Anzeigungö-BlättcM 2Nro. XXXXVTL (SamstagsDen rz.Decembr. rgocu Victualien - und Markt-Dreis. 'Giesser Wirf. 16 — i ft Hecht I ft O ässen fleisch 8 6 7 Handkäse — I8o Sc 24 ■ 261- I Quirlt 3 i/2 Hafer wiegt wiegt wiegt Gema s. lWaizen 4° i - i i i 3 4 3 4 fr i i i i i 140 160 120 168 fr. 3° das Malten das Achtel, das Mött. das Achtel. 3 6 32 18 8 '8 48 64 Loth 14 6 5 3 10 98 140 84 1 1/2 11/2 3/4 ■2 1/2 4 5'1 5 4° 4 — 6110 Darmstadt Giessen Marburg Wezlar Euer — Messe Erbsen Meste Zinsen MesteWaizeumehl ^Schwarz Brod \ Weck — — Milchbrod Butter - Bretzeln gemischt Brod oder Taigscher ' 7 7 9 16 I22 20' I - I - I - I - 1 - I - J - I - I ■ •I - I ■ I I / fl. fr. 2 44 3 - 1 1 48 1 2,50 ss. 8 10 7 II — Küb fleisch — — Rindfleisch — — -Kalbfleisch — — Schweinefleisch — __,H x m m elflei sch — — Schaaffleisch — — Kalbs Klinge — — Kalbsleber — — Wurst — — — Bratwurst — — Schweinefett — — Rindsfett — — Hnmmelsfett — — innländische Leise ft. 1*75 200; fr.’pt. 9 - 7 - 6 - 7'- frische Butter — Span - Sau — geschalte.Hirse — grob geschalte "Gerste. klein geschalte Gerste Holländischen Käse 157 18° 135 I9°l Korn! wiegt Gerste TLlTrj'ftT fl. jfr. ei — innland. U usch licht-Licht er 1 Meste Sülz — — 1 Maas gut Bier — — 1 Maas Milcl) - — 1 Maas.Frucht - Brandtewein Klt'-id-prekse vom 6 Der. bis t-m 12.®«., in Frankfurt. Währung ® fl. h 60 ft. unddas w. zu zgloth Cölnffch-s Sllbrrgewicht Vom Begiesen der Gartengewächse. Das Begiesen der Gewächse kann nach Umständen schädlich ober vortheil- hift seyn. In Ansehung der Jahrszeit ist ein Unterschied zu beobachten. In den Abendstunden ist es am vortheikhaf- testen: denn da sind die Pflanzen am meisten geschwächt, und bedürfen einer Erquickung. Auch wachsen sie zur Nacht- zeit bekanntlich mehr als am Tage. Sollten aber noch Nachtfröste und Reife zu befürchten seyn, so würde das Begiesen des Abends mehr Schaden als Nutzen bringen. In diesem Falle kann es des Morgens, und in den späten Herbst - eher in den ersten Frühlings-Tagen, in den Mittagsstunden geschehen : denn zu den Zeit dringt die Sonne noch nicht, ober nicht mehr so stark in den Boden. Hingegen bekommt das Begiesen des Mittags im heisen Sommer den Pflanzen eben so schlecht, als ein kalter Trunk einem erhizren Menschen. Die Unterlassung des Begiesens, wenn die Pflanzen desselben unnmgäng- lid) bedürfen, bringt grosen Nachtheil, eben so vielen ja noch grösern Schaden aber bringt ihnen das überflüssige Begier fen. Ist der Boden schwer, so wird seine Oberfläche dadurch so fest und bindend, daß der gesäere Saame entweder gar nicht anfgebt, oder wenn er aufgeht, und das überflüssige Begiesen fortdauert, wird das Land in der Tiefe so fest, daß die zarten Wurzeln nicht du'rchdringen können. Cie bleiben im Wachsthum'zu- rück, 'werden gelb , und verderben endlich ganz. Geschieht dies bei Pflanzen, die erst nach einiger Zeit, oder gar-nicht versezt werden, so ist alle Hülfe vergebens : denn das einzige Mittel, das Auflockern des Bodens ist hier wegen des engen Raums nicht anwendbar. Grose Pflanzen gerathen auch leicht bei allzu starikm Begiesen in Wurzel-Faule, welche sich durch eine kränkliche gelbe Farbe der Blatter verrath. Dann ist Nichts mehr übrig, als das Begiesen logleich einzustellen, und durch flcisiges Behacken der Feuchtigkeiteinen Ausgang zu verschaffen. Sind die Blätter der Pflanzen einmal so groß geworden, daß sik den Boden beschatten, so können sie sich selbst