Micstsche wöchentlich- cai - V Wil unL Mchrtchken. Zehentes Stück. Dienstags den $tcn Martti v?6$; Mit Hochfürstl. Hessen - Darnrstadtischer gnädigsten Erlaubnis. Gedanken über den vom seel. Mosheim, und dessen r7achfol- gern/ behaupteten Unterschied/ zwischen einem Prediger, und einem Theologen. 65? n den beliebten Schriften des auch nad) seinem Tode berühmten Herrn Kantzlers von Mosheim ist verschiedenemüle, theils gelegen- heitlich, theils umständlich, ein Unterschied angegeben, welcher zwi- schen einem Theologen, und einem Prediger seyn, und wodurch der erste vor dem letzter» einen gewaltigen Vorzug haben soll. So ist z. E. dessen Erklärung der beyden Briefe des Apostels Pauli an den Timo^ rheun; nicht für die eigentlich so genannten Gelehrten geschrieben, sondern theils für die Diener des Evangelii, und die, so sich dem LehrAmte gewidmet haben, theils auch für die, welche nur zu ihrer eigenen Erbauung die Schrift lesen wollen. Sie ist auch unter solchen Gesundheitsumständen ' sufgesetzet worden, die ihrem Verfasser den Geschmack an gelehrten, weit- kiuftigen, tiefsinnigen Untersuchungen benahmen, die vieles Lesen, Nach- schlagen, und Nachsinnen, erfordern ♦). Seine kurze Anweisung aber die Gottesgelahrtheit vernünftig zu lernen machet diesen Unterschied vollend systematisch, und widmet den zweeten Abschnitt den eigentlichen K theolo- *; S, Leipziger gelehrte Zeitung vom Jahr 1755. Nam, 49» 74 Erefisihe rvSchenrlich-ZemeiiinntztzeAilzergett rheologischen Wissenschaften, welche, und wieviel deren ein jeder Seiffli. »er wessen, und wie er dieselben treiben müsse; da der dritte und -aw von den Geistlichen der ersten Ordnung, oder den eigentlich sogenannten Theologis, handelt, und weiset, was diese vor den Predigern zum Vor- «us wissen, und was die Prediger ihnen überlassen müssen ♦*). Der Re- censent dieses Buchs setzet hinzu: Man bedarsin derKirche nicht lauter Dockoven. So richtig diese Gedanken mikeinader zufälliger Weise seyn Nnnen: f° Mi^Eig sind ste auch jufälliger Weise; so gefährlich ist es daher, sie so schlechthin für Wahrheiten, auf das Ansehen ihres Erfinders, amuneh. •ncn- Da gegenwärtige Blätter gememnützige Anzeigen enthalten sollen: so kann ich wohl nichts gemeinnützigers zu denselben beykragen, als wenn ich jetzo diesen Unterschied, dessen richtiger Verstand für Studierende wichtig, für das geistliche Amt erheblich, und selbst für das Beste unserer Religion nicht völlig gleichgültig ist, etwas genauer unterfiiche. „„ AM laugne gar nicht, daß in unserer Kirche sich eine Menge berufe, «er Prediger finden, di- soweit von der Wissenschaft eines Theologen ent. fernet sind, als der Calendermachcr von dem Asironomu«. Es sind deren sehr »ide. Die, mit Dem Sprach ju reden, sich besser schickten, den Ochsen mit der Geisel zu treioen, als Die Schrift zu lehren. Diese fiiiD gewiß Jel"e finD w'ele «nDere, Die bey einer Mittelmäßigen Ka- techetischen Erkenntniß Der Religions-Wahiheiten, weder die Schrift, noch den eigeiitlichen Zusammenhang unseres Lehrgebäudes grüiiDlid)' einseben Sie haben durch Die lange U-bung Die unglückliche Fertigkeit erworben, mit großem Scheine von Wahrheiten zu reden, Die mehr in ihrem Gedächtnisse, als m ihrem Verstände,aneinander hangen. D-nn, es giebt Vjittel ocm «, durch welche ein Wann, Der Naturgaben hat, seine auf Universitäten übel angewendeke Zeit vor einem vermischten Haufen Zuhörer gleichsam zurücke holen kann Von allen diesen lasse ich die Distinction