Gresser Anzeiguugs-Blättchen. Nro. XII. j Samstags den 24. Marz. 1804; Polizey - Taxe. ■I K Ochsenfieisch — — aud) X — Kühfleisch •— — auch — Rindfleisch — — 1 —Kalbfleisch — — I -* Schweinefleisch— — 1 — Hammelfleisch — — 1 — Schaaffleisch — — i — Kalbsqelinge — — 1 — Kalbsleber — — I — Wurst — — — L — Bratwurst — — 1 — Schweinefett — — r — Rindsfett — — fr. 10 8 Pf- 7 5 10 5 5 8 - >5 - 20 — 18— Markt - Preise. kr. Pf. I ft Hecht — — — 16 •— 1 — Karpfen — — —— 1 — frische Butter — — 22 — , - auch 20 **M> 1 — geschalte Hirse — — 8 *— I — grob geschälteGerste — 4 Nm I — klein geschälte Gerste^- loi — f 1 1 1 I 1 '20 — Polizey - Taxe, ft innländtsche Seife — innkänd. Unschlicht-Lichter 24 — Span - Sau — — iio« Maas Bier so 10 Grad hält 3 — — so 12 Grad hat 4 Maas Milch — - i 6 Maas Frucht - Brandtewein 132 Brodtare und G ew ich t. Vor 1 fr. Schwarzbrod 1; Loth 3 i/? Q. Por 1 fr. Weck 6 Lotb 3 1/4 £>» B»r 1 kr. Milchbrod 5 Sctb 3 1/4 Q« Vor 1 fr. Butter-Bretzeln 3 Loth 15/8£?. Vor 1 fr. gemischt Brod oder Taig- scher . . 10 Loth 11/2 £?. Markt-Preise. 4 Handkase — — — 4 Etter — , — — 1 Mefte Erbsen — — 1 Mefte Linsen — •— i MesteWaizenmehl— — 1 Mefte Allendorfer Salz — t Maas Niddaer Salz —. fr. 4 4 40 48 90 48 10 Pf. Getraldeprerse vom 17. Marz bis den 24, Marz, in Frankfurt. Währung den fl. 60 fr. und das ft. zu Z4loth 2^-- Quint Cölnisches Silbcraew. St ädte. , Ge mäs. Walzen wiegt fT. fr- ft. Darmstadt das Malter. 7 25 175 Giessen das Achtel. 9 30 200 Marburg auch 9 20 das Mbtt. . 7 140 Wezlar »das Achtel. io 1 — 206 Korn wiegt Gerste wiegt Hafer wiegt. fi- fr. ft. fl.' fr. *ft7" fi. kn ftT 5 n 157 4 35 I40 3 '7 90 6 6 30 180 5 —j 4,50, 160 4 20 135 4 30 135 3 40* 120 2 -7 84 7 — 190 5i»o- 168 4 io, — ) 46 ( —■ Von Wetterbeobachtungen, und der k daraus zu schliessenden Fruchtbar/ feit des Jahres. Die Erfahrung beweist, daß Met- serprophexeiungen überhaupt selten, oder Kar nicht eintreffen, besonders aber, daß der Einfluß der Planeten auf die Fruchtbarkeit und Unfruchtbarkeit eines Jahres entweder ganz zu verwerfen, oder doch utchr genug ergründet sey, um daraus Regeln ziehen zu können, die bei Bebauung der Erde nüzlich seyn könnten. Alles was die Alten vom Neuen- Zahrstage sagten, daß z. B. dessen Witterung im August desselben Jahres wieder vorkomme, daß der andre Tag deS Danners die Witterung des Septembers anzeige, daß der dritte Jänner das Ok- rvberwetter, der vierte die November- der fünfte die December- der sechste die Jänner- und FebruarsWitterung des darauf folgenden Jahres andeute, daß der siebente Tag auf den März und April, der achte auf Mai und Junius, und der neunte auf den Julms einen Einfluß habe, ist vernünftigen Männern beinahe eben so lächerlich, als daß rothe Wolken beim Aufgang der Sonne am neuen Jahrs- tagKrieg und Ungewitter; und starker Wind an diesem Tag die Pest bedeuten solle. Saturn ist unserer Erbe kein böser Planet mehr, beut zu Tage macht er die Menschen, die unter ihm geboren werden , weder schwarzbraun noch mager, ihm haben sie weder kleine Augen noch einen dünnen Bart zu danken, erbringt nicht ins Gefängnis . und ist nicht Schuld an langen Krankheiten und heimlichen Feinden. Aber auch eben so wenig macht Jupiter mehr Cardinäle, Bischöfe und Prälaten, Mars Räuber und Alchimi- sreir, oder