beschützen, halten den Boden feucht,. und bedürfen nur bei anhaltender Dürre des Begiesens. Auch können manche Gewächse die Nässe gar nicht wohl vertragen. Daß aber ein sandiges Gartenland off er begossen werden müsse , als ein schweres, versteht sich von selbst. Alle frisch versezte Pflanzen, besonders wenn sie schlecht bewurzelt sinb, müssen des Abends begossen werden, damit sie Stärke genug erlangen, der Hitze des folgenden Tages zu widerstehen. Dieses Begiesen muß auch so lange fort- gesezt werden, bis sie durch ihre neu an- gesezte Wurzeln mehr Nahrung erhalten können, ober bis ein Regen das Begier fen entbehrlich macht.- In sehr trocknen Sommern ist aber auch solchen Pflanzen, die nicht erst frisch versezt sind, das Begiesen nbrbig, weil der Boden öfters tiefer anstrocknet als bie. Wurzeln reichen , indem er Sprünge bekommt. Bei dem Begiesen nimmt man den Sprengkolben ab, und gieset aus dem Rohr um die Pflanze so viel Wasser als ndthig ist. Wo aber die Pflanzen dicht sieben, geht dieses nicht an, sondern da last man das Wasser wie einen Sprüzre- gcn durch den Sprengkolben aus das, Beet fallen. Wie viel Wasser uöthig sey, zeigt die Natur des Bodens und seine Dürre. Das beste Wasser aber ist weiches, - ) i87 ( — ches, mildes^ fettes Wasser. Wer kaltes Brunnenwasser zu nehmen gezwungen ist, muß es erst in einer Grube oder Tonne, 24 Stunden in der Sonne stehen lassen: denn frisch aus der Quelle geschöpft, ist es keiner Pflanze dienlich. Wenn man nun genöthigt ist, viel zu aiesen, so muß man auch oft behacken, und dies ist besonders in schwerem Boden nicht zu vergessen. Da nun die Pflanzen an Hessen Tagen stark ausdun- sien, so kann man sie, ohne das Begie- seu dabei wegzulassen, mit einer feinen Brause sanft übersprengen. Kann man dieses alle aSrundeu wiederholen, welches bei kleinen am Haus liegenden Garten wohl angehr, so entfernt man dadurch auch die Erdflöhe. den sollen. Signatum Butzbach den 24. October 1800. Fürstl. Hess. Amt daselbst. L. Lieb knecht. 2) Nachdeme zu Richtigstellung des Invenrarii über den Nachlaß des verstorbenen Burger und Zeuglchreiber Krachs dahier, erforderlich ist, daß alle diejenige, welche an den 8?erstorbenen, ans irgend einem Grund, eine Anforderung zu haben vermeinen, selche binnen 4 Wochen bei hiesigem Fürstl. Oberamt einbringen; so werden dieselbe hierzu angewiesen, gegenfalls sie sich zu gewärtigen haben, daß nach Ablauf dieser Frist keine weitere Anforderung angenommen werde. Giesen den iz. Nov. igoo. Fürstl. Hess. Oberamt das. R a y ß. Bekanntmachungen. 1) Nachdeme der Burger und Kupferschmied Christoph Kobelt dahier zu Butzbach, eine solche Schuldenlast cvn- trahiret hat, daß sein Vermögen zu deren Zahlung bei Weitem nicht anreichet, daherovon Hochfürstl. Regierung zu Giesen der Concursprozeß erkannt, und solchen zu eröffnen befohlen worden ist; so werden dessen sämtliche — sowol bekannte als unbekannte — Gläubiger hiermit öffentlich vorgeladen, Donnerstag den ZtenJan. 1801. Vormittags 9 Uhr vor hiesig Fürst!. Amte, entweder in eigener Person , oder durch genugsam Bevollmächtigte zu erscheinen, ihre Forderungen durch Urkunden, oder ans andere rechtliche Weise, richtig zu stellen, auch über den Vorzug unter einander zu verfahren, im Nichterscheinung,s/all aber sich zu gewärtigen, daß sie weiter nicht gehöret, sondern von der gegenwärtigen Concursmasse gänzlich ausgeschlossen wer3) Mittwochs den jyten Dezember, Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Gast- Hause zum Schwan in Darmstadt, eine Sammlung sehr gut couditivnirter Bucher, besonders aus dem Fache der schönen Wissenschaften, nebst verschiedenen Kupferstichen und Zeichnungen » gegen gleichbaare Zahlung, öffentlich—'rsteigt werden. Die Heyerische Buchhandlung dahier und in Darmstadt, ist zur Hebers nähme von Aufträgen erbötig, und daselbst der Katalog einzusehen. 