Siebendes Stück. Dienstags den nun Februar. 1765 wöchentlich € p • Mlt Hochfürstl. Hessen - Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis. Fortsetzung des Briefs von den natürlich bekannten ^Mitteln tugendhaft zu werden. -^Münfrens. Ehe du eine Handlung von einiger Wichtigkeit bege- heft, so untersuche vorher, ob sie auch mit den göttlichen und menschlichen Gesetzen übereinkommt. Diese jedesmalige Untersuchung hat die seeligsten Wirkungen. Anmerkung. Wenn doch alle Menschen dieses thaten, wie viele Thorheiten würden sie alsdenn unausgeübt lassen! Allein so vortrestich dieses Mittel zur Tugend ist, so selten wird es gebraucht. Wo denkt ein Lasterhafter vorher an die Gesetze GOttes, ehe er eine schändliche That begehen will? Wenn fragt er sich: ist es auch Recht, daß ich mich anitzt durch Un- mäsigkeit unter das Vieh erniedrige, daß ich eitel, daß ich wollüstig, daß ich hochmüthig, daß ich rachbegimg, geizig, menschenfeindlich und unbarmherzig bin? Ist es Recht, daß ich meinen Nächsten vervorthcile, und daß ich ihn durch Verfolgung, durch Verleumdung k. unglücklich zu machen suche? u. s. w. G Sech- fo Gresische wöchetttkch -- gemeinnützige Anzeigen Sechstens. Befürchtest du, deine wichtigen Vorsatze zu vergessen, so wähle dir gewisse Zeichen, die dich ost daran erinnern können. Anmerkung. Dieses Mittel ist ebenfals nicht ohne Nutzen. Könnte sich ein Frauenzimmer, das sich vorgenommen hatte, nicht mehr so viele kostbare Stunden auf die Eitelkeit und den übertriebenen Putz zu verwenden, könnte sich ein solches Frauenzimmer nicht z. E. die Frage über den Nachtisch hangen: Was muß ich heute noch thun, wenn ich als ein vernünftiges Geschöpf in der Welt leben will ? Ist es vernünftiger, wenn ich mehr Zeit auf die Verbesserung meines Oerzens, als meines Anzuges verwende? Und so könnte sich ein jeder, der den Endzweck seiner Bestimmung erreichen will, eine Frage oder ein anders Zeichen wählen, und es an einen Ört hangen, der ihm sehr ost in die Augen fällt. Siebentens. Gewöhne dich, jeden Abend alle Handlungen, die du den Tag über begangen hast, mit den Gesetzen zu vergleichen, und bemühe dich? so sehr sich auch deine Eigenliebe dagegen empört, alle Quellen zu entdecken, aus denen sie gestossen sind. Anmerkung. Es ist wahr, man muß anfänglich beynahe mir allen seinen Neigungen und Leidenschaften kämpfen, bis man es einmal so weit gebracht hat, daß man das System seiner Handlungen ohne Nachsicht und Zurückhaltung untersucht. Allein dieser Kampf wirkt hernach auch auf das wohlthätigste auf unser Herz. Wenn man sich jeden Abend fragt, wre weit man den Tag über im Guten gekommen sey, ob man seine Pstichten willig und ohne Widerstreben erfüllet habe, ob man sich und andre glücklicher oder unglücklicher gemacht habe, welche Laster und Thorheiten man ver-. mieden habe oder doch wenigstens hätte vermeiden können und dergleichen mehr; wenn man sich solche Fragen jeden Abend vorhält: so wird sich unser Herz gleichsam um deswillen in acht nehmen, am Tage Fehler zu begehen, weil es schon vorher weis, daß es am Abend vor seinen eignen Richterstuhl gefordert wird und sich selbst tadeln oder loben muß. So könnte sich z E- ein Geiziger am Abend fragen : Hab ich heute mit meinen überflüssigen Schätzm einem weinenden Armen geholfen und bin ich heute gegen jeden Nothleidenden mitleidig gewesen? Ein Frauenzimmer könnte sich fragen r hab ich heute die Stunden zur Besserung meines iinfc Nachrichten. ti ues Herzens und zur Erfüllung meiner Pflichten angewendet, oder hab ich sie auf eine unnütze Art vor dem NachtTische und mit sich- losen Urtheilen Lbcr meinen Nächsten zugebracht, u. s. w. Achtens- Stelle dir nie die Ausübung der