Wieflsche wöchentlich- WWW KOW 11116 Nachrichten. Zwey und Vierzigstes Stück. Dienstags den nun Oceobr. 1766. ** Mtt Hochfürst!. Hessen-Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis. Fortsetzung der Geschichte: Sidney und Süli. allen beleidigt uud verworfen, war ich endlich alle Stande durch- ^ gegangen, um «inen Menschen zu finden Ich suchte,sie zuletzt unter denen, die eine Religion > das «Jbcrf emes wohlthatrgen Gotteslehrten. Der letzte Streich fehlte nur noch: da fand ich - ach, die fromme Unmenschlichkeit ist von allen die grausamste. Veizwcifiungs- voll , in fllüierer Wuth, warf ich mich zu den Fussen meines Vaters. - Ach' mein Vater, wir sind nahe bei) dem äüssersten Elende. Die Hof. * , bQfi meine fugend ihre Stütze feyn solle, ist nun auch dahin. Aller Ä 8 »» meinen Thränen verschlossen. Was wird ans Ihnen wer- m in Vatera - Was GOtt gefällt, antwortete der würdige Greis; r,»l!e' mir es schwer seyn zu sterben? Nur du , mein Sohn , verursachest meine Thränen. Ich werde sterben, und dir alles mein Ungleich hinter« Ä. Gehe, mein Schicksal muß dich nicht bekümmert machen; sorge dein Heben zu erhallen, dieses ist das meinige. Wenn ich dich nur •™Liifh fch6n fönte'Bey diesen Worten druckte mich mein Vater, mit «" feine Brust. - Ach, das Bild schwebt mn' "°Jch willNmnnicht alle HitDemüthigungm beschreiben, wozu ich wicp 542 Giesisihe wöchentlich^B gemeLnnZyige Attzetzen mich herab ließ, ebenso Vie! Stuffen des Schmerzes, die ich herabstieg: ich sähe nichts als meinen Vater und mein Unglück. Ich hatte ehemals vielen, die ich für meine Freunde hielt, allerhand Dienste erwiesen; kaum hatte ich nur das Ansehen eines Unglücklichen, als sie wie ein Nebel vor meinen Augen verschwunden. Noch eine Hülfe blieb uns übrig: mein Schwager liebte meine Schwester, die mein Vater stets so zärtlich geliebt, und der er viel Gutes gethan hatte. Sie, hoste ich, solte ihren Mann bewegen, meinem Vater beyzustehen; ich eilte zu ihr. Sie nahm mich mit einem Kaltsinn auf, den meine Liebe mich nicht soglelch bemerken ließ. Ich entdeckte ihr mein Anliegen. Bey jedem Worte zeigte sich in ihrem Ge- fichte weniger Zuneigung und Vertraulichkeit; ihre Unempfindlichkeit ver- rieth sie. Ihr Mann liesse bauen, war ihre Antwort, er habe selbst Kin- xt)er. Mein Vater, setzte sie hinzu, hat sich in feinem Betragen versehen; er hat andere Freunde und Verwandten, die reicher sind als wir, denen kan er seine Umstande entdecken; und du, durch welchen sonderbaren Zufall hast du keine Bedienung^ Du wirst niemals lernen dein Glück zu machen.- Ich werde niemals lernen unmenschlich zu seyn. Ich gehe, grausame hartherzige Schwester, dein Vater, der dich zärtlich lrebt, stirbt im Elende. Gehe Unglückliche. Ach mögten deine Kinder dich niemals für drö Verbrechen bestrafen! - Ich kam zu meinem Vater. Ich wolte ihm den neuen Schmerz verheken; allein er lag zu schwer auf meinem Herzen. Ohne eS zu wissen, sagte ichs. Er empfand das ganze Gewicht dieses Unglücks, und ertrug es mit Muth und mit Geduld. Er entschuldigte sogar meine Schwester: Du mußt ihr vergeben, sie muß ihrem Manne gehorchen, und ihre Kinder. - O mein Vater, das, das solte sie alle Ihre Rechte kennen lehren! - Ach! mein Herr, ich habe Ihnen noch nicht alles gesagt. - Mein unglücklicher Vater ward gefangen gesetzt. Ich fiel dem Gläubiger zu Füssen; er stieß mich wild und unerbittlich zurück, und ich nahm ihm das Leben nicht! Alle Hülfe ward mir versagt. Nun hatte ich alles verkauft. „ Stellen Sie fich das schrecklichste Bild vor : mein Vater im Gefängnisse, wo er Hungers sterben solte, sein Sohn im