Mteffsche wöchentlich- gemeinnWge Knzeigen möVchrichken. AchtZehendes Stuck. Dienstags den zoeen April 1765. Mit Hochfürstl. Hessen-Darmstädtkscher gnädigsten Erlaubnis. Nachricht an unste Leser. E^Menn wir weniger dankbar gegen den allzu gütigen Beyfall waren, den unsre Leser bisher unfern Arbeiten geschenkt haben, und wenn unser Eifer, Sie mit nützlichen Betrachtungen zu unterhalten, sich nicht mit jedem Tage verdoppelte, so würden wir vielleicht auch weniger auf Mittel bedacht gewesen seyn, wodurch wir uns dieses so angenehmen BeyfallS noch in der Zukunft nicht unwürdig zu machen hoffen. Allein, bei) den stillen Nächten, die wir zuweilen um Ihres Beyfalls willen durchwacht haben, können wir Sie versichern, daß eS bisher unsre vornehmste Sorge gewesen ist, wie wir Mittel erfinden möchten, wodurch wir Sie nicht allein von unsrer wahren Dankbarkeit überzeugen, sondern Ihnen auch ferner angenehm und nützlich werden könnten. Sie werden vielleicht erstaunen, günstige Leser, wenn wir Ihnen heute ein solches Mittel bekannt machen, wodurch wir alles dieses zu erhalten hoffen. Wir sind durch anhaltendes Nachdenken und durch verschiedene Zufälle auf den Gedanken ge- rathen, künftig eine geheime Geschichte theils glücklicher, rheils unglücklicher Personen in unsre gemeinnützige Anzeigen nach und nach eimücken zu lassen. Wir nennen sie eine geheime Geschichte, weil die- S jenrge rz8 Giesisth - wöchentlich gemeittttützige Anzeigen jenige Personen, deren Leben und Charaktere darinnen^llen beschrieben werden, der Welt vielleicht würden unbekannt geblieben seyn, wenn wir sie nicht einer gänzlichen Vergessenheit zu entreisen suchten Unter den Zlückiichett Personen / von denen in unsrer gehiinen Geschichte geredet . werden wird, verstehn wir diejenige, die durch besondere Tugenden ein Muster unsrer Nachahmung geworden sind; unter den unglücklichen aber werden nicht allein alle diejenige begriffen, die sich muthwillig durch ihre Laster ins Elend gestürzt und sich durch niederträchtige Gesinnungen, durch unerlaubte Handlungen und allerley Thorheitm den Abscheu und die Geringschätzung aller vernünftigen zugezogen haben; sondern auch diejenige, die bey grölen Verdiensten von andern verfolgt, ihr Leben auf eine kummervolle Weise haben zubringen rnüffen. Damit es uns aber nie an würdigen Candidaten zu dieser geheimen Geschichte, deren Glück oder Unglück zum Besten der Welt bekannt gemacht zu werden verdienet, fehlen möchte; so haben wir mit vieler Mühe und grosen Unkosten eine Correspondenz mit sehr fleisigen Beobachtern solcher Personen beynahe in ganz Deutschland, Frankreich, Holland, England und in den andern Welttheilcn errichtet, die uns von Zeit zu Zeit die Charaktere derselben einschicken werden. Ur- theilen Sr'e nunmehro, gütige Leser, ob dieser Einfall nicht ein recht deutlicher Beweis von unsrer Dankbegierde gegen Ihren grosmüthigcn Bey- fall ist? Allein er deucht uns auch nicht weniger eine überzeugende Ver- sicherung von dem Eifer zu seyn, mit welchen: wir uns um Ihre künftige geneigte Aufnahme unsrer Blätter bemühen. Ja wir sind so kühn zu glauben, daß wir Ihnen auf keine andre Art hätten nützlicher und angenehmer werden können. Denn Sie werden nicht nur einen grösern Theil des menschlichen Geschlechts kennen lernen; sondern Sie werden qud) aus dem Glück und dem Unglück dieser Personen viel Weisheit für Ihr Herz samm- , len können. Das Glück derselben wird Sie zur Nachahmung aufmun- tern, wird Ihnen die Wege zeigen, die Sie betretten müssen, wenn Sie sich das Leben wahrhaftig angenehm und wünsichenswürdig machen wollen, und wird Ihnen die Tugend im Staube weit liebenswürdiger machen, als das Laster auf dem Throne. Hingegen das Unglück derselben wird Sie schrecken, wird Sie von den unausbleiblichen schlimmen Folgen des Lasters überzeugen, wird Sie vorsichtiger machen und öfterer über Ihre Handlungen und Gesinnungen nachdenken lehren. Sie unb rTlachrichtett. 