Vtessische wöchentliche WWWge WM miß Nachrichten Neun'un- Dreissigstcs Stuck. Dienstags den rften Sepe. ^77o. Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis. Von der unbilligen Verachtung des geistlichen Standes. Verachtung des geistlichen Standes ist immer unbillig, sie mag ÖC/ aus einer Quelle fließen aus welcher sie will. Bey verschiednen ist eine Geringschätzung der Religion überhaupt: bey andern aber der unrichtige Schluß, vermöge dessen man gehler einzelner Personen dem ganzen Stand zur Last legt. Wer keine Religion hat, der kann freylich sehr leicht darauf verfallen, die Diener derselben zu verachten. Aber auch dieses ist noch keine hinlängliche Ursache. Wenn man gleich selbst gegen alle Religionen gleichgültig wäre, so kann man doch ohne eine Ungerechtigkeit zu begehen nicht behaupten, daß alle Verehrer einer Religion Leute sind, Die derselbigen entweder aus Unwissenheit Einfalt und Aberglauben, oder aus Eigennutzzugethan sind. Nein! esgiebt noch immer Leute die grose Gaben des Geistes haben, eine Religion untersuchen und prüfen können, und sich durch eine ausgebreitete und gründliche Gelehrsamkeit hinlänglich gerechtfertigt R r haben, Giessisthe wrchtnck'che gemerttNutztze Attzekgett haben, daß sie eben nicht gerad blindlings alles glauben, was man ihnen vorschwätzt. Es giebt noch immer Leute, die auch alsdcnn, wenn sie irren, rechtschaffen handeln, und dem Irrthum aus keiner andern Ursache beygesallen sind, als weil sie ihn vor Die Wahrheit hatten ; Leute deren Charter nichts heuchlerisches an sich hat: Leute welche theils ihres Stands/ theils ihrer Glücksgüter, theils ihrer Redlichkeit wegen über allen Eigennutz erhaben sind: Leute die es ganz und gar nicht nöthig haben, eine Maske vorzunehmen. Cs ist ungerecht, wenn man glaubt, daß alle diejenige, welche einer andern Religion zugethan sind, Leute von geringerer Einsicht und von einem schlechten und niederträchtigen Character seyn mü- sien. Wie kann man also einen Stand lchlechterdmgs verachten, indem man wenigstens eine gewisse Anzahl von sehr gelehrten Mannern , und von redlichen Gemürhern aufwe-sen kann? Laßt es seyn, daß alte diejenige irren, welche sich etwas aus der Religion machen: Was folgt daraus? Ist man deswegen berechtiget ihre Diener zu verachten? -Oder nicht vielmehr verpflichtet, sie, wo es möglich ist, zu recht zu führen? Oder wenn dieses allenfals zu schwer seyn möchte, Mitleiden mit ihnen zu haben? Glauben denn die Herrn, die des geistlichen Standes und der Religion so gern spotten, daß sie allein klug, alle andre Leute aber Dummköpfe, daß sie allein rechtschaffne Manner, alle andre aber Bösewichter, oder wenigstens eigennützige Heuchler seyen. Möchten sie doch ihre Einsichten, die ihnen so groß scheinen, und ihr Herz, das ihnen so edel vorkommt, ein wenig besser kennen lernen. Ich darf nicht hoffen daß sie sich mit den gelehrten und rechtschaffnen Männern, deren es wenigstens, wie ich gedacht habe, einige giebt, in Vergleichung stellen sollen; denn sie wurden bey allem ihrem Stolz zu viel dabey verliehren. Ich sage nichts von der Nothwendigkeit des geistlichen Standes in Absicht auf das bürgerliche Regiment, wenigstens in unser» Tagen , so wie die Sachen jetzt sind. Dieses erforderte seiner Weitläufigkeit halber eine eigne Betrachtung. Ich sage nur, daß es unbillig ist einen ganzen Stand zu verachten, in welchem sich Männer befinden , die Hochachtung verdienen. Will man die Fehler einzelner Personen dem ganzen Stand aufbürden, so trift dieses alle Stande in der ganzen Welt. Wie viele schlechte Leute sind nicht in allen Standen: