Anzeigungs-Blättchen. Nro. XXVII. Samstags den z.Julii. 1802» polizey - Taxe. 1 ft Ochsenfleisch das beste auch 1 — Küh fleisch — — I — Rindfleisch — — 1 — Kalbfleisch — — 1 — Schweinefleisch— — 1 — gemästetes Hammelfleisch 1 — Schaaffleisch — — 1 — Kalbsgelinge — — 1 — Kalbsleber — — 1 — Wurst — — — 1 — Bratwurst — — 1 — Schweinefett — — 1 — Rindsfett — — x — Hammelsfett — — fr. 10 8 7 6 10 10 6 6 8 15 20 18 -1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 II 1? polizey - Taxe. i ft innländische Seife — 1 — innländ. Unschlicht-Lichter 1 — Span-Sau — — 1 Maas gut Bier — *■ 1 Maas Milch — — 1 Maas Frucht-Brandtewein fr. 22 26 IO , 5 6 140 Milli?' Br odtare und Gew icht» Von kr.Schwarzbrod 6£otfi 3 1/4 Q« Vor i fr. Weck zLoth — O.. Vor i fr. Milchbrvd g Loth — O» Vor i fr. Butter-Bretzeln 2 Lotb 2 Ö. Von fr. gemischt Brod oder Taig- scher 5 Loth ZZ/4Q« Markt - Preise. I ft Hecht — — — 1 — Karpfen — — 1 — frische Butter — — auch I — geschalte Hirse — — i — grob geschälteGerste — I — klein geschalte Gerste — fr. 20 18 8 i 4 1 IC 11T1 1 1 1 Markt - Preise. 9 Handfäse — — — 10 Eyer — — — 1 Meste Erbsen — — 1 1 Meste Linsen — — i MesteWaizenwehl— — 1 Meste Allendorfer Salz — 1 Maas Niddaer Salz — M 8 64 72 126 48 9 1111111?' Getraidepreise v.om 26. Juni bis den Z.Iulü, in Frankfurt. Währung den fl. h. 6okr. und das ft. zu ZchLoth Cölnisches Silbergewicht. Stadt t.\ Gemäs. Maizen wiegt Korn wiegt Gerste wiegt Hafer wiege fl. fr. ft. fl- fr. ft. fl- fr. ft. fl- fr. ft. Darmstadt das Maliers io — 175 8 $2 157 7 22 140 3 21 -a Giessen das Achtel. I14 — 20c 14 — 180 11 — 160 6 — 135 auch . \ — —* — 5 40 Marburg das Mbtt. 110 3C 150 8 — B5 6 —■ 120 3 30 84 Wezlar das Achtel.jiz ! 3C 206 14 30 190 12 168 6 20 MW *— ) io6 Einige Denkwürdigkeiten fce? iZten iIahrhunderts, die nicht ecgesien zu werden verdienen. (Verfolg.) 1726. Starke Banden von Zigeunern und Jaunern, setzen die ganze Wetterau , durch Strassenraub, nächtliche Einbrüche und Mordthaten in Schrecken. Es gelingt dem von Giessen detachirten Militair endlich, nach mehrmals vereitelten Angriffen, sie aufzuheben. Den 14. und iztenNov. wurden 28 hingerichtet: 5 gerädert, y gehangen, 11 geköpft. Der schlimmste unter ihnen hieß Hem- perla. Siehe JE). Weissenbruchs ausführliche Relation von der famösen Zigeuner- Diebs- Mord- und Räuber- Bande rc. Frankfurt und Leipzig bei Krieger. 1727. mit 4Kupf. Entdeckung des Bitterbrunnens zu Seydschütz. Anlegung der Straße von Laubach nach Triest und St. Veit unter Carl VI. Hier bemerkt man zum erstenmal Raupenfraß an den Hecken. Johann Salvador zu Barcellona stirbt. Er war ein Mann von ausserordentlichen Kenntnissen; so daß ihn Tournefort den Phönix Spaniens nannte. Peter I. läßt die östliche Küste des kaspifchen Meeret untersuchen und aufnehmen. Isaac Newton stirbt 85 Jahre alt, zu London. Äusser vielen Verdiensten um die alte Zeitrechnung, setzte er viele schwere Theile der Mathematik und Physik ins Licht, leitete die Bewegung der Planeten in ihren Bahnen, welche Kepler aus Beobachtungen entdeckt hatte, aus anziehenden Kräften her , erklärte daraus die Un- Hleichheiten der Bewegungen des Mondes, die Ebbe und Flut, die Bewegungen der Cometen, die Aenderungen welche Planeten in ihren Bewegungen durch gegenseitige Anziehungen haben, machte wichtige Erfindungen in der mathemari- sch-n Analysis, Algebis, Höhen, E-°- metklerfand die Flurionßrechnuna, trua eine neue merkwürdige Theorie der Natur der Farben und des Lichtes vor. (Fortsezzung folgt.) Bekanntmachungen. 