Anzeigilngs-Blättcßerk. Samstags tien 24. Januar $807. Nroe IV. ' x . polizcy -Taxe. I ft. Ochsenfleisch — 1 —- Küh fleisch — 1 — Rindfleisch — 1 — Kalbfleisch — 1 — Schweinefleisch — l — Hammelfleisch — 1 — Schaaffleisch — 1 — Kalbsgelinge — 1 — Kalbsleber — 1 — Wurst — — I — Bratwurst — 1 — Schweinefett — 1 — Rindsfett — auch auch 10 9 8 9 7 6 11 8 7 6 6 IO 15 22 20 Pf« I I I 1 I I I polizey - Taxe. 1 ft. innlandische Saife — i — innländ. Unsch! i cht- Lichter i Maas Bier, so 12 Grad halt so 10 Grad halt 1 Maas Milch — , — 1 Maas Frucht - Brandtewein, so 7 Grad halten muß — kr. 20 26 4 3 6 32 Pf- I Brodtaxe und Gewicht. Vor i kr. Schwarzbrod i2Loth iQ. Vor 1 kr. Weck 6Loth 1 1/4Q. Vor 1 kr. Milchbrod 5 Lvth 11/4 Q. Vor 1 kr. Butter-Bretzeln 3 Loth 5/8 Q. Vor 1 kr. gemischt Brod oder Talg- scher 9 Loth 1 1/8 £2. Markt - Preise. 1 ft. Heckt — — — 1 — Karpfen — — 1 — frische Butter.— — auch I — geschalte Hirse— — 1 — grob geschalte Gerste — 1 — klein geschalte Gerste — fr. pf. '9 - 20:— 3 — 4 — 10 — Markt-Preise. 4 Handkase — — 4 Eyer — — — t Messe Erbsen — i Messe Linsen — l Messe Waizenmehl — i Messe Allendorfer Salz 1 Maas Niddaer Salz 64 64 108 48 12 l | | i | | | 3, Getraide den fl. 2 Städte. Darmstadt Giessen ..Marburg Wezlar preise vom 60 kr. und Gemas/ das Malters das Achtel. | auch das Mött. das Achtel. 17^ das Waiz fl. 7 10 9 8 10 w ft. en kr. 20 L .3° t. bis d zu 34t wiegt ft. I7S 200 Bo 206 1 en oth Ko fl- 5 7 7 5 7 24. 2 7 rn fr.1 32 40 30 50 Jan. , ^Qui wiegt 1 "ft? 157 180 r35 190 in Frc ntCöln Gerste fl.lkr. 4 25 5j3O 4’40 5 30 mkfurt. isch e s E wiegt ft. 140 160 120 168 £a Ha fl. 3 4 h g1 1 S. I I I rung ew. wiegt ft. 90 lZ5 84 ) H ( * Gedanken von der Geneigtheit, das Böse eher als das Gute von andern zu glauben. ( Verfolg.) Sehe ich das gesellschaftliche Leben Mr, so finde ich immer mehr, daß die herrschende Gewohnheit,. das Böse eher, als das Gute von andern zu glauben, eine- Quelle mancherlei Unordnung sey. Es kommt vieles in dem gemeinen Leben darauf an, daß andre Achtung für uns hegen, und uns als Menschen ansehn, die etwas gutes an sich haben. Ein Tugendhafter handelt daher nicht unrecht, wenn er sich so verhalt, daß das Gute, fo an ihnrist, auch andern bekannt werde. Diese Liebe ifr unschuldig , und der würde eine Quelle der Tugend verstopfen, der dieses bestreiten wollte. Ist es nun billig , daß die Tugend belohnt werde, so ist nichts was dieses mehr verhindert, als die Leichtgläubigkeit in Ansehung des Bösen. Wer dazu geneigt ist, der sieht nicht auf unser Gutes, und wenn er es auch erkennet, so ist er recht geschäftig, solches zu verringern und zu unterdrücken , weil ihm dasselbe an andern unleidlich ist. Redet man daher von den Tugendhaften, so macht er nicht die Tugenden , sondern dis Fehler und Schwachheiten der Tugendhaften zum Inhalte seiner Gespräche, und diese weiß er auf eine solche Art vvrzutragen, daß bei andern die Achtung gegen die Tugendhaften verringert, und also auch oftmals die Belohnung derselben gehindert wird. Ich will dieses nicht weiter anfüh- ren, indem es leicht ist, aus dem, was die Erfahrung lehrt, sich solcher Umr stände zu erinnern, die beweisen,, daß die Fertigkeit das schlimmste von ander» zu glauben und zu sprechen „ eine reiche Quelle von widrigem Begebenheiten ae- we,en sey, die manchen Menschen wider sein Verschulden betroffen haben. So viel