159 Sie sehen also von selbst, daß die Absicht, die wir durch diese ge- Heime Geschichte zu erhalten suchen, nicht kann getadelt werden. Wie glücklich werden wir uns schätzen, wenn wir sie ganz erreichen ! GewiS, es soll unsre liebste und würdigste Belohnung seyn, die wir für unsre Mühe und Unkosten in Ansehung der Correfpondenz verlangen, wenn unsre Leser auf Ihrer Seite alles zur Erreichung dieser Absicht beytragen. Vielleicht könnte sie desto leichter erhalten werden, wenn sich ein jeder unter Ihnen dey allen vorkommenden Charakteren fragte: hast du nicht eben diese Eigenschaften an dir, oder hat wohl gar der Moralist dich selbst unter diesem Bilde der Welt vorstellen wollen? Unsre Leser werden sich einigermasen einen Begriff von der Einrichtung dieser geheimen Geschichte aus folgendem Charakter machen können, den uns ein guter Freund aus Berlin zugeschickt hat. Berlin den rgten März 1761. n Meine Herrn! „ Sie haben mir,,als Ihrem ergebensten Freunde, ein recht angeneh- „ mes Geschäfte aufgetragen. Sie wollen eine geheime Geschichte von „ glücklichen und unglücklichen Personen schreiben und Sie haben mich bcy „ Ihrer gewohnten Aufrichtigkeit versichert, daß Ihnen meine Beyträge „ dazu nicht unangenehm seyn sollten. Ich werde also diese Versicherung „ für keine Schmeichelet) halten und mit Ihrer Erlaubnis hinsühro keinen „ Brief an Sie ablassen, ohne etwas zur Erweiterung Ihrer geheimen „ Geschichte beygetragen zu haben. Es wird mir in dieser grosen und „ volkreichen Stadt niemals an Personen fehlen, deren Leben und Eigen- „ schäften eine vorzügliche Stelle in derselben verdienen. Ich habe meinen „ heutigen Brief mit folgender merkwürdigen Begebenheit beschliessen wol- „ len. „ „ Vor einigen Tagen ist hier der Herr von C. an einer Wunde gestor- „ den, die er im Duell mit einem Studenten empfangen hatte. Er war in sei- „ mm Leben der größte Feind vom Studieren und von allen Wissenschaften, „ unddabeyso entsetzlich von seinem Adel aufgeblasen, daß er wie der Frosch „ beym Phädrus hätte bersten mögen, wenn er einen unadelichen sähe. Er „ nannte daher auch jedermann, der nicht von Adel war, und wenn er „ der verchrungswürdigste und tugendhafteste Mensch gewesen wäre, eine „ bürgerliche Canaille. Seine Hochwohlgebohrne Eltern hatten ihn in „ seiner zartesten Jugend überredet, daß er weiter nichts nöthig hätte, ais S 2 „ seine 14* Gr'esische wöch entheb - gemeinnützige Anzeigen ff seine adeliche Geburt, um sein Glück zu machen, daß es nufer dem Adel ft .keine Verdienste gäbe, daß kein Mensch Hochachtung verdiene, und daß ifjtt mit gutem Gewiffen jedermann verachten könne, der nicht aus einer ri adelichen Familie entsprossen wäre. Er folgte den Lehren seiner gnädi- „ gen Eltern mit der größten Sorgfalt. Je mehr er an dem Stolz auf „ seine Herkunft zunahm; desto weniger bemühte er sich, sein Herz mit cd- „ len Eigenschaften auszuschmücken und seiner Seele die erhabenen Gesin- „ nungen von Rechtschaffenheit und Tugend einzupflanzen, ohne welche „ kein Mensch den Namen eines Adelichen verdient. Er brachte durch sei- „ ne Ausschweifungen viele Leute um ihr ganzes Vermögen. Kein Laster „ war ihm beynahe unbekannt. Er hurte, soff sich voll, war hochmüthig ff und bey allen diesen Lastern war er ein Naturalist. Kam er bisweilen „ ungefähr in die Gesellschaft einiger bürgerlichen Canailles; so wars