Tugend schwer vor, die Gewohnheit macht alles Leicht. Bedencke zugleich, daß die Ausübung des Lasters mit viel gröseren und mannichfaltigern Schwierigkeiten verknüpft ist. Und wenn es auch anders wäre, so ist doch die Tugend aller Mühe werth. Anmerkung. Die Lasterhaften wollen meistenthcils ihre Thorheiterr damit entschuldigen und rechtfertigen, daß sie sagen, <6 sey gar zu schwer, tugendhaft zu seyn. Der Einfall kommt mir aber sehr lächerlich vor. Zeigt mir zuerst, ihr Thoren, daß das Laster leichter auszuüben sev ? geweißt mir zuerst, daß die Wünsche der Eitelkeit mit wenigerer Mühe und mit geringerem Schwierigkeiten befriedigt werden können ? Ewig werdet ihr mir diesen Beweis schuldig bleiben müssen. Und gesetzt auch, ihr könntet es beweisen, daß das Laster leichter, als die Tugend, auszuüben seye; so helfen euch diese Entschuldigungen doch nichts. Die unaussprechlichen Belohnungen und die dauerhaften Freuden, womit die Tugend ihre Verehrer ergötzt, sind aller unsrer Arbeiten und Bemühungen unendlich würdiger, als die kurzen vergifteten Freuden , die man im Schoose des Lasters empfindet. Die Tugend belohnt alle Mühe, die man sich ihrentwegen gibt. Soll man sich deswegen sein Leben wirklich rauben lassen, weil es uns einige Mühe kosten würde, es zu erhalten? Neuntens. Erlaube dir keine einzige sündliche Handlung, sie mag dir so wenig wider das Gesetz zu streiten scheinen, als sie nur will. Sie kann eine fruchtbare Quelle von grosen Vergehungen und vielen Thorheitm werden. Anmerkung. Eben diese Warnung gibt der vortrefliche und us- sterbliche Gellert/ wenn er sagt: Auf einmal wird man nie der größte Bösewicht, Den Grund dazu kann man auf einmal legen. Verletze nur mit Vorsatz eine Pflicht: So hast du schon das schreckliche Vermögen, Wodurch dein Herz die andern bricht. G i Sehers L2 Giesrsche wöck-etttlich -gemer'ttttStzlge ÄnzerAcn Zehendetts. So wie ein jeder Tag seine eigne Plage hat: so hat er auch seine eigne Reizungen und Versuchungen? zum Bösen. Und diese mußt du dir an jedem Morgen eben so bekannt zu machen suchen, als die Mittel, wodurch du sie überwinden kannst. Anmerkung. Manchmal steht man des Morgens voraus, daß man des Nachmittags bey Gesellschaften, bey Verrichtungen u. 5 w. grose Lockungen zum Laster zu überwinden hat. Macht man sich also nicht auf Mittel gefaßt, wie man diesen Lockungen entgehen kann: so ist man keinen Augenblick vor dem Fall sicher. 3 E. Ein Frauenzimmer weis, daß es in eine Gesellschaft gehen soll, wo von nichts als Kleinigkeiten gesprochen wird, wo man jedes kleine Versehen in der Regelmäsigkeit des Putzes als eine TodSünde auslchreiet/ und wo man diejenige verlacht, die nicht jede abgeschmackte Mode mitmachen; sollte ein Frauenzimmer , nicht, ehe es in eine solche Gesellschaft gehen will, auf Mittel sinnen, wodurch es sich für diesem unnützen ZeitVerderb verwahren kann ? Ich kenne nur ein einziges Frauenzimmer, das diese vortrcfliche Gewohnheit an sich hat. Ob es noch mehrere giebt, weis ich nicht. Dieses Frauenzimmer sucht alle diese Gesellichai- ten auf das sorgfältigste zu vermeiden. Ist es aber so unglücklich, daß es dieselben nicht vermeiden kann ; so wird cs nie seinen Mund zum,Tadel andrer öfnen, es wird viel lieber stundenlang stille schweigen, über seine eignen Fehler nachdenken , und wenn es etwas spricht, so geschieht es nur, um die Unterredung auf einen würdigem und unschuldigem Gegenstand zu lenken, oder diejenige zu entschuldigen , an denen man so viele, obgleich sehr geringe, Fehler auszusetzen hat. Ich wünschte von Herzen, daß ich bald mehrere dergleichen vortrefliche Frauenzimmer möchte kennen lernen! Einem RechnungsBedienten könnte es ebenfals nichts schaden, wenn er sich jeden Morgen an die Pfjcht erinnerte, seinem Fürsten treu zu bleiben, und sich um Mittel bekümmerte, die ihn in seinem Amte immer zu der Erfüllung dieser Pflicht anfeuerten. Es giebt dergleichen. Er kan sich z. E. vorstellen, daß er ein rechkschafner Mann bleibt, und daß er sich für niemanden zu fürchten nökhig hat, wenn er sein Amt treulich verwaltet, daß er hin- segen als ein meineidiger Betrüger, die größte Schande und un- aussteh- und Nachrichten. 