Dteffsche «53 wöchentlich- gememüMe Mcigen mb Nachrichten. Zwanzigstes Stuck. Dienstags den 14tert May 1765. Mit Hochfürstl. Hessen-Darmstadtischer gnädigsten Erlaubnis. wir gleich die verwichens Posttage sehr viele Beytrage zu der ge^ Heimen Geschichte von unfern Correspondeiten erhalten haben; so werden wir doch heute unfern Lesern keine davon mittheilen. Denn es sind uns so viele Briese, die Sache des Herrn Quirinus 2Htv lieb betreffend, zugeschickt worden, daß es wider die ersten Pachten gegen den Nächsten wäre, wenn wir sie nicht sogleich dem Herrn Quirinus Altlieb bekannt machten. Die Sache laßt sich nicht wohl länger aufschieben , wie jederman einsehen wird. Wenn wir aber auch die Wahrheit sagen sollen; so sind wir selbst ein wenig dabey interestirt. Denn wir scheg den Herrn Quirinus Altlieb für einen Mann an, der unsre Dienste ge- wis nicht unbelohnt lassen wird. Und hernach vermuthen wir auch, daß die Begierde unsrer Leser, den Ausgang von diesen HeyrathsVorschlägen zu erfahren, eben so gros, als die unsrige seyn wird. Wir hoffen also eine willige Vergebung von unfern Lesern zu erhalten, wenn wir ihnen heute statt der Beytrage zu der geheimen Geschichte einige uns zugeschickte Briefe von Frauenzimmern mittheilen, die den Antrag des Herrn Altlieb mit vielem Vergnügen annehmen wollen. Wir vermuthen mit einiger Wahrschein- llchkeit , daß der erste Brief von Wetzlar und Der andre von Butzbach oder Franksurth kommt. Vielleicht erfahren wir es noch in Der Zukunft. Und alsdann werden wir es unfern Lesern auch bekannt machen. U Meine i 54 Giesische wöchentlich - gemeinnützige Anzeigen „ Meine Herrn! „! „ Entweder ist es aus Versehen des verehrungswürdigsten Herrn h Quirinus Altlieb, oder durch Ihre Schuld geschehen, daß in dem „ Briefe meines ewig geliebten Herrn Quirinus Altlicb der Wittweiber „ mit keinem Wort ist erwehnt worden. Es kann unmöglich fepn, baß „ sie sollten mit Fleiß vergessen worden seyn. Denn die ganze Welt weis „ ja, daß die Wittweiber, besonders wenn sie noch nicht gar zu alt gewor- „ den sind, viel lieber heyrathen und sich viel besser in den Ehstand zu „ schicken wissen, als ledige Frauenzimmer, mithin auch grösere Vorzüge „ besitzen, als diese. Und man sieht manchmal seine Lust an den jungen „ Dirnen, wenn sie heyrathen. Es ist unaussprechlich, wie sie sich zieren, „ wie sie in ihrem ganzen Thun affectirt sind, wie sie so wenig ihre Män- „ ner zu beleben und ihre Gaste zu bewirthen wissen. O gestehen Sie mirs nur, mein theuersier Herr Altlieb, und Sie meine Herrn, gestehen Sie „ es nur, daß Sie hier einen kleinen Fehler begangen haben. Sie wer- „ den mirs also, nicht als eine Verwegenheit anrechnen, daß ich Ihnen die- „ sen kle nen Fehler vorwerfe, und mich mit eben so grosem Recht um die „ unschätzbare Gunst des allerliebsten Herrn Quirinus Altlieb bewerbe, als „ es dem ledigen Frauenzimmer zu thun erlaubt worden ist. Stossen Sie „ sich nicht daran, daß mein Mann erst vor vier Wochen gestorben ist. „ Ich bin die erste nicht, die sich so frühzeitig wieder nach einem andern ff Mann umsteht. Ich habe Weiber gekannt, die