Gi esser Anzeigungs-Blättchen. SamstagS den 27. Decemder 1817. NUM. 52. Polizey - Taxe. fr. pf. 1 Ä>. Ochsenfielsch — — 15 — 1 — Kühfleisch — — 14 — 1 — Rindfleisch — — [12 - 1 — Kalbfleisch — — 9 — 1 — Scbweinenfleisch — '17 — 1 — Hammelfleisch, gutes 12 — 1 — gute Leber» oder Blut- Wurst — — — 16 — 1 %. geräucherte Wurst — 18 — 1 — geräucherter Spickspeck 26 ■— 1 — geräucherter Schinken 24 — 1 — Bratwurst mit Gewürz 24'— 1 — Rindsfetk — — 50 — 1 — Hammelsfett — — 24.— 1 — unausgelassen Schwei- i [ nenfetk — — — 32 — Polizey - Taxe. i kr.spf. 1 Salz ---- 42 1 Maas Bier, welches wenigstens ' 14 Grad hat, wird taxirkzu | 6 — 12 Grad und etwas darunter, 5 1 Maas Doppelbier — — 8 — 1 Maas Milch — - — 8 — 1 Maas Frucht - Brandtewein, so wenigstens 30 Procent Weingeist enthalten muß — 48 — Brodtaxe und Gewicht. Für 1 kr. Schwarzbrod 6 Lorh 1j'2 £>, Für 1 kr. Weck 4 Loth 2 Q. Für 1 kr. Milchbrod 3 Loth 2 Q. Für l kr. Butter-Bretzeln 2 Loth 1 £)e Für 1 kr« Taigscher 5 Loth 11/4 Q. Nota. Die Zugs ben dürfen in weiter nichts denn in Fleisch von derselben Gattung beste» hen , und zwar"ouf zehen Pfund Fleisch nicht mehr als anderthalb Pfund . und so weiter nach Proportion , welches auf ein Pfzind nicht völlig fünf Loth ausmacht. Köpfe, Füse, Geraub, wie auch die ganz blutige und nicht geniesbarei Stücke vom Hals, sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. Markt - preist. |fr;|pf. Markt - preist. kr. pf. 1 U. Hecht — — ~ Kr 1 Messe Erbsen — — — 1 fl. 36 1 — frische Butter — — 33[—. 1 Messe Linsen — -- — 1 fl. 40 auch 35.— 1 Messe Waizenmehl — — 2 fl. 42 4 Handkäse — — — L_8 — 1 Ä>. grob, geschälte Gersten — 12 4 Eycr — — — "" 1 8 — 1 Ä>. klein geschälte Gersten — 16 —• Getrmdepreist vom 20. Dec. bis den 27. Dec. r in Frankfurt. Wahrung den fl.L 60 Ft*, und das zu 34koth 2/-^ Ouint Colnisches Silbergew. Städte. Gema s. Waizen wiegt Korn wiegt Gerste wiegt ^Hasser wiegt fl. lkr. fl. kr. fl. fr. fl. (fr. U Darmstadt das Malter. 170 15 14 157 10 30 140 «aa» I , 95 Giessen das Achtel. 17 - 200 16 - 180 11 30 160 6 !- 150 auck 17 50 **■» ***• ■**- —— 6; 24 «W Marburg das Mött. 12 — 150 12 - 135 l 7 ;3o; 120 3! 40 — Wezlar chas Achtel. 17 30 206 16 301 190 11 !- 168 6] — 84 — ) 226 ( — Polizei t Bekanntmachuttgett. 1. Die allerhöchste Verordnung, wor- nach alles Schießen in der Neujahrs- nacht aufs eenstlichste verboten ist, wird hiermit unter den nachstehenden näheren Bestimmungen in Erinnerung ge- Hrachr: 1) Alle Kinder, Lehrjungen und Schib ier, ohne Unterschied des Geschlechts , Haden sich am Sylvester- Lag, sobald die Glocke 4, Uhr geschlagen har, von den Straßen zu entfernen, und in ihre Wohnungen zu begeben, gegenfals dieselben von den Patrouillen arre- tirt , und in einen Gulden Strafe, welche die Eltern zu erlegen haben , genommen werden — Unvermögende aber, körperlich bestraft werden sollen. 2) Jeder Bewohner eines Hauses oder Gartens, woraus geschossen wird, ist für die bestimmte Strafe von zehn Thalern verantwortlich, wenn der Lhäter nicht entdeckt wird, und der Hausbewohner so wenig als dessen Gesinde eidlich versichern können , daß sie denThä- ter anzugeben nicht vermögen. 3) Wer überführt wird, Kanonen- schläqe verfertigt, oder in - oder ausserhalb der Stadt verkauft zu haben, ist ebenfalls in die bestimmte Strafe von zehn Lhaler verfallen. 4) Alles Schreyen und Singen ohne Unterschied, so wie auch das Zu- sammenrottiren und Truvpweise- g.