können. z7£S,-„ und wohlgebauter Körper ist unstreitig em sehr gütiges W« Snf ver Vorsicht" daö alle unsre Dankbarkeit und Achtung ich würde alsdann den bedauern, der mich mehr wegen meines reizenden Körpers, als meiner edlen Gesinnungen bewundern wollte. Ich würde immer daran denken, was Wieland/ in seinen Erinnerungen an eine Freindin/ sagt: Wenn Tugend durch den Flor der Schönheit scheint, Aras ist wohl liebenswürdiger als sie? Ein denkend Auge, das mit ernster Anmuth, Und mit der Majestät der sich bewußten Unschuld Stillschweigend tadelt oder billigt, / .. Wie mächtig stralet es in edle Seelen? O ihr schönen Töchter der rechtschafnen Hessens Wenn ihr das zu werden luchek, was ich mich «u seyn bemühen würde, wenn ich an eurer Stelle wäre; und Nachrichten. zzr wäre; wie liebenswürdig würdet ihr alsdenn seyn! Wie lange würde die Hochachtung dauern, die man euch jetzt erweißt; die aber vielleicht in einigen Jahren schon stirbt, wenn sie keine andre Nahrung als euer Gesicht gehabt hat. Glaubt eS eurem Freunde, es wird noch eine Zeit kommen, wo ihr niemand mehr durch euer Gesicht entzücken werdet / wo niemand mehr eurer Schönheit Weyhrauch streuen wird; allein es wird oucb noch eine Zeit kommen, wo ihr ganze Familien glücklich machen könnt, wenn ihr ein Herz voll schöner und tugendhafter Gesinnungen und einen Verstand voll'nützlicher und unvergänglicher Erkentniffe habt. Nicht das, was nur einige Jahre gefällt, sondern das, was unaufhörlich gefällt, und immer mehr gefällt, je näher man es betrachtet, nicht die vergängliche Schönheit des Gesichts, sondern die unvergängliche Schönheit eines tugendhaften Herzens ist liebenswürdig und gefällt ewig. Von dem sogenanrerr Thee de France. Aus den Braunschw. Gelehrten Veyträgen DaS 46. Stück. -Ohnerachttt unsere Landsleute mehr Geschmack am Caffee als am Thee haben, und daher jenen diesem weit vorziehcn, so wird man es doch kaum glauben, was für beträchtliche Summen Deutschland allein für Thee verschwendet; und obgleich bey uns der Bürger nur alsdenn Thee trinkt, wenn er sich nicht wohl befindet, so müssen doch die Summen schon ansehnlich seyn, welche dadurch aus unfern Ländern gezogen werden .Es haben sich daher schon viele verdienstvolle Männer die lobenswürdigste Mühe gegeben, diesen verderblichen Aufwand dadurch mehr einzuschränken, daß sie uns Pflanzen zum Thee empfehlen, welche entweder bey uns wild wachsen , oder doch leicht und in genügsamer Menge bey uns gezogen werden können. Noch neulich wurden wir in diesen Blättern an eine Pflanze erinnert, welche zum Thee sich ungemein gut schicket, nemlich an die Bo- trys mexicana oder ambrolioides aus dem Geschlechte der Chenopodi- UMs. Es ist diese Pflanze schon lange unter den Namen des Thee ro- manum jefuitarum bekannt, und dem Verfasser des Aufsatzes in diesen gelehrten Beyträgen sind wir demohngeachtet doppelt verpflichtet, daß er uns eine Pflanze von neuem emMehlet, die fast in Vergessenheit gerathm wäre, um so mehr, da sie, ob sie gleich ein Jtaliänisches Gewächse ist, dennoch unter unserm Himmejstkiche im fre-en Lande und mit geringer $ V X War. 3 fr (AeMche wöchtttW--ZemeittttStziZe Attzergett Wartung ungemein gut fortkommt, auch sich sehr stark vermehret. Auch der von dieser Pflanze zubereitete Thee hat einen angenehmen aromatischen und balsamischen Geruch, der nur der besten Sorte des chinesischen Thees eigen ist; der Geschmack ist ganz und gar nicht unangenehm. Ich erinnere mich schon vor etlichen Jahren zu Göttingen Thee von dieser Pflanze- welche in dem dortigen