sich noch bey Lebzeiten „ ihres Gatten mit einem andern versprochen haben. Die Ursachen die mid) „ dazu bewegen, sind Hinlänglid) genug, mid) zu rechtfertigen. Id) bin ff erst neun und dreysig Jahr alt, und mithin in meinem besten Thun. ff Ich habe mit meinem verstorbenen Mann zwölf Jahr recht vergnügt in „ der Ehe gelebt, und er hatte so viel ähnliches in seinem Charakter mit „ dem werthesten Herrn Quirinus Altlieb, daß ich ganz gewis glaube, Er ff und ich werden eben so vergnügt in der Ehe leben, als ich und mein vo- „ riger Mann gelebt haben. Er hat mich immer seine gute Haushälterin „ genennt, und ich muß es zu meinem Ruhm sagen, daß ich ihm viel Geld ft und allerhand Geschenke durch meine Gefälligkeit und gute Wirthschaft ff erworben habe. Er hatte etliche gute Freunde, die täglich bey uns wa- ff ren, und die mir immer sagten, daß ich eine recht gute Gesellschafterin wa- „ re, die ihre Besuche sehr wohl zu unterhalten wüßte, so daß sie auch in tf der Abwesenheit meines Mannes sehr ost zu mir kamen. Ich muß esge- fi stehen, daß mir diese Leute den Umgang mit dem männlichen Geschlecht so / ange- unb ETäd>rid)tcn. w n n II 11 n u n n n ii ii n ii ii ii ii Ihre ganz ergebenste Dienerin Aurelia Üebertod, gebohrne Mitmacherin. » Meine Herrn! „ '• Vergeben Sie mir, wenn ich Ihnen beschwerlich falle. Ich bitte " nHI “lJf',,ne cmM6 Gefälligkeit. Werben Sie mir dieselbe aber " Ä,"'ct>ht”6b^Ä' Fönnc" Sie nicht. Mein Gewissen sagt u es mir, baß Sie cs nicht können- Nun hören Tie- Ich bin eine von U * Ihren ” W/UMaMaeht haben, daß ich seit der Zeit immer viel lieber in der „ Gescllschafft von Mannspersonen als Frauenzimmern gewesen bin. Ob " s°"st em wenig eitel und sehr zu,»Zorn geneigt hin; so bin ich „ doch IN andern Stucken wieder desto liebenswürdiger. Wenn mir mein „ seeliger Mann vorwarf, daß ich so gerne mit Mannspersonen umgieng r „ so wußte ich ihm gleich wieder allerhand angenehme Schmeicheleien zu to« " R' daß erseme Vorwurf- vergaß. Nun muß ich Ihnen zwar sagen, „ daß meine Schönheit schon em wenig verblüht ist; aber ich bin doch im! " “* noch schön genug, um meinem zukünftigen liebsten Gemahl, dem " Herrn Quirinus Altlieb, Vergnügen zu machen. Mein Vermögen iss " ?!'* Nicht sogar gros, aber desto gröserist die Zärtlichkeit meiner Liebe. „ Und ich wollte stst schwören, daß der vortrestichste Herr Quirinus Alt. - lieb unter allen Frauenzimmern kein einziges findet, das ihn feuriger um. armen wird , als ich. In der That, ich würde mich recht bemühen, den« selben glücklich zu machen, wenn eS ihm gefiele, mich allen andern vor« zuziehen. Wenn er nur nicht eifersüchtig ist; so getraute ich mir hundert ^sahre Mit ihm zu leben, ohne mich ein einziges mal mit ihm zu zanken. -J meine Herrn , wenn Sie es dahin bringen könnten, daß mich der wür« Herr Quinnus Altlieb heyrathete ; ich wollte Ihnen gewis allerhand Gegengefglligkeiken erzeigen. Ich schäme michs nicht zu bekennen, daß et »er einjigeifl, den ich mir ju meinem zweiten Mann wünschte. Es wird doch hoffentlich nichts schaden, daß ich ohne die Getränke, die ihm zuwider sind, nicht leben