jwischen einem Tbeo- logen, »ad einem Prediger, herzlich gerne gelten. Ja, ich setze noch Hinz», daß es em Fehler , und ein Unglück für Die Kirche, ist, wenn Theologen die auf Universitäten lehren, »Der wenigstens in eben so wichtigen Aemlern stehen, als Die akademischen sind, diejenigen, denen sie am Range »ergehen, nicht auch an Wissenschaft übertreffen. Allein, das bekannte: Non omni- poflumus omnes, gilt in der That auch hier. So ausgebreitet die Er« k-nntniß des sel. Mosheims war, und so gewißj-mand nicht nur ein brauchbarer Prediger, sondern auch ein gründlicher Theologe, seyn kann, ohne al- . les * v S. Lrlangifch« gelehrt« Anmerkungen vom Iaht 175«. Stück 5-, und Nachrichten. 75 les zu wissen, M Mosheim, oder Baumgarten, wußten; so gewiß ist es auch, daß manche Prediger mehr gründliche Einsicht in bie alten Sprachen haben können, als diese zween berühmten Gelehrten hatten. Dieß ist schon ein Beweis, daß die armen Prediger den mosheimischen Theologen eben nicht alles überlassen. Ich setze noch mehr hinzu. Mosheim, der ein Theoloa war, konnte irren, und irrere auch wirklich, wenn er z. E. den Eid, welchen die Lehrer in vielen Kirchen auf unsere symbolischen Bücher ablegen müssen, unter die Misbrauche ♦) dieser Bücher zahlet; und auch dieses einen Mlsbrauch nennet *♦), daß man Glaubensstreitigkeiten, und deren Entscheidung, mit in diese Bücher Zesetzet hat. (Was sollte man wohl sonst hinei-nsetzen, da sie bey Gelegenheit der Streitigkeiten entstanden sind, und die Beylegung derselben zum Endzweck-Haben?) Sollen also die Prediger nicht alles wissen dürfen, was die eigentlichen Theologen wissen müssen: so stehen sie nicht selten in Gefahr, von diesen in Jrrthum verführet zu werden. Wie nachtheilig klinget dieses für Manner, die Haushälter über G-OtteS Geheimnisse sind? Ich will diese verdrießliche Untersuchung aus der Ursache nicht weiter fortsetzen, weil ich sonst aus der Geschichte Beyspiele anführen müßte, und leicht anführen könnte, da schlechterdings die hohe theologische Wissenschaft nid)t an akademische, oder diesen an Würde gleiche, Aemter gebunden war. Ich frage vielmehr: woher kommt dieser mächtige Unterschied zwischen dem Theologen, und dem Geistlichen ? Die H. Schrift kennet ihn gewißlich nicht. In den apostolischen Zeiten der Kirche Neues Testamentes finden wie zwarApostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer, Ephes.4, n. unterschieden : aber nicht Theologen, und Geistliche. Diese verschiedenen Grade der Vorsteher der Kirche waren auch nicht durch die verschiedenen Stufen ihrer Gelehrsamkeit, sondern theils durch die verschiedenen Gaben des H. Geistes, der nach 1 Kor. 12, 4-n. in verschiedenen Menschen auf verschiedene Weise wirkte, theils durch ihre mancherlei) Verrichtungen unterschieden. In den nachfolgenden Jahrhunderten zeiget uns die Kirche«- geschichte Presbyteros, Diaconos, mit der Zeit auch über beyde erhabene Epifcopos, oder wie sich nut dem zunehmenden Verfalle, oder dem veränderten Zustande, der Kirche, auch die Namen und Aemter ihrer Diener, oder Tyrannen, änderten: nirgends aber bestehet ihr eigentlicher Unterschied in K1 geringe- *) Mosheims allgemeines Birchenrecht der Protestanten, S, 344. eben daselbst. *14 Gieslsche wochmtlich -gemeittnAtztge AttZergett genngeker oder größerer Gelehrsamkeit. Sonst hatten die Kirchenverbefferer nie über die Unwissenheit, und Faulheit, der Bischöfe klagen dürfen. Der Unterschied des Geistlichen, und des