AvzeiguvgL-Blatkc M Nro. XXXII. Samstags den 30. August, n Zoo. Giesser Victualien - rind Markt- Preis, kr. »f. fr.lpf 1 ft Ochsenfleisch — — 10 - r ft Hecht —— —• 16 — 1 — Kübfleisch — — 8 — 1 — kusche Dturer 22 — 1 — Rindfleisch — — 7 — 1 — fl. fr. ft. fl.lkr. ft. fl. frj ft. fl. fr. ft. Darmstadt das Malter. 7 - 17$ 5 - i57 3 r8 140; 3 18 93 G> essen das Achtel. 8 45 20c; 5 20 i8° 4 3° 160 140 • Marburg das Mött. 7 — 1 15ot 4 - 13s 4 — 120 2.48 84 ' Wezlar bas Achtel. 9 30 | 206] r 5 50 19°1 41- 1681 4t-i ) 126 ( *• Sparkassen für das Gesinde. s) Spar - und Leih-Rassezu Biel. Verfolg« Mit dieser > Sparkasse wurde eine Leihkasse verbunden — um den Profcs- sionisten der Stadt, in der Betreibung ihrer Profession oder Kunst, den Ankauf von Materialien, Gerathschaften, oder sonst eine erhebliche Ausgabe, durch ma- figen Credit oder Vorschuß ohne Unterpfand, jedoch unter der Verpflichtung, zur unausbleiblichen rechtlichen Wiedererstattung in kurzen bequemen Fristen, zu erleichtern. i) Nur Gewerbtreibende Bürger in der Stadt können Unterstützung aus dieser Leihkasse erhalten. 2) Wer eine.Unterstützung begehrt, muß vorher hinlänglich darthun, daß er- dadurch in den Stand gefezt werde: seine Profession, vortheilhasier als sonst zu betreiben : oder daß ein unvermutheter Umstand ihm iezt eben eine ausserordentliche Ausgabe norhwendig oder nüzlich mache, die ihm izr unerschwinglich oder drückend werden, und den Betrieb seiner Profession stören würde. 3) Er muß nachweisen'können, daß er in gewissen kurzen Fristen, die Schuld zn tilgen im Stande sey. 4) Er muß sich alle diejenigen Vorkehrungen gefallen lassen, welche die Verwalter der Leihkasse zu ihrer Sicherheit udthig finden. 5) Es hangt bloß von diesen Verwaltern , unter der Auctoritat der Gesellschaft ab, ob sie, nach untersuchten Umständen, die Bewilligung einer Unterstützung, zulässig finden, und es sind dieselben keinem sonst darüber Rede und Antwort schuldig. 6) Wer eine solche Unterstützung erhält, unterwirft sich, im Falle säumiger, nicht prompt in den verabredeten Fristen erfolgender Zahlung, den sogleich erfolgenden bereitesten Erecutionsmit- teln. 7) Eine unter diesen Bedingungen begehrte und bewilligte Unterstützung kann auf folgende Weife geschehen : a) durch Beihülfe mit Materialien und Gerathschaften selbst in natura, oder durch dazu gemachten Credit; b) durch baaren Geldvorschuß, doch ■ nur in ausserordentlichen Fällen, und wenn derjenige, welcher Unterstützung sucht, sichtbar dieser Hülfe zu seinem Betrieb bedarf ; c) durch Einlösung versezter Sachen aus dem Lombard, wenn solche in gewissem Geräthe, das zum Ge- werb erforderlich ist, bestehen, doch müssen die Eigenthümer solcher Sachen durch unverschuldete Umstände zum Versetzen genöthigt gewesen seyn, und es sich gefallen lassen, daß die eingelösten Sachen, zur Sicherheit der. Gesellschaft mit dem Stempel derselben bezeichnet werden. 