-hen auf den Straßen, ist gleichfalls verboten, und haben dieje- nige, so dagegen handeln, fick zu g wärtigen, von den Patrouillen" ergriffen und ohne Unterschied d'es Standes auf die Wache gebracht |u werden. Endlich wird 6) demjenigen, welcher einen solchen, der geschossen, ober einen Kanonenschlag geleget hat, auf eine glaubhafte Werse anzeiget, die Hälfte der Geldstrafe, unter Verschweigung seines Namens, zuge- sichert. Giessen den 24ten Dec. 1617. 11. Da die Lieferung des BrennöblS zu den hiesigen Stadt - Laternen für das künftige Jahr 1616. vom 6teNJanuar an, dem Wenigstnehmenden überlassen weroen soll, und hierzu Termin auf Samstag den 5ten Januar 1818. Nachmittags 2Uhranberaumet worden, so wird dieses zur Nachricht bekannt gemacht, und können diejenige, welche diese Lieferung zu übernehmen gesonnen find, sich alsdann auf dahiesigem Rarh- hause einfinden, und die näheren Bedingungen vernehmen. Giessen , den 241«n Dec. 1817. Grosherzogl. Hessische Polizey- Deputation das. .*• V Edikralladung. Wer an den im ersten Bataillon Leibregiments gestandenen — verabschiedeten Eecono-neutenavt Faulhaber dahier noch irgend eine gegründete Forderung, äusser den schon angezeigken und bekannten, haben sollte, wird hiermit aufgeforderk, solches in Zeit 8 Tagen bei Strafe des sonstigen Ausschlusses von der dahiesigen Vermögens- Masse dahier anzuzeigen. Glessen den27ten Dec. 1817. Grosherzogl. Hess Leibregimentsgericht das. Zimmermann, Amend, Obrist. Staadsauditeur. Be- ) 227 ( Bekanntmachungen. 1) Unterzeichneter empfiehlt sich mit tincr grosen Auswahl schöner und paft senver Welhnachis r uuo Neujahr-Ge- schenkeu für Kinder und Erwachsene) aller Arten Pappe-Arbeit, saffianen Arveitkofferchen mit -beschlag, EtuiS mir Gemälden für Frauenzimmer, Schatullen , welche verschlossen find, Körd- cl)eiu allerlei Sorten Anschraud,Löckchen , Brieftaschen mit und ohne In- sirumenle, Weißzeug, Tabaksdüchsen, alle Sorten latirre Aufstell- Soldaten, Garcrnyauser, Tempel, Nachtlichter, Kalender, Neujahrwünsche rc., so wie auch beständig alle Sorten Zeichen ; und Schreidmutenalien zu haben sind. Heinrich Lüdeking, Buchbinder. 2) Eine Auswahl sehr schöner Neujahrwünsche, Bilderbücher, Surick- und Suck-Muster, sowohl in Heften, als in einzelnen Landschaften, und noch sonstige Kupferstiche, welche zum Nawzeichr neu sehr anwendbar sino u. f. w. , Schreto - und Zeichen - Materialien, sind um die billigsten Preise zu Haden hxs Ludwig Stroh, Buchbinder. 5) Bei Unterzeichnetem ist eine schöne Auswahl von Welhuachcs - und N-ujahrs- Geschenken , Neujahrwün, scheu, verschiedenen Almanachs auf das Jahr 1818. , wie auch alle Sorten Schreib- und Zeichen Matei ialien, Serck- Stick und Schling-Muster, um die billigsten Preise zu haben. Kühn, Buchdiuber, wohnhaft am Nathhaus. 4) Schöne Neujahrswünsche und Visitenkarten sind zu haben in der Heyer'schen LesebibUothek. 5) Ein nahe am Kirchhof gelegener, ungefähr einen halben Morgen haltender, mit guten £)b|tväumen und mit einer schönen Laude besezter, so wie überhaupt sich in gutem Stand befindender Garten, ist aus freier Hand zu verkaufen. Das Nähere bei Ausgebern. 6) Ein Logis, bestehend in 3 Stuben , 1 Stubenkammer, 1 Küche, auf einem Gang in der mittleren Etage, 1 Bodenkammer, ein verschossener Keller und verschlossener Hoizschoppen, ist zu verlehnen, und kann den 1. März bezogen werden. Bei wem, ist bei Ausgebern zu erfahren. 