51 susstehliche Bisse des Gewissens zu erwarten Kat, wenn er untren ist. Solche Mittel sollte sich ein jeder des Morgens nach seinen jedesmaligen Umständen bekannt machen, der zu befürchten hat, von Versuchungen und Fehltritten überwunden zu werden. Elftens. Wenn dir schon der Vorsatz, dich zu bessern und rechtschaffen zu handeln, verschiedenemal misgelungen ist, so mußt du. nicht gleich alle Hosnung zur Besserung aufgeben. Jede Erneuerung eines guten Vorsatzes bleibt nie ohne gute Wirkung. Anmerkung. Es giebt Leute, die sogleich an der Möglichkeit ihrer Besserung verzweifeln, wenn sie den Vorsatz, ihren Lastern auf ewig zu entsagen, das erstemal nicht haben ausführen können. Das ist sehr übertritt und unbedachtsam geschloffen. Die Neigungen und die Luft zu Ausschweifungen lassen sich so geschwinde nicht aus einem verderbten Herzen verbannen. Es wird ungleich mehr Zeit dazu erfordert, tugendhaft als lasterhaft zu werden. Ein Frauenzimmer, das sich bessern will, wird sich mehr als einmal, vornehmen müssen, sich nicht mehr so oft im Spiegel zu besehen, nicht mehr so viele Zeit auf den Putz zu verwenden und den ganzen Tag mit unnützen Beschäftigungen zu zubringen. Ein Wol- lüsiiger wird mehr als einmal den Vorsatz wiederhohlen müssen, sich nicht mehr von den sinnlichen Ergötzlichkeiten Hinreiffen zu lassen. Und wie oft wird nicht ein Geiziger seine Gelübde erneuern müssen, wenn er freygebig und wohlthätig werden will L Dieß giebt ihm aber deswegen noch keinen Grund, ganz an der Ausführung feines Vorsatzes zu verzweifeln. Aus dem Rückfall in sein geliebtes Laster kann er weiter nichts schliefen, als daß sein Vorsatz, dasselbe zu vermeiden, noch nicht stark und lebendig genug gewesen sey. Zwölftens. Schiebe deine Besserung und die Erfüllung deiner Pflichten keine Minute auf. Bedenke oft, daß du dich mit jedem Schritte dem Tode näherst und daß du den Augenblick nicht weißt, in dem du den letzten Schritt thust. Ach dieser ungewisse, letzte, alles entscheidende Schritt! wenn werde ich ihn einmal thun! O laß uns, mein theuerster Sohn, laß uns mit jedem Tage klüger und tugendhafter werden, daß wir ihn ohne Furcht und Schrecken thun können. Laß uns alles anwenden, was uns die Vernunft und insbesondere, unsre allerheiligste Religion als Gz Mittel 14 Giesijche wöchentlich - gemsmnutzige Anzeigen Mittel jur Tugend nnpreißt. Die Mängel und Unvollkommenheiten der natürlichen, werden durch die göttliche Vollkommenheiten der übernatürlichen Mittel, hinlänglich ersetzt werden» Unser GOlt laß diesen Vorsatz mchr unausgeführt j Ich bin ewig <• dein treuer wib zärtlicher Vatter.. Anmerkung. Der Aufschub der Besserung ist bcy den Menschen ein Fehler, der sie ihrer Vernunft beynahe unwürdig macht. Sich bessern wollen und sich Dennoch etwas verstatten, das der Besserung ganz entgegen ist, ist unvernünftig. Denn mit einer jeden böfcn Handlung erhält man eine neue Fertigkeit, sie wieder zu begehen. Mithin je länger man feine Besserung aufschiebt, desto schwerer wird es hernach, diese Fertigkeit zu sündlichen Handlungen ganz abzulegen. Sich morgen bessern wollen, heißt das etwas anders, als: heute noch mehr in der Bosheit zunehmcn , und seine Liebe zum Laster von neuem