8) Die geringste Summe eines baaren Geldvorschusses , darf nicht unter 5, und die höchste nicht über rvo Mark betragen. Nur in besvndern Fallen kann eine Ausnahme gemacht werden, welche die Verwalter sich Vorbehalten. Um die Ausgaben zu decken, kommen der Lcihanstalt, r)dievonden Empfängern jener Anleihe mir 4 P. c. zu erhebenden Zinsen, ' und das Vermächtnis eines verstorbenen Wohlthäters zu gut. Der Einschuß zur Kasse ist in Aktien ge- theilt, und es bleibt der Willkühr eines jeden Beförderers überlassen: J) ob er die Portionen, welche zu 10 Rthlr. die Actie bestimmt ist, auf ; einmal und als ein Kapital, wel- ' cheS — ) ( e* ches zu dem Zweck dieser Kasse angewandt wird, baar ef'nlegen, oder 2) dlos durch Unterzeichnung, zu einer oder mehreren solcher Actien sich auf immer, ohne sie kündigen zu können, anheischig machen wolle, den- Verlust der Leihkasse verhälr- nismasig zu tragen, 3) oder ob er sich für Actien von dem nämlichen Werth, nur auf ein Jahr mit dem Vorbehalt jährlicher Kündigung unterzeichnen wolle. In diesem Falle muß man jedoch noth- wendig ein halbes Jahr zuvor von der Aufkündigung unterrichtet seyn, um darnach seine Maasregeln nehmen zu können. Allen diesen Beförderern wird jährlich eine Berechnung vorgelegt, dieser gemäs die Verlnsisumme über die einzelnen Actien vertheilt, denen welche baare Beitrage zugeschossen haben , abgeschrieben , und von denjenigen, die durch Unterzeichnung sich verbindlich gemacht haben, der verhaltnismasige Beitrag jährlich an die Kasse berichtigt. Es ergiebt sich also, daß derjenige, der zur Leihkasse unterzeichnet hat, auf jeden Fall nur für so Viel, als er Actien übernommen hat, und nie für eine grösere um ine in Anspruch genommen werden kann. Die Verwaltung beider Kassen hat die Gesellschaft einer eigenen Commission übertragen, die die Geschäfte bei der Sparkasse umsonst besorgt. In Ansehung der Leihkasse ist ihr die strengste Verschwiegenheit, und die gewissenhafteste Geheimhaltung der Personen, welche Unterstützung erhalten, zur Pflicht gemacht. Sie muß zugleich die vorkommenden Erfahrungen fleissig sammeln, und mit Sorgfalt zur Abfassung immer zweckmasigerer Vorsichtsregeln benutzen, welche alle Jahre der Gesellschaft zur Prüfung vorgelegt werden. Um von dem Zustand und den Geschäften beider Kassen unterrichtet zu werden , wählt die Gesellschaft jährlich 2 Revisoren , welche zur strengsten Verschwiegenheit verpflichtet sind, die Rechnungen nachsehen, gut heissen, und ihr Auszugsweise einen Bericht darüber abstatten müssen. Dies sind die Hauptpunkte dieser wohlthatigen zweifachen Kasse. Am Ende der Bekanntmachung derselben, wenden sich die Biedermänner, welche diese Anstalt stifteten, an ihr Publicum, mit folgender herzlichen Ermunterung. Wir machen den Anfang mit dieser neuen Hülfs-Anstalt, mit dem Vertrauen auf die Mitwirkung unsrer Mitbürger. Sie werden uns die Hand bieten, um Sparsamkeit und Wirthschaft- lichkeit in unsrer Stadt zu befördern, dem ehrlichen Fleiß aufzuhelfen, "und durch beiderlei Mitte!, der Verarmung und den zahlreichen Uibeln, die sie begleiten, zu steuern. Wir — so Viel unserer zusammen getretten sind, wollen nach dem wahren Sinn unsrer Verbindung, es uns nur zur Pflicht machen, Alle die in un- serm Dienst und Lohn arbeiten, den Weg zu