Wie viel Böses ist mcht durch r.und Nachrichtett. T« tzMNW , öHe Stände in der Welt gestiftet worden! Wie nöthig sind unsdieAerz- te •> Mer wie viele Pfuscher giebt es nicht unter ihnen! Wie manche Kirchhöfe haben ste ungefüllt! Was ist ehrwürdiger und unentbehrlicher alS Der obrigkeitliche Stand? Ader wie viele schreyende Ungerechtigkeiten werden nicht unter Dem Schern Des Rechtens begangen. Wie viel offen* bahre Grausamkeiten haben nicht unzehliche Tyrannen ausgeübt! Welche Ströhme von unschuldigem Blut haben mcht ehrgeitzige Regenten vergossen ! Soll man Darum Die Gerechtigkeit, und alle Obrigkeiten überhaupt anktagen? Ich gebe zu, Daß viele Verfolgungen uno so gar Kriege aus einem falschen Religionseifer entstanden, oder Durch die Herrschsucht verschiedner Geistlichen angezündet worDen sind. Aber ist es nicht offen* bahr zu weit gegangen, wenn man alUs Böse m Der Welt Den Priestern lufcbreibt, wie es heutiges Tages Mode werDen will ? Wie viel Kriegt dlüt-ge unD oft höchst ungerechte Kriege hat nicht Die einzige römische Republik geführt? Man müßte in seinem Leben keine Geschichte gelesen haben, wenn man den Priestern unter den Römern die Ursachen davon auf- bürden wollte. Wie viele Tyrannneyen haben nicht Die heydnische Kaiser, ich sage nicht gegen Die Christen, sondern gegen Die Heyden selbst ausge* übt, ohne daß Priester und Religion sich mit hmem gemischt haben. Uno was sind nicht unter Den Christen in allen Staaten von Europa feit vielen Jahrhunderten vor Verwirrungen, Empörungen, und auswärtige Kriege erregt worden, ohne daß gerad Die Geistlichkeit Die Ursachen zu denselbigen hergegeben, das Feuer angezündet oDer unterhalten hat. Kurz; man kann gemächlich hundert Ungerechtigkeiten, Die von Leuten aus allerlei) Ständen begangen worden sind, und Deren traurige Folgen sich oft über ganze Königreiche erstreckt haben, gegen eine ausweisen, die ihren Ursprung von Der Priesterschaft her hat. Man setze also weiter, daß mancher Geistlicher habsüchtig, geitzig, niedettlächtig, pöbelhaft, wollüstig oder zänkisch sey: Wer wird dieses leugnen? Aber wer kann es auch ausstehen , wenn man dieses als wesentliche Eigenschaften des ganzen Standes betrachtet? Die Verachtung einzelner Personen unter der Geistlichkeit, ist nicht immer unaegründet. Es wäre daher billig, daß ein jeder, so viel an ihm selbst liegt", alle die Ursachen aus Dem Weg schäfte, wodurch er, m-d hernach, wie es freylich nicht seyn sollte, det ganze Stand und endlich die Religion selbst in Verachtung fallm: wiewohl Die Verfassung unsrer R r r Zeiten 3°8 Greflische wtoxntW gMekttnStzkgt Anzetze» Beiten es »ft sehr schwer macht, daß ein Geistlicher bei; aller seiner Treue unv Rechtschaffenheit sich in dem nokhwendigen Ansehn erhalten kann. Denn erstlich sind die Vorurkheile der Leute so groß, daß sie neue» alle Vorzüge solcher Männer mit Fleiß die Augen verschließen. Sie seh» sie vor unvermeidliche Hebel an, denen man dey aller Gelegenheit nuswei» chen müßte: Sie können die Wahrheit nicht leiden, und wenn ein redlicher Mann nur das geringste von dem sagt, was feine Pflicht mit «ich bringt, so ist e» gleich Stolz, Herrschsucht, Neid oder alte Feindschaft, die ihn reden macht. Wie sehr bemüht man sich nicht aus diesen Grundsätzen , die nokhwendige Frevdeir eines Dieners der Religion unter den Protestanten einzuschränken! Vielleicht währet es nicht lange mehr, so wird man die Zuhörer um Erlaubnis, ihnen die Schrift vorzulefen , so wird man um Vergebung bitten müssen, wenn man etwa eine starke und nach, brückliche Stelle aus einem Propheten anführen will. Man