akademischen Garten häufig wuchs, getrunken zu haben, welcher meiner Zunge, die alles das, was nach Arzeney riecht und schmeckt, sonst verabscheuet, nicht unangenehm war. Wir sind nicht so arm an Gewachsen, welche wir zum Thee gebrauchen könnten, ob ich gleich zum täglichen Gebrauch keinen Krautetthcean- rathen will, welchen man leicht müde werden würde zu trinken. Ich weis gar wohl, daß man zum ordinairen Thee keine solche Pflanze verlanget, die einen widrigen Geruch und Geschmack hat, oder welche auch zu viele Und zu starke Arzeneykräfte besitzet, man liebt vielmehr einen solchen Thee, welcher einen gelinden herben und zusammenziehenden Geschmack und einen gemäßigten aromatischen balsamischen Geruch hat. Hofmann rühmt den Ehrenpreis , eine zum Thee sich bereits legitimirte Pflanze, eben so sehr wie Gohl in den AH. med. Berolinenf. Vol. 11. p. i$o. sein Teuerrum verum, Gottfried Thomasius die grünen Blatter der wilden Rpsen, Cour. Barthold Behrens die Salbey, und andere die Chamapykis, Waldmeister, Pfirschenblätter, Schlüsselblumen, Melisse rc. Fast alle diese itzt genannten Pflanzen empfehlen sich besonders durch die oben angeführten genschaften, die ein zum täglichen Gebrauch bestimmter Thee haben muß, vorzüglich aber die zuletzt genannte, die Melisse. Jedermann kennet diese Pflanze und ihren angenehmen Geruch, welcher sich nicht, auch wenn sie getrocknet ist, so leicht verlieret, ob er gleich etwas geschwächte wird, und . den Aerzten ist die gelinde blähungtreibende und nervenstärkende Krast dieser Pflanze nicht unbekannt. Ich kenne verschiedene Personen, die sich der.- selben vor beständig zum Thce bedienen, und fürtreflich wohl mit diesem zufrieden sind. In Frankreich ist sie ungemem bekannt, und zwar unter den Namen von Thee de France, von welcher Zubereitung Herr Agnan Erfinder seyn will. Die Gazette ftlutaire vom Jahr 1764- Nro. 4. giebt uns eine kleine Nachricht von der Zubereitung der Blätter dieser Pflanze zum Thee, welche die Kräfte dieses Getränkes noch mehr erhöhet. Da \ ich an der guten Aufnahme dieses weniger kostbaren Thees, der dem chme- fischen in vielen Stücken gleich kommt, wo nicht gar übertrift, bey eini* stn wm wrntzsten nicht LwstM darf, so will ich kmtzlich ZuhMtungs- grt . und Nachrichten.' 35 i ♦ -.«<.<$■/ V * f -es X** «i äbgebcn, so wie sie uns in den gngesühittil medicinischen Blattern be«. tannt fleinacb^roiuL H Monnkb Junius ab , und zwar nach Vorschrift des -Herrn Agnan noch vor Aufgang der Sonne»pflückt die Blatter vog- den Stengeln und trocknet sie zwischen Papier im Schatten« die Stengel wirst man nicht als unnsstz weg, sondern kocht sse im Wasser dis sie ganz weich sind. Dieses. Wasser gießt man durch em lmneneS Tuch, damit die gekochten Stengel zurückbleiben, und fängt es noch em« mal an zu kochen, bis die Hälfte ohngefähr eingekocht ist. Alsdenn bemässet man die trocknen Meliffenblätter hiermit, und wenn solches gische« hen, so trocknet man sie wieder von neuem nn Schatten, doch nicht zssgar siark, damit Vie Blätter Nicht zu Pulver zerrieben werden , sondern geschmeidig bleiben, um jedes Blatt besonders, wie der chrnestiche UM M panische Thee, desto besser, zusammen zu drehen, oder in Rolle», wie den Toback, zu formen. Diese Rollen aber desto besser zu machen , so legt man die Blätter auf eine Serviette ein über das andere bis zu einen hal< bcti ftnfi hoch, rollet die Servisttelum die Dsätterzusammeri'und ümwin« bet- hte- Koste fest.mft, Bindfaden. ,, Die in der Serviette entlMemn Blätter lässt man alsdenn an einen trockenen Orte