1) Die auf der Harth gelegenen, dem von hier abgezogenen Herrn Geheimen Regl.'rungs-Rath Hezel zugestandenen Feld.guter, als: 1) 1/2 Morgen n Ruten 7 Schuh Acker neben Johann Balthasar Waidig, 2) 1/2 Morgen 2y Ruten ii Schuh Acker, und ztens 3/4 Morgen 20 Ruten 12 Schuh Garten neben Ludwig Klingelhöfer und Johann Conrad Wagner gelegen, sollen Dienstags den izten Julius nochmals auf den öffentlichen Strich gebracht werden. Diejenige welche darauf zu bieten willens sind, können sich an besagtem Tage, Nachmittags 2 Uhr in der Heze- lischen Wohnung in den Neuen Bäuen elnfinden. Gießen den 23rett JuniuS .1802. W. Oßwald. . a 2) Da zu Bestimmung der, durch das Loos zu entscheidenden Ordnung, in welcher das, im Jahr 1792, unter (Fr« promission derer löblichen Landstände zum Behuf Fürstlicher Kriegs-Kass/ ausgenommenen Herrschaftlichen Capi- tals von 600,000 fl,, m den nächst bevorstehenden io Jahren jährlich mit 60 000 st. an die refpeflive Herrn Interessenten wieder abgetragen werden soll von der Landständischen Lberemnehmerey zu G>esen, Termin auf den igteu Julii die- ses Jahrs, Vormittags um 9 Uhr auf dem Rathhaus zu Giesen anberaumt worden ist; so wird dieses zu sämtlicher Interessenten Wissenschaft, zu dem Cmde bekannt gemacht, damit dieselbe nach i*- rjm Gefallen der Ziehung bepwohnen können. Uebri- ** ) i<>7 ( Uebriaens werden die Interessenten, von dem Erfolg der Ziehung durch den Laudsiändischen Obere,nnehmer Pfaff zu Giesen, Nachricht erhalten. Darmstadt den lätenJum 1802. Fürstlich HM-»-« KnegS-Colle- ° gium daselbst. Nachdem Friedrich Schäfer und dessen Ehefrau von Haußen Furstl..Amts Hüttenberg, vor einigen Zähren ach Holland gegangen und mehrere Schulden , jedoch nur em germges solche zU bezahlen unzureichendes Vermögen hinterlassen , jene Gläubiger aber auf ihre Befriedigung dringen; als werden sammt- lichel unbekannte Gläubiger des Friedrich Schäfers von Haußen, .so wie auch der erwähnte Friedrich Schäfer und dessen Ebefrau ediMiter hiermit vorgeladen, jene um ihre Forderun gen in dem auf den itenSept. l. I. anberaumten Termin Lei Vermeidung der Ausschließung gehörig ui liguidiren, diese aber, um im gedachten Termin ebenfalls zu erscheinen, ihre Rechtszuständigkeiten zu wahren, ge- qenfalls aber sich zu gewärtigen , daß daS vorhandene Vermögen rechtlicher Ordnung nach unter die Gläubiger vertheilt werde. Langgöns bei Giesen am i^ten Juni 1802. , Fürst!. Hess. Iustizamt Huttenberg C. G. von Zangen. 4) Nachdem Caspar Schmidt von Haußen, dahiesigen Fürst!» Amts vor ohugefahr 27 Jahren tn einem Aller von 19 Jahren mit einer Herrschaft weg und in die Fremde gegangen, auch seit der Zeit nichts von sich hören lassen, und sich besonders auch bey mehreren zur Re- crutirungvorgewesenen Ausnahmen nicht sistirt; als wird derselbe etliLkalitbr hiermit und rntt dem Anfügen vorgeladen. sich innerhalb einem Vierteljahr so ge- wiß vor unterzeichnetem Amt zu sistiren und die weitere Verfügung, gegenfalls aber, daß in Rücksicht seines Vermögens nach Maasgab der vorliegenden Fürst!. Verordnungen werde vvrgegangen werden, gewärtigen solle. Signatum Sflugs aöns bey Gießen am 22ten Juni 1802. Fürst!. Hess. Justizamt das. C. G. von Zangen. c) Ein Mensch von 18 Jahren von guter Herkunft und stiller Lebensart, wünscht in einem bürgerlichen Haus kleine Kinder in den Anfangsgründen, als Lesen, Schreiben, und Rechnen, gegen billige Bedingungen zu informiren. Das Weitere erfährt man in der Schroder- schen Buchdrukkerei. 