ann, und daß ich keine Liebhaberin von Brey und Cattoffeln bim Doch das ist kein Hauptfehler, ich will schon sehen, wie ich m diesem Stucke mit ihm zurechte komme. Thun Sie nur al' le«, meine H»m, was Sie thun können. Ich erwarte mit der größten Ungedud die Genehmhaltung meine» Anerbietens von dem Herrn Quirinus Altlieb, den bis in den Tod liebet rz6 Gr'esisch- wöchentliche gemeinnStzige Anzeigen >, Ihren steisigsten Leserinnen/ und ich kann Sie bey meiner jungfräulichen t, Ehrbarkeit versichern, daß ich noch nie eine schönere und entzückendere 1/ Nachricht in einem Wochenblatt gelesen habe, als Ihre Nachricht von r, dem Herrn Quirinus Altlieb. Was meinen Sie, meine Herrn, wenn „ ich das Glück hätte, seine Gemahlin zu werden? Ach gewis, das wäre „ mein allerliebstes Glück, das ich noch zu erleben wünschte l Können „ Sie, wollen Sie mich diesem liebenswürdigen Mann empfehlen? Ich h weis, es fehlt nicht, wenn Sie mich ihm empfehlen, wenn Sie mich /, ihm mit der ganzen Macht Ihrer Beredsamkeit empfehlen l Bedenken Sie „ es nur selbst, wie dankbar ich gegen Sie seyn werde. Ich bin anitzt schon „ 6r. Jahre und etliche Monate alt, und habe bereits über vierzig Jahre nach „ einem Manne geseufzt. Allein die allzu grose Strenge und das lange Le- „ ben meiner Mutter hat alle, die sich um meine Gunst bewarben, aus unjerm Hause verbannt. Und wie ich einmal in den vierzigen war, da f, blieben die Freyer von selbst aus. Kurz, ich mußte auf der Jungfern- n Bank sitzen bleiben, ich mochte wollen oder nicht. Ich kann Sie ver- „ sichern, meine Herrn, daß es mein Wille nicht war, so lange zu war- n ten, und ich muß es gestehen, daß ich im achtzehnten Jahre eben so gern n geheyrathet hätte, als m meinem zwey und sechzigsten. In der That, n wenn ich ehedem gewußt hätte, was ich anitzt weis, ich würde mich zu r, allerhand Sachen haben verleiten lassen, blos aus Verdruß, weil meine n Mutter so grausam mit mir umgicng. Meine verliebten Augen und mein „ ziemlich groses Vermögen, würden mir Liebhaber genug zugezogen ha- „ ben, trotz meiner etwas unnatürlichen Gestalt und den Reden meiner 9t Mutter, die mir immer sagte, daß ich in meinem Leben nicht heyrathen ff sollte. Man hat ja mehr Exempel, daß Frauenzimmer geheyrathet ha- f, ben, die noch nicht vier Schuh lang und eben so wie ich, hinten und n vornen ausgewachsen waren, die beynahe noch ein weit rother Haar und „ weit mehr Pocken-Narben im Gesicht hatten, als ich. Und was thun „ dann krumme Füße zum Heyrathen ? Wie manches Frauenzimmer dürfte n alsdenn an keinen Mann denken, wenn es nothwendig gerade Füße ha- „ den müßte! Sie gehen ja fast alle, ich mag nicht sagen, wie. Ich ha- fi be in meinem Leben nur einige gesehen , die einen natürlichen und mente* ii ltchen Gang hatten, und das waren Bäuerinnen. Meine Mutter hatte ii also eben so Unrecht, daß sie mir um meiner Füße willen das Heyrathen ii verbot, als der gütigste Herr Quirinus Altlieb haben würde, wenn es " ihm bey derganzey Sache auf meine Füße ankäme, die ohnedem von den imfr Nachrichten. 