KiefMe wöchentlich- gemelnnUW Knzetzen mö Klichrichten Zwey und Zwanzigtes Stück. Dienstags dm ?otctt May, _ ----M!» H^.rässtÜHcffc» Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis^ Sim Maecenates, non deerunt Flacci, Matones. S.M fcbäit «an« Lander glüklich, worinnen die Gelehrsamkeit blüht. Man vewwigt deren Beherrscher durch die Geschichte, und wenn । sie oft selbst aushören zu seyn; so bleibt doch der Ruhm , 1den sie den Wissenschaften oder die Wissenschaften, ihnen ju danken haben . und °ul ^EAord«W.ss-M'ast-n hängt aber, so wie die Wolfahrt eine« «an«n Landes von der weisen Regierung der höchsten Beherrscher ab. Ken. B jkrnW-hrt, so haben sie die Mittel sie zu befördern in Händen, ff« ft hnen icick Ne in Ausnahme zw bringen; so wie es von ihnen abhangt ^s wiaen aä sich . unterdrütten, oder sie doch bald unter ihrer Wurde n Jnn ?r«ffin Der erst« Verfall der Wissenschaften war, da Fürsten anfangen die Wissenschaften }u verachten, oder es Mit Gelassenheit an, ieken konnten, daß man sie mit Verachtung heimsuchke. .. <>k_ Juaust so verdient um die Gelehrsamkeit, als groß durch l^ne^ha- ten wich immer «och sein Andenken b->> der Nachwe.t erhallen. Ciwe 2- i©£ Gl'esslsche wöchemlich-gcmcmrrützige Anzeigen Liebe zu den Wissenschaften brachte es dahin, daß Rom den glüklichsten- Zeitpunkt erlebte. Es konnte auf einen,Horaz/ einen Virgil, u*iD andre erhabene Geister stolz fein, die nicht nur Den grossen Ruhm Griechenlands verdunkeln; sondern auch noch bishieher den ihrigen behaupten, und sich fb viels Bewunderer, als ihrem Kaisek Nacheiferer zuziehen. Besonders sind in den verflossenen lezten drcy Jahrhunderten vir'e Fürsten durch dieses Beyspiel gereizt worden, den Wissenschaften gleiches Ansehen,' ihre Landern wahren Vorzüge, und sich dadurch einen eben so verdienstvollen Nahmen zu erwerben. Von der mediceischen Familie hat sich zuerst der Laurentius ganz ausnehmend um die Gelehrten, und dadurch um die Gelerfamkcit selbst verdient gemacht. Hermannus Barbarus sucht dessen Verdienste kurz, und schön auszudrükken, wenn er in seinem Briefe an den Ioh. picus p. 14). schreibt: Den Florentinern haben wir die Wissenschaften z und unter den Florentinern der mediceischen Familie/ und mder mediceischen Familie fümehmlich einem Lau-- rennus zu danken. Mit welcher Neigung dieser wohlthätige Fürst den Verehrern der Wissenschaften zugethan war, kan man unter andern merkwürdigen Dingen, die man zu feinem Lobe erzählt, auch daraus abnehmen. Noch kurz vor seinem Tode lies er den Johannes Picus einen florentiniichen Gelehrten zu sich kommen, und unterredete sich mit ihm von den besten Mitteln, der Gelehrsamkeit noch weiter aufzuhelfen, und von den Belohnungen derjenigen, durch deren rühmlichen Fleiß, sie so weit gekommen wäre. Der König Ferdinand in Spanien ist von einigen noch über den Laurentius erhoben worden. Er verdient aber als ein BeschüzzLr der Gelehrsamkeit, ihn wenigstens an die Seite gesezt zu werden. Er hat den Gelehrten allenthalben große Gnade bewiesen : wie er nach Complutum kam; war die Universität versamlet. Der Rector der dasigen hohen Schule kam ihm in Begleitung des akademischen Senats in gewöhnlichem Aufzuge mit Vorhertragung der Sceptev'entgegen. Einige von der Begleitung des Königs winkten und riefen, daß man den