Elende, von der ganzen Welt verlassen, von Ungeheuren umringt. - Mein Herr - ich bin vom Stande - ich kan nicht kriechend seyn, ich denke zu groß dazu. - Die Natur rief mir zu, ich opferte mich auf (hier unterbrach eine Menge Seufzer und Thränerr des Unbekannten Stimme) ich entschloß mich, für meinen Va- 4 ter ■ - r vnd Nachrichten/ Z4k ter zu Betteln. Ich gleng des Abends, und bat die Ungeheuer, die ich gern zerfleischt Hütte, um Allmosen. , Bey diesen Worten umarmte Sidney/ dem Thranen dre Wangen herab liefen, den Gefangenen: Ach liebenswürdigstes Geschöpf, welch eine edle Seele haben Sre, wie verdienen Sie Freunde zu haben k Ich war noch nicht gebeugt genug, man führte mich als einen nichtswürdigen Müssiggänger gesungen; ich rief umsonst: für meinen Vater bitte ich nur um Aümosen; er ist gefangen. Um der Menschenliebe willen. - Man sperrete mich ein. Ich kam endlich vor meinen Richter. Ich sagte ihm alles; ich flehete ihn um seine Hülfe an. Der gerührte Richter ließ mich los, und versprach mir Beystand; er starb, und ich war ohne Hof- nung unglückselig. Das Alter war endlich der einzige Schutz meines Vaters, und er ward tosgelassen. Ich erhielt auf einem Kauffahrdeyschiffe eine mittelmüsige Bedienung. Mein erstes war, daß ich meinen Vater mit aufs Schis nahm, um mit ihm nach Asien zu fliehen. Vielleicht, sagte ich, finden wir dort noch Geschöpfe, die menschliches Gefühl haben. Vielleicht können wir da Europa und unser Unglück vergessen. Sie werden da leben, mein Vater; ach, ich habe keinen Freund, als Sie; wir wollen sogar den Namen unsers Vaterlandes vergessen; - den Unglücklichen komt es nicht zu, zu lieben. - „ „ Dies ist nur ein Theil meines Unglücks. Meinen schwersten Gram habe ich Ihnen noch nicht erzählt; er glich beynahe dem Kummer, den ich meines Mters wegen ausstand. Das Herz des Unglücklichen ist weit mehr bereitet, Eindrücke der Zärtlichkeit anzunehmen, als die Seele eines Glücklichen. Das Unglück ziehet eine Melancholie nach sich, welche die Mutter heftiger Leidenschaften ist. Ich liebte. Ein junges Frauenzimmer hatte mich gerührt, sie war eine einzige Tochter, und war reich. Dies Hütte mich zwingen sollen, meine Neigung zu unterdrücken; allein ich gab nicht der Vernunft und dem Wohlstände, sondern blos der Liebe Gehör. Julie/ so hieß die Liebenswürdige, eilte meinen Wünschen entgegen; wir sagten uns, daß wir uns liebten. Dis war das einzige Geheimniß, das ich vor meinem Vater verbarg. Zunge Leute verstehen sich schlecht auf die Verstellung. Ein Verwandter Juliens entdeckte unsere Liebe. Er ließ, mich zu sich rufen. Mein Herr, sagte er, ich will sogleich aufrichtig mit Ihnen reden, ich hoffe, es wird Sie nicht beleidigen. Ich halte Sie für einen verdienstvollen Mann. Ihre Person erweckt Hochachtung, und ich habe bemerkt, daß meine Nichte ihren Werth empsundm hat. Sie fcbet» Tt r nen 344 Giesisihe wöchentlich- gemeittttötzrge Anzeigen nen mir ein feines Gefühl von Ehre und von Pflicht zu haben: Sie ha» den kein Vermögen, und meine Nichte ist reich. - Genug antwortete ich feurig, Sie zeigen mir meine Pflicht, und mein Unglück. Sie sollen sehen , wer ich bin. Ich eilte zu Hause, und in dem Augenblick, da ich mit meinem Vater Europa verließ, schrieb ich einen Bries an Julien/ darin ich mein ganzes Herz und das Unglück entdeckte/ welches uns trennete. Ich sagte ihr, daß ich arm wäre, daß ich aus Europa flöhe, und bat sie, mich zu vergessen Denken Sie, wie viel der Brief mich kostete! Ich reifete endlich mit meinem Vater ab. Ich entdeckte ihm unterwegenö meine Meynung, und Der liebenswürdige Greis weinte von neuen