zu erkennen geben wollen ? Und warum wollt ihr euch dann erst morgen bessern? O thut es heutenoch, es möchte vielleicht morgen zu spat seynl Sucht Heute noch rechtschaffen gu werden; damit rhr es auch morgen seyn könnt, und es nicht wieder bis auf übermorgen verschieben Möget. — Ich kann mich unmöglich enthalten, die vortrefiiche Stelle des erhabensten brittischen Moralisten, worinn -er für dem gefährlichen Aufschub der Besserung warnet, hier einrücken zu lassen. „ Hüte dich, sagt „er, vor der ansersten Grenze menschlicher Uibel, v hüte dich vor einem „ langsam - plötzlichen Tode. Wie schrecklich ist nicht dieser bedachtsame Uiberfalll Sey doch heute weise; es ist rasend, es' noch aufzuschicben ; „ der folgende Tag wird das unseelige Beyspiel des gestrigen verschützen; „ und so immer weiter, bis die Weisheit aus dem Leben verdrängen ist „ Der Aufschub ist ern Räuber der Zeit > er stiehlt uns ein Jahr nach dem „ andemi, bis alle geflohen sind, und überlaßt die grosm Angelegenheiten riner Ewigkeit der Gnade und Ungnade eines Augenblicks. Würde dieses „ nicht wunderbar seyn, wenn es nicht so gewöhnlich wäre? daß es so „ gewöhnlich ist, dieses ist noch wunderbarer. „ Unter den erstaunenswürdtgen Irrthümern, welche der Mensch begehet,hat „ dieser den höchsten Rang, daß alle Menschen im Begriff sind, zu k, " den, und Lwrg an der Schwelle der Eeburr sichen. Alle machen „ sich die Schmeicheley,zu glauben, daß sie sich einst nicht mehr begeifern „ werden, und aufdrese Hofnung, auf diese Erbschaft, nimmt ihrHoch- „MUth schon Haares Lob auf ; Httju wenigsten ihr eigenes; und preißt „ ihr künftiges Selbst ; wie vortresilch ist das ^eben, das sie nimmer füh- „ ren werdenl Die Zeit, welche sie in ihren -eignen fanden haben, wen- " L» ^ochew t»; lene, welche sich noch in den fänden des " Schicksals LefindeL, wird der Weisheit angewiesen; das, was sie nicht „ umhrn können, sich vorzunehmen, wird hinrangcsetzt. — Der elende W -auMebeude Mmsch ist saurer versprechen, und das durch alle < n Stu- mrd Nachrichten. Stufen feines Alters. Als Jünglinge, ruhen wir feeylich zuweilen, « mit einer edlen Zufriedenheit,, in völligem Vergnügen : für uns selbst unbesorgt; und wünschen nur, als rechtschafne Söhne, daß unsre Vat- ter weiser seyn möchten: Im dreißigsten Jahre argwöhnt der " Mensch, daß er selbst ein Thor sey ; weis es im vierzigsten, und ver, '' bessert seinen Plan ; im ftrnftigsten schilt ec seinen schändlichen Verzug, ,, und treibt seinen klugen Vorsatz zur Entschliesung ; entschließt sich nut „ der ganzen Tapferkeit der Gedanken; entschließt sich, und entschließt sich „ wieder, und stirbt eben derselbe. „ Nachricht. , Di e ZiehungsListen der Ersten Neuwieder Lotterie jweyken Elasse so »m Porten Monath gezogen worden, sind angelangt, und können also dieGewmnstebey Ausgebern dieses abgeholet werden und zur zlcn Elaste einle-en z fi. zo. kr. Wer Gelehrte Anzeige. , Das gross Geheimniß der Offenbarung Gottes im Fleisch, in einer Predigt über das Evangelium am 2ten Weihnachtstage vorgestellt, und auf '' Verlangen dem Drucke überlassen von Johann Georg Hofmann, der onenta- , lischen Sprachen ordentlichen öffentlichen Lehrer allhier. jfl bey dem Fnrstlicheit banckenBuchdrucker Schröder vor 4. Kr. zu haben. Wir preisen diese fürtrefliche Predigt, an deren rednerische Ablegung wie uns noch mit wahrem Vergnügen erinnern, unfern Lesern als cm vollkommenes Muster derjenigen Beredsamkeit an, durch welche ehemals die Cyrysostome und w unfern Z!iten die Mosheims, die Ierusalsme, und die Cramer die Mmeuu- den der Christen zu erbauen suchten. Der Herr Pros, hat viel ;u erleuchtete Be- qrttfe von der erhabensten Majestät unsrer Religion, als