Theologen, ist also eine Frucht der neuern Zeiten, und, ist es erlaubt, die Wahrheit frey zu sagen, eigentlich der' allerneuesten. Unsere Vorfahren waren noch im vorigen Jahrhunderte so altfränkisch, daß sie glaubten, um geistliche Aemter bekleiden zu können, müßten sie die Theologie auch gründlich studieren; und welchen weiten Umfang hat nicht dieses einzige Wort? Man stehet daher, wenn man noch hier und da Trümmer von B bliotheken der vorigen Zeiten antrift, unter denselben die schönsten Werke aus allen Theilen der Gelehrsamkeit, die oft bloße Land- Prediger zu Besitzern hatten ; ich gestehe e6 gerne, auch manchmal elende Blätter: denn, das gottlose Leben der Studierenden hat nicht erst in unser» Zeiten angefangen. Allein, das bleibt unferm Jahrhunderte wohkj zur Schande eigen, daß selbiges, je mehr es sich unfern Tagen genähert, immer mehr Weichlinge, und Unmenschen, unter denen, die in der gemeinen Sprache Theologen heißen, hervorgebracht hat. Ein großer Theii derselben find entweder verzärtelte Söhne, oder Menschen ohne Erziehung. Bey- de betrachten die geistlichen Aemter, als Pfründen, die sie entweder den Verdiensten, oder dem Ansehen ihrer Familie, oder einer geduldigen Jnfor- Mations.Arbeit, oder dem aufgeopferken Reste ihres väterlichen Vermögens, anderer Mittel zu geschweigen, zu danken haben. Will man diese nickt zu allen geistlichen Amtsverrichtungen untüchtig machen : so wäre fast nöthig, den Unterricht, den sie auf Universitäten genießen, nach ihrer Fähigkeit, und dir Bestimmung, die sie allenfalls haben, einzun'chtem Die Wissenschaften hangen alle aneinander; und je mehrere derselben jemand gründlich gefastet hat, je ein besserer Theolog im eigentlichen Verstände wird er werden. Wie viele aber verlangen Menschen von der beschriebenen Art zu fassen ? Sie würden gerne, so wie vor der Reformation geschähe, sich Vicarios zur geistlichen Arbeit halten, und ihr Einkommen in ungestörter Lust verzehren; wenn solches erlaubt wäre. Indessen bestreben sie sich, da sie dieses nickt thun können, den Umfang ihrer Studien so viel, als möglich, in die Enge zu ziehen; und entschuldigen sich damit, daß sie keine Dockores zu werden verlangten, und für den gemeinen Mann in Städten, und auf demLande, eine geringere Wissenschaft hinreichend sey. Auf diese Wüst entstehet freylich nur gar zu oft em Unterschied zwischen dem Theologen, und dem Prediger. Allein, eine andere Frage ist es nunmehr: ob dieser Unterschied in der Sache gegründet, oder nützlich, und also in einer Anweisung die Theologie zu Mieren anzupreisen seye? Ich glaube, behaupten zu können, daß dieser vnb Nachrichten. 77 riescc Unterschied von eben der Art ist, als ob man bey jeder Kunst zwischen dem Künstler und dem Stümper unterscheiden wollte. Tin Prediger ist entweder ein Theolog, oder er ist keiner. Ist er ein Theolog ; so sehe ich nicht, warum er des- -vegen, weil er kein so vornehmes Amt bekleidet, als ein anderer, das nicht heißen soll, was er wirklich ist. Ein Maler bleibt ein Maler, er mag in einem Privat- Hause, oder in einer kaiserlichen Burg, seine Kunst treiben. Ist der Prediger aber kein Theolag; so ist er auch kein Prediger. Denn, ohne Theologie kann man auch mcht predigen. Man kann ein Redner seyn, und sich bey jedermann beliebt machen: aber man ist deswegen kein Prediger; so wie Cicero der größte Redner bleibt, aber deswegen kein Prediger ist. Wollte man aber bloß wegen des Grades der theologischen Erkenntniß diesen