Giesser AMtgungs-Blütttkcn. Tir0. XXVII. SamstagS den 7.IUÜ1. i8c>4« pol I ft Ochser I — Kühfl« 1 — Rinds ! — Kalbfl l — Schwe i —. Hamn i — Schac 1 — Kalbs t — Kalbe 1 — Wurfl 1 — Bratr I — Schwk 1 — Rinde ma 1 ft Hecht 1 — Karpf 1 — frische i — gescha 1 — grobe 1 — klein c lzey-Taxe. rfleisch — 'isch — leisch - ei sch — inefleisch — relfleisch — ffleisch — gelinge — leber — nur ft — inefett —- 'fett — auch auch 00 0 Ji 00 0 O-J OO 0 Q\~J cc O r 1111 ll| 1 1 1 polizey-Taxe. i ft innländische Seife — 1 — innländ. Unschlicht-Lichter 1 — Span - Sau — e — 1 Maas Bier so 14 Grad halt /4 V4 5/8 ig- t/2 Pf, Q. Q. Q. Q. Q. rkt - Preise. | en — — i Butter — — auch lte Hirse — — s eschalteGerste — | geschälte Gerste — kr. 16 17 16 8 4 10 i 1 1 l 1 1 1 1 Markt-Preise. 10 Handkäse — — — 10 Ever — — — 1 Mefte Erbsen — — 1 Meste Linsen — — 1 MesteWaizenwehl — — 1 Mefte Allendorfer Salz — 1 Maas Niddaer Ealz — kr. 8 8 40 48 90 48 10 i 1 i II 1 1 1 ?. G^raidepr den fi. h Stadre. eise vom Zc 60 kr. unbt Gemas. das Malier. das Achtel. auch das Mött. das Achtel. )♦ Juni msft.z Waizen bis de u Z4L0 wiegt n 7. Iulii, th 2^6t Quin Korn wiegr fl.ikr. ft. 4,45 157 5;— 18c 520 5— 135 61— 190 n Frankfurt tCölnisches Gerste wiegt . Wäh Silbers Hafer rung ;ew. 'wiegt ft. 140 160 120 168 ft. 90 135 84 fl. kr. 6 52 9 l — 9 20 8 — IO 1 — ft. <75 200 150 206 fl. 4 5 4 5 fr, 14 — fi- 3 4 kr. rs 3° 20 3o Darmstadt Giessen Marburg Wezlar ) io6 ( **■ Von den Mondfinsternissen. (Beschkus.) Daß die Sonnenfinsternisse bei Nacht, And die Mondfinsternisse bei Tag uns unsichtbar find, giebt die gesunde Vernunft, weil wir in dem ersten Falle die Sonne, und in dem andern Falle den Mond nicht sehen können. Denn weder die Sonne noch bei* Mond kann auf einmal den ganzen Erdboden bescheinen, weil er rund wie eine Kugel ist, oder eine kugelförmige Gestalt har. Daß aber auch eine Sonnenfinsternis bei Tage unsichtbar seyn kann, da sie doch wirklich da ist, und die Sonne am Himmel stehet, kommt daher, weil der Mond viel kleiner ist als die Erde, und auch so entfernt ist, daß er die eine Hälfte der Erdkugel, welche ihn siebet, nicht überschatten kann. Daher fallt der Schatten nur über einige gewisse Oerter oder Theile der Erde, und anderwärts bleibet die Sonne hell und frei von der Finsternis. Derowegen ist eine Mondfinsternis viel weiter zu sehen, als eine Sonnenfinsternis. Denn jene erstrecket sich wenigstens über die halbe Erde; diese aber, wenn sie ganz auf die Erde fällt, nicht viel über em Viertel der Erde. Die Lange des Erdschattens erstrecket sich fast viermal so weit als der Mond von uns, entfernt ist. Die Schatten des Mondes und der Erde laufen hinter sich spitzig zu. Bei gänzlichen Mondfinsternissen erscheint der Mond in hell oder dunkelro- ther Farbe. Zuweilen verschwindet er Völlig. Daß nicht allemal km Neumonde Sonnenfinsternisse/ und im Vollmonde Mondfinstermste Vorfällen, kommt daher, weil die drei Körper, Sonne, Mond und Erde, nur selten genau in einer geraden Linie zu stehen kommen, welches";» Erzeugung der Finsternisse erforderlich ist. Die Anzahl der Finsternisse kann in einem Jahre höchstens 7 seyn, alsdann treffen sie im Jänner, JulmS und De» zember ein. Und wenigstens müssen sich in einem Jahre zwo Sonnenfinsternisse eiustellen. Nach einer Periode von 19 Jahren kommen die Finsternisse in eben der Ordnung wieder. Bekanntmachungen, 1) Da auf Ansuchen der Johann Adolph Flettischen Erben das