König zu ehren die Scep- ter neigen falte. Der König selbst hielte aber dafür, daß seine Hoheit dadurch nicht verlezt würde: sondern befahl nach hergebrachter Weise in gleicher -Ordnung fortzugehen: mit den gnädigen Ausdrükken: wir sind hier in dem Tempel der Musen; und es ist nicht mehr als billige daß diejenigen die sich denfelbigcn geweiht Haden / auch darin ihre Herrschaft ausuden. Doch rttrd Nachrichten *°7 Doch haben auch die Deutschen schon lange ihre wolthakigen Prinzen gehabt: und sie werden in ihrer Liebe für die Gelehrten den Auswärts, gen nichts nachgeben, wo sie nicht gar dieselbigen noch übertreffen. Der erste, auf den wir zurük gehen wollen, war der Kaiser Philipp. Von dem erzählt der Helmold/ * er habe die Lehrer der hohen Schulen allzeit mit den sanften Nahmen der Commilieonen belegt; er habe sie des aller vertrautesten Umgangs gewürdigt, und fleißig an die kaiserliche Tafel ge- aus vorlesen Das $ogen. . Vll> ». 1*. * * Hißwi* BobttniM libc. XP* f.W* Los Grejfisthe wZchettrlrch-gememVützlge Attzelgcrz k ' Das XVI. Jahrhundert ist besonders reich au Fürsten, die mich dadurch merkwürdig und groß sind, daß sie vieles zur Aufnahme der Wif- stnschaften beygetragen Haden. Kaiser Maxmrüran der erste machte Heb unsterblich um die Academie zu Wien, und Heidelberg verdient. Die daselbst damals lebenden Lehrer wurden durch reichliche Geschenke von ihm m ihrem bewiesenen unermüdeten, und anhaltenden Fleiß ermuntert. 4 Die Franzosen hatten ihren Zran^rsens-/' welchen sie nur den Vater der Gelehrten / und den wiederbrmger der güldenen Seit non* ten. Zu Paris kante er keine größere.Freude, als die er in dem Umgang mit den Gelehrten genoßt und noch wie er sich in der Spanischen Getan. Scnschast befand, war das sein gröster Trost , und er hielte es st,r das beste Mittel gegen alle Widerwärtigkeiten , die ihn umgaben , daß 6r Mit den Complutensischen Lehrern bisweilen unterreden konteo . Die Britten verehren das Andenken ihrer Königin Elrsirbeth Das Leben dieser Monarchin ist von den grüsten Gelehrten beschrieben: sie «reifen ihre Verdienste, so wie sie es wehrt sind. Sie konte ihnen nichtunbekant bleiben; dann sie suchte siegüenthalbem. Sie wüste sie zu schauen, m d unterlies niemals sie nach Würden zu belohnen. -An den Grurmms/ einen zu den Zelten auf der hohen Schule zuSttasbura lebenden verdienstvollen Mann schrieb die Königin mit eigener Gand, und der ganze Briefenthalt in den gnädigsten Ausvrükken nichts als unaerwun- gene Lobeserhebungen und mehr als königliche Versprechungen. * ‘ mms selbst gesteht, in einem seiner Briefe, daß die Gnade der Künioin gegen ihn so groß sey, daß er nicht im Stande wäre, sie mit Worten auszudrükken. > " _ Der Soldav. Wenn Sie stets in den Mauern liegen, Bisweilen mit sich selber Kriegen, Und sich bey Wein, und Mädgen freun Da wünsch ich nicht Soldat zu seyn. ' Doch wenn zgm Streit die Fahnen stiegen, Dringt man zum Sterben, oder Siegen In seines Feindes Länder ein; Denn wünsche ich Soldat zu seyn. , < * Sieh» Z. V, Siurmii ad Anglos ab AckoYo editM f Wenn sie in ofne Städte dringen/. - i: ;. ■/ Ein unbewafnrt Volk bezwingen, . Und sich Key ihrem Raube freun Dennn . wünsch ich nicht Soldat zu scyn. Wenn sie voll WM auf Mauern klettern Wo unter lauten Donnerwettern ,,Carthaun.und Bomb.en Feuer