4'' Bei Buchbinder Balser, aufdern Markt, sind allerlei Sorten schöner Neujahrwünsche , wie auch Taschen - und Wandkalender aufs Jahr igoi. zu haben. 5) Noch niemals habe ich die von mir selbst verfertigte, rkie auch Nürnberger zu Weihnachtsgeschenken für Kinder bestimmte Holzarbeit, zum Verkauf um- hertragen lassen, und solche auf diese Art an- — ) 18 -8 ( — muzübringengesucht; auch diesmal werde ger, Vallhaiar Vogt, 'Sin Sohn., Na- /ich diese Waare in meinem auf dem Sel- mens Gerhard Balthasar. rersweg erkauften und nunmehr bezöge- , _ - , -iien Wohnhaus, Abends bei Licht wieder Beerdigte bei der GttdLkircbr. ausstellen, und damit Mittwoch den i7ten Dezember., den, Anfang machen, wo sodaun Liebhaber ^rüch Gefallen aus- wahlen, und sich billiger Preise versichert :h,alten können. Ernst Heinrich Matthias, .Drechslermeister. «GottPsÄiensk am iZ.'Drc. 'In Der St. Pancratiuskirche. Mor- aens Herr Professor Palmer. Nachmittags Herr Superinteno. Müller. In der Burgkirche. .Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Pfarrer Buff. Morgen Den .>13. Dec. haben das Frischbacken, die Beckermerfter.: Jug- hard, am Walltyor, mndSeipp,-auf dem Markt. Em r und AuspMrte. Am 7. Dec. Hr. Procurator Scheider, und Kaufmann Hampe, von Sie- aen, im Einhorn. 'M 2. Dec. Die Herren Kaufleute, Casselmann, aus Gaffel., Morel Tron- svnt, aus RheimS, log. im Einhorn. Am Z. Dec. Hr. Eommiisionsratl) Botte, von Braunfels. Hr. Kaufmann Lesch^ von Frankfurt, log. im Rappen. Geraufte bei der Stadtkircbe. Am -.i u Dec. Dem Burger u. Mez- Am 6. Dec. .Johann Konrad Stein, Burger und Kramer allhier, altdgJahr. Eod. Dem Burger und Schneider, Christian Valentin, eine Tochter, Namens Johannetta Antoinetta, alt 2 I. izMon. roTage. Am'^7. Dec. Der Burger und Scl-rci- ner, Ioh. Henrich Mühlich, alt 78I. Eod. Dem Hrn. Kanzellisien Günther, ein Sohn, Namens Wilhelm, alt 5 Jahr, 6 Mvn Eod. Dem Burger und Fuhrmann, Magnus Sü-afer, ein Sohn, Namens .Magnus , alt z 1/2 Jahr. Am 10. Dec. Dem Burger u. Schuh- rmachcr, Georg Henrich Wagner, ein Sohn, Namens Konrad Philipp, alt ^2 Jahr, zMon. ^Geraufte bei der Burstkirche. Am 5. Dec. Dem Schullehrer an der "Industrie - Schule und Organisten bei der Burgkirche., Johann Andreas Keil, eine Tochter, Namens Christiana Elffabelha Katharina. Am 7. Dec. Dem Korporal, Job. Mmstian Hofirmnn, Hei.Hrn. Major v. ..GrÄUd'ville Compagnie, ein Sohn, Namens Johann Georg Anton. Beerdigte bei derBurgkirche. Am io. Dec. DemIionstabler, Karl Ludwig Krauskopf, eine Tochter, Namens Maria Philippina Christina, alt 2 Jahr, zMi>n,, 12 Tag. Wem,es gefällig ist, Dieses Mnzeigungsblättche« für das komme-,oe ^agr fort'.uhalten, wiVd ersucht, in der nachsten Woche .Anzeige davon in der Cchrode- r-schen Buchdrukkerei zu.rbnn, und die auftrst billige, :» gz Kreuzer besrebende Pi"- n^ nnera^m uqleich gefälligst mit einzufchikken. ÄMt Auswärtigen erbittet man sich solches in frankirten Briefen. Auch um die noch rükstandige Pränumeration chou diesem Jahr wird höflichst gebeten.