Ntesffschc wöchentlich- Mö Kachrichtcn Erstes Stück. s ' ' ivL jl* V. • ' - ■ - ■ • < • 1 - DKnfiagsIdm vttn I»nuar. 176«;. Mit Hochfürftl-Hessrn-DarmAädtischkr gnädigsten Erlaubnis« t ch« U> T, rnfir ■ nwt $1^)8 4 an Dem östlichsten der Tage, xXM Wo alles wünscht, was reden kann, Stimmt .der Poer zu aller -yhren Plage Die längstverdrauchte Leyer an. Die Wünschsucht leert auf die Provinzen Ihr vollgestopftes Füllhorn aus; Schon stiegen -Oden für die Prinzen, Und Carckina fürs Volk heraus. Der Gratulant, der kaum vor Freude Den Jubeltag erleben kann, Fallt ungestraft mit Wünschen alle Leute Gewaltsam auf den Straffen an; Wünscht dem Tyrannen Nestors Jahre, Dem Dummkopf die Unsterblichkeit, Entreißt den Greiß der nahm Baare, Und Baven der.Vergessenheit. * Gitssische wöchentlich -gemeinnütziLe Anzetgm Din Feigen würdig zu belohnen Vttdirbt er einen Lorkeerhayn - Laudon und Daun! Für eure Heldenkromn Wird wohl kein Zweig mehr übrig seynr So wünschen Thoren sich den Frieden, Den nur die Tugend geben kann; Der Weife ist mit sich zufrieden, Der Geck nimmt tolle. Wünsche an. Wir wünschen - ♦ $• Aber wir versprechen Der Tugend ihr verdientes Glück; Der Thorheit Wunsch halt Lasten uyd Verbrechen Nicht vom bestimmten Loos'' zurück - - - Wir wünschen Ludwigen des-Himmels reichste Güter, Die er dem Fürsten zugedacht, Der für des Landes Gluck'- Du, Nachruhm, sag eS wiedert- Wre für km eigen Leben wacht. das sichre Wohl der Städte, Wo selbst die WersheN Bürgern rarh; Und der Akademie, daß sie den Ruhm stets rette. Zu dem Rredeftll sie erhöht. Dem Leser wünschen wir, die Zeit sich zu vertreiben, Geschmack, da, er das Blakt gern ließt, Uns wünschen wir dann Witz, daß altes, was wir schreiben, DeS klugen Lesers würdig ist. IV ' Wir waren vor einiger Zeit in einer Gesellschaft, wo unter andern Pfar euch mÄnals wiederm doch Httr CiMt " E ^°"t, so mag es denn scyn. - Hören Sie ?^eichbey Ihnens-yn.szu Eleonoren) Wir Mussen doch sehen, was die beyden mit einander zu zanken haben. siebt bi?Ä«td®urf£r n’'rB * W denn HmOrgon />»rn0rgon) Nun was wollen Sie denn mit mir? Sabett Sie titw öelttyte Streitigörit mit einander? , ich habe es Ihnen schon einmal gesagt > aber Sie fedrten nicht drauf, und spielten immer fort Ich muß es ^bnen also noch schaffen^' Cag IWi" 53etftt ni't aU6t Gewalt das Wochenblatt ab« '' Cvm'on. Ja ? Ich wollte es abschaffen? Drgott. Nun so weiß ich denn nicht, waS er will. Lleanr. «sm Sie denn auch da« Wochenblatt, Herr Otacn ’ ba ®rSO'»- New, ich lasse mirs immer von meiner Frau voriesen. Ach kann wich erinnern, daß ich manchmal dabey gelacht habe, und das hÄT0!,lki&< dm Wochenblättern diese gchler beweisen wollen. TM0». VMM DM wekdmwir nicht" virkeGmvdemöthU haben. :€t> m Schrift die keine Wissenschaften abhandelt, in keiner ftsiematWmGrdB nmg geschrieben ist ♦ * ♦ was brauche ich mehr zu sagen? «Äeant. Sie sindfthrunüillig, Tymon, wermSie dies-MGrün*^ de halten , weswegen die Wochenblätter nichts taugM- Matt muß zeds Schrift darnach beurtheiken, was sie styn wr'tlx wenn man ihr will Gerechtigkeit wiederfahrrn kaffen. Man wilk aber imdeü WdcheWiriften kB- ne Wisfinschasten abhanden, es Mn keine Systsmm ftyn. Jede Wls- ftnschast hat so viele Lehrbücher, daß wir über nichts weniger , als über den Mangel derselben klagen dürfen. Die Wochenblätter > uiMfc auch-das Giessische soll eine Schrift ftyn, die zur UnterhMurM und zmuMitze« vM -jedermanin derjenigen Stadt oder Gegend gelesen werdrnkamr, worimrsts geschrieben wird. Wird sie noch weiter gekesm, so ist dies ein Glück, das aus die Rechnung ihres vorzüglichen Werchszu schreiben.ist. V.erschtt sis also diesen Endzweck, kann sie nicht, von