Atlzeigltilgs - Bsijkkcktn. Samstags den in.Decembr, 1813, Num. 51. Polizey-Taxe. I ft. pchsenfieisch — — auch i — Kühsleisch — — auch 1Rindfleisch — — i — Kalbfleisch — — i — Schweinenfleisch — l — Hammelfleisch, gutes i — Schaafflersch —- — i Pf. gute Leber - oder Blut- Wurst — — — i Pf. geräucherte Wurst i/z mehr wie r Pf. frische. i Pf. geräucherter Spickspeck so viel wie 2 Pfund frisch Schweinenfleisch, mithin iPf. geräuchert. Schinken 6 kr. mehr wie iPf. frisch Schweinenfleisch, mithin — — Markt - preise. I ft. Hecht — — — 1 — frische Butter — — auch 5 Handkäse — — — 4 Eyer — — — — polizey- Taxe. 1 ft. Bratwurst mit Gewürz I — Schweinenfekt — — 1 — Rinds - ober Nierenfett 1 — Salz — — — — 1 Maas Bier, welche wenigstens i4Gradhak, wird taxirtzu »2 Grad zu — — — ro Grad zu — — — 1 Maas Milch — — — 1 Maas Frucht - Brandtewein, so wenigstens 30 Procent Weingeist enthalten muß — kr. 17 24 20 i»f 4 $ 5 — jL. 5 52^- Br 0 dtaxe und Gewicht. Für i kr. Schwarzbrod roLoth iQ. Für i kr. Weck 5 Loth z z/g Q- Für l kr. Milchbrod chLoth 3 3/4 Ö,. Für r kr. Butter-Bretzeln 2 Loth Z7/8Q^ Für i kr. Taigscher 8 Loth Z/8Q« kr.wf. 20. — 24 — 25>— 8 — 8 I— Markt - Preise. kr. Pf« 1 Meste Erbsen — — — — 72 1 Meste Linsen — — — — 80 1 Meste Waizenmehl — — ifl. 48 —1 1 Pf. grob geschälte Gersten — 7 —• 1 — klein geschalte Gersten — 12 Getraidepreise vom 11. Dec. bis den 18. Dec., in Frankfurt. Wahrung den fl. a 60 kr. und das ft. zu 34?oth 2/-^ Quint kölnisches Silbergew. Städte. G e m ä s. Waizen wiegt Korn wiegt Gerste wiegt HafeOwiegt Darmstadt das Malter. fl. kr. ft. 157 L kr ft. 157 fl- kr. ft. 140 fl. kr. ft. 95 Giesen das Acbtel. —— —— 1 200 9 50 180 7 5 160 6 130 Marburg auch das Mött. 7 20 150 10 4 so 135 8 3 5 30 110 7 2 Wrzlar chaö Achtel. IO 4° 200 9 30 190 6 30, 168 8.4 —» ) 2o6 ( — Die, . Bedrängnisse des sojahngm Rriegs. (Verfolg.) Äie lang ersehnte Vereinigung der Schweden mit der Französischen Armee unter Turenne war den 31. Jul. bei Giessen erfolgt. Zu eben dieser Zeit war das vereinte Kaiserlich Bairische Heer, 30,000 Mann stark, aus Franke» nach bcr Gegend von Friedberg und Butzbach gezogen; der Landgraf zog ihnen mit den ©einigen entgegen und freute sich der neuen Beschützer. Die Kaiserlichen zogen nach der Gegend von Amöneburg, wo General Melander mit Kaiserlicher Rei- terey zu ihnen stieß. Es sielen öftere Scharmüzel vor und viele Dörfer wurden ausgeplündert. Bei Hombergs an der Ohm wurde ein Treffen geliefert, in welchen die Kaiserlichen und Bairischen geschlagen wurden. Aus dieser Ursache, und wegen Mangel an Brod und Fütterung, da.das gänzlich ausgesogene Land durchaus nichts mehr zu liefern vermochte, auch wegen der vielen tobten Pferde, zog sich diese Armee nach der Pfalz und Franken zuruck, und die Schweden ihnen nach. Homburg an der Ohm und Schweinsberg wurde von den Niederheffen besetzt. Jezt begann die Scene des innerlichen- Krieges in. Hessen, jeden Tag fioß Blut und der Jammer des Landes erreichte den höchsten Gipfel. Im Anfang hatten die Darmstädtischen Truppen die Oberhand, aber die alten sieggewohnten Krieger und die mächtigere Schwedische Hülfe verschaffte den Cas- selischen den Sieg. Der Hess. Darm- städtische Genera! von Eberstein nahm mit 16. Schwadronen Reuterey und 120$. Mann Fußvolk Kirchhain weg. Der Hess Casselische General Geiß kam zum Entsatz zu spat und wurde selbst bei Ziegenhain geschlagen, worauf die Darmstädter auch die Schlösser Blankenstein und Rauschenberg einnahmen. General Geiß verstärkte sich hierauf durch die Vereinigung mit dem Schwedischen General Löwenhaupk. General v. Eberstein bekam Kaiserliche und Kurköllnische Hülfsvölker durch den General Melander, und der Kurfürst von Sachsen, selbst von seinen Feinden bedrängt, schickte dem Landgrafen seinen Schwiegersohn, 6 Schwadronen Reuter. Der Krieg bestand nun aus täglichen Gefechten, an denen auch das Landvolk Theil nahm. Einst wurden die Darmstädter von dem Schloß zu Biedenkopf weggeschlagcu und bis in die Gegend von Wetzlar verfolgt. Bei Frankenberg fiel endlich ein entscheidendes Treffen vor den 5. October, in welchem die Darmstädter 500 Todke, 000 Gefangene, 12 Fahnen und 2Ka- nonen verlohren. Entscheidend war es um deswillen, weil gleich darauf der Schwedische General Königsmark mit seinem Heerhaufen aus Franken zu- rückkam. ©er' Landgraf vermochte der gröftren Gewalt eicht mehr zu widerstehen. Königsmürk eroberte Kirchhain, das mit 400 Darmstädtern besetzt war. Der Casselische General Mortaigne nahm Merlau, Grünberg, Blankenstein, Friedberg ein, Königsberg, bei welchem ein früherer Angriff der Cc