157 » den Röcken bedeckt werden. Sonst aber weis ich fast keinen Fehler, de» „ ich an mir hatte, es sey denn, daß ich ein wenig hochmüthig und ver- 9f schwenderisch bin, wenn man das anders einen Fehler bey einem Frauen- fr zimmer nennen kann, das Geld genug hat, diese gewöhnlichen Galan- tf terien mit zu machen. Ich habe zwar seit einigen Jahren den mchtSbe- ff deutenden Zufall bekommen, daß mir der Kopf beständig zittert; allein ff die berühmtesten Aerzte haben mich versichert, daß dies noch vor meiner fi Hochzeit vergehen würde. An den doppelten Vorderzahn, den ich mit „ auf die Welt gebracht habe und andre Kleinigkeiten, die mir in meinen ff leztern Jahren zugestossen sind, will ich gar nicht gedenken. Denn ich ff vermuthe ganz gewis, daß der allzuvernünstige Herr Quirinus Altlieb ff nach solchen wahren Kleinigkeiten gar nichts fragt. Es ist genug, daß ff ich ihm mein ganzes Vermögen das ohnehin an lachende Erben fallen tf würde, vermachen werde, wenn er mir das Leben durch eine eheliche ff Verbindung mit ihm angenehm machen will. Mein einziger Wunsch und ff mein liebstes Vergnügen soll es seyn, wenn ich dereinst als seine Ge- ff mahlin sterben kann. Diese Versicherung, meine hochzuehrende Herrn ff und geneigte Gönner, können Sie dem Herrn Quirinus Altlieb geben fr im Namen Ihrer . gehorsamst - ergebensten Dienerin Eleonore Gernmännin. N. S- ff Beschleunigen Sie doch, meine Herrn, wenn es Ihnen gefällig ist, die tf Nachricht von dem Entschluß des Herrn Quirinus Altlieb. Ich sterbe ff gewis etliche Jahre eher, wenn er meine Hand ausschlägt. Sollte un< tf sre Ehe unfruchtbar bleiben, welches mir jedoch aus gewissen Umständen „ sehr unwahrscheinlich vorkommt; so werde ich ihn doch bis in meinen Tod ff treu und aufrichtig lieben. Acadenrisihe Nachricht. - * Die letzthin angeführte Jnauguraldispmation des D. und Prof. Hofmanns de Üatu exinanirionis Chrifti fpeäato quoad animam jpsiushat den Endzweck, die wichtige Materie von dem Stande dcr*Erniedrigung Christi etwas weiter auszuführen, als bisher in den theologischen Lehrbüchern geschehen ist, und besonders dessen Wirkungen in Ansehung der Seele Christi u 3 iu ,§8 Giesisch - wöchentlich gemeinnützige 2tnzeigen zu zeigen. Es setzt daher der V. alles, was von dieser Lehre bereits von den Lehrern unsrer Kirche geschrieben ist, als bekannt voraus, und bemühet fiel) bloß, stach Anleitung der h. Schrift dasjenige zu zeigen, was in der Seele Christi im Stande der Erniedrigung vorgegangen ist , in wie ferne sich Christus des Gebrauchs der durch die persönliche Vereinigung ihm mit- getk-eilten göttlichen Eigenschaften entäusert hat, in wie ferne er alS ein Mensch, der von aller eigenen Sünde frei) war, gedacht, geschlossen , gewollt, gehofft, sich gefürchtet, und gefreuet hat u. s. w. Die erste Frage betrift also die Erkenntniß Christi im Stande der Erniedrigung, von der es Luc. z, fz. heisset, daß Christus an Weisheit, Alter, urib Gnade, bey GOtt und den Menschen, zugenommen habe. Wenn demnach Christus als ein Kind, vermöge der ihm mitgetheilten göttlichen Eigenschaften, gleich alles wüste, was ihm begegnen würde: so entäuserte er sich doch dieser Allwissenheit, und