über mein Schicksal, Wir kamen in Indien an. Em Nichtswürdiger brachte blos aus Bosheitmich um meine Stelle. Ich geriet!) dadurch in die schrecklichste Armuth. Ich stehete die Menschlichkeit an, ich zeigte die grauen Haare meines Vaters, sein nahes Grab; alle Augen wandten sich weg , alle Herzen verschlossen sich. Ach, die indischen Ungeheuer sind eben so grausam, als die europäischen! Es giebt keine Menschlichkeit auf Erden! Endlich nahmen wir in einer Höhle an der Küste unser Zuflucht; auch da quälte das Elend und der Hunger meinen Vater. Ich nährte ihn kaum noch mit Säften ausKräu» rern gepreßt, einige Tage. Er starb. Schmerz, Verzweiflung und Wut gemeisterten sich meiner. Ich stürzte aus der Höhle hervor. Da erblickte ich einen Haufen Indianer, die gegen Europäer fochten. Diese hasse ich am heftigsten, sie, die die besten, die ersten unter Den Menschen feyn wollen. Sie haben meine Wut gesehen. - Mein Vater starb - am Hunger! - Mein Herr, ach! warum retteten Sie mir das Leben; es rst mir unerträglich. Wie kann ich mein Unglück endigen, ohne zu sterben? - Sie sind menschlich - lassen sie mich sterben. Nein sie sollen nicht sterben, rief Sidney, und umarmte ihn; würdiger, Sie haben ein empfindend Herz, einen Freund gefunden. Nicht alle Menschen sind Ungeheuer; Sre sollen erfahren, daß es noch Gefühl, Menschenliebe und Zärtlichkeit giebt. Ich will Ihr Vater seyn. Wie heissen Sie,, - Gillr. „ - Nun mein liebster Güli, Sie sind mein Sohn. - „ Ach mein Wohlthater, mein Vater, mein Vater ist nicht mehr!,, Gilli ward besser. Einige Tage nachher sagte Sidney zu ihm: -kommen Sie, ich will Sie mit dem menschlichen Geschlechte aussöhnen. Er führte ihn in ein-nahes Zelt. Welch ein Anblick! Eine unbeschreibliche Scerra Gütz umarmte pa ftinen Vater. Der Greis umarmte wech- l " selsweise Md Nachrichten, 34? stlsweise ihn und Sidney. gDelmütlTtger Fremder,_©ie geben mir mei» nen rkeuresten Sohn wieder. Empfinden Sie diese Scene ganz, der w blick ist himmlisch , es ist Ihr Werk. Sidney erzählte ihnen auf Silks Verlangen, daß er selbst in die Höhle gekommen, und fernen sterbende» Vater in den Armen eines Banianen angetroffen habe, der ihn wieder ms . geben zurück rief, und ihm Speise brachte. Sie sehen, Unter den In« dianttn sind auch Menschen. Ich ließ darauf Ihren Vater hieher rm- «en °ia, mein Sohn, sagte der Greis zu Sülr, ihm danke ich das re» den °id) war dem Tove nahe; ich schlug noch einmal meine Augen auf, und suchte dich; ein Unbekannter stand bey mir, und goß nm einen Trank in Den Mund, Der meine Lebensgeister zurück rief; er gab nm Nahrungsmittel , die mich belebten; aber ich sähe meinen teuren Sohn nicht. Nun siehe hier Die zweyte Stütze meines Alters. - Dies setzte er hinzu, und walke fkb ASiDiieven zu Fusse werfen. . Was wollen Sie rhun, mein Vater, sagte unser großmukhiger Landsmann; ich bin glücklieher als Sie; ich mache mir zwei) edle Herzen verbindlich; scheu Sie mich ins fimfüge als Ihren getreuen Freund an. Die Engländer, fuhr er gefällig lächelnd fort, haben nicht immer mit den ®tmi&ney,9tvte glücklich wärest du, und wie sehr verdientest du dein Glück! Eines Tages sagte dieser vortrefiiche Mann zu ihnen i^h babe noch nichts für Sie gethan, meine Freunde, ich muß Ihnen das Leben, das ich Ihnen habe wiedergeben können, auch angenehm machen. Das fehlt noch meinen Wünschen. Silit, haben Sie mir nicht von einem würdigen Frauenzimmer erzühlt, das Sie liebten. „ Ach die Liebe, mein tHeurester Wohlthaker, muß in meinem Herzen sterben, ich muß keine Empfindung kennen, als Dankbarkeit.,, Liebster Freund, antwortete «ivnev, ick