muß die kellte nicht herrschen lassen, heißt es: und rechtschaffne Geistliche verlangen Nichts weniger alS dieses. Sie sind za klug, als daß sie die Beschwerlichkeiten des Herrschens nicht einsehen, und zu redlich, als daß sie nicht wissen sollten, daß sie zu ganz ander» Dingen berufen sind. Hernach sind die schlechte äuserliche Umstände, worinnen die proteflan« tftoe Geistlichkeit überhaupt betrachtet sich befindet, eine Haupturfache der Verachtung, mit welcher dieser Stand fo oft unverdienter weise belegt wird. Da die Einkünfte derselben oft fo gering sind, daß kaum der nie« drigste Mensch eines Staats davon leben kann, so sind die Bewegungs- gründe diesen Stand zu ergreifen viel zu schwach, als daß sich viele Leute von Geburt, Erziehung und Vermögen dazu verstehen sollte. Es ist wahr, all- vi-se ausirliche Vorzüge sind ganz und gar nicht nothwendig: sondern es sind im Gegentheil nichts als Vorurtheile, wenn man die Wichtigkeit der Wahrheiten, nach Dem Stand und den Glücksgütern der Personen deurtheilt, welche sie Vorbringen. Aber es sind Vorurtheile die in der. ganzen W-lt angenommen sind, und allenthalben gelten. In der katholischen Kirche sind es oft königliche Prinzen, welche Die obersten Aemter der Kirche bekleiden. Ihre Bischöfe Cardinäle und Pädste werden den Fürsten Königen und Kaisern gleich geachtet. Di- geistlichen Aemter brm. gen ihnen (Xeichthümer, Ansehen und eine weit ausgebreitete Gewalt Ob dieses gleich in der protestantischen Kirche nicht einmal zu wünschen , 1 ' ‘ und mrb L7achricheerr. zv- und auch dem Geist Christi und der ersten Kirche nichts weniger als gemäS ist, so wäre doch wenigstens zu wünschen, daß aus Mangel der hinlänglichen Einkünfte, nicht gerad alle geistliche Aemter von Leuten von der niedrigsten Geburt verwaltet werden müßten. Wenn jemand nur eine Stelle an irgend einer Regierung bekleidet, so hält er sichS schon vor eine Art von Schimpf, seinen Sohn geistlich studiren zu lassen: und wenn sich so gar ein Adücher einmahl entschließt den geistlichen Stand zu ergreifen, als welches seiner Seltenheit halber bey nahe ein Wunder ist, so schreyet die WUt noch weit heftiger, als wenn ein Mann von ein paar Ahnen ein bürgerliches Madgen zu seiner Gemahlin erhebt. Was Wunder ist eS also, wenn man die Geistlichen verachtet, da die meisten Leute die sich nur ein wenig über den bürgerlichen Stand erhaben zu seyn glauben, ob sie gleich oft in der That noch darzu gehören, so sehr gewohnt sind alle andre, die unter ihnen sind, zu verachten, und in die Klaffe der HandrverksleutL zu setzen? Was für ein Gewicht hat der Hofprediger, wenn sich der geringste Bediente an Hof, vornehmer zu seyn dünket? Und wie will tr reden, wenn er bey der geringsten Wahrheit, die er oft noch so sehr überzuckert und vergüldet hat, besorgen muß außer Brod, oder höchstens aus Gnaden auf eine so genannte Pünitenz Pfarrey gesetzt zu werden ? Mit welcher Freymüthigkeit kann ein Mann in seiner Gemeinde sprechen, den VaS Gefühl seines Mangels, der seinen Zuhörern nicht immer unbekannt bleiben kann, kkemmüthig macht? Wie muß er sich drehen und wenden, um bald diesen oder jenen nicht zu beleidigen, und sich selbst weder vor da- gegenwärtige noch zukünftige zu schaden? Welch ein Nachdruck hat ein Mann, dessen Armuth jedermann bekannt ist ? Sind eS gleich tausend- mahl Vorurtheile, wenn man Leute verachtet, die sich in schlechten Umständen befinden, so ist doch nichts nach dem Lauf der Welt gewöhnlicher. So wenig es vor die geistliche Kirche gesorgt wäre, den Geistlichen zu Rcichrhümern zu verhelfen, und dadurch zu