ihm, ff als wenn er sich auf einem heimlichen Abtritt befände, wo die Luft mit ff einem bösen Gestank verunreinigt wäre. Er setzte sich nie auf einen Stuhl „ worauf ein Unadelicher gesessen hatte, er mußte dann vorher abgekehrt wor- ff den seyn. So gern er den Schnupftoback nahm; so würde er doch um vie- ff les Geld nicht in eine bürgerliche Dose gegriffen haben. Es mußte ade- ff licher Schnupftoback seyn. lieber nichts in der Welt konnte er sich ff mehr ärgern, als wenn er einen Junker sähe, der sich einen unadelichen ff zu seinem Freunde erwählt hatte. Einen solchen hielte er für den nieder. ff trächtigsten und nichtswürdigsten Menschen. Von dem Soldatenstand tf war er eben so sehr eingenommen als von dem Adel. Wer nicht von ff Adel und kein Soldat war, konnte unmöglich seine Gnade erlangen. fff Er würdigte ihn nicht einmal eines Anblicks. Er war eben Lieutenant ff geworden, als er jüngsthin mit einem andern Officier auf ein Billard ff kam, wo einige durchreisende Studenten en pot spielten. Er ward auf ff einmal so zornig darüber, daß er sie mit einem entsetzlichen Ungestümm ff fragte: Meine Herrn, sind Sie Cavaliers? wo mebt/ si> ff chen Sie sogleich Platz und lassen Sie uns spielen. Die Stu- „ deuten machten einige höhnische Gesichter bey dieser unhöflichen Frage ff und spielten fort, ohne ihm ein Wort darauf zu antworten. Diese ff ziemlich sichtbare, obgleich stillschweigende Verachtung brachte ihn so ff tveitf daß er dem einen, her ihm vermuthlich das trotzigste Gesicht tf mochte gemacht haben, eitrige Nasenstüber gab. Der Student aber ff beleihte so wenig Dankbarkeit gegen dieses gnädige Geschenk, daß er ff den Herrn Lieutenant, diese einzige Hofnung seiner Eltern, mit dem „ Degen llrrd Nachrichten. ff Degen durchbohrte. Und an dieser Wunde ist er vor einigen Ta- ,, gen gestorben. „ . „ Mit Ihrer gütigen Erlaubnis, meine Herrn, will ich nur noch et* „ nige aufrichtige Betrachtungen über den so gewöhnlichen Charakter die- „ ses entseelten Adelichen anstellen. Sie wissen, daß ich ebenfalls auS er- „ ner alten adelichen Familie herstamme. Allein ich muß es auch zu mei- ,, nem Glücke gestehen, daß mir die Vorsicht Eltern geschenkt hat, die , unter den Adelichen wenige ihres Gleichen haben. Sie suchten mir ' von Jugend auf vernünftige Gedanken von den Vorzügen meiner Ge- „ burt beyzubringen, und vornemlich bemüheten sie sich, mein Herz tu- „ gendhast und leutseelig zu machen. Ich wußte schon im zwölften Iah- „ re, daß ich den Namen eines Cavaliers nicht verdiente, wenn ich „ nicht die Menschenliebe und die Rechtschaffenheit höher als alle „ meine Ahnen schätzte. Und dieses alles sähe ich noch mit einer gröseren ,, Ueberzeugüng ein, als ich zu mehreren Jahren kam. Ich habe bisher „ (erlauben Sie mir dieses aufrichtige, obgleich schmeichelhaft scheinende „ Geständnis) ich habe bisher noch keinen Menschen verachtet, und wenn „ er auch von dem niedrigsten Herkommen gewesen wäre. Ich dachte im- „ mer, daß er noch viel vornehmer als ich seyn könnte, wenn es der Vor- „ sicht gefallen hätte, ihn aus einer vornehmeren Familie, gebohren wer- ,, den zu lassen. Meine adeliche Geburt ist ein Glück, ein äuserlicher „ Vorzug, zu dem ich nicht das geringste beygetragen habe, warum sollte „ ich darauf stolz seyn, und deswegen andere verachten ? Wenn ich wert „ genug zurück gehen könnte, so würde ich vielleicht finden, daß der größte „ Theil der Menschen, die ich kenne, entweder durch eine ächte, oder un- , ächte Geburt von Edelleuten abstammt. Und wer ist mir Bürge da- „ für, daß diejenige, von denen ich abstamme, nicht aus einem heimlichen „ Ehebruch mit einem Bürger erzeugt worden