Schaden die Leichtgläubigkeit verursachen kann, so wenig Ehre bringt sie denjenigen, welche derselben ergeben sind. \ Ich wundre mich nicht, wenn keiner von unfern Lesern für leichtgläubig will gehalten seyn, denn dieses gereicht zuweilen der menschlichen Vernunft zur Schande. Ein jeglicher rühmt sich der Vernunft, die ihm der Schöpfer in der Absicht gegeben, daß er das wahre und falsche von einander unterscheiden, und seine Urtheile nicht auf die blosen Gerüchte, oder einen blosen äusserlichen Schein, sondern auf Gründe bauen soll; da aber der Leichrg aubige, wider diese Absicht, weswegen er die Vernunft bekommen, handelt, so handelt er wider sich selbst, und gereicht ein leichtgläubiges Verhalten der menschlichen Natur zur Schande. , Finden wir aber dennoch solche leichtgläubige Menschen, so bemerken wir: daß die Armuth ihres Verstandes eine Ursache dieser Leichtgläubigst Der Verfolg künftig.) Bekanntmachungen. i) Da in Gemäsheir der von Herr zoglicher Hofkammer zu Wiesbaden ergangenen hohen Verfügung das herrschaftliche Meyern - mit) Heistcrmannische Guth dahier, bestehend in einer Wohnung, zwei Scheuern, hinlänglichen Oeco- nvmie-Gebäuden , sodann 200 Morgen Ackerland und iOO Morgen Wiesen nebst den^ halben Nutzen einer ansehnlichen Schäferei von 400 und mehreren Stücken , auch hinlänglicher Weide für Schaaf' Rind- und Schweinen - Vieh, auf iZÄahre von Petrirag 1507. anfan- Lend „ (tu den Meistbietenden, der sich' alL als einen geschickten Oeconomeir zu le- gitimiren, und eine Real-Caution von 1000 fl. zu stellen , auch das nöthige Vieh nebst Schiff und Geschirr anzuschaffen im Sranoe ist, mit Vorbehalt hoher Genehmigung verpachtet werden soll, und zur Versteigerung Termin auf Donnerstag den ;ten Hornung 1807. anberaumt worden ist, so wird dieses mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß die Bedingnisse bei Unterzeichnetem vernommen werben können, und die Pachtlustige in praefixo Morgens 10 Uhr dahier sich mit den erforderlichen Zeugnissen ihres Vermögens und der Landwirth- schafilichen Kenntnisse einzufinden haben. Cleeberg den lyten Dec. 1806. Herzog!. Nassauische Renterei. R ei n 0 l d. 2) Montag den yten Februar Nachmittags 2. Uhrsollen auf dahiesigem Rathhaus nachfolgende, dem Burger und Fuhrmann Leng zugehörige unbewegliche Güter: i) das in der Kaplansgasse gelegene Wohnhaus, nebst Stallung und allem Jugehör,. 2) Z7Rut. Acker am Croffborfer Weg, neben Joh. Heinrich Busch, 3) l/4-Morg. izRut. Acker am Leih- gesterner Weg, 4) 38Rut. 4 Sch. Acker auf der weissen Erd, öffentlich unter denen bei dem Verstrich noch bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigt werben. Die Liebhaber dazu können sich also an dein bestimmten Termin und Orr einfinden, die Bedingungen anhören, und mitbieten. Giessen de» lötenJan. 1807. Dietz. 3) Einhundert Gulden liegen bereit zu verlehnen auf eine gerichtliche Obligation ä zProcente, und können stündlich in Empfang genommen werden. Nähere Auskunft erhält man bei Ausgebern. 4) Es werden einige Stücke 6Biers tel breites gZählig leinenes Hausmacher-Tuch zu kaufen gesucht. Jedes Stück muß aber zoEhl hallen. Wer dergleichen zu verkaufen hat,, kann das Nähere bei Ausgebern erfragen. 