Unterschied annehmen; so müßte auch noch ferner zwischen den Theologen in dem Verstände des seel. Mosheims ein Unterschied ges suchet werden ; da auch diese dem Grade ihrer Erkenntniß, und der Weitlanftig- feit ihrer Wissenschaft nach, noch sehr verschieden sind. Es ist also dieser Unterschied wohl aus dem Verderben unserer Zeit, keinesweges aber aus der Sache selbst, herzuleiten. Der Gedanke des oben angeführten Recensenten, daß man »n der Birche nicht lauter Doctoren bedürfe, ist gar zu leicht. Ich schlösse so : Wenn man nicht lauter Doctoren in der Kirche bedarf; so bedarf man für das übrige solche Leute, die keine Doctoren sind, noch seyn können. Nun stelle ich mir die Doctoren nicht als Engel, noch weniger aber als allwissend, sondern als Menschen vor, die durch gewissenhaftes und unermüdetes Studieren ihre Natur-und Amtsgaben so erhöhet haben, daß.sie in den theologischen Wissenschaften, und was damit eine Verbindung hat, starker als andere, sind. Was sind also diese andere füv Menschen? Es sind mittelmäßige, oder noch schlechtere. Entweder fehlt es ihnen an Natur - und Amtsgaben, oder an gewissenhaftem Fleise im Studieren. Beydes giebt für ihre Brauchbarkeit eine schlechte Vorbedeutung. Was können seichte Köpfe, ^.h will nicht sagen, Leute, die auf ein thariges und wahres Chrrstenthum niemals viel gehalten haben, der Kirche für Nutzen bringen? was können faule und trage Menschen, die nicht gehörig studiert haben, gutes stiften? Das mittelmäßige taugt in allen Ständen nichts, und das schlechte noch weniger. Eine Armee, von meistens mittelmäßig geschickten Anführern und Soldaten, kann sich so wenig Rechnung auf den Sieg, als eine Gesellschaft sogenannter Künstler, die aber alle nur mittelmäßig, wo nicht gar Stümper, sind, aufden Beyfall der Welt machen. Vielmehr ist diejenige Armee erst ihren Feinden schröcklich, in welchem ein jeder Subaltern diejenige Geschicklichkeit besitzt, die man so wenig bey ihm sucht,als sehr nun sie an dem obersten Befehlshaber bewundert. Warum soll man also gerade in der Kirche nicht lauter Docroren bedürfen? Ich dächte, man bedürfte sie, wenn man sie nur hatte, und nicht theils der Mangel an tüchtigenLeh- rern, theils die Unwissenheit, und unreinen Absichten derer, welche der Kirche Lehrer geben, .machten, daß man sich mehrcntheils mit mittelmäßigen oder schlechten Leuten erbärmlich behelfen muß. Die KirchenHistorie zeiget uns Doctormäßige Kirchenväter, die eben nicht allemal in Conftantmopel, oder Alexandrien, gelebet, der Kirche aber dem ungeachtet treflich gedienet haben. Wo aber, möchte man einwenden, sollen alle Leute die Mittel hernehmen, sich zu Doctoren zu studieren? Ich antworte kurz; durch Mittel, und Reichthum hat sich noch keiner zumDoctor K i studiert; t-8 Gl'tflsche wöchemlich, gemeinnützige Anzeigen stridiert; wohl aber find beute aus dem niedrigsten Stande, und der größten Ar- muth, mehrmals zu dieser Ehre gelanget. Der Beschluß folgt. Taxa her Aochfürstl. Police? Deputation für die Stüde Giessen, bis auf wertere Verordnung. Einem gemeinen Taglöhner der bey seiner Kost arbeitet in den langen Tagen von Petri bis Martini io bis n. Albus. In den kurtzen Tagen von Martini bis Petri 9 bis io. Albus. Liner WeibsPcrfon täglich 6. Albus. In den kurtzen Tagen 5. Alb. Wann dem Taglöhner die Kost gereichet wird die Heisste des ausgeworffenen Geldes. Einer Wäscherin bey der Hausmanns Kost täglich 5. Alb. ohne Kost 10. Alb. Einem Handwercksmann der auf den