jedem gut erzogenen Menschen mit diesen Vortheilen gelesen werden, ft, kann sie rusdlesem Grunds Mn 'mit Recht angeklagt werden. Sie muß,also in.Rücksicht, aufdieft man* cherley Leser eingerichtet seyn, und Sachen enthalte»., He theils für ihre Bedürfnisse, theils für ihr Vergnügen gehören. Haben Sie noch weiter etwas einzuwenden,. Herr Tymon ? - - Noch mehr.Wenn Sie der Moral die Ehre erzeigen, und sie für eine Wissenschaft halten wollen, ft werden Sie noch ftemdschaftkicher mit dem Wochenblakke umgehen. Den« es handelt besondere Capitel aus derselben weitläustiger ab, die es wegen ihrer allgemeinen Wichtigkeit verdienten?'es empfiehlt die Tugend, und ~ sucht das Laster verhaßt und lächerlich zu machen. ES arbeitet also wenigs stenS in dem Gebiete der Moral, und wem * - *. Wie könnm Sie das eure Moral nennen, Herr Eftank, wo keine'Grüudlßchkert, kein Zusammenhang, keim Ordnuttg herrscht, t ' Lleanr. Ick habe SS auch keine vvMndige Moral genannt.: Es fmd Beyttäge zu derselben-', oder wie Sie es sonst nennen wollen; und dienen vielleicht dazu, die ganze« Systemen daraus zu erweitern, oder über Kewisse Stellen aus denselben ein helleres Licht zu bekommen.. ES sind auch wohl öfters nur Wiederholungen von dem, was schott in Lehrbüchem über die Moral ist gesagt worden, die'aber mit Mchdruckbegleittt werden, «eil sie Sachen bekrrsftn, aüf Venen unser moralisches Glück beruht. Gewisse Wahrheiten können, wie ich glaube, 'nü MrULeKrgtwerlM; und Per psrdiyrre also pokeydS dm grösten Dank, der sie nicht auf eben dieselbe ? * - A i M enn das Wochenblatt fernen Endzweck erreichen will, so imuss es auf ^ebwniaim einielnc Stücke enthalten, wem, in SLÄ? Der Gelehrte belrachkek esals eine Beschäftigung trt Ungelehrten wird jedes Lesen angenehmer, wo ane Art belohnt sehen; bey Heyden Ku'ie.chtt gute Wirkung (htm. Die Verschiedenheit des Inn. r^«d^E?,in'^/'^ehalten werden, so lange der Geschmack utiö.tw®ßr. verwmkÄ, «^»Ä"!M°kt« verschieden seyn wird. Auch Nachrichten r ’?£e »or«Uflrtcl>e ^etene,oarmne, wenn ft« für die Stadt oder die Ge- tzeiiv sunddas rft vasPubncum des Wochenblatts) gemeinnützig sind. :-i fie lnut« Ä'Än — nt * ,un0e $, durch «ich selbst i widerlegen. Ich weis auch roch meiste. '°v°n meinem Geschlechte, dredusWochnchlatt mit Nutze«, lestn; mw da das Frauenzimmer bester von den Modetnurkheilen kann- als di« Manns« FIT'v At,0 ^, 'ch 3hnen auch wohl sagen, daß mir diese gelehrt« Mode Sn 4 9Sk tok! Ä un^® ■ '1 A- . '<•? ...... i.- : , * ... In dem rmnmehro verflossenen ivL/sten Jahre sind durch göktlicheu Sergen, eon JhroHvchfürstlichen Dmchlauchk, von löblicher Miversi* töt, von dem löblichen Regiment und Görnison, vonlöbl. Magistrat, wie auch^ms denen.wöchentlichen Büchsen, und von gukhertzigen Christen, den dahiesiger Armen Lasse eingekommnien: «4, si. 2g alb. , Hiervon sind ausgegeben worden anhiesige StadtArmen fi. 2» alb. an fremde und reisende • • • 44 fi. i« alb. IZn der Kirche und auf dem RathhauS, sind m gestistüen AiiMosen den hiesigen Armen gereichet worden . 478 fl. r, alb. - Summa aller Ausgaben an 6« Armen 10LS fl. 7 alb In dem verflossenen 176'sten Jahr sind ropulirt worden: 1) dey der Stadtkirche . i8 War. i> bey der Burgkjrche - » 18 Paare Gebohren und gekauft, bey der Skadtkirche, : - worunter 7 unehliche • < » « , ... Bey der Bmgkirche, worunkm 7 unehliche * « . ,7 Summa rör Verstorben« bey der EMkirche • » . , 71 Bey der Bmskirche * » .» » » • . fi sind also in diesem Jahr 47 mehr Summa ug gebohren als gestorben. CymNMicaoten dey der Stadtkirche,worWttr r/ LonfirtlMten 1-4» bey der Burgkirch« • • « ioi< *• <*$<•*/; < ■ *1 fi -ir» ' ■••fr . n'i > ) > •< . u- ’ __ ■w.wi E's'?