speyu , Denn wünsche ich Soldat zu seyn. , ‘Cf • ’fj jis'LiiMrJJ V-- * •-*i y '-_;>* -jy• Wenn sie in langen Frühlings- Tagen, Im Lager ruhig bald Dem Jage» , u y* ■: • Bald Spiel und Tanz die Sttmden weihn; Denn wünsch ich nicht Soldat zu seyn. Wenn,-sie den Feind zur Schlacht erhizzen, Alsdenn in Feuer und Nebel schwizzen, Bis sie Triumph durchs Schlachtfeld schreyNx Denn wünsche ich Soldat zu seyn. Wenn sie vorm Feinde furchtsam fliehen, Dann nur zum Mord die Sebej ziehen, Wenn sie dem armen Landmann drauu;- Da wünsch ich nicht Soldat zu seyn. Wenn Reiter ihre' Stilne falten, Zwey Feinde auf einmal zerspalten, Andren sichtbaren Tod nicht scheun; -- . Denn wünsche ich Soldat zu seyn; Wenn sie zum Raub die Trommel rühren- Die-schönen Töchter zu entführen, ? /. Den Müttern mit dem Schwme drau'n;' Dann wünsch ich nickt Soldat zu seyn; Lrs Greffische vKchenklLch-tzem^MStzige AttzeiM Wenn sie den Stahl in ihrer Rechten, So wie sie für den König fechten, Die Unschuld von der Wuht befreyn: Denn wünsche ich Sbldat zu seyn. VUue Bücher. Formey, Entwurf aller Wissenschaften, zum Gebrauch der Jünglinge, f. Tbeile 8. Berkin z fl 4f fr. Anleitung für angehende Beamte in Absicht deS Unterschied- der Bauern- Güter, 8. Lüneb. 17^8. 4. 15 fr. 1 ' Abbt (Thomas) vom Verdienste, 8. xfl.ufr. ' : Avertifiement. Nachdeme in "entschiedenen Sachen. deS König!. Preußischen Commissionsrath Boden zu Aurich wmra die verwittibte D. Gerike modo Schadlmsche Eheconsortin zu Sondershausen, der derselben , sodann deS Consistorialrath und Hofgerichts Beysizzers Gerike im Stift Hildesheim und dessen Eheconsortin, zusiehende Ankheiledes Freyadel. und eigcnthüm- lichen Zehenvens, der Malcomesiusiscbe Zehende genannt, zu Großenlin- den iub Katts verfauffet, von dem Käuffer aber annoch begehret worden, daß alle, welche auf diesen Zehenden vel pun&o praetenfae proprictatis vel hypothecae,: Otter wie es sonst nahmen haben mögte, einen Anspruch machen, edicaliter & fub poena praeclufionis intra certum Terminum citirt werden mögten, als werden hiermit intra Terminum von 2. Mo- nakhen ä dato, wovon 20. Tagen pro primo, 20- pro fecundo und20 pro tertio rermino anberaümt werden, alle und jede, welche auf diesen Zehenden Anspruch zu haben'vermrincn, vorgeladen, daß sie "in dieser Frist vor mir, als hierzu bestelltem Commiffirio erscheinen , und ihr Recht an und ausführen; gegenfals aber, daß sie damit ganz pracludirt, und nicht weiter werden gehört werden sich gewiß gewärtigen sollen. Güsten den 21. May 1769 , Ex fpeciali Conhftiiflione (L. 8.) ... J : L. w. Meyer . ..." „ FürM. Hessen - Darmstädkisch'er. RegierungS. ■* - r«h md' Obrrachchrmvalter. Nachvmr ‘ ' und Nachrichten ' MX Nachdjyii disMifr vor Giessen gelegene voMübricische Länderey, bcfteheuv tn 6$| Morgen »4. Ruthen thrils Aekker, Heils Wiesen, welche oer Bekkermeister Johann Daniel Ebel zeithero im Bestand gehabt, Sambstags Den zten Junii laüffenden Jahrs anderweit auf drey nachein- auver folgende Jahren gegen hinlängliche Sicherheit und gerichtlich bestelle Caution.an den meistbietenden unter gewissen in termihö vorhero bekannt au machenden Bedingungen versteigert werden sollen; als können dieiemge, welche obige Güther zu lehnen, sofort auf solche mitzustreichen gesonnen sind/ sich in jam ditto termino