Sechzehenöes Stuck. Dienstags den istttt April 1765» Mit Hochfurstl. Hessen-La:msiädtrscher gnädigsten Erlaubnis. Mein Herr! ch will aniht mein Versprechen erfüllen und Ihnen das andre Stück /M beweisen, worauf es bey dem Zeugnis der Apostel ankommen konn- te, nämlich: daß sie md)C können beschuldigt werden, als wenn sie sich vorgesetzt hätten, andre zu betrügen. Denn diese Beschuldigung ist , i) aanz ungegründet. Wenn man jemand mit einigem Recht einer Äetrügcrey beschuldigen will; so muß er entweder den Cha- Va?t'.v eines Betrügers an sich haben merken lassen, oder man muß ihn überfuhren, daß er'fcbon bey andern Gelegenheiten wirklich betrogen habe. Allein man hat nie weder bey den Aposteln noch bey. den übrigen Zeugen bei Auferstehung ZEsu, nicht einmal den Schein eines Betrugs wahrgenommen, io sehr sich auch die Feinde des Lhristenthums bemühet haben, fit eines Betrugs zu überführen. =0! mein Herr, denken Sie nur über diesen einzigen Punct ein wenig weiter nach! Es liegt schon ein groseS Vor- urtheilfür die Wahrheit ihres Zeugnisses darin. 2) Ist es auch gar nicht wahrscheinlich, daß sie sollten betrogen haben. Ich gebe es zu, daß es alsdann einigermasen wahrscheinlich seyn würde, wenn diejenige, dieruerst die Auferstehung JEsu Christi gepredigt Q - haben, laz Giestsche wöchentlich-- gemeinnützige Sinnigen daben, es nurgethan hatten, um eine Religion bey den Menschen belicht zu machen, die lächerlich, die der gesunden Vernunft zu wider, e unre n und gottlos wäre, und die offenbar dem Begriff widersprach/, den w r uns von dem unendlich vollkommnen Wesen machen müssen; trenn die Avosiel ^eugion durch ihr Zeugnis, daß der Urheber derselben von den Todttn auferstanden sey, hatten ausrichten wollen, so würden die Unalau- brgen die gerechteste Ursache haben, an der Wahrheit dieser Auferstehung zu zweifeln. Allein hier ist ganz das Gegentheil. Die Reliaion, w- lche cx4 Pk° h. Nachfolger durch die Predigt von der Auferstehung 5^!u haben ausbreiten woben, ist unter allen Religionen, die jemais in der Welt gewesen sind, die vernünftigste, die reinste, die heiligste, die voll- koiynunste und dre würdigste, einen unendlichen GOttzum Urheber m ha- L SÄ» ää*** •**•- °»° *. dient haben, ,o kann man dielcö kühnlich von den Christen sagen, von den bre'Äent ndmIict)' *>"' von üen Wundern und l2l, 'F|U ^^'9 Überzeugt, seine seclige Lehre mit willigem MiT?nhh1/ ^l^wmmen, sich ganz auf seine Verhcisungcn ver- laffn und in die.n Zuversicht darnach gerungen haben, daß sie die heiligen Vorjchriften auouben und dem vollkommenen Muster ihres göttlichen Leh- ! Warlich l entweder sind diese die wahren und Anbarer Gottes gewesen , oder GOtt ist, so lang die Welt niv^ e,ne anständige Weise angebetet worden, fQ 10 daß man weiß, wer denn eigentlich der Uiheoer von diesem vortreßichen und vollkommnen Gottesdienst der Cbri- sien sey, ob es GOtt selbst sey, oder ob er einigen geringen Betrügern stiNen Ur,prung und leine schnelle Ausbreitung zu verdanken habe. Wenn Sw das für wayr halten, mein Herr, was uns die heilige Schrift von 6c gehaßt und verwlgt zu werden, und ohne sich tausend Müb- see igkeiteii , tausend Gefahren, tauseiid unerwarteten Hebeln und den entsetzlichsten Leyden zu unterwerfen. Ferner ist es auch deswegen gar nicht wahrscheinlich, daß unter ihrem 3eugnt« em Betrug sollte verborgen gewesen seyn, weil man behaupten mußt-,,daß sw nur gelogen hätten, nicht um sich selbst dadurch einigen Vorkheil oder Ruhm zu erwerben, sondern nur zum Besten eines andern, - nur aus Liebe gegen einen Todken, und was noch am wenigsten zu qiau- b^n isk, aus Lube gegen einen todken, Der sie feit vielen Jahren tntfefeiieh hmkergangen hätte Denn die Apostel waren JEsu nachgefofgt, west Z ihn für Den verbetenen Messias hielten, und weil er ihnen