Stolz, Trägheit, und Schwelgerey Anlaß zu geben, so schädlich ist eS im Gegenthetl , wenn, wie es würklich unter den Protestanten in Deutschland gewöhnlich ist, kaum der zehnbte Theil der Geistlichen ein ordentliches und ihrem Stand pro- pornomrtes Auskommen hat. Man wird sich hier nickt auf die Zeiten der Apostel und der ersten christlichen Kirche berufen dürfen. Die ganze Welt weiß, daß die Apostel himmelweit von den heutigen Geistlichen unterschieden sind, so aern sich auch manche unter ihnen mit jenen zu vergleichen pflegen. Die ganze Welt weiß, daß manches in der ersten chrW. R r $ chen 3io Giesirsche wöchentliche gemeinnützige Anzeigen chen Kirche nothwendig war, daSjetzt anders sei-n muß, und daßdamalS manches nicht anderst seyn konnte, das man hernach billig andern muste. Wie gut wäre es, wenn die Geistlichen eben so gut wie der Apostel Paulus Teppiche machen könnten! Dieses würde ihnen vielleicht mehr emtra- gen, als eia grostr Theii von ihnen von dem Amt selbst zu gewarrm hat. Eine niedrige Geburt ist auch gemeiniglich mit einer schlechten Erziehung verknüpft. Ich rede nicht von der Erziehung im moralischen sondern politischen Verstand: denn die erstere , kann durch den Unterricht und durch Bücher verbessert werden, wiewohl auch nicht zu leugnen i|t, daß nicht selten auch darinnen die ersten Fehler anzuhangen pflegen. Aller» die letztere erfordert Umgang und Gelegenheit. Wenn ein Mensch von tinem Bauren oder höchstens Bürger emes kleinen Skaotgens abstammt, und sein Tage nicht in Gesellschaft artiger oder vornehmer Leute gewesen ist, wie ist es, wenn er nicht ein groser Geist ist, fast möglich, daß er die Sitten, Gebrauche, Cerimonien, und andre große Kleinigkeiten dsr grö- ßern und feiner» Welt erlernen kann? Daß er nicht erschrickt und verwirrt wird, wenn er mit einem Mann von Stand reden soll? daß er sich in der Gesellschaft in den Compiimenten, bey Gastmahlen, oder sonjiwo fo bef trägt, daß er nicht den Lackayen zum Gelächter wird: uud daß er endlich alle seine Anspielungen, Wendungen und Spöttereyen in der Sprache des Hofes, der großen, und der artigen Welt verstehen , merken , und mit Klugheit und Bescheidenheit, mit Höflichkeit und Nachdruck von sich ablehnen kann ? Muß der geschickteste und redlichste Mann nicht oft deswegen in Verachtung fallen, wenn er die Art in der Welt zu leben, nicht gehörig innen hat? Und wo hat er sie lernen sollen? Auf Schulen, bey seinen ungezognen Cameraden? Auf Universitäten, wo man vielleicht lernt, biß zur Beleidigung andrer Leute ftey zu seyn? In der grosen Welt? wer hat ihn gewürdigt m Gesellschaften zu ziehen? Hatte er auch wohl eine Kleidung, daß er darinnen erscheinen konnte? Oder hatte er wenigstens Muth und Geist genug, solche Gesellschaften zu suchen , wo er den Umgang hätte lernen können? Es ist also sehr begreiflich woher es kommt daß die Sitten von so viel Geistlichen rauh und ungeschliffen sind. Wenn geringe Leute ihre Söhne studiren lassen, so müssen sie Geistliche werden: wenn em Vatter zwei) Söhne bat, davon der einemunter ist und Verstand zeigt, so.bestimmt er ihn zu einer weltlichen Bedienung. Der r i andere und Nachrichten- ZU ändernder dumm und schläfrig ist, ist seiner Meynungnach, noch immer gut genug zu einem Geistlichen. Und wie mancher Handwerksmann entschließt sich nicht, seinen Sohn einen Pfarrer werden zu lassen, weil er nicht Gräze genug gehabt hat, ein elendes Handwerk zu begreifen? Damit ich aber auch niemand zu nahe trette, als welches meine Absicht gar nicht ist, so gestehe ich, daß nicht nur sehr große Gelehrte auS den allerniedrigsien