WieMe wöchentlich- gMinnüßW Knzcigcn mb MOichkM Zwey und Vierzigstes Stuck, Dienstags dm roten Oceobr. 176-. Mit Hochfürstl. Hessen Darmstadtischcr gnädigste»! Erlaubnis.' Abschiedsode an einen zur Russrschen Armee abgehenden Officier. LMlrse, weissage Schlachten, Gefahr und rühmlich« Thatech Sieg und Tod, und kämpfenden Muth, Sing von der Trommel murrendem Ton, und vom Klang der Trompete, Und von der Stücke zerschmetterndem Knall; - Welch ein Heer, von hundert verschiedenen Völkern gesammieh Zieht mit barbarischem Stolze dort her? - Es bedeckt bebende Lander, trinkt Ströme, verzehret Provinzen: Und ist W Steges aus Dummheit gewiß. Tt Hoch z<8 G'r'efltsthe w5chetttlich^gemer'ttttützi§e Attzergen Hoch hebt sich der Roßschweif empor, und Muhameds Fahne ' Wallt in der Mitte im dunkeln Gedräng': Tausend *JtohoholanS schlüffen sie ein, mit drohendem Sabel; Ihr folgt der Spahi der Janitschar frech. Vok deck Heer' schwärmt der Tartar - unzahlbare tolle verzagte Breiten Verwüstung und Morden weit aus. So jagt der rasende Sturmwind, vorn vor den Gewittern, Vergnügen Ruh und Freuden und Seegen hinweg. Hier ikscheint er, der **Emir al Omra: zum Sclaseü gebohrev; Jetzt aber fürchterlich, stolz, und ein Fürst. Seinen Befehlen gehorcht der Aegypter, der Griech und der Hunne; - Königreiche, die zittern für ihm. Niedriger Sklavel - Wie kann deins Seele sich ädel erhebens - Tief drückt dich immer dein türkisches Joch! Keines Gedanken von Fürsten ist deine Knechtschaft je fähig - Zictre! - Du fehlest; und hier ist der Strang! .Zieher nur hin, ihr hunderttausende, zieht, Myriaden; Niederlagen find euer Beruf: Heiligster Glaube besieget den t Islam, und Muth jede Menge, Zucht und -Ordnung barbarische Macht. Zittert! Ein Wetter thürmt sich vom Norden dem Euern entgegen; Hoch rauscht sein Sturmwind auf Stambol einher: Sultan * Eine Art vornehmer Militz. * * Emir al QDmra Fürst der Fürsten, war bey den letzten CaNphen der oberste Minister und Feldherr. Hier ist er der Grosvezier. t Islam; also nennen die Mahommedaner ihren Glaube«. mrd Nachrichten. m ©ultMi bringe die Sbatze jenseits des Mettes, und fürcht- Mitten in deinem Seraglio Tod! - Grün und roth färbt sich Ucrainens und Moldaus Geßlde. Mann geht an Mann, und Held geht an Held: Fest im preuffischen Tritt, und schnell im preuffischen FeUtt, Naht sich der Russen entsetzliches Heer. Rund um es her sind Cosacken, und grimmige reuffische Tartartt, Und der Calmuck, halb Mensch und halb Thier. 01 wie brüllt dieser Schwarm dem türkischen T.artgr entgegen, Schimpfet, und fluchet, und raset, wie er. Muthiger folgt der Husar ihnen nach, mit dem leichten Dragoner, Eben so schnell, doch geprobter, als sie. Taumlend fahrt der Tartar zurück, uny sieht sich bekr-gen, Wenn er Husaren für Tartaren halt. Mitten im Heer, (und verborgen, wie jedem Spötter die Hslle,) Schlaft der Rachen vom groben Geschütz: Jetzt steht das Heer - Jetzt schlüßen b^^e^^^Jetzt naht Drohend und lärmend; inwendig voll Furcht. Und die geüfnete Fronte zeigt tausend drohende Rachen, Jeder trögt zehnfachen Tod in den Feind. cm ich tin Schlag von Canonen? - und welch ein Geschmetter J von Flinten k - Wo ist der Spahl? - Er stürzt, -der flieht. Noch steht der Janitschar fest, sicht tausend Brüder erleget, Und verrheidigt noch Sultan und Reich: zso- Gr'effrsche wöchentlrch-gemeinttützige Anzekgm Aber der Tartar, der aflsche Reuter, der Moldauer.Grieche- Und der Wallachier fiiehn im GalLop. Endlich weicht auch der Kern der Othmauen, der Janitschar weichet! - < Und wer trieb ihn? - Ein preussischer Sturm, Und Legionen in Teutschland gefammlet, zum Siege gebohren, Lehrer und Meister der tödtenden Kunst. Magog und Askenas kämpfen gleich tapfer im donnernden Treffen, . Gleich an