzusetzen und in das Buch, welches nach den vier Quartieten, der. Stadt und-nach den Haus-Nummern herumgetragen werden wird, einzuschreiben-. Wir. setzen.dabei folgende Bedingungen fest 1) Niemand ,, als notorisch Armen, sind von den Beitragen, ausgenommen-. 2), Nur. wöchentli che Beitrage werden angenommene Jedoch steht es Jedem frei, monatlich/ vierteljährig, halbiahrig oder jährlich seinen Beitrag voraus-, zuzahlenund dieses in einem dazu bestimmten. Buch zu bemerkens 3) Niemand kann eigenmächtig sich in der Folge geringer? ansetzen,, oder seinen Beitrag? verweigerns Nur nach Darlegung der. Grunde, und mit Gutherr ßung der unterzeichneten Stelle, kann dieses-Statt,finden.. 4)^ Eine Entschuldigung, daß man zu andern müden Zwecken oder? Eassen beitrüge,, ist durchaus unstatthaft. Denn zur Armencasse.berzutragen,, tsi.Ge-- setz,, andere Wohlthaten.auözuüben,, freier.Wille». Dagegen hat jeder? Beitragende-, im-Füll er oder die Seinigen durch die Fügung der Vorsehung, in Noch-und kommen fD(ae,;auf 11^1'^14^, vorzüglich AnspruchJedem steht: es frei, einett'wahrhaft Hulfsbedurftigen zur Unterstützung zu empfehlen. Die Uebersicht der. Jahresberechnung wtrd^offent- lich bekannt gemacht werden, und auserdem wird auch die-Einsicht der geführten? Bücher,- auf vorhergegangenes-Ansuchen , nicht.verweigert werden.. Das'Verzeichnis sammtllcher wöchentlicher Betrage wird - alsbald gedruckt? werden , und neuhinzukommende Einwohner hiesiger. Stadt werden emgelgdM werden, ihre Namen und Beiträge ebenfalls in dem. Buche zu verzetchnen./! Giessen den 4. November. 1818.. • Großherzoglich Hessische Polizey -? und Armen-DsputatLoiu. AAegen deinDchsi nöthDen Beytrag / zu 'Bestreitung der Kirchenbam-Kosten-, hat man alschon Uniterm löten October 1816. die hiesige Einwohner folgendermaßen auf gefordert : „ Zu Bestreitung der Kirchenban- Kosten, welche von denen hiesigen Parochianis getragen werden müssen , ist von höchsten Ortcngnadigst verordnet worden,- daß vor der Hand nur allein die Zinsen von denen entlehnten Capitalien, sodann ein Fond von etwa 2000 fl. damit hie-ans, wenn etwa ein Capital aufgekündiget werden sollte, solches'sogleich abgetragen werdest könnte, ausgefchlagen, Und die Erhebung nach Classen erfolgen solle. ' Jedem Paroehiano soll aber frey stehen, sich nach seiner eignen Ueberzeugung zu bestimmen, welche Classe nach 'feinem besitzenden Vermögen--Einkommen und Ge- werb, er einzunehmen habe, dessen Revision nachmals- denen Deputirten derer Colle- gieti — Saotcatbs und der Bürgerschaft, um jedem nach seilüm bekannten VerhaD Nissen, die chm zukommende' Classe -'anzuweifen, Vorbehalten bleiben solle. Es sind demnach 10 Classen bestimmet worden, und verhoffet man, dass wenn die erste Classe auf 10 st. Vie zweite — L — die dritte --- — 8 — die vierte — 7 — 1 ; s- r ' . die fünfte — — 6 — die sechste — — 5 — die siebente— — ' 4 — die achte ’— — 5 — die neunte — — -2 — . die zehnte — - 1 — jährlichen Beytrag vor der Hand bestimmt und jeder hiesige zur Concurrenz verbum bene Einwohner, sich in die ihm znkommende Classe einzeichnen werde , so viel- zu* fammengebracht werden könne, daß einsweklendie Zinsen von denen verstossenen Z'sth- ren bestritten werden können. ß'-ÄNtt . v Ichm nw ihnnd Man wird demnachsogleich nach diesep Bekanntmachung den Ausrufer Moll, mit dem solchem behändigtest Verzeichnis st"er Paröchiano'um, herumschicken, um bey jedem anzufragen,«nr.!d < ; Grsßl)MS>!ch WWO Stadt-Ams- - R 6 p ß.