daß er, wie.leider! nur m oft geschieht, mrt niedrigen Ausdrücken von dem erstaunenswurdigen Ge- l^imnist der Menschwerdung hätte reden, und mit nichts bedeutenden Jubeln über das kleine liebe Miulern frohlocken sollen. Unser Erlöser ist GOtt! Seine göttliche Herrlichkeit Zeigt sich in seiner Geburt und deren armseligen Umstanden sowohl, als in allen Stücken seines Lebens. Es erfordert aber eine durch fielsige Betrachtung des göttlichen Wortes geschärfte Aufmerksamkeit, wenn man dieses gewayv werden wist. Hiervon sollten also die Lehrer auf der Canzel ihren Zuhörern er- habn und rührende Vorstellungen machen, Vorstellungen, die der Hoheit ihres Gegenstandes und der verschiedenen Fähigkeiten der Zuhörer gleich gemas waren. Der Ärr Prof, hat dieser gerechten Forderung, die man an jeden Prediger mach n kann, ein vollkommenes Genüge gethan. Er hat die geheimn.ßvolle Tiefen be der Geburt JEsu gezeigt, und Betrachtungen darüber angestellt, die den ge- üb en Mrstand des Gelehrten zu beschäftigen, dl- Ungeubtern .zu belehren, und beider Herzen gleich stark zu rühren fähig waren. Kem unnatürlicher Schwulst, keine affectirte und verunglückte Neuheit in den Ausdrücken und Wenoungen, keine unverständliche Beweisthümer; sondern das wahre Erhabene, das Deutliche, das Rührende , do.S Schriftmäßige sind Eigenschaften, wodurch sich dre Predigt deS Herrn Prof, allen Kennern der geistlichen Beredsamkeit empfehlen wird. f 4 Grefische wöchentlich - gemeümsitzige Anzeigen Lust und Belieben hat sich in diese favorable Lotterie einrukaufen, sind noch vorra- thige Loose vorhanden, und kan sein Glück in den 2. leMern Classen versuchen, m der ztcn Classe ist der höchste Preiß 3000, 1500* fl., und ferner in der 4ttn und letzten Classe das höchste 12000 fl. 5000 fi. 3000, 2000. und 1000 fi. Ein nnö avspaMrende v-m r. Febuew. bis den 9tm Februar. iz*f. Walltbor den Februar Ein Lieutenant von den Kayferl. vom Regiment Harsch Herr Koch, kommt von Wetzlar, paß. durch. Ein Fräulein von Bergheim kommt von Cassel, paß. durch. Ein Kayftkl. Gesandter, Herr Graf Bergen, kommt von-Cassel, kehrt ein im Posthaus. wallrhor den Auf dem Caßler Postwagen drey Kaufleut, paß. durch, t^eustadterthou den 4* Qnn Lieut. von den Nassauer, Hr. von Lösch paß. herein. Selzerryor den 4. Auf dem Frankfurter Postw. drey Kauft, paß. durch. ^tMwegerchor den 7«2hro Hochgrafl.E-:cell. der Herr Graf von Laubach, paßirt herein und durch. LVallthor den 8. Ein CammerHerr vom Marggraf von Anspach Herr von Mar- Le«feld,paß. von Marburg durch. G»l;erthor den 8. Ein GroßCanjler von Msscau, Herr! von Winter, kommt von Buzbach paß. durch. Auf dem Frankfurter Postw. ein Capitain von den Preussen Herr Lentzstchi und ein Kaufmann paß. durch. Lin Lieutenant von den Hessen vom Regiment Malsburg, Herr von Mals- durg, paß. durch. Copulirt. Mm §teu Febr. Jacob Hard, KühHirt alihier, und Sufanna Fröhlichin, weil. Ioh.' Balthasar .Fröhlichs, Bürgers und Schreiners allhicr, hinterlassene Wtttib, Gerauft. Zim 27ten Ian. Maria Elisabeths- Johann Caspar Busch, Bürgers und Kiefers allhicr, Töchterlein. ■ • Am 2ten Febr. Johann Georg, Johann Hermann Koch, Bürgers und Blech- Schmidts allhier, Söhnlein» Derftorben. Am 29ttn Januar. Anna Margaretha, Philipp Andreas Rinns, Brauknechts all- hier, Töchterlein. Am gr, Januar. Joh. Georg König, Bürger uud SchlosscrMeister allhier. Diese wöchentliche Anzeigen werden von dem Verleger Johann Philipp Krie, ger , Un!versitat6Buchhandlcrn hieselbst, an die Herrn ^Liebhaber gegen 1 Rthlr Halbsal^qe Pränumeration geliefert. Einzelne Bogen werden für 4 fr. ausgege- Xk'ii. Maa wu-d auch den Herrn Pranumcranten mit denen schon hercmsaekomme- lZeu Stucken d.lem^