Blitzen, an Säbel, und Muth: Aber der Türk ist Barbar, der Teutsche zur -Ordnung gebohren, Und darum weichet der Türke zuletzt. Ja! er weichet, voll Hetdenscham, der Janitschar! (Teutsche Setzten noch immer dem Islam sein Ziel) Und er fühlt seine Schwäch und weicht, und fliehet auch endlich; Kugel und Säbel verfolgen ihn hart. themon/ bist du es, den Muth und Pferd in tausend Gefahren .Und in dichteste Feinde hinführt? - " Ja! Er ist es; wie strahlet sein Auge von ädelem Grimme? Und wie weicht ihm der Türke so schnell? Freund, fey Held und auch Christ, im Treffen und gegen den Barbar: Tödt ihn, so laug sich fein Arm widersetzt: Wenn er. entwafnet, verwundet, in Todesangst, sich vor dir hm- wirft, Und um sein Leben heult - denn ; denn gieb'ö ihm. Datsche besiegen die Welt, und schonen besiegter mit Glosmuth; . Barbaren rasen und mordm im Sresr- Aber und Nachn'chcett. 3Ct Ab» nieiti Chemon bleibt Mensch auch im Siez, und Held io ** sich selber, Und entwafnet erbitterten Grimm. Kreund, trag den Tod bis nach Asien über, bis Stambok sich O beuget, Und sey glücklich, und Selb und berühmt, - Senfeit des Vosphorus denk noch an'de», der fern von dir wohnet Und dein aufrichtiger Pythias bleibt. *3- E. walcher Allgemeine Lehren. * Wir müssen den Rechtschassenen loben, den bifen fabeln; jeden aber P ^^iMnüffin niemals die jejC ju chun sich schickende Sache, bisMor. gen a^Mbw.^^ unfirm Fangt, und Stande gemäß ist, zeigt einen Sr-°gi'wnbmu61$iUa?e armen Anverwandten schämen , die nichfsi der Verdienste; aber eine, einer würdigen Persohn e6n Sg^rm Ande --«iesen Lird, müssen sie doppelt aufmerksam ^°Dikdaü2Am B-nde der Freundschaft sind diejenigen , welche aus'eiM VenLng btt Gemü-Her entstehen , und sich auf ReNg.om ^"°Mer äusserlicher Schmuck iß wie nichts ju rechnen gegen ein gutes, Gewissen. ■ {h ,m Glücke voll Danckbarkeit. und DEch aüs dK ttste liebreiche Quelle aller Glückseeiigkeiten empor schauen. T l z . Das • Richardßir. Hl Gr'essrsche wochLtttlrch-Nemeittttützige Anzeige»- DaS Vermögen würdigen Personen gutes zu rhun , ist der einzige beneidenswürdige Umstand in.dem Leben des Reichen, doch wo das Vermögen eine wohlthätrge Handlung auszuüben fehlt, da ist in dem Willen es zu thun fast so viel Verdienst, alS in der That selbst. Bey den Thranen über unsre abgeschiedenen Freunde müssen wir nicht vergessen, für diejenigen WohUhaten dankbar zn siyn, die die göttliche Gnade uns zuerzeigen fortfährt. Die beste Unterweisung wird ohne Frucht scyn, wenn die Art sie zu geben, nrcht nach dem Gefchmacke und der Gemüthsart desjenigen eingerichtet ist, der dadurch soll gebessert werden. Plumpe Leute borgen den Witz, den sie wieder aufwärmen. Ihre Bosheit allein ist das, was sie chr eignes nennen können. Keine Schreibart kann anpreisenSwürdig seyn , wenn sie nicht deutlich, leicht, natürlich und unaffektirt ist. 1 w Ein edleS Herz wird lieber wollen getadelt seyn, weil eS seine Pflicht thut, als weil es in derselbigen etwas unterläsk. yx J Versuchungen müssen vermieden werden. ES ist Hochmuth, kick auf seine eigenen Kräfte zu verlassen. 1 ' ' Ein ehrliches Herz mus sich keiner üblen Gesellschaft anvertrauen EM kluge Persohn, die mit einem hmtertistlgen Menschen m tkun wird allezeit am mißtrauischsten fepn, wenn der Anschein ver be- Weder Reichthümer noch Gnaden der Grossen können den Verlud der Tugend ersetzen. Die Menschen können eher hoffen sich aus Schwierigkeiten und Unglücksfällen herauszuwikkeln, wenn sie sich nicht selbst durch ihre E.telk^ und Einbildung hinein gebracht haben. w 9 vireirvit Man gicht einem niederträchtigen Menschen allzuviel Wichtigkeit itt ben gemeinen Vorfällen veS Lebens, wenn man gegen ihn zu A z° " Lüderliche Worte sind allezeit das Präludium zu ,über,leben