Giesser Anzeigungs-BlötktkeL Samstags den s.Decembd. i8°5% JSro. xxxxix. polizey- Taxe. I ft. Ochsen fleisch — — » auch I — Kü H flei sch — — auch i — Rindfleisch — — I — Kalbfleisch — — 1 — Schweinefleisch— — I — Hammelfleisch — I — Schaaffleisch — — i — Kalbsgelinge — / — i — Kalbsleber — — i — Wurst — — — i — Bratwurst — — j — Schweinefett — — i — Rindsfett — — kr.chf. 10 9 2 8 - 7 - 7 — io — 8 - 7 - 7 - 7 — 8 - 15 — 20 — i8' — Polizey - Taxe. tr. Pf 1 ft innlandische Seife — 20 1 — innland. Unschlichr-Lichter 26 1 Maas Bier so 12 Grad halt 5 - so 10 Grad halt — A 1 Maas Milch — - 6 1 Maas Frucht -Brandtewein so 7 Grad halten muß — 40 Brod tare und Gewicht.' Vor i kr. Schwarzbrod 8 YetO 2 Q. Vor l kr. Weck 5^oth 1/2 Q. Vor 1 kr. Milchbrod 4?oth 1/2 £).„ Vor 1 kr. Butter-Bretzeln 2 Loth 2 1/4 Q. Vor 1 kr. gemischt Brod oder Taig- scher 6 Lor Hz 1/4 Q. Markt - Preise. 1 ft Hecht — — — 1 — Karpfen — — j — frische Butter -- — auch 1 — geschälte Hirse — — 1 — grob geschalte Gerste — 1 — klein geschalte Gerste — kr. 16 22 23 8 4 10 1111111? Markt-Preise. 3 Handkäse — — 3 Eyer — — 1 Meste Erbsen — 1 Meste Linsen — 1 Meste Waizenwehl — 1 Meste AllendvrferSalz 1 Maas Niddaer Salz 1 1 1111 1 kr. 4 4 64 64 160 48 20 1 1 1 1 1 1 1 !?• Getraidepreise vom 3c. Nov. bis den 7. Dec., in Frankfurt. Wahrung den fl. a Go kr- und das ft. zu 34-toth 2 6 2*5 Quint Colnisches Silbergew ♦ Städte. Gemas. Maizen wiegt Korn wiegt! Gerste wiegt Hafer wiegt. fl. kr. ft. fl. kr. ft. fl. kr. ft. fl. 1 kr. ft. Darmstadt das Malter. 11 15 175 9 — 157 6 33 140 4 57 90 Giessen das Achtel, auch ?3 14 20 200 11 10 $0 180 8 —- 160 7’t— 6 40 135 Marburg das Mött. 10 3° 150 12 — T35! 1 5 20 120 4- Wezlar ~ chas Achtel. 14 3° 206 10 190 j 8 168 6 — L4 — ) 194 ( — Der Tempel des Glücks- Ei n Traum. (Verfolg.) Die dreizehnte Thür war verschlossen. lieber ihr stand ein Mann, der in einem Bergwerk arbeitete, mit der Ueber- schrift: Unverdrossene Arbeit überwindet alles. Die Bildsäulen des OrigeneS-und des Hugo Grotius waren auf beiden Seiten. Ich schloß hieraus, daß diese Thür für die Fleisigen bestimmt wäre; allein ich wunderte mich sehr, daß sie verschlossen war. Doch ich begriff die Ursache davon sehr bald, als ich den Zettel las, welcher an die Tdür geheftet war, und also lautete : Nachdem des Glücks leibliche Kinder, welche in bic* fern Tempel 'gebobren und erzogen sind, sich seit einiger Zeit von dem un nasigen Ueberlaufe beschweret gefunden, der durch diese Thür geschieht, als hat die Göttin für gut besundeu , selbige nicht offen stehen zu lassen, äusser vier Lage im Jahre. Die vierzehente, funfzehente und sechszehende Thür, wovon die eine Tugend, die andere Gottesfurcht und die lezte Ehrlichkeit zur Ueberschrift hatren, waren gleichfalls verschlossen,• mit beigefügter Nachricht: Daß die Schlüssel verlegt waren, und da folglich die Schlosser nicht aufgernacht werden könnten, so wäre es nicht möglich, die Tdür zu of- rten , ohne sie mit Gewalt aufzubrechen, ( welches menschliche Kräfte zu überschreiten schien.) Inzwischen wolle man diejenigen , welche durch diese Tdür einzugehen wünschten, zu der allgemeinen Thür gewiesen haben. (Der Verfolg künftig.) Polizei- Verordnungen» i) Da die Anzeige geschehen ist, daß sich viele der hiesigen Einwohner oder deren Gesinde oft aus Bequemlichkeit beygehen lassen, Kehrig, Kummer, ja auch manchmal todes Vieh und andere dergleichen Unreinlichkeiten, welche entweder dem Wasenmeister übergeben