nachmittags um r. uhr auf dem dahiesi- gen Rathhaust einfinden, und dem Verstrich beywohnen, wie dann auch alsdann das über diese Landereyen verfertigte Akkerbuch auf Verlangen vor- gezeigt werden wird. Giessen den En Mm- 176-. Fürstlich Heßisches Oberamt daselbsten. P. w. H. Schote. Es ist ein gnädigster Befehl ergangen, in dem hiesigen Amte aufherr- schsstliche Kosten eine Ziegelhütte erbauen zu lassen, und der Ort Worns. haufien ist wegen Der daselbst hierzu schiklichen Erde erwählet worden. Diese Ziegelhütte soll Montags den izten Jun. auf einen Zeit-oderErb-Bestand verstrichen werden; eS werden daher alle die hierzu Lüsten tragen, auf den betlimfen Tag sich in dem Schloß Blankenstein einzufinden, eingeladen, wo sie Vie Bedingungen anhören, und hierauf ihre Gebote thun können. Signatum Blankenstein den i8. May L769. Heß. Was iii vorigen Wochenblättern von Feübietung derRüdingerischen Hofraith, Garten/dabey und dem Vogtey Warzen gedacht worden, wird anhero wiederholt und zugleich bekannt gemacht, daß zu öffentlicher Ver- streichung an den meistbietenden terminus auf Donnerstag als den zten künftigen Monakhs Junn angesezt worden. Der oder diejenigen also welche darauf zu streichen Lüsten bezeigen,"werden hiermit eingeladen bestimten Termin nachmtttags um 2. uhr in des.SLadtlieutenant Herrn Buschen Haus in der Brandgaffen gefälligst einjustäpen. Giessen den rrken May 1769» Ein-' r ir Gieflrsihe w?cheMl'ch-- gemeiMStzige AttzekM 1 Em -- imb i-mspaßrrende vom 10. bis den L7. May 17^ Am von Mrstenwahl, aus Westphalen, paßütt durch. Herr Metropolitam Hermdrobvou Buzbach, log. im Hirsch. Herr Rittmeister von Ntttftch, und-Herr von Rodenhof, CklMMttultt^ ker von Fulda, log. im Einhorn. - Herr von Rüz, aus Dannemark, paff, durch. Herr Sttretcuius Wachs von Hanau, log. im Einhorn. Herr von.Loos, .Odristlreutenant vpn den Hessen Caffelischen Truppen, paßÄr durch- 'X/ • Herr Assessor bon Riedesel von Wezlar, paff, durch. Herr Lieutenant Klipstein, und "Herr Mhndrich Königer- m Hcffen-Cas- selischen Diensten, pass, durch. Herr von Löwen, komt von Buzbach, pass, durch. frucht-und andere Preiste am Markttag dm -7. May. 1769. Giesser Maas. ü fl. alb.,pf. w- alb.lpf. L.! alb.^ r Achtel Korn - 1 5 x Ochfenfleisch - 2 6 r Karpfen 6 7 Achtel Gerste # 2 5 r Kalb fletsch - 2 I Hecht - 5 4 Pf. Kalbfleisch 4 5 1 Achtel Gerste # 5 - w* 9 4 1 4 1 ir Eyer 2 »MaaßFruchtBrandew. 12 .al» alb. pf. /, salb. pf. jtz. i Loth Qu.l 9 4 - - 1 1 5 3 3 I 1 4 6 4 x Achtel Waitzen 1 Achtel Hafer - ,12 12 2 1 i 1 i alh. . 1 Pf. inlandischeMeife6alb< Becker Preist. tb. iLoth. Qn Brod, f ButterBretzel! # Gerste. - - > $ Pfund klein ge- schälte Gerste H t JL j / i Persing - 1! Barmen i^Cchleycn x! Butter - Rindfleisch - Kühfteisch - Schweinefleisch Hammelfleisch Schaffleisch Bockfleisch - Wurst - - Kaibsgelüng Kalbsleber Meck 9*94 Teitscher - < 4 Pfund. fl. io Rindsfett 1. xoHamelsf. 1 1 Lichter $ Weste Erbsen » Meste Linsen f - Pftind Hirse . Pfund geschalte Diese wöchentlick/e AnzeiM werdeMvonlsem Verleger Johann Philipp Kries aer UniversitätS Buchhändlern hleftM, nnibrt Herrn Liebhaber gegen r Rchlez halbjährige Pränumeration geliefert. Einzelne Bogen IverdeN sur 4 kr.ausgegeben. Man wird, auchj den Hem; Pranumerankm nut denen schon heransgekrm- menen Stüchen dienen.