6) Ich bin gesonnen mein Haus, Scheuer, Stallung und Hintergarten zu verkaufen. Liebhaber dazu können sich bey mir melden. 1 ' Müh lichin Wlttrb auf dem Selzersweg. Nachricht. In der Industrie - Schule der armen Kinder auf der hiesigen Stadt-Wage, a) in der Anlage, kann vor Jedermann Baumwolle versponnen werden. i*) Vor ein einfaches Zählgen, so einen Faden von 1250 Ellen hat, b) werden sfr. bezahlt; wer ganz fein Garn gesponnen haben will, zahlt vor ein solches Zählgen 2 Heller mehr. 2) Äusser diesem werden dem Schulmeister, welcher vor die richtige Ablieferung zu stehen hvt, von jedem Päckgen, so nicht über ein Pfund wieget, 2 fr. bezahlt; von größer« Päcken von jedem Pfund 2 fr. q) Auf jedes Pfund guter Baumwolle' werden rLoth Abgang gerechnet, mithin ) log ( *• mithiu werden vor 34 Loth Baumwolle zmückgeliefert 32 Loth Garn. 4) Wann das Garn duplirt,Z —4 sder mehrfach gemacht werden soll, find von Zedem Pfund zu dupliren 12 fr. zu bezahlen. a) Stadtwage, wo bekantlich al- schon seit vielen Jahren her alle Sorten Baumwollen - Garn vor auswärtige §a> bricken gesponnen worden, d)'i2ZO Ellen hat, und 2 Loth wieget, werden 2 kr., mithin vor ein Pfund 32 fr. bezahlt, auch werden geringere Quantitäten, als 1/2 und 1/4 Pfund, zum Verspinnen angenommen; c) Fürst!. Hessische Policey- und Armen -Deputation daselbsten. Giessen den i. Julius 1802* Gottesdienst am 4. Iulii. In der St. PancratiuSkirche. Morgens Herr Superintendent Bechtold. Nachmittags Herr Superintend. Müller. In der Vurgkirche. Morgens Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr Kandidat Ebel. Morgen den 4. Iulii haben das Frischbacken, die Beckermeifter: Jacob Wahlenfels, in der Neustadt, und Georg Philipp Jughard, in der Wattthor- strase. «^taufte bei der Gtadtkirche. ,. , 24« ^sun. Dem Bürger und Seih« schützen, Konrad Spieß eine Namens Maria Elisabeths. * Md)tcrr Am 25. Jun. Dem Bürger». Merger, Matthäus Mehl, ein Sohn Namens Balthasar. Q ' Ma Am 30. Jun. Dem Burger u. Weis- L^-^obann Philipp Ockel, «in Sohn, Namens Johannes Wilhelm. Beerdigte bei der Stavtkircbe. ^■7 26. ^un. Johann Paulus Euler, 0 ?ter' 75 2Monats .. Am 27.JUN. Frau Anna Margaretha, des Hrn. Rathsschöffen Daniel Eodem. Friedrich Peter Karl, des Burger und Fcldschützen, Wilhelm Gerhard Franzen Sohn, alt 27 Tage. ^p»l''"e bei der Bnrgkircke. 5Nht3rI? $err Theodor Gilmer, Advvkar und Procurakvr bfi SürfH. sRt= S'frungju Darmstadt, mit der »erwir- t#6 taufte bei der Bnrgkirche. Am 27. Jun. Christoph Wilhelm, des Unterofficier unterm 2ten Baiaillon Landgraf, Henrich Wagners, Sohn. ^$ür so in dieser Woche t(tritt worden, Namen der Brauherren. I ist tarirt 1 worden, hat gewogen Grade. Tare. kr. Geschmack und Klarheit. Ratbsschöff Frech < Rathsschöff Vetzberger . . Jacob Wahlenfels . . Wald-Inspektor Wörmbser Christian Balthasar Bekker Philipp.Vetter im Ritter . 1 25. Juni. 26. — eod. eod. eod. eod. 12 11 10 3/4 10 3/4 121/2 11 6 5 5 5 6 5 sehr gut. mittelmässig, item. item. sehr gut. gut. j