oder von den Einwohnern selbst vor die Stadt auf die daselbst angewiesene Kummerftellen gebracht werden müssen, in den hiesigen Stadtkanal, oder die sogenannte Stadt- Bache zu werfen, wodurch daun der Durchzug des Wassers gehemmt, dieses selbst zum Nachtheil der Gesundheit verunreinigt, eine öftere, mit sehr gro- sen Kosten für das städtische Aerarium und mit sehr vielen Unannehmlichkeiten für die Einwohner der Stadt verbundene Ausräumung nothwendig gemacht wird fo' wird hiermit verordnet, daß sich in Zukunft niemand mehr unterstehen soll, den Stadtkanal mit gedachten Lingen zu verunreinigen und zu verschütten; daß sofort jeder Uebertretter dieser Anordnung ohne Ansehen des Standes und der Person in eine Strafe von 5 st. genommen, und dem Anzeiger eines Eoutrave- nienten, wenn dieser der That überführt wird, die Hälfte der Strafe unter $eiv schweigung seines Namens zu Lheil werden soll, 2) Da die Anzeige geschehen, daß Kehrigt, Bauschutt, Eis und anderer Unrath in die Brangaffe, besonders des Nachts, geworfen werde; als wird solches hiermit nicht nur ernstlichst und bei Strafe verboten, sondern auch dem An- geb'er eines Uebertrerers dieses Verbots, unter Verschweigung seines Namens, eine Belohnung von 2 Rthlr. zugesichert. 3) Den Kutschern, Fuhrleuten und Schubkarrnführern wird hiermit und zwar bei. Strafe befohlen, sobald sie in die Nahe deS im Ausruf begriffenen Ausrufers kommen, so lange bis der Ausruf gesche- — ) 19S geschehen , still zu halten, damit das Publikum durch den Lärmen des Fuhrwerks den Ausrufer zu verstehen nicht gehindert werde. 4) Da der Weg um die Schoor hinter den Steinen an dem Graben her lediglich für die Fußgänger bestimmt ist, so wird das Reiten auf diesem Weg allen und jeden ohne Ansehen der Person und zwar bei 5 fl. Strafe verboten. Giessen, den 27ten Nov. 180). Landgrafl. Hess. Polizeideputa- tion daselbst. Bekanntmachungen'. i) Der auf beiden Usern der Wie- seck liegende Auswurf, in der herrschaftlichen Wiese vor dem Neuwegcr Thor zwischen dem grosen und kleinen Steinweg, soll weggeschafft, und diese Arbeit an den wenigst Lohn fordernden, durch öffentliche Versteigerung begeben werden. Den dahiesigen Fuhrleuten wirb dieses mir dem Bemerken bekannt gemacht: daß diese Versteigerung Donnerstags den I2ten dieses Nachmittags um 2 Uhr, auf besagter Wiese, mit Vorbehalt der Ratification Landgrafl. Rentcammer dahier> vorgenommen werden wird. Giessen den Zten Decmbr. 1825. Roemmich, qua Landgrafl. Wiesenaufseher, 2) Da mit dem lezten dieses Monats der halbjährige Zeitungstermin zu Ende gehet; so ersucht man diejenigen Herren, welche die Zeitung ferner zu lesen Willens sind, längstens in i4Tagen die Pränumeration, ohne welche keine Zeitung beschrieben werden kann, dafür einzusenden, damit man solche gehörig fortzuliefern im Stande ist. Giessen am lten Dec. i§o$. Landgrafl. Hess. Postamt. 3) Künftigen Montag den i6ten dieses und die folgenden Tage Vormittags von y —12 und Nachmittags, von i — 3 Uhr, sollen in dem Pfarrhause zu Langgöns , den ersten Tag eine Quantität Früchte, ohngefahr 25 Achte! Korn, 2; Achtel Gerst und einige Achte! Haler, sodann die folgende Täge Weiszeug, Bettung, Holzwerk und allerlei Hausrath, an den Meistbietenden, gegen glcich baare Zahlung, ohne welche nichts verabfolgt werden wird r öffentlich verstel- gert werden. Giessen den Hten Decbr. 1805. Von Commissiouswegen. Dietz, Landgräfl. Reg. Secretär. 