Standen entsprossen sind: denn die Gelehrsamkeit ist wie Die Schönheit und das Glück an keinen Stand gebunden: Sondern daß es auch verschiedne Leute giebt, welchen man einen vorzüglichen Rang unter gesitteten und artigen Leuten billig einräumen muß, ob sie gleich von geringer Herkunft sind. Diese haben entweder Gelegenheit gehabt durch den Umgang seiner und manierlicher zu werden : oder haben einen solchen Antheil von Geist von der Natur empfangen, daß sie ohne alle Erziehung sich über die sonst gewöhnliche Fehler ihres Standes hinausge- setzt haben, oder allenfalls durch Bücher gesitteter geworden sind. Denn es giebt würklich Wissenschaften und Bücher, welche die Sitten verfeinern, wenn nur junge Leute dieses daraus.' zu lernen wüßten, oder vielmehr wenn ihre Lehrer die Gabe besäßen ihren Untergebnen bey dem Erklären der Wissenschaften und der Bücher, insonderheit bey den Schriften der Alten und des guten Geschmacks, die nothwendige Kenntniß der Welt und einer welküblichen Art zu leben, beyzubringen. Doch was kann hierbei) der gröste Theil von Lehrern leisten, da sie selbsten nicht selten finster, stocktgke und ungeschliffne Pedanten sind, die ost eine weit lächerlichere Figur in Gesellschaften machen, als der geringste ihrer Schüler, der von Geburt ein Bauernjunge ist? Die Fortsetzung folgt. Anzeige. Nachdeme in Gefolg derer unter dem r8ten Julii und 9.ten August 1768. in öffentlichen Blättern geschehenen Bekanntmachungen, daß unter dem Verlust seines HypotbekenrechkS diejenige Gläubiger, welche gerichtliche Hypotheken zu Großenlinden haben, solche wenigstens extraktive dem Stavtschultheiß eingeben solten, bis hierher noch nichts eingegeben worden ist, dieser SaumntS aber nicht länger nachgesehen werden kann, als sollen z f r Grefllsche wöchentliche gemeinnützige Anzeigen sollen alle Gläubiger, eS seyen Kirchen, Schulen und dergleichen pia corpora oder andere privat Leute, in 6. Wochen dem Stadtschreiber Wenzel jun, entweder eine Abschrift oder einen exrradt per Hauprpunctea der Obligation so gewiß übergeben, als sie sonst ihreS^ VorzugrechtS ganz verlustig erkläret werden sollen. Gresen Den 2otcn ^oept. 1770. Fürstl. HeßischeS -Oberamt dasechst. L. w- Meyer. Ein * und auspaßirende vom 8. Geprr bis den 15. September 1770. Herr Rath Hoffmann von Wctzlir, paßrret Durch. Frau Obriftin von Riedesel, paff. Durch. Herr von Riedefel, Generaladjurant in Braunschwe,gischen Diensten, paßiret Durch. Herr Lieutenant von Pappenheim in Diensten bey dem Graf von Bentheim , log. im Löwen. Herr Regierungsrath von Hert von Darmstadt, pass durch Herr Hofrath Bessrer von Wetzlar, paff.durch. Herr Major von Lästert nebst Dero Frau Gemahlin, Fraulein von Hatzfeld, uno Fräulein von Zerbst, von Arolsen, log im Emhorn. Herr Doctor Hubermckel, von Göttingen, paff, durch. Frau von Butrlerin von Hanau, paff. Durch. . Herr Capitain Sehlmann in Würtzburgischen Diensten, pass durch. Herr von Boar, auS Der Schweitz, paff durch. Herr Obrist Budet in Holländischen Diensten, log. im Posthaus. Herr Gras von Waldeck, nebst Dero Frau.Gemahlin, uno Suite log. im Einhorn. Herr Professor Robert von Marburg, und r Studenten, logieren im Posthaus. Herr Geheimderregierungsrath von Zerbst, in Waldeckischen Diensten, log. im Posthaus. Diese wöchentliche Anzeigen werden von dem Verleger Johann Philipp Krieger UNlversitäks Buchhändlern hieselbst, an die Herrn Liebhaber gegen einen Rthlr. halbjährige Prätzpincratlon geliefert. Einzelne Bogen werden für 4-kr. ausgegc- beu,. Man kann auch den Herren Li-bhaber« mit denen sch»« heraus-ek-mme- nen Htüüen dienen.