muß Sie vollkommen glücklich sehen. Ich kehre nach Europa zurück» ich reife nach Paris, und ich will Sie dahin begleiten. . p igje verliessen bald Darauf Indien, Unser Menschenfreund traf den ettiit unkerweges oft in einer traurigen Stellung an; fchwmnüthig befraelj« tete er das Meer, und weinte. Juliens Bild schwebte ihm »er klugen. c-„ nai„r ev seinem Vaterlande kam, desto mehr quälte ihn seine Schwer- muth ' „ Ach! wenn ich einen andern in ■Juliens Armen glücklich sähe? (gölte ich mich nicht auf immer von Frankreich entfernen, und meinem Wohlthater nach England folgen - Habe ich em ander Vaterland! - Und wenn Julie nicht verheyrqthet istg darf ,ch hoffen, ihr bemalst zu 146 Giesischt wöchentlich» A«;«kgm werden? Soll ich Sidney« Güte mißbrauchen? Es wär« undankbar- neu« Proben davon zu verlangen. - „ Dis letzte sprach er so laut aus, daß Sidney, der, ohne daß er daran dachte, bey >hm war, es verstehen tonte. Nein, sagte dieser m ihm, und umarmte ihn unvermuthek; Sie müssen nicht fürchten, meine Freundschaft zu ermüden; ich habe es Ihnen zu verdanken, daß ich sie habe beweisen können. Sie kamen zu Paris an. Silli eilte von Liebe beflügelt, nach 3u« liens -Sause. Alan sagte ihm , daß ihr Vater gestorben sey, daß ihr« . Glücksumstande eine schreckliche Veränderung erlitten hätten, und daß Julie mit ihrer Mutter an einen unbetonten Otte vor sich und verborgen lebte. Er fragt weiter nach, und entdeckt ihren Aufenthalt. Was sah« er da! Seme geliebte Julreiim Elende, und bey schlechter Arbeit, womit sie sich kümmerlich nährte. Ach, meine Julie, tiefer, und siel zn ihren Füssen nieder. Sie that ein Geschrey, und sant ohnmächtig in ihrer Mutter Atme, die selbst vor Erstaunen äusser sich war. Sind sie es? tagt« die Mutter zu ihm; Sie sehen uns in einem ganz andern Zustande. Der Beschluß folgt nächstens. Unser heutiges Blatt wollen mir mit folgendem Briefe beschliefen, der UNS gestern ist zugeschickt worden. w 1 * Meine Herrn! Die Verbesserung der Musick in unsrer Stadt ist immer einer von niet', ne» Lieblings Wünschen gewesen, weil sie nicht allein überhaupt sanfte Em. pfindungen in dem Gemüthe desMenschen erweckt, sondern auch bev dem Gottesdienste gebraucht wird, unsre Seele zu einer desto grösern Andaebe vorzubereiten und den Gottesdienst selbst desto feyerlicher zu machen. Deswegen L es keine geringe Freude für mich, daß ich nunmehr» die Etfülluna dieses Wunsches nicht gar weit mehr entfernt sehe, indem eine sehr gross Gesellschaft von liebhabetn der Musick alle Samstage auf dem hiesigen Jathhaus erscheint und sich alle Mühe giebt, diesen Theil der schön n Wissenschaften auch unter uns beliebter und allgemeiner zu machen habe diese Gesellschaft den verwichenen Sommer hindurch sehr oft behebt, weil ick em ganz besonderer Liebhaber und vielleicht auch ein Kenner der Musick bin. Sie werden mir also glauben, meine Herrn, wenn ich <%nen tage, paß sich der, Geschmack in der Musick zusehends bey Vieser Gesellschaft vew ond rUdyMtett. J47 verbessert und mancher anitzt sein Instrument weit fertiger spielt, alS bey der ersten Versammlung dieser Gesellschaft. Es ist nur Schade, baß man die VocalMusick so wenig babep übt, da wir doch keinen Mangel an Leu« »en haben, die im Stande sind, auf eine unnachahmliche Wesse Solo zu ''"g^WaS ich nun noch wünschte, ist, daß diese Gesellschaft auch den Winter hindurch forkdauren möchte. Sie müßte sich aber immer, meiner geringen Einsicht nach, an einem öffentlichen Ort versammlen, damit Mr, der Vergnügen daran findet, davon profitiren könnte. Und dazu wüßte ich keinen bequemern Ort, als das