Tba- ten, so bald die Gelegenyeit nur nicht mehr zu fehlen scheint $ DieZ-ik ist die einjige Sache, womit es erlaubt ist, «eifern ™ fen«, weil wir sie nur einmal haben-, und west sie als etwas amuseben ist, w«0 zu einet bessern MrWtb wird alles Ungemach der Reift in Hofnung einet reichen Belohnung am Ende dersetbigen sich gefallen lassen. Alle Unruhen Der Welk, so wohl als chre Freuden, sind nur V0N kurzer Dauer. Ä . Richtige Grundsätze und em gutes Herz sind diejenigen Grunde^auf welche die Hofnung einer glücklichen Zukunft, irt Absicht auf beyvr Wel^ ren kann gebsuck werden. . ., , ,.fÄ . Wann man sein Anliegen auf tue Vorsehung wirst; so fehlt es fetten, daß sie uns nicht einen neuen Freund, für einen alten erweckt, den ßr uns wegnimmt. ~ , Personen die der Trübsale gewohnt, in der beständigen Hofnung eines bessern Lebens gelebt, und keine grobe Verbrechen sich vorzuwerfen haben, sind die geschicktesten Tröster im Unglück. ES lst wohl niemals einem Sterblichen em Unglück wiederfahren, wo nicht ein kleiner Strahl von Trost sich eingedrungen , wenn der Unglückliche nicht so sehr ein Unglücklicher war, daß er, anstatt den Vorhang aufzuziehen, ihn vielmehr zuzog, um denselbigen Nicht herein zu taffen. Die October Ziehung der Hochqraflich Nienburg. Mmholzlschen Neld < Lotterie ist zu Anfang dieses gezogen, und die Ziehungslisten davon ^ngelangt ,^die Herrerr Inttnssenten'» können dieselbe M Emsicht haben und tzey Ausgeber dieses ihre Gewinne ablangen. Nachnche. Bey Johann Philip Krieger als Ausgeber dieser Anzeigen, find zu ha bett aedruckte Pranumerakionszektel von denen in Nürnberg in gros Folro gedruckten Evangel. auch Cakhot. fürtteflich schönen und ihres gleichen mcht habenden fernen Kupferbibeln, mit real Concordantien und viel andern lnb- lischen Additamenten und wird zur rten Helfte pranumenrt t ft und beß der Bibellieferung die übrigen r fi. statt deS wahren Werths von io. ^Vor die hebräisch und verteutscht Jüdische Bibel aber, auch mit fei- mn Kupfern wird nur Du Helfte gezahlet, nemlich i Thl. vor und r Thlr- nach der Lieferung. GrMsche w§chMblich--semeLstttützlgö AttZttze« Eitt-und mrspaßirende vom 3°- Septembr. bis den 7. Octobr. 176-. Hm Graf von Schulenburg, kommt von Cassel, paßiret durch. grau von Schenck von Schrveinöburg, und Hm von Menefer aus Portugal, Log. im PosthauS. Herr Hofrath Steigenvech von Hildesheim, paff, durch. Herr Lieutenant Sandlau, in französischen. Diensten, paff, durch. Extra logitte. Frau Generalin'von Lehrbach, log. bey Herrn Brigadier und Commatr- danken von Rothberg. , • Frau Geheimderathin Grollmannur aus Westphalen, log. bey Herr« Regierungsrath Grolmann. Herr Lieutenant und Adjutant Malcomesius, von Chur Cölln, log. bey der Jungfer Malcomestustn. Herr Lieutenant von Rodenhausen in Würtenbergischen Diensten, log.bey Herrn Obrist von Glöckner. Zwey Lieutenant HerrMatlheus, und Hm Ferber, in Kaiserlichen Diensten, log.bey Herrn Lieutenant Ferbers Wittib. Herr -Obrist von Vogelsang, und Herr Fahndrich von Vogelsang, in Holländischen Diensten, log.bey Herrn Obrrst von Glöckner. Copulirte- Am 7. Septembr, Johann Henrich Kammerer, Bürger und Beckermeister , und Anna Ekisabetha, JeremiaS Wahlenselß, Bürgers und Beckers hinterlassene Wittib. Am 17. Septembr. Jost Henrich Decko, Pasteten Becker allhier, und Anna Maria, weiland Michael Claus, Bürgers und Schumachers hinterlassene eheliche Tochter. Am 19. Septembr. Wilhelm Adolph Lüber , Bürger und Schuhmacher und Anna Maria, weiland Johann Daniel Darre, Bürgers und Thorschreibcrs, hinterlassene eheliche Tochter. Gebohrue und Getaufte- Am 24. Septembr Maria Christina, Joh. Henr. Königs, Töchterlein., Am zf. Septembr. Balthasar MagnuS, Eberhard Roth, Bürgers.und.- x. Bierbrauers, Söhnlein.