Hofnung ae- niacht hgeke, Daß sie an allen schätzen seines Reichs/ das er aufnchten &4 wollte, »4 _>Lesisch-wöchentlich semeinnötzige Anzeigen Honte, Theil haben sollten. In dieser Hosnung hatten sie alles verlassen «nd waren ihm nachgefolgt. Sie erlitten so viele Widerwärtigkeiten mit ihm, sie ertrugen den Spott der Welt und unterworfen sich dem Mangel und der Armuth. Für alle diese Trübsalen hofften sie in dem Reiche des Messias überflüssig belohnt zu werden. Als Christus aber gekreuzigt wurde; so hielten sie alle ihre Hofnungen für vcrlohren. Nur noch cm ^rost war für sie übrig. Christus hatte versprochen, daß er am dritten Tage wieder auferstehen wollte; wenn nun dieses nicht geschehen wäre, was wurden die Apostel gedacht haben? Sie würden daraus deutlich erkannt haben, daß dieser JEsus, dem sie so lange nachgefolgt waren und für den sie alles aufaeopfett hatten, nichts als ein Betrüger müsse gewesen seyn, der ihnen mit vergeblichen Hofnungen geschmeichelt, der sie aus eine gottlose Weise Kinterganaen, der sie der Verachtung und dem Haß der Menschen ausgesetzt , und sie in die gröste Armuth und in das tiefste Elend gestürzt hatte. Konnte wohl das Andenken an einen solchen Menschen den Aposteln ernt* aes Vergnügen erwecken? Wer kann glauben, daß sie aus Liede gegen um und zu seinem Besten die gefährlichsten Lügen sollten ausgestreuet, daß ne diese Lügen mit so vieler Standhaftigkeit mitten unter den größten Swmer- rrn, die sie leiden oder befürchten mußten, sollten behauptet haben? Sagen Sie mir nur, mein Herr, ob Sie die geringste Wahrscheinlichkeit Hierzu kommt noch, daß sie gar keine Hosnung hatten, daß ihnen ihr Betrug gelingen würde, wenn sir auch wirklich hätten betrugen wollen. Denn die Welt zu überreden, daß ein Verurtheilter, der am Kreuz gestorben und begraben worden sey, drey Tage hernach das Leben wieder bekommen habe, das war schon ein sehr seltenes Vorbaben. Die Apostel mußten sich immer bewußt seyn, daß sie zu nichts weniger geschickt waren, als eine Sache, die so schwer zu glauben war, glaubwürdig zu machen und eine so gefährliche Unternehmung wohl auszufuhren und zu bchau- pten. Und ausserdem konnte sich keiner auf den andern verlassen. Darm da sie sich um keines Vortheils willen mit einander verbunden hatten; fo m»ißte ein jeder allen Augenblick befürchten, daß ihn ein andrer, den man entweder bestochen oder geschreckt hätte, verriethe. — . Und bedenken Sie nur, mein Herr, wenn die Apostel eine Bande Betrüger gewesen wären, -würde es nicht ein wirkliches Wunder gewesen seyn, wenn so viele mächtige Feinde des Christenthums, welche Strafen und Belohnungen in ihrer Hand hatten, kein Mittel hätten erfinden können, I 7 f !♦) Wen» ein Schornstein in Brand S»/^^'A^n7°usun^d7r gen das unterlegende ^«uer, wodurch re. B »«mindert werde. Man nehmen, damit die in d.e Höbe ^«^M« 8 eff oder auch nur büke sich aber ja, daß^man kern W-ffer'N d'^ 6-urr 8^1 die Brande damit auslLsche, aba welches ^ch {in' alte Hohlziegel kGMMZZML BsSSä*« nur mit wenigen noch folgendes zu erinnern. .) Das Arischesten des Feuers mit Wasser muß, wie oben^gedacht, um des willen Unterlasten werden, weil steh 1 st ' Wirkung gegen das an die s-uchte Wafferdünste fchläget, und also m leinet Wirkung gegen na» $euer gehindert wird. 2) Wenn bereits Kohlen auf einem unter dem Schornsteine stehenden Heerde liegen, oder man kann die Kohlen ohne Gefahr aus dein -Jfen wt das Oftnloch ziehen, so braucht es keines beionderen Oesassts. Q ! i) Das «nd Nachrichten. ‘ :ant> Sorten öffentlich vergantet werden sollen.' Wer also Beleben 12,5 Eicsische WM «Ithcb - gerne l'ttnötzi'ge Anzeige» Wirb lcyn, es .1nn fL®T'9<"ct Schwefel oder Schwefe,faden, wenn man die haben kann, find bitrju am besten, well sie geschwind und belle brennen, in (vr, ©Wen"9 t'