Rathhaus, welches mau auch um deswillen bisher dazu erwählt hat. Menn man bedenkt, baß eine solche wöchentliche Versammlung-unsr-r Stabt zu einem besondern Vorzug gereichet, und den Mangel angenehmer und nützlicher Gesellschaften ein wenig vermin- Bett; so glaube ich nicht, daß man von Seiten eines HochEdlen Magistrats viele Schwierigkeiten machen wirb, fernerhin zu erlauben, daß der Ort der Zusammenkunft das bisherige Zimmer seyn bars. Diese Erlaubnis wäre zwar mit einigen geringen Unkosten verknüpft, indem einige Magen Holz zur Erwarmung des Zimmers nöthig wären. Ich zweifie aber sehr, ob es einem HochEdlen Magistrat auf diese Kleinigkeit ankommen wird, west diese Gesellschaft einen nicht geringen Einfiuß in das gemeine Beste hak, welches derselbe doch jederzeit bei; allen seinen Handlungen zur Maasregel Vielleicht denkt man meinen Gedanken ein wenig mehr nach, wenn Sie, Hochgeehrteste Herrn, diesen Brief in ihre Blätter emzurücken die Gütiakeit hätten. Ich hoffe beides, und verspreche, wen» mein Wunsch erfüllt und mein Vorschlag genehmiget wird, Ihnen einen freym Zutritt in die Gesellschaft bei; dem Herrn Direktor der Musick zu verschaffen; der ich mit der völligsten Hochachtung bin Dero ■_ gehorsamster und ergebenster Diener 58.. Nachricht. Weil mit dem 6 Mv. die Ziehung der ersten Classe dritter Neuwieder Geld - Lotterie zum BehufArmer und Kranken herannah-t, so werden die Herren Liebhaber so ihr Glück versuchen «ollen, hierdurch freundlich emge- $48 Gl'esische wSchsmILch ♦ gemekttnStzigt Anzeigen Es sind einige Loose fo wohl ganze als halbe Key Ausgebern dieses zu verkaufen. Zur ersten Elaste wird nur - fi. 12 fr. eingelegt, und spielen durch alle Elasten, ob sie schon einen Gewinnst erhalten, nach Renovirung der Loose zur andern Elaste wieder mit, und besteht diese Lotterie nach dem Plan in ansehnlichen Gewinnst-» und Preißen. Ein- und anspaßirende von» ntcn Oet. bis den lyren Oct. 1766» Jöerr Reg. Rath Reich von Büdingen, log. bey Herrn Hofrath Mögen. Ein Englandischer Capitain, Herr Moneurs, pastrrt von Friedberg durchs Ein Französischer Major, Herr Gnül, vom Regiment Bonde, und Herr Holm, ein Schlffs-Capltain, pass, auf dem Frankfurter Postwagen hierdurch. Herr Amtmaum Schultz von Königsberg, logrrt in den Z Crouen. An Fürst!. Waldecklscher Hof-Marschall, Herr von Craß , log. im Posthaus. Herr Amtmann Berdries, von Battenberg, logirt bey der Frau Super,»»enden- * ten Liebknechtin. . Die Frau von Bllow, kommt von Marburg, log. im Posthaus. Auf dem Cassel. Postw. Herr Capital» von Wreden, und 4 Herren Lieutenants, sämtlich von der HeffenCasselischen Garde, pass, durch. Der Herr von Schenck, von Hermannstein,'pass, durch. Herr Berg - Inspector Müller von ThalJtter, log. im Einhorn. Extra logirt. Fran Generalin von Lehrbach, log. bey Herrn Brigadier und Commandanten von Zrau^geheimde Rathin Grolmannin, aus Westphalen, log. in der Grokmanni- schcn Behausung. Ein Hessen-Caffelischer Lieutenant, Herr Roll, von der Garde, log. bey seinem Vater, Herrn Superintendent Roll. Gebohrne und gerauft. Am iz. Octobr. Iohannetta Margaretha, Michael Henrich Wannichs, Bürgers und Schuhmachers, Töchterlein. Am 14 Octobr. Johann Christian, Herrn Ludwig Oswalds, Secretaril bey der .Hochlöblichen Universität allhier, Söhnlein. Diese wöchentliche Anzeigen werden von dem Verleger Johann PhilippKrie, aer, UniversitätsBuchhändlern hieselbsi, an die Herrn Liebhaber gegen r Rthlr. halbjährige Pränumeration geliefert. Einzelne Bogen werden für 4 Fr. ausgegeben. Man wird auch den Herrn Pranumeranten mit denen schon heranögekomme- nen Stücken dienen,