4) Zwei Stuben , -ine Küch , aufei- nem Gang, nebst zwei Kammern, Hvlz- behälter und einen Thei! im Keller, sind zu verlehnen, und können sogleich bezogen werden. Ausgeber sagt: wo '? 5) In der Wallthorstrase ist eine menblirte Stube zu vermielhen, die sogleich bezogen werden kann. Bei Ausgebern ist der Eigenthümcr zu erfahren. 6) Eine Stube nebst einer Kammer ist zu veriniethen, und kann sogleich bezogen werden. Das Nähere ist aufdem Neuenweg in Nro. 330. zu erfahren. 7) Gute frische Häringe, das Stück zu 7 und Zkr., sind zu haben , bei Gottfried Spruck, in der Wallthorstrase. 8) Ein junger Banerbursche aus hiesiger Gegend, der vom Militärdienst di- spensirt ist, mit Gartenarbeit und Pferden umzugehen weiß , wünscht auf irgend eine Art in einen Dienst tretten zu können. Das Nähere bei Ausgebern. y)Vor ) 196 ( g) Vor einiger Zeit sind mir drey Bücher, nemlich Eberts Naturlehre, ir Band, Knigges Umgang mit Menschen, in braunen und Schillers Wilhelm Tell in rothen Pappeband, beide mit grünem Titelblatt, verlohren gegangen. Sollte jemand eins dieser Bücher irgendwo an- treffen, so wird er höflichst ersucht, gegen ein angemessenes Douceur, Ausgebern davon nähere Nachricht zu geben. io) Mehrere Sorten der schönsten Neujahrwünsche, als: r) hi Patent, in Gold und Silber gestickte, 2) Herzqer aufAtlas, 3) Stammbücher, 4)Glücks- töpfe mit Urnen, 5) Zauberspiegel mit Springfedern, 6) Landschaften, 7) fein illuminirte, 8) gross Briefe mit CouvertS. Allerhand Sorten von Kalender, auch Schreibalmanache in Octavund Duodez, durchschossen, in Pappdeckel gebunden, auch broschirt. Visttenbillers, verschiedene Sorten Notenpapier, gros u. klein Pvstpapier, mit goldenem Schnitt, alle Sorten Schulbücher, wie auch alle Sorten von Schreibmaterialien , sind in billigen Preisen bei mir zu bekommen. Friedrich Senner, Buchbinder, in der Sonne, am Kreuz, wohnhaft. Gottesdienst am 8» Decembr. In der St. Pancratiuökirche. Morgens Herr Professor Palmer. Nachmittags Hr. Superintend. Müller. In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Inspektor Buff. Morgen den 8. Decmbr., haben das Frischbacken, die Beckermeister: Jug- hard, in der Wallthorstrass, neben dem Stern, und Wahlenfels, in derReustadr. Ein- und Auovafstrte. Am 29. Nov. Hr. Rath D’Alquen, in Landgrafl. Hess. Diensten, von Werl, log. im Einhorn. Eod. Hr Oberförster Gurhard, aus dem Wittgcnste,mischen. Hr. Oberförster Werner, von Altlotheim, log. im Rappen. Ain 30. Nov. Hr. Advokat Bender, und Hr. Amtsschultheis Klingelhöfer, von Alsfeld, log. im Einhorn. Am 1. Dec. Hr. Deucouche, Ofst- cier von Frankfurt, log. im Rappen. Am 3. Dec. Hr. Kaufmann Lasar, von Hanau, log. im Einhorn. Am 4. Dec. Hr. Reg. Rath Unge- witter, von Marburg. Die Hrn. Kaufleute, Drapp, von Hanau, Hampe, von Siegen, log. im Einhorn. Äusser den Gasthäusern logircn: Am 29. Nov. Se. Durchlr. Fürst von Wittgenstein , K. Preuss. Gesandter, und Hr. v. Meeting, K. Preuss. Legationsrath, log. bei Hrn. Negieruugsrath Schwabe. Am 3. Dec. Hr. Forstverwalter Falle nius, log. bei Hrn. Hofrath Follenius.» Getaufte bei der Stadtkirche. Am 2. Dec. Dem Bürger und Untrr- vfficier, Johannes Nagel , ein Sohn, Namens Wilhelm Karl Jakob Anton. Beerdigte bei der Stadtkirche. Am 30. Nov. FrauJohannette Marie Katharine, des verstorbenen Herrn Oberschultheis Schotten Wittwe, ge- bohrne Feuerbach, alt 68 Jahr, y Mon. 22 Tage. Getaufte bei der Burgkirche. Am 30. 91 ob. Dem Vataillonsschrei- ber, Friedrich Pietsch, ein Sohn, Namens Friedrich Christian Philipp.