blieb als Kind unter der Aufsicht Josephs, welcher, und nicht Christus, von dem Engel ermahnet wurde, nach Aegypten zu fliehen, u. s. w. Aus diesem, und andern Beyspiclen erhellet, daß Christus sich dem gemeinem Schicksale der Menschen, die Sünde ausgenommen, unterworfen, und nach und nach an der Erkenntniß zugenommenhabe, übrigens aber durch die mächtige Vorsicht des Vaters erhalten worden sey. Pf. zz, io. 1i. Wenn wir seine Erkenntniß auf diese Weise betrachten, und nach der Anführung der h. Schrift untersuchen- was Christus hauptsächlich im Stande seiner-Erniedrigung gemacht, und wie er von sich selber gehalten habe: so zeiget uns die Schrift sehr häufig den Gedanken, daß er ein wahrer Mensch, und mit den übrigen gleiches Wesens sey. Dieß wird bewiesen aus Ps. 8, zr. 69. und daraus die Re- densartdesN-T. erläutert, da Christus so oft des Menschen Sohn heißt. Allein, Christus gedachte hiebey zugleich, daß er Gottes ewiger Sohn, und mit dem Vater gleiches Wesens sey. Dieß wird aus Ps. r, 7. bewiesen, wie auch aus Ps. z, 1. und den Zeugnissen JEsus im N T. Hienächst betrachtete Christus die Wichtigkeit und den ganzen Umfang deS von ihm übernommenen Werkes der Erlösung Ps. 40, 8. Ps. 89, p. er erkannte die^'hm aufgelegte entsetzliche Sündenlast Ps. 41, f. Ps.-8,4.5. Hieraus entstand in dessen Seele oft ungemeine Angst und Traurigkeit, die durch die äuftrlichen Umstände noch vermehret wurde. Was seinen Willen anbelanM so war er ganz damit beschäftigt, daß er durch dre auf sich genommenen Strafen der Sünden der ganzen Welt das menschliche Geschlecht Mit der hochheiligen Dreyeinigkeit versöhnte. Hiebey war sein Wille dem Willen und Nachrichten. rf- Willen des Vaters völlig unterworfen, und er überließ sich dessen Gnade und Treue. In dieser Absicht kan man Christo wirklich einen Glauben zu schreiben, den er auf die Verheissungen des Vaters setzte, und wodurch er selbst die Versuchungen des Teufels überwand. Eben so wenig war Chm fius von Affecten frey, in so weit sie unsündlich sind. Dieß zeigen uns di- Stellen, da ihm Unwille, Traurigkeit und Freude zugeschrieben wirk Nur muß man nicht alle biblische Stellen von eigentlichen Affecten, sondern die mehresten von dem Analogo Affeauum erklären: wodurch viele solch- Stellen deutlich werden, und endlich auch dieß erhellet, warum Christus so oft ein Held genennet wird. Der Raum dieser Blatter erlaubet un* nicht, ein mehreres aus dieser Abhandlung anzuführen. Sie ist aber ganz Damit beschäftigt, alle angeführte Schriftstellen auf das deutlichste, und genaueste, zu erklären, und die Sache selbst, so viel sich in Geheimnissen , thun läßt, auf das ordentlichste aus einander zu setzen. Anzeige. Nachdeme sich nach Absterben weiland Johann Adam Hunds zu Groß-Rechtenbach verschiedene Creditores dahier gemeldet, welche an dessen Verlassenschafft einen Anspruch gemacht- und dann bey geschehener Jnventirung dessen hinterlassenen Vermögenschafft sich geäusert, daß solche zu Tilgung derer darauf hafftenden Schulden nicht hinreichend, und also (in Concurfus Creditorum ohnvermeidlich seye; Als wird solches hiermit