7) In Nro. 203. auf dem Markt ist daö untere Stockwerk, nedst einem Theil im die Her, Scheuer und im Stall, auf zehn Jahre zu vermietben , und oas Nähere in Nro. 11. zu erfahren. 8) Eine meublirte Stube, welche sogleich bezogen werben kann, ist in den Neuenbauen zu vermieihen. Bet wem, sagt Ausgeber. 9) 6 bis 8 Wagen guten Kuhdünger wünscht jemand zu kaufen. Dee Verkäufer behebe die Anzeige bet Ausgebern zu machen, wo dann das Nähere zu erfahren. 10) In der Nacht vom 30ten Nov. auf den Iten Dec sind dem Einwohner und Gemeindsmann Georg Wagner dahier in Großenbuftck durch gewaltsame Erbrechung der Holzstall - Thüre und Oeffauug zweier anderer Thüren, welche in die Küche und von da in den Haus Ehrn führen, auS der unverschlossen gewesenen Wohnstube 1) ein dunkelblau tuchenes Ermel- kamisol mik Kameeihaar-Knöpfen gleicher Farbe, 2) ein - ) : 2) eine dergleichen Weste, worinnen eiil Federmesser mit weissem Horn- stiel und ein gewöhnliches Feuer- geschirr befindlich gewesen, Z) ein schwarz seidenes Maunshals- tuck, 4) ein linnenes weisses Unterhalstuch, 5) ein paar dunkelblau tuchene lange Beinkleider, 6) ein paar Mannsschuhe mit grosen zweieckigten Schnallen, von weisser Composition, 7) ein rothgestreiftes baumwollenes Sacktuch , worlnnen 24 kr. eingebunden gewesen, L) eine Tabakspfeife, bestehend aus einem hölzernen Kopf mit weissem Blech beschlagen, und Rohr von Horn, sodann 9) ein lederner Tabaksbeutel, welche sämmrlrche Stücke Tags zuvor gebraucht, und des Abends beim Auskleiden zusammen auf den Tisch gelegt waren, gestohlen worben. Man bringt diesen Diebstahl mit der angelegentlichsten Bitte zur allgemeinen Kenntnis, da, wo stch ein oder das andere der gestohlenen Stucke entdecken sollte , solches in gerichtlichen Beschlag zu nehmen, und gegen den Kosten-Ersatz gefällige Nachricht an die unterzeichnete Gerichtsstelle gelangen zu lassen» Großenbuseck den 1. Dec. 1617. Großherzog!. Hess. Freyherrl.v. Buseckisches Just-z-Amt das. Retz. Gottesdienst am 28. December. In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Buff. Nachmittags Herr Freiprediqer Schaffer. Am Neujahrstay. In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Buff. Nachmittags Herr Professor Dieffenbach. X Leites Stück vor Morgen den 28. Dec. haben das Frischbacken, die Bäckermeister; Walter , am Asterweg, und Schwan, auf dem Selzersweg. Gekaufte bei der Gtadtkircke. Am 21. Oec. Herrn Rathschöff Schmid eine Tochter, Namens Georgette Louise Sophie. Am 22. Dec. Dem Burger u. Zimmermeister, Philipp Rudolph Herbert, eine Tochter, Namens Dorothee Eli- saberhe. Am 23. Dec. Dem Burger, Ludwig Welker, ein Sohn, Namens Ludwig Heinrich. Am 24. Dec. Dem Burger und Schuhmacher, Johannes Jung, ein Sohn, Namens Ludwig Carl. Am 25. Dec. Dem Burger und Skrumpfweber, Bernhard Hartmann, ein Sohn, Namens Johann Friedrich. Am 26. Dec. Herrn Ctcuercom- missarius Jungk ein Sohn. Namens Friedrich Hermann Julius Marlin. beerdigte bei der Stadtkirche. Am 25. Dec. Philipp Ludwig, des Feldschützen, Conrad Balthasar Faber, Sohn, alt 7 Mon. Beerdigte bei der Burgkirche. Am 22. Dec. Pvttxine, weiland Anton Ludwig Trygophorus, Sergeanten, hinterlassene Wittwe, alt 80 I. 11 Mon. 20 Tage. Getaufte bei der katholischen Rircke. Am 21. Oec. Herrn Professor von Löhr ein Sohn, Namens Joseph Ferdinand Karl. Beerdigte bei der kathol. Rirche. Am 22. Oec. Frau Kammerzahlmeister Eva Elifabetha Hahn, alt 67 Jahre. 1 Jahrgang 1817.)