Venus das Frauenzimmer schön. Vieles von diesem gründet sich auf die Fabellehre der Alten, und ist mit den Wetterprophezeiungen, die durch uuer- fahrne Kalender,nacher fortgepflanzt worden, von gleichem Gehalt. Indessen giebr es doch einige Beobachtungen , die theiks in der Physik gegründet sind, oder aus derselben erkläret werden können, tbeilß durch vierjährige Erfahrungen bestätiget worden, die wo nicht beständig, doch gröstenrbeilS eintreffen. Zu diesen leztern gehören auch besonders die Witterungsvorhersagungen mancher alten erfahrnen Landwirthe, die auf die Veränderungen des Windes, der Temperatur der Xuft, das Verhalten der Strichvögel, anderer Thiere, und auf das frühe oder spate Ausschlagen mancher Gewächse genau Acht geben. Die Warme und Kälte und die übrigen Witterungen der Länder hängen nicht nur von dem verschiedenen Stande der Sonne gegen dieselben, sondern auch noch von weit mehr andern Umständen ab. Ein Paar Länder können bei einerlei Polhöhe dennoch eine gan, verschiedene Witterung haben. Je höher ein 4Drr liegt, desto kälter ist er; Länder, die viele Wälder haben, sind vorzüglich kalt; benachbarte Meere verschaffen eine gelindere Witterung, und die Seewinde bringen fast immer Thauwetter; auch sind dergleichen Lander, die nahe am Meere liegen, feuchter, und haben jährlich mehr Regen als andere, die weiter davon entfernt liegen; gebirgigte Gegenden haben häufiger» Regen und mehr Gewitter alS ebne; in Ländern, die untev der Linie, d. i. unter dem Aeqnatvr liegen, und in welchen eS also vorzüglich heiß seyn sollte, wird die Hitze noch durch die nicht allzugrose Länge der Tagegemäsigt; in den kältern Gegenden wird die Sonnenhitze wegen der länger» Tageszeit gröser alS man sonst erwarte» könnte. (Der Verfolg künftig.) Vtiv — ) 47 ( — Verpachtungs- und Versteigerungs- Bekanntmachung» Auf Dienstag den 27ten Merz 1804. Vormittags um 9. Uhr wird das Gut zu Glindfeld bei Medebach im Herzogthum Westphalen, welches in circa 400 Morgen Aecker, Wiesen und Garten besteht, nebst Brauerei, Schneid - und Mahl- rnühle, Fischerei und Schäferei unter Kn nehm! ich en bei der Verpachtung bekannt zu machenden Bedingnissen, auf mehrere Jahren an den Meistbietenden verpachtet werden. Das Gut ist mit allen erforderlichen Gebäuden-, Wohnung, Stallungen, Scheunen., Brauhaus rc. in gehöriger Geräumigkeit und Bequemlichkeit ver- sehen. Da das Gut in der Morgenzahl sehr beträchtlich ist: so kann dasselbe auch wenn sich annehmliche Liebhaber vorfinden , zur Hälfte abgetheilt verpachtet werden, indem genügsame Gebäude zu zwei vollständigen Oeconomie-Höfen vorhanden sind. Zugleich wird bekannt gemacht, daß den darauf folgenden Dienstag als den glen April Vor- und Nachmittags mit dem Verkaufe des Mobüar. Inventars, Dienstags den roten April aber Vor - und Nachmittags mit dem Verkaufe des Viehes , Gefchirs und der Fütterung der Anfang gemacht werden wird. An Vieh find 14Pferde und Stnp- pen , 41 Stück Hornvieh und mehrere Schaafe und Schweine vorhanden. Signatum Glindfeld bei Medebach im Herzogthum Westphalen den löten Februar J804. D’Al queii, Larrögräfl. Hess, zur Aufhebung der Canonie Glindfeld gnä- digst ernakuter Cvmmissar» Bekanntmachungen. i) In ein Gasthaus zu Wezlar wikd unter annehmlichen Bedingungen eine erfahrne Köchin gesucht. Wo? sagt die Expedition des Wochenblatts. 