zu jedermans Nachricht also und dergestalten bekannt gemacht, damit diejenige, welche einen'gegründeten Anspruch an gedachten Adam Hundens Verlassenschafft zu haben vermeinen, sich bevorstehenden Freytag den May h. a. als welche Tagfarth pro omni Termino & poena praecluft anberaumet wird , bey hiesig Fürst!. Amt melden, ihre Forderungen auf eine Rechtsbehörige Art und Weise liquidiren, sämtliche Creditores fuper Prioritate kürzlich mit einander certiren, und darauf nach Befund der Sache Rechtlichen Ausspruchs sich gewärtigen sotten. Signatum Atzbach den 4ttn May 1765. Förstl. Nassau-GnarbrückrsiHett Arne hreselbsten. Bekannemachuttg. Demnach Donnerstags den 2zten dieses MayMonats nachfolgende weiland Johann Lorenz Krachen, gewesenen Bürger und Gasthalters zum weißen t€o Gl'eslsthc wöchentlich $ Aemeittttätzige Anzeigen weißen Roß allhier, zuständig gewesenen Wohnhäuser, als: i) da- Gasthauß zum weißen Roß, neben Dem Mezger Johann Conrad Kröker, aufm Creutz stehend, r) das dahinter stehende HinterHauß, öffentlich an den meistbietenden verstrichen, oder auf den Fall sich kein Käufer finden solte, einsweilen vellehnet werden sollen; als können Diejenige, welche auf vemelte Wohnhäuser mit zustreichen gesonnen sind, sich in Dem anberaumten termino Nachmittags um r Uhr auf allhiesigem Rathhauß einfinden, und dem Verstrich mit beywohnen. Giessen Den 2teil May 1765. Lürstl. Hess OberAmt dnselbstett. Ein- und auspaßierende vom 4tett May bls den 8ten May 17^5. Selzerchor den 5. May, der Herr Obrist v. Rabenau, von der Darmstadtischen Garde, logirt im Einhorn. Neustädterchor den 5. H.'rr Rath Schatzmann von Friedberg, log. im Einhorn. Walltyor den 6. Herr Advocat Dies aus dem Schwarzburgrschen, log. im Löwen. Selzerchor den 6. Hr. Assessor Sommermann von Wezlar, log. im Löwen. Selzerchor den 8. ein Holländischer Obrist, Herr v. Grass, vomRegim Waldeck, und ein Wittgensteinischer HofCammerRath, Hr. Frcnzdorff, pass, durch. wattchor den 8. auf dem Casselischen Postwagen, Herr Capttain Mare vom Regiment Lewalt, nebst 2. Kaufleuten, pass, durch. Neuwetterrbor den 8. ein Churpfaljis. CammerHerr,Herr v. Seebach, pass, durch. Gelzerchor den 8. auf dem Frankfurter Postw. ein Preußischer Capit. Herr Frcns- bürg, pass, durch. Herr Capitain Buff, kehrt ein im Löwen. Getauft. Am 30. April, Johaunetta Margaretha Jacobina, Johann Balthasar Best, Bürgers und Schuhmachers allhier, Töchterlein. Am5.May,Ge.Henrich,Ge.Henr.Ebels,BürgersundBeckermeistersallhier,Söhnl. Verstorben. Am 29. April, Anna Susanna,Casp.Lampus, Bürgersund Metzgers allhier,Töchterl Am 3. May, Anna Maria Herlingin, Andreas Herlings, Gärtners allhier, eheliche HausFrau. Am 4. May, Barbara Margaretha Kleftin, weiland Johann Georg Zklefts, Bürgers und Strumpfwebers allhier, Töchterlein. Diese wöchentliche Anzeigen werben von dem Verleger Johann Philipp Kric, . UniversttätsBuchhandlcrn hieselbst, an die Herrn Liebhaber gegen 1 Rlhlr. yaib|abrige Pränumeration geliefert. Einzelne Bogen werden für 4 kr. ausgege- bsn. Man wird auch den Herrn Pranumeranten mit denen schon herausgelommes mn ^Ltncrcndirtten,