gleichfalls im Schatten, als auf dem Ofen oder, Kamine recht trockne». Nach Verlauf von -wen oder drey Monaten kann man di- umgewundenen Bindfaden lostn^ unb die Meliffenrolien in trocknen Kästchen oder Schachteln .bis zum Ge« broud) wohl verwahren. . Herr Agnan ist, wie leicht zu denken,^außerordentlich für diesen The- eingenommen, wie man dieses von einem Erfinder, zumal von.einem Franzosen nicht anders vermuthen kann, und rühmt ihn vorzüglich, durch vielfältige Erfahrung vergewissert, als ein urintreibendes und Wurmmittel, welches besonders im Podagra, Nierenstein, Kröpfen, Geschwüren- Vapeurs und einigen andern Frauenzimmerkrankheiten Wunder tW soll , imgleichen daß er auch durch seine stärkende Kraft dem Magen und Ges härmen ungemein wohl bekomme. Wir wollen billiger denken, und nicht einmal die Hälfte der von Herrn Agnan angegebenen Eigenschaften von diesem Thee verlangen , welche er uns überreden will, sondern mit wenigem zufrieden seyn, die aber doch eine unpartheyische und von allen Vorurtherr len befreyte Erfahrung bestärket. Die gelobte urintteibende Kraft hat dieser Thee ohne Zweifel von dem warmen Wasser, welches leicht die Canäle unserö Körpers durchwandert und geschwind wieder abgesondert wird; j$4 Giejsische w§chentlrch--gemeLttnützLge Attzetzen 6ie* aber, vermöge welcher eS Geschwüre heilen soll , ist noch wohl im Zweifel zu ziehen. A!S eine Aromatische und stärkende Pflanze aber be- trachttt, hat ste allerdings eine dem Magen und Gedärmen heilsameWür- kung, welche aber doch noch weit stärker seyn würde, wenn sie das warme Wässer nicht so sehr verminderte. Was wollen wir aber mehr von einem Thee, Hessen wir uns täglich bedienen, verlangm, große Arzeneykräfte können, wir von einem solchen Getränke nicht erwarten. In Ansehung der Zubereitung muß ich doch noch einige Erinnerung ?;en machen, welche, nicht gantz und gar unnütz seyn werden. Es ist be- annt, daß diese Pflanze, wenn sie abgebrochen ist , leicht schwarz wird, und zwar desto eher f wenn sie,an einem dumpfigten, unreinen und feuchi teu Orte, oder auch zu dicke über,einander liegt. Um aber dieses zu verg Meiden, so wäre mein geringer Rath dieser, daß man sie je eher je lieber trocknete, und also nicht in den Schatten, sondern an einen solchen Ort ftgte, wohin die Sonnenhitze am stärksten kommen könnte. Es bleiben glsdenn die Blätter weit grüner, zumal wenn man die Plärrer nicht klum- venweise liegen läßt, damit die Wärme ast allen Orten gleich stark kmrch- dringen kann. Anstatt große Rollen zu machen , kannte es schon mir' dem bloßen Zusammenrollen der Blätter sein Bewenden haben , weil jene, wenn sie ja noch inwendig, etwas feucht sind , und nicht recht genau verwahret werden, leichter verderben , und einen unangenehmen schimlichten Geruch annehmen, auch ausserdem schwarz werden können , welches nicht fb leicht von einzeln zusammengerollten Blattern zu befürchten ist. Wem das Zusamchendrehen der einzelnen Blätter zu weitläustig seyn sollte, der kann auch der Mühe überhoben seyn, weil es kein wesentliches Stück der Zubereitung selbst ist, und nut die trocknen Blätter mit dem aus den Stengeln zubereiteten Dekokt benetzen, und zum Trocknen an die Sonne legen, welche die Blätter ausserdem schon zusammenrollt.