2) Ein nahe vor dem Neustädter- thor gelegener, einen Morgen haltender Garten, worin« sich ein Garteuhäuschen, ein Ziehbrunnen , und eine Auswahl der besten Obstbäume befinden , ist zu verkaufen. Bei Ausgebern dieses Blatts ist der Eigenthümer zu erfragen. Gottesdienst am 25. März. In der St. Pancratiuskirche. Morgens Herr Superintendent Bechtold« Nachmittags Hr. Superintend. Müller. In der Burgkirche. Morgens Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr Superintendent Schulz. Am Charfreitag. In der St. Pancratiuskirche. Morgens Herr Superintendent Müller. Nachmittags Herr Pfarrer Buff. In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Morgen den 25. März haben das Frischbacken : Hr. Müller in den 3 Kronen , in der Neustadt, und Pistors Wittib, auf dem Selzersweg. Ein t und Auopassirte. Am 16. Marz. Die Hrn. Kaufleute, Banger, von Heyer, Freudenthal, von Meklenburg, I0& im Einhorn. Am 17. März. Hr. Kaufmann Py- razie, von Offenbach, log. im Rappen. Eod Hr. Kaufmann Bryzler, von Frankfurt, log. im Einhorn. Am ig März. Die Hrn. Kaufleute, Mumer, von Frankfurt, und Seyfart, von Siegen, log. im Einhorn» Eod» Eodem. Hr. Kaufmann Bartb nebst Familie, von Siegen, log im Löwen. Am 19. März. Hr. Professor Conrad und Hr. Assessor Moller, beide von Marburg. Hr. Forstmeister v. Cappelle, in Landgräfl. Hess. Darmstäbt. Diensten. Hr. Rektor Steinberger, Vs»» Buzbach, log. im Cinhoru. Ropulirte bei der Stadtkirche. Am 22. Marz. Johann Henrich Jug- hard, Burger und Schönfärber, derma» liger Wittwer, und Jgfr. Elisabeth«, Hrn. Johannes Surbers, Stadrlieute- nanl und Kirchenfeniorö allhier, eheliche Tochter. Getaufte bei der Stadtkirche. Am »Z. Marz Dem Burger und Becker, Philipp Christoph Brück, eine Tochter, Nameus Susann« Frrederika. Am 19. Marz. Dem Burger und Schuhmacher, Wilhelm Wannig, ein Soyn,, Namens Johann Philipp Karl. Am 2v. Marz. Dem Burger und Fuhrmann, Jacob Simon, ein Sohu, Namens Jacob Gerhard. Beerdigte bei der Stadtkirche. \ Am 16 März. Job. Friedrich Vetz- berger, Burger und Rvthgerder allhier, alt 57Jabr, ivMon. Eod. Joh. Melchior Dern, vonWa- - tzenborn, als 24 Jahr. Am 17. März. Christiana Johan- uetta Karolina, des Burger und Becker, Friedrich Lehrmunds, Tochter, aitLJ. 11 Mon. Am r8. März. Georg Christian, des Burger und Maurers, Daniel Balthasar Kanus, Schn, alt z Mon. Cvd. Johann Philipp, des Burger und Weisgerdk.», Leonhard Christoph Dckels, Sohn, ack zMvn. 21 Tage. Getaufte bei der Durgkirche. Am 20. Marz. Dem Korporal Friedrich Baen, bei Hrn. Hauptmann Götzen Compagnie, ersten Bataillons Landgraf, ein Sohn, Namens Joh. Philipp. Bier so in dieser Woche taxirt worden. Geschmack und Klarheit. Namen der Brauherren. ist tarirt worden / hat gewogen Grade. Tare., kr. | Joh. Conr. Frechen Wittwe. Rathsschöff Ferber . 17. Marz, eod. u 14 4 1 4 gut. gut. Rarbsschbff Frech eod. J4 4 gut. gut. gut. em fatal. Gefchmak gut. gut. gut. gut. . gut. Ludwig Busch . . • Heinr. Christ. MagnuS. Ludwig Bruch . . . Rathsschöff Frech Joh. Hernr. Magnus Mttwe. ebd, 20. — eod. 21. — eod. 13 14 13 , 12 i/r 13 4 4 3 4 ; 4 Johann Philipp Reiber . Jacob Reiber . .Andreas Conrad Sack . . 'jOiq und Thomas . • 22. — eod. eod. 14 14 13 , '4 4 4 ' 1 eod. 13 ija 4 gut.