denensel- ben bisher an noch gemeinschaftlich znge- ftanbene, in der Ringmauer neben Balthasar Möhl und Johann Melchior Loos steheiibe Wohnhaus, sodann die am Burggraben stehende Scheuer, öffentlich vergantet werden soll, und hierzu Termin auf Dienstag den loten Iulii Nachmittags um 2 Uhr anberaumr worben ist ; so wird dieses hierdurch bekannt gemacht, damit sich die Liebhaber dazu an besagtem Termin auf dem Rathhaus, wo die Versteigerung vorgenommen, und die nähere Bedingungen bekannt gemacht werden sollen, einfinden können. Giesen den 2c)ten Juni 1804* Dietz. 2) Da das von des Georg Hartmann Benners Wittib hinterlassene Wohnhaus und Stall, in der Neustadt neben Schreiner Wirth, Dienstags den loten Iulii Nachmittags um 2 Ul)t auf dem Nakhhaus dahier öffentlich an den Meistbietenden vergantet werden soll; so wird solches hierdurch öffentlich bekannt gemacht, damit die Srcigiustige sich au besagtem Termin und Ort' einfinden, und die alsdann noch bekannk e*R ) I07 ( -- befamit gemacht werdende Dedingungen «"t'-smd-7-st-»Jnm^.^ r<\ g?rau Regierungsadvokatin Gill- nttr zu Darmstadt ist gesonnen, den Un Raedörigen dahier auf dem NahruugS- berg dem Buschischen Garten gegenüber gelegenen Garten, aus freyer Hand zu verkaufen. Liebhaber dazu können bei Unterzeichnetem Die weitere BedMANng-n erfahren. Giesen den 5^^804. 4) In der KaplanSgaß stehet eine wohlgebaute Scheuer «ns freier Hand zu verkaufen, worinnen.sich befinden , zwei doppelte Frucht-Gerüste» , gedlehlte und verschlossene Kammern, um gebt0. scheue Früchte aufzubewahren ; auch zwei besondere Kammern zu Heu und Grummet', zwei grose Vieh - und zwei »Lchwein- staUe; ein qröser Plaz Holz zu legen; eine der größten Dresch Tennen, von da eichene Treppen die zum ebersteu Loden gehen; ein mit Diehlen und eichenen Latien spaliertes Gerüst; auch ein Hof mit einer Einfahrt. Liebhaber können es alle Tage besehen. Giesen, den 22ten Juni 1804. 1 Daniel Plank, wohnhaft auf dem Kreuz. 5) Den iften Julii habe ich einen Hünerhuud, welcher ein langes Seil nachschleifen harre, in meine Wohnung ausgenommen. Aller bisherigen Bekanntmachungen ohnerachtet hat sich der Ci- genthümer noch nicht vorgefunben. Derjenige, welcher die Zeichen des Hundes angiebt, hak denselben bei Unterzeichnetem in Empfang zu nehmen. Giesen, den ölen Julii 1804. Volz, Feldwebel, 6) Der Sattlermeister Jung, wtly eher mehrere Jahre in Frankfurt gearbeitet , und ohnlangst sich dalner mederge- lassen hat, recommandirt sich mit allen Sorten moderner Sattler-Arbeit, und auch als Tapezierer. Er hofft dem geehrten Publico nicht blos hure?) geschmackvolle Ausführung, sondern auch durch schnelle und billige Bedienung Genüge zu thun, und zeigt zur Probe seiner Arbeit und seiner Manier, eine von ihm verfertigte Matrazze mit Springfedern im neuesten Geschmack, welche alle Tage -wischen II unb itUlir in feiner W°h- inm«. im Adolf Frechischc» Ha»« auf dem Markt, gratis besehen werden kann. Auch erbietet sich derselbe den respekt'ven Liebhabern für den Bedarf der Tapeten nach den neuesten Frankfurter Mustern zu sorgen, über deren Preise und DessemS demnächst bei ihm die von Frankfurt erwarteten Muster - Charten einzusehen sind. Giessen den 6ten Julii 1804. h) Auf dem Selzerswea ist ein Logis i'n der obcrn Etage, so in g Stuben, zwei Kammern, Küche, Holzstall und verschlossenen Keller bestebt, zu vermierhen, und kann sogleich bezogen werden. Ausgeber dieses'Blatts sagt: wo?