Taglohn arbeitet, wie es denn in dem Belieben der Bauenden stehen soll, ob sie auf den Taglohn, oder um einen Accord überhaupt sich arbeiten lassen wollen. In denen langen Tagen einem Meister »8 Alb. Einem Gesell 14. Alb. Einem Handlanger 10 bis r r. Alb. In den kurtzenTagen einem Meister 15.Alb. EinemGesell 12 Alb. Einem Handlanger y. bis io Alb. Einem Maurer-Meister eine Ruthe Mauer 16. Schuh lang, 16 Schuh breit und 2 Schuh dick oder 512 Cubick-Schuh 5 fl- bis 5. ft. 16, Alb. Im zweyten Stock 6. fl. bis 6 fl. 15' Alb. Im dritten Stock 7 fl. bis 7. fl. 15 Alb. • Deuenselben vor eme solche Ruthe am Keller-Bogen 8 fl. wenn er darzu das Dockgestell hergicbt 10 ft. 15. Alb. . Ein Gefach mit Leimen, Faungärten oder gebackenen Steinen zuzumachen und die Stückstecken zu spalten 1 Alb. 4 bis 6 Pf. Einen Schuh lauffenden Gebälck fo 2 Schuh von einander liegt, zu stücken, wickeln und das Stückholtz zu fpalten 6 bis 7 Pfen. Eine Ruthe Mauer-Steine zu brechen 16 Schuh lang und breit, 4 Schuh hoch 4 bis 5 ft. solche zu setzen 1 fl. bis i fl. 5 Alb. Eine Ruche zu pflastern ins Quadrat 1 ft. 15. bis 20 Alb. Einem Stemdecker eine Ruthe Lach 16 Schuh ins Quadrat mit Schiefer zu decken, samt Anschlagung der Thielen 4 ft. bis 4 ft. 15 Alb. Vor ein doppelt Lach - Zensier 4 fl. bis 4 ft. 15 Alb. Vor ein einfaches 1 ft. bis 1 ft. 7 Alb. 4 Pf. Vor eine solche Ruthe Schild-Ziegel Tach zu latten, zu decken und einzuspeisen 1 ft. 15 bis 20 Alb. . ' ’ Einem Häfner vor einen dahier gewöhnlichen Ofen mit einem Gefetz Kacheln, Leimen und Macherlohn, zu färben und zu schliessen 3 ft. dito* mit zwey Gesetz Kacheln 4 ft. 5. Alh. Vor einen erdenen mäßigen Hafen und Suppen-Schüssel 1 alb. 4 Pf. vor halbmäßige 6 pf. vor zweymäßige W'aare 3 albus. Denen Weißbindern der Taglohn wie denen Maurern und Zimmer-Leuthen, vor eine Ruthe zu zehen Schuh ins Quadrat zu weißen, worzu sie den Kalck her- geben 2 alb. 4 pf. Einem Schneider ein Manns-Kleidzu machen 2 ft. 15 bis 20 alb- einen Schleuder und Schürtz 3 fl. garnirt 3 ft. 5 alb. Emmr Schuhmacher vor ein paar Manns-Schuh 1 ft. 15 bis20 alb, Weibs Schuh VN- Nachrichten. $ 7- Schtth r fl. 4 bis Falb. Manns-Sohlen rc> bis rr alb. Weibs -Sohlen 7 biS 8 alb. Diese sollen ihre Einkauff-^onti vom Leder und Hanff monatlich zur ^oli# cep# Deputation übergeben und hiernach auch nach Unterschied der Waare und Arbeit auf Befinden eine Minder-oder Mehrung geschehen. Desgleichen sollen ** Die Crahmer ihre Einkauf-Bücher und Conti vom Preist-Louranr der Waa, (/l t ren monatlich zur Policey -Deputation eingeben, und darnach mit Zuziehung Handlungskundiger Leute der Preist bestimmt, und an Tafeln ausgeschrieben, unterdessen aber von j edcm sich der Billigkeit beflissen und übcrmäsigeö Aufsehen der Gebühr nach bestraft werden. SilberSchmide, MesserSchmide, Schwerdtseger, Glasier, Sailer und Schlosser sollen den Einkauff der Waaren ebenfalls monatlich eingeben, und darnach wie auch nach Unterschied der Arbeit ta/iret werden, unterdessen wider die Billigkeit niemand übersetzen. Wegen der Metzger, Becker verbleibt es bey denen nach Proportion des Einkaufs und des Preises gewöhnlichen besondern Schatzungen. Wegen des Biers aber bey der BrauOrdnung, und soll jeder Bebrau geprobt, und das schlechte ab- -esondert werden. Einem Schmidt vor ein neues HufEisen, und solches auszuschlagen 6 alb. ein altes HufEisen aufzuschlagen 2 alb. 2 pf. Ein Rad mit neuem Eisen zu be, schlagen 1 st. 15. bis 20. alb. Eine neue 