führen, auf welchem sie die Mithelfer, ihrer eignen Versorgung werden können. Wir wollen ihnen diejenige Anwendung ihres Erübrigten empfehlen, die ihnen selbst die wohltharigste ist, und durch richtigere Schätzung ihres Erworbenen, sie von dem ungeziemenden Aufwand, der zum Verderben des Gesindes neuer-, lich so sehr überhand genommen hat, zu entwöhnen suchen. (Fottsezzung folgt.) •*.) i25 c — BMnntmaÄmnF. Die schon einmal durch die Schelle bekannt gemachte Versteigerung einer Bücher-Sammlung, hatte in dem damals anberaumten Termin aus dem Grunde nicht statt, weil, mehrere Theil- haber daran, nicht allein loco waren. Diese Bücher-Sammlung, die Endes- unterschriebene von dem verstorbenen Hrn. Regierungs-Advokat Neubauer an sich gekauft, besteht grbstentheils aus juristischen, auch verschiedenen medizinischen und sonstigen Büchern, und soll Mon- Lags den i. September und folgende Tage Vormittags um 9, und Nachmittags um 2 Uffr, in dem hiesigen Juden-Gemeindehaus, bei dem Juden - Synagog, öffentlich gegen baare Zahlung au dm Meistbietenden versteigert werden. Hey um Kaufmann und Compagnie» Gsttesdiettst zr. August. In der St. Pancratiuskirche. Mot- gens Herr Superintendent Bechtold. Nachmittags Herr Suprrintend. Müller. In der Burgkirche. Morgens Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr Kan- didat Helm. Morgen den 31. August hat das Frischbacken der Veckermeister Ebel, an Ler Kühgaffe. Em- rmd Auspassirte. Am 19. Aug. Hr. Advocat Voll- hardt, von Darmstadt, log. im Einhorn. Eod. Die Herren Kaufleute, Gil- Herr, Freymann, und Götz, von Frankfurt, log. im Einhorn. Eod. Hr. Verwalter Reinhard, von Darmstadt, log. im Rappen. Moltrr und Hr. Caesar, Kaufleute von Frankfurt an der Oder, log. in der Post. Eod. Hr. Doctor Lind, aus Mey- nungen, log. un Einhorn. Am 22. Aug. Die Hrn. Kaufleute Osenberg, von Elberfeld , Bujard, Schoch, Danckert und Hecker, von Hamburg, log. in der Poft. Eod. Hr. Kaufmann Geiler, von Offenbach, log. im Einhorn. Am 23. Aug. Die Hrn. Kaufleute Humphus, Rowson und Siwir, von Manchester. Hr. Postmeister Klees, von Buzbach, log. in der Post. Am 24. Aug. Die Hrn. Schüler u. Lauge, Kaufleute aus Hamburg, icii in der Post. ö' J Ropnlirte bei der Stadtkirche. Am 24 Aug. Dan. Limberger, Burger und Schuhmacher in der Stadt Grebenstein, im Hess. Casselischen, weiland Hrn. August Lrmberger, Rathsverwand- ten in Grebenstein, nachgelassener ehel. Sohn , und Maria Elisabeth«, Johann David Rinn, Burgers und Fuhrmanns allhier, ehel. Tochter. Geraufte bei der Sradtkirche. Am 23 Aug. Dem Bnraer u. Maurermeister, Daniel Balthasar Kann, ei» Sohn, Namens Joh. Heinrich Justus. Am 25. Aug. Dem Burger u. Fuhrmann, Ehr-.stoph Ludwig Klingelhöfer, ein Sohn, Namens Georg Melchior Anton' Am 26. Aug. Dem Burger ». Schuhmacher, Wilhelm Konrad Lemp, ein Sohn, Namens Jacob Eberhard. Beerdigte bei der Bnrgkirche. Am 23. Aug. Maria Margaretha Wilhelmiua Louisa, des Feldwebels, Georg Friedrich Cronenbcrgers, beim ersten Bataillon Erbpriuz, Tochter, altr Jahr, 2Mon. ■. - Am 20. Ang. Hr Oberjägermeister tzo» Lvew.e, in Hannöver. Diensten. Hr.