- Es ist nicht tvahrschemlich, daß die auf diese Art getrockneten Melissenblätter mehr würksames verliehren werden, als wenn nach des Erfinders Methode verfahren Wird, im Gcgentheil wollte ich wohl behaupten , daß das Trocknen an der Sonne der im Schatten weit vorzuziehen sey, weil sie geschwin- Yer geschehet, und also die Pflanzen nicht so leicht verderben können. Diefrr ofoitt-Diele hoffen tnrb Mühe anzuschaffen ist, auch wahrhafte Vortheile vor dem, chinesischen Thee, so wie wir ihn haben, zum voraus hüt £ so Habs' ich Mache zü Höffen, daß er gleichfalls so guten BeOK stMWrde/ 'M WWMtoffN,-tvevMüS vermuthe ich keine r •( £ andere ander« EmwrulWg dagegen ju,hür§n, als di«, daß.es^iiuausiäsiLisch« Maare sty. ' ' S. , Akademische Nachricht. Unsre Academie hat einen traurigen Zufall erfahren, und der ihr M desto näher geht, .je seltner und wichtiger trift. Sie hak nemlich den 24. Octobn Ihren Re&orem Mangnificum den weyland Hochwürdigen UÜH Hochgelahrten Herrn Superintendenten D. Iohartn Stephan Müls Ut-/ der Gottcsgelahrtheit berühmten öffentlichen Lehrer aöhier/' ErbraOr te sein ruhmvolles Leben nicht höher als auf ;8. Jahr und>etliche Monath. Seine gross Gelehrsamkeit, seiü Eifer sür'die Acadcmie und seine hinterlassene Schriften werden Ihn bey uns, und bey dtr unpartheyischew gebM ten Welt unvergeßlich machen. - * - - •:- > .. 1 Eltt - und auspaßirende VOM rL. Octsbr. bis dett 29. Octobr. »768. Mo Excellenz Herr Graf Els, aus dem Brandenburgischen , paßiret . durch.. ‘ ; . : ! ; Herr Geheimderrath von Breirenbach, paß. durch. / Herr Hofrath Verdier, von Erlangen, und HetrMarschCommiff. Reitz- von Alsfeld log. im Einhorn. - , C Herr Metropolitan Herrnbrod von Butzbach, und HerrMarschCommik» farius Leußler von Romrod, log im Löwen. r Herr Regierungsrath Besserer, und Herr Hofrath Besserer, von Wetzlar paß. durch. - - - . . \ ! 1 Herr Baron von Thalberg, Hofcavalier von Fulda paß,-Wch. ->,> Herr Advocar Bender von Nidda, log. iyr Einhorn. • • ; Extra logirt. ' . ,4i'J>;• Frau 0berfokstm«isttrin vou Butler, log. b«y Herrn .Brigadier Md Commandant von Rotktrg. . ' , ;. . 1 v "■■■'. : •1"‘ t?* ’’ wy/T: ’ 1 ■ • !' ';i ", 'lif- . fM ' A •... - .. 'f-x <- . . ■■■' >■ XVrt*?: «X.üm '• 1 • ’ii .; '*SvT --- !-r ( ' W' ;.t/j M GieMsche wScheWW^MeMStzise AchekM H-rr GcheimdeÄch-vÄ Mchtt, vött Bayreuth log.öbey Herck Lichts- nant von Köller. - Herr Lieutenant von Linsdow, von den Preussen, log. bey der Frau Majorin von Linsvow., Gebohren und Getnufr. . .. AM r8. Octobr. Johann Balthasar, Georg Francks , BuMs und Rothgerders, Söhnlein. B • - ■ Am MvCctbbr. Johann. Mreas, Werner Franck, Burgers und Roth, gerders,> Söhnlein. Verstorbene. AM 14. Octobr. Jungfer Catharina Maria Wörmbserin, weiland Herrn Conrad Wörmbsers, des XV k Raths Mitgliedes,, Tochter. Keucht-und andere Preiße am Markttag den zo. Octobr. 1768. Grelftr Maas. u fi. alb.,pf. Id. salb. Pf. w.! alb.l Achtel Korn t 2 25 1 9 2 6 1 ^p/cn 6 Achtel Gerste #25 $ 1 ^albfiersch - 3 1, echt » 5 MaiNen 4 iq # 1 Rrndflelsch '» ,2 i Pcrslng - 5 Pf. 5 IQ 5 - 4 f 4 1 / ' - Eyee - 1 2 rMaaßFruchtBMndew.r2alb..rPf.VrüLWurss5 alb. rPf. inländische Seift6 alh. 7 ■ - -) Becker Pketß^' . 4 4 2 - - 1 l 1 12 12 2 Hammelsteisch Schnfsiecsch- BoMersch^, - 1 Achtel Korn 1 Achtel Gerste - ■>«r* 4 41 1 Achtel Wattzen L Achtes Hafer # r Meste Erbftn 1 Meste Linsen - 1 Pfimd Htrft l? 1 Pfund gescheite Este - / '*** 1 Pfund klein ge- schelte Gerste - Rindfleisch Kühßetsch - Echivei neste ifch 2 '3 •2 : 2 I 3 1 1 . ..Wurst. - > 1 Kälbsgelüug Kalbs - Leber 3 ' 3 ?6 alb. 15 15 7 : <2 1 Barmen 1 Schleycn 1 Butter - Pfund. st. loRindsfett 1 loHamelsf: 1 1 Lichter - 4 pf. ft. Lsth. Qu.! alb.1 pf. ft. Loch Qu. 25 - 4 - Diese wöchentliche Anzeigen werden von M^Äirle^fr ZdßW'WtsspKrie, Brod. » ButterBretzel 9 I? *4. 1 | Weck - 1 Teitscher alb. pf. - 4 # 4