2lx y.i beschlagen 1 fl. 10 bis 15 alb» Ein paar PflugElsen einzustetten 13 alb. Einem Wagner vor ein neues Rad zu machen 2 st., bis 2 fl. 10 alb. Vor «ine neue Ax 1 fl. bis 1 fl. $ alb. Der Beschluß folgt. Akademische Nachricht. / Am 28. des verwichenen Monats hielte der Hr. Prof. Baumer seine Antritts- Rede bey hiesiger hochlöbl. Universität- Sie handelte von. der Art, wie man die ArtzneyWissenschaft auf eine gründliche Art lernen könne. Äusser der Erlernung der allgemelnen christlichen und bürgerlichen Pflichten , prieße er denen, so sich dieser heilsamen Wissenschaft gewidmet haben, die gründliche Erkanntnist der zu ihrem Endzweck nöthigen Sprachen und der Weltweißheit, besonders der Vernunftlehre, Naturgeschichte, Physic und Makhematic an. Darauf zeigte er kürzlich den Zusammenhang der sämtlichen Thelle der AptzneyWissenschaft; um sie in der gehörigen Ordnung zu begreiffen, und hielte vor rathsam.von den besondern Warheiten den Anfang zu machen, und alsdenn erst auf die allgemeinen zu gehen ; weil diese von jenen hergenommen werden wüßten. Dje Anatomie, Chymie und thatiac Anführung zu der ausübenden ArtzeneyWissenschast, hielte er vor die Grundsäulen der ganzen Medlcin, und beriefe sich auf die Erfahrung, dast auf den hohen Schulen, und in den Landern, wo man dtese Wissenschaften mit allem Fleiste triebe, die meisten und geschicktesten Aertzte gezogen würden. Darauf begegnete er dem Vorurtheil derjenigen^, welche glauben-, daß mit dem Schlüsse der Universitals- ^;ahre auch vas Studieren ftine Endschaft erreichet hätte, und hielte davor daß gewissenhafter Artzt Nicht nur durch fein ganzes Leben seine Erkanntnist zu- 1 dermchs ige Anzeigen suchen müßte; sondern daß auch die, sowohl an emem, -als an verschw- denen Orten wohnende A-rtzte die durch Erfahrungen, Versuche und Vernunft gemachte ne" e Entdeckungen medicinlscher Wahrheiten einander aus eine Amtsbni- ' Lerlicke Weise mittheilcn, und also mH vereinigten Kl ästen an der Verbessrung v h ,tn menschlichen Geschlechte so nützlicher und nothiger Wissenschaft a b' te foÄ Ä W « fVine Orte mit einem unter-hanWm Wun- ?che vor das höchst« Wohlsein unsers Durchlauchtigsten und gnädigsten bürsten und ßerm, und -^ochstderoselben gan;en ^>ochfurstllchen^alisses, (AOtt die hiesige Universität und das ganze Land zu segnen, und verspräche ÄÄXcVflW W«4 bey hiestger «tadcmie, mW -.nee redtlchen Artztcs , und getreuen Unterthans, willig zu erfüllen. krosr-mm., wodurch der dißjährige LeAor ^nikcur. Herr v. Roch, . ? .sa i.itui<>[abcn bat, bandelt dc primis conftitutionis criminaht Bambergcn- fU edidonüms! Weil es uns etwas zu spat zu Händen gekommen ist, so wollen wir den Innhalt desselben in nächstfolgendem Blatt anzelgen. o8 Gresische rvSchetttlich , XÄÄÄ“.” SS» »SU** btn Hess-n.H-rr Geister, 6d-e«bo-blM»6- Ein Capi-ain Hr. v°n Schenck, von Nassau Oranien, k-hrk sln bey> Hrn«Rath Kl.ppssPostwagen ein Capitain von den Preußen Hr. Wallrhor >.en 28. . f ein Student und ein Bedienter. paß. durch. Ein^CavaMer von Darmstadt, Hr. von Breydeubach, paßitt von Marburg durch. _ --——-------‘........... ■ 1 --— G« t a u ft. UM. Sophia Margaretha Willheimina Iohannetta, Henrich LynckcrS, : -u-rs und W am M-MmConrad. Jchan»Friedrich M-cS, Durzersund Metzger« aühier, Söhnlein» Ver-storbeft» j(m rs.Febr. Herr Chirurgus Michel allhier. _— ger, UuiversitatsBuchhandltt n hrestlbst, H „ werden für 4 kr. ausgege- ' ÄÄZÄfcwwH« mit denen schon heeandgekomm« sm Stücken dimm-