sind? Eine sehr lange Reihe ,, von Ahnen ist selten frey von solchen Ehebrüchen. Lauter Ursachen, „ warum ich meines Adels wegen niemand verachten soll. Und wenn ich „ noch vollends betrachte, daß es heut zu Tage keine oder doch sehr wenige n tugendhafte Edelleute giebt, wenn ich erwäge, daß ihre Laster so gros ff sind, daß man ihre Ahnen beynahe nicht dafür sicht, wenn ich bedenke, „ daß das Laster bey einem Edelmann noch weit abscheulicher ist, als bei) fr einem Bürger, und daß die Tugend eben so liebenswürdig im bürgerli- ,, chen als im adelichen Stande ist; o meine Herrn, wenn ich dieses alles ff überlege; dann vergesse ich meine Geburt, dann finde ich beynahe gae S r u »eme tf n v n ff ff ff ff *** Giesische wöchentlich-gemeinnötztze Anzeigen ff keine Vorzüge mehr in meinem Stande; dann wünsche ich manchmal " aus dl/ftm Orden verbot zu seyn, damit ich unter drallzugrosen „ Menge der Lasterhaften nicht auch für lasterhaft möchte gehalten werd , " ~sTn au^ alle Adeliche lasterhaft wären, wenn sie auch M durch " n Handlungen ihre Geburt entehrten; so soll micj/doch dÄ ,f lasterhaft zu seyn, ich will das Vermögen, das mir die Vor- LZ^rtaustnd andern verliehen hat, nur zum Wohlthun und zum Glücke meines Vachsten anwenden, jeder llnadelicher soll mein freund s"»n wenn er es verdient, die Menschenliebe soll meine liebste Tugend sein- kernen Menschen verachten, weil er zur Ewigkeit ebenso gut erschaffen ist , a.s ich, wer! er zum Vesten der Welt vielleicht noch mehr htvJn9rtePÄ^nr>' aa td)' lmi) weitcr mir vielleicht bey andern Geleaen- herten grö,re Dienste erweisen kann, als ich ihm zu erweisen *m bin. O möchten sich doch alle Edelleute diese Eigenschaften ernten ff mehr als alle Ahnen gelten ’ Dies wünschet von ganz-m Herzen ' ' ' Ihr ergebenster Ludwig von R. Gedanken bey einer am asftm dieses vorgefallenen Gegebenheit. , , ^l>er die Thorherten der Menschen nachgedacht habe- fa habe ich gefmiden, daß keine gröser, keine allgemeiner, keine lächttlrch ? ur^d zugleich gesahrlicher ist, als die Vergessenheit des Todes. Kein Mensch will an den ^.od denken; da er ihn doch auf keine 26eile vermeiden kan», da er doch täglich sieht, daß^keine Geburt, kein Alter, keine Stärke vom ^ode errettet, da er doch täglich zehn tausend zu seiner Rechtm und eh t »'e* ius-m-r Smtai fasi-n sieht. Kein Mensch w.,I anlm Tod denken - da er doch das ^ahr, den Tag, dre Stunde und den Augenblick nicht Pein ^lchter der Welt erscheinen soll. Kein Mensch will an den «tob denken; da ihm doch die Art, wie er einst sterben werd? nvne^tJ^/ er ni$( ot> er eines plötzlichen oder eines langsa- vb er zu Hause oder auf der Reise, schlafend oder wachend Ü?si > er Donner zerschmettert oder von den Strudeln des Wassers ve.schlungen wird, ob ihn ein Ungeziefer, das kaum sichtbar ist, oder ob ihn unb Nachrichten. 143 ibn eine vergiftete Speise tödtet, ob er auf diese oder auf eine andre Art ums Leben kommt. Kein Mensch will an den Tod denken; da uns alle Elemente, alle Gegenden, alle JahrsZeiten unsichtbare Fallstricke legen, und da die ganze Natur gleichsam von dem Tode umgeben ist. Kein Mensch will an den Tod denken; da doch nichts in der Welt einen grösern Einfluß in unsre ewige Glückseligkeit oder ewige Unglückseeligkeit hat. Alles, alles, was wir ansehen, erinnert uns an den Tod, alles ruft uns zu, ihr müßt sterben, und dennoch will kein Mensch an den Tod denken, noch vielwem- ger sich vörbereiten, ohne Grauen und Entsetzen seiner Ankunft entgegen zu sehen. Man vermeidet vielmehr auf das sorgfältigste jede Vorstellung des Todes, als wenn das Grab sich vor uns zuschlöffe, wenn wir seinen offenen Schlund nicht