5) Gute Holländische Bückinge, das Stück ä 5 fr. sind zu haben, bei Friedrich Heusler. Ronzert- Anzeige. Sonntags den rzten dieses wird in dem Saal des Herrn Postmeisters Kempf allhier, ein öffentliches Instrumental- Konzert gegeben, worin sich Hr. Thomas auf der Oboe hören lassen wird. Der Anfang ist um 5 Uhr, und das Entree 36 fr. Billets sind bei dem Pädaaoa- Pedell Diehl zu bekommen. Giessen den 2ZtenIan. 1807. Gottesdienst am 25. Jan. In der Sr. Pancratiuskirche. Morgens Herr Supermtend. Müller. Nach- miltags Herr Inspektor Buff. In der Vurgkirche. Morgens Herr Inspektor Buff. Nachmittags Herr Professor Dieffenbach. ~ "kgen den 25. Jan. r haben das Frischbacken, die Beckermeister: hard, in der Wallthorstrase, neben dem Stern,, und Walenfels, in der Neustadt, -» Em-, und AuspaMree. Jm 16. Hr. v. Zwierlein, Kam- merzunker in Grvsherzogl. Hess Dien- sien, von Grosenbusek, log. im Adler. Ecd. •-«*— ) 16 ( —- Eod. Hr. Diecke! und Hr. Schütz, Handelsleute von Frankfurt, log. im Am 20, Jan. Dem Beysaß, Joh. Matthaus Dick, ein Sohn, Namens .Ernst Wilhelm Leonhard. Löwen. Eodem. Hr. Meister und Hr. ^ost, Handelsleute von Bacharach, log. in den Z Kronen -Am 17. Jan. Frau Gräfin v. Lippe, Baron v. Biedersee, Gcheimerrath, Hr. Reg Rath v. Brandenstein , Hr. Rath v. Wippemann, sämtlich von Lippstadt. Hr. Gekeimerrath v. Affemann, von Braunfels. Hr. Kaufmann Heisden, von Hamburg, log. in der Post- Eod. Hr. Hauptmann Markwarth, von Friedberg. Frau Lieutenantin Bro- mer, von Lehrbach, log. im Einhorn. Am i8-Ian. Die Hrn. Kaufleute, Boully, von Offenbach, und Alexander, von Mailand, log. im Rappen. Eod. Hr. Scherand, Handelsmann, von Marburg, log. im Stern. Am 2v. Jan. Die Hrn. Kaufleute, Werner, von Erfurt, und Kickler, von Eisenach, log. im Einhorn. Am 2r.Jan. Die Hrn. Kaufleute, Schwab, Strack, Schmidt, und Feles» heim, von Frankfurt, log. in der Post. Eod. Hr. Kaufmann Hofmann, von Erfurt, log. im Einhorn. Am 22 Jan. Hr. Pfarrer VigeliUs, von Merlau. Die Hrn. Kaufleute, Wagner, von Minden, und Bitzung, von Frankfurt, log. im Einhorn. | Äusser den Gasthäusern logiren: Am 18» Jan. Hr. Secretar Dres-- ler, von Herborn, log. bei Hrn. Me- dizinalrath Balser. Am 20. Jan. Hr. Kaplan Pfann- müUer, von Felda, log. bei Hrn. Ac- cessist Strack. Getaufte bei der Stadrkirche. Am 18. Jan. Dem Burger u. Mez- ger, Johann Balthasar Vogt, Daniels Sohn, ein Sohn, Namens Karl Konrad, Beerdigte bei der Stadtkirche. Am 18. Jan. Elisabethe Margarethe, weiland Johann Friedrich Ctohrs, Burgers und Wollentuchmachers, hinterlassene Wittwe, alt 84 Jabr, loT. Am 19. Jan. Christine Marie, des Burger und Wollentuchmacher, Georg Melchior Stohren, Tochter, a!t6Jahr. Am 2i. Jan. Susanne Marie, des verstorbenen Burger und Blaufärber, Johann Konrad Zinsers, hinterlassene Tochter, alt z6 Jahr, 10 M. n T. Eod. Marie Christine, deö verstör, denen Burger und Landreuter, Fabers, hinterlassene Tochter, alt 75 I. 6 M. Getaufte bei der Burgkirche. Am 21. Jan. Hin Friedrich Wei- tershausen , Chirurgus beim 2ten Bataillon Leibregiment, ein Sohn, NamenS Christian Friedrich. Eod. Dem Soldaten bei dem 2ten Bataillon Leibregiment, Joseph Dam- bowsky, ein Sohn, Namens Joh. Konrad Balthasar. Beerdigte bei der Burgkirche. Am 18. Jan.. Wilhelmine, des vers storbenen Soldaten, Junkers, hinterlassene Tochter, alt 17 I. 5 Mon. Am 22. Jan. Herr Hartmann, ehemals Lieutenant in Grosherzoglich Hess. Diensten, alt 82 Jahr. Geboren bei der Judcngemeinde. Am 27. Dec. vor. I. Dem Schuz, juden, Isaac Homberger, eine Tochter, Namens Edel.