sehen wollen, oder als wenn sich der Tod von uns entfernte, wenn wir das Andenken an ihn von uns entfernen. Kan man sich wohl eine grösere Thorheit vorstellen, als diese ist? Schon bäs ifl tbo» riebt t sagt einer von den berühmtesten Schriftstellern unsrer Seit: Wir feit/ daß man sterben muß/ und doch nicht daran denken wol--- jen; aber wissen daß unste Schicksale nach dem Tode in unstrm Verhalten vor dein Tode gegründet stnd/ und dennoch nicht daran denke«/ und noch vielweniger sich dazu vorbereiten niogen, das ist Raserey. , Diesen ernstlichen Gedanken hange ich besonders als dann mit einer vorzüglichen Sammlung meiner Seele nach, wenn ich höre, daß ein Mensch unvermuthet und plötzlich um sein Leben gekommen ist. Und ich theile sie anitzt meinen Lesern mit, nachdem sie der plötzliche Tod einer Frau, die von dem Gewitter am 2 5sten dieses ist erschlagen worden, wieder von neuem in mir erregt hat. Meine erste Empfindung bey dieser traurigen Begebenheit war der Wunsch, daß sie der Tod nicht unbereitet möchte überfallen haben, und daß die viele tausende, die von ihrem Tode hören werden, bey Zeiten lernen möchten, so zu leben, daß sie allen Augenblick, wenn, wie und wo es dem HErrn des Lebens gefällt, sterben können. Meine nndre Empfindung war die Frage an mich selbst: wie? wenn es GOtt gefallen hätte, seinen tödtenden Blitz auf dich zu richten, würdest du wohl in einem Zustande gewesen seyn, in welchem man vor einem allwissenden und gerechten Richter erscheinen kan, ohne sein Urtheil zu fürchten? Als ich noch mit der Untersuchung meines Zustandes beschäftigt war; hörte ich einen Menschen die entsetzlichen Worte sagen: ich wolte, daß mich der Donner erschlug/ wenn ich - - - 3$ erschrak über diese Wor* 144 Giesijche wöchentliche gemeittttützige Anzeigen Worte, und bat in meinen Gedanken die Vorsicht, daß sie den Blitz, mit dem dieser Lästerer zerschmettert zu werden verdient, noch nicht auf fein Haupt herabschiefen möchte, weil er noch nicht gelernt hatte, diesen Augen- Ein-und auspaßrererrde vom 20. Apr. bis denrö April 1*76$» wallthsr den rz. April, ein ChurMainzischer CanonierLieutenant, Herr Roth, paßirt durch. - wallthor den 24. die Frau Gräfin von Wittgenstein, paßirt von Cassel hierdurch. ' wallthorden 2$. Jhro Cxcellenz der Herr Gras von Laubach paßirt her- em und durch. - - Eod. Herr Assessor Laasch von Hanau, paß v. Marburg durch. - - Eod. Herr Gras von der Lippe, paßirt durch. ♦ ♦ em Preußischer Capitain, Herr von Oberlänter, kehrt ein bey dem Herrn GeneralMajor von Drechsel. Selzerchor den 25. Herr Axt, ein Apothecker, log. bey Herr Lucä. - - Eod. aus dem Francks Postw. 6. Kaufieute, paßiren durch. wallthor den r6. Ern Französischer Major, Herr von Röthe, logirt im Einhorn. Verehlichee. Am T4. April, Moritz Magnus, Bürger und Küfer allhier, weil. Philipp Moritz Magnus, Bürgers und Küfers, wie auch des XVI Raths Mitglied allhier ehelrcher Sohn, und Maria Elifabetha, weiland Johannes Müllers, Bürgers und WelßGerbers allhier, eheliche Tochter. Geraufte. Am l;ten April, Johann Georg Friederich Christoph, Herrn Benjamin Jacob Borngässers, Occonomi allhier, Söhnlein. Am 16. April, Christina Elifabetha, Johannes Jugards, Bürgers und Becker- Meisters allhier, Töchterlein. verstorben. Am 9. Apr. Ellfabetha, der verwittibten Wickelhaufen, Töchterlein. Diese wöchentliche Anzeigen werden von dem Verleger Johann Philipp Krie, ger^ UniversttätsBnchhandlern hieselbst, an die Herrn Liebhaber gegen - Rthlr. halbjährige Pränumeration geliefert. Einzelne Bogen werden für 4 kr. ausgege- ben. Man wrrd auch den Herrn Prönumeranten Nut denen schon heransgekomme, «en Stucken dienen,